Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. November

In unseren Lesetipps geht es um Netzneutralität, mobile Fotografie, das Leistungsschutzrecht, festliches Social Media und ein Projekt der hr-Volontäre. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Deutschlandfunk: Von Datenstaus und Monopolen: Vor dem Provider sind alle Daten gleich - oder nicht? Internetbetreiber wie die Deutsche Telekom möchten mit Online-Diensten kooperieren, um am Geschäft im Internet mitzuverdienen. Aktivisten und Verbraucherschützer warnen vor einem Zwei-Klassen-Internet. In einem hörenswerten (und nachlesbaren) Beitrag hat sich unsere Autorin Jenny Genzmer im Rahmen ihres Volontariats mit der Debatte um Netzneutralität auseinandergesetzt.

  • FOTOGRAFIE LightBox: How Smartphones Have Changed the Way We Experience Photography: Im Lightbox genannten Foto-Blog der New York Times hat Krystal Grow einen lesenswerten Artikel über die Wirkung von Smartphones auf unsere Wahrnehmung von Fotografie geschrieben. Schon immer war Fotografie das Ergebnis der technischen Möglichkeiten und mit den Smartphones hat nun jeder Mensch die Möglichkeit ein Foto zu machen. Und nicht nur eins. In der Masse der so einen Auftrieb erfahrenen Fotografie finden sich neue Kunstwerke wieder, die auf das Teilen der Erfahrung setzen und nicht des Moments, der bei den bisherigen Produktionsmethoden im Vordergrund stand.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Internet-Law: Grüne und Linke fordern Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseerzeugnisse: Die beiden im Bundestag vertretenden Oppositionsparteien haben gemeinsam einen Gesetzesentwurf auf Abschaffung des von Anfang an viel kritisierten Leistungsschutzrecht für Presseverlage gestellt. Leider trat genau das ein, was Kritiker stets betonten: Google wird die Muskeln spielen lassen, die Presseverlage dann einknicken und am Ende wird das Gesetz vor allem auf Startups eine Innovation verhindernde Wirkung haben. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die SPD reagiert. Als Oppositionspartei war sie selbst dagegen, jetzt kann sie den Worten als Regierungspartei auch Taten folgen lassen.

  • SOCIAL MEDIA CNET: Facebook, Twitter ruining Christmas, says bishop: Vor dem von Traditionen geradezu übersprudelnden Weihnachtsfest ist stets eine gute Zeit, einmal in Ruhe über neue Angewohnheiten nachzudenken. Manche kommen dabei zu dem wenig überraschendem Ergebnis, dass diese modernen Medien vielleicht etwas unpersönlich sind. Ein britischer Bischof hat sich deshalb vorgenommen, zur Weihnachtszeit auf die sozialen Netzwerke zu verzichten und liebe 60 handgeschriebene Grußkarten zu versenden. Eine nette Geste, über die man zu Weihnachten nachdenken kann, gleich nachdem man ergründet hat, warum diese nette Idee einen Artikel wert war.

  • NACHTAKTIV Hessischer Rundfunk: 8 mal nacht: Im morgendlichen Krautreporter-Newsletter habe ich die Website "8 mal nacht" der Volontäre des Hessischen Rundfunks gefunden, die acht verschiedene Arten zeigen, wie man die Nacht verbringen kann. Für manche der Nachwuchsjournalisten eine persönliche Grenzerfahrung, sei es beim Telefonsex, der Sauftour oder dem nächtlichen Training im Fitnessstudio. Was an sich ein Übungsprojekt ist, stellt sich zugleich als sehr lesenswertes und schick dargestelltes Rechercheexperiment heraus, dass interessante Einblicke in die hessische Nacht gibt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 25. November

In unseren Lesetipps geht es um Social Media in der Politik, Community im Journalismus, Datenschutz und Big Data, die Arbeitswelt, sowie Flickr. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Tagesspiegel: Die Kommunikation über Soziale Netzwerke steigt: Trotz der jährlichen Empfehlung in den Berichten der amtlichen Datenschützer, auf die Nutzung von Social Media zu verzichten, setzen immer mehr Ministerien auf die Kommunikation in den sozialen Netzwerken, wie Christian Tretbar im Tagesspiegel zeigt. Ob und wie aber kommuniziert wird, hängt von den jeweiligen Hausleitungen ab und nicht in den sozialen Netzwerken zu sein, kann auch eine Form von Medienkompetenz sein, wie ausgerechnet die Bundeskanzlerin zeigt (wobei sie als Person anders als ein Ministerium zu bewerten ist).

  • KRAUTREPORTER Zeit Online: "Das Produkt des Journalismus ist die Community": Auf Zeit Online findet sich ein Interview von David Schmidt mit Jessica Weber und Frederik Fischer von den Krautreportern über das Thema Community. Ein immer wichtiger werdendes Thema im Journalismus, das besonders bei den Kraureportern ausgetestet wird, denn hier haben nur zahlende Abonnenten die Möglichkeit Kommentare zu lesen und zu schreiben. Und auch nur sie werden zu den bisher sehr interessanten Community-Abenden eingeladen, die für mich bisher, trotz der guten Texte, den eigentlichen Mehrwert einer Krautreporter-Mitgliedschaft ausmachen.

  • DATENSCHUTZ Blog von Tabea Wilke: Was ihr wollt: In ihrem Blog kommentiert Tabea Wilke ein Studienergebnis, wonach fast alle Internetnutzer bereit sind, ihre Daten den Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Wilke zeigt auf, dass wenn nicht Big Data das eigentliche Problem ist, also die Erhebung und Verarbeitung von Daten, sondern nur das Geschäft damit, die Unternehmen mit verstärkter Transparenz über den Umgang mit unseren Daten auf die gesellschaftliche Debatte um einen zeitgemäßen Datenschutz antworten müssen. Denn der Zielkonflikt steckt im Bereich Datenschutz und dem Geschäft mit den Daten und weniger unserer Nutzung von datenproduzierenden Diensten.

  • ARBEITSWELT Cicero Online: "Die westliche Unternehmenskultur beruht auf Stress, Schlafentzug und Burnout": Auf Cicero.de finde sich ein interessantes Interview mit Arianna Huffington. Im Grunde geht es um ihr neues Buch, aber eben auch um das grundlegende Thema, die ihrer Meinung nach falschen Definition von Erfolg in unserer Gesellschaft und die moderne Arbeitswelt. Zwei Bereiche, die sich zumindest in den westlichen Industrienationen ähneln und laut Huffington neu gedacht werden müssen. Huffington erfindet das Rad nicht neu, doch der "Spitzen-Unternehmerin", wie der Cicero schreibt, lohnt sich immer zuzuhören. Sie benennt interessante Punkte, die diskutiert werden können.

