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Karin Janner: ein Brettspiel für und aus der Community

Karin Janner kommt ursprünglich aus Wien, lebt und arbeitet nun jedoch als Marketing- und PR-Beraterin in Berlin. Einen besonderen Schwerpunkt hat sie auf Kultur- und Online-Marketing sowie Social Media gelegt. Sie ist einer der führenden Köpfe hinter der stARTconference, die jedes Jahr im Herbst Kulturschaffende und Web 2.0-Interessenten zusammenbringt. Für dieses Jahr hat sie sich eine ungewöhnliche Aktion ausgedacht: Zur Konferenz wird es ein Social-Media-Brettspiel geben, kollaborativ entwickelt und unter Creative Commons gestellt. Wir haben sie befragt, was es damit auf sich hat.

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Studie: Social Media Governance 2010

„Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern“ ist die Studie von Ansgar Zerfaß und Stephan Fink untertitelt. Sie soll einen Einblick geben in den aktuellen Stand der Verbreitung, Bewertung und Nutzung von Social Media in Firmen und Non-Profit-Organisationen.
In dem Gemeinschaftsprojekt wurden 1007 Fragebögen ausgewertet von Mitarbeitern der Universität Leipzig, des Magazins Pressesprecher sowie der Fink & Fuchs PR AG.

Vorab sind einige Ergebnisse bemerkenswert: 54 Prozent aller befragten Organisationen nutzen im Moment Social Media für Kommunikationsaufgaben. Allerdings ist die Hälfte (26,2 Prozent) seit weniger als zwölf Monaten aktiv, weitere 22,1 Prozent seit über einem Jahr und nur eine Minderheit von sechs Prozent verfügt über mehr als drei Jahre Praxis. Das ist nicht nur ein Trend. Es zeigt, dass die Sättigung im Umgang mit Social Media schneller stattfinden wird, als viele Auguren noch vor einem Jahr prophezeiten. Die Frage ist, ob es einen klaren Mehrwert gegenüber E-Mail, Foren und Projektplattformen im Intranet gibt oder das Ganze nur ein Experimentierfeld ist, von dem sich die Hälfte nach ein paar Monaten wieder abwendet…

Tools: Die Tools mit der größten Verbreitung sind Videosharing, Microblogging und Blogs. Bei den Social Networks, die bei den Studienautoren Communities heißen (?), liegen acebook, Xing sowie eigene Social Networks im Intra- und Extranet vorne. Die populärsten Anwendungen in PR-Abteilungen sind Facebook-Profile/-Seiten und Twitter-Kanäle. Corporate Blogs und Social Media Newsrooms sind dagegen bislang eine Randerscheinung. Zumindest das Erste liegt an dem enormen Aufwand und den noch immer vielstufigen Freigabprozessen in den Unternehmen, die jede Aktualität im Keim ersticken.

Risiken: Neben mangelnder strategischer Ausrichtung der internen Kommunikation, was seit 20 Jahren ein Manko der Kommunikationsarbeit ist, da sie sehr selten im Verbund mit Organisationentwicklung sowie der Personalentwicklung bzw. einem gerichteten Change Management arbeitet, sind die am häufigsten genannten Risiken von Social Media unter dem Stichwort „Kontrollverlust“ eher verschleiert als benannt. Als größte Chance wird von 82,3 Prozent der Befragten die zusätzliche, schnelle
Informationsverbreitung genannt, gefolgt von Verbesserungen bei Service und Kundenbindung (45,7 Prozent) und einer vereinfachten Beobachtung der öffentlichen Meinung (44,0 Prozent). Dabei wird die interne Potenz der neuen Möglichkeiten weitgehend ausgeblendet. das mag an einem Mißtrauen gegenüber demokratischen Verhältnissen und einem Unbehagen am Abbau von Hierarchien innerhalb von Firmen liegen…

Wer mehr lesen will, wird hier in diesem PDF fündig.

