Alle Beiträge zu Kontrollverlust

5 Lesetipps für den 3. März

In unseren Lesetipps geht es um Produktmarketing und Journalismus im Digitalen, die Überwachung des Internets durch deutsche Software, das Internet im Kapitalismus und Enzensbergers Thesen. Ergänzungen erwünscht.

  • PRODUKTMARKETING Avatter.de: Warum nicht alles supergeil ist und Starbucks mehr Fans als Spiegel Online hat: In seinem Blog setzt sich der Hamburger Social Median André Vatter mit dem Produktmarketing im Digitalen auseinander und wie wichtig ein Community-Management für moderne Markenstrategien geworden ist. Doch auch in sozialen Netzwerken gilt, dass das Produkt an sich die tragende Säule sein muss.
  • KONTROLLVERLUST Blogrebellen: Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere: Martin Giesler regt sich in einem sehr persönlichen Beitrag im Blogrebellen-Blog über die zunehmende Kontrolle von Informationen durch die großen IT-Unternehmen auf, die seine Bemühungen als Journalisten scheinbar ins Leere laufen lassen. Ein zu diskutierender aber lesenswerter Debattenbeitrag zum Kontrollverlust – diesmal aus Sicht der publizierenden Gruppe von Online-Journalisten, die das Internet so viel grundsätzlicher nutzen (müssen) als ihre Kollegen vom Print.
  • DIGITALISIERUNG Frankfurter Allgemeine: Enzensbergers Regeln für die digitale Welt: Wer sich nicht dauernd mit den digitalen Nachstellungen von Unternehmen und Geheimdiensten herumschlagen will, muss laut Hans Magnus Enzensberger nur ein paar einfache Regeln befolgen. Zehn sind es an der Zahl, die leider nur zeigen, wie traditionelle Intellektuelle auch nicht davor verschont werden, den digitalen Wandel nicht begreifen zu können. Ein Gespräch mit Jugendlichen über ihr persönliches Nutzungsverhalten ist erhellender.
  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Firmen wie Gamma helfen bei der Jagd auf Oppositionelle: In Dubai startet heute die wichtigste Messe für Überwachungstechnik. Deutsche Firmen zählen wieder einmal zu den erfolgreichsten Anbietern von Überwachungssoftware. Sie liefern an Kunden wie Syrien und zeigen, dass hinter der Tatenlosigkeit der Bundesregierung gegen Überwachung vorzugehen, sogar gegen Überwachung von sich selbst, auch wirtschaftliches Kalkül einer einflussreichen Industrie steckt.
  • INTERNET Carta: Zur Theorie des Internets im Kapitalismus: Es gibt zwar schon viele Kultur-Theorien des Internets, aber noch keine ernstzunehmende politische Ökonomie. Das (Internet-)Kapital muss noch geschrieben werden. Vielleicht mit einem Schuss Pop, wie der freie Journalist Kyrosch Alidusti auf Carta.info erklärt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 27. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Kontrollverlust im Digitalen, die journalistische Gerüchteküche, Menschlichkeit im Journalismus, Kultur braucht neue Formen der Kollaboration und Jugendliche fliehen aus Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • KONTROLLVERLUST taz.de: Ein Blogger über digitalen Kontrollverlust: Im taz-Interview mit Silvia Follmann redet Michael Seemann über sein Buchprojekt „Neues Spiel – Nach dem Kontrollverust“, welche Thesen und Aspekte er in in seinem Buch zu beleuchten beabsichtigt und wir wir in einer von Daten getriebenen Gesellschaft nach den Enthüllungen von Edward Snowden leben können.
  • DIGITALE GERÜCHTEKÜCHE PandoDaily: Look Who’s Gawking: Inside Nick Denton’s phony, hypocritical class war against tech workers: Auf Pando Dialy setzt sich Paul Carr kritisch mit dem von Gerüchten lebenden journalistischen Projekt Gawker auseinander, mit dem Nick Denton seine ganz eigen Politik gegen die großen IT-Unternehmen des Silicon Valley treibt und die durch Gentrifizierung ausgelöste Wut der Anwohner gezielt auf den Technologie-Sektor des Bay Area lenkt. Für Menschen, die mit der BILD-„Zeitung“ aufgewachsen sind ein interessanter Vergleich auf eine andere Medienwelt.
  • KOLLABORATION Berliner Gazette: Können Piraten und Kapitalisten gemeinsam eine universelle Kulturdatenbank erschaffen?: Können Piraten und Kapitalisten wirklich zusammenarbeiten? An gemeinsamen Visionen mangelt es nicht: Sowohl der IT-Riese Google als auch freie Projekte würden gern eine frei zugängliche Kulturdatenbank erschaffen. Der Hacker-Künstler Marcell Mars hat mit “Memory of the World” so ein Datenbank-Projekt gestartet und fürchtet sich vor der Vereinnahmung durch die Kapitalisten. Theaterwissenschaftlerin und Berliner Gazette-Autorin Sabrina Apitz hat ihn getroffen.
  • JOURNALISMUS Los Angeles Times: He understood not only what we did but what we were supposed to do: Am Weihnachtsmorgen hat Al Martinez in der Los Angeles Times die Leserschaft an einer sehr schönen, wenn auch tragischen, Weihnachtsgeschichte teilhaben lassen, die einen oft vergessenen Aspekt des Journalismus, der im Wandel nicht verloren gehen darf, lesenswert zu schau stellte: es geht auch um Menschen im Journalismus und nicht nur um die Meldung an sich.
  • FACEBOOK The Conversation: Facebook’s so uncool, but it’s morphing into a different beast: Eine von der Europäischen Union finanzierte Studie des Anthropologie-Instituts der Londoner Universität hat das Social-Media-Verhalten von Jugendlichen untersucht und der viel diskutierten Abwanderung von Jugendlichen aus Facebook frischen Input gegeben: Snapchat und WhatApps sind die Wahl-Netzwerke der Heranwachsenden, aber Facebook wird zu einem immer wichtigeren Ort für den (größeren) Rest der Gesellschaft.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Snapchat: Geplatzter Traum von löschbaren Daten

