Meike Laaff

Meike LaaffMeike Laaff (www.laaff.net) lebt und arbeitet als Journalistin in Berlin. Sie ist stellvertretende Ressortleiterin bei taz.de, schreibt für überregionale Zeitungen, Onlinemagazine und produziert Radiobeiträge. Sie betreut zudem das taz-Datenschutzblog CTRL.

M. Spielkamp zum Thema Leistungsschutzrecht

Meike Laaff:

Matthias Spielkamp hat vor einem Jahr gegenüber den Netzpiloten ein noch immer aktuelles Interview gegeben zum Thema Leistungsschutzrecht. Er moderierte gestern einen Workshop sowie eine Diskussion
zur Zukunft des Urheberrechts im Audimax der European School of Management and Technology (ESMT).

Untitled from Netzpiloten on Vimeo.

[MEHR]

„Three Strikes and you’re out“ – Was ist das eigentlich?

Meike Laaff:

1480165668_267c2a0418
Filesharing ist der Musikindustrie ein Dorn im Auge – und je deutlicher wird, wie schwierig es ist, das Teilen und Kopieren von Musik im Zaum zu halten, desto schärfer werden die Maßnahmen, die die Industrie ergreift, um es zu unterbinden. Die Musikmultis mögen sich jedoch nicht nur darauf beschränken, Kopierer zu verklagen oder Bittorrent–Trackerseiten wie Pirate Bay den Prozess zu machen – in den vergangenen Jahren haben sie begonnen, auch auf die Politik Einfluss zu nehmen.

[MEHR]

Interview: Frank Rieger über Privatsphäre

Meike Laaff: Während der diesjährigen re:publica haben die Netzpiloten ein Gespräch zum Thema Privatsphäre und verantwortlicher Konsum mit dem Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC) Frank Rieger geführt, der im Hauptberuf Geschäftsführer einer Firma für Kommunikationssicherheit ist.
[MEHR]

Digitaler Maoismus? Digitale Glatze!

Meike Laaff: Jaron LanierAuch Visionäre kommen in die Jahre – niemand hat das in den vergangenen Monaten eindrücklicher demonstriert als Jaron Lanier. In den 80ern gehörte er zu den Cool Kids der Netzszene, schraubte an Ideen für „virtuelle Ideen“, begann, an diversen US-Eliteunis Computerwissenschaften zu unterrichten. Gut zwanzig Jahre später hat er sich vor allem aufs Ablehnen verlegt. Kollektive Projekte im Internet? Digitaler Maoismus, sagt der heute 50-jährige Dreadlockträger. Projekte wie Wikipedia oder Linux sind in seinen Augen antidemokratisch, weil sie der Idee anhängen, dass das Kollektiv über eine allwissende Weisheit verfüge, die man zentral bündeln und lenken müsse. An die Stelle eines kreativen Individuums würde ein digitaler Mob treten – doch historisch, so meint er, seien es stets Individuen gewesen, die den Fortschritt befeuert hätten.
[MEHR]

“Neo-Feudalismus”: Interview mit Matteo Pasquinelli

Meike Laaff: netzpiloten: Matteo Pasquinelli, Sie vertreten die These vom digitalen Neo-Feudalismus. Was genau meinen Sie damit - und was folgt aus Ihrer Analyse?
Matteo Pasquinelli: Ich wollte dieses Bild des "Neo-Feudalismus" pushen, um auf einen Bruch im vorherrschenden Populismus hinzuweisen (der auch in linkspolitischen Kreisen und sozialen Bewegungen sehr stark ist), der digitale Kooperationen als etwas feiert, das unabhängig von der materiellen Wirtschaft und Marktgesetzen funktioniert. Ich meine damit nicht das Problem der Meinungsfreiheit, sondern die Kapitalkreisläufe, die "digitale Spaltung von Arbeit", die diese "freie Meinungsäußerung" ausbeutet.
Wie könnten wir ein demokratischeres Internet schaffen? Sie vergleichen die aktuelle Lage mit der der französischen Revolution, sehen die Notwendigkeit, das aktuelle System zu überwinden. [MEHR]

