Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 22. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, die Deutsche Welle kündigt einer Bloggerin, BuzzFeed, Bürgerpflicht gegen Trolle und die Top 25 mobiler Apps. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA EAID: Was bringt die Digitale Agenda für den Datenschutz und die Informationsfreiheit?: Über das Digitalprogramm der Bundesregierung namens "Digitale Agenda" gibt es leider kaum was Gutes zu sagen, denn im Jahr 2014 hätte die Politik weiter sein sollen und sich Ziele setzen, die nicht schon das Erreichte anderer Länder unterbieten und sogar teilweise einen Rückschritt zum Koalitionsvertrag darstellen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich mit dem Bereich Datenschutz und Informationsfreiheit beschäftigt und trotz des durchwachsenen Ergebnisses positive Anknüpfungspunkte entdeckt.

  • DEUTSCHE WELLE NYTimes.com: German Broadcaster Fires Chinese Blogger: In China entwickelt sich für die Deutsche Welle eine kleine Staatsaffäre, die es in sich hat. Hauptakteure sind die Bloggerin Su Yutong, der mir aus langen Nächten des Politikstudiums bekannte Autor Frank Sieren und das Tiananmen-Massaker von 1989. Ytong wurde wegen kritischer Tweets gekündigt, in dem sie sich darüber beschwerte, dass weniger kritischen Artikeln, vornehmlich von Frank Sieren, mehr Platz eingeräumt wurde und dieser auch noch die Geschehnisse des Sommers 1989 relativierte. Eine heikle Entscheidung der Deutsche Welle, denn auch wenn Yutongs Art und Weise der Kritik gegenüber einem Kollegen unangebracht war, scheint ihre Kritik nicht unberechtigt zu sein.

  • BUZZFEED Badoink: Things Are Looking Good for BuzzFeed: Neuigkeiten stehen in Ivor Irwins Artikel über BuzzFeed nicht drin, aber er führt einem mit wenigen Worten nochmals vor Augen, wie extrem anders BuzzFeed funktioniert, wieso sie damit Erfolg haben und warum Algorithmen in Zukunft der wichtigste Aspekt für Medienunternehmen sein werden. Das die das einem nicht glauben, ist klar. Aber hier stand es dann, lange bevor es passierte. Zeitungen haben nur noch als Nischenprodukt eine Zukunft.

  • TROLLE Zeit Online: Lasst die Trolle verhungern: Einen x-ten "Füttere die Trolle nicht!"-Artikel würde ich hier kaum empfehlen, auch wenn er von Zeit Online-Chefredakteur Jochen Wegner kommt, aber es sind seine hier tiefer gehenden Gedanken, die den Artikel lesenswert machen. Er sorgt sich zwar darum, dass die nicht existierende Utopie "einer digitalen Agora, in der Gleiche mit Gleichen frei kommunizieren, ungefiltert und unverfälscht" in Gefahr ist, trifft aber einen Punkt, wenn er als neue Bürgerpflicht ansieht, auch bei der Kommunikation im Internet eine Form von Courage zu zeigen, denn Gesetze wie ein "Vermummungsverbot im Internet" würde mehr Freiheiten kosten als uns lieb wäre. Es liegt wohl an uns allen Trollen entgegen zu treten, wenn wir sie sehen, auch wenn das im Widerspruch zur Überschrift steht.

  • MOBILE FIRST Quartz: These are the 25 most popular mobile apps in America: Dan Frommer listet auf Quartz die 25 meistgenutzten Mobile-Apps in den USA auf und zu meiner Überraschung ist der von Facebook gekaufte Messenger WhatsApp nicht dabei, aber der Kik Messenger auf Platz 25. Ansonsten bleibst festzuhalten, dass Facebook die Liste mit Abstand anführt, Google aber die meisten Apps auf der Liste platzieren konnte und Yahoo sich ganz ordentlich anstellt. Microsoft sollte mal (wieder) alles grundlegend überdenken.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Wearables, die Liebe zum Blogging, eine chinesische Bitcoin-Mine und das Urheberrecht vs. Fußball-Fankultur. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Edition F: Drei Minister, wenig Konkretes: Ich sitze noch an meinem Rant über die gestern vorgestellte Digitale Agenda, da ich mich gestern so sehr in Rage schrieb, dass ich dann doch eher an meinen Blutdruck als eine fristgerechte Abgabe (bei mir selber) dachte. Aber von allen Artikeln über gestern trifft es das Kommentar von Teresa Bücker auf EditionF.com ab besten. Viel sachlicher und ruhiger als ich das wohl nachher mache, arbeitet sie den Kern jeglicher Kritik heraus: "Stellenweise liest sich das Papier zur Digitalen Agenda wie ein Schulaufsatz, der das Thema digitale Zukunft knapp verpasst hat, und stattdessen eine banale Bestandsaufnahme der jüngeren Vergangenheit ist." Alles schon mal dagewesen.

  • WEARABLES PandoDaily: Young people are even less interested in “wearables” than the rest of us: Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Wann habe ich das letzte Mal ein Kind oder Jugendlichen mit einer Armbanduhr gesehen? Hmm, ich selber trage eine von meinen schicken Uhren auch seit gut vier Jahren nicht mehr. Und was bedeutet das für Wearables? Das 67 Prozent von 1.000 befragten Studierenden in den USA noch nie davon gehört haben und auch nur jeder Dritte mehr als 150 US-Dollar dafür bezahlen würde. David Holmes stellt auf PandoDialy eine für den Wearables-Markt sehr deprimierende Studie vor, die irgendwie auch ganz genau meine Ansichten widerspiegelt, also wahrscheinlich vollkommen korrekt ist.

  • BLOGGING Das Kraftfuttermischwerk: Übers Bloggen: Im Gegensatz zu Ronny Kraak bin ich mir noch unsicher, was ich eigentlich hier genau im Internet machen. Nennen wir es journalistisches Bloggen. Ich sehe mich als Blogger und das ist ein wunderbares Gefühl, wie Kraak in seiner Antwort auf einen FAZ-Artikel schön zusammenfasst: "Mir ist egal, was Journalismus macht, ich will keinen machen. Ich will bloggen, ich will das bei mir sammeln, was mich täglich so anmacht; Punkt. Nicht mehr, nicht weniger." Dem kann ich mich nur anschließen.

  • BITCOIN The Coinsman: Inside a Chinese Bitcoin Mine: Der Blogger Jacob Bitsmith hat wohl eine der sichersten Minen in China besucht, die man heutzutage finden kann: eine Bitcoin-Mine (der Witz ist aus dem D64-Newsletter kopiert). Auf seiner werbefreien Website "The Coinsman" bekommt man einen interessanten Einblick in die doch sehr zusammengeschustert wirkende Mine. Der Trip war übrigens auf Eigeninitiative von Bitsmith, weshalb am Ende des Artikel ruhig gespendet werden darf. So ein bis jetzt meiner Meinung nach einmaliger Artikel hat es verdient.

