KOLUMNEN

Kolumne

GastpilotIrrungen & Wirrungen der Kristina Schröder

Schon in ihrer Abiturzeitung hat sich die Chefin des Bundesfamilienministeriums, Kristina Schröder, vom Feminismus distanziert. Vielleicht hat sie Simone de Beauvoirs durchaus komplexe Gedanken, die Schröder mit den Worten “Man wird nicht als Frau geboren, man wird es” wörtlich aus dem Französischen übersetzt zitiert, als Schülerin nicht kapiert. Und vielleicht hat sie dieses “Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht” bis heute nicht verinnerlicht, weil sie ihr komisch vorkommt, diese Idee, dass Geschlecht nicht nur von der Biologie, sondern auch von der Umwelt gemacht wird. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich ganze Generationen an Gender-Studiengängen geirrt haben. Aber es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass unsere Familienministerin den Feminismus ablehnt, weil sie ihn einfach nicht verstanden hat.

In einem Interview, das Schröder dem SPIEGEL gegeben hat (wir haben berichtet), antwortet sie auf derart wundersam-naive Art und Weise, dass ich ihr die Kompetenz, die Erste in Sachen Frauenpolitik zu sein in der Bundesrepublik, absprechen muss. Damit bin ich nicht alleine. Spitzenpolitikerinnen wie Renate Künast oder Manuela Schwesig sind ebenso entsetzt über Schröders Antworten wie auch Alice Schwarzer oder die Berliner Gender-Professorin Sabine Hark…

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Jörg WittkewitzLesetipps für den 12. November

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

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Parker HigginsA Life on Facebook

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Google’s much lauded 2009 Super Bowl ad, „Parisian Love,“ told a life story through Google searches. People’s search history can still reveal plenty, but it’s likely that today people are broadcasting more information through Facebook. In „A Life on Facebook,“ one man’s story is told entirely through his Facebook wall.

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Jörg WittkewitzBlogosphere 2010

Technorati ist mit der 6. Ausgabe seiner Blogosphere-Studie draußen. Die Untersuchung in 24 Ländern zeigt, dass dieses Jahr der Einfluss von Blogs auf Massenmedien gewachsen ist. Die Übergangszeit vom Freizeitmedium zur ernst genommenen Informationsquelle ist in vielen Fällen in Richtung Recherchequelle umgeschlagen. Wie wir alle wissen, gibt es immer weniger Altvordere, die dem Web per se Seriösität absprechen. Vielleicht werden sie auch nur leiser und grummeln im Stillen. In jedem Fall helfen die Sozialen Netzwerke enorm dabei, unbekannte Blogs oder Nischenautoren ins Rampenlicht der digitalen Bühne zu zerren. 25% der Blogger schreiben per Smartphone und 40% dieser Blogger berichteten technorati, dass dies ihr Bloggen verändert hat.

Dieses Jahr hat die Blogosphere 2010 sich besonders auf Frauen und Bloggen fokussiert, was vor allem an dem Umstand lag, dass dieses Thema immer schneller an Bedeutung zunimmt. Ob dabei die Tatsache, das 65% der befragten Blogger selbständig sind, eine große Rolle spielt? Denn immer mehr Frauen erobern die Welt als Gründerinnen oder Freiberufler.

Die Studie fand außerdem heraus, dass die meisten Blogger 2-5 Mal in der Woche ihr Blog aktualiseren, dabei sind die Corporate Blogs verständlicherweise eher regelmäßig und die privaten eher sporadisch-spontan. Die Studie hat auch das Vertrauen der Leser in verschiedene Social Media Quellen bewertet und berichtet, dass 49,7% der Leser auf Facebook Glaubwürdiges zu Produkten finden, gefolgt von Blogs mit 47,1 %. Mehr dazu hier.


Parker HigginsOKGO: Last Leaf

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OKGO, the reigning champion of viral music videos, are at it again with their latest tune, „Last Leaf.“ Unlike some of their previous endeavors, this one is animated, but it still reveals way too many hours spent getting everything perfect. A toast to the boys of OKGO!

To jam out to the latest OKGO video, just follow the click.

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Stefan MeyInterview mit Jens Schröder (deutscheblogcharts.de)


Seit 2006 stellt Jens Schröder wöchentlich die Blogcharts auf. Er ordnet deutschsprachige Blogs nach der Zahl der Backlinks und bringt so etwas Übersichtlichkeit in den Weiten der Blogosphäre. Deswegen war er neben Frank Westphal von Rivva einer der zwei Experten zur Bedeutung von Links, die ich für meine Magisterarbeit zur Ökonomie von Blogs befragt habe. Die Experteninterviews habe ich sukzessive zu klassischen journalistischen Interviews ausgearbeitet. Im ersten Teil des Interviews spricht Jens Schröder über Strukturen und Auffälligkeiten der Deutschen Blogcharts und über seine Definition eines Blogs.

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Parker HigginsMad Men theme song, with a twist

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The television show Mad Men’s ascent to popularity has represented the television industry seriously taking sides. In an era where collaborative creation and universal distribution are both buzzwords and reality, they’ve come up with a show that glorifies the top-down, here’s-what-to-think advertising industry of the 60s. Even Mad Men isn’t safe, though, from fan culture: witness this amazing live mash-up of its theme song with the song „Nature Boy“ made famous by Nat King Cole.

