Amicella

PROJEKTE

Wir ohne Grenzen

Thomas Gigold“Das ‘Einspielergebnis’ ist ein (schlechter) Witz”

Er gilt als der "Spaßblogger" schlechthin und schafft es mit kleinen Aktionen immer wieder, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nach dem Verkauf seiner Community Spotleid vor einem Jahr, verkaufte er nun sein Weblog struktour bei eBay. Nach sieben biblischen Tagen erreichte die Auktion einen Endstand von 655 Euro. Die Blogpiloten sprachen mit Stephan "Fabu" Günther über seindafen Ausverkauf der Eitelkeit. Stell Dich bitte doch kurz vor: Wer bist Du, was machst Du? Fabu, 31, Hamburg, Hans Dampf in allen Sackgassen. Was war der Auslöser dafür, Dein Blog auf eBay zu versteigern? Möglichst viele Backlinks ernten zum Wohle des Pageranks und der Platzierung in den deutschen Blogcharts. ;-) Aber im Ernst: Neuanfang, Experimentierfreudigkeit, Spieltrieb und ein überzogener Dispo. Der erste Grund war sicherlich nicht der Gewinn, den Du damit machst; bist Du mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden? Nein, das "Einspielergebnis" ist ein (schlechter) Witz, über den ich anfangs nicht lachen konnte. Wie kann man den "Marktwert" eines Blog bestimmen? (Pi * Daumen) * (PR * 100) + Glück² Keine Ahnung. Letztendlich zählen wohl einfach die nackten Zahlen (Pagerank, Anzahl der indexierten Seiten, Relevanz, Pageviews, ...) und nicht die Qualität der Inhalte. Wir reden derzeit viel über Werbung in Blogs, was denkst Du darüber? Auch in Hinsicht auf adical? Ich finde Werbung in Blogs vollkommen legitim als Entlohnung für investierte Zeit und Arbeit. Ich bin mir natürlich über die "Gefahren" im Klaren: Einfluss gepaart mit Werbung fördert Manipulation. Trotzdem kann ich die Predigten und gehobenen Zeigefinger der selbsternannten Gutmenschen nur mit einem gehobenen Mittelfinger beantworten. Zu Adical sage ich nichts, weil ich mit einer teilnehmenden Person liiert bin und mir eine Klausel im (imaginären) Ehevertrag Äußerungen bezüglich Adical untersagt. Werden wir Fabu weiterhin als Blogger erleben? Ja, auf jeden Fall. Allerdings ist noch unklar, wann, wo und wie ich wieder bloggen werde. Priorität hat erstmal mein Community-Projekt Supertopic.de, mit dem wir in Kürze online gehen. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Selbstdarstellung, Zeitvertreib, Provokation, Interaktion, Eigeninitiative und viele weitere wohlklingende Nomen, die den Lesern dieses Interviews das Gefühl vermitteln, ich sei rebellisch und überdurchschnittlich talentiert. Was hälst Du von der deutschen Blogwelt, wo steht sie und wo geht sie hin? Ich finde die deutsche Blogszene größtenteils langweilig bis bedeutungslos. Eigeninitiative, Kreativität und Charme sind - jedenfalls empfinde ich das so - eher die Ausnahme. Hinzu kommt natürlich, dass die Reichweite im Vergleich zu internationalen Blogs geradezu lächerlich ist. Eigentlich kann es nur besser werden. Nochmal zum Verkauf Deines Weblog: Kennst Du den Käufer? Ja. Was hat dieser mit dem Blog vor, oder willst Du es lieber nicht wissen? Nachdem ich ihm die Domain überschrieben habe, wird er das Blog schließen und vermutlich Werbung platzieren. Aber... da es eh irgendwann rauskäme, spiele ich direkt mit offenen Karten: als ich sah, dass die Auktion so schlecht läuft, bat ich einen Freund, die Seite zu ersteigern. Die 655 EUR zahlt er mir in 655 Raten a 1 EUR. Verwirrend, hm? Du verkaufst das Blog inklusive aller Inhalte und Kommentare. Gab es auch kritische Kommentare Deiner Leser, vor allem was Datenschutz oder dergleichen anbelangt? Ohne meinen Anwalt sage ich gar nichts mehr. Danke für das Interview, war ein Vergnügen!