  • FLICKR CNET: Some photographers bristle over Flickr's selling of photos: Auf CNET schildert Richard Nieva die neueste Kontroverse um Flickr und das mehr Nutzungsfreiheit bietende Lizenzmodell Creative Commons. Flickr hat angefangen, Leinwandkopien von Flickr-Fotos zu verkaufen. Wer sein Foto unter dem klassischen Copyright veröffentlicht hat, bekommt 51 Prozent des Gewinns. Die Fotografen, die ihre Fotos unter Creative Commons der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben, bekommen gar nichts. Der Ärger ist vorprogrammiert, hat aber nichts mit Creative Commons zu tun. Die meisten Fotografen haben nämlich gar nichts gegen die rechtskonforme Nutzung von Flickr, sondern hätten sich von Yahoo als Plattformbetreiber nur ein alle Fotografen fairer behandelndes Vorgehen gewünscht. Jetzt wirkt es so, dass die der Gesellschaft Freiheiten einräumenden Fotografen bestraft werden. Nicht von der Gesellschaft, sondern von Yahoo.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 24. November

In unseren Lesetipps geht es um den Bewertungskapitalismus, das Interesse für IT-Berufe, wie aus Marken Medien werden, die Abnahme des TV-Konsums durch Streaming und einen Antrag des Europäischen Parlaments. Ergänzungen erwünscht.

  • BEWERTUNGEN Spiegel Online: Uber, Airb'n'b & Co.: Bewertungskapitalismus statt Regulierung?: Bewertungen sind inzwischen zur Grundlage unseres Handelns im Internet geworden. Doch sie entscheiden nicht nur darüber, ob wir ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, sondern der bewertungsbasierte Kapitalismus entscheidet auch darüber, ob Einzelpersonen oder sogar ganze Unternehmen ihr Geschäft fortführen können, wie Christian Stöcker schreibt. Wer würde schließlich in ein Auto bei Uber einsteigen, dessen Fahrer nur mit zwei Sternen bewertet wurde? Laut Stöcker könne so die Regulierung durch Gesetze und Behörden wegfallen. Stattdessen würden sich die Qualitätsstandards crowdbasiert durch Bewertungen ergeben. Was gut bewertet wird, ist schließlich auch gut. Lediglich die Kunden, die dann ständig aufgefordert werden würden, alles zu bewerten, dürften genervt sein.

  • IT-BERUFE Golem: Studie: Mädchen interessieren sich quasi gar nicht für IT-Berufe: Laut einer aktuellen Studie interessieren sich nur 0,5 Prozent der Schülerinnen für einen Beruf in der IT. Bei den Jungen sind es immerhin sechs Prozent. Das Ergebnis ist verheerend, bedenkt man, dass mit aufwendigen Aktionen wie dem Girls Day massiv für Berufe aus den Bereichen Technik und den Naturwissenschaften geworben wurde. Alleine in diesem Jahr nahmen an diesem mehr als 100.000 Mädchen teil. Insgesamt entsprechen die Ergebnisse der Studie weitgehend dem "klassischen Rollenmuster".

  • MARKEN Dirk von Gehlen: Marken werden Medien: Anhand des Fußballspielers und WM-Torschützen Mario Götze beschreibt Dirk von Gehlen, wie Marken zu Medien werden. Schon längst ist Götze nicht mehr nur ein Fußballspieler oder die Werbeikone eines Unternehmens, er ist selber ein Medium. Auf Instagram erreicht Götze mit seinen Bilder und kurzen Videos beispielsweise mehr als 2,2 Millionen Follower. Mehr als 100.000 Fans liken durchschnittlich seine Bilder. Dazu betreibt der Fußballspieler eine eigene Website, die einem Magazin ähnelt. Somit ist aus der Marke Mario Götze ein Medium geworden. 

  • STREAMING DIE WELT: TV-Konsum nimmt durch Filmstreaming ab: Mit Netflix, Maxdome und Co. verändert sich der Fernsehkonsum. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des High-Tech Verbandes Bitcom. Momentan schauen laut der Umfrage ca. 40 Millionen Deutsche Online-Videos und jeder dritte Nutzer von Videostreaming verzichtet komplett oder teilweise auf das klassische Fernsehen. In den USA hat sich der TV-Konsum mittlerweile sogar um 20 Prozent reduziert. Dadurch müssen sich Sender und Produzenten auf eine veränderte Medienwelt einstellen. Neben den kostenpflichtigen Streaminganbietern verstärken auch die illegalen Streamingportale wie kinox.to oder movie4k.de den Streaming-Trend.

  • GOOGLE CNet: European Parliament to call for breakup of Google, report says: Das EU-Parlament erwägt den Suchmaschinenriesen Google zu zerschlagen – das geht aus einem Report der Financial Times hervor. Dafür sollen die Abgeordneten einen Antrag bei der Europäischen Kommission gestellt haben, die hierüber entscheidet. Unterstützt wird der Antrag von der christdemokratischen Europäischen Volkspartei und den Sozialdemokraten. Ob die Europäische Kommission dem Antrag folgen wird, ist aber unwahrscheinlich, da diese bereits seit vier Jahren gegen Google ermittelt und angekündigt hat, das Wettbewerbsverfahren beizulegen. Am Donnerstag soll nun erst mal im Parlament über den Antrag abgestimmt werden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 21. November

In unseren Lesetipps geht es um die Digitalisierung von Büchern, das Geheimnis der Passwörter, Uber, Erfahrungen mit dem Smart Home und Amazons Snapchat-Experiment. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALISIERUNG Wired: Allen B. Riddell digitalisiert Bücher, deren Regelschutzfrist abgelaufen ist: Die Netzpiloten-Autorin Katharina Brunner berichtet auf Wired.de über die Digitalisierung von gemeinfreien Werken. Ab dem ersten Januar nächsten Jahres werden nämlich die Werke von 1280 Autoren gemeinfrei. Da der Aufwand, all diese Werke zu digitalisieren, sehr hoch ist, hat Allen B. Ridell nun ein Algorithmus entwickelt, der die Werke mit Wikipedia abgleicht und basierend darauf ein Ranking erstellt, welches angibt, welche dieser Werke für die Allgemeinheit am wichtigsten sind. Zwar ist der Algorithmus noch lange nicht perfekt, doch vereinfacht er die Arbeit der Freiwilligen, die die Werke mit viel Mühe digitalisieren.

  • PASSWÖRTER New York Times: The Secret Life of Passwords: Jeder hat sie, jeder benutzt sie täglich: Passwörter. Mit ihnen werden Dokumente, Daten und vieles mehr vor unerlaubtem Zugriff geschützt. Doch auch wenn diese somit hauptsächlich zweckmäßig verwendet werden, steckt hinter ihnen oftmals weitaus mehr. Wie Ian Urbina in einer Reportage für die New York Times untersucht hat, verstecken sich in den Passwörtern unsere persönlichen Hoffnungen und Träume, unsere liebsten Erinnerungen und die tiefsten Bedeutungen. Oft verraten die Passwörter sogar mehr, als unsere Accounts hinter ihnen.

