Michael Groß

Michael GroßMichael Groß studiert Medienwissenschaft und BWL in Trier. Nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Journalismus, interessiert er sich heute mehr für Marketing, Werbung und Netzwerkkommunikation. Privat bloggt Michael unter http://werbeschaf.blogspot.com/

Roccatune.com – Zukunftsmusik

Michael Groß: Roccatune logo„In Zukunft werden die Leute weniger Wert darauf legen, Musik zu besitzen - wichtiger wird der kostenlose Zugang zu Musik sein.“ Sollte Peter Gabriel damit Recht behalten, dürfte Diensten wie Roccatune eine goldene Zukunft bevorstehen. Roccatune ist das erste Musikportal in Europa, das seinen Nutzern einen umfangreichen Musikkatalog kostenlos und legal zum Stream zur Verfügung stellt. Derzeit noch allein in Deutschland nutzbar, kann sich jeder kostenlos bei Roccatune anmelden, in 1,5 Millionen Songs stöbern und sogar ganze Alben in voller Länge anhören. Rocctune wird bereits von zahlreichen großen und kleinen Labels unterstützt. Viele bekannte Popgrößen wie Coldplay, Robbie Williams, Gorillaz oder Madonna befinden sich bereits im Katalog. Der Dienst wird hierbei komplett über Werbeeinnahmen finanziert, an denen auch die Labels und Künstler selbst partizipieren. [MEHR]

Blip.fm – Musikgezwitscher

Michael Groß: Blip LogoVielen Twitter-Nutzern wird in den letzten Tagen das kleine Musiksymbol in zahlreichen Tweets aufgefallen sein. Dahinter steht Blip.fm, ein Micro-Blogging-Dienst, der es seinen Nutzern ermöglicht Musik zu empfehlen und zu teilen. Während Twitter also die Frage „What are you doing“ stellt, fragt Blip.fm “What are you listening to?”. [MEHR]

Review: Woopra – mehr als nur Statistik

Michael Groß: Woopra LogoLust mit den Besuchern deines Blogs zu chatten? Und das in Echtzeit, während sie sich auf deinem Blog befinden? Das ist nur eines der vielen Features, welche die neue Auswertungs-Software Woopra anbietet. Ähnlich wie Google Analytics wertet Woopra das Geschehen auf der eigenen Webseite aus und liefert Statistiken etwa über jeden einzelnen Zugriff, woher der jeweilige Besucher kommt, welches Suchwort er verwendet hat und so weiter. Im Gegensatz zu Google Analytics handelt es sich bei Woopra jedoch um keine Web-Applikation, sondern um ein Desktop-Tool, das die Aktivitäten auf der Webseite quasi in Echtzeit wiedergeben kann. Damit aber nicht genug, das clevere Programm, das sich derzeit noch in der Beta-Test Phase befindet, könnte mit seinen Zusatzfunktionen die Art und Weise wie wir interaktiv Informationen über unsere Nutzer sammeln revolutionieren. Wie das genau funktionieren soll, lest ihr weiter unten. [MEHR]

Review: Feedly – Der schicke RSS-Reader

Michael Groß:

Feedly LogoMit Feedly ist vor wenigen Tagen ein neuer, ziemlich schicker RSS-Reader an den Start gegangen, der personalisierten Startseiten wie Netvibes oder iGoogle mächtig Konkurrenz machen könnte. Feedlys stärkste Waffe in diesem Kampf ist zweifelslos sein schickes und cleveres Design. Während die Konkurrenz RSS-Feeds und Funktionen über kleine Widget-Boxen darstellt, versucht Feedly die RSS-Inhalte wie bei einem Online-Magazin zu arrangieren. Die Inhalte werden somit weitaus lebhafter präsentiert als in den eher technisch anmutenden Feed-Readern. Überraschenderweise ist Feedly dabei keine richtige Webseite, sondern ein lokales Add-On für den Firefox-Browser.

