Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 30. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook und Überwachung, die Debatte ums Urheberrecht, eine Paywall, Roboterjournalismus und YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Süddeutsche.de: Das wirkliche Problem sind Geheimdienste: Heute treten auf Facebook neue allgemeine Geschäftsbedingungen in Kraft. Das soziale Netzwerk will noch mehr über seine Mitglieder wissen und diese Daten noch intensiver nutzen. Die Aufregung ist im Laden von Bundesdatenschützerin Andrea Voß riesig, doch wird in der Debatte ein wichtiger Fakt vergessen, den Dirk von Gehlen auf Süddeutsche.de sehr gut auf den Punkt bringt: "Es ist an der Zeit, jene Überwachungs-AGB abzulehnen, die politisch verbreitet werden, statt so zu tun, als könne man das Problem über Facebook lösen."

  • URHEBERRECHT Netzpolitik.org: Die Böhmermann-Debatte zum Urheberrecht: Leonhard Dobusch fasst auf Netzpolitik.org die doch noch sehr interessant gewordene Debatte um die Urheberrechtsverletzung durch Jan Böhmermann zusammen. Berufsprovokateur Böhmermann nutzt den Vorfall um die berechtigte Abmahnung für Aufmerksamkeit erhaschenden Krawall, andere Leute setzen sich mit der eigentlichen Frage um das Urheberrecht auseinander und wie dieses modernisiert werden muss.

  • PAYWALL Rhein-Zeitung.de: Schluss mit gratis – Eine Zeitenwende: Keine Ahnung, wie lang dieser Artikel noch zu lesen ist, denn der Kommentar von Marcus Schwarze auf Rhein-Zeitung.de wird bald hinter einer Paywall verschwinden. Kunden statt Reichweite lautet das neue Motto, weshalb bald jeder Artikel kostenpflichtig sein wird. Marcus Schwarze, Redakteur und Leiter Digitales bei der Rhein Zeitung erklärt diesen ultimativen Schritt.

  • ROBOTERJOURNALISMUS The Verge: AP's 'robot journalists' are writing their own stories now: Roboterjournalismus funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen. Lars Sobiraj hat das auf Netzpiloten.de geschrieben. Die New Yorker Nachrichten- und Presseagentur Associated Press (AP) setzt ebreits auf Roboterjournalismus, ohne dass das den Journalismus gefährdet. Wie das geht und wie die bestimmten Voraussetzungen bei AP aussehen, erklärt Ross Miller auf theverge.com.

  • YOUTUBE BR Puls: Womit Youtube-Stars ihr Geld verdienen: Die hiesige YouTube-Community ist schwer einzuschätzen. Noch handelt es sich um alles andere als ein großes Geschäft, allerdings bereits mit sehr wenigen Ausnahmen, doch wie viel Geld wirklich schon im Umlauf ist, weiß niemand genau. Philipp Steuer hat für Google gearbeitet und kennt sich mit YouTube aus. Im Interview mit Anna Bühler legt er die Karten auf den Tisch – mit einem bestimmten Ziel.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Daniel Peter5 Lesetipps für den 29. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um gläserne Arbeitnehmer, Apples Erfolg, das Crowdfunding-Portal Seedmatch, das BSI und Digitalisierung in Slowenien. Ergänzungen erwünscht.

  • TERRORISMUS DIE WELT: Diese Unternehmen durchleuchten ihre Mitarbeiter: Laut einer Anti-Terrorverordnung der EU aus dem Jahr 2002, ist es Unternehmen verboten, Terroristen zu finanzieren. Dazu müssen sie jedoch kontrollieren, dass keiner ihrer Mitarbeiter oder Geschäftspartner auf einer der zahlreichen Terrorliste zu finden ist. Die Welt zeigt nun, dass die Verordnung nicht flächendeckend umgesetzt wird. Welche deutschen Großunternehmen trotz datenschutzrechtlicher Bedenken und hoher Kosten die EU-Verordnung durchsetzen, kann man in diesem Artikel lesen.

  • APPLE Süddeutsche.de: Fünf Gründe für Apples märchenhaften Erfolg: 18 Milliarden Dollar. Diesen sagenhaften Umsatz hat der US-amerikanische Konzern Apple innerhalb eines Quartals verbuchen können und steht damit am Zenit seines Erfolgs. Doch wie konnte dieses Unternehmen so erfolgreich werden? Wie schaffte es Apple zu einer Marke zu werden, die einen wahren Kult um sich scharrt? Süddeutsche.de analysiert den Aufstieg des Konzerns und nennt fünf gute Gründe, wie es dazu kommen konnte.

  • STARTUPS t3n: Crowdfunding-Plattform Seedmatch: Wie eine orange Box drei Millionen Euro einbringen konnte: Wie schafft es ein Startup-Unternehmen innerhalb von 90 Minuten 750.000 Euro zu sammeln und damit einen Weltrekord aufzustellen? T3n wirft einen Blick auf Jens-Uwe Sauer und seine Rendite-orientierte Crowdfunding-Plattform Seedmatch und ihre Rivalität zu Kickstarter. Ein Artikel über die erste deutsche Plattform, die die Wichtigkeit von Viralität für die Finanzierung von Startup durch Crowdfunding erkannte.

  • ÜBERWACHUNG heise online: Crypto Wars 3.0: Neuorganisation des BSI gefordert: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) muss reformiert werden, darüber sind sich Vertreter aus Politik und Informatik einig. Das grundlegende Problem bestehe darin, dass das Ministerium einerseits andere Behörden beraten soll, andererseits als unabhängige Anlaufstelle für die Bürger dienen soll. Es sorgt vor allem für Kritik, dass das Interesse des übergeordneten Innenministeriums an einer besseren Überwachung unvereinbar mit der Schutzpflicht des BSI für Bürger und Wirtschaft sei.

  • DIGITALISIERUNG Politik Digital: Studieren in Slowenien: Digital durch den Alltag: Slowenien hat zwar nicht die beste digitale Infrastruktur Europas, jedoch vereinfacht das Land viele Lebensbereiche durch die Digitalisierung – vor allem Studierende in den größeren Städten sind davon betroffen. Durch einige kleine digitalen Neuerungen können diese bequem und bargeldlos ihren Alltag meistern. Betroffen sind vor allem die Nationalbibliothek, die Bezahlung in Restaurants und die Mobilität. Eine deutsche Auslandsstudentin berichtet.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 28. Januar

In unseren Lesetipps geht es um eine Studie des EU-Parlaments, Snapchats neue Discover-Funktion, digitale Kommunikation, Twitters neue Funktionen und das Thema Geld verdienen mit YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Datenschutzbeauftragter: Massenüberwachung im Netz – Open Source Projekte sollen Abhilfe schaffen: Der Ausschuss für Technikfolgenabschätzung des EU-Parlaments hat in einer Studie das Spannungsverhältnis zwischen Massenüberwachung und dem Schutz der Privatsphäre untersucht. Die Studie kommt hierbei zu dem Ergebnis, dass zum einen die Sicherheitsbehörden ihre Befugnisse immer weiter ausbreiten und zum anderen viele Bürger sich über die Gefahren gar nicht bewusst sind. Aus diesen Gründen empfiehlt die Studie Aufklärungskampagnen zu starten, die Ende-zu-Ende Verschlüsselung zu verstärken und Open-Source Software Lösungen zu fördern.

