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Die Tradition der spanischen Sherry-Weine

Ein Glas Oloroso. Zwei Oliven. Mächtige Weinfässer. Streng, Kühl und Dunkel ist es in der ehrwürdigen Bodega „La Manzanilla“ im historischen Herzen der Hafenstadt Cádiz, dem Tor nach Amerika, auch Silbertäßchen genannt. Umarmt vom Atlantik weht ein frischer, jodhaltiger Wind über die Costa de la Luz, der zum herben Geschmack der Finos und Manzanillas, Weinen aus der Sherry- Familie, eine trockene, fast salzige Note beiträgt.
Im Dreieck zwischen den Städten Sanlucar de Barrameda im Norden, Jérez de la Frontera im Osten und El Puerto de Santa María im Süden, allesamt in der Provinz Cádiz, wachsen die Sherry – Weine, welche ihren kräftigen Geschmack aus diesen Gegensätzen ziehen. Im Grunde zählen auch die edlen Weine der südlich Cádiz gelegenen Stadt Chiclana de la Frontera zur Familie, doch die Herkunftsbezeichnung „Vinos de Jérez“(altkastilisch „Xéres“, engl. „Sherry“ phöniz. „Cera“ arab. „Sherish“) schützt nur die drei erst genannten Orte. Deren Reben wachsen auf harten, aber an Mineralien und Nährstoffen (Muschelkalk, Kreide, Kieselerde) reichen, porösen Böden, den „Albarizas“, welche ganzjährig vorzügliche Wasserspeicher bilden.

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Klassiker: Sherry Turkle

Sherry Turkle (Wikipedia)Im Rausch der zumeist halbgebildeten Web-Experten dieser Tage, die von einem Kongress zum anderen gereicht und bewundert werden, ist leider eine „frühe“ Denkerin rund um das Verhältnis Computer/Mensch in Vergessenheit geraten: die Soziologin Sherry Turkle. Dabei hat sie schon in dem im Jahr 1995 in Deutschland erschienenen Werk „Leben im Netz“ sehr viel von dem vorweggenommen, was heute in Trivialform immer wieder diskutiert wird:

Aber ist es wirklich vernünftig anzunehmen, wir könnten den Gemeinschaftsgedanken dadurch neues Leben einhauchen, dass wir allein in unseren Zimmern sitzen, Botschaften in unsere vernetzten Computer eingeben und unser Leben mit virtuellen Freunden füllen?



Das Internet ist zu einem wichtigen Soziallabor für Experimente mit jenen Ich-Konstruktionen und -Rekonstruktionen geworden, die für das postmoderne Leben charakteristisch sind.


Von Anfang an war der Begriff der wissenschaftlichen Objektivität nicht zu trennen von der Vorstellung einer aggressiven Beziehung des Forschers zur Natur. Und von Anfang an war das Streben nach wissenschaftlicher Objektivität mit der Metaphorik männlicher Herrschaft und weiblicher Unterwerfung verknüpft. Francis Bacon benutzte das Bild vom männlichen Wissenschaftler, der die weibliche Natur auf die Folter spannt.

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