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Kolumne

Jörg WittkewitzDas ruhige Leben in 5 Schritten

Anläßlich der 10 Tipps auf karrierebibel zum Start ins Wochenende fallen mir noch ein paar Punkte ein, die ich nur jedem empfehlen kann, der oder die ein wenig nach innerem und äußerem Frieden oder gar Gelassenheit sucht:

1. Suche Dir einen Tag pro Monat (warum nicht am Wochenende) an dem Du kein Medium nutzt (kein TV, Radio, Buch, Zeitung, Handy, Web). Wenn Du feststellst, dass Du nervös wirst und einfach mal “ein paar Freunde besuchen” möchtest, mach Dir klar, dass gerade Freunde nicht dazu taugen, die innere Leere zu füllen. Fahre dann NICHT zu ihnen sondern setzt Dich in Dein Zimmer und versuche die vielen Gedanken zu beobachten, die über Dir hereinbrechen, wenn Du keine Ablenkung per elektronischer Information oder gedrucktem Wort erlebst. Bewerte diese Ideen und Planungshandlungen nicht. Sie sind oft Ausdruck Deiner Unsicherheit gegenüber diversen Situationen, die noch nicht abgeschlossen sind. Wenn Du ein Instrument spielst, widme Dich ihm mal wieder. Malen oder Singen ist auch toll.

2. Lege Dich auf den Boden oder sitze entspannt im Sessel und versuche langsam zu atmen. Einfach mal 15 Sekunden einatmen und 15 Sekunden ausatmen. Zwischendurch bei jedem dritten Mal beim Ausatmen die Bauchmuskeln anspannen und die Luft langsam rauspressen und dann wieder den Bauch entspannen, sodass die Luft von “allein” eingeatmet wird. Wenn das klappt, einfach mal nach dem Ausatmen jedes 5. Mal die Luft vor dem Einatmen anhalten, also das Einatmen rauszögern.

3. Mach lange Spaziergänge. Wenn Du mit anderen spazierst, dann mach mit ihr oder ihm ab, einfach mal eine lange Zeit nicht zu reden und die Töne des Waldes oder der Wiese zu hören.

4. Iss mal zwei Tage lang nur Reis und eine einzige Gemüsesorte dazu. Kein Milchprodukt.

5. Früh ins Bett und früh aufstehen.

Ein Wochenende nach dieser Art ersetzt manchmal einen Urlaub und kann die Perspektive wieder dahin rücken, wo es uns gut tut.