  • SNAPCHAT Mashable: Is Snapchat about to become a publishing powerhouse?: Snapchat möchte nicht länger nur ein weiterer Instant-Messenging Dienst sein, sondern wird nun auch selber zum Medienpublisher. Ab sofort können mit der neuen Funktion Snapchat Discover Medienunternehmen ihre Inhalte direkt in der App publizieren. Dabei ermöglicht es Discover nicht nur auch die "jungen Leute" mit aktuellen Informationen zu erreichen, sondern die neue Funktion bietet für Werbetreibende neue Möglichkeiten und ist für Snapchat selbst ein weiterer Geschäftsbereich. Zum Start sind bereits einige Contentpartner wie CNN, ESPN, Vice oder die Yahoo News mit dabei.

  • KOMMUNIKATION Prof. Dr. Heike Simmet: Personalisierung in der digitalen Kommunikation: Willkommene Information oder unerwünschtes Stalking?: Die digitale Kommunikation bietet einen hohen Grad an Personalisierung sowie ein hohes Maß an Verständnis für Kunden und Interessenten. Insbesondere besehende Kundenbeziehungen können intensiviert werden. Doch hierbei kann es schnell passieren, dass die Grenze zwischen den Kundenbedürfnissen und Stalking nahtlos ineinander übergehen. Immer mehr Daten werden ausgewertet und genutzt, sodass in Zukunft ein größerer Wiederstand der Kunden zu erwarten ist. Deswegen sei es wichtig ein möglichst hohes Vertrauen herzustellen, da dies laut Prof. Dr. Heike Simmet die neue Währung in der digitalen Kommunikation von morgen ist.

  • TWITTER Golem: Microblogging: Twitter führt Videofunktion und Gruppennachrichten ein: Der Microblogging Dienst Twitter hat zwei neue Funktionen eingeführt. Ab sofort können über Twitter Nachrichten mittels Gruppennachrichten an mehrere Twitternutzer verschickt und Videos direkt aus der App aufgenommen, editiert und veröffentlicht werden. Damit will Twitter zum einen durch den Ausbau der Nachrichten-Funktion etablierten Messenger-Diensten Konkurrenz machen und zum anderen mit der Videofunktion Instagram und Snapchat angreifen. Insbesondere die Videofunktion war schon seit Monaten erwartet worden.

  • YOUTUBE Online Marketing Rockstars: So viel Geld kann man mit Youtube verdienen: Die Frage, was YouTuber verdienen gehört wohl mit zu den meist diskutierten Fragen im YouTube-Kosmos. Zahlreiche Statistiken und Experten versuchen aufzeigen, wie viel ein Gronkh, die Y-Tittys oder sonst ein YouTuber verdient, schnellen aber oft an der Realität vorbei. Deshalb versucht nun Philipp Steuer, selber YouTuber und beruflich beim Multi-Channel-Netzwerk Mediakraft tätig, bei den Online Marketing Rockstars zu erklären wie und vor allem wie viel Geld YouTuber nun wirklich verdienen. Konkrete Zahlen zu einzelnen YouTubern nennt er dabei zwar nicht, gibt aber doch einen interessanten und gut verständlichen Einblick in das Thema Geld und YouTube.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 27. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Folgen des Verschwindens von Lokalzeitungen, die hiesige YouTube-Community, Wi-Fi und Podcasts in den USA. Ergänzungen erwünscht.

  • ZEITUNGSKRISE The Washington Post: The decline of local news is threatening citizen engagement: Ein eindringlicher Text von Danny Hayes in der Washington Post, der gerade hierzulande, unbedingt gelesen werden sollte. Hayes beschreibt zwar die SItuation in den USA, aber die hier beschriebene Folge aus der Zeitungskrise trifft auch auf unsere Gesellschaft zu: Das Verschwinden lokaler Medien stört zivilgesellschaftliches Engagement bereits in den Anfängen.

  • YOUTUBE I Kleinerdrei: Die jungen Leute auf YouTube: Auf Kleinerdrei erklärt Martin Pittenauer anhand der hiesigen YouTube-Community einen vermeintlichen Generationskonflikt in der deutschen Medienlandschaft. Die Video-Plattform gilt hierzulande immer nur als etwas für junge Akteure, die wiederum von älteren Was-mit-Medien-Leuten meist abfällig und kritisch beäugt werden. Se entsteht keine Vielfalt, obwohl sie in Ansätzen erkennbar ist, wenn man wie Pittenauer genau hinguckt.

  • YOUTUBE II Spreeblick: YouTube und die Alten: Johnny Haeusler antwortet auf Pittenauers Text mit einem Kommentar und warum es "ältere" Menschen, die was mit Medien machen, nicht unbedingt mehr vor die YouTube-Kameras dieser Welt zieht. Dem Selbstdarstellungstrieb, der gerade die junge Generation antreibt, weicht mit den Jahren zwangsläufig der Selbstfindung. Das könnte ein Grund sein, warum das Medium YouTube hierzulande gerade von jungen Protagonisten geprägt wird, erklärt aber nicht Pittenauers Verweis auf die US-amerikanischen YouTuber in den USA.

  • WI-FI Time: Cablevision to Launch New Wi-Fi Cell Service Plan: In New York plant ein Telekommunikationsanbieter den Umstieg des Mobilfunks auf Wi-Fi. Was zuerst ungewöhnlich klingt, hat Hand unf Fuß. Victor Luckerson erklärt auf Time.com die Vor- und Nachteile dieser Entscheidung und welche Auswirkungen das auf den Markt haben kann.

  • PODCAST Edison Research: A Dramatic Increase In Podcasting's 'Share Of Ear': Ich bemühe mich stets mir mehr Zeit für Podcasts zu nehmen, denn es gibt sogar hierzulande jede Menge tolle Formate. Ähnlich wie in den USA, wo Edison Research eine erstaunliche Zahl ermittelt hat: US-Amerikaner hören durchschnittlich 21,1 Mio. Stunden Podcasts. Mehr als alle anderen Audio-Formate. Insgesamt ist der Konsum im letzten Jahr um 18 Prozent gestiegen.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Lobbyismus im Bundestag, Hamburg bloggt, eine nicht engagierte Gesellschaft, TTIP und Zoë Keating kritisiert YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • BUNDESTAG Süddeutsche.de: So schützt der Bundestag Lobbyisten: Vor fast einem Jahr wurde mir der Zugang zu einer Ausschusssitzung des Bundestags verwehrt, da sich angeblich zu viele Blogger vor Ort befinden. Das eigentliche Problem hinter dieser Lüge der Bundestagsverwaltung war das ausufernde Ausmaß an Hausausweisen für Lobbyisten. Thorsten Denkler zeigt auf Süddeutsche.de auf, dass mehr als die Hälfte der 2.000 Hausausweise über die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen verteilt werden, davon 90 Prozent durch CDU/CSU und SPD. Wer das aber ist, der da u.a. Öffentlichkeit schaffenden Bloggern die Chance auf Berichterstattung nimmt, wollte die Bundestagsverwaltung oder die Fraktionen nicht sagen.