Wie funktioniert Feedly? Der Start ins Feedly-Abenteuer gestaltet sich denkbar einfach: Wer bereits RSS-Feeds über einen anderen Dienst abonniert hat, kann diese einfach in Feedly importieren. Zudem bietet Feedly die Option sich automatisch mit dem Google Reader zu synchronisieren. Ansonsten werden alle Funktionen angeboten, die man von modernen RSS-Readern gewohnt ist. Ähnlich wie Friendfeed oder auch Google Reader schlägt Feedly zudem weitere Feeds vor, die zu den Interessen des Nutzers passen könnten. Das, was Feedly aber von anderen Readern unterscheidet, ist in erster Linie die schöne Visualisierung der Inhalte. Nicht nur, dass Feedly in einem sehr schicken Grundlayout daherkommt, der Nutzer hat zudem weitere Optionen die Inhalte nach seinem Geschmack zu arrangieren. Das erfreuliche Ergebnis ist, dass Feedly optisch mehr einem Online-Magazin ähnelt als einem RSS-Reader.
Feedly Ansicht
Aber auch neben den Visualisierungsoptionen bietet Feedly eine Vielzahl an Zusatzfunktionen um sich von anderen Diensten abzuheben. So können beispielsweise Kontakte aus Twitter oder Googlemail importiert werden um diverse Empfehlungs- und Sharing-Funktionen zu nutzen. Interessante Artikel können somit direkt über die Beitragsansicht über Twitter gepostet werden oder über Gmail an Freunde gesendet werden. Ein weiteres Novum ist die Option einzelne Passagen eines Artikels zu markieren oder mit Anmerkungen zu versehen. Diese Hervorhebungen werden dann auch für Freunde als Empfehlung sichtbar. Diese Micromeme-Mechanik ist wirklich nützlich und eine echte Killer-Applikation, die hilft die tägliche Informationsflut mithilfe eines sozialen Netzwerkes zu filtern. Schön ist zudem, dass man in der Einzelansicht auch alle Kommentare zu einem Artikel lesen kann. Das Kommentieren ist jedoch nach wie vor nur auf der jeweiligen Webseite möglich. Für wen ist Feedly gedacht? Jeder der regelmäßig RSS-Feeds liest, sollte Feedly mal selbst austesten. Allein die frische Optik macht den Testflug lohnend. Nutzer, die jedoch sehr viele Feeds abonniert haben (mehr als 100) und diese etwa auch noch in zahlreichen Ordner gruppiert haben, könnten ihre Schwierigkeiten mit Feedly haben - bei einer hohen Anzahl an Feed-Abos leidet die Usability. Daher richtet sich Feedly in erster Linie an Nutzer mit einer moderaten Anzahl an Feed-Abos. Weiterhin ist Feedly recht einsteigerfreundlich gestaltet und könnte daher besonders RSS-Neulinge ansprechen. Diejenigen, die ihre Feeds bisher hauptsächlich über Dienste wie iGoogle oder auch Netvibes lesen, sollten Feedly unbedingt einmal ausprobieren, denn hier hat der neue Dienst einige echte Vorteile zu bieten. Feedly im Vergleich zu iGoogle
iGoogle Ansicht
Auch iGoogle ist ein Dienst, der es dem Nutzer ermöglicht, RSS-Feeds auf einer Seite nach persönlichem Geschmack zu arrangieren. Neben klassischen Feed-Inhalten lassen sich auch allerhand Mini-Applikationen wie Kalendar oder Aufgabenlisten einbinden. Ähnlich wie Netvibes, welches nach dem gleichen System funktioniert, hat sich iGoogle zu einer beliebten Startseite gemausert. Im Gegensatz zu Feedly arbeitet iGoogle mit kleinen Widget-Boxen, die sich frei auf der Seite anordnen lassen. Das Problem hierbei ist, dass die Boxen die RSS-Inhalte nur eingeschränkt wiedergeben. So erhält man meist nur die Überschrift und einen kleinen Text-Ausschnitt – wer den kompletten Artikel mitsamt Kommentaren lesen möchte, muss auf die entsprechende Seite gehen. Hier hat Feedly klar die Nase vorn. Interessant ist auch, dass Feedly sich mit dem Google Reader synchronisieren lässt, das hauseigene iGoogle jedoch nicht. Hier müssen alle Feed-Abos eigenhändig eingegeben werden. Selbst der Import über eine sogenannte OPML-Datei ist nicht ohne eine vorher zu installierende Applikation möglich. Schön ist bei iGoogle hingegen, dass es dank offener API eine Menge Widgets von Drittherstellern gibt, die die Seite um unzählige Funktionen erweitert. Wer sich allerdings auf die Suche nach Filtermechaniken oder etwa einer sozialen Kommunkiationsebene begibt, wird schnell enttäuscht sein. Im Vergleich zu Feedly wirkt iGoogle daher eher rudimentär und eindimensional. Blogpiloten-Urteil Feedly ist schick, vermutlich sogar schicker als alle anderen Reader. Aber es ist leider nicht unbedingt funktionaler. Dies bekommen vor allem Nutzer mit besonders vielen Feed-Abos zu spüren – hier leidet die Navigierbarkeit deutlich, da Feedly sich eindeutig langsamer scannen lässt als etwa Google Redaer. Dies ist von daher überraschend, da Feedly gerade auf die Kompatibilität mit dem Google Reader setzt, dessen feine Struktur Feedly jedoch kaum abbilden kann. Auch einige der neuartigen und wirklich lobenswerten Funktionen gehen dank mangelnder Transparenz ein wenig im cleanen Layout unter. Aber Feedly steht noch am Anfang seiner Entwicklung und hier ist definitiv noch einiges zu erwarten. Die Richtung ist zumindest bereits sehr richtig. Für RSS-Fans mit einer überschaubaren Anzahl an Abonnements stellt Feedly zudem eine echte Alternative zum sonstigen Reader-Einheitsbrei dar. Gegen iGoogle oder Netvibes hat Feedly meiner Meinung aber bereits gewonnen - es ist einfach schicker, unterhaltsamer und vielseitiger. [MEHR]

