KOLUMNEN

Kolumne

Jörg WittkewitzStefan Schultz über Fragen der Energiewende

Der Spiegel-Redakteur Stefan Schultz erklärte auf der re:publica11 seine Sicht auf die Energiewende, Smart Grids sowie Smart Metering (also das Verbinden von Web und Stromverbrauchsmessung):

Transkription / Stefan Schultz:

Wie funktioniert ein intelligentes Stromnetz?

Technisch funktioniert es genauso wie im realen Internet. Es gibt Switches und Router, also Schnittstellen mit denen man einzelne Rechner oder Netzwerke vernetzt. Es gibt Geräte im Haushalt, sogenannte schlaue Stromzähler und schlaue Stecker, mit denen man jedes einzelne Haushaltsgerät ans Internet andocken kann. Dadurch ist dann alles mit allem vernetzt und die Geräte können ganz normal über das Internet kommunizieren. Es gibt auch schon Anwendungen, dass z.Bsp. ein Stromzähler mir einmal am Tag per Tweet mitteilt wie viel ich heute verbraucht habe, oder mein Verbrauch wird an Facebook geschickt damit so z.Bsp. in einer Community geguckt werden kann, wer der coolste Stromsparer ist.

Kommt es nach Fukushima nun zu einer ökologischen Energiewende?

Ich denke schon, dass die Katastrophe von Fukushima ein Umdenken in Deutschland ausgelöst hat. Was davon nachher politisch umgesetzt wird ist noch nicht ganz raus. Da wird ja im Moment eher wieder zurückgerudert. Aber ich denke schon, dass ziemlich hoher Druck da ist relativ rasch aus der Kernenergie und natürlich auch aus der Kohlekraft auszusteigen, damit wir das Klima schützen. Wenn man beides machen will braucht man diese schlauen Stromnetze von denen ich heute hier gesprochen habe, weil wenn keine Kohle- und keine Atomkraft mehr zur Verfügung stehen dann habe wir einen sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien in den Netzen. Diese sind sehr schwankend. Wenn gegebenenfalls viel Strom gebraucht wird, kann es passieren, dass die Sonne gerade nicht scheint. Über die schlauen Stromnetze wäre es möglich, wenn die Nachfrage vom Strom am höchsten ist, gewisse Geräte dann nicht anspringen zu lassen, sondern diese beispielsweise morgens oder abends zu aktivieren. Man kann z.Bsp. ein Schwimmbad ein bisschen stärker heizen als vorgesehen, also die Temperatur erhöhen, wenn gerade viel Strom da ist, und wenn gerade eine Flaute zur Mittagszeit ist, kann man es abschalten. So spart man Energie ein und kann mit den erneuerbaren Energien besser auskommen.


Andreas WeckPhishing via facebook oder twitter

Mit dubiosen Meldungen von Freunden treten seit einiger Zeit viele Facebooknutzer in die Phishing-Falle. Es wird versprochen, dass man durch die Vergebung seines „i like“ für einen sogenannten Stalker-App, sämtliche Profilaufrufe seiner Besucher sehen kann. Eine Funktion, die Facebook im Gegensatz zum deutschen Pendant StudiVZ, gar nicht unterstützt…

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Jörg WittkewitzLesetipps für den 19. April

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • re:publica Die Bloggerkonferenz re:publica – kein Ort für Kulturpessimisten: Cicero Online traf den Journalisten und Verleger der Wochenzeitung „Der Freitag“ Jakob Augstein auf der re:publica und sprach mit ihm über die Zukunft des klassischen Journalismus, picklige Nerds und kulturpessimistische Rückwärtsgewandtheit.
  • GOOGLE CHROME OS Google’s Chrome OS Windows rival to launch in May?: In a new step forward for the development of Google’s operating system, Chrome OS, a “stable” version of the software has been released.br /
    Although Google has always been keen to emphasise that Chrome OS will be closely integrated with any hardware on which it is running, this new tag implies that it is theoretically ready to ship commercially.
  • re:publica re:publica 11 – eine Bloggerkonferenz ohne Visionen und Konzepte : Letzte Woche durfte ich überraschend und kurzfristig auf die re:publica 11 fahren. Weil die Nachricht erst eine Woche zuvor kam, war ich ohne große Erwartungen hingefahren – außer liebe Menschen zu treffen, tolle Gespräche zu führen. Inhaltlich war ich recht frei, auch nach einem Blick in den Sessionplan. Also fuhr ich recht entspannt nach Berlin … und kam zwiegespalten zurück.
  • SOCIALMEDIA SocialMedia ROI Case Studies:
  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! – AK Vorrat fordert europaweites Vorratsdatenspeicherungs-Verbot (18.04.2011): Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, welche die verdachtslose Aufzeichnung von Verbindungs-, Standort- und Internetzugangsdaten aller 500 Mio. Europäer vorsieht, ist die tiefgreifendste und unbeliebteste Überwachungsmaßnahme in der Geschichte der EU.
  • REZENSION The Internet: For Better or for Worse: Großrezension der Bücherbr /
    The Master Switch: The Rise and Fall of Information Empires by Tim Wu and
    The Net Delusion: The Dark Side of Internet Freedombr by Evgeny Morozov
  • ANONYMOUS Internetguerilla: Pizzas und Kanonen: Die Hackerguerrilla Anonymous begann als als Spaßbewegung und wurde zu einer politischen Bewegung. Wer im Internet den Hass des ungreifbaren Kollektivs zu spüren bekommt, sollte sich in Acht nehmen

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Jörg Wittkewitzre:publica11: Digital Gesellen schaffen

Auf der re:publica in Berlin geht es immer um das Ganze: den Menschen, am besten in Gruppen, in großen Gruppen – die größte Gruppe ist die Gesellschaft, zumindest dort wo es keine nationalen Grenzen gibt, im Internet.

Was die Gesellschaft ist, das ist keinem so ganz klar. Es sind zumindest deutlich mehr als nur mehrere Menschen…

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Andreas WeckVIDEOTIPP: Logorama

Netzpiloten Videotipp

The movie Logorama tells the story of two Michelin men cops chasing a gun-toting and child-kidnapping Ronald MacDonald through an over-marketed world built only from logos and real trademarks.

Watch it after the click!

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Gunnar SohnTodesfalle Gespräch

Bei rund 600 Millionen Mitgliedern, die bei Facebook registriert sind, bekommt die Bild-Zeitung jetzt ein unendliches Reservoir für neue Schlagzeilen. Die Wahrscheinlichkeit dürfte hoch sein, dass im Mark Zuckerberg-Imperium wohl alles unterwegs ist, was die Psycho- und Kriminalszene so zu bieten hat: Pädophile, Massenmörder, Amokläufer, Stalker, Diebe, Vergewaltiger, Heiratsschwindler, Bettnässer und auch Boulevard-Journalisten…

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Katrin ViertelMit 11 Jahren bei facebook?

Mein Sohn ist erst elf, also zu jung für Facebook, das eine Anmeldung erst ab 13 Jahren gestattet. Nun hat er schlicht gelogen, um sich ein Profil einzurichten. Ich habe es bemerkt und verlangt, dass er die Seite löscht. Er weigert sich. Soll ich ihm jetzt den Computer ganz verbieten?

Das ist vermutlich keine gute Idee. Wenn Sie ihrem Sohn das Benutzen des Computers zu Hause verbieten, wird er ganz sicher Wege finden, sich woanders Zugang zu verschaffen. Und ist es einmal in den „Untergrund“ abgetaucht, bemerken Sie erst mal gar nichts mehr von dem, was das Kind online tut…

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