  • UBER Gründerszene: 7 Gründe, warum Uber auf dem besten Weg zum Mobilitätsgiganten ist: In den letzten Tagen hatten wir bereits zwei Mal einen Artikel über den Taxi-Konkurrenten Uber in den Lesetipps. Auch heute wollen wir euch einen interessanten Artikel über das Startup nicht vorenthalten, denn über Uber wird momentan einfach viel spannendes geschrieben. So hat Gründerszene nun sieben Gründe genannt, warum Uber auf dem besten Weg ist, der nächste Mobilitätsgigant zu werden. Trotz der negativen Presse in dieser Woche seien die zukünftigen Aussichten weiter rosig, wie sowohl die Wachstumsaussichten als auch die Möglichkeit weiteres Kapital zu erhalten, zeigen.

  • SMARHOME Golem: Smarthome: Das intelligente Haus wird nie fertig: Das Smart Home ist im Trend. Doch ist der Aufbau und die langfristige Anwendung eines vernetzten und intelligenten Zuhauses auch praktikabel? Ein Erfahrungsbericht auf Golem erklärt die Vorzüge, aber auch Nachteile und Herausforderungen des Smart Homes. Von der Planung über die schrittweise Umsetzung zeigt der Bericht, dass einmal angefangen das Smart Home süchtig macht und man nicht mehr aufhören kann sein Zuhause nach und nach weiter zu vernetzen und intelligenter zu machen.

  • AMAZON CNet: Amazon uses Snapchat to send exclusive deals: In nur einer Woche findet der alljährliche "Black Friday" statt. Der Online-Versandhändler Amazon versucht sich im Rahmen des Shopping-Events dieses Jahr an einer neuen Form der Promotion. Via der Instant-Messaging App Snapchat verschickt Amazon von nun an Geschenkideen, Empfehlungen und exklusive Deals. Der Versandriese verstärkt damit seine Präsenz in den sozialen Medien – vor allem im mobilen Segment. Mittlerweile kaufen bei Amazon mehr als die Hälfte aller Nutzer über mobile Endgeräte ein. Amazon möchte deswegen nun auch versuchen hierüber die Kunden zu erreichen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Niklas Möller5 Lesetipps für den 20. November

In unseren Lesetipps geht es um Apples Plan mit Beats Music, mobile Suchergebnisse von Google, erfolgreiche Blogs, Netzneutralität und den gescheiterten Freedom Act. Ergänzungen erwünscht.

  • APPLE New York Times: Apple's Plans for Beats Music Start to Take Shape: Apple plant, Beats Music in seine Geräte einzubauen. Ziel des Unternehmens ist es, gegen den Wunsch der Musiklabels die Gebühren des Streaming Services für Konsumenten von zehn Dollar auf fünf Dollar im Monat zu senken. Wegen der hohen Menge an kostenloser Musik im Internet bei Spotify und YouTube haben zuletzt viele Musiker ihren Frust kundgetan. Wie die Financial Times berichtet, möchte Apple Beats ab März 2015 in iOS aufnehmen. Bislang hat das Unternehmen keine Stellungnahme zu diesem Vorhaben abgegeben.

  • GOOGLE PHP Magazin: Google überarbeitet seine mobilen Suchergebnisse: Google plant offenbar, für mobile Geräte designte Seiten speziell zu markieren. Auf diese Weise soll es Nutzern künftig möglich sein, sofort zu erkennen, ob eine Webseite für die Nutzung durch Smartphones optimiert wurde. Google hofft, dass Webdesigner fortan mehr Seiten speziell für mobile Geräte konzipieren, um den Smartphone Besitzern das Internet zu erleichtern. Es ist sogar eine Überlegung von Google, diese in das Suchmaschinenranking miteinzubeziehen.

  • JOURNALISMUS OSK: Mit Vergnügen: Matze Hielscher und Pierre Türkowsky haben 2010 in Berlin das digitale Stadtmagazin "Mit Vergnügen" gegründet. Darin empfehlen sie Partys, Ausstellungen, Filme und Musik in der Hauptstadt. Inzwischen schreiben über 20 Autoren an dem Projekt. Im Interview erzählt Matze Hielscher, wie es zu dem Blog gekommen ist, auf welche Weise man an seine Inhalte kommt und welche Art von Beiträgen die höchste Reichweite erzielt. Er berichtet weiter, wodurch man mit einer journalistischen Seite Geld verdient und warum die Art der Ausbildung für ihn dabei keine Rolle spielt.

  • NETZNEUTRALITÄT The Drum: Net neutrality could be ‘competitive advantage’ for Europe if 'wrong' decision made in US, says Baroness Joanna Shields: Joanna Shields, die Digitalberaterin des britischen Premierministers, unterstützt Obamas Standpunkt zur Netzneutralität. Sie wünscht sich mehr Regeln, um die Offenheit des Internets weiterhin zu gewährleisten, denn anderenfalls könnte dies in eine falsche Richtung führen, was einen Wettbewerbsvorteil für Europa nach sich ziehen könnte. In der letzten Woche hat sich Präsident Obama für striktere Regeln zum Thema Netzneutralität stark gemacht, nachdem einige Provider die Möglichkeit verkündet hatten, besser bezahlten Datenverkehr zukünftig eventuell zu bevorzugen.

  • FREEDOM ACT Heise: NSA-Skandal: Republikaner verhindern "Freedom Act" zur Beschränkung der NSA-Befugnisse: Die Republikaner haben den Versuch der Demokraten blockiert, mithilfe des Freedom Acts die Datenspionage der NSA zu begrenzen. Die Möglichkeit, Telefondaten zu sammeln, sollte mit dem Gesetz eingeschränkt werden, ebenso wie der Zugriff des US-Geheimdienstes auf die Standortdaten von Providern. Die Republikaner begründeten ihre ablehnende Haltung damit, dass die USA anderenfalls nicht mehr vor Terroranschlägen geschützt werden könnte. Datenschützer hielten das Gesetz sogar noch als zu schwach, da die NSA trotzdem weiter hätte Daten sammeln dürfen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 19. November

In unseren Lesetipps geht es um unser Handyverhalten, Uber und Journalisten, die Bundesdatenschutzbeauftragte, die Verschlüsselung von WhatsApp und das Internet vor 20 Jahren. Ergänzungen erwünscht.

  • HANDYVERHALTEN Gründerszene: Studie: Der ständige Griff nach dem Smartphone – ab wann ist es eine Sucht?: In einer groß angelegten Studie haben Forscher das Handyverhalten untersucht. Hierfür stellte diese Anfang des Jahres eine App bereit, die das Handyverhalten der Nutzer analysierte und anonymisiert an die Forscher übertrug. Nun wurden erste Ergebnisse der Studie veröffentlicht, an der mehr als 200 000 Menschen teilnahmen. So nutzen die Menschen ihr Handy durchschnittlich drei Stunden am Tag, wovon 12 Prozent ihr Handy sechs Mal in der Stunde, also alle zehn Minuten, nutzen. Eine lange Zeit, weswegen die Forscher daran arbeiten, wie man ein solches Verhalten verhindern kann.