  • HAMBURG OSK Blog: Hamburg, deine Blogger: Für das OSK Blog hat sich Carsten Christian – nach Köln und Stuttgart – mit der Hamburger Blogosphäre beschäftigt und einen thematischen Schwerpunkt auf Mode und Lifestyle ausgemacht. Vier der in der Elbmetropole beheimateten Blogs werden genauer vorgestellt und weitere Blogs aus/über/für Hamburg ordentlich aufgelistet – von A wie avatter.de, über N wie Netzpiloten.de bis Z wie zeitgeist247.de.

  • GESELLSCHAFT Süddeutsche.de: Lehren aus Pegida – Rückzug ins Private stoppen: Unser Online-Magazin Netzpiloten.de gibt es auch aufgrund einer gefühlten Verantwortung als Medium für die Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung, aber wir allein oder auch eine Institution wie ein Bundestagsausschuss, reichen dafür nicht aus. Es braucht Menschen, die sich einbringen und engagieren. Anhand der islamophoben Rechtenbewegung PEGIDA zeigt Hannah Beitzer lesenswert auf, dass der Rückzug ins Private, die Schaffung einer Parallgesellschaft ohne ziviles Engagement, zu einem politischen Integrationsdefizit führt. Politische Diskurse, auch bei der Digitalisierung aber vor allem beim gesellschaftlichen Miteinander, dürfen nicht von Politik und Medien allein geführt werden.

  • FREIHANDEL Telepolis: "Vorläufige Anwendung" mit völkerrechtlichen Verpflichtungen: Die Europäische Kommission, aber genauso die Bundesregierung, wollen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA – kurz TTIP genannt – mit beinahe allen Mitteln durchbekommen. Auf Heise.de berichtet Peter Mühlbauer über die Idee der EU-Kommissarin Cecilia Malmström, die Parlamente der Mitgliedsländer bei TTIP und CETA (Freihandelsabkommen der EU mit Kanada) zu umgehen, in dem Teile der umstrittenen Freihandelsabkommen zu völkerrechtlichen Tatsachen gemacht werden. Ein Scheitern wie beim ACTA-Abkommen soll so verhindert werden.

  • YOUTUBE Zoë Keatings Blog: What should I do about Youtube?: Auf ihrem Tumblr schreibt die ihre Musik ohne Label selbst vertreibende Musikerin Zoë Keating über ihr Dilemma als unabhängige Musikerin. Die im letzten Jahr viel diskutierten Verträge zwischen YouTube und den damals erst aggressiv unfair agierenden Labels, die sich dann doch einigten, gelten eben nicht für einzelne Musiker. Die müssen jetzt in die neuen Nutzungsbedingungen einwilligen, damit die Musik beim Streaming-Service Youtube Music Key zu finden ist oder Google schließt die Channels der Musiker. Keating ist ratlos, was sie jetzt machen soll: Den All-or-nothing-Deal (wie es Gizmodo ausdrückt) annehmen oder weitermachen, aber auf das Geld verzichten (laut dem Guardian werden die Channels nicht gelöscht, sondern nur von den Einnahmen ausgeschlossen).

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 23. Januar

In unseren Lesetipps geht es um Sperrfristen im Journalismus, Snapchats neue Discover Funktion, Kommentare im Internet, Facebooks Newsfeed und Yahoo im Wandel. Ergänzungen erwünscht.

  • SPERRFRIST Taz: Sperrfristen im Journalismus: Die geschenkte Zeit: Sperrfristen sind auch im digitalen Zeitalter unter Journalisten beliebt. Kein Wunder, nehmen diese Journalisten den Druck, die Neuigkeiten möglichst schnell zu veröffentlichen. Dabei werden die Embargos trotz der digitalen Schnelllebigkeit und dem Aktualitätsdruck nur selten gebrochen, gelten Sperrfristen als eine Art Ehrenkodex der Branche. Doch auch wenn Sperrfristen somit weiterhin Bestand haben, sorgt die Digitalisierung auch für Herausforderungen bei dieser. Beispielsweise veröffentlichten zahlreiche Tageszeitungen ihre Artikel über die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin schon vor der Sperrfrist, da die digitalen Ausgaben bereits am Abend vorher erschienen.

  • SNAPCHAT Digiday: Inside Snapchat's original media ambitions: Snapchat hat angekündigt, zum Ende diesen Monats eine neue Funktion namens Discover zu launchen. Mit dieser Funktion sollen Medieninhalte von Snapchat selbst und anderen Medienpartnern direkt in Snapchat angezeigt werden. Das Besondere daran ist, dass das Startup plant, selber zum Publisher zu werden. Dafür hat Snapchat einige Journalisten und Blogger angestellt, die Discover mit Inhalten füllen sollen. Somit wagt sich das Unternehmen in die Fußstapfen von Unternehmen wie LinkedIN oder Amazon, die ebenfalls erfolgreich eigene Inhalte publizieren.

  • KOMMENTARE Savage Minds: The Four Types of Comments: Kommentare finden sich im Internet wie Sand am Meer. Diese sind dabei in der Regel sehr unterschiedlich und lassen sich nur schwer kategorisieren. Genau das hat aber nun Kerim Friedman gemacht und seine vier Typen von Kommentaren vorgestellt, die man im Internet findet. So unterscheidet er zwischen dem weisen Kommentar, dem bösen Kommentar, dem ignoranten Kommentar und dem der den Text nicht gelesen hat Kommentar. Dazu gibt er Tipps, wie man auf diese Typen von Kommentaren am besten antworten kann, um zukünftig die Diskussionen produktiver und nachhaltiger zu gestalten.

  • FACEBOOK The Guardian: Facebook's news feed might be dying but Zuckerberg needn't worry yet: Facebooks Newsfeed stirbt aus. Das ist Max Tatton-Browns These, die er für den Guardian begründet. So ist der Feed auf dem Weg dahin, sich zur "komischen Familien-Dinnerparty, die man nicht verlassen kann" zu entwickeln. Auch wenn es für viele so wirken mag, dass der Feed ein zentraler Teil von Facebook ist und die weniger werdende Nutzung zu Problemen für das soziale Netzwerk führen könnte, ist der Newsfeed aber letztendlich nur ein Produkt von vielen. Facebooks Strategie, mehr wie Google zu werden, ist für Tatton-Brown damit ein Schritt in die richtige Richtung.

