Raimar Oestreich

Raimar OestreichRaimar Oestreich   gestaltet Videoclips für Bücher auf litclip.de. Zudem schreibt er Drehbücher und journalistische Texte. Sein Studium absolvierte er in den Medienwissenschaften, der Soziologie und der Filmdramaturgie.

Fanfiction: Harry Potter – Teil 8…?

Raimar Oestreich:

harry potterBild: Screenshot Trailer Harry Potter and the deathly hallows

Damals noch Feinde, kommen sich nun Harry Potter und Draco Malfoy auf der Siegesparty über Lord Voldemort gefährlich nahe. Eine leidenschaftliche Liebe entzündet sich zwischen dem Slytherin und dem Gryffindor – beide Mitglieder verfeindeter Häuser. Ist das die Fortsetzung der Harry-Potter-Saga?
Dort, wo das Original endet, beginnt die Fantasie der Fans. In der Welt der Fanfiction schreiben Autorinnen und Autoren die Geschichten populärer Film- und Romanvorlagen weiter oder ergänzen sie. Auch TV-Serien, Computerspiele, sogar real existierende Promis dienen den Fans als Vorlage für eigene Geschichten...

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Helden-Web: Blut, Schweiß und Tränen für Berlin!

Raimar Oestreich:

Helden-Web: Blut, Schweiß und Tränen für Berlin!Titelbild-Quelle (Screenshot-Montage) © www.s-f.com

Die Boulevardzeitung „B.Z.“ wirbt in Berlin für ehrenamtliches Engagement. Dumm nur, dass die Werbeplakate an Bus- und Bahnhaltestellen so gar nicht zur freiwilligen Arbeit motivieren. Dreck an der Wange und Blessuren im Gesicht. Die schweißgebadeten Gesichter auf den Porträtfotos haben eher ein Trainingslager oder Boxkampf hinter sich, als dass sie an Schulen Pausenbrote für Kinder geschmiert hätten. Auch Blut spenden oder Obdachlose vor dem Erfrieren rettet, sieht wohl anders aus. Gänzlich unverständlich bleibt auf den Plakaten der Appell an Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Die „taz“ empfindet die Schmerzensmänner und -fau zum Davonlaufen.

Tatsächlich wirbt so die „B.Z.“ für die eigene Aktion „Berliner Helden“. Der Bär in Heldenkostüm, unten rechts auf den Plakaten, verweist auf das Ehrenamtsprojekt, das Freiwilligen- und Ehrenamtsverbände untereinander verknüpft und Berlinerinnen und Berliner dazu aufruft, sich für ihre Stadt einzusetzen. Mit einer Erwähnung in der Zeitung ernennt die „B.Z.“ ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Helden.

Eigentlich doch eine tolle Sache. Sind der Werbeagentur also nur die Plakate missraten?

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Die Welt erklärt in drei Strichen

Raimar Oestreich:

...ist der Titel des Buches von Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler, das am 29. September im Kein&Aber Verlag seine Premiere feiert.

Schon allein der Titel ließ mich über die Vereinfachung vielschichtiger Verhältnisse nachdenken. Das Internet wurde in den letzten Jahren von einfachen, meist bildlichen Darstellungen komplexer Sachverhalte geradezu überschwemmt. Meist sind es sogenannte "Infographics" die Euphorie und Frust zugleich auslösen. Die informativen Bilder, die Text und Zeichnung vereinen, sind regelrecht zu Spam avanciert...

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Mehr Besuch mit Web-Videos

Raimar Oestreich:


Wer jetzt noch keinen Video-Content auf der Webseite hat, verschenkt das Potential seiner Internetpräsenz. Eine Studie von Nielsen belegt, dass Web-Videos mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen und länger im Gedächtnis bleiben als Werbung im Fernsehen oder in Hochglanzmagazinen. Das Publikum im Internet ist stärker eingebunden und die Werbeplätze sind weitaus exklusiver. Online-Werbung kann passend zum Inhalt der Webseite präsentiert werden. Ein ganz ähnliches Ergebnis ergab die aktuelle Studie von comScore. Web-Videos werden in Deutschland mehr als je zuvor und mehr als anderswo in Europa geschaut...

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Das Medium ist die Botschaft: Nordafrika=Revolution.

Raimar Oestreich:

Geburtstage sind nicht nur Anlass für Geschenke, oft sind sie mit Erinnerungen an die Vergangenheit verbunden. Das rückwärts gewandte Sinnen bringt so manch gern Vergessenes wieder ans Licht. In der Psychotherapie ist dies die Methode, um traumatische Erlebnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Nicht zu verwechseln mit dem Begriff der Vergangenheitsbewältigung, der in Deutschland und Österreich gewöhnlich die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus bezeichnet.

Bei den Geburtstag-Hymnen für den intellektuellen Popstar Marshall McLuhan war diese Begriffsvertauschung aber anzutreffen. So wurde vor einer Woche auf dem Titelblatt des Zeit-Feuilletons neben der Lobpreisung zum 100. Geburtstag die Vergangenheit von Marshall McLuhan ausgekramt. Denn mit Anfang 20 soll McLuhan Franco und Hitler gelobt haben: „Sie seien‚ auf dem richtigen Weg‘ zwischen der ‚Gier des Kapitalismus‘ und der ‚Entmännlichung durch den Sozialismus‘“. Das Hervorholen unliebsamer Erinnerungen scheint besonders zu einem runden Geburtstag Usus zu sein. So traf es auch den französischen Regisseur Jean-Luc Godard zu seinem 80. Geburtstag. Neben der Huldigungen für den glorreichen Vertreter der Nouvelle Vague fragte die FAZ, ob Godard ein Antisemit sei. Anlass dafür gaben verschiedene Hinweise in seinen Filmen. Die FAZ räumte selbst ein, dass die Frage nicht lösbar sei, aber interessant. Wohl interessant, aber nicht ernster zu nehmen als die Schlussfolgerung des dänischen Regisseurs Lars von Trier auf den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes: „Meine Vorfahren sind Deutsche, ich bin also ein Nazi.“...

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Faires Handeln mit Büchern

Raimar Oestreich:

Faires Handeln mit Büchern

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Amazon und Facebook, ein Paar zum Liebhaben? Vor drei Monaten verbreitete das Vorhaben der beiden Online-Giganten einen Schrecken. Facebook stellte seine User-Daten Amazon zur Verfügung. Zuerst noch gilt das nur für die USA. Aber schon das allarmierte hier in Deutschland die Datenschutz-Wächter. Die Nachteile aus Sicht des Datenschutzes liegen klar auf der Hand, doch welche Vorteile birgt die Affäre zwischen Deutschlands stärkster Marke und dem größten sozialen Netzwerk?

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