  • UBER Spiegel Online: Uber: Emil Michael sinniert über Schmutzkampagne gegen Journalisten: Buzzfeed berichtet, dass Uber-Manager Emil Michael gedroht haben soll, Kritiker ausspionieren zu lassen. Auf einer privaten Veranstaltung spielte er demnach mit dem Gedanken, für eine Millionen Dollar eine Spezialeinheit anzuheuern, um Gegner und kritische Journalisten mit Details aus ihrem Privatleben unter Druck zu setzen. Nach der Veröffentlichung des Artikels erklärte Michael jedoch, dass seine Worte keinen Bezug zu den Ansichten von Uber aufweisen würden und nicht hätten veröffentlicht werden dürfen. Auch Uber selbst widersprach den Plänen.

  • DATENSCHUTZ FAZ: Andrea Voßhoff versagt als Datenschutzbeauftragte: Ein Jahr ist die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff nun im Amt und hat laut Constanze Kurz von der FAZ gründlich versagt. Warum und wobei sie versagt haben soll, begründet Kurz ausführlich. So ist von Andrea Voßhoff bislang weder ein flammendes Plädoyer, noch ein Denkanstoß oder ernstzunehmender Beitrag gekommen. Zu der NSA Affäre habe sie sich bis heute noch nicht geäußert. Allgemein scheint es, dass die Bundesdatenschutzbeauftragte sich eher bedeckt hält und es nicht für nötig erachtet die Menschen zu informieren – obwohl eine engagierte Stimme zum Thema Datenschutz dringend nötig wäre.

  • VERSCHLÜSSELUNG DIE WELT: Chat-Dienst: WhatsApp führt Nachrichten-Verschlüsselung ein: Der Nachrichtendienst WhatsApp führt die Ende zu Ende Verschlüsselung ein. Damit werden sämtliche Nachrichten künftig auf ihrem gesamten Weg verschlüsselt. Hierfür hat sich WhatsApp mit dem Verschlüsselungs-Experten TextSecure zusammengetan. Bei der Ende zu Ende Verschlüsselung werden die Daten verschlüsselt und sind erst beim Empfänger wieder lesbar. Momentan funktioniert die Verschlüsselung nur auf Androidgeräten und auch nur für persönliche Nachrichten. Die Verschlüsselung von Gruppen-Chats, Bildern und Videos soll aber schon in naher Zukunft folgen.

  • INTERNET CNet: The Internet in the era of VHS: Wie wurde vor 20 Jahren über das Internet gedacht? Wie wurde damals die Entwicklung prognostiziert? Das alles kann man sich nun auf YouTube anschauen, denn der Technologe und Blogger Andy Baio hat zahlreiche Dokumentation über das Internet aus den 1980er und 1990er Jahren von VHS digitalisiert und auf YouTube hochgeladen. Insgesamt elf Videos gibt es mittlerweile zu sehen, die einen guten Einblick in die damalige Zeit und das damalige Internet geben.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Niklas Möller5 Lesetipps für den 18. November

In unseren Lesetipps geht es um Snapcash, den Freedom Act, den amerikanischen Medienwandel, mobile Karten und Journalismus-Tipps. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILES BEZAHLEN Golem: Mobiles Bezahlen: Snapchat und Square starten Snapcash: Die Instant Messaging Anwendung Snapchat kooperiert mit dem Zahlungssystemanbieter Square, um den neuen Dienst Snapcash einzuführen. Mit dieser App wird es möglich sein, sich gegenseitig mobil Geld zu senden. Snapchat greift somit einen Markt an, den bis dahin vor allem Anbieter wie Paypal oder Apple mit dem neuen Dienst Apple Pay dominiert haben. Durch die Zusammenarbeit mit Square soll die Anwendung sicher sein, persönliche Finanzdaten sollen nicht von Snapchat, sondern nur von Square gespeichert werden.

  • FREEDOM ACT ZDNet: Apple, Google, Facebook press Senate to pass Freedom Act, curbing NSA surveillance: Apple, Google, Microsoft und Facebook setzen sich dafür ein, dass noch in diesem Jahr ein Anti-NSA-Gesetz verabschiedet wird. Durch dieses sollen die Firmen in der Lage sein, besser über die Behörden-Anfragen zu berichten. Des Weiteren soll die NSA einen eingeschränkteren Zugriff auf Personen-Daten erhalten. Durch die Enthüllungen von Edward Snowden im Juni 2013 leiden viele amerikanische Technologie-Unternehmen unter Misstrauen im Ausland.

  • MEDIENWANDEL Deutsche Welle: Amerikanischer Medien-Herbst: Der DW-Redakteur Rainer Traube berichtet von dem enormen Druck, den er in amerikanischen Medienhäusern selbst miterlebt hat. Besonders die großen Unternehmen im Journalismus wie die New York Times müssen nun nach neuen Wegen suchen, um das fehlende Geld wieder rein zu bekommen. Während diese Medienhäuser mit dem Medienwandel zu kämpfen haben, profitieren neuere Medien wie Buzzfeed oder die Huffington Post von diesem. Für alle Medien heißt es aber, dass jetzt neue Wege gefunden werden müssen.

  • MOBILE KARTEN Netzwertig: Neudefinition des Webs: Karten sollen Apps und Websites ablösen: Die Erfinder des mobilen Browsers Wildcard möchten mit Karten, die bisher dominierende Form des mobilen Internets, Websites, Streams und Apps, ablösen. Dem Nutzer soll damit langes Suchen erspart bleiben, indem die einzelnen Karten übereinander gestapelt werden. Auf diese Weise sollen Millionen Webites integriert werden können, bei denn jeweils nur die wichtigsten Informationen angezeigt werden. Dieses System scheint aber besonders bei längeren Texten noch Probleme zu bereiten. Auch andere Dienste wie Google Now oder Tinder setzen auf Karten.

  • JOURNALISMUS Medienpraxis: Als Journalist starten: Tipps für frische Freie: Auf dem Blog Medienpraxis gibt Martin Hoffmanns von DIE WELT Tipps für den Einstieg in den Journalismus. Er sieht Twitter als wichtige Plattform an, um sich zu vernetzen und ein Gespür dafür zu entwickeln, welche Themen tatsächlich relevant sind. Wenn man noch Student ist, dann seien zudem die Projekte während der Universität entscheidender als die Vorlesungen an sich, da man hier Erfahrung sammeln und interessante Kontakte herstellen könne. Ebenfalls nicht zu unterschätzen seien Kenntnisse in Programmierung.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 17. November

In unseren Lesetipps geht es um Apple Pay, eine Partnerschaft zwischen Uber und Spotify, Axel Springer und das Leistungsschutzrecht, Facebook at Work und den Bundesnachrichtendienst. Ergänzungen erwünscht.

  • APPLE PAY New York Times: Apple Pay Gives Glimpse of Mainstream Appeal for Mobile Payments: Vor drei Wochen ist Apples mobiler Bezahldienst Apple Pay gestartet. Nun gibt es erste Zahlen, die zeigen, dass Apple Pay und andere mobile Bezahldienste auf den Weg in den Mainstream sind. So konnten zahlreiche Handelsketten und andere Anbieter von Apple Pay in den USA eine deutliche Steigerung erkennen. Bis der Dienst jedoch endgültig im Mainstream angekommen ist, dürften noch einige Jahre vergehen, schätzen Experten.