Thomas Gigoldre:publica: Interviews

Nicole Simon holt im Vorfeld der Mitte April in Berlin stattfindenden Web 2.0-Konferenz re:publica einige Beteiligte vor das Mikrofon und veröffentlicht die Gespräche als Podcasts. So redet bspw. Johnny Haeusler über die Planung der Konferenz und Blogscout-Macher Dirk Olbertz über "die Vermessung der Blogosphäre". Die re:publica findet vom 11. bis 13. April in der Kalkscheune, Berlin, statt. Ausrichter der sich ums Web 2.0 drehenden Zusammenkunft sind Markus Beckedahl und Johnny Haeusler. [tags]republica,spreeblick,beissholz[/tags]

Thomas GigoldWeb 2.0 in Deutschland

Peter Turi hat “die 25 wichtigsten Startups im Web 2.0“ zusammengefasst, an denen hauptsächlich aus Deutschland kommende Menschen beteiligt sind (das aufgeführte Last.fm beispielsweise wird von Stefan Glänzer von London aus dirigiert). Mit in der Liste: Das Leipziger Merchandising-Unternehmen Spreadshirt wird - wie so oft in derlei Listen - ebenfalls im Rang eines "Web 2.0"-Unternehmen geführt. Doch: Ist Spreadshirt eigentlich "Web 2.0"? Gründer Lukasz Gadowski beantwortet die Frage selbst und kommt zum klaren Ergebnis: Nein. Oder doch? [tags]web 2.0,spreadshirt,turi[/tags]

Thomas GigoldBlogsprechstunde

Morgen ist Dienstag. Und Dienstag ist - auch bei dem schönen Wetter - "Blogsprechstunde"-Tag. Und weil es so schönes Wetter ist, und unser Gast McWinkel die Sonne genießt*, findet die Blogsprechstunde diesmal auch erst um 18 Uhr statt. Wir freuen uns auf das Nich' HipHoppende Nordlicht und hoffen - trotz und wegen der geforderten möglichst dusseligen Fragen - auf eine spannende Unterhaltung. Die Blogsprechstunde wird präsentiert von politik-digital und den Blogpiloten. Diesmal - Dienstag, den 03.April - von 18 bis 19 Uhr. * böswillige Unterstellung [tags]blogsprechstunde,chat,mcwinkel[/tags]

Thomas GigoldApril, April

Auch an Bloggern geht der erste April nicht spurlos vorbei. Und so narrten nicht nur Blogger, sondern auch gestandene Nachrichten-Seiten gestern ihre Leser mit erfundenen Geschichten rund um neue Pflichten, den Eisbären Knut, Abmahnungen und gekaufte Blogger. Eine lange Liste mit 50 Scherzen hat René bei nerdcore zusammen gestellt, der popkulturjunkie verweist auf die 100 besten Aprilscherze aller Zeiten und in dieser Liste findet man über 600 Online-Scherze von gestern. Viel Spaß. [tags]april,scherz,humor[/tags]

Thomas GigoldGrenze überschritten

Kathy Sierra erregt derzeit Aufsehen in der internationalen Blogwelt, denn die Autorin und Programmiererin erhielt in den letzten Wochen mehrere Morddrohungen und war Opfer sexueller Nötigung mittels Worten und Bildern. Die Drohungen sprach man in den Kommentaren ihres Weblogs und in einem anderen Weblog aus. Sierra reagiert, indem sie den Schritt an die Öffentlichkeit macht und darüber hinaus vorerst Auftritte auf Konferenzen abgesagt hat. Reaktionen in Deutschland gibt es u.a. beim Werbeblogger, bei Martin Oetting, Oliver Gassner, Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach und Johannes Kleske . Die gesamte Diskussion und den Aufruhr kann man mittels Technorati verfolgen. [tags]kathy sierra,drohung[/tags]