  • YAHOO New York Times: Turnaround on Track, Yahoo Chief Still Battles: Seit bereits zweieinhalb Jahren ist Marissa Mayer CEO beim ehemaligen Internetgiganten Yahoo. In dieser Zeit hat sie einiges verändert und sie musste auch einiges an Kritik einstecken. Farhad Manjoo hat nun für die New York Times analysiert, wieweit Mayer ihren Plan, das Internetunternehmen zu einem starken Silicon Valley Unternehmen zu machen, umsetzen konnte. Sein Fazit: Mayer ist auf einen guten Weg, Yahoo zu transformieren, auch wenn noch viel zu machen ist.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Niklas Möller5 Lesetipps für den 22. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um WhatSim, das Vertrauen in Nachrichten, Twitter und die State of the Union, den Aufstieg von Instagram und das Leben in Startups aus der Sicht einer Praktikantin. Ergänzungen erwünscht.

  • WHATSIM The Wallstreet Journal: New SIM Card Offers Global Access to WhatsApp: Ein von Telecom Italia Mitarbeiter Manuel Zanella gegründetes Unternehmen bietet eine neue SIM-Karte namens WhatSim an, die es Nutzern auf der gesamten Welt erlauben soll, die zu Facebook gehörige Messenger-App WhatsApp zu verwenden. Diese hat inzwischen 700 Millionen aktive Nutzer, die 30 Milliarden Nachrichten am Tag verschicken, und auf einem guten Weg ist, klassische Textnachrichten zu verdrängen. 150 Länder auf der gesamten Welt sollen mit WhatSim beliefert werden, auch viele Entwicklungsländer, in denen das Angebot nach eigenen Angaben teilweise nur für Euro im Jahr kosten wird.

  • NACHRICHTEN Quartz: Google is now a more trusted source of news than the websites it aggregates: Die Public Relations Agentur Edelman hat eine Umfrage unter 27.000 Menschen veröffentlicht, die das Vertrauen der Bevölkerung in Nachrichten zeigt. Demnach genießen Suchmaschinen, wobei Google hier mit weitem Abstand der Marktführer ist, inzwischen ein größeres Vertrauen als traditionelle Medien, während soziale Netzwerke trotz positiver Entwicklung immer noch mit größerem Misstrauen zu kämpfen haben. Besonders groß ist das Vertrauen der jungen Nutzer in Suchmaschinen.

  • STATE OF THE UNION The New York Times: The State of Our Union, Tweeted: Die State of the Union ist die alljährliche Ansprache, die der Präsident der Vereinigten Staaten zu Beginn eines Jahres hält und seine Einschätzung zur Lage des Landes vorträgt. Dank Social Media hat sich auch diese Veranstaltung inzwischen verändert und es war nicht nur Barack Obama, der seine Einschätzung geäußert hat, sondern zeitgleich konnten alle Abgeordneten auf Twitter ihre persönlichen Meinungen kundtun und das führte somit zu einer angeregten Diskussion statt eines Monologes. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie soziale Medien auch die Politik revolutionieren können.

  • INSTAGRAM t3n: Weigerts World: Der unerwartete Aufstieg von Instagram in den Social-Media-Olymp: Bei t3n hat Kolumnist Martin Weigert sich in dieser Woche mit dem unerwarteten Aufstieg von Instagram auseinandergesetzt. Vor wenigen Jahren noch hätte wohl kaum jemand vorhergesehen, dass es ausgerechnet Instagram gelingen könnte, zu einem ernsthaften Konkurrenten für Branchenführer Facebook heranzureifen; und dabei hat sich hier seit Gründung des Netzwerkes verhältnismäßig wenig getan. Doch es ist wohl gerade die Einfachheit des Dienstes, die von den Nutzern besonders geschätzt wird. Denn die Grundstruktur hat bei Instagram schon immer sehr gut funktioniert.

  • STARTUPS Gründerszene: Praktikum bei Stylefruits: Gaming Nights, Open Door Policy und jede Menge Mode: Wie sieht der Alltag in einem Startup aus? Das wollte Juliette Allaire auch wissen und hat als Praktikantin bei der Münchener Social Shopping Plattform Stylefruits begonnen. Bei Gründerszene.de hat sie ihre Eindrücke geschildert und berichtet von ihren Social Media Aktivitäten und der Kooperation mit Bloggern. Letztendlich kommt sie nicht nur aufgrund der offenen Art des Startups zu einem positiven Fazit: sie fühlte sich nicht bloß als Praktikantin, sondern als ein wichtiger Teil des Unternehmens.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Daniel Peter5 Lesetipps für den 21. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um eine App, die Blinde sehen lässt, die Krautreporter, den Erfolg von WhatsApp, das europäische Urheberrecht und Satelliten-Internet. Ergänzungen erwünscht.

  • BE MY EYES The Huffington Post: Be My Eyes: Diese App lässt Blinde wieder sehen - durch die Augen anderer: Am Donnerstag haben dänische Entwickler eine neue App auf den Markt gebracht. Erstaunlich daran: Sie ist eine Mischung aus Sehhilfe und Social Media. Sie verbindet einen sehbehinderten Nutzer mit einem gesunden Menschen, der ihm via Smartphone seine Augen leiht und bei täglichen Aufgaben und Problemen hilft. Wie das neue Programm genau funktioniert, beantwortet dieHuffington Post.

  • KRAUTREPORTER Carta: Die Krautreporter: Kritik der Kritiker: Kai Schächtele wirft auf Carta einen Blick auf den Zustand der Krautreporter. Er kritisiert das Online-Magazin wegen seiner Überheblichkeit mit der es sich als Rettung des Onlinejournalismus angepriesen habe, jedoch nimmt er auch die anderen Kritiker in die Verantwortung und rät ihnen, das Projekt mit weniger Genugtuung tot zu sagen. Schließlich wäre es zu erwarten gewesen, dass sich die Plattform nach der Anfangseuphorie mit einigen Problemen konfrontiert sehen würde.

  • WHATSAPP Frankfurter Allgemeine: WhatsApp erobert die Welt: Die Frankfurter Allgemeine untersucht in einem umfangreichen Artikel den unglaublichen Aufstieg von WhatsApp. Das Kommunikations-Programm hat mittlerweile mehr als 700 Millionen aktive Nutzer und ist die meistgenutzte App. Der Messenger ist der am schnellsten wachsende Internetdienst der Geschichte. Täglich werden mehr WhatsApp-Nachrichten verschickt als SMS. Sogar die Übernahme durch den Social Media-Giganten Facebook hat das Unternehmen überstanden, obwohl sich viele Nutzer um ihre Privatsphäre fürchteten.

  • URHEBERRECHT Süddeutsche.de: "Alle Abgeordnete sollten Rechenschaft über Lobby-Treffen ablegen": Vor kurzem hat Sie etwas Erstaunliches gemacht: Sie hat eine Liste aller Lobby-Treffen, die sie in ihrer Arbeit als Europa-Abgeordnete gemacht hat, veröffentlicht. Julia Rede ist Mitglied der Piratenpartei und Berichterstatterin über die Harmonisierung des europäischen Urheberrechts. Nun fordert Sie, dass es ihr andere Abgeordnete gleich tun und kritisiert das bisherige, komplizierte Urheberrecht, dass weder Verbrauchern, noch Autoren oder der Öffentlichkeit nützt. Ein Interview auf Sueddeutsche.de.