Zack die Bohne, Fernsehen tot

Michael Groß: Gina-Lisa ist nicht Germany’s Next Topmodel geworden – das war auch zu keinem Zeitpunkt zu erwarten. Aber dennoch war Gina-Lisa ein Quotenbringer für die aktuelle GNTM-Staffel, ihr Lieblingsspruch „Zack die Bohne“ war diesmal das, was in den alten Staffeln Bruce Darnells „Das ist der Wahrheit“ war. Nun hat Gina-Lisa eine eigene Sendung – nicht im Fernsehen, sondern im Internet. Sie heißt „Gina-Lisas Welt“, dauert rund fünf Minuten und erzählt Banales aus Gina-Lisas Alltag. ginalisa.png [Screenshot: myvideo] Warum das interessant ist? Weil es Gina-Lisas Sendung vor fünf Jahren nicht gegeben hätte. Ein solches Format wäre im klassischen Fernsehprogramm nicht rentabel gewesen: Zu speziell, zu kurz, zu nischig. Im Internet hingegen hat es „Gina Lisas Welt“ auf Anhieb auf Platz 1 der iTunes Podcast-Charts geschafft. [MEHR]

Friendfiend – Das nächste große Ding?

Michael Groß:
Friendfeed LogoIn der Blogosphäre scheint es derzeit neben Twitter nur ein Thema zu geben: Friendfeed. Doch während US-Blogger bereits entzückt vor ihren Monitoren herumhüpfen, sind sich deutsche Blogger noch uneinig, ob es sich bei Friendfeed um das nächste große Ding handelt oder bloß um einen Hype. Was also ist Friendfeed?
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Brand Tags – Wir formen Marken