Thomas GigoldTop-Blogs analysiert

Jan Schmidt hat sich Zeit genommen und analysiert zusammen mit seinen Studenten die deutschen Blogcharts. Fazit: "Mit dem Alter eines Blogs steigt die Chance, dass es Aufmerksamkeit auf sich zieht, die in Form von Verlinkungen in die Chartplatzierung eingeht. Deswegen haben ältere Blogs eine höhere Chance, in die Charts zu gelangen; dass dennoch manche Blogs in die DBC gekommen sind, die erst 2006 gegründet wurden, spricht für eine gewisse Offenheit der Top-Blogs." Außerdem überwiegt die Anzahl männlicher "Top"-Blogger deutlich. Teil I und Teil II der Analyse. [tags]analyse,top,charts[/tags]

Thomas GigoldBlogCamp Zürich

Am Samstag fand das erste Schweizer BlogCamp in Zürich statt und bot über 200 Bloggern Gelegenheit zum Treffen und Austauschen untereinander. Eindrücke rund um das Camp kann man auf der Website zum BlogCamp anschauen, einige Teilnehmer kann man hier in 23 Sekunden sehen und wenige der Vorträge sind hier verlinkt; darunter auch die ewig diskutierte Frage: "Machen Blogger die Journalisten überflüssig?" [tags]konferenz,blogcamp,schweiz[/tags]

Thomas GigoldDie Blogsprechstunde

Morgen, am 27.März, ist Kathrin Passig im gemeinsamen Chat von politik-digital und den Blogpiloten zu Gast. Das "Zahnrad in der Riesenmaschine" wird von 16 bis 17 Uhr Rede und Antwort stehen. Passig ist hauptberuflich Schriftstellerin. Im letzten Jahr wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis sowie mit dem Kelag-Publikumspreis bei den Klagenfurter Tagen der Deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet. Ein Transkript unseres letzten Chats findet man übrigens wie immer bei politik-digital. Am Dienstag vergangener Woche war Shopblogger Björn Harste zu Gast. [tags]blogsprechstunde,chat[/tags]

Thomas Gigoldadical: Werben in Blogs

Spreeblick hat gestern die (ersten) teilnehmenden Weblogs für das vor kurzem eröffnete Werbenetzwerk adical vorgestellt. Die 27 Weblogs bilden einen offenen Verbund und hoffen so auf größere Werbeeinnahmen durch breiter gefächerte Kampagnen. Unter den Teilnehmern sind "die üblichen Verdächtigen", wie es Marcus Puchmayer formuliert, ich sehe durchaus die ein oder andere Überraschung in der Liste. [tags]werbung,adical,spreeblick,netzwerk[/tags]

Thomas Gigold“Wir leiden unter einem chronischen NDA-Syndrom”

Frank Westphal ist Software-Entwickler und -Coach. Mit seinem kleinen Dienst Rivva, der vor wenigen Wochen startete, schuf er einen kleinen "Blogmonitor" als Pulsmesser für die deutsche Blogwelt. Die Blogpiloten sprachen mit ihm über diesen Service, die Eigenheiten des Web 2.0 in Deutschland und die Zukunft des Internet.

Stell Dich bitte doch kurz vor: Wer bist Du, was machst Du?

Ich bin eigentlich freier Softwareentwicklungscoach, gönne mir jedoch gerade ein Sabbatical und arbeite nebenher an ein paar eigenen Geschichten.

Was ist Rivva?

Rivva möchte so etwas wie Techmeme für die deutschsprachige Blogosphäre werden. Mein Ziel ist es, den Zeitgeist und die Themen, die in den Weblogs ein größeres Echo finden, automatisch einzufangen und zu einer Top-News-Seite zu aggregieren. Die Idee ist vergleichbar mit Google News, nur dass wir Blogger Redakteure des Ganzen sind.

