„In Zukunft werden die Leute weniger Wert darauf legen, Musik zu besitzen - wichtiger wird der kostenlose Zugang zu Musik sein.“ Sollte Peter Gabriel damit Recht behalten, dürfte Diensten wie Roccatune eine goldene Zukunft bevorstehen. Roccatune ist das erste Musikportal in Europa, das seinen Nutzern einen umfangreichen Musikkatalog kostenlos und legal zum Stream zur Verfügung stellt. Derzeit noch allein in Deutschland nutzbar, kann sich jeder kostenlos bei Roccatune anmelden, in 1,5 Millionen Songs stöbern und sogar ganze Alben in voller Länge anhören.
Rocctune wird bereits von zahlreichen großen und kleinen Labels unterstützt. Viele bekannte Popgrößen wie Coldplay, Robbie Williams, Gorillaz oder Madonna befinden sich bereits im Katalog. Der Dienst wird hierbei komplett über Werbeeinnahmen finanziert, an denen auch die Labels und Künstler selbst partizipieren.
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Vielen Twitter-Nutzern wird in den letzten Tagen das kleine Musiksymbol in zahlreichen Tweets aufgefallen sein. Dahinter steht Blip.fm, ein Micro-Blogging-Dienst, der es seinen Nutzern ermöglicht Musik zu empfehlen und zu teilen. Während Twitter also die Frage „What are you doing“ stellt, fragt Blip.fm “What are you listening to?”.
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Lust mit den Besuchern deines Blogs zu chatten? Und das in Echtzeit, während sie sich auf deinem Blog befinden? Das ist nur eines der vielen Features, welche die neue Auswertungs-Software Woopra anbietet. Ähnlich wie Google Analytics wertet Woopra das Geschehen auf der eigenen Webseite aus und liefert Statistiken etwa über jeden einzelnen Zugriff, woher der jeweilige Besucher kommt, welches Suchwort er verwendet hat und so weiter. Im Gegensatz zu Google Analytics handelt es sich bei Woopra jedoch um keine Web-Applikation, sondern um ein Desktop-Tool, das die Aktivitäten auf der Webseite quasi in Echtzeit wiedergeben kann. Damit aber nicht genug, das clevere Programm, das sich derzeit noch in der Beta-Test Phase befindet, könnte mit seinen Zusatzfunktionen die Art und Weise wie wir interaktiv Informationen über unsere Nutzer sammeln revolutionieren. Wie das genau funktionieren soll, lest ihr weiter unten.
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Mit Feedly ist vor wenigen Tagen ein neuer, ziemlich schicker RSS-Reader an den Start gegangen, der personalisierten Startseiten wie Netvibes oder iGoogle mächtig Konkurrenz machen könnte. Feedlys stärkste Waffe in diesem Kampf ist zweifelslos sein schickes und cleveres Design. Während die Konkurrenz RSS-Feeds und Funktionen über kleine Widget-Boxen darstellt, versucht Feedly die RSS-Inhalte wie bei einem Online-Magazin zu arrangieren. Die Inhalte werden somit weitaus lebhafter präsentiert als in den eher technisch anmutenden Feed-Readern. Überraschenderweise ist Feedly dabei keine richtige Webseite, sondern ein lokales Add-On für den Firefox-Browser.


[Screenshot: myvideo]
Warum das interessant ist? Weil es Gina-Lisas Sendung vor fünf Jahren nicht gegeben hätte. Ein solches Format wäre im klassischen Fernsehprogramm nicht rentabel gewesen: Zu speziell, zu kurz, zu nischig. Im Internet hingegen hat es „Gina Lisas Welt“ auf Anhieb auf Platz 1 der iTunes Podcast-Charts geschafft. [MEHR]
In der Blogosphäre scheint es derzeit neben Twitter nur ein Thema zu geben: Friendfeed. Doch während US-Blogger bereits entzückt vor ihren Monitoren herumhüpfen, sind sich deutsche Blogger noch uneinig, ob es sich bei Friendfeed um das nächste große Ding handelt oder bloß um einen Hype. Was also ist Friendfeed?
Brand Tags basiert auf der Idee, dass Marken allein in den Köpfen der Menschen entstehen und nicht etwa in den Workshops zwischen Werbeagentur und Marketingabteilung. Spätestens seit dem Aufkommen von Blogs & Co. und den damit verbundenen unkontrollierbaren Konversationen über Marken und Produkte, steht fest: Die Wahrnehmung von Marken lässt sich schlecht allein durch Kommunikationsmaßnahmen steuern oder kontrollieren.
