KOLUMNEN

Kolumne

Andreas WeckDas Internet-Netzwerk „Politically Incorrect“

Die Vergangenheit hat uns gezeigt: Volksverhetze ist gefährlich. Extremistisches Gedankengut kann einmal gesät, gerade in Krisenzeiten prächtig gedeihen. Nicht zuletzt ist das Beispiel Hitler-Deutschland, als Paradebeispiel immer an erster Stelle erwähnt. Doch auch in der jüngsten Zeit sehen wir uns wieder den ideologisch-extremistischen Hasspredigern ausgesetzt. Von rechts, von links und auch aus der augenscheinlichen Mitte, die unter einem christlich-demokratischen Deckmantel von ihrer eigentlichen Gesinnung ablenken wollen. Als die USA den Terroranschlägen vom 11. September gegenüber stand und der Islam-Hass in der Welt einmal mehr neuen Nährboden bei leicht beeinflussbaren Menschen fand, haben sich auch verschiedenste Blogs im Web breitgemacht, die seitdem Hetze gegen Andersdenkende im rechtsfreien Raum Internet auf eine abartige Ebene getrieben haben. Einer dieser Blogs, der sich zum meistgelesenem Medium dieser Gemeinde entwickelt hat, ist „Politically Incorrect“.

Mit einer scheinbar unendlichen Freude daran, den islamistischen Terror in Wort und Schrift auseinander zunehmen und ihn mit jeder nach dem Koran lebenden Gemeinde gleichzustellen, wird tagtäglich nicht nur auf dem eigenen Blog kommentiert, schwadroniert und nicht zuletzt das eigene Gedankengut glorifiziert. Während der Verfassungsschutz zusieht und dem Blog, der für islamistische Volksverhetze steht, gewähren lässt, lässt sich die freie Presse jedoch von einer regelmäßigen Bloßstellung dieser Sippe nicht ablenken. Die 3sat Kulturzeit hat sich diesem „Polit-Blog“, den man durchaus auch mit Stefan Niggemeiers Worten „Factually Incorrect“ betiteln könnte, angenommen und in einem Beitrag einmal mehr dafür gesorgt, dass das Augenmerk von dieser Propaganda-Seite nicht abdriften darf. Im Folgenden möchten wir euch diesen Mitschnitt nicht vorenthalten.

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Jörg WittkewitzLesetipps für den 7. Dezember

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

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Jörg Wittkewitz100 Milliarden für Facebook

Wall St.

Man munkelt. Bei Facebooks Börsengang soll sie also erreicht werden, diese surreale Zahl von 100 Milliarden Dollar bei einem Initial Public Offering (IPO). Sie müssen das tun. Sie haben keine Wahl. Denn viele Investoren haben Abermillionen in das Unternehmen gepumpt, damit heute die andere Traumzahl weltweit bekannt ist: 800 Millionen registrierte Nutzer. Das Handelsblatt ist skeptisch – aus Erfahrung. Denn auch Yahoo war beim Börsengang mit 150 Dollar je Aktie bewertet worden. Heute kostet sie 15 Dollar. Google hatte seinerzeit übrigens 25 Milliarden erlöst. Aus heutiger Sicht war der frühe Einstieg ein gutes Investment. Aber Facebook…?

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Christian PorschWas macht eigentlich…? – Super Mario Kart

Super Mario KartJeden Monat gibt es in der „Was macht eigentlich…?“-Reihe ein neues Goldstück der Videospielgeschichte. Was mit dem ersten bekannten Computerspiel „OXO“, heute vielleicht besser bekannt als „Vier gewinnt“, begann, wurde zu hochauflösenden und realistischen Spielewelten. Sitzt da wirklich ein Affe im Unterhemd auf einem Go-Kart? Dieses Spiel wurde jedenfalls nicht für seine skurrilen Rennteilnehmer bekannt und ist trotzdem bis heute in jedem Rennfahrer Herzen verankert – „Super Mario Kart“.

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Myrjam AnsorgeExperten-Meinung zum Oops! Award: Andre Richter

Oops! AwardEine weitere Stimme zum Oops! Award 2011. Heute mit Andre Richter, Geschäftsführer der Mindbox GmbH.

Was ist Ihrer Meinung nach der größte Fauxpas im Social Web 2011 unter den Top acht und warum?