republica10 Video: Jarvis – Kontrolle über Information

Meike Laaff: Netzpiloten-Interview mit Jeff Jarvis. Er ist Journalist und Blogger, er war früher auch TV-Kritiker und berät einige amerikanische Medienhäuser rund um den Medienwandel online. Er ist regelmäßiger Kolumnist beim britischen Guardian und seit 2006 Dozent im Fachbereich Journalismus an der CUNY, New York. Seine Karriere als Blogger begann als direkte Auswirkung der Anschläge auf die Twin Towers, von deren Einsturz er im September 2001 direkt vor Ort berichtete. [MEHR]

Flattr: “Geld verdienen ist kein Recht, sondern eine Möglichkeit”

Meike Laaff: Früher war Peter Sunde Sprecher der Bittorrent-Tracker-Seite thepiratebay.org. Nach dem spektakulär verlorenen Prozess gegen die Granden der US-Unterhaltungsindustrie zog Sunde sich von dem Projekt zurück und startete nun mit flattr.com einen Micropayment-Dienst für Kulturgüter im Netz. Was ist da los? Ein Gespräch.
Warum hast Du einen Dienst wie flattr.com gestartet?
Peter Sunde: Da gab es immer diese lange Diskussion: "Wie werden wir die Künstler für die Verluste kompensieren, die sie durch das Internet haben?" Nie wurde sich Gedanken darüber gemacht, was die veranschlagen Einbußen sind oder ob sie überhaupt eine Rolle spielen. Wir würden Öl-Konzerne doch auch nicht Abfindungen zahlen, wenn wir eine Methode entwickeln würden, dank der Autos mit Wasser fahren, oder? Ich wollte die gesamte Frage umdrehen: Wie können wir ein System schaffen, dass es den Leuten erlaubt, Geld im Internet zu teilen - auf eine Art und Weise, die dazu passt, wie wir uns im Internet verhalten. Und daraus wurde flattr.
[MEHR]

Post-Privacy oder Hoffen auf die Ignoranz

Meike Laaff: Christian Heller, online auch bekannt als @plomlompom, hat eine Idee: Warum löst man die gesamte olle Datenschutzdebatte nicht, indem einfach jeder möglichst viele Informationen über sich publiziert und so die althergebrachte Intoleranz gegenüber dem Individuum auflöst? "Die gegenwärtige Daten-Explosion und Erosion des Privaten lässt sich als Bedrohung oder als Chance begreifen", schreibt er in einem Artikel auf carta.info. Er argumentiert klar für die Chance, bezeichnet die deutsche Datenschutzbewegung als "konservativ", bescheinigt ihrem Bedürfnis, Informationsflüsse im Netz zu kontrollieren, Gemeinsamkeiten mit Rechteverwertungsindustrie und Zensurstrukturen.
[MEHR]

Was ist eigentlich: Jugenmedienschutz-Staatsvertrag

Meike Laaff: Die Regelung mit dem sperrigen Namen "Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien" gibt es schon seit April 2003 - aktuell wird die jüngste Novellierung des Vertrags behandelt. Deren Zweck ist es, einen einheitlichen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor nicht altersgerechten Angeboten in Rundfunk und Telemedien zu gewähren. Es geht also um Inhalte, "die deren Entwicklung oder Erziehung beeinträchtigen oder gefährden, sowie der Schutz vor solchen Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, die die Menschenwürde oder sonstige durch das Strafgesetzbuch geschützte Rechtsgüter verletzen", wie es in §1 des Vertrags heißt. Ob der Vertrag eingehalten wird, überprüfen die Landesmedienanstalten gemeinsam mit der Kommission für Jugendmedienschutz (KMJ) - und darum werden die Neuerungen daran auch auf Länderebene verhandelt.
[MEHR]

