All posts under Netzpolitik

5 Lesetipps für den 20. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um ein neues Urheberrecht für Europa, Prashant Fuloria, Überwachung und Forderungen nach einer neuen Netzpolitik. Ergänzungen erwünscht.

  • URHBERRECHT Netzpolitik.org: Was läuft falsch beim EU-Urheberrecht?: „Der Berichtsentwurf von Julia Reda ist zweifellos das fortschrittlichste offizielle EU-Dokument in Urheberrechtsfragen seit das erste Katzenfoto im Internet veröffentlicht wurde.“ Leonhard Dobusch bringt es mit seiner Analyse des von der Europaabgeordneten Julia Reda geschriebenen Entwurfs einer neuen EU-Urheberrechtsrichtlinie auf den Punkt. Bis dieses Papier in Kraft tritt, wird noch viel Wasser die Elbe hinab fließen und es wird Änderungen und Kompromisse geben, aber etwas wird hängen bleiben und die InfoSoc-Richtlinie aus dem Jahr 2001 modernisiert werden. Der Entwurf von Reda ist der erste konkrete Schritt auf Seiten des Parlaments in Vorbereitung der anstehenden EU-Urheberrechtsreform.

  • YAHOO Wall Street Journal: Meet Yahoo’s New Ad Product Chief Prashant Fuloria: Erst Facebook, dann Google, jetzt Yahoo – Prashant Fuloria ist schon viel herum gekommen und all diese Erfahrung wird er als neuer Chef für Werbung bei Yahoo auch brauchen. Marissa Mayer hat in den letzten Jahren viel eingekauft, z.B. Reichweite mit Tumblr, aber auch jede Menge Unternehmen mit neuen Ideen für digitale Werbung. Es wird Fuloria sein, der mit all diesen Werkzeugen jetzt neue Einnahmen erwirtschaften muss und dazu vor allem neue Produkte entwickeln wird. Es lohnt sich, diesem Namen in den nächsten Monaten mehr Beachtung zu schenken.

  • ÜBERWACHUNG The New Yorker: How to Catch a Terrorist: Der erste Satz von Mattathias Schwartz seinem lesenswerten Artikel im New Yorker gibt einen eigentlich schon genug zu denken: „Almost every major terrorist attack on Western soil in the past fifteen years has been committed by people who were already known to law enforcement.“ Trotzdem reagiert die Politik auf die vermeintliche Angst in der Bevölkerung mit mehr Überwachung, wie Annika Kremer auf Netzpiloten.de erklärt. Die gleiche Debatte läuft in den USA, wo die sowieso schon allwissend wirkende NSA jetzt noch mehr Zugriff haben möchte und zwar auf alle Telefonate der Bevölkerung. Erschreckend, dass das Speichern aller Telefonate schon möglich zu sein scheint, schlimmer noch, dass diese staatliche Überwachung als Terror-Abwehr verkauft wird, bringt sie doch nachweislich nichts. Und dann wäre da noch der erste Satz des Artikels.

  • NETZPOLITIK I Yannick Haan’s Tumblr: Wir brauchen einen netzpolitischen Neuanfang!: Neuanfang statt Neuland. Denn die meisten Diskussionen in Deutschland über die Gestaltung der digitalen Gesellschaft sind älter als es die Worte der Bundeskanzlerin scheinen lassen. Doch die Gesetze sind teilweise veraltet und vor allem auf vermeintliche Kontrolle ausgerichtet (siehe Urheberrecht, siehe Taxi-Monopol, siehe Datenschutz, etc.), die immer mehr schwindet. Die heutigen Debatten werden vor dem Hintergrund dieses Kontrollverlusts stets nur mti Angst geführt, der fast schon berühmten German Angst. Das muss sich ändern, meint Yannick Haan, Sprecher des Forums Netzpolitik der Berliner SPD und Mitglied in der Netz- und Medienpolitischen Kommission beim SPD Parteivorstand. Jemand, auf dem die SPD mehr hören sollte, denn Haan steht in meinen Augen für eine Netzpolitik, die auf Engagement statt Populismus setzt.

