KOLUMNEN

Kolumne

Jörg WittkewitzStudie: Paid Content in freier Wildbahn gesichtet

Fink & Fuchs hat die Oriella Studie Digital Journalism 2010 vorgestellt. Kaum überraschend sind die dort gezeigten Ideen, wie man Content per Bezahlung verteilt. Die Agentur betont in ihrer Meldung die abnehmende Scheu der Verlage gegenüber Kommunikation im Web via twitter oder Blogs.
Die Studie belegt zudem, wie stark Neue Medien und Social Media, etwa Blogs, audiovisuelle Medien und Twitter Einzug in Redaktionen halten: Weniger als 15 Prozent der befragten Journalisten geben an, keine Inhalte in multimedialer Form oder via Social Media anzubieten – ein schwindender Anteil, denn noch vor zwei Jahren schenkte rund ein Viertel der Befragten bei der Bereitstellung von Inhalten neuen Medienformaten keinerlei Beachtung. Vor allem das Angebot von Blogs und Twitter hat seit 2008 an Bedeutung gewonnen. Rund 49 Prozent der Befragten berichten, dass ihre Verlage selbst redaktionell betreute Blogs betreiben und immerhin 41 Prozent nutzen aktiv Twitter.
Leichte Unterschiede offenbar in den europäischen Nachbarländern… [Mehr]

Jörg WittkewitzLesetipps für den 8. Juli

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

GastpilotRezension: Facebook – Marketing unter Freunden II

Nach der ersten Rezension des Buches aus PR-Sicht, folgt nun eine Rezension unserer Leserin Beatrice Brenner aus Sicht des Marketing:

Das Buch hat mir anhand von Zahlen, Fakten und Erfolgsstories erst klargemacht, welchen Stellenwert mittlerweile das Social Web und speziell Facebook haben.
Die rund 250 Seiten lesen sich leicht, flüssig und unterhaltsam. Wer sich wie ich, ständig verleiten lässt, auf der Facebook-Seite rumzuklicken, um das gerade Erfahrene auszuprobieren, schaut sich besser vor Lesebeginn das Inhaltsverzeichnis genau an. Die „Geheimnisse“, hinter die man selbst nicht kommt, werden in späteren Kapiteln nämlich meist aufgeklärt.

Die Lektüre ist ein idealer Leitfaden für Einsteiger, Unternehmen und Marketingverantwortliche, die Facebook strategisch einsetzen wollen (siehe Seite 15). Die Autoren erklären zunächst das Prinzip des Social Web, bevor sie den Leser langsam darauf vorbereiten, selbst aktiv zu werden… [Mehr]

Silke LambersGute Aussichten: Die besten Sky Bars der Welt

In den nächsten Wochen stellen wir Euch unsere Lieblingsbars über den Dächern der Metropolen dieser Welt vor, denn es gibt nichts Schöneres als bei einer Reise auch mal über den Dingen zu stehen. Unsere Route wird uns rund um den Globus führen, unter anderem mit Stopps in Shanghai, New York und Paris. Starten wir also unsere Reise im fernen Asien.

Genauer gesagt in Bangkok, wo wir uns im Sirocco in luftige Höhen begeben. Verlaufen kann man sich auf dem Weg zu dieser Dachbar nicht, denn freundliche Thais weisen den Weg vom Hoteleingang zu den Fahrstühlen und passen besorgt auf, das man nicht vor lauter Staunen die Stufen übersieht, wenn man auf das Dach hinaustritt und von der Aussicht überwältigt wird. Scheinbar endlos zieht sich ein glitzerndes Häusermeer dahin, nur unterbrochen durch das dunkle Band des Chao Praya Flusses. Wie der Name Sirocco schon vermuten lässt ist es ein wenig windig auf dem Lebua State Towers, bei tropischen Temperaturen eine willkommene Abkühlung hoch über den Dächern der nicht immer frischen  Millionenmetropole. Mitten im Himmel liegt die Bar auf dem 63. Stock des Hochhauses und überragt alle anderen Gebäude der Umgebung. Freie Sicht für Barbesucher. Oder Restaurantbesucher. Denn im Sirocco kann der geschätzte Leser auch unter dem thailändischen Sternenhimmel speisen. Natürlich sind die Preise hier lange nicht so günstig wie in Bangkoks Garküchen, sie können eher mit gehobenen europäischen Preisen mithalten. Dafür aber spielen Musiker sanfte Jazzmusik, während die geneigte Leserin – mit einem köstlichen Cocktail in der Hand – Bangkok aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernt.
Sirocco auf dem Lebua State Tower
1055 Silom Road
Bangrak
Bangkok 10500
Thailand
www.lebua.com

Jörg WittkewitzKeiser: “Goldmann Sachs ist Abschaum”

Finanzanalyst Max Keiser hat sich vor einigen Wochen über Goldmann Sachs und die US-Regierung derart erregt, dass seine Sätze darüber, dass die gesamte Regierung von der Bank herumkommandiert wird noch zu den harmloseren gehören. Er ist der Meinung, dass die Bank schlimmer sei als bin Laden und mehr Menschen auf dem Gewissen hätte.