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Chatter: facebook & twitter für Firmen mit salesforce

Können Sie eigentlich bestimmten Dokumenten oder Apps folgen? Haben Sie ein eigenes kleines Facebook für ihre Sales/Marketing-Abteilungen? Nein. Dann könnte Salesforce Chatter etwas für Sie sein. Wer also intern bisher nicht viel Erfolg mit Wikis, Blogs oder anderen Informationsspeichern hat, der kann nun diese Platform nutzen, um Menschen und Informationen in Echtzeit zu verbinden. Und da salesforce der bekannteste SaaS-Anbieter (Software-as-a-Service) ist, hält sich der initiale Aufwand sehr in Grenzen. Mehr im 40-Minuten-Video dazu nach dem Klick:

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arte-Film: the social galaxy

Wer es vor 3 Tagen noch nicht im TV sah, sollte das unbedingt hier nachholen (in deutsch). Diese Dokumentation über die Ups & Downs beim Siegeszug der social networks ist unbedingtes Muss für jeden web aficionado und alle, die sich Social Media Berater nennen wollen.

Während es vor zehn Jahren noch eine klare Trennung zwischen dem Leben online und dem Leben offline gab, ist diese Grenze heute aufgehoben. Das ist nicht unproblematisch, denn viele junge Menschen dokumentieren ihr Leben öffentlich auf Twitter, Facebook, MySpace und auf Blogs. Da gibt es kein Zurück: Was einmal öffentlich ist, ist kaum mehr zu löschen. David Rowan, Chefredakteur von „Wired UK“, spricht über das Problem des Datenmissbrauchs und wie Daten weitergereicht und zweckentfremdet werden. Und Simon Waterfall, Kreativdirektor von „Poke“ in London, berichtet, dass er allein auf seinem Weg zur Arbeit von 250 Kameras erfasst, beobachtet und aufgezeichnet wird.

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Rezension: Social Media Relations

Der Autor Bernhard Jodeleit fehlt auf keinem social media event mit PR-Bezug. Er ist aber auch im Netz unterwegs, wenn es um relevante Diskussionen zum Thema PR und Social Media geht. Zum Vorteil gereicht ihm dabei die Tatsache, dass er sich zwar fast immer beteiligt, aber nie in den Vordergrund spielt. Genau so funktioniert auch sein Buch zum Thema: Social Media Relations, erschienen im dpunkt Verlag. In bester Beratermanier umkreist er zunächst die Ausgangslage, um möglichst viele Leser abzuholen, die mit einer gewissen Skepsis dem Thema gegenüber stehen. Mit einem distanzierten Ansatz führt er in Chancen, Herausforderungen und kritische Pfade ein, die in diesem Themenfeld lauern.

Methode

Dankenswerterweise ist es ihm gelungen an den wichtigen Stellen einige Checklisten für Praktiker zu platzieren, die den Gesamteindruck des Buches nicht zu einem Kochbuch für Social Media degradieren, wie es sie schon allerorten auf dem Grabbeltisch gibt. Allerdings gelingt der Spagat zwischen praktischem Nutzen und theoretischem Rüstzeug nicht immer. Denn der mahnende Hinweis, dass ein frischer Aktionismus ohne strategische Basis wenig hilft, wird nur mit wenig Substanz wirklich unterfüttert. Das mag aber auch an der jahrelangen Praxis liegen die Jodeleit im Agenturumfeld gesammelt hat. Denn viele Kunden können mit langfristigen Strategien wenig anfangen und kommen oft mit extrem trivialen Vorgaben wie Umsatzsteigerung oder besserem ROI ins Haus und winken mit Jahresverträgen.

Insofern fehlt leider dem noch immer virulenten Hinweis auf eine nachhaltige Ausrichtung von Kommunikation eine gute und nachvollziehbare theoretische Begründung – im Zeitalter von Social Media ist dieses Thema aber eher noch essenzieller als es das früher war und unter dem Stichwort integrierte Kommunikation in die Fachdiskussionen Eingang hielt…

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Rezension: Facebook – Marketing unter Freunden I

Wir haben uns entschlossen user generated journalism einzuführen. Das bedeutet, dass wir alle Leser ermuntern, Artikel einzureichen oder aber an den Rezensionen mitzuarbeiten. Das Ratgeber-Buch Facebook – Marketing unter Freunden ist so ein Fall. Eine unserer Autoren (Lena Brombacher) und eine Leserin – Bea Brenner – werden das Buch bewerten. Als Erste ist heute Lena dran und beschreibt den Nutzen aus Sicht der ehemaligen Pressearbeiterin. Frau Brenner wird dann mit ihren über 20 Jahren Erfahrung im Marketing und einer noch vorhandenen interessierten Distanz zu socialmedia berichten, ob und wie das Buch hilft, Hemmschwellen zu überwinden. (Redaktion Netzpiloten.de)

Worum geht es?