Politcamp 2010: Kristina wanzt sich ran

Meike Laaff: Die Ministerin ist unter Netzmenschen – und die wollen geduzt werden. Glaubt sie zumindest. Schließlich gilt es, jede Menge verbrannte Erde wieder gut zu machen bei all jenen, die ihre Amtsvorgängerin Ursula von der Leyen und ihre Netzsperrideen auf die Barrikaden brachten.
Darum spricht Kristina Schröder sich gleich in ihrem ersten Statement auf dem Panel „Politik trifft Web 2.0“ gegen die ewige Rede vom Netz als „rechtsfreien Raum“ aus. „Das hört sich immer so an als wäre das heute so.“ Eigentlich nicht verwunderlich: eine Jungministerin, die eine so steile Karriere hingelegt hat, muss ja offensichtlich recht anpassungsfähig sein. Und so auch heute, als sie mit Jeans und mädchenhaften Ballerinas auf dem Podium im Berliner "Radialsystem" sitzt, um unter viel Medienaufmerksamkeit am Politikcamp 2010 teilzunehmen.
[MEHR]

Soundcloud: “Wir überreden die Labels nicht”

Meike Laaff: Seit sie online sind, ist soundcloud das Lieblingskind der Musikblogger und -produzenten: Hübsch, einfach und richtig gut auf die Bedürfnisse von Leuten zugeschnitten, die gemeinsam an Musik arbeiten wollen. Wie Kollaboration, gute Musik und schicke Social-Web-Lösungen zusammengehen, dafür interessiert sich natürlich auch die Musikindustrie. Weshalb Soundcloud zur Cebit Sounds anreisen wird - der ersten Veranstaltung, auf der die Computermesse IT und Musiklabels zusammenbringen werden. Blogpiloten.de haben mit Alexander Ljung gesprochen - über seine Weigerung, bei den Musiklabels zu missionieren, die neue Kooperation mit Hypemachine und die Zukunft von mp3. [MEHR]

Netzsperren: Gut, dass wir drüber geredet haben…

Meike Laaff: Gestern war der große Tag: Eine gefühlte Ewigkeit nachdem 135.000 Menschen die Onlinepetition gegen Netzsperren unterzeichnet haben, war deren Initiatorin Franziska Heine endlich vor den Petitionsausschuss geladen. Zwei lehrreiche Stunden über den Sinn von Petitionen, Netzaktivismus und die Manege des Berliner Parlamentszirkus. [MEHR]

Chatroulette: Auge in Auge mit dem Freak

Meike Laaff: Chatroulette Screenshot Soziales Netzwerk? Kann man jetzt auch ohne Freunde haben: Auf Chatroulette.com wird jedem Nutzer zufällig aus einem Pool von 20.000 Nutzern ein Gesprächspartner zugeschanzt - mit dem man entweder ins Gespräch kommen kann. Oder einfach auf "next" klickt, um einen interessanteren vorgesetzt zu bekommen.
[MEHR]

Brille auf: Kunst statt Werbung

Meike Laaff:
Was für eine Vorstellung: Ein persönlicher Ad-Blocker für die Innenstadt! Eine Vision, die die Macher von „The Advertiser“ wahr werden lassen: Sie scannen Plakate und Logos von Calvin Klein bis Budweiser ein, blenden die Werbung dort aus und ersetzen sie mit Kunstinstallationen. Natürlich nicht wirklich, sondern nur für den Nutzer ihrer Ferngläser, Kunst auf Werbeflächen einblenden. [MEHR]

Feudalherren, Irokesen und kein Gespräch

Meike Laaff: Körpersprache, die Bände spricht: Sascha Lobo (v.l.n.r.) verkrampft, Tiziana Terranova im verzweifelten Versuch, Dialog herzustellen, Steve Lambert beleidigt und Matteo Pasquinelli unterfordert bis genervt. (Foto: Anja Krieger)
Drei Männer, drei Themen und keines davon war tatsächlich Liquid Democracies - auch wenn das ursprünglich im Programm gestanden hatte. So diskutierten am Sonntag abend Matteo Pasquinelli, Steve Lambert und Sascha Lobo an einander vorbei.
[MEHR]