  • URHEBERRECHT Zeit Online: Kein Fußball in Vine-Kultur: Beenden wir den Lesetipps mit einem meiner absoluten Lieblingsfragen: Was hat das Urheberrecht heute kaputt gemacht? Antwort: wieder einmal ein Stück Netzkultur und zwar die am Rande von Fußballplätzen. In England will der Verband in dieser Saison stärker gegen Videosequenzen des Spiels auf YouTube, Vine oder als GIFs vorgehen. Es geht dabei natürlich um Geld und zwar um sehr viel Geld. Die englische Liga bekommt 3,7 Milliarden Euro für die TV-Übertragungen, lästige Konkurrenz zu den Sendern durch die Fans stört da nur. So sehr die Fußballvereine Social Media als Kanal für sich entdecken, es bleibt eine vom Marketing bestimmte Einbahnstraße. Die Fan-Kultur ist und bleibt ein Störfaktor im Fußball.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. August

In unseren Lesetipps geht es um Innovation, virale Propaganda in Social Media, Google und die Kinder, YouTube-Stars, sowie die neuen Ambitionen von Uber. Ergänzungen erwünscht.

  • INNOVATION Süddeutsche.de: Fressen oder gefressen werden: Fressen oder gefressen werden, damit bringt Pascal Paukner den Innovationsdruck in der Technikindustrie gut auf den Punkt. Auf Sueddeutsche.de schreibt er über vermeintlich spektakuläre Zukäufe von großen Konzernen und kommt zu dem vielleicht zu kurzfristigen Fazit, dass echte Innovation anders aussieht. Ein sehr lesenswerter Artikel, dessen Fazit ich zwar zu hart finde, aber das ist eben meine Meinung. Innovation ist erst etwas Neues und sei es durch die Kombination schon existierender Elemente.

  • SOCIAL MEDIA Süddeutsche.de: Wie IS-Milizien soziale Netzwerke zur Propaganda nutzen: Egal ob Berichterstattung oder Propaganda, Viralität ist gefragt, wenn es darum geht, viele Menschen in den sozialen Netzwerken zu erreichen. Auf Sueddeutsche.de schreibt Hakan Tanriverdi über die Online-Aktivitäten der Terroristen der Miliz Islamischer Staat. Die Plattformbetreiber kommen mit dem Löschen von Accounts und Inhalten nicht hinterher und am Ende sind es nur die Nutzer, die dem Einhalt gebieten können.

  • GOOGLE Siliconrepublic.com: Google could lead the way for next generation of users: In den USA plant Google spezielle Nutzerkonten für Kinder unter 13 Jahre, die von den Eltern eingerichtet werden. Auf denen soll, den strengen Jugendschutzbestimmungen folgend, keine anzügliche Werbung gezeigt werden und die Eltern mehr Kontrolle besitzen, was ihre Kinder im Internet machen. Damit erschließt sich Google die jüngsten Internetnutzer als Kunden und fängt früh an, in ihrem Leben eine Rolle zu spielen. Darum ging es doch beim Jugendschutz, oder?

  • YOUTUBE Intel Magazin: Die Top 10 der deutschen YouTuber: Anlässlich der VideoDays in Köln hat André Vatter im Intel Magazin die Top 10 der deutschen YouTube-Szene aufgelistet und auch wenn ich persönlich nur die ersten vier Plätze kannte und nicht jeder vorgestellte Kanal meinen Geschmack trifft, muss man erstaunt feststellen, dass selbst Platz 10, der Hamburger Vlogger Albert Trovato, mehr als 1,28 Millionen Abonnenten hat. Alle Kanäle produzieren kein Nachrichten-Format und sicher eigenen sie sich deshalb weniger als Vorbild für Journalismus betreibende Medien, aber etwas machen diese Vlogger richtig und andere eben nicht. Und in Kategorien wie Authentizität, Kreativität und Unterhaltung sollten sich alle Medien messen können.

  • UBER Wired.com: With New Delivery Service, Uber Declares War on Google and Amazon: Hierzulande ist Uber vor allem als die App bekannt, die das deutsche Kulturgut Taxi in den Ruin treibt, doch schaut man sich die Aktivitäten der Firma genauer an, erkennt man schon seit Monaten, wie sich das Transport-Unternehmen in den Bereich Logistik verabschiedet. Durch seine Erfahrungen mit der Vermittlung von Fahrdiensten probiert Uber sich als Anbieter von Same-Day Delivery aus und fordert Google und Amazon heraus. Es ist spannend zu sehen, wie die Firma in der linken Hand der große Disruptor ist, mit der rechten Hand aber einen neuen Firmenzweig aufbaut.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 19. August

In unseren Lesetipps geht es um die Digitalisierung in Estland, der Sündenfall des Internets, virtuelle Realität im Storytelling, die Ökonomie des Internets und Cat Content. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALISIERUNG Süddeutsche.de: Wie Estland den digitalen Traum exportieren will: Auf Sueddeutsche.de ist ein lesenswerter Gastbeitrag von Anna Karolin über den Stand der Digitalisierung in Estland erschienen, der einem die enormen Möglichkeiten einer das Internet frei von Angst und Partikularinteressen nutzenden Gesellschaft aufzeigt. Ich will bei der Netzpolitik unserer Bundesregierung nicht von der Zukunft schreiben, sondern vielleicht eher vom vor uns liegenden Paradies, dass wir wir vielleicht niemals betreten werden, aber vielleicht spornt es den einen oder anderen unserer Leser an, sich noch mehr für die Entwicklung der digitalen Gesellschaft einzusetzen. Karolins Begeisterung ist ansteckend.

  • INTERNET The Atlantic: The Internet's Original Sin: Das ist ein Longread, der einem mal zu denken gibt. Ethan Zuckerman bezeichnet das werbefinanzierte Internet als unseren Sündenfall und fordert (gaaaaanz am Ende), dass wir anfangen müssen Bezahlmodelle (à la Mitgliedschaften, Crowdfunding, Micropayment, etc.) für Privatsphäre und für Dienste, die uns am Herzen liegen, zu entwickeln. Alles was gratis ist, sollte gemieden werden, denn in einer Welt, in der nichts umsonst ist, sind wir das Produkt, wenn wir nicht wirklich der Kunde sind. Ziel soll es sein, dass nicht länger Internetnutzer wieder Nutzer des Internets und nicht die Zielgruppe der Werbeindustrie, deren Gelder im Hintergrund erst die kostenfreie Nutzung ermöglichen.