  • NETZPOLITIK II Neues Deutschland: Digital ist besser: Dass das Problem der SPD mit einer Angst befreiten Netzpolitik kein Parteiproblem ist, erklärt ND-Chefredakteur Tom Strohschneiders Warnung an die gesellschaftliche Linke, nicht dass zweite Maschinenalter zu verpassen und die Aufforderung, jetzt theoretisch die Zukunft zu gestalten, bevor nur noch Zeit für Abwehrschlachten sind. Das Internet hat es zwar schon in die meisten Wahlprogramme geschafft, bei manchen Parteien auch nur wegen der kurzen Erfolgsphase der Piraten, aber Themen wie z.B. die Automatisierung der Wirtschaft sind noch unzureichend debattiert wurden, die Weichen aber schon längst gestellt. Ein lesenswerter Debattenbeitrag von Strohschneider.

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Große politische Schritte kündigen sich an für 2015

Free Internet (adapted) (Image by Thomas Galvez [CC BY 2.0] via Flickr)
2015 wird richtungsweisend sein in vielen politischen Bereichen des Internets und der digitalen Industrie. Doch was für uns logisch erscheint, muss nicht dabei herauskommen. Für uns in Europa ist Politik im Digitalen häufig europäisch. Das Internet hat wenige Grenzen und so müssen wir oftmals schauen, was sich in Brüssel oder [...]
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Ruf nach Überwachung – Netzpolitik nach dem Terror von Paris

James, I think your cover's blown! (adapted) (Image by Ludovic Bertron [CC BY 2.0] via Flickr)
Die Terroranschläge von Paris werden von vielen Politikern mit Forderungen nach mehr Überwachung und einer veränderten Netzpolitik beantwortet. Bei dem Terror-Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris starben zwölf Menschen (zehn Mitarbeiter des Magazins sowie zwei Polizisten). Danach töteten die Attentäter fünf weitere Menschen (eine Polizistin sowie vier Besucher [...]
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5 Lesetipps für den 7. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzpolitik in 2014, Amazon-Gründer Jeff Bezos, Social Media, das Freihandelsabkommen TTIP und wertvollen Content. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Collaboratory: Die Netzpolitik 2014 war ein Erfolg, aber nicht in der Politik: Nicht nur als jemand, der sich auch privat im netzpolitischen Think Tank Collaboratory e.V. engagiert, freue ich mich zu jedem Jahreswechsel auf den Rückblick von CoLab-Geschäftsführer Sebastian Haselbeck auf die Netzpolitik im vergangenen Jahr. Sein Beitrag über 2014, was für die Netzpolitik ein wichtiges Jahr war, wird diesem Fakt auch gerecht. Besonders nachdenkenswert fand ich Haselbecks Sichtweise auf das Nichendasein der Netzpolitik und was es braucht, damit eine bessere Politik stattfindet.

  • JEFF BEZOS Fast Company: The Real Story Behind Jeff Bezos’s Fire Phone Debacle And What It Means For Amazon’s Future: In der Vorweihnachtszeit ist Amazon in Deutschland immer ein Thema – entweder wegen dem Protest der Gewerkschaften oder der Frage, ob die Lieferungen rechtzeitig ran kommen. Dabei wird oft der Kopf dahinter, Jeff Bezos, medial vergessen. Austin Carr ist mit diesem Artikel auf Fast Company ein spannendes Proträt des Amazon-Gründers gelungen, dass unabsichtlich eine spannende Ergänzung zu Brad Stones „Der Allesverkäufer“ darstellt. Bei aller berechtigten Kritik an Amazon, warum Jeff Bezos nicht mindestens genauso hoch eingeschätzt wird wie Steve Jobs, verstehe ich persönlich nicht.

  • SOCIAL MEDIA Medium: A Teenager’s View on Social Media: Andrew Watts ist 19 Jahre alt und Student an der Universität von Texas. Ein weißer US-amerikanischer Jugendlicher aus einer westlichen Industrienation und damit – ganz ironiefrei – ein vermeintlicher Experte für moderne Technologien und Social Media. In einem Beitrag auf Medium setzt sich Watts mit den sozialen Netzwerken und Apps auseinander, die er und seine Freunde nutzen, wie z.B. Facebook (gut für Gruppen), Instagram (meistgenutztes Medium), Twitter (unverständliches Netzwerk, um Fremden zu folgen oder von ihnen gefolgt zu werden), Snapchat (wird immer beliebter), Tumblr (ähnlich wie Twitter, nur anonymer), Yik Yak (die wohl heißeste App zur Zeit) und Medium (die überzeugenste Blogging-Plattform). Ein sehr interessanter Meinungsbeitrag.