  • UBER CNET: Uber and Spotify set to announce partnership?: Wie es scheint, planen Uber und Spotify eine Partnerschaft, bei der die Kunden von Uber unterwegs ihre Playlists des Streamingdienstes weiterhören können. Dafür sollen die beiden Unternehmen ein System entwickelt haben, bei dem die Kunden einfach nur in ein Fahrzeug von Uber einsteigen müssen, wo dann automatisch das gerade gespielte Lied weitergespielt wird. Wie diese Technologie funktionieren soll, ist noch nicht bekannt, doch planen die beiden Unternehmen wohl zeitnah eine gemeinsame Vorstellung der Partnerschaft.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Online Marketing Rockstars: So streitet ein Springer-Mitarbeiter mit Döpfner über das Leistungsschutzrecht: Sebastian Ginter, Entwickler bei einer Tochter von Axel Springer, hat sich per Mail an den Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner gewandt und diesem mitgeteilt, dass er sich schäme für Axel Springer zu arbeiten. Grund hierfür sei, dass Springer mit dem Durchsetzen des Leistungsschutzrechtes versuche, allseits gültige Wirtschaftsprinzipien auf den Kopf zu stellen. Döpfner antwortet auf diese Vorwürfe erstaunlich souverän und ein reger Dialog zwischen den beiden entspinnt. Online Marketing Rockstars hat diesen Mail-Wechsel dokumentiert.

  • FACEBOOK FAZ: Neues Firmenprodukt geplant: Facebook will das Büro erobern: Facebook möchte Xing und LinkedIn Konkurrenz machen, denn das soziale Netzwerk will nun auch in der Arbeitswelt deutlich mehr Präsenz zeigen. „Facebook at work“ soll dafür die Möglichkeit bieten mit Kollegen zu chatten, professionelle Kontakte zu erwerben und gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Damit möchte das Unternehmen aus dem Silicon Valley gleichzeitig auch einen Angriff auf Cloud- und Softwaredienset wie Google Drive oder Microsoft Office starten.

  • BUNDESNACHRICHTENDIENST Golem: IMHO: Die Anarchos vom BND: Wie im NSA-Untersuchungsausschuss deutlich wurde, scheint der BND eine eigene Rechsauffassung zu haben. Beispielsweise vertritt der Bundesnachrichtendienst die Auffassung, dass im Weltraum gar keine Gesetze gelten und dies ein rechtsfreier Raum sei. Dazu haben laut dem BND Funktionsträger keinen Anspruch auf die Grundrechte. Warum dies rechtlich aber nicht stimmt, hat Golem anhand von insgesamt drei Beispielen deutlich gemacht und damit eine Diskussion angestoßen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 14. November

In unseren Lesetipps geht es um das IT-Sicherheitsgesetz und Vorratsdatenspeicherung, die IT-Branche und Proteste, Twitters Plan für die Zukunft, Big Data im Gesundheitssektor und die Zukunft der Alibaba Group. Ergänzungen erwünscht.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Golem: IT-Sicherheitsgesetz: Streit über "Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür": Das IT-Sicherheitsgesetz soll nicht nur Mindeststandards für die IT-Sicherheit setzen, sondern scheint auch eine Art “Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür” zu beinhalten, was zu Verwirrung sowie Kritik von Datenschützern und Politikern führt. Anbieter von Telemediendiensten wie zum Beispiel Google oder Amazon dürfen Nutzerdaten erheben und verwenden - allerdings nur zum Beseitigen von Störungen und Missbräuchen. Die Debatte über den Gesetzesentwurf ist auf jeden Fall noch nicht zu Ende.

  • IT-BRANCHE Heise: Viel Arbeit, wenig Mitsprache? IT-Beschäftigte sind kaum organisiert: Am vergangenen Montag haben 200 Mitarbeiter von IBM für mehr Geld demonstriert. Eine Seltenheit, denn bislang sind solche Proteste in der IT-Branche kaum vorgekommen. Der Grund hierfür ist, dass nur wenige Mitarbeiter den Weg in Gewerkschaften suchen. Dadurch steigt der Organisationsgrad nur verhalten. Dies ist so, da der Großteil der Unternehmen in der IT-Branche kleine Unternehmen sind, zumal sich nur wenige Mitarbeiter mit den Gewerkschaften verbunden fühlen.

  • TWITTER Mashable: Behind Twitter's big plan to grow revenue to $14 billion a year: Am Mittwoch hat Twitter nicht nur neue Features vorgestellt, sondern auch erklärt, wie das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren seinen Umsatz auf 14 Milliarden Dollar vervielfachen möchte. Dies hat Mashable nun genauer analysiert. So möchte Twitter die Zahl an aktiven Nutzern verdoppeln, die Einnahmen durch Werbung verfünffachen und das Verhältnis von täglich aktiven zu monatlich aktiven Nutzern steigern. Mit diesem Plan scheint Twitter nun ein wenig das Vertrauen bei Investoren zurückgewonnen zu haben.

  • BIG DATA Entrepreneur: Big Data Has the Potential to Transform Health Care: Stefan Groschupf hat für Entrepreneur untersucht, wie Big Data den Gesundheitssektor transformieren kann. Mit Hilfe der vielen medizinischen Daten soll es möglich sein, Krankheiten und Grippewellen vorherzusagen und die allgemeine Patientenversorgung zu verbessern. Aus diesem Grund ist Big Data sehr nützlich, weswegen viele Startups versuchen den Gesundheitssektor zu einem datengetriebenen Sektor zu entwickeln. Groschupf analysiert woher diese Daten kommen und welche Herausforderungen aber auch Chancen Big Data im Gesundheitssektor hat.

  • ALIBABA t3n: Die Zukunft von Alibaba: Gründer Jack Ma gewährt Einblicke: In einem Live-Interview auf der “WSJD Live” hat Jack Ma, CEO der Alibaba Group, über seine Ziele und die Strategie von der Alibaba Group gesprochen. So möchte Ma mit der Alibaba Daten Sammeln, kleinere Unternehmen stärken, den Import von Produkten nach China fördern und die Bildung von jungen, chinesischen Menschen beeinflussen. Um diese Ziele zu erreichen setzt Alibaba auf eine langfristige Strategie. Die Kollegen von t3n haben das Interview genauer analysiert.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 13. November

In unseren Lesetipps geht es um das Ende des deutschen Wall Street Journal, Freunde von Freunden, YouTubes Einfluss auf die Musik, Estlands digitale Staatsbürgerschaft und das Urheberrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • WALL STREET JOURNAL Blicklog: Schwarzer Mittwoch für deutschen Wirtschaftsjournalismus: Zum Jahresende wird die deutsche (und türkische) Ausgabe des Wall Street Journal eingestellt. Dirk Elsner bezeichnet diese Entscheidung auf seinem Blog als "schwarzen Mittwoch" für den deutschen Wirtschaftsjournalismus und erklärt, was die Zeitung für ihn bedeutete. Genau wie ihn treibt auch uns die Frage um, was aus den deutschsprachigen WSJ-Artikeln wird, denn wir haben sie oft hier in unseren Lesetipps empfohlen. Es bleibt zu hoffen, dass sie archiviert erhalten bleiben.

