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KOLUMNEN

Kolumne

Jörg WittkewitzConvention Camp 2 in Hannover

conventioncamp
In Hannover fand das Convention Camp 2009 unter dem Motto “Die Zukunft des Internet” statt. Die Idee, einen Kongress mit einem Bar Camp zu kreuzen, hat ihren Charme. 2008 folgten 250 Menschen diesem Charme, gestern waren es fast 1000. Beachtlich. Ein BarCamp basiert zu großen Teilen auf der Idee des Open Space. Das ist ein Verfahren, mit vielen Menschen eine basisdemokratisch organisierte Veranstaltung zu einem Themenkomplex umzusetzen. Der Vorteil ist das Eingehen auf aktuelle Probleme und Wünsche der Teilnehmer sowie die Möglichkeit ihrer aktiven Teilnahme bei den einzelnen Themensessions. Es gibt eine Anfangs– und eine Schlussrunde, sie liefern zunächst die Übersicht über potenzielle Sessions und ihre Beliebtheit sowie hinterher ein Zusammentragen der Ergebnisse.

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Anja KriegerPalomar5 und die Blumenkinder 2.0

palomar5cards1 „Jeder bereitet sich auf die Arbeit vor, aber bereitet Arbeit auf irgendwen vor?“ Schon beim Motto des Palomar5–Projekts muss man um die Ecke denken und kommt doch nicht an. So ging es wohl auch den 30 Teilnehmern des sechswöchigen Innovations–Camps in Berlin. Aus hunderten Bewerbern hatten die Organisatoren ein buntes Grüppchen Twenty–Somethings aus aller Welt zusammengestellt. Ihre Aufgabe: Neue Arbeitsumwelten zu entwerfen, „die den Fähigkeiten und Bedürfnissen einer digitalen Generation entsprechen“. Doch radikal neue Ansätze zur Zukunft der Arbeitens entstanden hier am Ende nicht. Die digitalen Blumenkinder hatten das Projekt in den Dienst eines größeren Traums gestellt. Das war enttäuschend, aber auch schön. [Mehr]

Steffen BüffelLesetipps für den 26. November

Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch’s Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Jörg WittkewitzDas Web: Ein Schlaraffenland

screen-shot-2009-11-25-at-070827 Die Versuche, eine Netztheorie auf der Metapher der Stadt aufzubauen sind Legion. Die Lagerverwalter sind Verleger, die den Raum zwischen oben und unten im Staat ausdehnen. Dort soll dann die öffentliche Diskussion stattfinden. Aber ob im Zeitalter des information flow das Konfektionieren gespeicherter Fakten von gestern überhaupt eine Leistung ist, die die virtuelle Stadt benötigt, ist strittig. Es wird Zeit für einen Blick hinter die Kulissenschieberei der tausend Stimmen. Denn vor lauter Zeter und Mordio kommt die eigene Bestimmung der Bürger über den Gebrauch des Netzes aus dem Blick. Vollbremsung. Ein Blick in die gute alte Landkarte im Handschuhfach der Geschichte hilft vielleicht. [Mehr]

Meike LaaffSoziale Netzwerke: „Im Internet ist nichts privat“

luc_legay Wem noch nicht bewusst war, dass Einträge in Sozialen Netzwerken nicht gerade so sicher sind wie das Tagebuch im eigenen Nachtkästchen, der ist spätestens seit dem jüngsten Datenleck bei SchülerVZ eines besseren belehrt. Aber wie verhält sich denn jemand, der Wert auf seine Privatheit legt, nun in Sozialen Netzwerken? Antworten darauf gibt Falk Lüke, Experte für Verbraucherrechte in der digitalen Welt beim Verbraucherzentrale Bundesverband. [Mehr]

Steffen BüffelLesetipps für den 23. November

Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch’s Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.
  • Screening The News: Vom Papierscreen, über den Laptopscreen zum Handyscreen … Netter Text auf Techcrunch über die Art und Weise, wie ein News–Junkie täglich seine Nachrichten konsumiert.
  • Wie das Web erwachsen geworden ist: Martin Weigert meint, dass das Web sich inzwischen in der Reifephase befindet. Er glaubt, dass es die Webbranche 2009 geschafft hat, die Grundbedürfnisse der Nutzerschaft Pi mal Daumen zu befriedigen. Was wäre, wenn man es umgekehrt betrachtet und davon ausgeht, dass die Zahl der User, die die Relevanz von Diensten vermittelt, größer und effizienter geworden ist, dass es also nicht die Webbranche war die unsere Bedürfnisse befriedigt, sondern wir als Netizens uns selbst unsere Bedürfnisse durch Steuerung der Innovationen besorgt haben – Perpetual–Beta–Entwicklungsprozessen sei dank. Nur so eine Idee. :-)
  • Microsoft and News Corp in Discussions to Remove Newspaper Content from Google: Also doch. Ich dachte zuerst, das sei ein übler Scherz, aber wie bei Mashable nun zu lesen ist, gab und gib es wohl offenbar tatsächlich Gespräche zwischen Mr. Murdoch und Microsoft. Thema der Gespräche: gegen gut Patte zieht Newscorp seine Inhalte aus Google ab und stopft sie in die Microsoft–Suchmaschine Bing. Na, dann mal viel Erfolg. Details bei Mashable.
  • Vorbild Obama: Bericht vom PDF: JETZT.de–Autor Tobias Moorstedt fasst das Personal Democracy Forum Europe zusammen, das am vergangenen Wochenende in Barcelona stattgefunden hat. Das Forum ging unter anderem der Frage nach, ob mit Hilfe neuer Medien eine gemeiname europäische Öffentlichkeit hergestellt werden kann.
  • Web 2.0: Plädoyer für die Sozialen Medien im Internet: Lustig, bei Spiegel Online wird ein Buch von Stefan Münker zur Emergenz digitaler Öffentlichkeiten beworben und der Autor darf sogar selbst ran. Nun gut. Aber weil der erste Satz seines Textes so schön ist („Das Internet ist das digitale Herz der globalisierten Welt. Aus diesem Netz kommen wir nicht mehr heraus.“) und auch der Rest des Textes empfehlenswert ist, gibt es einen Platz in unserer Leseliste.
  • “Fair Share”: Verlage sollten angemessen an Werbeeinnahmen aus Links beteiligt werden: Auf CARTA erläutert der Rechtsvorstand von Hubert Burda Media, Robert Schweizer, in einem sehr länglichen Beitrag, wie das die Verlage nun genau meinem mit dem Leistungsschutzrecht und welche Paragraphen in den Gesetzestexten hier zugunsten der Medienhäuser gerade neu verstanden werden sollen.
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Peter BihrWas ist eigentlich Gowalla?