Jörg WittkewitzLesetipps für den 4. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGERGATE „Bloggergate“ wird zur Schlammschlacht: Historische Zusammenfassung von bloggergate. Dass das tatsächlich Thema wurde….dachte immer dass das Blog tot sei, seit Robert Basic da weg sei…
  • THE DAILY & iPAD Alle Details zur Wunder-App namens The Daily: Nun ist sie raus, die bis dato am meisten gehypte iPad-App der Welt TheDaily von Rupert Murdoch. Hier alles Wissenswerte dazu…
  • OBAMA & ÄGYPTEN Why Obama has to get Egypt right: Der große Währungsmanipulator macht ja jetzt auf ethische Gesinnung, aber drückt ein paar passende Knöpfe dafür: Revolutions usually start with enthusiasm and end in tears. In the case of the Middle East, the tears could be avoided if President Obama stands firmly by the values that got him elected
  • iPHONE & DATENSCHUTZ Studie: iPhone-Apps spionieren Nutzer-Verhalten aus: Ähem. Wer hätte das gedacht: Forscher haben herausgefunden, dass die Hälfte aller iPhone-Apps ihre Benutzer ausspionieren. Sie werten Informationen aus, mit denen Nutzer ohne ihr Wissen identifiziert werden können.
  • FACEBOOK Studie: Wie deutsche Abgeordnete Facebook nutzen – oder eben nicht: Gerade einmal 23% der Bundestagsabgeordneten haben ein offizielles Facebook-Profil. In den untersuchten Landtagen sieht es noch düsterer aus: So haben in Schleswig-Holstein nur 6% der Abgeordneten ein Account auf Facebook.br /
    Noch ernüchternder ist die Nutzun
  • SOCIAL MEDIA Social Media-Metrics: 100 Wege Social Media zu messen: Das Messen von Kommunikationsmaßnahmen ist wichtig. Denn schließlich möchte ich ja wissen, ob die Kommunikation was bringt, also ob sie Wirkung entfaltet und ob sie für ein Unternehmen rentabel ist.
  • SOCIAL MEDIA Website audience measurement data being inflated: A KEY tenderer for the internet industry#039;s website audience measurement contract will today release a study that suggests local web publishers could be overestimating their online audiences by up to 170 per cen
  • AGYPTEN Ägypten: Journalisten, Blogger und das Internet: Viele Blogger sind nach Ägypten gereist, um ihre eigene Sicht der Dinge zu liefern. WDR.de sprach mit der früheren ARD-Korrespondentin Golineh Atai über Medien in Krisenregionen – und darüber, wie das Internet alles verändert.
  • FACEBOOK & WERBUNG Whitepaper: Facebook Werbung – Umgang mit den Ad-Berichten und deren effiziente Auswertung zur Optimierung von Ad Kampagnen: Eine eigene Facebook-Page innerhalb des größten sozialen Netzwerks in Deutschland ist für Unternehmen mit Social Media Ambitionen schon lange ein Muss. Aber die schönste Facebook-Page und die interessantesten Inhalte bringen wenig, wenn keiner von der Seite erfährt. Insofern man nicht schon über eine starke Marke verfügt, ist es oft mühsam eine ansehnliche Anzahl von Interessenten (Fans) für die eigene Page aufzubauen. Dass Facebook Ads dabei eine große Hilfe sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr
  • FACEBOOK & NUTZER Facebook Nutzerzahlen Februar 2011: 15 Millionen Nutzer in Deutschland: Zum 01.02.2011 sind über 15 Millionen (15.096.500) Deutsche auf Facebook aktiv, dass heißt sie haben sich in den letzten 30 Tagen mindestens einmal auf Facebook eingeloggt. Somit hat Facebook in den letzten 31 Tagen 1 Mio neue Nutzer hinzugewonnen. Erst im Juli 2010 hatte Facebook die 10 Millionen Nutzer in Deutschland erreicht.
  • THE DAILY Why the Daily iPad Newspaper Will Win, and Lose: here are the reasons the Daily won’t work, followed by the reasons it will. They’re both from the same guy
  • DATENJOURNALISMUSJonathan Stray » A computational journalism reading list: Data journalism is obtaining, reporting on, curating and publishing data in the public interest. The practice is often more about spreadsheets than algorithms, so I’ll suggest that not all data journalism is “computational,” in the same way that a novel written on a word processor isn’t “computational.” But data journalism is interesting and important and dovetails with computational journalism in many ways.

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Jörg WittkewitzDas Web ist das Cafehaus des 3. Jahrtausends?

Einer vielzitierten Geschichte des Philosphen Habermas nach entstand die moderne Öffentlichkeit in den Caféhäusern des 19. Jahrhunderts. Dort traf sich das Bildungsbürgertum und konnte sich analog dem antiken griechischen Bürgertum eines gewissens Reichtums und der daraus folgenden Muße befleißigen, um in Disputen und Diskussionen aus einer literarischen Kultur eine politische Öffentlichkeit zu entwickeln. Der geneigte Leser erkennt schnell in diesem Gedankengut, dass Habermas keineswegs davon ausging (ausgeht?), dass Öfffentlichkeit eine repräsentative Auswahl an Bevölkerung als notwendige Bedingung braucht. In den “emerging democraties”, die so wenig Unterstützung in ihrem Freiheitswillen erhalten wie Somalia Beachtung für seine Hungernden, wird das historisierte Modell des wenig lebenserfahrenen Habermas auf den Kopf gestellt. Konnte man dem “großen” Philosophen schon früher vorwerfen, dass Öffentlichkeit kein Begriff ist der in einer ständischen Gesellschaft besonders gut zu verankern ist. Da macht sein Hinweis auf die literarischen Quellen der politischen Öffentlichkeit im psychologisierenden Roman sowie der Belletristik überhaupt die ganze Sache auch nicht besser. Er hatte ein Vorhaben, dass er ex ante in die historischen Fakten hinein gelegt hatte: Die Vernunft muss am Werk sein. Denn er ist Rationalist und kann die Öffentlichkeit nur als Ausfluss der Vernunft begründen. Und so musste er die Balken der Historie zurechtbiegen. Ägypten weist noch weiter in eine ganz andere Richtung… [Mehr]


Parker HigginsTwilight landing at LAX

Netzpiloten Videotipp

I’ll take a seat in the front, please. This video documents a twilight landing over Los Angeles, passing over different parts of the lighted city for a final smooth touchdown. Landing over cities is always impressive for the passenger, but who knew this is what the pilot gets to see?

