KOLUMNEN

Kolumne

Silke LambersLifestyle-Lektüre vom 12.8.2010

1. Die Rückkehr der Oma-Unterhose kündigt uns The Cut an. Vorreiter des Trends sind die Mädels aus Mad Man und Lady Gaga. Bequem sicher, aber den entsetzten Aufschrei aus Brasilien kann man jetzt schon hören.

2. Der Telegraph berichtet uns, dass logolastige Luxus Labels auf dem absteigenden Ast sind. Die Nachfrage nach Understatement und logofreien Luxusartikeln steigt hingegen. War ja auch nötig, finden wir, denn der WM Pokal in Louis Vuitton war ja wohl die Krönung.

3. Erst kamen die Leggins zurück, dann die Schulterpolster. Da hat nur noch eine gruselige 80er Erfindung noch auf ihr Come-back gewartet. Und hier ist sie wieder: Die Dauerwelle. Refinery 29 weiss wie sie im Jahr 2010 aussieht.

4. We Live Young teilt eine wunderbare Fotostrecke mit uns. Tolles Licht und das absolute Sommerfeeling, dass wir uns für diesen August nochmal zurück wünschen.

5. Dass im Bereich Sneaker eigentlich alles möglich ist zeigt uns ChuhChuh. Diesmal Turnschuhe mit integriereten Lampen. Die neuen, patentiereten Fussleuchten von Adidas sparen sicher mal das Fahrradlicht, kombinieren wir. Prädikat: Praktisch.

6. Während Naomi Campbell und Mia Farrow sich zum Thema Blutdiamanten um Kopf und Kragen reden, stellt Ecofabulous lieber konfliktfreien Schmuck vor. Armbänder und Ringe aus recyceltem Edelmetall, da macht man nachts doch gerne die Tür auf.

7. Wie der Gentleman von Welt sich in diesem Winter kleidet, weiss die Redaktion von OK Cool, die uns die neue Kollektion von Herr von Eden vorstellt. Alles ganz schön Dandy, da können die Damen sich wohl schon auf aufgehaltene Türen freuen.

8. Seit Facebook den Unlike-Button abgeschaft hat, fehlt ja irgendetwas. Trendhunter stellt eine schöne Idee zu einem neuen Button vor, der auch nicht so schrecklich negativ wie Unlike ist: Der Button für mittelmässige Ideen.

9. Mobiles Wohnen mal anderes: Mit dem Vieleck in die Natur.  Den traumhaften und naturnahen Entwurf von Manuel Villa Arquitecto zeigt uns Design Boom.

10. Zum Abschluss wieder etwas Kurioses aus dem Netz. Diesmal zeigt uns Grist zum Thema umweltfreundliche Geräte den solarbetriebenen Vibrator. Wir sind gespannt, auf wie vielen Schlafzimmerfensterbänken man ihn demnächst sehen wird.



Bildnachweise: www.designboom.com, www.ecofabulous.com, www.trendhunter.com, www.weliveyoung.blogspot.com

Jörg WittkewitzLesetipps für den 12. August

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Jörg WittkewitzChatter: facebook & twitter für Firmen mit salesforce

Können Sie eigentlich bestimmten Dokumenten oder Apps folgen? Haben Sie ein eigenes kleines Facebook für ihre Sales/Marketing-Abteilungen? Nein. Dann könnte Salesforce Chatter etwas für Sie sein. Wer also intern bisher nicht viel Erfolg mit Wikis, Blogs oder anderen Informationsspeichern hat, der kann nun diese Platform nutzen, um Menschen und Informationen in Echtzeit zu verbinden. Und da salesforce der bekannteste SaaS-Anbieter (Software-as-a-Service) ist, hält sich der initiale Aufwand sehr in Grenzen. Mehr im 40-Minuten-Video dazu nach dem Klick:

Advertorial„Gratis abzugeben: Opa (72) mit Computerproblemen- Wie drucke ich einen Brief aus?“

Das Problem von Twitteruser Marcel Raimann kennen die meisten, die schon einmal den Versuch gestartet haben, die Großeltern an den Computer heranzuführen. Um die ältere Generation doch noch zum Silver Surfer zu machen, benötigt man Geduld und vor allem Zeit – ausgerechnet diejenigen Faktoren, an denen es der heutigen High Speed Gesellschaft oft mangelt.