  • VIRTUELLE REALITÄT Co.Create: Why Virtual Reality Journalism Is The Future: Auf Co.Create stellt Neal Ungerleider ein von Google, der Nachrichten- und Presseagentur Associated Press und dem Tribeca Film Institute finanziertes Projekt vor, dass der Doktorand Nonny de la Peña an der Universität von Süd-Kalifornien entwickelt. Es geht dabei um die virtuelle Darstellung eines wahren Geschehens, dem Tod eines mexikanischen Immigranten. Ein Passant hatte das Geschehen auf Audio aufgenommen, dieser Mitschnitt wurde nun auf die Visualisierung gelegt und lässt einen den Ort und den Fall intensiv miterleben. De la Peñas Projekt könnte besonders interessant fürs digitale Storytelling und journalistische Darstellungen sein.

  • ÖKONOMIE Techdirt: Economists Don't Understand The Information Age, So Their Claims About Today's Economy Are A Joke: Was ich an Mike Masnicks Blogposts auf Techdirt.com so schätze, ist die stets klar artikulierte Meinung. So wie in diesem lesenswerten Beitrag über die Einschätzung von Ökonomen der digitalisierten Wirtschaft, deren Deutung sie gerne übernehmen, egal wie (un)qualifiziert ihre Faktengrundlage ist. Dabei kommen aber meist kritische Analysen heraus, die mit der Realität wenig zu tun haben, so zumindest Masnick. Denn in der Informationsgesellschaft zählen andere Parameter als bisher. Das haben aber die bisherigen Ökonomen kaum verstanden bzw. akzeptiert. Dieser Wandel ist schon eine ziemlich knifflige Sache und konsequent.

  • CAT CONTENT Netzkolumnistin: Klicktipp Katzenkarte: Ich habe keine Katze, aber ein Instagram-Account, weshalb das von Angela Gruber auf ihrem Blog vorgestellte Datenprojekt "I Know Where Your Cat Lives" auch für mich interessant ist, denn es ist ein gutes Beispiel, was durch die abgetretenen Nutzungsrechte auch ohne die Zustimmung der Urheber tolles mit Bildern Dritter gemacht werden kann und wie aussagekräftig Meta-Daten sein können, besonders die Ortsangaben. Denn die Karte mit den Katzenbildern von anderen hat weniger mit Cat Content als mit legalem Geotagging zu tun. Aber konzentrieren wir uns ruhig weiter auf die süßen Katzenbilder. Zumindest bis zu unseren morgigen Lesetipps.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es um mobile Nachrichten-Apps, Cyberpunk, die Zukunft von LinkedIn, Überwachung und Startups, die auf Datenschutz setzen. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE FIRST Monday Note: The Future of Mobile Apps for News: Auf Mondaynote.com haben Frédéric Filloux und Jean-Louis Gassée einen Artikel über die Zukunft mobiler Nachrichten-Apps geschrieben und mir klar gemacht, warum ich die Apps von Süddeutsche.de, Stern.de & Co. so schlimm finde, warum das auch sieben Jahre nach dem ersten Smartphone noch so ist und wie sich Nachrichten-Apps in Zukunft entwickeln werden. Die Antwort hat viel mit dem Verständnis von Technologie und die Auswertung von Nutzerdaten zu tun, also zwei Sachen mit denen man sich in Deutschland gerne schwer tut.

  • CYBERPUNK Open Culture: 1990 Documentary Featuring William Gibson & Timothy Leary Introduces the Cyberpunk Culture: Unmittelbar mit der Digitalisierung unser Gesellschaft entstand der Begriff "Cyberpunk", der seit den 80er Jahren in Videospielen, der Literatur, Filmen und natürlich der Berichterstattung über Technologisierung verwendet und geprägt wurde. Colin Marshall hat auf Openculture.com ein interessante Dokumentation aus dem Jahr 1990 ausgegraben, die man sich hierzulande mithilfe der Umleitung über einen Proxy-Server anschauen kann und die einen spannenden Einblick in Cyberpunk gibt.

  • LINKEDIN The Economist: Workers of the world, log in: Das kommt jetzt vielleicht aus der Schublade mit den Aufschrift "Phantasievolle Geschäftsmodelle", aber im The Economist ist ein interessanter Artikel erschienen, der erst lesenswert erklärt, wie LinkedIn die Vermittlung von professionellen Berufstätigen revolutionierte, durch das enorme Mitgliederwachstum in Zukunft aber höhere Ziele haben könnte. Wohl kein Unternehmen sammelt global so viele Daten über Arbeitsmärkte wie LinkedIn. Was liegt da näher als den weltweiten Arbeitsmarkt zu analysieren und damit der größte Wirtschaftsversteher der Welt zu werden? Das ist nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern auch für die Politik und expansionsfreudige Unternehmen. Sie sind am Zug, Mr. Weiner.

  • ÜBERWACHUNG Noisey: How Boston Police Used Facial Recognition Technology to Spy on Thousands of Music Festival Attendees: Nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon wirkte es so, dass die Stadt vor allem durch Gesten der Solidarität auf den Terrorismusakt reagiere. Die Polizei natürlich nicht, wie sich jetzt über ein Jahr später bei einem weiteren Bostoner Großevent zeigt. Zwar war wenig Polizei auf dem Musik-Festival zu sehen, das lag aber daran, dass fast das gesamte Publikum elektronisch überwacht wurde und Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kam. In Vices Musikableger Noisey schreibt Luke O'Neil über die Überwachung des Festivals und das Gefühl, wie ein Verdächtiger behandelt zu werden.

  • STARTUPS Wall Street Journal: Snowden wird zum Geburtshelfer für Startups: Im Wall Street Journal schreibt Stephan Dörner über Startups, die die durch Edward Snowden aufgedeckte Überwachung zum Anlass genommen haben, ihr Geschäftsmodell auf den europäischen Standortvorteil Datenschutz aufzubauen. Wenn aber ein paar Mailanbieter, wenig erfolgreiche und schlecht umgesetzte Messenger, sowie ein Serveranbieter, von dem Sicherheit auch schon vor Snowden erwartet wurde, alles sind, was als Reaktion der Startup-Szene angesehen werden kann, sehe ich eigentlich keine richtige Wirkung. Und warum sollten sich auch Firmen nach einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis der Kunden ausrichten, wenn diese weiterhin Dienste wie Facebook, Dropbox, Google. Skype oder WhatsApp nutzen? Die deutschen Standards im Datenschutz sind wirklich gut, aber Nutzungsverhalten macht nicht an Ländergrenzen halt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias SchwarzLesetipps für den 15. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Edward Snowden, Google, die Kritik an Amazon, eine Bewertung des "Recht auf Vergessen" und einen Pitch von Ilya Pozin. Ergänzungen erwünscht.

