Rike AlbrechtHype, Hyper, WeHype

Im Anfang war der Trend und der Trend wurde wehypelogo.jpgzum Hype. Lila ist in diesem Winter sehr trendy, genauso wie es Trend ist, sich von Bioprodukten zu ernähren. Ein riesiger Hype entstand in diesem Jahr um das iPhone. Auch Paul Potts mit seiner überwältigenden Version von Nessun Dorma wurde 2008 ins Unermessliche gehyped. Dass Hypes ein sehr interessantes Phänomen in unserer Gesellschaft sind, hat WeHype aufgegriffen und eine Plattform nur für Hypes (und die, die es gerne wären) geschaffen. [Mehr]

Peter BihrKlartext: Was ist Likemind?

Henrik Berggren klärt uns auf über Likemind, den weltweiten "Kaffeeklatsch der Kreativszene". Rund um den Globus treffen sich morgen Menschen aus der Musik-, Web- und Kreativszene, um sich kennenzulernen, auszutauschen - und lecker Kaffee zu trinken.
Klartext: Was ist "likemind"? from Blogpiloten on Vimeo. Likeminds finden normalerweise am dritten Freitag des Monats statt. (Morgen ist eine Ausnahme.) Gibt es das Treffen auch schon in deiner Stadt? Eine aktuelle Liste findest du auf Likemind.us.

Steffen BüffelGoogle: Money, Money, Money-Tarisierung

Unser aller Freund, Datenkrake und Werbe-Ober-Fuzzi Google wird wohl irgendwann auch noch Google-Ads auf Google-Ads schalten. Jedenfalls ist der jüngste SchachWerbeschaltfeldzug die nächste Stufe im Spiel "Wer wird Werbe-Multi-Multi-Multi-Trillionär". Denn: Auf Google-Finance (wie ironisch. Oder logisch ? - in der aktuellen Lage) werden ab sofort Google-Ads geschaltet. Google-News und andere Content-Angebot von Google sollen folgen. Dabei könnte vor allem der Aufschrei bei Google-News groß sein, denn die Verlage wird es fuchsen, wenn Google mit den von ihnen gelieferten News jetzt auch noch Werbeerlöse erzielen. [via GoogleWatchBlog]

Björn RohlesPew Studie unterstreicht: Digital Natives kommen besser mit Technik-Fehlern klar

Das renommierte amerikanische Pew Internet and American Life Project hat in einer neuen Studie untersucht, wie amerikanische Nutzer reagieren, wenn ihre geliebten Technikspielzeuge versagen. Neben einigen allgemeinen Statistiken, die Auskunft über die Quote von technischen Fehlern und beliebteste Reaktionen geben, wurden auch die Gefühle der Nutzer bei der Lösung des Problems untersucht. Das wenig überraschende Ergebnis: Mit zunehmendem Alter scheint die Erfolgsquote im Umgang mit technischen Problemen stark abzunehmen. So gaben in der Gruppe der 18- bis 29-jährigen nur 33% an, im Laufe des Prozesses der Problemlösung verwirrt gewesen zu sein, 84% zeigten sich jedoch zufrieden. In den älteren Gruppen nehmen die Zahlen für Verwirrung konstant zu und die Zahlen für Zufriedenheit rapide ab, bis sie in der Gruppe ab 65 Jahren fast ausgeglichen sind (59% und 61%). Da ausschließlich moderne Kommunikationstechnologien wie Internet und Handy untersucht wurden, lassen die Zahlen zwei Schlüsse zu: Zum ersten unterstreichen sie die digitale Spaltung der Bevölkerung in Digital Natives und Digital Immigrants, zum zweiten legen sie die Interpretation nahe, dass die Benutzeroberflächen noch immer nicht einfach genug gestaltet sind. Hersteller sollten verstärkt darüber nachdenken, wie sie gerade für ihre älteren Kunden die Bedienung ihrer Produkte im Fehlerfall intuitiver gestalten können. [via readwriteweb]

