KOLUMNEN

Kolumne

Jörg WittkewitzLesetipps für den 20. Mai

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • ENERGIE Energiewende? Nur nichts überstürzen: Warum will Bundesumweltminister Norbert Röttgen lukrative dezentrale Vorhaben nicht mehr unterstützen? Sollen die teuren Netzausbauten etwas notwendiger werden, damit man sie besser durch Naturschutzgebiete planen kann, wo die Gegenschaft am größten ist? Oder weil nur die großen Banken an den großprojekten verdienen können und langfristig so die Energieriesen am leben bleiben. Hm. 
  • JAPAN Folge des Erdbebens: Japan stürzt in die Rezession: Wer hätte das gedacht?
  • FIRMEN & FACEBOOK Unternehmensseiten auf Facebook: Einmal genauer hinsehen: Knapp 650 Millionen Nutzer sind eine stattliche Zahl. Neben Privatpersonen, Institutionen, Parteien und Verbänden haben auch die Unternehmen Facebook für sich entdeckt. Die Ausrichtungen der Unternehmensseiten sind vielseitig: Telekom-hilft hat den Service-Gedanken fest im Blick. Probleme oder Fragen zu den Dienstleistungen und Produkten des Telekommunikationsunternehmens? Auf der Facebook-Seite findet der suchende Nutzer Antworten.
  • LinkedIN & SPEKULATIONEN LinkedIn valued at $4b on US market debut: What’s Facebook worth? | News.com.au: Für knapp ein 12tel des wahrscheinlichen Facebook-IPOs ist LinkedIn an der Börse und wird sich wahrscheinlich schon bald auf ein going public freuen…
  • GOOGLE & NETZSPERREN Google: Netzsperren führen uns zu chinesischen Verhältnissen: Google Manager Eric Schmidt drückte Mittwoch auf einer Londoner Konferenz seine Bedenken gegenüber Netzsperren aus. Wenn er in der Regierung wäre, so wäre er mit willkürlichen Sperren sehr vorsichtig. Ansonsten bewege man sich schnell auf chinesischem Niveau
  • SPANIEN Jugendrevolte in Spanien: "Das ist der Anfang einer Revolution" – taz.de: Tausende Spanier besetzen den zentralen Platz Puerta del Sol in Madrid. Wie sind die Besetzer organisiert? Und was sind ihre Ziele?
  • PRIVATSPHÄRE Why Privacy Matters Even if You Have ‘Nothing to Hide’ : When the government gathers or analyzes personal information, many people say they’re not worried. quot;I#039;ve got nothing to hide,quot; they declare. "Only if you#039;re doing something wrong should you worry, and then you don’t deserve to keep it private."
    The nothing-to-hide argument pervades discussions about privacy

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Daniel KhafifHintergründe der spanischen Revolution

„Wenn man dem spanischen Stier seine Weide nimmt, wird aus dem gutmütigen Tier ein tobender Teufel und die Erde bebt“, hatte der Spanische Maler Francisco Goya einmal über seine Landsleute gesagt. Es war in der Zeit der französischen Revolution.

Madrid, Cádiz, Málaga, Mitte Mai 2011: Trotz Sonne keine Strandparty: Landesweit demonstrieren Spanier aus allen Bevölkerungsschichten, Akademiker, Bauarbeiter, Studenten, Rentner, Arbeitslose für einen Politik- und Strukturwandel. Zum den Kundgebungen hatte u. a. die Bürgerrechts – Organisation „Democracia Real YA!“ (= „Echte Demokratie JETZT!“), welche ihre Aktivitäten und Nachrichten, wie viele ähnliche Organisationen auch, stets über Facebook mitteilt… [Mehr]


Jörg WittkewitzSchwarmdummheit: dullness of the crowd

Forscher an der ETH Zürich meinen, einen Nachweis erbracht zu haben, dass sozialer Einfluss die Intelligenz der Vielen (Schwarmintelligenz) verschlechtern kann. Jan Lorenz und Heiko Rauhut extrapolieren aus ihren Studien die These, dass die Finanzkrise ein besonders gutes Beispiel dafür sei, dass Massenentscheidungen zu einem Fiasko führen können. Denn dort hätten sich viele unter dem Einfluß fremder Entscheidungen in die “falsche” Richtung beeinflussen lassen.