  • FREUNDE VON FREUNDEN OSK-Blog: "Freunde von Freunden" im Interview: Im OSK-Blog stellt Oliver Nermerich das Magazin "Freunde von Freunden" vor, welches modern eingerichtete Arbeitsräume von Freunden ihrer Freunden vorstellt und die Akteure in den kreativen Arbeitsumgebungen interviewen und fotografieren. Inzwischen ist da raus eine erfolgreiche Agentur geworden, die mit ihrem globalen Netzwerk an Content-Produzenten die unterschiedlichsten Projekte stemmen. Ein interessanter Einblick auf die Bedeutung des Arbeits- und Wohnraums für das eigene Schaffen.

  • YOUTUBE TechCrunch: How YouTube Music Key Will Redefine What We Consider ‘Music’: YoutTube startet einen Streaming-Dienst, ähnlich wie Spotify, der neben einem Gratis-Angebot mit Werbung auch einen bezahlten Abo-Dienst haben wird. Durch den andauernden Streit mit der GEMA wird es den Dienst nicht in Deutschland geben, zum Ärger der Musikbranche und den Nutzern. Denn hier wird eine wohl entscheidende Entwicklung im Umgang mit Musik verpasst, über die sich Darrell Etherington auf TechCrunch Gedanken gemacht hat.

  • ESTLAND Netzwertig: Estland erfindet die virtuelle Staatsbürgerschaft: In den vergangenen fast fünfzehn Jahren hat Estland eine einzigartige Infrastruktur für die elektronische Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen aufgebaut. Jetzt wird diese international geöffnet: Im Dezember führt das baltische Land die weltweit erste virtuelle Staatsbürgerschaft ein. Martin Weigert stellt das Konzept auf Netzwertig.com näher vor.

  • URHEBERRECHT c't: US-Parlament käuflich wie nie zuvor: Die c't hat sich zu den kürzlich in den USA stattgefundenen Wahlen in verschiedenen Essays mit dem Land und seiner Politik beschäftigt. Im letzten Teil schreibt der Journalist Daniel AJ Sokolov über sein Gespräch mit Jim Griffin, einem Technologoieberater der Musikindustrie. Griffin spricht darüber, dass es bei den derzeitigen Abgeordneten wohl kein Modernisierung des veralteten Urheberrechts in den USA geben wird, das geplante Freihandelsabkommen TTIP wichtiger als das Parlament ist und technologische Herausforderungen im modernen Lizenzgeschäft.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 12. November

In den Lesetipps geht es um Netzneutralität, eine Mutter besucht ihre Tochter auf Arbeit, der Newsroom von Quartz, dbate und den Streaming-Dienst Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Süddeutsche.de: Obamas Kampf gegen Giganten: US-Präsident Obama sucht den Freiheitsbegriff der digitalen Welt - mit großer Geste, wie Adrian Kreye lesenswert auf Süddeutsche.de aufzeigt. Obama spielt die Rolle des Helden gegen die übermächtigen Monopole. Und kämpft damit für die digitale Freiheit aller Nutzer weltweit. Was er damit meint und welche Auswirkungen das auf die weltweiten Debatten um Netzneutralität hat, ist aber noch offen.

  • GENERATIONEN The New Yorker: What My Mom Said on “Take Your Parents to Work” Day: In den letzten Wochen gab es diverse Texte zu irgendwelchen Generationen, die sich, laut den meist älteren und nicht dazu gehörenden Autoren, irgendwie mit diesem Internet und überhaupt ihren Entscheidungen selbst schädigen. Zu diesen Texten kann man stehen wie man will, aber wenn man die heutige Generation wirklich verstehen möchte, sollte sich diesen Dialog zwischen Caitlin Kelly und ihrer Mutter anhören, die ihre Tochter einen Tag auf Arbeit begleiten durfte.

  • MEDIENWANDEL Digiday: Quartz rethinks the newsroom for the digital age: Auf Digiday wirft Lucia Moses einen interessanten Blick in den Newsroom von Quartz, wo ja bekanntlich digitaler Journalismus stets etwas anders gedacht wird. Entwickler und Redakteure arbeiten eng zusammen, nerdige Spielereien gehören zum Redaktionsalltag dazu und der Fokus liegt nicht allein auf dem Erstellen von Inhalten. Ein vierköpfiges Team kümmert sich namentlich um die "Dinge", die durch die Digitalisierung des Journalismus möglich geworden sind und diesen ergänzen.

  • DBATE Meedia: Produzent Stephan Lamby gründet Video-Portal dbate: Gestern startete die Video-Plattform dbate.de online, mit der die Produktionsfirma Eco Media in Kooperation mit Video-Bloggern Dokumentationen erstellt. Im Interview mit MEEDIA erklärt Geschäftsführer Stephan Lamby sein Konzept, neben dem TV-Geschäft auch im Internet Geld zu verdienen, spricht über die Herausforderung mit Fremdmaterial und die Zusammenarbeit mit TV-Sendern.

  • STREAMING Spotify Blog: $2 Billion and Counting: In der Debatte um Taylor Swifts Rückzug von der Streaming-Plattform Spotify meldet sich nun Spotify-Gründer Daniel Ek zu Wort und schreibt im firmeneigenen Blog über die zuletzt wieder verstärkt geführte Debatte über den Nutzen von Streaming-Plattformen und wie viel Geld sie abwerfen. Ek betont, dass Streaming für Einnahmen sorgt, die es ohne einfach nicht geben würde. Dabei räumte er auch Fehler in der transparenten Darstellung ein, zeigte aber auf, dass die Musikindustrie sich nun einmal wandelt und sie grundsätzlich die Wahl hat, sich für kein Geld aufgrund von Piraterie zu entscheiden oder lernt, mit Streaming Geld zu verdienen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 11. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität in den USA, Kommunikation ohne Internet, das Urheberrecht, Social Media im Wahlkampf und dem Studium. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Re/code: What President Obama’s Net Neutrality Proposal Means: In einem Blogpost auf Medium erklärt der US-Präsident Barack Obama sein Vorhaben, wie er sich für ein offene Internet einsetzen möchte, indem die Netzneutralität ein wesentlicher Bestandteil der Ordnung darstellt. Amy Schatz und Peter Kafka kommentieren auf Re/code, wie realistisch die Pläne sind, wie die Entwicklung aussehen könnte und das es sich bei Obamas Statement in erster Linie um ein Statement handelt und noch nicht mehr.