Facebook ist die populärste Schnittstelle aller Social Networks. Hier fließen Twitter, youtube, flickr und der Content sämtlicher Blogs, Websites und Plattformen aus dem WorldWideWeb zusammen. Mittlerweile zählt facebook 400 Millionen aktive Mitglieder weltweit, wäre facebook ein Land, wäre es das viertgrößte Land dieser Erde. Nirgendwo erreicht man eine so große Zahl an potentiellen Kunden. Doch wie kommt man als Unternehmen dorthin, wo sich die Konsumenten schon befinden?

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Social Network demographics and usage

emarketer hat mal wieder die Kristallkugel angeschmissen und bringt uns die Zahlen für die nächsten Jahren was den Gebrauch und die Reichweite von Social Networks angeht.
Da schau her: 65% der Amerikaner sind bald in Sozialen Netzwerken unterwegs. Dann haben wir das in 10 Jahren auch in Deutschland so – oder in 15 vielleicht.

Spannender finde ich persönlich ja die zweite Grafik:

Denn das würde bedeuten, dass die Hälfte der Senioren in Amerika die Netzwerke nutzen würde. Dabei ist das gerade das größte Problem in den Staaten wie neulich ein South Park Folge erleuchtete: Denn die Kids sind sehr genervt, dass sie jetzt von den Eltern und Großeltern als Freunde behandelt werden. Das macht sich offenbar nicht so prickelnd, wenn man so alte Knacker in der Freundesliste hat oder – noch schlimmer – die auch noch die Pinwand mitlesen. Tja. Selbst das schärfste Schwert wird irgendwann zum rostigen Schrott.

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Netzkolleg Lektion 1: Social Media trotz Experten

Vor zehn Jahren begann ich in der Welt des Wissensmanagements die ersten Sporen zu verdienen. Das Thema war gerade dabei, sich vom ewigen Fokus auf Dokumenten-Archive und Wissensdatenbanken zu erholen. Aber schon damals hatten sogenannte Experten, die weitgehend keine Ahnung von Erkenntnistheorie, Kognitionspsychologie oder gar Wissenschaftsheorie hatte, Kreisläufe und Treppenmodelle des Wissens in allerlei dicke Bücher gepinselt, die Doktoranden und Studenten noch heute abzeichnen und die immer wieder auf Präsentationsfolien auftauchen. Das Schlimme daran ist, dass diese Experten und ihre Methoden kostbare Zeit vergeuden. Denn es geht um viel.
Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, also im weitesten Sinne Change Management ist nicht trivial. Und die Welt ändert ständig ihre Richtung. Wer sein Augenmerk zu stark nach außen verlagert verliert Leistungsfähigkeit – wer zu stark auf das Innen fokussiert, der verliert den Kontakt zu Markt und damit Kunden.

Heute, wo Social Media Experten Bücher schreiben über aufgepeppte Presswebsites namens Social Media Newsroom oder den Einsatz von internen Blogs und Wikis preisen und begleiten, beschleicht mich wieder das Gefühl, dass allerlei Ratgeber-Literatur den Markt und die Vortragssäle überschwemmt, ohne das man den Firmen die Chance läßt, das Wesentliche selbst zu erarbeiten. Wer 20 Minuten erübrigt, der möge sich dieses Video von Lee Bryant aufmerksam ansehen und anhören. Dort fasst er das zusammen, was einige Berater im Bereich professioneller Einsatz von Social Media schon länger praktizieren. Leider taucht es nicht in den Sonntagsreden der hiesigen PR 2.0-Berater, der Enterprise 2.0 Experten und in der zweiten Reihe der Besserwisser auf. Hier also eine Lesung für Firmen, die sich die Selbst-Marketing-Orgien der selbsternannten Experten für 800 EUR am Tag sparen wollen.

