Amicella

KOLUMNEN

Kolumne: Miriam Pielhau

GastpilotVoting: 5 digitale Geschäftsmodelle

1. Like-Machine

Wer sagt denn, das virtuelle und reale Welt immer getrennt zu betrachten sind? Im Coca-Cola Village, ein vom amerikanischen Getränkehersteller errichtetes Erlebniscamp in Israel, werden sie zusammengeführt. Und zwar über die von E-dologic entwickelten “Like-Machines“ vor Ort, die wiederum direkt mit dem Social Network Facebook verbunden sind. Die bekannte Facebook Like-Funktion kann dabei von den jugendlichen Besuchern durch spezielle RFID-Armbänder im Village in Echtzeit genutzt werden. Wem beispielsweise gerade Pool, Essen oder Massage im Coca Cola-Village gefällt, hält einfach sein Armband mit den gespeicherten Facebook-Nutzerdaten an die Like-Machine. Dadurch wird eine Statusmeldung erstellt, in der zu lesen ist, wie gut das jeweilige Angebot ist. Ebenso können an den Stationen Fotos vom Camp direkt auf die Seite hochgeladen und getaggt werden. Fazit: Ein schnell adaptierbares, nützliches Tool, das weltweit bei Events zum Einsatz kommen kann…

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Jörg WittkewitzLesetipps für den 7. September

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.


Jörg WittkewitzVideo: Rethink Identity & Participation

Ein tolles Video mit Seltenheitswert.

Sherry Turkle, Professor of the Social Studies of Science and Technology, MIT und

Henry Jenkins, Professor of Communication, Journalism, and Cinematic Arts, USC, diskutieren über den besonders heiklen Part der Partizipation mit dem noch heikleren Bereich der Identität(en) im Web…

Wundert Euch nicht, wenn Ihr die Namen nicht kennt, die aktuell gehandelten Webgurus haben noch studiert als diese hier ihre ersten Bücher über Menschen am Computer und in Datennetzen publizierten.
MIT Tech TV


Jörg WittkewitzMedien in Geiselhaft

CanettiLieber eine sichere Kirche voll von Gläubigen als die unsichere ganze Welt.“ Elias Canetti

Wer die letzten Tage eine Zeitung aufgeschlagen hat oder den Fernseher abends einschaltete kam nicht umhin, an das Stockholmsyndrom zu denken. Da war ein Mann zu sehen oder zu lesen, der kostenlos mit aufwendig abgezirkelten Stammtischparolen für ein Machwerk werben konnte, das weder inhaltlich noch methodisch Innovatives zur gesellschaftlichen Diskussion beitragen kann. Und die Geiseln hatten ein wirkliches Interesse an den unlauteren Motiven des Geiselnehmers – sie waren fast versucht, etwas zutiefst Menschliches in ihm zu finden. Fast wie der schwarze Ring, der brandneue Verein der philantropischen Täterschützer.

Man könnte an die alten Interessensgruppen denken, die Ressentiments schüren wollen, um von ihren Geschäften abzulenken, man könnte auch an die hochnotpeinliche Bewegung der heiligen Inquisition denken, die im Gewand des ewigen Bürgerlichen auf der Suche nach der Mitte den Einen oder Anderen auf den Scheiterhaufen der traditionellen Presseerzeugnisse stellt. Alles was im Wandel begriffen ist, muss ja dort sowieso schon seit Jahrzehnten immer wieder mit mental fragwürdigen Brandbeschleunigern zum Lodern gebracht werden… [Mehr]


Julia Malz„Töte nicht den Boten“ – Denn das macht ihn berühmt

Schon in der Antike wurden die Überbringer schlechter Nachrichten geköpft. Im Falle Thilo Sarrazins, das derzeitige enfant terible der politisch-kulturellen Szene, ist das Schafott schon poliert und strammgezogen, die sterile Plane schon ausgelegt, damit der schön polierte Boden auch keinen unansehlichen Spritzer abbekommt, wenn er rollt, der Kopf des Bundesbank-Vorstandes.

Ein SPD-Politiker. Auch das noch. Und so ganz nebenbei auch Autor des in Deutschland wahrscheinlich (un)populärsten Sachbuchs: „Deutschland
schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
“.

Im Angesicht der geschliffenen Klinge spricht Sarrazin inzwischen auch mal von beachtlichem psychischem Druck. Fest steht, dass ihm, dem zähen Sysiphos der
politischen Provokation, der Kopf abgeschlagen wird.
Ja, Provokateur Sarrazin ist die derzeit nachhaltigste Störfrequenz in unserer korrektsauren Diskurskultur. Da kann sogar der frisch gebackene Bundespräsident Wulff gleich mal mächtig mitmischen und das internationale Ansehen Deutschlands in der aktuellen Diskussion gleich auch noch mit auf die Bühne heben.
Denn Schwester Thilo ist im Fetisch-Fummel in unser Integrationskloster gelaufen und hat die Nietenpeitsche knallen lassen. Dass er mit dieser Aktion tatsächlich schwerwiegende Verfehlungen begeht, steht ausser Frage und soll hier nicht entschieden werden. Ist es doch viel interessanter zu beobachten, wie die Hinrichtung des Besessenen arrangiert und
exekutiert wird… [Mehr]


Volker Agüeras GängDer GoogleStreetView-Film

Ich bin zwar kein uneingeschränkter Befürworter von Google Street View (auch kein absoluter Gegner, sondern eher noch im Meinungsbildungsprozess befindlich), aber dieser ziemlich prozessorintensive HTML5-Film ist dermaßen inspirierend, dass ich Streetview doch ein wenig dankbar bin, dass es uns das Bildmaterial dafür geliefert hat. #WHOWEFFEKT #ganzgrosseskino
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