  • GOOGLE Golem.de: Google will bei Elon Musks Satelliten-Internet einsteigen: Nach drei anderen Projekten zur Verbesserung der internationalen Kommunikationsinfrastruktur will Google in den Raketenhersteller SpaceX investieren. Die Investitionssumme soll bei rund einer Milliarde US-Dollar liegen. Das Unternehmen erhofft sich dadurch, beim geplanten Satellitennetzwerk von Elon Musk dabei zu sein. Ob nun bald hunderte neue Satelliten im Orbit der Erde kreisen werden und welche Ziele Elon Musk verfolgt, könnt ihr auf Golem.de lesen.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um ein neues Urheberrecht für Europa, Prashant Fuloria, Überwachung und Forderungen nach einer neuen Netzpolitik. Ergänzungen erwünscht.

  • URHBERRECHT Netzpolitik.org: Was läuft falsch beim EU-Urheberrecht?: "Der Berichtsentwurf von Julia Reda ist zweifellos das fortschrittlichste offizielle EU-Dokument in Urheberrechtsfragen seit das erste Katzenfoto im Internet veröffentlicht wurde." Leonhard Dobusch bringt es mit seiner Analyse des von der Europaabgeordneten Julia Reda geschriebenen Entwurfs einer neuen EU-Urheberrechtsrichtlinie auf den Punkt. Bis dieses Papier in Kraft tritt, wird noch viel Wasser die Elbe hinab fließen und es wird Änderungen und Kompromisse geben, aber etwas wird hängen bleiben und die InfoSoc-Richtlinie aus dem Jahr 2001 modernisiert werden. Der Entwurf von Reda ist der erste konkrete Schritt auf Seiten des Parlaments in Vorbereitung der anstehenden EU-Urheberrechtsreform.

  • YAHOO Wall Street Journal: Meet Yahoo’s New Ad Product Chief Prashant Fuloria: Erst Facebook, dann Google, jetzt Yahoo – Prashant Fuloria ist schon viel herum gekommen und all diese Erfahrung wird er als neuer Chef für Werbung bei Yahoo auch brauchen. Marissa Mayer hat in den letzten Jahren viel eingekauft, z.B. Reichweite mit Tumblr, aber auch jede Menge Unternehmen mit neuen Ideen für digitale Werbung. Es wird Fuloria sein, der mit all diesen Werkzeugen jetzt neue Einnahmen erwirtschaften muss und dazu vor allem neue Produkte entwickeln wird. Es lohnt sich, diesem Namen in den nächsten Monaten mehr Beachtung zu schenken.

  • ÜBERWACHUNG The New Yorker: How to Catch a Terrorist: Der erste Satz von Mattathias Schwartz seinem lesenswerten Artikel im New Yorker gibt einen eigentlich schon genug zu denken: "Almost every major terrorist attack on Western soil in the past fifteen years has been committed by people who were already known to law enforcement." Trotzdem reagiert die Politik auf die vermeintliche Angst in der Bevölkerung mit mehr Überwachung, wie Annika Kremer auf Netzpiloten.de erklärt. Die gleiche Debatte läuft in den USA, wo die sowieso schon allwissend wirkende NSA jetzt noch mehr Zugriff haben möchte und zwar auf alle Telefonate der Bevölkerung. Erschreckend, dass das Speichern aller Telefonate schon möglich zu sein scheint, schlimmer noch, dass diese staatliche Überwachung als Terror-Abwehr verkauft wird, bringt sie doch nachweislich nichts. Und dann wäre da noch der erste Satz des Artikels.

  • NETZPOLITIK I Yannick Haan's Tumblr: Wir brauchen einen netzpolitischen Neuanfang!: Neuanfang statt Neuland. Denn die meisten Diskussionen in Deutschland über die Gestaltung der digitalen Gesellschaft sind älter als es die Worte der Bundeskanzlerin scheinen lassen. Doch die Gesetze sind teilweise veraltet und vor allem auf vermeintliche Kontrolle ausgerichtet (siehe Urheberrecht, siehe Taxi-Monopol, siehe Datenschutz, etc.), die immer mehr schwindet. Die heutigen Debatten werden vor dem Hintergrund dieses Kontrollverlusts stets nur mti Angst geführt, der fast schon berühmten German Angst. Das muss sich ändern, meint Yannick Haan, Sprecher des Forums Netzpolitik der Berliner SPD und Mitglied in der Netz- und Medienpolitischen Kommission beim SPD Parteivorstand. Jemand, auf dem die SPD mehr hören sollte, denn Haan steht in meinen Augen für eine Netzpolitik, die auf Engagement statt Populismus setzt.

  • NETZPOLITIK II Neues Deutschland: Digital ist besser: Dass das Problem der SPD mit einer Angst befreiten Netzpolitik kein Parteiproblem ist, erklärt ND-Chefredakteur Tom Strohschneiders Warnung an die gesellschaftliche Linke, nicht dass zweite Maschinenalter zu verpassen und die Aufforderung, jetzt theoretisch die Zukunft zu gestalten, bevor nur noch Zeit für Abwehrschlachten sind. Das Internet hat es zwar schon in die meisten Wahlprogramme geschafft, bei manchen Parteien auch nur wegen der kurzen Erfolgsphase der Piraten, aber Themen wie z.B. die Automatisierung der Wirtschaft sind noch unzureichend debattiert wurden, die Weichen aber schon längst gestellt. Ein lesenswerter Debattenbeitrag von Strohschneider.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 19. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Sicherheit von Social Media, Uber, Sperrfristen im Journalismus, das Chromebook und Google an sich. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA BuzzFeed News: No One Really Knows How Secure Government Social Media Is: Die Websites des Kanzleramts und des Bundestags sind erst vor kurzem Opfer eines Hacker-Angriffs geworden und der Twitter-Account der US-Streitkräfte wurde sogar von Terrroisten des IS übernommen. Die US-Regierung besitzt ungefähr 5.000 weitere Profile in sozialen Medien und nach den jüngsten Ereignissen stellt sich (vor allem an die Plattformen an sich) die Frage, wie sicher sind Regierungsaccounts? Evan McMorris-Santoro, Korrespondent für BuzzFeed News im Weißen Haus, geht in seinem Artikel genau dieser Frage nach und auch die deutsche Bundesregierung sollte sich vielleicht langsam einmal Gedanken darüber machen, wenn sie das nicht schon längst getan hat.

  • UBER Münchner Merkur: Uber-Chef Travis Kalanick will Europa erobern: Gestern sprach Travis Kalanick, Gründer und Geschäftsführer von Uber, auf der Digitalkonferenz DLD in München und überraschte neben der Ankündigung, demnächst Europa erobern zu wollen, vor allem mit einem wesentlich angenehmeren Auftreten. Philipp Vetter war für den Münchner Merkur vor Ort und berichtet auf der übrigens sehr schick designten Website der Zeitung über die vor allem in Europa viel diskutierte Alternative zum veralteten Taxi-Monopol. Kalanicks Agenda ist dabei klar: "Mit neuer Technologie machen die alten Regeln keinen Sinn mehr."