  • KOMMUNIKATION Nieman Journalism Lab: Can mesh networks and offline wireless move from protest tools to news?: In Zeiten der Digitalisierung konzentriert sich unsere Kommunikation verstärkt auf das Internet, doch es ist auch (immer noch) die Zeit von politischer Unterdrückung und Folgen der Klimakatastrophe. Demonstranten werden online überwacht, während zum Beispiel Flutopfern keine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung steht. Für diese Menschen sind nicht auf das Internet setzende Wege der Kommunikation entscheidend. Susan E. McGregor vom Tow Center for Digital Journalism stellt im Blog des Nieman Journalism Lab einige Tools und die Entwicklung an sich vor.

  • WAHLKAMPF The Huffington Post: Wie Facebook künftig Wahlen entscheiden könnte: In den letzten Wochen haben wir in den Lesetipps verschiedene Artikel zum Einfluss von sozialen Netzwerken bei den kürzlich stattgefundenen Wahlen in den USA kuratiert. Auf der Seite der deutschsprachigen Huffington Post (am besten mit dem Browser-Add-on Clearly lesen) fasst Sebastian Christ die Entwicklungen gut zusammen, gibt einen lesenswerten Überblick zum Thema und ordnet am Beispiel eines historischen Wahlkampfmoments die Bedeutung von Social Media ein.

  • URHEBERRECHT Vox: How copyright law could get you killed: Das Urheberrecht ist im digitalen Zeitalter schon eine wirklich gefährliche Sache. Ein Fall von Wissenschaftlern in den USA zeigt jetzt, dass das Urheberrecht auch tödlich sein kann. Genauer gesagt geht es um das Patentrecht und der Unterschied zum Urheberrecht wird in den bekannten Vox-Cards auch erklärt, weshalb der Artikel trotz der etwas spitz formulierten Überschrift einen interessanten Einstieg in die Debatte um immaterielle Güter und ihren manchmal Schaden verursachenden Schutzgesetzen ist, die zum Wohle der Menschheit gelockert werden müssten.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Why we banned laptops, iPads and smartphones in lectures: Im australischen The Conversation-Blog schreibt der dänische Professor Bent Meier Sørensen über den Bann von Laptops, iPads und Smartphones in seinem Unterricht. Bei allen Vorteilen von sozialen Netzwerken im Unterricht, zeigt sich in seinen Kursen, dass sich die Hälfte der Studierenden davon ablenken lassen, was wiederum Auswirkungen auf die andere Hälfte der Anwesenden hat. Sørensen steht nicht im Verdacht in Manier des F.A.Z.-Feuilleton die neuen Medien einfach zu verteufeln, viel mehr geht es darum, wie an Anwesenheit gebundener Unterricht in Zeiten der sozialen Netzwerke funktionieren kann, immer auch gekoppelt an ihren Nutzen außerhalb der Unterrichtsstunden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 10. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Sprachbarrieren im Internet, Microsoft vs. Limux, Telepathie, Überwachung durch den BND und die Debatte um Clickbait. Ergänzungen erwünscht.

  • SPRACHBARRIEREN Quartz: Why you probably won’t understand the web of the future: Es ist das wohl spannendste Thema des Internets in den nächsten 15 Jahren und langsam kommen alle wichtigen Akteure darauf: Sprachgrenzen im Internet. Zur Zeit ist Englisch die dominierende Sprache im Internet und auch das Deutsche macht einen großen Teil des Internets aus, doch in Zukunft werden andere Sprachen im Internet relevanter. Auf Quartz zeigt Leo Mirani auf, dass hinter der Überwindung von Sprachbarrieren nicht nur ein Dienst an der miteinander vernetzten Menschheit steckt, sondern auch der Glaube an neue Wachstumsmärkte im Netz.

  • LIMUX Linux Magazin: Limux vs. Microsoft in München: Jahrelang galt München als Musterbeispiel für den langen und harten Weg des am Ende doch erfolgreichen Umstiegs der Verwaltung von einem proprietären Betriebssystem auf das offene Limux, ein extra für die Stadt entwickeltes Betriebssystem auf Basis von Linux. Im letzten Jahr war Limux erfolgreich in die Verwaltung integriert, doch der in diesem Jahr neu gewählte Bürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Projekt seines Vorgängers Christian Ude nun rückgängig machen. Auf Linux-Magazin.de zeichnet Markus Feilner den ganzen Fall auf – samt seiner Ungereimtheiten.

  • KOMMUNIKATION Vox: Telepathy is now possible using current technology: Am Ende ist es weniger wahr gewordene Science Fiction als zuerst vermutet, aber Forscher der Washingtoner Universität haben es geschafft, dass zwei Menschen telepathisch zusammen arbeiten. Einer der beiden Teilnehmer eines Experiments hat ein Computerspiel gesehen, aber keinen Controller, denn der wurde von einer Person kontrolliert, die nicht das Spiel sehen konnte. Beide waren aber durch Elektroden miteinander verbunden und schafften es so, dass Spiel gemeinsam zu spielen. Es gab bereits diverse Telepathie-Experimente, die auch erfolgreich waren, aber genauso wie jetzt die Schwachstellen aufzeigten. Auch jetzt war die größte Erkenntnis, dass Telepathie in Zeiten des Internets wohl nicht praktikabel genug ist.

  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche.de: BND will verschlüsselte Verbindungen überwachen: Im Vertrauensgremium des Bundestags hat der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst nach Informationen der Süddeutschen Zeitung, NDR und WDR insgesamt 300 Millionen Euro gefragt, um die Überwachung im Internet auszubauen. Dabei will der Geheimdienst neben den sozialen Netzwerken auch durch SSL und HTTPS geschützte Verbindungen überwachen und gezielt gegen Verschlüsselungstechniken vorgehen.

  • CLICKBAIT Digiday: The many different ways publishers define 'clickbait': Letzte Woche "überraschte" BuzzFeed mit der Einschätzung, dass man selbst kein Clickbait betreibt. Chefredakteur Ben Smith begründete das damit, dass hinter der Überschrift Content stehen muss, der das Versprechen des Titels hält, damit er geteilt wird. Dies sei für ihn kein täuschendes Locken der Leserschaft, andere mögen gerade bei diesem Medium widersprechen. Doch Ricardo Bilton zeigt auf Digiday auf, dass die verschiedensten Medienakteure auch sehr unterschiedliche Definitionen von Clickbait haben und das dies nichts schlechtes sein muss.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. November

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Hoax, die Debatte um die Linkspartei, Kreativität und Urheberrecht, das Leistungsschutzrecht, sowie Selbstmord. Ergänzungen erwünscht.

  • HOAX Stern: Nacktfoto-Skandal war ein Fake: Auf Stern.de schreibt Jens Wiesner über einen interessanten Aspekt der Folgen von Emma Watsons HeForShe-Rede. Angebliche Hacker hatten im Anschluss an ihre Männer ebenfalls in Verantwortung für Frauenrechte nehmende Rede gedroht, Nacktbilder von ihr zu veröffentlichen. Die Frist verstrich nun, auf der Seite schreibt eine zweifelhafte Marketing-Agentur, dass es sich um einen Hoax handelt und man die Aufmerksamkeit nutzen wollte, um sich für Zensur im Internet einzusetzen. Doch der Hoax, den mehrere Medien wiedergegeben haben, scheint noch lange nicht zu Ende zu sein.