Die größten Hemmschwellen bestehen aufgrund der englischen Fachsprache, die im Internet omnipräsent ist. Die Sprachbarriere bewirkt, dass das Internet im Extremfall sogar als gefährlich wahrgenommen wird. Aus Angst, aus Versehen etwas zu kaufen, zu abonnieren oder vor einer mangelnden Gewährleistung des Datenschutzes findet eine Nutzung gar nicht erst statt. Dabei bietet das Web gerade für Senioren jede Menge Möglichkeiten, um sich mit Gleichgesinnten in Foren auszutauschen, schnell und bequem nach Informationen zu suchen oder einfach den Kontakt zu alten Freunden wieder aufleben zu lassen, die man über die Jahre aus den Augen verloren hat…

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Jörg WittkewitzNetzneutralität, die

Es gibt viele Netze. Das Gasnetz, das Stromnetz und das Wasser/Abwasser-Netz. Das sind so die bekanntesten. Auch der gute alte Rohrpostbrief wurde via Netz aus Rohren verteilt. Allen Netzen gemeinsam ist Tatsache, dass in der Regel ein einziges Gut transportiert wird. In den Gasnetzen ist es Erdgas und nicht Argon oder Helium. In den Stromnetzen ist es ein Potential, das am anderen Ende zum Leuchten der Glühbirne führt und beim Wasser gibt es eben zwei Netze: Eines für Trinkwasser und eines für das Abwasser. Das Web verteilt Datenpakete also Nullen und Einsen.

Im Zeitalter des Internet möchte man uns nun erklären, dass es damit vorbei ist. Es gibt besondere Leute, die immer nur Baden und nicht Duschen; das verbraucht deutlich mehr Wasser und muss daher teurer bepreist werden, sagen die Verfechter so genannter managed services. Diesen Begriff gab es schon früher, Anbieter wie EDS (später HP) oder IBM haben unter diesem Label besondere Dienste an große Kunden verkauft. Ganze Rechenzentren wurden so aus der Veranwtortung der Banken und Versicherungen ausgelagert und die Anbieter verkauften den Kunden nicht die Server oder Software sondern alles als Paket – die Kunden mussten sich um nichts mehr kümmern sondern buchten einfach, was sie brauchten: Also Netzwerk, Rechenkapazität und Speicherplatz für eine Abteilung mit 200 Mitarbeitern. Befürworter der Netzneutralität pochen darauf, dass alles im Netz Datenpakete sind, alles müssen gleich schnell durchgeleitet werden. Die Firmen wollen bestimmte Pakete teurer machen als andere. Denn das mit den Bandbreiten weit oberhalb DSL 16.000 scheint nicht richtig zu klappen. Also macht man woanders eine neues Productizing.
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Silke LambersDie besten Skybars der Welt: Canvas in Amsterdam

Amsterdam ist nicht unbedingt für seine Hochhäuser bekannt. Dennoch führt uns unserer Reise auf der Suche nach den schönsten Sky Bars diese Woche in die Grachtenstadt. Neben Tulpenmarkt und Kanalrundfahrt gibt es auch eine Skybar  zu entdecken. Auf dem Dach des ehemaligen Gebäudes der “Volkskrant”, einer holländischen Zeitung finden wir sie. Das Canvas liegt auf der siebten Etage des Hauses und hat einen einmaligen Blick über Amsterdam mit seinen historischen Gebäuden, die die Grachten säumen.