  • EDWARD SNOWDEN Wired.com: The most wanted man in the world: Für die US-Ausgabe der Wired ist der Journalist James Bamford zusammen mit dem Fotografen Platon Antoniou nach Moskau geflogen, um den wohl meist gesuchtesten Mann der Welt zu interviewen. Heraus gekommen ist ein Artikel, der vom Informationsgehalt keine neuen Erkenntnisse bringt, aber sehr intensiv und dabei mit unglaublich schönen Fotos gestaltet, die Geschichte des Whistleblowers und seine Beweggründe darstellt, das enorme Ausmaß der Überwachung durch Geheimdienste öffentlich zu machen.

  • GOOGLE Business Insider: Important Google Acquisitions: Was man bei Google gerne übersieht ist, dass es bis auf eine Suchmaschine und wahrscheinlich den globalen Markt für Online-Werbung, kaum etwas erfunden hat. Neben die Ursache für die Renaissance der Technologie-Kritik im deutschsprachigen Feuilleton zu sein, ist Google vor allem ein Einkäufer und Entwickler anstatt Erfinder. Die Firma hat seit 2001 über 163 Firmen für mehr als 28 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Dave Smith stellt auf Businessinsider.com elf dieser Unternehmen vor, die den größten Einfluss auf Googles Entwicklung hatten.

  • AMAZON brasch & buch: Na, heute schon amazon gebasht?: Und? Heute schon über Amazon gelästert? Oder über die disruptive Respektlosigkeit, mit der Jeff Bezos irgendein Kulturgut, wahrscheinlich das Buch, vernichtet? Aber bestimmt wurde heute schon ein Text darüber gelesen. Dann empfehle ich als Ergänzung der Lektüre diesen Blogpost von Thomas Brasch, indem er lesenswert darstellt, dass die Kritik an Amazon weniger mit deren durchaus zu kritisierenden Handelspraktiken zu tun hat als viel mehr mit der Furcht vor Veränderung. Jeff Bezos als – mit Blick auf den Buchhandel – Gutenberg unserer Zeit, der vielleicht aus wirtschaftlichen Interessen das Kulturgut Buch ins 21. Jahrhundert gerettet hat. Ein schönes Bild. Zur Abwechslung.

  • RECHT AUF VERGESSEN RiBVerfG Masing: Vorläufige Einschätzung der "Google-Entscheidung" des EuGH: Da ist es. Wir hatten schon darüber berichtet, dass Matthias Spielkamp auf iRights.info berichtet, dass es das Gutachten des Bundesverfassungsrichter Johannes Masing gibt, indem er das "Recht auf Vergessen"-Urteil analysiert und sehr kritisch bewertet. Jetzt hat Masing seine Analyse im Verfassungsblog selber veröffentlicht. Es ist schön zu sehen, dass sogar ein Bundesverfassungsrichter unsere Sorgen um die Pressefreiheit teilt, die das Urteil ausgelöst hat.

  • PITCH PERFECT Forbes: This Entrepreneur Raised $2M With A Five Slide Presentation: Von allen Gedanken, schätze ich doch am meisten die interessanten. Und damit bin ich nicht alleine, denn Ilya Pozin hat es geschafft, mit einem interessanten Gedanken über 2 Millionen US-Dollar Funding einzusammeln. Er hat keine Idee für ein Produkt, sondern vom Weg dahin und das ist das Team. Mit dem Geld will er ein Entwicklerteam zusammenstellen, dass bereits Erfahrung in der Entwicklung von Produkten hat und den Willen besitzt, etwas schaffen zu wollen. Was dann raus kommt, ist vollkommen offen. Es lohnt sich übrigens auch Pozins Pitch anzusehen, denn er hat es wirklich verstanden, worauf es ankommt: Entertainment.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 14. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den "Nachteil" von Open Source für Google, den Medienwandel, gefährlichen Journalismus, Reddit vs. BuzzFeed und ein mögliches Uber-Verbot in Berlin. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID Time.com: This Is the Biggest Threat Facing Google Right Now: Mit der Überschrift hat Jacob Davidson etwas übertrieben, aber vielleicht kann auch nur ein Journalist über den Verlust von Kontrolle so dramatisch schreiben. Lesenswert ist der Artikel trotzdem, auch wenn es Google überleben wird, dass Amazon mit dem Kindle Fire ein Smartphone entwickelt hat, das Googles mobiles Betriebssystem Android nutzt, dabei aber jegliche Google-Dienste von dem Gerät verbannt. Android ist eben ein auf Linux basierendes System, also Open Source. Vor dem Hintergrund dieser Tatsache, dürfte die zukünftige Strategie von Google durchaus interessant zu beobachten sein. Sie kann beweisen, dass entweder immer noch ein Marktriese fallen kann, egal wie dominant er momentan ist oder wie ein offenes System wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

  • MEDIENWANDEL Operation Harakiri: Jeder Satz ein Seufzer: Anfang der Woche haben die FAZ-Autoren Patrick Bernau, Rainer Hank und Winand von Petersdorff einen Debattenbeitrag zum Medienwandel veröffentlicht, den ich aufgrund seiner Belanglosigkeit nicht in unseren Lesetipps erwähnte. Im Jahr 2014 einen ratlosen Text zu schreiben, der auch aus dem Jahr 1999 hätte sein können, war dann irgendwie nichts, was wir hätten empfehlen können. Lesenswerter ist die Antwort von Ralf Heimann, die ich hier ausdrücklich empfehlen möchte. Besonders seinen Schlusssatz, einen wirklichen Beitrag zur Debatte: "Alle Journalisten, die mehr wollen, als nur ihre Privilegien zu retten, können sich über diese Entwicklung nur freuen. Allen anderen wünsche ich viel Glück!"

  • JOURNALISMUS BILDblog: Gefährlicher Journalismus: Im BILDblog schreibt Mats Schönauer über den sogenannten "Werther-Effekt", also dem Phänomen, dass nach einer Berichterstattung über einen prominenten Selbstmord, die Selbstmordrate allgemein steigt. In den letzten zwei Tagen berichteten die Medien über den Suizid des Schauspielers Robin Williams, dies aber auf eine detaillierte und boulevardeske Art und Weise. Dadurch sollte dieser Teil des Journalismus durchaus als gefährlich eingestuft werden, denn ohne Rücksicht auf Folgeerscheinungen wie dem "Werther-Effekt", verhalten sich die Medien hier verantwortungslos und das nur für mehr Klicks.