Was ist Dein persönlicher Antrieb für das Projekt Rivva?

Rein egoistische Gründe: Ich möchte mehr Zeit fürs Wesentliche haben, insbesondere um die Dinge und Ideen, die ich im Netz lese und lerne, auch ausprobieren und umsetzen zu können. Ich könnte ja den lieben langen Tag durchs Web stöbern, allerdings täte ich so nichts anderes mehr geregelt bekommen: Getting Nix Done. Mit Rivva möchte ich, im Gegenteil, in die Lage kommen, in kürzerer Zeit einen möglichst umfassenden Ausschnitt der aktuellen Diskussion im Netz verfolgen zu können, und darüber hinaus hin und wieder auch über den persönlichen Tellerrand geführt werden.

Ist das Projekt als kommerzielles Unternehmen gedacht, oder betreibst Du es "aus Spaß"?

John Lennon sagte mal: Leben ist, was Dir passiert, während Du eifrig andere Pläne machst. Momentan genieße ich hauptsächlich meine Freiheit und nebenher meine kleinen Projekte. Vor mir türmt sich ein Berg cooler Ideen auf, könnte also noch richtig spannend werden. Ich will mich jedoch auf nichts festlegen und einfach mal überraschen lassen, wohin Rivva wohl treibt.

Was wird uns bei Rivva noch erwarten, wie sieht die nahe Zukunft des Projektes aus?

Da ich die Seite zu einem extrem frühen Zeitpunkt geöffnet habe, fehlen einige Basics. Dieser Tage wird eine News-River-Seite hinzukommen, Ende März Monats- und Wochenarchive, im April vielleicht schon das erste Gimmick. Mein größtes Interesse steckt im Moment in experimentellen Features, die ich zum Testfahren nach und nach veröffentlichen möchte. So ähnlich, wie sich bei Google über die Jahre kaum etwas an der Oberfläche getan hat und fortlaufend, für uns aber fast unsichtbar an den Suchfunktionen gefeilt wird, hänge auch ich mit dem Kopf hauptsächlich unterhalb der Motorhaube. Jedes noch so coole Feature wird von Relevanz gestochen, das ist mein Fokus.

Rivva setzt auf das Framework "Ruby on Rails" auf, ähnlich wie viele andere Web 2.0-Website wie bspw. QYPE, an dessen Entstehung Du beteiligt warst. Wieso ist das so? Was macht "RoR" so besonders?

Zum einen hat Ruby on Rails die Weichen neu gestellt in puncto Produktivität, Agilität und Einfachheit. Zum anderen ist RoR momentan der wahre Innovationsmotor im neuen Web: AJAX, REST, diese Dinge sind Teil des Frameworks. Oder nehmen wir Tagging, das ist in Ruby ein Einzeiler: acts_as_taggable. Aus vielen Projekten sind mittlerweile so viele gute Ideen zurück ins Framework geflossen oder dem Plugin-Marktplatz zugute gekommen, dass wir uns praktisch nicht mehr um Technologiekrimskrams kümmern müssen, sondern sofort auf die Umsetzung der Ideen stürzen können, die unsere Web-App von anderen unterscheidet. Time to Market wird immer wichtiger, schließlich will jeder seine neue Site nach Wochen launchen, nicht Monaten. Zu guter Letzt, glaube ich, dass man mit der Entscheidung für Ruby auch bessere Softwareleute anzieht.

Kommen wir einmal auf das "Web 2.0" im Allgemeinen zu sprechen: Was zeichnet für Dich das neue "Web 2.0" aus?