Video via smartens

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Haque platzt: Social Media Bubble

Seit zwei Tagen glühen in den USA die Drähte. Umair Haque, den geneigten Lesern der blogpiloten bereits bekannt als Direktor und Vordenker des Havas Media Lab und seines Zeichens Großblogger beim Harvard Business Review hat mal wieder seine Lieblingsmetapher (bubblegeneration) an die Projektionsfläche unser aller Lieblingsdiskussion gepinselt. The Social Media Bubble.

In dem Text vergleicht er die Inflation dünner Verbindungen mit allerlei Menschen per Social Media mit der Subprime-Krise und deren unterdurchschnittlichen Krediten. Aus seiner Sicht sind diese Online-Bekanntschaften eher eine Illusion echter menschlicher Bindungen, die auf gemeinschaftlichem Handeln und Erleben beruhen. Die Bindungen im Social Media Land basieren nicht auf gegenseitigem Investment von Zeit, Wissen und Beachtung und sind aus Sicht von Haque somit defiziente Formen menschlicher Bindungen – wenn überhaupt.

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In der Höhle des Löwen? Chat mit der GEZ

Alles neu macht der Februar. Der gewählte Zeitpunkt klingt etwas ungewöhnlich (Projekt nicht rechtzeitig zum Jahresende fertig?), doch nun ist sie da: Die neue Image-Kampagne der GEZ, mit neuem Logo und einem offenen Auftreten den Fragen aus der Bevölkerung gegenüber. Das dazugehörige Forum bot – wenn auch nett gedacht – bisher wenig Anlaß zu positiven Berichten. Doch ist das Forum nur einer der Bestandteile der neuen Kampagne: Antworten soll man in den Experten-Chats mit Mitarbeitern der GEZ erhalten. Der erste Expertenabend war gestern – und wusste durchaus angenehm zu überraschen. Weiterlesen »

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Clay Shirky über Sozialkapital und Social Media

Talk von Clay Shirky auf TED.com. Er spricht über die Wichtigkeit von Sozialkapital und darüber, dass es Sozialkapital und nicht so sehr Technologien sind, das die Welt der Medien und das soziale Miteinander durch und mit Medien verändert. Er gibt dazu zahlreiche teils bekannte, teils unbekannte Beispiele. Toll ist wie immer die Klarheit seines Vortrags. So go and watch…. Weiterlesen »

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GEZ-Forum: Das Schweigen der (GEZ-)Lämmer

Manchmal ist es Zeit für eine Erneuerung von Grund auf. Das jedenfalls ist der Eindruck, den man von den neuen Wegen erhält, die die GEZ nun beschreiten möchte. Dabei geht es jedoch nicht nur um das neue Logo, das nun in runden Formen einen wesentlich freundlicheren Eindruck macht, sondern vor allem um eine neue Image-Offensive. Ein zentraler Bestandteil dabei ist das hauseigene Forum, in dem man sich mit der Öffentlichkeit austauschen möchte. Im Interview mit Michael Friedrichs erläutert GEZ-Chef Hans Buchholz, man wolle damit „kritischen Austausch und die Diskussionen über die GEZ und die Rundfunkgebühren“ vorrangig mit einer jungen und internetaffinen Zielgruppe ermöglichen. Gute drei Wochen ist das nun her. Zeit also für eine Analyse des Forums: Erreicht es seine hochgesteckten Ziele? Weiterlesen »

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Eric Markuse über Social Media bei MDR Sputnik

Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit, Eric Markuse (@eric_markuse)einige Fragen zum Einsatz von Social Media bei MDR Sputnik zu stellen, wo er als Programmchef tätig ist. MDR Sputnik ist das Jugendradio des MDR und dort werden viele Instrumente des Social Web für den Austausch mit den Hörern eingesetzt. Insofern hat mich interessiert, welche Bedeutung das Thema „Social Media“ konkret für den Sender hat. Weiterlesen »

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Was ist Social Media?

Thomas Pfeiffer, freier Social–Media–Consultant, hat in seinem Blog ein mit ihm durchgeführtes Interview veröffentlicht. Darin erklärt der den neuen Wertekanon hinter Social Media, Unternehmen, hohe Rösser, die Relevanz von journalistisch hochwertigen Journalisten und der Hoffnung, dass die mediale Evolution zu mehr Partizipation und zu einer Machtverschiebung in der Weböffentlichkeit führt.