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Jörg WittkewitzMicrosoft “leiht” Suchergebnisse bei Google

Der Vorwurf wiegt schwer. Und Verantworliche von Microsofts Suchmaschine bing versuchen erst gar nicht, die Anschuldigungen zu verneinen: bing borgt sich bei Google immer dann die Ergebnisse aus, wenn die Nutzer Kauderwelsch eingeben, also Begriffe so falsch schreiben, dass die Suchmaschine gar nichts damit anfangen kann. Seit Google eine ähnliche Technologie wie die Lösung der deutschen Firma exorbyte eingebaut hat, kann Google nämlich ungefähr erkennen, was Legastheniker, Betrunkene oder andere notorische Falschschreiber wohl meinen könnten. Und auch bei Fachbegriffen aus der Wissenschaft können sich gern mal Fehler einschleichen. Wer kann schon all die griechisch- oder lateinischstämmigen Wörter fehlerfrei in einer Tastatur hacken?

In dem Fall zeigt Google immer eine zusätzliche Zeile über den Suchergebnissen an, dass es ein falsches Wort erkannt hat, wie bei Gynälologie, da kommt dann “Meinten Sie: Gynäkologie:” und dann folgen die Ergebnisse zu dem wahrscheinlichsten richtigen Begriff. Die Firma Exorbyte hatte vor einigen Jahren zu diesem Thema Bahnbrechendes mittels der Levenshtein-Distanz auf den Markt geworfen. Damit kann man – bei schnellen Rechnern – in hoher Geschwindigkeit, fehlende oder falsche Zeichen so ersetzen, dass ein bekanntes Wort aus einer lexikalischen Liste aller bekannten Begriffe erkannt wird. Nicht so bei bing… [Mehr]


Parker HigginsScale

Netzpiloten Videotipp

How big is the moon? It’s the biggest object in our night sky, but that’s because it’s closest. What would other familiar objects looked like if they were just as close? Animator Brad Goodspeed was curious, so he sketched something out and put together a beautiful visualization of other celestial objects orbiting the Earth at the distance of the moon.

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Jörg WittkewitzQuora – Was es ist und wird…

“Ach, das ist ja ein Quatsch. Ein Portal für Fragen und Antworten.” “gutefrage.net für Amis. Und?” Die abwertenden Urteile über quora.com sind Legion geworden. Da sie auch schon eine Menge an investitionswilligen Kapitalgebern anziehen, kommt noch neben der Häme der Neid dazu. Es wird also Zeit für die Netzpiloten einen eigenen Blick drauf zu werfen.

Wer bereits einen facebook- oder twitter-account hat, kann sich damit anmelden und nach Wunsch auch seine Freunde oder Follower mitnehmen. Das war schon mal nett, weil ich so auf einen Schlag mehr als 150 Kontakte dort hatte. Gemäß dem twitter-Prinzip kann ich denen dort folgen, und kriege so als Neuling vor allem mit, welchen Themenbereichen (topics) oder einzelnen Fragen sie “folgen” (beobachten). Kommen neue Antworten oder Fragen zu Themen, werde ich benachrichtigt. Dann entscheide ich mich selber für Interessensgebiete oder offene Fragen von der Art “Explain the difference between social business and enterprise 2.0″. Die Antworten dort kommen wie im Moment auch die meisten Fragen aus den Bereichen, die sowieso das Netz intensiv nutzen: Webdesign, Entwicklung, Computerwelt allgemein, Marketing, PR, HR, Journalisten, Schreiberlinge, Berater aller Art. Es wäre hilfreich für Lehrinstitutionen, Schüler und Studenten und die berufliche Weiterbildung…

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Parker HigginsAuto-tune: Steve Jobs, Original iPhone

Netzpiloten Videotipp

Steve Jobs’ Reality Distortion Field is legendary. And in a way, it’s not too different from auto-tune: both take sources that may be mundane and transform them into something perfect, ironing out any objections a person might raise just by smoothing out the presentation. That must be why this “song” featuring Steve’s announcement of the original iPhone on vocals is such a perfect fit.

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Björn RohlesSeries-Netlabel: Elektro-Klänge aus Lateinamerika

In den Weiten des Webs tummeln sich eine Unmenge von Netlabels, die spannende Musik veröffentlichen. Eines davon stelle ich euch heute vor: Series Media, das sich auf elektronische Musik aus Lateinamerika spezialisiert hat.

Series ist ein Netlabel aus Medellín im Nordwesten Kolumbiens, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstlern ohne Plattenvertrag ein Forum zu bieten – meist elektronische Musik, stilistisch im Bereich von Minimal und Ambient verordnet. Wie für Netlabels typisch, stehen alle Werke auf Series Media unter einer Creative-Commons-Lizenz – in ihrem Fall die BY-NC-ND. Alle Veröffentlichungen kommen mit eigenem Artwork und ordentlichen id3-Tags. [Mehr]


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