  • TTIP Handelsblatt: Gabriels TTIP-Berater fühlen sich übergangen: Das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Politik ist stets interessant und meist von vielen Missverständnissen geprägt, denn was nach Faktenlage richtig ist, muss noch lange nicht die richtige Politik sein oder dieser passen. Jüngstes Beispiel ist der von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel einberufene TTIP-Beirat, der sich von Gabriels politischen Aussagen her als zunehmend das begreift, was er wohl ist: eine PR-Aktion. Gabriel ist politisch abhängig vom Erfolg der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen, egal was die Experten dazu sagen. Die reagieren nun mit einem offenen Brief, in dem sie wissen wollen, ob ihre Meinung überhaupt von Gabriel Ernst genommen wird.

  • CONTENT Digiday: HuffPost CEO Jimmy Maymann: ‚A great year for digital media‘: Während sich mit den Krautreportern ein paar Journalisten auf der Suche nach werbefreien und damit angeblich unabhängigeren Journalismus machen, macht sich das Blogging-Medium Huffington Post in eine andere Richtung auf. „Ich bin froh über den Wechsel von der rechten Randspalte zum Content.“, sagt der Huffington Post-CEO Jimmy Maymann im Interview mit Eric Blattberg und sieht mit Formaten wie Native Advertising oder Programmatic Buying bessere Möglichkeiten mit Inhalten auch Geld zu verdienen. Ein interessantes Interview auf Digiday, dass einen zunehmenden Trend für dieses Jahr aufzeigt: Content ist wieder König.

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#cnight: Angela Merkel interessiert sich fürs Neuland

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der #cnight (Fotograf: Tobias Koch, www.tobiaskoch.net)
Zusammen mit Oliver Samwer diskutierte Angela Merkel den digitalen Wandel – die CDU entdeckt das Thema Netzpolitik für sich. // von Tobias Schwarz Beim netzpolitischen Abend der CDU zeigte vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel neugieriges Interesse am digitalen Wandel, das sie im Gespräch mit Zalando-Gründer Oliver Samwer, bei einem seiner [...]
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Netzpolitik – von Twitter direkt in die Hinterzimmer

CDU-Wahlkampfveranstaltung in Pforzheim 2009 (adapted) (Image by Claas Augner [CC BY 2.0] via Flickr)
Am gestrigen Dienstag war der neu berufene EU-Digitalkommissar Günther Oettinger in Berlin, doch selbst die politisch interessierte Öffentlichkeit nahm davon kaum Notiz, was allerdings von Oettinger und anderen Politikern der Regierungsparteien so gewollt war. Netzpolitik ist zwar in der Politik angekommen, scheinbar aber direkt im Hinterzimmer gelandet. Von Twitter ins [...]
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5 Lesetipps für den 4. November

In den Lesetipps geht es heute um die die Finanzierung und Beteiligung der Digitale Agenda, den Preis für E-Books, Yo und einen YouTube-Verein.

  • 301+ Krautreporter: Die Emanzipation der YouTuber: Die deutsche YouTube-Szene wirkt manchmal wie ein sehr bunter Haufen, in der alles Schrille gut ankommt, während gesellschaftliche Themen nur ab und zu Gehör finden. Denn vor allem geht es um die Vermarktung der Videos, mit denen schon heute viel Geld verdient werden kann. Ein paar YouTuber wollen aber mehr als das bzw. in Rahmen der Professionalisierung nicht das opfern, was für sie einmal den Reiz ausgemacht hat, mit den Videos anzufangen und haben in Berlin einen Verein gegründet, den Stefan Niggemeier für die Krautreporter vorstellt.

  • DIGITALE AGENDA I Handelsblatt: Bundesländer verlangen Finanzierungskonzept für Digitale Agenda: Donata Riedel berichtet im Handelsblatt von einem Zwölf-Punkte-Papier der Bundesländer, in dem sie von der Bundesregierung ein Finanzierungskonzept für die Digitale Agenda verlangen. Laut der kurzen Meldung geht es wohl vor allem um Technologieförderung, Anpassungen und Erforschung des digitalen Wandels im Beruf, sowie den schnellen Ausbau der Breitbandnetze gehen. Letzteres ist bisher nur durch eine Milchmädchenrechnung von Alexander Dobrindt gedeckt, die wohl so nicht aufgehen wird. Vom Länderthema Nr. 1, der Bildung, liest man in Riedels Meldung leider nichts. Das Papier an sich ist nicht verlinkt.