Peter BihrScience Fiction-Technologie wird serienreif

Die Software Oblong sieht nicht nur aus wie Minority Report, sie wurde auch von den gleichen Personen entwickelt wie der Science Fiction Film. John Underkoffler, Mitgründer von Oblong, war wissenschaftlicher Berater von Minority Report. Was wir dort gesehen haben, basierte wiederum stark auf der Forschungsarbeit, die Underkoffler am MIT verrichtet hat, sagt CrunchGear. Im MIT Media Lab wurde das "räumliche Betriebssystem" (Spatial Operating Interface) namens G-Speak bereits seit den frühen 90er Jahren entwickelt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen:
g-speak overview 1828121108 from john underkoffler on Vimeo. Details gibt's direkt bei Oblong. (via hinkeb.com)

Steffen BüffelStudiVZ: Wenn ein Kuchen zu lange steht, wird er irgendwann trocken

Wie beim Netzökonom zu lesen ist, ist der angedachte Deal zwischen StudiVZ und United Internet nun auch geplatzt, nachdem auch schon der Verkauf an Facebook geplatzt war. Wer darf, wer will, wer soll am StudiVZ-Kuchen mitessen oder ihn einfach komplett schlucken? Enorme Wachstumsraten bei Usern und PIs konnten die VZ'ler in den vergangenen zwei Jahren verzeichnen, doch so langsam hat die digitale Hefe ihren Dienst getan, der Kuchen geht nicht weiter auf. In sich zusammenfallen wie ein Souffleé wird er zwar kaum, aber wenn ein Kuchen beginnt abzukühlen verliert er an Flüssigkeit und wird - je länger er nur dumm rumsteht - trocken. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja irgendwann ein Krümelmonster ums Eck und macht kurzen Prozess. Bis dahin darf sich der schadenfrohe Teil der Internetgemeinde noch daran laben, dass Holtzbrinck mit StudiVZ am Ende nicht wirklich glücklich werden wird. Die Readers-Edition titelt: "StudiVZ - Ein Community-Flop". SeedFinance geht auf die Probleme bei United Internet ein.

Ritchie PettauerWie man seine Online-Reputation in Rekordzeit ruiniert

Obwohl Echtzeitmedium, treten die wahren Qualitäten des Netzes erst auf lange, manchmal auf sehr lange Sicht zutage: denn dank der Versatilität digitaler Daten und permanenter Fortschritte in punkto Totalerfassung benimmt sich das Netz meist wie der sprichwörtliche Elefant: es weigert sich, zu vergessen.
elefant
Das klingt vielleicht beunruhigend, sollte sich aber sogar äußerst verstörend anhören, bedenkt man die Erkenntnisse der neueren Gehirnforschung: das Vergessen sei, meinen die Apologeten dieser These in typisch-euphorischer Übertreibung, mindestens genauso wichtig, wenn nicht gar viel wichtiger als sämtliche Merkfunktionen zusammen. Nur dank der Gnade des Vergessens kann unser unruhiger Affengeist, wie die Buddhisten sagen, nämlich überhaupt die Flut der zahllosen Informationen vom Typ überlebensrelevant bis Klatschspalte langfristig in die passende Ablage einsortieren; später sorgt dann ein Cronjob für regelmäßiges Leeren des Papierkorbs. [Mehr]

Peter BihrEvent-Tipp: Open Everything

Wir hatten es schon mal gesagt, aber morgen wird es ernst: In Berlin treffen sich am 6. Dezember die Macher der Open Everything-Bewegung.
Open Everything is a global conversation about the art, science and spirit of 'open'. It gathers people using openness to create and improve software, education, media, philanthropy, architecture, neighbourhoods, workplaces and the society we live in: everything. It's about thinking, doing and being open.
Details gibt's auf Netzpolitik.org:
openeverything Berlin bringt Akteure, die in ganz verschiedenen Bereichen mit offenen Ansätzen produzieren, kooperieren und experimentieren zu Austausch, Präsentation und Diskussion zusammen. Freie/Open Source Software, Wikipedia und Freifunk bilden als etablierte und erprobte offene Projekte eine Grundlage zum Verständnis offener Ansätze. Prinzipien von Teilen, Transparenz, online Kollaboration, aufeinander Aufbauen, Offenlegen von Designelementen, Freigabe zur Bearbeitung usw. verändern Leben und Arbeiten heute weit darüber hinaus. Zu den Themen werden u.a. gehören: Open Design, Open Fashion, Open Government Strategien, Open Business Modelle, Open Hardware, Creative Commons, Open Music + Film, Kunstprojekte mit offenem Ansatz, Open Education, Open Event Formate … , sowie ein neuer Dokumentarfilm zu Open Governance.
Hier geht's zum Programm und zur Teilnehmerliste. Doch was hat es eigentlich mit Open Hardware auf sich? Das erklärt uns Alexandra Deschamps-Sonsino von tinker.it:
Klartext: Was ist Open Source Hardware? from Blogpiloten on Vimeo. Event-Details: Datum: 6. Dezember 2008, 10:00 bis ca. 18:00 inhaltliches Programm, danach Dinner + Drinks, Ende offen Ort: newthinking store, Tucholskystrasse 48, Berlin Eintritt: Unkostenbeitrag für Catering Weitere Infos zum Event und die Anmeldung gibt's auf mixxt.