  • SPERRFRIST Deutschlandfunk: Das womöglich überlebte Privileg der Sperrfrist: Für den Deutschlandfunk hat sich Daniel Bouhs mit der sogenannten Sperrfrist auseindergesetzt, die er interessanterweise eher als besonderes Privileg versteht und nicht wie ich als unnötiger Kontrollwahn. Vielleicht fanden es Journalisten früher toll, bestimmte Informationen vorab zu bekommen und damit noch eien Weile im Verborgenen arbeiten zu können, ich empfinde diese Regelung heute eher als störend. Besonders da der inoffizielle Flurfunk, auch Twitter genannt, sowieso immer schon schneller ist. Deshalb halten wir uns nur an Sperrfristen, wenn sie für uns sinnvoll erscheinen, z.B. bei einer Präsentation einer Studie, aber sicher nicht bei Redemanuskripten oder PR-Mitteilungen von Firmen.

  • CHROMEBOOK Digital Trends: What is a Chromebook, anyway?: Eine gute Frage, die Joe Donovan in seinem Artikel für Digital Trends aufwirft: Was ist überhaupt ein Chromebook? Seit fast zwei Jahren gehört das von Google auf die wichtisten Internet-Funktionen reduzierte Notebook zu den Topsellern im Hardware-Bereich und auch ich habe mir vor anderthalb ein Chromebook gekauft, dass heute noch genauso gut wie am ersten Tag funktioniert. Spare ich mir Fotos bei Artikeln, würde das Gerät so gar ausreichen, um eine Seite wie Netzpiloten.de zu machen. Die Lektüre ist vielleicht ein guter Start, um sich (mal wieder) mit Googles stillem Erfolg genauer zu beschäftigen und den unzähligen Apps für Chrome.

  • GOOGLE The Guardian: Google searches for a way to avoid Microsoft’s fate: Vielleicht ist es den Gedanken gar nicht wert, aber die Anteil von Google auf dem Suchmaschinenmarkt in den USA sind in einem Jahr um fast 5 Prozent gesunken. Ist das der Anfang vom Ende oder nur eine winzige Reaktion auf Yahoos andauernden Reformkurs? Auch John Naughton kann die Entwicklung nicht genau einordnen, fest steht aber, dass die Suchmaschine immer noch Googles Haupteinnahmequelle ist und der Firma erst die Freiheit gibt, sich in alle denkbaren Richtungen zu entwickeln. Nicht die einzige Parallele zu MIcrosoft, wie Naughton in seinem Guardian-Artikel, den ich im Newsletter des Social Media Watchblog gefunden habe, lesenswert ausführt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 16. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Suche von Google, Überwachung, das neue Büro der WIRED US und das Internet als disruptives Neuland. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Medium: How Google Search Dealt With Mobile: Im Sommer war Googles Suchmaschinen-Chef Ben Gomes in Berlin und erklärte die Zukunft der Suche im Internet. Es war ein kurzer Auftritt, dem man aber einen Punkt entnehmen konnte: die Suche wird zum Dialog zwischen Mensch und Maschine. In vier sehr langen Beiträgen setzt sich Steven Levy auf Medium mit dem Thema näher auseinander. Mit dem Wochenende vor der Tüt genau die richtige Lektüre, um sich mit dieser wichtigen Veränderungen zu beschäftigen, die uns in den nächsten Jahr bevorsteht.

  • ÜBERWACHUNG I New Scientist: Mass surveillance not effective for finding terrorists: Anlasslose Massenüberwachung sorgt weder für mehr Sicherheit, noch bringt sie etwas in der Bekämpfung von Terrorismus. Das einzige was passiert ist, dass die Grundrechte einer demokratischen Gesellschaft einegschränkt werden, wie Annika Kremer gestern auf Netzpiloten.de erklärte. Ray Corrigan, Dozent für Mathematik an der britischen Open University begründet das in einem lesenswerten Artikel auf Newscientist.com und kommt zu dem Schluss, dass die Arbeit der Sicherheitsbehörden durch Massenüberwachung sogar erschwert werden würde.

  • ÜBERWACHUNG II WIRED: No, the NSA Isn't Like the Stasi—And Comparing Them Is Treacherous: Der Titel von Andrew Currys Artikel ist schlecht gewählt, denn der erste Eindruck täuscht: die NSA wird hier nicht in einem unpassenden Vergleich mit der ostdeutschen Staatssicherheit verharmlost, sondern die entscheidenden Unterschiede zwischen den beiden Geheimdiensten herausgearbeitet. Während die Stasi sichtbar war, ihr Terror unmittelbar wirkte, ist die NSA das nicht und wird nur als surreal dargestellte Bedrohung in den Medien wahrgenommen. Für die Demokratie ist das aber genauso gefährlich.

  • WIRED The Awl: Re: New WIRED Offices: In einem Memo-artigen Beitrag auf The Awl stellt Scott Dadich, seit Ende 2013 Chefredakteur der US-amerikanischen Wired, dass neue Büro des Magazins in San Francisco vor. Zusammen mit Dadichs Instagram Fotos bekommt man nicht nur Einblick in den (bisherigen) Büroalltag der Wired US, sondern auch vom Selbstverständnis des Magazins: "WIRED is no longer a pirate ship. It’s the home of world-changing journalism." Große Worte, die das Magazin in den letzten Jahr nur noch selten erfüllte, aber ich hoffe auf bessere Zeiten.

  • INERNET TIME: This Will Be the Most Disruptive Technology Over the Next 5 Years: In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden mehr Menschen zum ersten Mal online sein als bisher überhaupt waren. Dies liegt vor allem an Smartphones, die den mobilen Zugang in Regionen ohne ausreichende Infrastruktur bringen werden. Auf der CES erklärte Ben Bajarin von Creative Strategies, dass dieser unvorstellbare Fakt das Internet zur disruptivsten Technologie der nächsten Jahre macht, denn es wird Gesellschaften und vor allem soziale Klassen verändern, die bis jetzt noch offline existierten. Und dieser Effekt wird sich auch nicht durch Repression aufhalten lassen, hat er auch noch nie, wie Bajarins gleichnamiger Kollege Tim in seiner TIME-Kolumne erklärt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Daniel Peter5 Lesetipps für den 15. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Startup-Contest von Twitter, David Cameron und WhatsApp, den Apple Watch-Leak, Google Translate und Bitcoins. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER t3n: Startup-Contest in Berlin und Road-Trip um die Welt: Wie Twitter Entwickler an sich binden will: Twitter versucht weiter Entwickler an sich zu binden. Nachdem sie mit Fabric eine Suite für Mobile-Developer präsentiert haben, versuchen sie nun mit zwei großangelegten Events mehr interessierte Nutzer dafür zu gewinnen. Ab Januar startet der Micro-Blogging-Dienst einen Roadtrip um die Welt. Von den USA über Asien nach Europa soll die Reise gehen. Flankiert wird diese Aktion von einem Startup-Contest, bei dem Entwickler die Chance haben sich mit den Twitter-Chefs und Investoren zu treffen.