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Silke LambersLifestylelektüre vom 9. November 2010 (DIY)

Diese Woche habe ich mich mal speziell nach DIY Trends im Internet umgesehen. Do-it-yourself wird immer beliebter. Handwerken und Handarbeiten erleben eine rege Renaissance. In Berlin schießen Nähcafes und Strickzirkel aus dem Boden, die Schlange im Baumarkt ist länger den je. Ein guter Grund also, einmal zu sehen, was unsere Lieblingsseiten zum Thema DYI Projekte zu bieten haben und dann nichts wie losgeheimwerkt.

1. Designsponge hat einige richtig gute DIY Ideen. Für Anfänger gibt es eine Anleitung für eine romantische Büste zur Aufbewahrung von Ketten und anderem Schmuck erarbeitet. Vorgeschrittene können Sich an Leuchtbuchstaben oder Geheimschränkchen üben.

2. Eine Anleitung für ein cooles schwebendes Bücherregal habe ich auch Expli gefunden. Eindeutig eher eine Seite für Handwerker, aber gut erklärt.

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Jörg WittkewitzOops! Social Media Fail Compilation 2010

Der Jahresrückblick mit Sandra Maischberger steht schon in den Fernsehzeitungen. Spekulatius und Lebkuchen hängen uns schon seit Ende August aus den Ohren raus. Aber ein kleines Dorf unbeugsamer Social Media Experten wartet noch auf sein Lametta: Was war der schlimmste Fauxpas in Sachen Social Media in diesem Jahr? Wer hatte bei twitter die engste Verbindung zum hastag #fail?

Die Deutsche Bahn und die Süddeutsche Zeitung haben es getan, WeTab Geschäftsführer Helmut Hoffer, und Konstantin Neven Dumont auch. Die Rede ist von gekauften Blogbeiträgen und gefakten Kommentaren im Web. Seit Social Media immer mehr zur Unternehmenssache wird, häufen sich auch die Meldungen über Fakes und anonyme Beschimpfungen im Web 2.0. Jüngstes Beispiel: Der Fall „Konstantingate“. Der Medienjournalist Stefan Niggemeier beschuldigte den Verlagserben Konstantin Neven Dumont, unter einem Pseudonym in seinem Blog unflätige und kritische Kommentare hinterlassen zu haben.

Konstantingate ist sicher ein Anwärter auf den Skandal des Jahres. Oder war es diese tolle Sache von vodafone? Eine Social Media Pressekonferenz voller Sprechblasen ohne eigentlichen nachrichtlichen Wert? Das Armageddon jeder PR-Agentur plus TV-Spot on heavy rotation? Kann sich keiner mehr erinnern? Tja. [war übrigens 2009, danke Robin]

Doch jetzt seid erst einmal ihr dran, die Leser von netzpiloten.de. Was war für euch persönlich der größte Fehlschlag in der Blogosphäre bzw. im Social Media Land? Welcher Skandal hat euch besonders beschäftigt oder aufgeregt? Hier habt ihr die Möglichkeit euren persönlichen Blog-Skandal 2010 einzustellen: Schreibt uns einfach in das Kommentarfeld unter diesem Beitrag, warum genau dieser Case euch am meisten beschäftigt hat und aus welchem Grund er aus eurer Sicht der Supergau 2010 war. Die zehn schlimmsten Cases werden anschließend von unserem Redaktions-Team vorgestellt und über ein Online-Voting zur Abstimmung durch die Leser freigegeben. Wir sind gespannt, welcher der SocialMedia-Skandal 2010 wird!

Wir suchen dann die meistgenannten und/oder am häufigsten im Web diskutierten Skandale heraus. Dann gibt es eine Umfrage zum Anklicken: Derjenige Skandal, der die meisten Stimmen erhält, wird mit dem „Oops! Award 2010“ bedacht.


Parker HigginsWishery

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Many internet mash-ups are amateur affairs. Interesting, yes, and sometimes high quality, but usually operate in a totally separate sphere from the „professional“ stuff. Last year, a mash-up artist named Pogo, who made audiovisual mash-ups of Disney cartoons, caught the eye of Disney. Instead of just shutting him down, they added him to the payroll making promotional videos of new movies. Those videos, like the one for Up, were good, but didn’t have the same heart as his earlier work, especially the classic Alice. Now, though, he’s finished his year of service, and is back in action with „Wishery,“ made of bits and pieces of the 1937 classic, Snow White.

Check out Pogo’s mash-up Wishery after the click.

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Walter BeutlerWachstum ≠ Fortschritt

Endlich wird von höchster Stelle bestätigt, was vielen schon lange schwant und manchen Gewissheit ist: Fortschritte bei der menschlichen Entwicklung sind auch ohne rasches Wirtschaftswachstum möglich – und starkes Wachstum führt nicht unbedingt zu besseren Entwicklungsbedingungen für die Menschen. Dies macht der neueste Bericht der Vereinten Nationen zur menschlichen Entwicklung klar: “Eines der überraschendsten Ergebnisse der Forschung zu menschlicher Entwicklung in jüngster Zeit ist die fehlende signifikante Korrelation zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Verbesserungen im Gesundheits- und Bildungsbereich.” [1]

Auch demokratische Teilhabe und gerechte Verteilung sind ohne großes Wirtschaftswachstum möglich, und die größten Entwicklungsfortschritte geschehen mitunter in Ländern ohne rasantes Wirtschaftswachstum, zum Beispiel in Nepal und Tunesien, wobei Entwicklung anhand des Human Development Index (HDI) abgebildet wird, der die Lebensqualität des Menschen umfassender darstellt als etwa das Bruttoinlandsprodukt, das zum Beispiel die Weltbank beim Ländervergleich verwendet…

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