Björn RohlesForrester-Studie: deutsche Webnutzer verhältnismäßig inaktiv

Einer Studie von Forrester zu Folge sind deutsche Webnutzer verhältnismäßig inaktiv. Der Anteil an Konsumenten, der sich aus dem Web 2.0 komplett heraushalte, liege demnach bei satten 53%, weitere 38% konsumieren Angebote wie Blogs und Podcasts. Als weitere Kategorien führt die Studie auf:
  • Joiners, die sich in sozialen Netzwerken engagieren (17%),
  • Collectors, die RSS-Feeds abonnieren und Seiten bzw. Fotos verschlagworten (4%),
  • Critics, die Beiträge anderer kommentieren (14%), und
  • Creators, die eigene Beiträge erzeugen (11%).
Diese Kategorien sind in Form einer Stufenleiter aufgebaut: so beinhalte die Kategorie des Creators auch die Merkmale der anderen Kategorien. Auswahl an Web 2.0 Logos Das Web 2.0: in Deutschland nur für eine Minderheit interessant? (Bild: mmmonica, Flickr Creative Commons, Ausschnitt) Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern seien diese Zahlen verhältnismäßig konservativ, technologische Vorreiter wie die Vereinigten Staaten, Japan oder Südkorea hätten einen geradezu enormen Vorsprung. In einem einfachen Profil-Tool lassen sich die Ergebnisse an Hand verschiedener Merkmale sortieren. [via Upload-Magazin]

Rike AlbrechtSemantiFind oder der Traum vom Finden statt Suchen

SemantiFind verspricht, bessere Suchergebnisse durch eine semantische Erweiterung zu Google zu erzielen. „It eliminates ambiguity, allows you to say things the way you want and helps filter out the noise from your existing search engine.” Heißt es in der Selbstbeschreibung. Das klingt zunächst verlockend. Ob es aber tatsächlich so einfach und automatisch abläuft, wie es sich liest, soll der Blogpiloten-Test zeigen.

[Mehr]

Björn RohlesLinktipp: StockMood gibt Prognosen über Aktienkurse ab

Die Techcrunch50-Konferenz war nicht nur eine Präsentation aufstrebender Web-StartUps auf der Suche nach Sponsoren, sondern zeigte eindrucksvoll, wie ambitionierte Macher mit pfiffigen Ideen das Web 3.0 ins Rollen bringen wollen. Die meisten Beispiele sind noch nicht öffentlich zugänglich, doch StockMood möchte schon heute zeigen, was künstliche Intelligenz im Web bewegen kann. Screenshot von StockMood StockMood gibt Aktienkurs-Prognosen auf Basis von der Berichterstattung in den Medien ab StockMood ist ein junges StartUp, das sich auf die Fahne geschrieben hat, künstliche Intelligenz, News-Storys und die Einstellungen der Investoren miteinander zu verknüpfen. Das Vorhaben klingt ganz schön futuristisch: News-Storys werden aus unterschiedlichen Quellen heruntergeladen und mittels künstlicher Intelligenz analysiert. Dabei kommt heraus, welche Aktien durch die News-Story betroffen sind und welche Grundstimmung vermittelt wird. Nutzer können dann diese Stimmungen anpassen, wenn sie denken, dass die künstliche Intelligenz einen Fehler gemacht hat. Diese Werte werden dann mit Erfahrungswerten verglichen, wie stark der Aktienkurs in der Vergangenheit auf News-Storys reagiert hat. Abschließend spuckt StockMood eine Vorhersage aus, wie der Aktienkurs in den nächsten fünf Tagen verlaufen könnte.
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