Für mich ist das neue Web vor allem das alte Web: Es wird langsam erwachsen und so, wie es immer sein wollte: beschreibbar (Blogs, Wikis), mit reichen Interaktionsmöglichkeiten (AJAX, DHTML, Javascript, das endlich funktioniert), partizipativ (Social Networks, Weblogs, Audio/Video Podcasts, Screencasts), skalierbar (Torrents), annotierbar (Tagging), remixbar und offen über Web-APIs (Mashups, REST), mit referenzierbaren Inhalten (Micro Content), über hübsche stabile URLs (Permalinks), auch rückwärts (Trackbacks), mit semantischen Datenformaten (Microformats, JSON, Webstandards) und über Änderungshistorien verfolgbar (RSS, Atom, SSE, Ping). *hol Luft*

Neben all den sozialen Implikationen, die wir gerade aus den neuen Möglichkeiten entstehen sehen, fasziniert mich vor allem die Echtzeit- und ortsbezogene Komponente: Das Web wird immer schneller, zum Live Web. Ebenso kennt die Ausbreitung des Netzes in die reale Welt keine Grenzen mehr: neue Geo-Dienste, mobiles Web und Ubiquitous Devices; diese Themen finde ich ziemlich spannend. Im Thema Mashups steckt auch noch viel Potenzial.

Wie siehst Du die Web 2.0-Szene hier in Deutschland? Ich habe den Eindruck, in den letzten Monaten entstehen auch hierzulande einige sehr gute Ideen.

Meine ich auch, vor allem im Social-Commerce-Sektor: Dawanda, Dealjäger, Spreadshirt, Yieeha. Gute Ideen gut umgesetzt. Allerdings finde ich auch, dass hierzulande viel zu sehr über den großen Teich geschielt wird. Dieser gebannte Blick führt zu Lähmung. Außerdem reden und analysieren wir die Dinge in Deutschland klein und kaputt. Hype, Klon, Bubble sind Vokabeln, die wir mal wieder bewusster einsetzen könnten. Und überhaupt wird aus meiner Sicht zu viel geredet und zu wenig gemacht. Wir leiden unter einem chronischen NDA-Syndrom: Not Doing Anything.

Doch genug gejammert, nach Sandwich-Technik muss meine Antwort ja auf einem positiven Aspekt enden. Daher ein Minibuchtipp: "Who moved my Cheese?" Mein Lieblingssatz: "What would you do, if you weren't afraid?" Einfach mal machen, wäre mein Tipp. Überhaupt einmal anzufangen, ist der wichtigste Schritt.

Was fehlt im Web 2.0? Außer den meisten Unternehmen offenbar ein Business-Plan?

Den fehlenden Businessplan sehe ich, ehrlich gesagt, als Stärke. Bestes Beispiel ist das gerade ausführlichst diskutierte Twitter. Obwohl die Jungs mit Odeo eine der ersten und besten Podcasting-Plattformen am Start hatten, haben sie auf dem Weg ihren Drive und Fokus verloren und sich von PodShow, PodTech und Konsorten überrunden lassen. Evan Williams hat darauf den meiner Meinung nach mutigsten Schritt im Jahr 2006 gemacht: seine VCs rauszukaufen, somit wieder frei zu sein und sich auf vielversprechendere Ideen stürzen zu können als die ursprünglich im Businessplan anvisierten Ziele: Odeo.com steht seit Februar zum Verkauf, alle Kraft voraus auf Twitter.com! Was fehlt meines Erachtens im Web 2.0? Ich glaube, ein schlagkräftiger Herausforderer zur Datenkrake Google wäre ganz dufte.

Wo wird sich das Web Deines Erachtens hin entwickeln? Werden wir alle bald im "Second Life" stehen?

Nein, glaube nicht. Ich denke vielmehr, dass das Pendel schon bald wieder in die andere Richtung ausschlagen könnte: Von Always-On und hemmungsloser Mitteilsamkeit zu einer gesunden Balance aus Offenheit und Privatsphäre. Ich glaube, dass wir unsere lokalen Communities wieder entdecken werden und dass das Web ziemlich schnell unsichtbar werden wird durch die vielen kleinen Gerätschaften, die darüber miteinander verbunden sind. Der Witz, nach seinen verlegten Schlüsseln zu googeln, wird dann keiner mehr sein.


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