  • REDDIT ReadWrite: Is Reddit Dropping The Ban Hammer On BuzzFeed?: Nutzungsrechte sind im Urheberrecht oft eine spaßbefreite Angelegenheit, aber die neuesten Richtlinien von Reddit, wie mit Inhalt von der Seite des News Aggregators umgegangen werden soll, wenn man sie für ein Medium nutzen möchte, haben mich dann doch einmal zum Schmunzeln gebracht. Wenn z.B. Journalisten oder Blogger etwas schreiben und dabei Inhalte von Reddit nutzen, müssen sie vorher die Nutzer, die oft nur die URL von Inhalten hier veröffentlicht haben, um Erlaubnis fragen. Das bedeutet dann z.B., dass die Person, die einen unserer Netzpiloten-Artikel auf Reddit veröffentlicht, von da an die Nutzungsrechte verwaltet und nicht unsere Autoren. … Ja, wir verstehen es auch nicht, aber es soll wohl BuzzFeed ärgern oder so.

  • UBER Golem.de: Uber soll in Berlin verboten werden: Nach einem Wochenende in Magdeburg, in der es keinen Carsharing-Anbieter gibt, dessen Geschäftsgebiet gefühlt größer als zwei Fußballfelder ist und in der lokale Taxi-Unternehmen mit keiner Taxi-App zusammenarbeiten oder auch nur den Sinn elektronischer Bezahlung verstehen, fällt es mir gerade wieder etwas schwerer einzusehen, was an UberPop schlecht sein soll. Doch die Berliner Senatsverwaltung wird es mir vielleicht bald sagen können, denn es wird ein Verbot des Dienstes, vielleicht sogar von Uber an sich, in der Bundeshauptstadt geprüft. Ach ja, nach Magdeburg bin ich übrigens mit einer via Smartphone organisierten Mitfahrgelegenheit gekommen, dessen Fahrer von der Charakteristika irgendwie identisch mit den UberPop-Fahrern ist, nur mit den Unterschied, dass Taxis keine so langen Strecken fahren wollen und deshalb solche Dienste nicht im eigenen Interesse kriminalisieren.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Steve Martin5 Lesetipps für den 13. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzkultur während der Ukraine-Krise, Spiele-Entwickler auf dem Markt, Facebook-Eltern, Programmierung als Schulfach und Regeln in der Kommentarfunktion. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS Politik Digital: Netzhysterie und Ukraine-Krise: Wenn es um den Konflikt in der Ukraine geht, sind viele Online-Foren voll von Halbwahrheiten, vereinfachten Sichtweisen und offenen Verschwörungstheorien. Doch dieses Phänomen einfach nur als digitales Grundrauschen abzutun, ist gefährlich. Damit sich vermeintlich alternative Narrative nicht durchsetzen, bedarf es eines kritischen Journalismus – der sich auch vor Selbstkritik nicht scheut.

  • GAMES Golem.de: Wooga: Die Kunst, ein Spiel zu killen: Nicht jede gute Idee wird sofort zum Kassenschlager im Gamestore. Eine optimale Einschätzung für Spiele-Entwickler und für deren Spiele ist nicht oft gegeben und kommt in vielen Fällen auch zu spät. Woran Entwickler merken, dass ihr Projekt keine Marktchancen hat, und was sie daraus lernen können, erklärt Adam Telfer von Wooga.

  • FACEBOOK Fotos von Kindern auf Facebook?: Nicht nur die Großeltern bekommen die neusten Bilder von den Enkeln. Mittlerweile posten viele Eltern die Bilder ihrer Kleinen auch auf Facebook, Twitter und Co. Dass die Kinder irgendwann auch mal wachsen und älter werden, vergessen die meisten Erziehungsberechtigten. Was mit unbedenklichen Fotos anfängt, könnte sich Jahre später zum Cybermobbing entwickeln.

  • BILDUNG Handelsblatt: Der Transformer: Algorithmen in der Grundschule: In England ist es nun soweit, dort beginnt man Programmierung als verbindliches Schulfach einzuführen. Was dort nun für die Schüler zwischen 5 und 15 Jahren zum Alltag wird, ist in Deutschland kaum vorstellbar. Hierzulande investiert man Geld weiterhin in Papier.

  • NETZKULTUR Süddeutsche.de: Warum das Netz eine neue Streitkultur braucht: Von antisemitischen Äußerungen bis hin zu rassistischen Reaktionen in sozialen Netzwerken – Kommentare im Netz brauchen klare Regeln, damit ein fairer Umgang untereinander gewahrt bleibt. Ein Plädoyer für eine bessere öffentliche Streitkultur von Dirk von Gehlen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 12. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Wandel von der MP3 zum Streaming von Musik, Selfies und Feminismus, Christian Bollert über detektor.fm, BuzzFeed und wie Landesregierung sich auf Facebook bewegen. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIK Netzwertig.com: Vom MP3-Sammler zum Streamer: Auf Netzwertig.com lässt Martin Weigert seine persönliche Wandlung vom MP3-Sammler zum Streaming-Nutzer rekapitulieren und zeigt damit den Einfluss von Technologien auf unser Nutzungsverhalten. Bis auf eine stete Liebelei zu Vinyl erging es mir genauso und sicher auch noch vielen anderen Musikliebhabern, was Weigerts Fazit, "dass das beste Mittel gegen Piraterie tatsächlich die Bereitstellung von leistungsfähigen legalen Alternativen darstellt", noch einmal kräftig unterstreicht.

  • SELFIES Time.com: The Feminist Photo Revolution: Auf Time.com schreibt die Journalistin Jessica Bennett über die Rolle von Selfies für die Selbstdarstellung von Frauen und wie diese von Natur aus narzisstischen Bilder es Frauen ermöglichen, selbst das Bild von sich in den Medien zu prägen. Ich bin mir über die Auswirkung auf den Feminismus unsicher, da ich mich in dem Thema auch nicht auskenne, aber es ist ein interessanter Gedanke, dass Social Media (laut einer Studie) heute einen größeren Einfluss auf unsere Schönheitsideale hat und Frauen durch Selfies selber den Maßstab setzen.

  • DETEKTOR.FM torial Blog: “Machen statt Quatschen”: Auch wenn man selbst sich nicht für das Medium Radio interessiert, muss einem das Leipziger Internetradio detektor.fm imponieren. Im Interview mit Ben Schwan erzählt Christian Bollert, Chef von detektor.fm, wie eine Gruppe freier Radiojournalisten ein unabhängiges Internet-Radio für Deutschland hochgezogen hat. Ich kenne die Geschichte schon, bin aber immer wieder neu davon fasziniert.

  • BUZZFEED Siliconrepublic.com: BuzzFeed to spend US$50m investment on major expansion: Während traditionelle Medien über den Anzeigen- und Bedeutungsverlust durch den Medienwandel klagen, hat BuzzFeed ein Erfolgsmodell entdeckt, dass zumindest teilweise etwas mit Journalismus zu tun hat. Das hat Investoren überzeugt und der von Jonah Peretti gegründeten Plattform über 50 Millionen US-Dollar gegeben, damit das Unternehmen sich zu einem der führenden Online-Medien der Welt entwickeln kann. Wann hatte zuletzt jemand so viel Vertrauen in eine Zeitung?