Eine Smartphone-App versieht die Fotos der Nutzer mit einem Ablaufdatum – zumindest theoretisch, denn manuelle Screenshots sind unkontrollierbar // von Jakob Steinschaden Einen “digitalen Radiergummi” hat der österreichische Politikwissenschaftler Viktor Mayer-Schönberger, der heute in Oxford lehrt, schon 2009 in seinem Buch “Delete” gefordert – also die Möglichkeit, Daten über Personen [...]
Weiterlesen »

Was ein Tweet so alles anrichten kann…

Wer auf Twitter zwitschert sollte aufpassen, was genau er dort von sich gibt. Besonders wenn er als öffentliche Person auftritt. Bereits zwei Olympioniken können jetzt schon ein Lied davon singen.

Tiraden im Olympia-Geschehen…

Da konnte wohl einer schlecht verlieren?! Nach dem verpatzten Olympia-Vorrunden-Match der Schweizer gegen die Südkoreaner (1:2) ist der Nationalspieler Michael Morganella mit beleidigenden Ausfällen auf Twitter gestern ins Visier der Sittenwächter geraten. Als „Bande geistig Behinderter“ beschimpfte er die Sieger-Elf aus Südkorea und ließ gegenüber dem gesamten Volk verlauten, dass er „sie alle fertig machen würde“.

Ebenso wie Morganella hat auch die Griechin Voula Papachristou sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als die Dreispringerin vergangenen Mittwoch ebenfalls über Twitter, mit einer rechtsradikalen Partei sympathisierte und sich im Rahmen dessen auch über afrikanische Migranten lustig machte.

Das Ende vom Lied? Rausschmiss aus dem Olympia-Kader und ein wahrscheinlich für immer beschädigtes Image.

Weiterlesen »

Weiterlesen »