  • WHATSAPP Androidmag.de: Britischer Premier will verschlüsselte Messenger verbieten lassen: Das Ende von WhatsApp, Threema & Co.?: Täglich grüßt das Murmeltier. Einige Tage nach den tragischen Anschlägen von Paris quellen die Medien über vor Statements von europäischen Politikern. Sie wollen entweder zurück zur Vorratsdatenspeicherung oder die Befugnisse der Geheimdienste noch umfassender machen. Der britische Premierminister David Cameron will die Verschlüsselung von Kommunikation konsequent verbieten. Ob das das Aus für Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Threema bedeuten würde, versucht das Android Magazin zu klären.

  • APPLE SPIEGEL ONLINE: Leak in iOS-Betaversion: Neue Details zur Apple Watch durchgesickert: Es werden eben nicht nur die Dokumente von Geheimdiensten geleakt, sondern auch Informationen über neue Produkte und das lange bevor die zuständigen Unternehmen vor hatten damit an die Öffentlichkeit zu gehen. So geschehen bei der Apple Watch, über die nun Neuigkeiten ans Licht kommen, die die Informationen aus bisherigen Vorführungen übertreffen. Spiegel Online hat sich den Leak einmal angesehen und berichtet darüber, was die neue Smart Watch können soll.

  • ÜBERSETZER ZEIT ONLINE: Wort für Wort zum Universalübersetzer: Willkommen in der Zukunft. Mit der aktualisierten Version der Übersetzungsapp Google-Translate bringt das Unternehmen ein deutlich effizienteres Programm unter die Leute. Die Übersetzungsgeschwindigkeit wurde deutlich verbessert und die App soll nun automatisch die gesprochene Sprache erkennen. Zudem wird die Stimme automatisch aufgezeichnet, damit der Gesprächsfluss nicht unterbrochen wird. Die wirkliche Neuerung ist aber auf jeden Fall die Übersetzung von mit der Kamera aufgenommenen Bildern. Zeit Online wirft einen ausführlichen Blick auf die neuen Fähigkeiten von Google-Translate.

  • BITCOIN Bloomberg: Bitcoin Plummets 32 Percent in Two Days: Binnen zwei Tagen sind die Preise für Bitcoins um 32% gefallen und der Kurs dadurch massiv eingestürzt. Bitcoin hat damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2013. Experten warnen nun davor, dass die Akzeptanz für die Währung in der breiten Masse schwinden könnte. Zudem drohe ein gewaltiger Vertrauensverlust. Es wäre aber gut möglich, dass viele Nutzer gerade jetzt neue Bitcoins kaufen und darauf hoffen, dass die Währung wieder steigt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Daniel Peter5 Lesetipps für den 14. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Nutzerprofile, Stephen Hawking, einen jungen Startup-Unternehmer, die Mathematik und die Finanzierbarkeit von Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK PandoDaily: Facebook likes might lead to the world depicted in “Her,” a new study says: Es ist eigentlich allen Usern sozialer Netzwerke bekannt, dass sie dort einen Teil ihrer Persönlichkeit mit der Welt teilen. Neueste Studien zeigen, wie viel man dabei unterbewusst über seine Psyche und Charakter verrät. Mittlerweile ist es einem Computer möglich, durch die Analyse des Nutzerverhaltens auf Facebook ein umfangreiches psychologisches Profil eines Menschen zu erstellen. Sein Wissen übertrifft das von Freunden, Familie und der Person selbst. Alles was das Programm dazu tun muss, ist die Gefällt-mir-Angaben der Nutzer zu analysieren – je mehr, desto besser.

  • HAWKING WIRED: How Intel Gave Stephen Hawking a Voice: Als sich seine Krankheit immer weiter verschlimmerte und er Mühe hatte mit seinem bisherigen Sprachcomputer zu kommunizieren, wandte sich Stephen Hawking an Intel. Joao Medeiros wirft einen Blick auf die Technik, die einen an ALS leidenden Wissenschaftler sprechen lässt und die sich durch die fortschreitende Degeneration seines Körpers immer neuen Herausforderungen stellen muss. Ein Artikel über einen der genialsten Köpfe unserer Zeit, seine Beziehung zum Prozessorenhersteller Intel und dem Namen seiner Computer-Stimme.

  • STARTUP Gründerszene: Dieser Schüler sammelte 600.000 Euro für sein Startup ein: Die Geschichte von Finn Plotz ist wohl eine typische Geschichte eines Startup-Unternehmers – wenn man sein Alter außer Acht lässt. Lydia Skrabania sprach mit dem 19-jährigen Finn Plotz, der es schaffte, über eine halbe Millionen Euro für sein Startup Simplex zu sammeln. Mit 17 begann der Jugendliche an seiner eigenen Idee zu arbeiten, holte einen erfahrenen Partner mit ins Boot und überzeugte Geschäftsmänner in sein Projekt zu investieren. Ein interessantes Projekt über Ehrgeiz, Abitur und Geldgeber.

  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche.de: Gute Zahlen, schlechte Zahlen: Seit der Enthüllung der Snowden-Dokumente ist klar, dass die National Security Agency Millionen von Menschen überwacht, eine unvorstellbare Menge von Daten sammelt und diese auswertet. Für diese unglaubliche Rechenleistung benötigt sie die richtigen Algorithmen. Die Süddeutsche Zeitung geht nun der Frage nach, ob sich die Mathematiker, die der NSA die nötigen Formeln für eine effiziente Überwachung liefern, mitschuldig machen. Hinterlässt die Mathematik ein ähnlich schweres Erbe wie die Physik, die einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Atombombe lieferte?

  • ONLINE-JOURNALISMUS torial Blog | Und was, wenn der User nicht zahlen will?: Wie kann sich qualitativer Online-Journalismus finanzieren? Traditionelle Medienunternehmen suchen nach einer effektiven Möglichkeit, ihre digitalen Ableger zu finanzieren. Dabei gehen sie ganz unterschiedliche Wege. Unter viel größeren finanziellen Druck stehen aber Blogs, wie man aktuell am Beispiel vom BildBlog und den Krautreportern sieht. Christian Jakubetz untersucht die beiden Fälle und stellt sich die Frage, wie sich ein qualitativer Online-Journalismus finanzieren lässt. Denn für ihn ist das Problem klar: Es gebe ein Überangebot an guter Pressearbeit.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Lukas Menzel5 Lesetipps für den 13. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um eine Analyse des Blogposts von Andrew Watts, die App Shuffle, YouTube, Golem Pur und den Aufstieg von Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Medium: An Old Fogey’s Analysis of a Teenager’s View on Social Media: Letzte Woche wurde viel über den Blogpost von Andrew Watts berichtet, z.B. habe ich auf Netzpiloten.de meine persönlichen Nutzungserfahrungen mit dem fast gleichaltrigen Jugendlichen aus den USA verglichen, doch andere Medien bewerteten die Eindrücke eines Einzelnen als Analyse einer ganzen Generation von Heranwachsenden. Das kritisert die Medienwissenschaflerin Danah Boyd, ebenfalls auf Medium, denn ihrer Erfahrung als Wissenschaftlerin nach, ist das Nutzungsverhalten von Jugendlichen von ihrer ethischen Herkunft, sozialem Status und kulturellem Hintergrund geprägt.