  • DIE LINKE Süddeutsche Zeitung: Gaucks Linken-Warnung bei Anne Will: Eigentlich können wir uns glücklich schätzen, so viele Politiksendungen im deutschen Fernsehen zu haben, doch oft sind die sehr schlecht. Die letzte Sendung von Anne Will war da mal eine willkommene Ausnahme, wie Markus Schulte von Drach auf Süddeutsche.de bestätigt. Die Debatte um einen linken Ministerpräsident und die Kritik daran von Bundespräsident Joachim Gauck wurde sehr gut geführt und Anke Domscheidt-Berg wies auf einen auch unabhängig von dieser Debatte interessanten Fakt hin: die Linkspartei ist die einzige Partei, "die im Bundestag noch nie einem verfassungswidrigen Überwachungs- und Sicherheitsgesetz zugestimmt hat".

  • YOUTUBE Broadmark: Die Sache mit dem Urheberrecht: Im YouTube-Branchenmagazin Broadmark schreibt der Kolumnist Lars-Sören Steck darüber, wie wichtig das Thema Urheberrecht für Webvideoproduzenten sind. Dabei geht er auch auf einen oft unter den Tisch gekehrten Aspekt der hierzulande sehr strikten Regelung von Nutzungsrechten ein: das Urheberrecht schadet oft der Kreativität. Eine Lösung ist, und die benennt Steck auch, die Nutzung von Creative Commons, denn hier sind die Werke (zumindest meistens) frei wie in Freiheit und nicht nur wie in Freibier.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Kress: EU-Kommissar Oettinger eilt Verlegern zu Hilfe: Beim Publishers' Summit des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zeigte sich mal wieder, wie sehr die Politik der Lobby nach dem Mund redet. Im Falle von Günther Oettinger, der am Dienstag hinter verschlossenen Türen einen halbwegs guten Eindruck hinterließ, war das in diesem Fall nur lächerlich, denn er plädierte für die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts. Und das in der Woche, in der selbst die treibende Kraft hinter diesem Gesetz, der Presseverlag Axel Springer, freiwillig darauf verzichtet. Auch Olaf Scholz folgte einem Wunsch der Presseverlage, auch bei ihm wenig überraschend, und setzt sich dafür ein, dass es eine einheitliche (natürlich niedrigere) Mehrwertsteuer für gedruckte und digitale Medien gibt.

  • REPORTERPREIS Die Welt: "Bitte verzeih mir. dein lieber Sohn": Am 1. Dezember wird der Reporterpreis "Egon-Erwin-Kisch-Preis" verliehen. Unter den Nominierten ist auch ein Text von Erwin Koch über den Selbstmord eines Jungen, der zwar einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, aber nie erklärte, warum er sich das Leben nahm. Der Text ist vor einem Jahr veröffentlicht wurden, aber der beste Artikel, den ich in den letzten zwölf Monaten gelesen habe und ihn deshalb hier empfehle. Ein sehr nachdenklich machender Text.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 6. November

In unseren Lesetipps geht es um Apps für Geschichte und Nachrichten, Sicherheit oder Komfort, eine Studie zu offenem WLAN und das Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • GESCHICHTE Politik Digital: Timetraveler-App "The Berlin Wall": Die Deutschen feiern Feste zwar nicht gerade wie sie fallen, z.B. zu den Jahrestagen der Reichsprogromnacht oder den beiden Weltkriegen wurde nur halb so viel Wirbel gemacht wie jetzt zum Gedenken an den Mauerfall, aber wenn sie es mal tun, spielen auch Apps eine immer größere Rolle in der Wahrnehmung von Geschichte. Auf Politik Digital stellt Pia Thiele die App "The Berlin Wall" vor, mit der man durch Augmented Reality eine Zeitreise machen kann.

  • NACHRICHTEN New York Times: Flipboard, Circa and Other Apps to Keep Track of the News: In der New York Times stellt Kit Eaton ein paar Nachrichten-Apps vor, mit denen viele Menschen bereits Journalismus gebündelt konsumieren. Natürlich fehlt auch nicht die eigene App "NYT Now", aber der Artikel ist allgemein interessant und bietet einen guten Überblick. Mit Circa wird auch ein spannender Dienst vorgestellt, der bereits plant, nach Deutschland zu kommen.

  • SICHERHEIT Wired: Dropbox-Chef antwortet auf Snowdens Kritik: Bei der Nutzung von digitalen Diensten muss man in der Post-Snowden-Ära einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort machen. Was Bundesinnenminister Thomas de Maizière immer wieder betont, hat gestern auch Dropbox-CEO Drew Houston auf dem Dubliner Web Summit gesagt und damit auf Snowdens Kritik reagiert. "Es ist eben ein Trade-off zwischen Komfort und Sicherheit" zitiert ihn Timo Brücken auf Wired.de. Da trifft er einen wunden Punkt, denn darüber dass Verschlüsselung zu kompliziert sei, um sie im Alltag zu nutzen, wird immer wieder geklagt. Das muss aber nicht so bleiben. Eine Perspektive, die auch für Thomas de Maizière interessant sein kann.

  • OFFENES WLAN Deutschlandfunk: Extrem wenig offene Netze in Deutschland: Bei der gestrigen #cnight, einer netzpolitischen Veranstaltung der CDU (Bericht folgt auf Netzpiloten.de), drehte sich die erste Frage aus dem Publikum um das Thema freies und offenes WLAN. Was in Berlin und anderswo als Tourismus-Extra dargestellt wird, wurde von der Politik noch immer nicht als für die Innovation der Wirtschaft entscheidendes Element angesehen. Zwar soll die Störerhaftung abgeschafft werden, aber auch nur fürs Gewerbe – Flickwerk anstatt eine richtige Lösung. In einem Deutschlandfunk-Beitrag zeigt Philip Banse auf, dass es gerade in Deutschland extrem wenig offene Netze gibt und stellt eine neue Studie vor, die nach den Gründen dafür gesucht hat.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Stefan Niggemeiers Blog: Google bekommt Vorzugsbehandlung von Axel Springer: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist mit Springers Entschluss, Google eine "Gratis-Lizenz" einzuräumen, endgültig gescheitert und noch ein Stück absurder geworden. Es ist das eingetreten, wovor seit Jahren gewarnt wurde. Die großen Presseverlage kapitulieren früher oder später, verzichten auf die Anwendung des Gesetzes, welches aber weiterhin bestehen bleibt und deshalb vor allem die kleinen Marktteilnehmer trifft, gegenüber die Presseverlage weiterhin auf Zahlungen bestehen werden. Wenn Axel Springer seinen wichtigsten Werbepartner mit dem Leistungsschutzrecht helfen wollte, haben sie das perfekt getan.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


[1][2][3][4][5][6][7][8]...[87][88][89]Ältere Beiträge