Hier treffen sich Künstler und Designer und so liegt eine entspannte und kreative Atmosphäre in der Luft. Canvas ist alles auf einmal: Cafe und Restaurant am Tag, Bar und Lounge am Abend. Nachts verwandelt es sich in einen einzigartigen Klub und es finden regelmäßig lustige Parties statt. Die ehemalige Kantine der Zeitungsmitarbeiter hat so ein würdiges zweites Leben bekommen. Dieses kann man täglich genießen und mit einem Getränk der großen Cocktailkarte kann man es gut auf dem Dach aushalten. Wechselnde Ausstellungen von verschiedenen Künstlern unterstreichen den kreativen Charakter der Bar und bieten auch im Innenraum interessante Aussichten.

Canvas op de 7e

Volkskrantgebäude

Wibautstraat 150

1091GR Amsterdam

www.canvasopde7e.nl

(Fotos: www.canvasopde7e.nl)

Jörg WittkewitzPreferred Blog: wortgefecht.net

Ein Corporate Blog in unserer Reihe preferred blog, geht ja gar nicht. Doch. Geht.

Wenn eine Agentur sich anschickt, einfach mal normale Themen auf normale Weise zu beleuchten, ohne aus dem Bereich Social Media rocket science zu machen, dann ist das in diesem Fall auch mal ein Lob wert. Unaufgeregt und informativ berichtet der Schweizer Michael Gisiger über den Bereich des Web, der am meisten inflationiert wird, ohne zu Faseln. Mein Tipp für alle selbst ernannten Social Media Berater, die – Hand auf’s Herz – nichts anderes sind als Leute, die für einen Tagessatz das lernen, was wir mit offenen Augen und Ohren eh alle verstehen, wenn wir uns in vielen Ecken und Winkeln im Netz bewegen. Aber auch jeder andere, der Kommunikation im und über das Netz betreiben will, kann mal beim wortgefecht.net vorbeischauen. Ach ja, es ist das erste Mal, dass ich es jemandem verzeihe, wenn er von DER Blog schreibt. Am allerbesten sind die Blindtexte beim Agentur-Link.
;-)

Erinnert mich doch ein bißchen an meine Anfänge vor 176 Millionen Jahre.

Jörg WittkewitzGartner: Hype Cycle Emerging Technologies 2010

Besten Dank an @hemartin für den Hinweis auf den neuen HypeCycle EmTech für dieses Jahr. Wie gesagt, es gibt einiges, was von Gartner kommt, was ich gerne verbreite. Die seltsamen Ergüsse neulich zur Arbeitswelt 2020 gehörten nicht dazu. Die Hypecycles sind schon interessant und Grundlage vieler angeregter Diskussionen. Ich fände ja wireless power und context delivery architecture interessant. Und das speech recognition schon so weit ist, halte ich – gelinde gesagt – für ein Gerücht. Aber das mag sich rein auf die englische Sprache beziehen.



Draufclicken hilft definitiv den Augen!
Quelle: www.gartner.com

Silke LambersDie besten Skybars der Welt: 360 in Istanbul

Der Sommer lacht uns auch weiterhin, die Nächte sind warm und elektrisch aufgeladen. Glasklar: es ist wieder Skybar Zeit. Nachdem wir letzte Woche im Rare View im Schatten des Empire State Buildings eine Cocktail getrunken haben, verlassen wir heute New York und reisen nach Istanbul. Die Kulturhauptstadt 2010 entwickelt sich schnell zwischen traditionellen und modernen, orientalischen und okzidentalen Einflüssen. Auf Plakaten zur Kulturhaupstadt 2010 preist sich Istanbul als inspirierendste Stadt der Welt an, das wollen wir natürlich auch erleben. Einen der schönsten Blicke auf die 15 Millionen Metropole hat man vom 360 Istanbul, einer modernen Skybar auf dem Dach eines historischen Wohngebäudes, auch hier der Kontrast zwischen Tradition und Moderne. Gelegen am lebhaften Boulevard Istiklal Caddesi, ist das 360 Istanbul gut zu Fuß zu erreichen, wenn man sich im Herzen der Stadt, in Beyoglu aufhält.