  • FACEBOOK Hamburger Wahlbeobachter: Landesministerien bei Facebook: Der "Hamburger Wahlbeobachter" Martin Fuchs hat sich angesehen, wie sich die deutschen Landesregierungen im sozialen Netzwerk Facebook bewegen. Mit über 26 Millionen deutschen Nutzern ist Facebook für Regierungsorganisationen durchaus interessant, um die Bürger zu erreichen, aber noch gibt es viel Optimierungsbedarf.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Oliver BerntLesetipps für den 11. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Printmedien in der Gay-Community, Soziale Netzwerke in der Ukraine, neue Facebook-Kritik, Analoge Mitgliederbefragung und einen Hackerwettbewerb. Ergänzungen erwünscht.

  • PRINT taz: Magazine für Homosexuelle: „Schwule leben anders, lieben anders“: Den Printmarkt geht es nach wie vor schlecht und die Krise macht auch vor schwulen Printmedien nicht halt. Das neueste Opfer ist das Traditionsmagazin Du&Ich, welches nach 45 Jahren nun endgültig eingestellt wurde. Galten die Magazine im Prä-Internetzeitalter als mehr oder weniger einzige Informationsquelle für die Schwul-Lesbische-Gemeinde, fristen sie heute allenfalls ein Dasein als Gratisheftchen oder sind bereits in der Versenkung verschwunden. Wie kam es dazu? Ein Erklärungsversuch.

  • SOZIALE NETZWERKE DW: Geliked, geteilt: Medien in der Ukraine: Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. spielen schon während der Maidan-Proteste in Kiew eine große Rolle. Auch jetzt noch, einige Monate später, sind Fotos und Amateuraufnahmen jeglicher Art eine enorm wichtige Quelle. Experten waren allerdings vor Fälschungen und Manipulation.

  • FACEBOOK Golem: Facebook: Nutzer kritisieren Messenger-App: Facebook zieht einmal mehr den Zorn seiner Nutzer auf sich. Bereits im April 2014 ließ Facebook verlautbaren, die Chat-Funktion in den Android- und iOS-Apps zu deaktivieren. Wer Lust auf einen Chat hat ist daher gezwungen, die eigenständige Messenger-App zu installieren. Die Folge: Unmut der Kunden und schlechte Bewertung en Masse. Wie kann Facebook dem erneuten PR-Debakel entgegen wirken?

  • POLITIK SPIEGEL: Piratenpartei setzt bei Mitgliederbefragung auf Postboten: Nichts ist der Piratenpartei wichtiger als konsequent gelebte Basisdemokratie. Um alle Parteimitglieder in Entscheidungen einbeziehen zu können, wurde seinerzeit die Netzplattform LiquidFeedback ins Leben gerufen. Doch anstatt schnell Entscheidungen herbeizuführen, wurde mehr Streit produziert und die Partei lähmte sich selbst. Daher setzen die Piraten bei ihrer anstehenden Mitgliederbefragung auf ein analoges und nahezu NSA-sicheres Mittel: dem Briefträger.

  • NETZWERKE ZEIT ONLINE: DEF CON: Spielplatz für Hacker: Las Vegas am vergangenen Wochenende. Etwas abseits des hektischen Strips, im Hotel Rio, gaben sich die weltbesten Hacker die Klinke in die Hand. Der Grund: die legendäre DEF CON lud die talentiertesten unter ihnen bereits zum 22. mal ein, um sich sich in anspruchsvollen Hacker-Wettbewerben zu messen. Mehr als 15.000 Netzwerk-Renegaten folgten dem Aufruf. Ziel war es, bis zum Sonntag die meisten feindlichen Netzwerke zu hacken. Dem Gewinner winken schwarze DEF-CON-Badges, welche ihn neben Ruhm und Anerkennung der Community, lebenslang kostenlosen Eintritt gewähren.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Steve MartinLesetipps für den 8. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Plagiate aus Deutschland, digitale Leuchtturmprojekte, Urheberrechte im Bezug auf Fotos, Umgehung von Internetsperren und Datenspionage. Ergänzungen erwünscht.

  • PRODUKTPIRATERIE "Made in Germany": Deutsche Unternehmen als Plagiatoren: Fast jedes vierte Plagiat werde mittlerweile im Auftrag eines deutschen Unternehmens hergestellt. Im gnadenlosen Kampf gegen die stetig an Überhand gewinnende Produktpiraten müssen es deutsche Unternehmen zunehmend mit Tätern aus dem eigenen Land aufnehmen. Auch hierzulande scheuen sich Firmen nicht vor Plagiaten: Für den Ideenklau ist oft nicht ein Produzent im fernen China, sondern der Konkurrent um die Ecke verantwortlich.

  • POLITIK Medienpolitik: „Wir brauchen digitale Leuchtturmprojekte“: Bei der geplanten digitalen Agenda der Bundesregierung sollen Verschlüsselung, Breitbandausbau und Schutz der Privatsphäre zu den Kernpunkten gehören. "Die Digitale Agenda ist ein ressortübergreifendes Projekt der Bundesregierung. Damit werden die politischen Vorhaben bestimmt, die in den kommenden Jahren zur gezielten Weiterentwicklung der Digitalisierung vorangetrieben werden sollen.", verkündet Dorothee Bär (CSU), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, im Interview.

  • URHEBERRECHT Urheberrechte - ein Affe auf Fototour: Ein frecher Affe klaut eine digitale Kamera und schießt damit ein Selfie. Der Besitzer der Kamera verlangt von Wikipedia, das Foto aus dem Netz zu nehmen. Die Macher des Lexikons widersprechen: Der Affe habe schließlich das Foto gemacht. Haben Tiere ein Urheberrecht?

  • NETZWERKE Mesh-Netzwerke: Wenn das Internet ersetzt wird: Eine Funktion in iOS 8 könnte 800.000 mobile Geräte miteinander verbinden. So könnte ein alternatives, von der Struktur des Internets unabhängiges Netzwerk entstehen.