Marken entstehen im alltäglichen Umgang mit ihnen, ihre Images werden in Gesprächen geformt sowie über Empfehlungen und Meinungen der Menschen, die mit den Marken in Kontakt kommen. Brand Tags treibt dieses Prinzip auf die Spitze, indem es die Markenassoziationen von Menschen auf spielerische Art und Weise sammelt und strukturiert. Es ist eine simple, aber geniale Idee von Noah Brier, die dem Nutzer Einblick in das gewährt, was Menschen über einige bekannte Marken sagen und denken.
Wie funktioniert Brand Tags?
Brand Tags funktioniert denkbar simpel: Der Dienst zeigt dem Nutzer ein ausgewähltes Markenlogo und fordert ihn auf, ein Wort oder eine kurze Phrase einzugeben, welche dem Nutzer spontan zu der vorgegebenen Marke einfällt. Brand Tags generiert dann eine Tag-Wolke aus all diesen Nennungen. Die Tag-Wolke ist alphabetisch geordnet, Assoziationen mit den häufigsten Nennungen erscheinen entsprechend groß.
Man kann das Spiel auch umgekehrt treiben: Brand Tags gibt in diesem Fall dem Nutzer die assoziierten Tags vor und der Nutzer muss erraten, um welche Marke es sich handelt. Die verschiedenen Marken sind zwar vorgegeben, neue Marken können jedoch per Mail beantragt werden und werden dann durch Brand Tags hinzugefügt. Neben Marken lassen sich zudem auch Promis taggen. Der entsprechende Dienst Celeb Tags funktioniert genau wie Brand Tags, verfügt bisher jedoch nur über eine kleine Auswahl an Promis.
Für wen ist Brand Tags gedacht?
Für jeden, der gerne einmal seine Meinung über geliebte und ungeliebte Marken loswerden möchte. Der Dienst ist sehr leicht zu bedienen und es macht Spaß, mit Brand Tags ein wenig herumzuspielen. Relevant könnte Brand Tags zudem für all jene werden, die in der Werbe- und Marketing-Branche arbeiten: Sie könnten in Zukunft ein praktisches Tool an die Hand bekommen, um die Meinungen der Menschen über ihre Marke zu erfahren. Für einige von ihnen vermutlich eine unbequeme Wahrheit.
Blogpiloten Urteil
Die Idee von Brandtags ist besser als die Umsetzung. Schön wäre es, wenn jeder selbst im Sinne von Social Collaboration neue Marken hinzufügen könnte, ohne dass es der redaktionellen Bearbeitung durch Brand Tags bedarf. Auch das Design lässt zu wünschen übrig, da die Seite viel zu schmal angelegt ist. So passt oftmals nur ein Tag in eine Zeile der Wolke und man muss sehr weit runter scrollen, um alle Tags zu sehen. Außerdem wird die Plattform meines Erachtens bislang von den falschen Leuten genutzt: Bei fast jeder zweiten Marke findet man Attribute wie "amazing", "awesome", "asshole" als auch "boring", "crap" oder "expensive".
Für mich ist dies eher ein Zeichen für die noch sehr homogene Nutzergruppe von Brand Tags, als dass es ein Spiegelbild differenzierter Markenwahrnehmung wäre. Wer also glaubt, in die Köpfe der Konsumenten schauen zu können, wird derzeit noch enttäuscht: Zu wenig differenzierend, zu stark polarisierend und einheitlich erscheinen die geposteten Attribute bisher. Aber Wikipedia hat schließlich auch einmal klein angefangen, und Brand Tags ist gerade mal ein paar Wochen alt. Für jeden Marketingleiter ist es aber allemal ein Schock: Begriffe aus den letzten Werbeslogans habe ich in der BMW-Cloud zumindest nicht gefunden (s. Bild)! [MEHR]
Unser neuer Blogpilot Michael Groß hat die Frühlingsmonate im Silicon Valley verbracht. Ein Besuch bei Google durfte dabei ebenso wenig fehlen wie pinkfarbene Schwäne. Wieso, berichtet er in seiner Google-Reportage...
Google ist Gott. Dein Freund. Dein Feind. Ein Weltverbesserer. Ein Monopolist. Das Zentrum der Wissensgesellschaft. Der Tod des Datenschutzes. Eine der wertvollsten Marken. Böse. Bunt. Genial. Und zu guter letzt auch eine Suchmaschine.