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Social Media Prisma Deutschland

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Ethority hat sich was Nettes zur Bewerbung des eigenen Standes bei der heute gestarteten dmexco in Köln einfallen lassen. Sie haben das Social Media Prisma von Brian Solis und JESS3 auf den deutschen Markt übertragen und dieses zunächst als Datei im Ethority-Blog veröffentlicht und werden es auch als Poster kostenlos an ihrem Ethoritystand verteilen. Auf jeden Fall noch ein Grund, warum die Blogpiloten heute auch zur dmexco aufbrechen.

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Social Media Revolution – schlampig gut gemacht

Zugegeben: ein sehr stylisch gemachtes Video auf dem Socialnomic09-Youtube-Channel mit Fat-Boy-Slim-Sound. Den Stil kennt man: Statistiken schick grafisch aufbereitet oder visualisiert in ein Video packen und auf virale Verbreitung hoffen. Ja, es funktioniert. Aber, aber, aber: Die Daten sind in Teilen ziemlich dahingeschlampt, weil ohne Belege oder durch die Verkürzung der Aussage schlichtweg falsch. Insofern bitte auch die Comments auf YouTube beachten. Update: Danke an Wittkewitz für dne Hinweis, dass im Blog des Urhebers alle Quellen aufgelistet sind. Weiterlesen »

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Google-News, Newstracking und der gesunde Verstand

Ja, ganz ganz böse sind sie, die so genannten Nachrichtenaggregatoren, wie drüben bei Spiegel Online im Beitrag „Nachrichten-Aggregatoren: Wie Google News Redaktionen ausbeutet“ zu lesen ist. Leicht verschnupft schreibt dort Christian Stöcker über die Bekanntgabe von Google, dass man beim Dienst Google News mit acht weiteren Nachrichtenagenturen direkt zusammenarbeiten und deren Inhalte auf Google News verbreiten wird. Weiterlesen »

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TweetWeek: Die Twitterwoche im Überblick

Die wichtigsten Themen der Twitterwoche fasst Julia Roy in ihrer Videoreihe TweetWeek zusammen. Im echten Leben Social Media-Expertin bei der New Yorker Agentur Undercurrent versucht sie hier, einen Überblick über die auf Twitter laufenden Diskussionen zu geben.

Ob das überhaupt klappen kann? Wir werden sehen. Hier die aktuellste Ausgabe, diesmal von unterwegs und mit etwas rauschigem Sound.

Mehr zu TweetWeek: TweetWeek-Channel auf YouTube, alle Posts auf Julias Blog.

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Dummes Fernsehen, smartes Web!

TV ist tot, das Internet befreit uns von der Knechtschaft der stumpfen Flimmerkiste! So etwa wurde eins das Ende des Zeitalters der Massenmedien vorhergesehen, und so sagen manche auch heute noch. So gerne ich es würde: Ich kann daran noch nicht so recht glauben. Der Fernseher, Inbegriff passiven Konsums, Verstumpfungsmaschine: Lange vorbei die Zeiten, in denen Fernsehen ein Fenster war in die große, weite Welt, Zugang zu Politik, Wirtschaft, Sport, dem Weltgeschehen eben. Ob Quotendruck oder Verflachung des gesellschaftlichen Diskurses, aus irgendwelchen Gründen scheint das TV heute dümmer – oder vielmehr, als habe es sich nicht im gleichen Tempo weiterentwickelt. Fernsehen hat einen schalen Beigeschmack.

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„Wir leiden unter einem chronischen NDA-Syndrom“

Frank Westphal ist Software-Entwickler und -Coach. Mit seinem kleinen Dienst Rivva, der vor wenigen Wochen startete, schuf er einen kleinen „Blogmonitor“ als Pulsmesser für die deutsche Blogwelt. Die Blogpiloten sprachen mit ihm über diesen Service, die Eigenheiten des Web 2.0 in Deutschland und die Zukunft des Internet.

Stell Dich bitte doch kurz vor: Wer bist Du, was machst Du?