  • DATENSCHUTZ Seitenkanalangriffe: Was verschlüsselte Kanäle verraten: Wer sich in potenziell gefährlichen oder zensierten Netzwerken bewegt, nutzt gerne verschlüsselte Tunnellösungen, um Netzwerkanwendungen über eine gesicherte Verbindung nach außen zu leiten. Gerne verwendet werden dafür etwa SSH oder OpenVPN. Doch auch wenn die Daten verschlüsselt sind, kann eine Analyse der übertragenen Daten trotzdem vieles über die Verbindung verraten. Durch die statistische Analyse des Netzwerkverkehrs eines verschlüsselten SSH-Tunnels gelang es nun Forschern, Rückschlüsse auf das verwendete Programm zu ziehen. Das entsprechende Tool wurde samt Quellcode veröffentlicht.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. August

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Jahr Leistungsschutzrecht, Journalismus auf Smartphones, Roboter bei der Arbeit, Sponsored Post in der New York Times und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT WSJ.de: Außer Spesen bislang nichts gewesen: Am 1. August 2013 trat das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Kraft. Die deutsche Medien-Lobby hatte es geschafft, dass die damalige Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP, sowie Teile der SPD im Bundesrat, ein absolut sinnloses Gesetz beschließen, dass rein gar nichts mit dem Urheberrecht zu tun hat und nur gegen Google und andere online erfolgreicher agierende Internet-Unternehmen gedacht war. Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist ein an sich beeindruckendes Beispiel von Macht, dass aber auch nach einem Jahr mehr Schaden als Nutzen anrichtete, wie Stephan Dörner in der deutschsprachigen Ausgabe der Wall Street Journal dokumentiert.

  • MOBILE FIRST Wired.com: How the Smartphone Ushered In a Golden Age of Journalism: In unseren gestrigen Lesetipps haben wir auf einen lesenswerten Artikel von Ricardo Bilton auf Digiday hingewiesen, der erklärte, dass eine Mobile First-Strategie zu kurz gedacht ist, da je nach Tageszeit auch der Desktop sehr relevant zum Lesen von Inhalten ist. Das stimmt, aber warum trotzdem eine gute Mobile First-Strategie wichtig ist, erklärt Frank Rose auf Wired.com, denn Smartphones & Co. sind wahrscheinlich wirklich der Anfang für eine wirklich goldene Zeit im Journalismus.

  • ROBOTER Theguardian.com: Will robots take our jobs? Experts can't decide: Auch wenn es bei mancher Lektüre oft so scheint, als ob für die Innovation von morgen schon Hopfen und Mal verloren ist, interessieren sich noch manche Menschen dafür, was bzw. wer kommen wird. Das Pew Research Institut hat über 2.000 Experten zur Zukunft der Arbeit interviewt und diesmal ging es knapp Pro Roboter aus. 52 Prozent der Befragten sehen die zukünftige Entwicklung optimistisch, 48 Prozent nicht. Alex Hern fasst den Report im Guardian lesenswert zusammen und verweist auch auf andere lesenswerte Berichte von Pew Research.

  • SPONSORED POST The Dish: The NYT Caves Further To Sponsored Content: Es muss für Journalismus-Nostalgiker, oder netter ausgedrückt Romantiker, ein Grauen sein, dass gerade die große New York Times mit Siebenmeilenstiefeln in eine Zukunft des Journalismus voranschreitet, in den Sponsored Post eine grundlegende Bedeutung zur Finanzierung von journalistischen Inhalten sind. Das muss nicht immer positiv sein, wie John Oliver vortrefflich erklärt, kann aber auch Positives schaffen, wie uns zum Beispiel. Aber auch uns überrascht die Konsequenz der New York Times, die Andrew Sullivan in seinem Blog The Dish erklärt.

  • NETZNEUTRALITÄT t3n: 4 Gründe, warum Netzneutralität wichtig ist – und gerade Startups dafür kämpfen müssen: Unser ehemaliger Netzpiloten ist gerade für t3n im Silicon Valley und hat abe rnoch Zeit gefunden, eine lesenswerte Analyse zu schreiben, warum die Netzneutralität als Garant für Fortschritt und Innovation im Netz und das Rückgrat der Wettbewerbsfähigkeit gerade für junge Startups von besonderem Interesse ist. Doch anders als in USA interessiert sich die europäische Digitalwirtschaft noch zu wenig für ihren Erhalt. Etwas, dass sich schnell ändern sollte.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 6. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Social Media im Krieg, die Geschichte von Foursquare, Netzneutralität, Mobile First und Smart Country. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Medium: Israel, Gaza, War & Data: Die Digitalisierung erfasst unsere ganze Gesellschaft. In guten und schlechten Zeiten. Auch einen Krieg erleben wir heute digital, sei es in den eingesetzten Waffen oder der Berichterstattung darüber. Auf Medium erklärt Gilad Lotan, welchen Einfluss soziale Netzwerke auf die Wahrnehmung eines Krieges hat. Vermeintlich "näher" dran zu sein erhöht nicht die Wahrheit, denn die Journalismus ausmachende Distanz, Einordnung und Bewertung geht verloren.

  • FOURSQUARE Mobile Rocket Science: Die Geschichte von Foursquare: Was aus Foursquare werden wird, scheint noch ungewiss zu sein, seitdem das Unternehmen seine Check-in-App von einem sozialen Netzwerk in einen Yelp-Konkurrent verwandeln möchte. Spannend ist aber auch die Firmengeschichte, deren Meilensteine der Blogger Mario Havanna lesenswert auf Mobile Rocket Science zusammenfasst.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Verizon erzieht seine Kunden zum fairen Datenverbrauch: In den USA versucht der Netzbetreiber Verizon seine Bestandskunden, die noch Verträge mit unbegrenztem Datenverkehr haben, zu mehr Datensparsamkeit zu erziehen, in dem sie gedrosselt werden. Neukunden sind davon ausgenommen, weshalb FCC-Chef Tom Wheeler dem Unternehmen vorwirft, auf diese Weise Altkunden in die neuen Verträge mit festgeschriebener Drosselung zu zwingen.

  • MOBILE FIRST Digiday: Should publishers really think 'mobile-first'?: Auf Digiday erklärt Ricardo Bilton, dass Internettraffic kein Nullsummenspiel ist und sich die Nutzung am Desktop und die mobile Nutzung eigentlich ergänzen. Während von 9 bis 18 Uhr vermehrt am Desktop gelesen wird und dieser Anteil sogar noch wächst. wird vor allem vom Abend bis zum nächsten Morgen, wenn die meisten also nicht am Arbeitsplatz sind mobil gelesen.