Michael Groß: Brand Tags LogoBrand Tags basiert auf der Idee, dass Marken allein in den Köpfen der Menschen entstehen und nicht etwa in den Workshops zwischen Werbeagentur und Marketingabteilung. Spätestens seit dem Aufkommen von Blogs & Co. und den damit verbundenen unkontrollierbaren Konversationen über Marken und Produkte, steht fest: Die Wahrnehmung von Marken lässt sich schlecht allein durch Kommunikationsmaßnahmen steuern oder kontrollieren. Marken entstehen im alltäglichen Umgang mit ihnen, ihre Images werden in Gesprächen geformt sowie über Empfehlungen und Meinungen der Menschen, die mit den Marken in Kontakt kommen. Brand Tags treibt dieses Prinzip auf die Spitze, indem es die Markenassoziationen von Menschen auf spielerische Art und Weise sammelt und strukturiert. Es ist eine simple, aber geniale Idee von Noah Brier, die dem Nutzer Einblick in das gewährt, was Menschen über einige bekannte Marken sagen und denken. brandtags.jpg Wie funktioniert Brand Tags? Brand Tags funktioniert denkbar simpel: Der Dienst zeigt dem Nutzer ein ausgewähltes Markenlogo und fordert ihn auf, ein Wort oder eine kurze Phrase einzugeben, welche dem Nutzer spontan zu der vorgegebenen Marke einfällt. Brand Tags generiert dann eine Tag-Wolke aus all diesen Nennungen. Die Tag-Wolke ist alphabetisch geordnet, Assoziationen mit den häufigsten Nennungen erscheinen entsprechend groß. Man kann das Spiel auch umgekehrt treiben: Brand Tags gibt in diesem Fall dem Nutzer die assoziierten Tags vor und der Nutzer muss erraten, um welche Marke es sich handelt. Die verschiedenen Marken sind zwar vorgegeben, neue Marken können jedoch per Mail beantragt werden und werden dann durch Brand Tags hinzugefügt. Neben Marken lassen sich zudem auch Promis taggen. Der entsprechende Dienst Celeb Tags funktioniert genau wie Brand Tags, verfügt bisher jedoch nur über eine kleine Auswahl an Promis. Für wen ist Brand Tags gedacht? Für jeden, der gerne einmal seine Meinung über geliebte und ungeliebte Marken loswerden möchte. Der Dienst ist sehr leicht zu bedienen und es macht Spaß, mit Brand Tags ein wenig herumzuspielen. Relevant könnte Brand Tags zudem für all jene werden, die in der Werbe- und Marketing-Branche arbeiten: Sie könnten in Zukunft ein praktisches Tool an die Hand bekommen, um die Meinungen der Menschen über ihre Marke zu erfahren. Für einige von ihnen vermutlich eine unbequeme Wahrheit. Blogpiloten Urteil Die Idee von Brandtags ist besser als die Umsetzung. Schön wäre es, wenn jeder selbst im Sinne von Social Collaboration neue Marken hinzufügen könnte, ohne dass es der redaktionellen Bearbeitung durch Brand Tags bedarf. Auch das Design lässt zu wünschen übrig, da die Seite viel zu schmal angelegt ist. So passt oftmals nur ein Tag in eine Zeile der Wolke und man muss sehr weit runter scrollen, um alle Tags zu sehen. Außerdem wird die Plattform meines Erachtens bislang von den falschen Leuten genutzt: Bei fast jeder zweiten Marke findet man Attribute wie "amazing", "awesome", "asshole" als auch "boring", "crap" oder "expensive". Für mich ist dies eher ein Zeichen für die noch sehr homogene Nutzergruppe von Brand Tags, als dass es ein Spiegelbild differenzierter Markenwahrnehmung wäre. Wer also glaubt, in die Köpfe der Konsumenten schauen zu können, wird derzeit noch enttäuscht: Zu wenig differenzierend, zu stark polarisierend und einheitlich erscheinen die geposteten Attribute bisher. Aber Wikipedia hat schließlich auch einmal klein angefangen, und Brand Tags ist gerade mal ein paar Wochen alt. Für jeden Marketingleiter ist es aber allemal ein Schock: Begriffe aus den letzten Werbeslogans habe ich in der BMW-Cloud zumindest nicht gefunden (s. Bild)! [MEHR]

We are what we share! – Die Welt der Wikinomics

Michael Groß: In der Vergangenheit definierte man sich darüber was man besitzt, heute definiert man sich darüber was man teilt. We are what we share! Ein Paradigmenwechsel, wenn nicht gar eine Revolution. Als Wikinomics bezeichnet der Kanadier Don Tapscott dieses Phänomen, bei dem sich Millionen vernetzter Menschen aktiv an der Realisation von Projekten und der Gestaltung von Innovation und sozialer Entwicklung beteiligen. Eine revolutionäre neue Form der freiwilligen Zusammenarbeit, welches unsere Wirtschaft grundlegend verändern könnte. Möglich gemacht hat dies erst das Internet, angefeuert durch die großen Errungenschaften der Massen-Kollaboration wie Wikipedia, Linux und Co. Wikinomics verspricht, dass durch die gleichberechtigt koordinierte Nutzung des kollektiven Wissens über das Internet die menschliche Intelligenz und Kreativität besser genutzt werden können, als es in hierarchischen Organisationen möglich ist. [MEHR]

Google und die pinkfarbenen Schwäne

Michael Groß:

Unser neuer Blogpilot Michael Groß hat die Frühlingsmonate im Silicon Valley verbracht. Ein Besuch bei Google durfte dabei ebenso wenig fehlen wie pinkfarbene Schwäne. Wieso, berichtet er in seiner Google-Reportage...

Google ist Gott. Dein Freund. Dein Feind. Ein Weltverbesserer. Ein Monopolist. Das Zentrum der Wissensgesellschaft. Der Tod des Datenschutzes. Eine der wertvollsten Marken. Böse. Bunt. Genial. Und zu guter letzt auch eine Suchmaschine.

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