Ich bin eigentlich freier Softwareentwicklungscoach, gönne mir jedoch gerade ein Sabbatical und arbeite nebenher an ein paar eigenen Geschichten.

Was ist Rivva?

Rivva möchte so etwas wie Techmeme für die deutschsprachige Blogosphäre werden. Mein Ziel ist es, den Zeitgeist und die Themen, die in den Weblogs ein größeres Echo finden, automatisch einzufangen und zu einer Top-News-Seite zu aggregieren. Die Idee ist vergleichbar mit Google News, nur dass wir Blogger Redakteure des Ganzen sind.

Was ist Dein persönlicher Antrieb für das Projekt Rivva?

Rein egoistische Gründe: Ich möchte mehr Zeit fürs Wesentliche haben, insbesondere um die Dinge und Ideen, die ich im Netz lese und lerne, auch ausprobieren und umsetzen zu können. Ich könnte ja den lieben langen Tag durchs Web stöbern, allerdings täte ich so nichts anderes mehr geregelt bekommen: Getting Nix Done. Mit Rivva möchte ich, im Gegenteil, in die Lage kommen, in kürzerer Zeit einen möglichst umfassenden Ausschnitt der aktuellen Diskussion im Netz verfolgen zu können, und darüber hinaus hin und wieder auch über den persönlichen Tellerrand geführt werden.

Ist das Projekt als kommerzielles Unternehmen gedacht, oder betreibst Du es „aus Spaß“?

John Lennon sagte mal: Leben ist, was Dir passiert, während Du eifrig andere Pläne machst. Momentan genieße ich hauptsächlich meine Freiheit und nebenher meine kleinen Projekte. Vor mir türmt sich ein Berg cooler Ideen auf, könnte also noch richtig spannend werden. Ich will mich jedoch auf nichts festlegen und einfach mal überraschen lassen, wohin Rivva wohl treibt.

Was wird uns bei Rivva noch erwarten, wie sieht die nahe Zukunft des Projektes aus?

Da ich die Seite zu einem extrem frühen Zeitpunkt geöffnet habe, fehlen einige Basics. Dieser Tage wird eine News-River-Seite hinzukommen, Ende März Monats- und Wochenarchive, im April vielleicht schon das erste Gimmick. Mein größtes Interesse steckt im Moment in experimentellen Features, die ich zum Testfahren nach und nach veröffentlichen möchte. So ähnlich, wie sich bei Google über die Jahre kaum etwas an der Oberfläche getan hat und fortlaufend, für uns aber fast unsichtbar an den Suchfunktionen gefeilt wird, hänge auch ich mit dem Kopf hauptsächlich unterhalb der Motorhaube. Jedes noch so coole Feature wird von Relevanz gestochen, das ist mein Fokus.

Rivva setzt auf das Framework „Ruby on Rails“ auf, ähnlich wie viele andere Web 2.0-Website wie bspw. QYPE, an dessen Entstehung Du beteiligt warst. Wieso ist das so? Was macht „RoR“ so besonders?

Zum einen hat Ruby on Rails die Weichen neu gestellt in puncto Produktivität, Agilität und Einfachheit. Zum anderen ist RoR momentan der wahre Innovationsmotor im neuen Web: AJAX, REST, diese Dinge sind Teil des Frameworks. Oder nehmen wir Tagging, das ist in Ruby ein Einzeiler: acts_as_taggable. Aus vielen Projekten sind mittlerweile so viele gute Ideen zurück ins Framework geflossen oder dem Plugin-Marktplatz zugute gekommen, dass wir uns praktisch nicht mehr um Technologiekrimskrams kümmern müssen, sondern sofort auf die Umsetzung der Ideen stürzen können, die unsere Web-App von anderen unterscheidet.
Time to Market wird immer wichtiger, schließlich will jeder seine neue Site nach Wochen launchen, nicht Monaten. Zu guter Letzt, glaube ich, dass man mit der Entscheidung für Ruby auch bessere Softwareleute anzieht.

Kommen wir einmal auf das „Web 2.0“ im Allgemeinen zu sprechen: Was zeichnet für Dich das neue „Web 2.0“ aus?