  • MEDIENWANDEL Nieman Lab: Shuffle wants to use Tinder-style swiping to learn what news you want on your phone » Nieman Journalism Lab: Vor einem Monat startete Shuffle, eine mobile Nachrichten-App der Media Group of America. Sie soll den Nutzern vor allem die Nachrichten zeigen, die normalerweise nicht in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, geteilt werden. Besonders an diesem neuen Programm ist auch die Steuerung: mit einem intuitiven Fingerwisch blättert man sich durch die neuesten Meldungen, welche sich hierbei dem Nutzerverhalten anpassen. Der Artikel wirft einen interessanten Blick auf die Philosophie hinter Shuffle und die Art, wie Internetnutzer Medien teilen.

  • YOUTUBE Wirtschaftswoche: Streit im Paralleluniversum: Bei Youtube tobt der Kampf um die Stars: Die Videos auf YouTube haben sich inzwischen zum Milliardengeschäft entwickelt. Fast im Wochentakt entsteht auf der Videoplattform ein neuer viraler Hit oder ein neuer "YouTube-Star". Doch auch wenn YouTube noch eine Parallelwelt ist und sich gerade erst von der Nische zur Branche entwickelt, tobt hinter den Kulissen ein Kampf der Medienkonzerne um Stars, Zuschauer und Werbegelder. Oliver Voss hat sich das Geschäft rund um YouTube genauer angeschaut und liefert einige interessante Einblicke.

  • PAID CONTENT Golem: Golem pur in Zahlen - In eigener Sache: Golem pur - eine erste Bilanz: Im Sommer letzten Jahres hat Golem mit "Golem Pur" ein kostenpflichtiges Abo eingeführt. Ab 2,50€ im Monat gibt es für die Leser des Portals Werbe- und Trackingfreiheit. Nun, ein halbes Jahr seit dem Start von Golem Pur, zieht das IT-Portal Bilanz und teilt öffentlich seinen Lesern mit, wie viele Abonnenten das kostenpflichtige Angebot erreicht hat und wie viel im Vergleich zu anderen Portalen mit den Abonnements umgesetzt wird. Ein interessanter Bericht, der die Vor- und Nachteile des Paid-Content Modells aufzeigt.

  • INSTAGRAM Meshedsociety: The rise of Instagram, an app that has hardly changed for 4 years: Seit mehr als vier Jahren ist der Foto- und Videosharingdienst Instagram nun auf dem Markt. In dieser Zeit hat sich in einigen Bereichen viel getan, in anderen Bereichen nicht. So gehört Instagram heute zum einem mit mehr als 300 Millionen Nutzern zu den größten und schnellst-wachsenden Social Media-Diensten, zum anderen ist Instagram aber immer noch die schlichte, einfach zu bedienende App, die sich vom Design seit vier Jahren nicht verändert hat. Martin Weigert fasst die Entwicklung von Instagram zusammen und wirft einen kurzen, aber interessanten Blick in die Zukunft.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 12. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Social Media in Katar, aber auch bei Protesten, das Video von Paris, Polaroid und die Automatisierung unserer Arbeit. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA I Carnegie: Protest in the Age of Social Media: Ds Autorenkollektiv Joshua A. Tucker, Megan Metzger, Duncan Penfold-Brown, Richard Bonneau, John Jost und Jonathan Nagler hat für Carnegie einen lesenswerten Artikel über Protest in Zeiten von Social Media geschrieben und anhand des letztjährigen Beispiels #EuroMaidan nachgewiesen, dass soziale Netzwerke vor allem als Infrastuktur von Protesten eine wichtige Rolle spielen. Für die Zukunft wird das wohl bedeuten, dass annährend jede Revolution auch in den sozialen Netzwerken stattfinden wird und diese mehr zum Erfolg beitragen werden.

  • AUTOMATISIERUNG t3n: Die Digitalisierung macht uns arbeitslos – zum Glück!: Bei t3n schreibt Stephan Dörner, dass die digitale Revolution endlich an dem Punkt angekommen ist, in der auch die geistige Arbeit von der Automatisierung betroffen ist und wir uns als Gesellschaft die entscheidende wirtschaftspolitische Frage des 21. Jahrhundert angehen müssen: Wie verteilen wir die Früchte der Automatisierungsdividende? Die Gewerkschaft ver.di will dazu in diesem Jahr den Diskurs beginnen.

  • SOCIAL MEDIA II BBC: WhatsApp now clear social media leader in Qatar, including for news: Bei der BBC schreibt Damian Radcliffe über eine Studie des Ministeriums für Information- und Kommunikationstechnologie von Katar, dass sich mit der Nutzung von Social Media im eigenen Land auseinandergesetzt hat. Interessant ist, dass WhatsApp und Instagram in der arabischen Bevölkerung Katars die beliebtesten DIenste sind und das mit Abstand. Facebook zum Beispiel kommt nur auf Platz 5, knapp vor Snapchat und mit nur halb so vielen Nutzern wie WhatsApp.

  • VIDEO Associated Press: Witness to Paris officer's death regrets video: Nicht ein bestimmtes Foto wird uns von den Terroranschlägen in Paris in Erinenrung sein, sondern ein mit dem Smartphone gemachtes Video, dass die Hinrichtung eines französischen Polizisten zeigt. Sofort kam die Frage auf, wieso man bewaffnete Männer filmt, zufällig den Mord aufzeichnet und dann das Video ins Internet stellt. Im Gespräch mit der Associated Press äußert sich der Urheber, spricht vom Schockzustand, der Reue nach dem Upload und entschuldigt sich dafür. Doch auch wenn das Video nach 15 Minuten wieder offline genommen wurde, war es bereits unkontrollierbar viral. Ab dem Moment oblag die Verantwortung, wie schon immer, den Medien und den Umgang mit diesem Video, was einige Medien besser und andere schlechter geschafft haben.

  • POLAROID Time: "We’re 'Curators of Innovation' Now": Wir alle kennen Polaroid, ein Unternehmen, dass man sofort mit Fotograie verbindet, mit besonderen Fotoapparten und einem spezillen Format von Bildern. In Zeiten von Smartphones und Instagram kann man mit seiner beeindruckenden Geschichte aber nichts mehr gewinnen. Das Unternehmen musste das in den letzten Jahren auf die harte Tour lernen und scheint jetzt mit einer neuen Vision des Unternehmens wieder da zu sein. Auf der diesjährigen CES zeigte sich Polaroid als "Kurator von Innovation", wie es Scott Hardy im Gespräch mit dem TIME-Magazin nennt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt "arrival" an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach "departure" an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START.


[1][2][3][4][5][6][7][8]...[90][91][92]Ältere Beiträge