Jörg WittkewitzWas nicht an flattr liegt, aber trotzdem schlimm ist

Ich habe einen Artikel von Sascha Lobo gelesen und nicht nach wenige Sätzen weiter geklickt. Mindestens einer von beiden muss sich verändert haben. Es geht um das Thema flattr, das mich seit einigen Monaten umkreist. Zugegeben, spätestens seit der FOCAS-Konferenz im Sommer letzten Jahres, wo Frau Typaldos ihr Kachingle vorgestellt hat und dem seltsamen Siegeszug von Huffington Post, hat die öffentliche paidcontent-Debatte das embryonale Stadium verlassen. Ich weiß wohl, dass das Leistungsschutzrecht, also die öffentliche Unterstützung darbender Milliardäre ein Gegengewicht gegen Muttis Präsentkorb für Anleger und Banker darstellen soll.
Mit flattr konnte ich mich bisher nicht wirklich anfreunden. Es mag an dem Xten like-Button liegen, der zusätzlich zu den twitter, digg, MisterWong und sonstwas Icons dazugekommen ist. Ich glaube, dass das Bekleben von Kofferraumhauben, Laptops und anderen Gegenständen des täglichen Gebrauchs noch nie zu meinen bevorzugten Anischten der Welt gehörte. Die unzähligen Buttons im Web machen es mir nicht leichter. Sicher, sie lassen sich rückstandsfrei entfernen ohne Cilit Bang oder einen Heißluftfön. Aber unter dem Lobo-Artikel, in dem er erklärt, warum er flattr nicht so feitert, stand ein unscheinbarer Kommentar, der es in sich hatte:
Was mich auch wundert und skeptisch macht: Dass gerade bei den mittelgroßen bis großen Blogs auch “fremde” Inhalte geflattert werden. Wer sind diese Menschen, die ein Fettes-Brot-Video auf Spreeblick flattern? […]

Ja, genau das ist es, was mir schon öfter aufgefallen war. Nicht unbedingt die Tatsache, dass kleine Blogger die großen Blogger “reich” machen, ist bedenklich. Jeder ist ja frei, zu tun, was ihm oder ihr beliebt mit dem erarbeiteten oder ererbten Geld. Aber das Entlohnen fremder Leistungen geht doch dann wirklich und entschieden zu weit, oder? Da wäre es gut, eine ethische Komponente einzubauen. Vielleicht sollte man Mißbrauch per “flag setzen” melden. Ob Sunde allerdings derjenige ist, der sich einer Ethik öffnen würde, kann bezweifelt werden.

Christiane Schulzki-HaddoutiGoogle vs. China: Schein und Sein

Im Streit mit China um die Zensur seines Suchdienstes hat Google nur scheinbar nachgegeben. Google will seine chinesische Geschäftslizenz erneuern, um seinen Suchdienst weiter in China anbieten zu dürfen – und gleichzeitig chinesischen Nutzern über einen Umweg auch unzensierte Suchergebnisse zeigen. Google hat den chinesischen Behörden einen Scheinkompromiss angeboten: Bislang wurden chinesische Nutzer der Website google.cn automatisch zu Googles Dienst in der chinesischen Enklave Hong Kong weitergeleitet, der ungefilterte Suchergebnisse anzeigt. Jetzt müssen die Nutzer lediglich auf einen zusätzlichen Link klicken, um auf den ungefilterten Dienst zu gelangen, der nun über die Website google.co.hk läuft. Grund ist die gesetzliche Vorgabe, dass Unternehmen Web-Server in China nutzen und dass sie damit einverstanden sein müssen, bestimmte Informationen zu zensieren. Bietet Google also eine Website namens google.cn mit einem einfachen Link an, ist an dieser Website formalrechtlich zunächst nichts auszusetzen – außer China blockiert den Zugriff auf die unzensierten Inhalte bzw. den Link zu google.co.hk… [Mehr]
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