Für mich ist das neue Web vor allem das alte Web: Es wird langsam erwachsen und so, wie es immer sein wollte: beschreibbar (Blogs, Wikis), mit reichen Interaktionsmöglichkeiten (AJAX, DHTML, Javascript, das endlich funktioniert), partizipativ (Social Networks, Weblogs, Audio/Video Podcasts, Screencasts), skalierbar (Torrents), annotierbar (Tagging), remixbar und offen über Web-APIs (Mashups, REST), mit referenzierbaren Inhalten (Micro Content), über hübsche stabile URLs (Permalinks), auch rückwärts (Trackbacks), mit semantischen Datenformaten (Microformats, JSON, Webstandards) und über Änderungshistorien verfolgbar (RSS, Atom, SSE, Ping). *hol Luft*

Neben all den sozialen Implikationen, die wir gerade aus den neuen Möglichkeiten entstehen sehen, fasziniert mich vor allem die Echtzeit- und ortsbezogene Komponente: Das Web wird immer schneller, zum Live Web. Ebenso kennt die Ausbreitung des Netzes in die reale Welt keine Grenzen mehr: neue Geo-Dienste, mobiles Web und Ubiquitous Devices; diese Themen finde ich ziemlich spannend. Im Thema Mashups steckt auch noch viel Potenzial.

Wie siehst Du die Web 2.0-Szene hier in Deutschland? Ich habe den Eindruck, in den letzten Monaten entstehen auch hierzulande einige sehr gute Ideen.

Meine ich auch, vor allem im Social-Commerce-Sektor: Dawanda, Dealjäger, Spreadshirt, Yieeha. Gute Ideen gut umgesetzt. Allerdings finde ich auch, dass hierzulande viel zu sehr über den großen Teich geschielt wird. Dieser gebannte Blick führt zu Lähmung. Außerdem reden und analysieren wir die Dinge in Deutschland klein und kaputt. Hype, Klon, Bubble sind Vokabeln, die wir mal wieder bewusster einsetzen könnten. Und überhaupt wird aus meiner Sicht zu viel geredet und zu wenig gemacht. Wir leiden unter einem chronischen NDA-Syndrom: Not Doing Anything.

Doch genug gejammert, nach Sandwich-Technik muss meine Antwort ja auf einem positiven Aspekt enden. Daher ein Minibuchtipp: „Who moved my Cheese?“ Mein Lieblingssatz: „What would you do, if you weren’t afraid?“ Einfach mal machen, wäre mein Tipp. Überhaupt einmal anzufangen, ist der wichtigste Schritt.

Was fehlt im Web 2.0? Außer den meisten Unternehmen offenbar ein Business-Plan?

Den fehlenden Businessplan sehe ich, ehrlich gesagt, als Stärke. Bestes Beispiel ist das gerade ausführlichst diskutierte Twitter. Obwohl die Jungs mit Odeo eine der ersten und besten Podcasting-Plattformen am Start hatten, haben sie auf dem Weg ihren Drive und Fokus verloren und sich von PodShow, PodTech und Konsorten überrunden lassen. Evan Williams hat darauf den meiner Meinung nach mutigsten Schritt im Jahr 2006 gemacht: seine VCs rauszukaufen, somit wieder frei zu sein und sich auf vielversprechendere Ideen stürzen zu können als die ursprünglich im Businessplan anvisierten Ziele: Odeo.com steht seit Februar zum Verkauf, alle Kraft voraus auf Twitter.com! Was fehlt meines Erachtens im Web 2.0? Ich glaube, ein schlagkräftiger Herausforderer zur Datenkrake Google wäre ganz dufte.

Wo wird sich das Web Deines Erachtens hin entwickeln? Werden wir alle bald im „Second Life“ stehen?

Nein, glaube nicht. Ich denke vielmehr, dass das Pendel schon bald wieder in die andere Richtung ausschlagen könnte: Von Always-On und hemmungsloser Mitteilsamkeit zu einer gesunden Balance aus Offenheit und Privatsphäre. Ich glaube, dass wir unsere lokalen Communities wieder entdecken werden und dass das Web ziemlich schnell unsichtbar werden wird durch die vielen kleinen Gerätschaften, die darüber miteinander verbunden sind. Der Witz, nach seinen verlegten Schlüsseln zu googeln, wird dann keiner mehr sein.

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