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Kolumne

Jörg WittkewitzWas ist social media?

Social Media
Wer den Begriff “social media” schon mal gehört hat, der wird ein ähnliches Gefühl dabei entwickelt haben wie bei “proaktiv”, “außerhäusig” oder “zeitnah”. Man hat den Eindruck, dass alle es benutzen, aber im Grunde führen diese Begriffe keine neuen Bedeutungen in die Sprache ein. Man empfindet dahinter keine Innovation wie etwa hinter “Regensensor”, “Navi” oder gar “Euro”. Die Gründe für das leichte Unbehagen mit solchen Modewörtern ohne erkennbaren Sinnzugewinn liegen tiefer. Die Artikel, die sich über Social Media Berater lustig machen sind mittlerweile Legion und enthüllen eigentlich nicht mehr als das Loch, dass die Leere der Massenmedien in postmodernen Zeiten hinterlassen haben.
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Jörg WittkewitzLesetipps für den 19. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

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Björn RohlesGEZ-Forum: Das Schweigen der (GEZ-)Lämmer

Manchmal ist es Zeit für eine Erneuerung von Grund auf. Das jedenfalls ist der Eindruck, den man von den neuen Wegen erhält, die die GEZ nun beschreiten möchte. Dabei geht es jedoch nicht nur um das neue Logo, das nun in runden Formen einen wesentlich freundlicheren Eindruck macht, sondern vor allem um eine neue Image-Offensive. Ein zentraler Bestandteil dabei ist das hauseigene Forum, in dem man sich mit der Öffentlichkeit austauschen möchte. Im Interview mit Michael Friedrichs erläutert GEZ-Chef Hans Buchholz, man wolle damit “kritischen Austausch und die Diskussionen über die GEZ und die Rundfunkgebühren” vorrangig mit einer jungen und internetaffinen Zielgruppe ermöglichen. Gute drei Wochen ist das nun her. Zeit also für eine Analyse des Forums: Erreicht es seine hochgesteckten Ziele? [Mehr]

Jörg WittkewitzBotnet entdeckt: Kneber


Über 74.000 PCs waren durch Schadsoftware zu einem riesigen Angriffsnetzwerk zusammengeschaltet (botnet) namens “Kneber”, das jetzt entdeckt wurde. Damit wurden Firmen wie Merck, die Filmfirma Paramount Picures und auch Netzwerkspezialist Juniper Network angegriffen. Kriminelle aus Osteuropa hatten in Deutschland einen Server gekapert und nutzen diesen als Kommandoeinheit um von all diesen Zehntausenden Rechner Angriffe zu starten. Der Sicherheitsdienstleister NetWitness stellte mehr als 75GB gestohlene Daten sicher. Das Ganze flog auf, als das Unternehmen in einem Kundennetzwerk Ende Januar einen Routinecheck durchführte. Die Angreifer hatten den Zeus Trojaner im Netz versandt und so die nötigen Programmroutinen verteilt, um über ein derartiges “PC-Imperium” zu gebieten. Zusätzlich war mehr als die Hälfte der Rechner mit einer P2P-Malware namens Waledac verseucht. Die infizierten Rechner waren über 200 Länder verteilt. Auf der Basis von Waledac soll auch die vermutlich aus China geleitete “Operation Aurora” gegen Google funktioniert haben.

Interessant ist die Vorgehensweise, wie der Kommando-Rechner in Deutschland gekapert wurde: Die Cracker kamen in das interne Netz der deutschen Firma, weil sie die Angestellten ständig mit Werbung, Hinweismails und Alertmeldungen zu aktuellen Viren bombardierten und zum Klicken auf bestimmte Seiten für Hilfsprogramme bzw. Virenscanner aufforderten. In vielen Fällen hatten sie offenbar Erfolg.

Bildnachweis: Wikipedia (Public Domain)

Jörg WittkewitzOuternet: Wikitude 4.0

Seit einiger Zeit können die Bilder aus der direkten Umgebung im Internet eine echte Hilfe sein. Wer Waren, Sehenswürdigkeiten oder andere spannende Sachen per Mobiltelefon ansieht und dann bei Wikitude oder Google Goggles die Suchfunktion anschmeisst, findet die nächsten Händler um die Ecke, allerlei Erbauliches zum Gebäude gegenüber oder noch weitergehende Informationen. Am weitesten fortgeschritten und am längsten auf dem Markt der Augmented-Reality Browser ist nicht etwas Layar sondern wikitude.

Wie das alles geht? Wikitude ermittelt über das GPS-Signal des Handy den Standort des Nutzers. Zeigt man auf einen bestimmten Punkt, werden zusätzliche Informationen über Objekte, die im Kamerabild zu sehen sind, angezeigt. So bekommt man zu jedem wichtigen Gebäude oder Produkt einen Wikipedia-Eintrag oder eben Kaufmöglichkeiten zu sehen, wenn man mit dem darauf zeigt und das entsprechende Symbol anklickt.

Die Macher hinter wikitude haben nun die Version 4.0 anläßlich der WMC in Barcelona vorgestellt. iPhone, Android- und Symbian Handys können also die Welt im Web abgleichen. Man hat Großes vor, wenn der Mobilizy-CEO Philipp Breuss-Schneeweis etwa ankündigt: “”Da Augmented Reality ein essenzieller Bereich für unsere künftige Wahrnehmung der Realität sein wird, arbeiten wir innerhalb des World Wide Web Consortiums an Standards, welche die AR definieren. Dazu gehört auch, eine eigene Augmented Reality Markup-Language zu entwickeln.”
Was ist neu in Version 4.0? Geocodierte Informationen von Flickr, Qype, Wikipedia, YouTube, Twitter, von Nutzern erstellter Content sowie laut Pressemitteilung noch 50 weitere “Worlds” sollen den Blick auf die Realität erweitern. Nutzer sollen diese Worlds eigenhändig konfigurieren und ein- oder ausblenden können. Damit erstellt jeder User seine individuell angepasste Augmented Reality.

Jörg WittkewitzKlassiker: Vannevar Bush

Mehr als 6000 Forscher hatte Vannevar Bush in den 40er Jahren koordiniert, um einen wissenschaftlichen Beitrag zur modernen Kriegs- und Militärführung zu liefern. Nach dem 2. Weltkrieg forderte er sie 1945 in der Zeitung The Atlantic Monthly unter dem Titel “as we may think” auf, auch zu Friedenszeiten weiterhin zusammenzuarbeiten. Das Ziel sollte ein allgemeines Zugänglichmachen des gesamten Wissens und der Forschung sein:
Es gibt einen wachsenden Berg von Forschungen. Aber gleichzeitig wird zunehmend klar, daß wir uns in einer immer stärkeren Spezialisierung festfahren. Der Forschende ist überwältigt durch die Ergebnisse und Schlußfolgerungen tausender anderer Arbeitender – Schlußfolgerungen, die aufzufassen er keine Zeit findet, geschweige denn sie zu erinnern, wie sie erscheinen. Dennoch wird die Spezialisierung zunehmend wichtig für den Fortschritt, und die Bemühung zwischen den Disziplinen Brücken zu schlagen, ist entsprechend oberflächlich. Im professionellen Bereich sind unsere Methoden der Übermittlung und Durchsicht von Forschungsergebnissen Generationen alt und den gegenwärtigen Aufgaben in keiner Weise angemessen…
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