In die meisten Fettnäpfchen sind aus meiner Sicht die Macher des Pril-Design-Wettbewerbs getreten. Was als nette Idee auf der Facebook Page begann, entwickelte sich schnell zum Social Media Desaster. Es schien, als hätte sich Henkel völlig unvorbereitet in die Aktion gestürzt. Dem Unternehmen fehlte im Crowdsourcing offenbar die Erfahrung. Es war ja wohl zu erwarten, dass bei einem Design-Wettbewerb auch ausgefallene Vorschläge eingereicht werden. Wer unvorhergesehene Entwicklungen grundsätzlich vermeiden möchte, definiert von Beginn an klare Spielregeln oder entscheidet sich für ein Voting durch eine Jury. Das Regelwerk nachträglich anzupassen und Meinungsäußerung der User zu unterbinden sorgt für einen größeren Imageverlust für die Marke, als es ein verrücktes Produkt je hätte tun können.

Dieses Jahr sind auffallend viele große Unternehmen unter den Nominierten. Wie ist Ihre Erfahrung: Haben die Großkonzerne im vergangenen Jahr keine nennenswerten Fortschritte im Umgang mit dem Web 2.0 gemacht?

Leider vergessen viele Unternehmen immer noch, dass die User im Netz die gleichen Personen sind, die auch im Geschäft vor Ort die Produkte kaufen. Kein Unternehmen würde seinem Kunden dort im Gespräch das Wort verbieten, in sozialen Netzwerken jedoch werden Kommentare gelöscht, Dialoge unterbunden und Versprechen nicht eingehalten. Ob jemand die Spielregeln wirklich verstanden hat, zeigt sich meistens dann, wenn etwas schief läuft. Und das ist keine Frage der Unternehmensgröße: Die vergleichsweise kleine Saftkelterei Walther mit ihrer Chefin Kirstin Walther zeigt perfekt, wie auch kleine Firmen das Social Web für sich nutzen können.


Andreas WeckCarrier IQ Detector Applikation

Das Unternehmen Carrier IQ schreibt mittels seiner vorinstallierten Software auf einigen Android Smartphones jede Menge Informationen aus dem Datenverkehr mit. Die Rede ist von Textnachrichten, Telefonnummer und sicherlich noch einigem mehr. Die Netzpiloten berichteten darüber in dem Beitrag „Mobiles Datenschutz-Armageddon“. Im Laufe des Wochenendes haben sich engagierte Entwickler an die Arbeit gemacht, um dem Nutzer eine Hilfe an die Hand zu geben, bei der Identifizierung der Software auf dem Gerät.

Heraus kam die Applikation „Carrier IQ Detector“, die es zumindest ermöglicht, die Anwesenheit der Diagnose-Software festzustellen. Leider gibt es noch keine einfache Variante, um das Programm vom Smartphone zu entfernen. Ein wenig technisches Know-How ist also vorausgesetzt. Anleitungen gibt es ebenfalls haufenweise im Netz zu finden. Die Software ist tief in der Firmenware verankert, und um diese vom Gerät zu entfernen, muss man sich vorab einige Privilegien freischalten lassen.

Doch Vorsicht! Wenn Ihr diese Carrier IQ Software vom Smartphone deinstalliert, kann sich dadurch das Risiko erhöhen, dass Ihr den Weg für weitere Malware freischaltet. Solltet Ihr also bei dem Test tatsächlich feststellen, dass Ihr betroffen seid, dann geht behutsam um mit der Deinstallation. Belest euch tiefergehend und vermeidet Schnellschüsse.

Die Applikation Carrier IQ Detector ist kostenfrei im Android Market erhältlich.


Andreas WeckWiesenhof gewinnt den „Oops! Award 2011“

Die Web-Community hat entschieden: Der diesjährige „Oops! Award“ für den größten Social Media-Fehltritt geht in diesem Jahr an den Geflügelhersteller Wiesenhof. Das Unternehmen hatte Social Media-Kanäle genutzt, um sich gegen kritische Berichterstattung zur Wehr zu setzen. Stein des Anstoßes war für die Web 2.0-Community in erster Linie ein Video-Clip auf YouTube. Hiermit versuchte das Unternehmen die Recherche-Methoden der Macher des ARD-Berichts „Das System Wiesenhof“ zu diskreditieren. Ihr habt vom 14. bis 30. November online auf der Website über den Social Web-Fauxpas 2011 entscheiden und eure Wahl weise getroffen.

Mit 81 Prozent der Userstimmen zog Wiesenhof in rasender Geschwindigkeit an den sieben weiteren Nominierten vorbei. Dieses deutliche Ergebnis ist unter anderem darauf zurückzuführen, das PETA Deutschland seine über 77.000 Facebook-Fans auf die Wahl zum „Oops! Award“ aufmerksam machte und dazu animierte, für Wiesenhof zu voten. Erst mit deutlichem Abstand folgten das Kommunikationsdesaster von Schlecker (7 Prozent) und der Schnüffelsoftware-Skandal „Bundestrojaner“ (5 Prozent) auf den Plätzen zwei und drei.

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