Hier geht man flanieren, einkaufen, essen und trinken. Das 360 Istanbul liegt im Penthouse auf dem achten Stockwerk, gar nicht so hoch möchte man meinen. Da Beyoglu jedoch auf einer Anhöhe liegt ist der Blick über das goldene Horn von hier atemberaubend und wie der Name vermuten lässt, es ist ein Rundum-Blick. Südlich auf der anderen Seite des dunklen Fluss mit seinen glitzernen, beleuchteten Booten liegt Sultanahmed mit seinen historischen Bauwerken, der byzantinische Hagia Sofia und den prächtigen Topkapi Palast. Nachts sind sie in wunderschönes Licht getaucht und beleuchten wie orientalische Luftschlössern die dunkle, warme Nacht. Im Osten kann man bis zum orientalischen Teil der türkischen Metropole schauen, ganz Istanbul liegt dem Barbesucher zu Füßen, im Westen schaut man aufs goldene Horn und im Norden auf den Galaturm und Beyoglu. Rundum eine gelungene Sache und unser Tipp für den nächsten Istanbulaufenthalt.

360 Istanbul

Istiklal Ceddesi

Misir Apt K8 N311

34330 
Istanbul,

www.360istanbul.com
Bildnachweis: www.360Istanbul.com, Silke Lambers)

Doreen ButzeDie Verdammten – ein ungewöhnliches Browserspiel

…Langsam öffne ich die Augen. Die warme Sonne scheint mir ins Gesicht. Ich blicke mich um. Staub und Sand überall. In der flimmernden Luft zeichnen sich einige Umrisse von Gebäuden ab. Ich wanke auf sie zu, mich fragend, warum ich hier bin und was ich hier soll. Plötzlich fasst jemand meine Schulter. “ Bau dir ein Zelt, schnell. Wir brauchen mehr Verteidigung für die kommende Nacht. Die Zombies werden diese Stadt überfallen…” Da fällt es mir wieder ein: ich muss überleben, mit meinen 39 Mitbürgern. Der Kampf beginnt von vorn. Wie viele Tage werden wir diesmal überstehen… [Mehr]


Jörg WittkewitzGoogle stellt Wave ein

Das war’s also mit Google Wave. Weil die “user adoption” nicht so angestiegen ist, wie erwünscht und wie es intern wohl der Fall war, wollen sie es nur noch als feature einbauen. Wahrscheinlich für ihre Enterprise 2.0 Initiative rund um Google Office Services. Zumindest erklärt das Urs Hölzle von Google im offiziellen blog.
But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects.
Wenn man sich zeitgleich den rasanten Anstieg von facebook ansieht, wird es mittlerweile spannend, darauf zu schauen, wann facebook denselben Werbekuchen wie Google futtern wird. Und noch wichtiger wird es, zu sehen, wer dann facebook das Wasser abgraben wird. Es könnte aber auch in die Richtung der Pessimisten gehen, die an den Jugendlichen erkannt haben wollen, dass das Web nur noch so etwas ist wie Strom oder Wasser. Benutzt jeder, aber es gibt keine Menschenschlangen vor den Kaufhäusern, wenn brandneue Duscharmaturen von Grohe in die Läden kommen oder rosa-glänzende 5fach-Steckdosen von Brennenstuhl.
Vielleicht haben wir ja Glück und der Zug zur commodity, also zur Alltagsware Web, läßt uns wieder mehr Spielraum. Denn dann wird der Fokus des Kapitals wieder weiterziehen in andere Gefilde wie Erneuerbare Energien, Elektroautos oder 9D-Fernsehen mit eingebautem Twitterclient und Riechsalzapplikation.
Vielleicht kommt dann ein alternder Larry Page auf die Bühne und verkauft uns nochmal eine Armbanduhr mit Minibeamer, die auch Navi, Telefon, Videorecorder und Blutdruckmessgerät in einem ist.
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