Der Pl0g–Screencast geht in die sechste Runde. Diesmal erklären uns Marco (aka emzo) und Florian (aka dotdean) Gowalla, ein sogenanntes location–based game, in anderen Worten: Ein Spiel, das weiß, wo du dich befindest und diese Information ins Spielgeschehen einbezieht. So wird der öffentliche Raum zum Spielfeld. Warum das wirklich Spaß machen kann und hilft, deine Stadt neu zu entdecken, erklärt die Pl0g–Crew im Podcast … [Mehr]

Doreen ButzeLeistungsschutzrechte – was ist das?

Seit einiger Zeit schon, denkt man in Deutschland über die Einführung eines neuen Leistungschutzrechts für die Presseverlage nach. Der Bedarf an einem solchen Gesetz wird mit dem Schutz des geistigen Eigentums vor ungenehmigter Nutzung Dritter begründet. Doch was hat man sich unter einem Leistungsschutzrecht denn genau vorzustellen und welche Auswirkungen kann dies haben? [Mehr]

Meike LaaffGoogle Books, jetzt neu: ohne Deutschland!

Jetzt hat die zweite Runde im Streit um Google Books erst so richtig begonnen: Am Freitagabend haben der US–Schriftstellerverband Authors Guild und der US–Verlegerverband Association of American Publishers (AAP) beim New Yorker Gericht eine überarbeitete Version des Google Book Settlements vorgelegt. Die wichtigste Änderung ist eine Beschränkung auf wenige Länder.

Besonders interessant für Deutschland ist, dass das Settlement jetzt nur noch den englischsprachigen Raum betrifft. Näheres fasst Kai Biermann auf Zeit online zusammen…

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Jörg WittkewitzLesetips für den 19. November

Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch’s Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START

Jörg WittkewitzLesetipps für den 18. November

Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch’s Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.
  • Kanzlerin Merkel wichtelt auf der Tagung des Verbandes der Zeitschriftenverlger VDZ und stellt gesenkten Mehrwertsteuersatz für kostenpflichtige Onlinemedien in Aussicht, sofern sie zum Grundbedarf gehören. Auch die Werberegularien sollen grundlegend überarbeitet und entfrachtet werden. Auch dem kontrovers diskutierten Leistungsschutzrecht für Verleger steht sie positiv gegenüber. Rosige Zeiten für Zeitungsmacher.
  • Zum Thema Leistungsschutzrechte für Verleger hat Robin Meyer-Lucht eine skurrile Diskussion zwischen Christoph Keese (Springer), Markus Beckedahl und Matthias Spielkamp aufgezeichnet.
  • Der stylespion hat eine Wagenladung guter und kostenloser MP3s gefunden und verlinkt.
  • Überraschung! Der erste erfolgreiche Wahlkampf in Sozialen Netzwerken hat einen tiefen Kratzer erhalten. US–Präsident Obama hat nie selbst getwittert. Sogar das berühmte „humbled.“ (sich demütig geehrt fühlen), als die Nachricht über den Gewinn des Nobelpreis um Globus ging, war vom Team geschrieben worden.
  • Die westlich Welt erfährt langsam, wie weit der Siegeszug mobiler Anwendungen in der Welt bereits ist. In Afrika, vor allem in Kenya werden Banken durch mobile Konten ersetzt, mit denen Geldtransaktionen schnell und unbürokratisch für jedermann umsetzbar sind.
  • Tapio Liller hat sich Gedanken gemacht über Social Media und die Einwände dagegen.
  • Razorfish hat seine Netze im Bereich Social Media ausgelegt und wieder eine FEED–Studie über Corporate Social Media, Brandbuilding und Marketing im Web veröffentlicht.
  • Digitale Besitztümer als Erbe: Wer bekommt die Passwörter? Was passiert mit der digitalen Identität im Netz und ihren digitalen Besitztümern, wenn jemand stirbt?
  • Die Greendotcom-Ära: Wie grün und digital künftig zusammengehen und warum das so wichtig ist