Der locus classicus des Begriffs kommt aus England, wo Anfang des 20. Jahrhunderts Francis Galton alle Besucher einer Viehzuchtversteigerung die Viecher per Karte nach Gewicht und Größe schätzen ließ und zu seiner Verwunderung feststellte, dass im Mittel die Schätzungen näher am richtigen Wert lagen als die einzelnen Schätzungen für sich genommen. Damit war der Beweis erbracht, dass die Masse klüger war als das Individuum.

Der weise Leser wird merken, dass hier das Mittel des Grundgesamts aller Schätzungen verglichen wird mit zufälligen einzelnen Bewertungen. Analog könnte ich sagen, ich kann eine bessere Aussage über die Klimazone eines mir unbekannten Ortes machen, wenn ich ein Jahresmittel der Temperatur habe als wenn ich einen beliebigen Wert aus dem Jahr nehme. Natürlich ist der Mittelwert aussagekräftiger, weil die Extremwerte wegfallen, was als Fehlerkorrektur zu bewerten ist. Bei einem einzelnen Wert kann ich gar keine Fehlerkorrektur ausführen…

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Jörg WittkewitzPreferred Blog: wunder/schön

Sowas gibt’s nur im Netz. Vorhin einen schönen tweet als RT gesehen. Dann die Autorin gefunden. Hat ein Blog. Habe ich gelesen. Fast zwei Stunden lang. Sehr selten. Einige Texte habe ich zweimal gelesen. Sowas gab es noch nie. Diese Frau ist eine Wucht. Ich kenne sie nicht, aber ich beneide ihren Freund. Denn wer solche Texte schreibt, der trägt die Flügel nach innen. Und nur so kann man wirklich fliegen. Lest das. Sofort und später. Und nächste Woche auch noch! Liebe Honig, schreib ein Buch.
Probe:
Zu spät bemerke ich die nahende Bedrohung, die Abteilung für Obst und Gemüse. Ich bin ein Kind der Generation Cheeseburger, nach dem Krieg gab es ja sonst nichts, und wer braucht schon Vitamine, die machen nur albern. Doch in diesem Augenblick geschieht, was ich nie für möglich hielt. Ich habe in dieser Abteilung einen Seelenverwandten gefunden. Es ist: eine Avocado. Avocado Hass.


Jörg WittkewitzCheck-In: Realität oder Syndrom?

Weitgehend unter Ausschluß europäischer Wahrnehmung gab es vor 10 Tagen eine Konferenz zum Themenfeld Socialmedia und Location-Based-Services namens socialloco (loco ist übrigens das spanische Wort für verrückt, den eingeweihten Lesern aus dem Kunstwort cocoloco bekannt).

Social-Loco will dive into social and mobile web convergence, and what that means for SMB, big brands and consumers.

Anläßlich dieser Konferenz kam es zur Publikation folgender übersichtlicher Rieseninfografik zum Themenkomplex, das ihr erst zweimal anklicken solltet, damit es in voller Pracht erscheint… [Mehr]


Jörg Wittkewitz23 Prozent der Deutschen auf facebook aktiv

Kaum zu glauben, fast ein Viertel der Deutschen ist auf facebook aktiv. Und das, obwohl hinsichtlich des Themas Breitband schon 10 Kilometer hinter den größeren Städten in Deutschland das Tal der DSL-Ahnungslosen beginnt. Aber vielleicht ist das auch nur ein Hinweis auf die grassierende Landflucht – oder gar ein Grund? In Sachen Facebook Vision Usercontest (FSC) hat sich das Land der Dichter und Denker auf den 10. Platz vorgearbeitet. Seltsam allerdings, dass nur 30 Prozent der Onliner in Deutschland auf facebook sind. Könnte das mit der “german angst” um die Daten zu tun haben, die Menschen aus der Spackeria gern abtun mit dem Hinweis, dass es sowieso nichts mehr zu retten gibt im Web, was entfernt an die informationelle Selbstbestimmung erinnern könnte…

Und in Sachen Altersverteilung gibt es auch was zu sehen:

Achja, für die Statistik: CPC liegt bei 0,77$ und CPM bei 0,33 $.

Quelle: socialbakers


Katrin ViertelKinder und Smartphones

Katrin Viertel von medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es ums Thema Handy für Kinder: Ein Smartphone für Kinder – worauf sollten Eltern achten?

Meine Tochter ist zwölf Jahre alt und bewegt sich inzwischen recht selbstständig in der Stadt. Nun haben wir ihr ein Handy gekauft, damit sie uns im Notfall anrufen kann. Wie können wir verhindern, dass sie damit Blödsinn macht, zum Beispiel Fotos hochladen, oder dass sie Zugriff auf ungeeignete Inhalte bekommt?

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