  • SMART COUNTRY Politik-Digital.de: Das Internet der Dinge auf dem Land: In der aktuellen Debatte um "Smart Cities" wird zu Unrecht ausgeklammert, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung außerhalb von Metropolen und Ballungsräumen lebt. Auf Politik-Digital.de plädiert Gerald Swarat, dass die dringenden gesellschaftlichen Probleme, denen sich die Regionen stellen müssen, auf die Tagesordnung einer Digitalen Agenda gesetzt werden müssen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 5. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Medienwandel, den geplanten Reboot von YouTube, der Sinn von Disruption, Google News und Trends im Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • MEDIENWANDEL taz.de: "Die Verlage sind selbst schuld": Im Interview auf taz.de widerspricht der Medienwissenschaftler Andreas Vogel dem Aberglauben, dass das Internet Schuld sein soll, dass die Auflagen der Tageszeitungen sinken. Vielmehr sind laut Vogel die Verlage selber Schuld, denn das Konzept der "Zeitung für alle" zeigte sich schon in den 80er Jahren als überholt.
  • DISRUPTION Blicklog.com: Disruption verkommt zum Unwort: Auf seinem Blog schreibt Dirk Elsner über Disruption und wie dieses einmal für Innovation stehende Wort langsam zum Marketing-Wort verkommt – ohne Substanz. Ein lesenswerter Artikel mit einem wichtigen Schlusswort an Startups: "Redet nicht im Vorfeld von Disruption und Revolution. Wenn ihr dann wirklich eine Branche umgekrempelt habt, dann werden genügend Leute von ganz allein die Scheinwerfer auf Euch richten." So ist es.
  • YOUTUBE Fast Company: Rebooting YouTube: Auf Fastcompany.com stellt Nicole Laporte in ihrem Artikel die Frau hinter YouTube vor: Susan Wojcicki. Sie ist es, die Google erst ermöglicht hat, durch Werbung enorme Gewinne zu erzielen und nun hat sie die Aufgabe, die eigene Videoplattform komplett neu aufzustellen. Noch ist YouTubes Zukunft nicht klar zu erkennen, aber das Wojcicki das Ruder in der Hand hat, wird nicht nur die Anleger erfreuen.
  • GOOGLE NEWS Google News Blog: Introducing the Google News Publisher Center: Links vom Rhein und rechts von der Oder gilt Google News als ein Leser auf die eigene Nachrichten-Seite bringender Dienst von Google, den das Unternehmen jetzt auch verstärkt für die Verlage und verlagsähnlichen Anbieter öffnet. Mit dem Google News Publisher Center können Publisher bestimmte Informationen über ihre Seite und Artikel selber ändern und so den Nachrichten-Aggregator verstärkt nutzen, um sich zumindest in dieser Suchmaschine prominenter als Nachrichtenquelle anzubieten.
  • JOURNALISMUS JakBlog: Was Journalisten dringend können müssen: Auf seinem Blog fasst Christian Jakubetz drei viel diskutierte Trends im Journalismus auf, die wahrscheinlich für Journalisten essenziell sind: Video, Mobil, Sozial. Prüft man aber die hiesigen Journalisten und auch ihre Arbeitgeber auf diese drei Punkte, stellt man schnell den Rückstand fest. Sozial à la Social Media ist Journalismus in Deutschland noch so gut wie gar nicht. Genauso wie mobiler Journalismus, was oft noch mit dem scheinbar vorherrschenden Unbehagen mit Geräten und Diensten zu tun hat. Und Video ist meist eine eigene Abteilung, aber nichts was ein Journalist oder Journalistin in einer Zeitung können muss. Eigentlich macht mich Jakubetzs Blogpost eher traurig.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 4. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die deutsche Haltung im Fall Snowden, Konservatismus, BuzzFeed plant eine Nachrichten-App, Stars auf YouTube und die Folgen des Recht auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • WHISTLEBLOWER Mainpost: Die Feigheit vor dem Freund: Diesen Leitartikel von Manfred Schweidler mit dem Untertitel "Die deutsche Haltung im Fall Snowden ist beschämend" möchte ich nicht einmal kommentieren. Ich möchte ihn einfach nur verbreiten, damit mehr Menschen ihn lesen.
  • KONSERVATISMUS Zeit Online: Wir müssen den Konservatismus überwinden: Auf Zeit Online ist ein sehr lesenswertes Interview von Daniel Herbstreit mit dem Musiktheoretiker Mark Fisher erschienen, der sich vor dem Hintergrund von Popmusik mit dem (auch in Deutschland) vorherrschenden Konservatismus auseinandersetzt. Doch was für die Musik gilt, dass ohne die Vorstellung von einer radikal anderen Zukunft, es nie möglich sein wird, den herrschenden Konservatismus zu überwinden, weder auf politischer noch auf kultureller Ebene, gilt auf jeglicher Ebener unserer Gesellschaft und limitiert unser Innovationspotenzial im digitalen Wandel.
  • BUZZFEED Nieman Journalism Lab: BuzzFeed is building a new mobile app just for news — theirs and everyone else’s: Bei Foursquare war die Strategie verschiedene Apps für verschiedene Aufgaben anzubieten ein Reinfall, Facebook setzt sie mit Druck durch und ob BuzzFeed damit Erfolg haben wird, werden wir sehen. Im Blog des Nieman Journalism Lab erklärt Caroline O'Donovan die Pläne des bekannten Blogs, eine eigene App für Nachrichten anzubieten, auf der dann die neben Listicles und Katzen-Lobhudelei auch existierenden ernsthaften Beiträge der Seite gebündelt angeboten werden. Doch auch die Nachrichten anderer Seiten sollen hier ihren Platz finden.
  • YOUTUBE Blog von Andreas Rickmann: Wie wir* ignorieren, was junge Menschen bei Facebook, Twitter und Youtube interessiert: Auf seinem Blog stellt Andreas Rickmann das an sich nicht unbekannte Phänomen der YouTube-Stars vor, die aber von den zu gerne über sich selber und den negativen Seiten des sie selbst betreffenden Medienwandels schreibenden Medien gerne übersehen werden. YouTube-Blogger wie Dagi Bee, die mehr Follower hat also Sascha Lobo oder Stefan Niggemeier (sehr viel mehr Follower hat als wir), leben abseits der Aufmerksamkeit von vermeintlich Öffentlichkeit schaffenden Medien die Möglichkeiten des digitalen Wandels von Kommunikation vor.
  • RECHT AUF VERGESSEN The Guardian: Wikipedia link to be hidden in Google under 'right to be forgotten' law: Neuster (und wohl bisher auch traurigster) Höhepunkt der Folgen des unzureichend gestalteten "Recht auf Vergessen durch den Europäischen Gerichtshof ist die Löschung eines Links zu einem Wikipedia-Artikel. Vor zwei Wochen habe ich in meiner Kolumne und noch einmal am Samstag in der Radiosendung Trackback vor den Gefahren des Urteils für die Presse- und Meinungsfreiheit gewarnt. Was leider immer wieder vergessen wird ist die enorme Bedeutung von Suchmaschinen in unserer Daten produzierenden Gesellschaft. Die Löschung des Links kommt der Zensur des Inhaltes gleich. Ich wünsche mir, dass Wikipedia diesen Artikel bis zur Schaffung von klaren und transparenten Regeln weltweit zum Artikel des Tages macht und das jeden einzelnen Tag.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


[1][2][3][4][5][6][7][8]...[83][84][85]Ältere Beiträge