  • E-BOOKS Wired Germany: Warum kostet ein E-Book, was es kostet?: Auf Wired.de schreibt Kai Wels über die Entstehung des Preises für E-Books. Und wie verschieden die von der Buchbranche herausgegebenen E-Books sind, denn von „Plain Text oder Enhanced, Flowed oder Fixed Layout, ePub1, ePub2 oder ePub3, mit hartem DRM, Soft-DRM oder ganz ohne Kopierschutz“ ist alles dabei. Dazu kommt der Innovationsdruck, die neuen technologischen Entwicklungen nicht nur mitzugehen, sondern vielleicht auch selber zu entwickeln. Das größte Problem der Branche ist aber, E-Books zu akzeptieren und diese Wertschätzung auch zu zeigen, damit sie bei den Lesern auch nicht mehr als das wahrgenommen werden, was E-Books gerade nur sind: „Beiwerk zu gedruckten Büchern“.

  • YO Medium: Yo, Mid-Term Elections: Über die Rolle von Suchmaschinen bei den in den USA anstehenden Mid-Term-Wahlen haben wir schon berichtet, in den gestrigen Lesetipps auch noch über die Rolle von Facebook. Heute geht es um Yo, die auf Medium eine Partnerschaft mit der Zeitung USA Today bekannt gaben, welche über die Benachrichtigungs-App Informationen zur Wahl verschicken wollen, ähnlich wie es die BBC bereits mit WhatsApp in Indien und Kenia getestet hat. Ach ja, und „ElectYOns“ ist wohl der Wortwitz des Tages.

  • DIGITALE AGENDA II Bundestag Digital: Onlinebeteiligungstool des Ausschusses „Digitale Agenda“ startet: Gestern startete der Ausschuss „Digitale Agenda“ das erste Onlinebeteiligungstool, um die interessierte Öffentlichkeit einzubinden. Schon das morgen stattfindende Fachgespräch zu Open Data kann hier diskutiert werden. Kritiker bemängeln, dass die Beteiligung nur bei sowieso öffentlichen Terminen möglich ist und dann auch nur zu den Bürozeiten des Parlaments. Ob unter diesen Rahmenbedingungen das erst einmal nur bis Sommer 2015 geplante Projekt ein Erfolg wird, bleibt offen. Nach dem enttäuschenden Umgang mit den ebenfalls schon durch Partizipation entstandenen Ergebnissen der Enquete sind viele Engagierte vielleicht etwas enttäuscht.

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5 Lesetipps für den 29. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um Günther Oettinger, Gmail und Inbox, ein zensiertes Magazin von Verizon, Tsu und Ello, sowie das neue Video von OK Go. Ergänzungen erwünscht.

  • GÜNTHER OETTINGER Zeit Online: Günther Oettinger hat das Thema doppelt verfehlt: Im Handelsblatt hat EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ein viel beachtetes Interview gegeben, dass zwar im Vergleich zu seinem Hearing im Europaparlament keine wirklichen Neuigkeiten besaß, aber wieder einmal durch eine unglaubliche Naivität bei den digitalen Herausforderungen „glänzte“. Auf Zeit Online hat sich Leonard Dobusch mit den Aussagen des Interviews auseinandergesetzt, der nicht sehr überzeugt ist, dass Oettinger auch nur einen Bruchteil seiner Vorhaben schaffen wird.

  • GOOGLE Computerworld: Why Google wants to replace Gmail: Seit gestern nutze ich die von Google selber entwickelte Gmail-Alternative „Inbox“, die viele tolle Features von anderen Maildiensten kopiert hat. Mein erster Eindruck ist positiv, aber vielleicht müssen wir sowieso uns daran gewöhnen, denn es kann sein, so Mike Elgan auf Computerworld.com, dass Google mit Inbox seinen eigenen Mailing-Dienst langsam beerdigt. Es liegt wohl im Interesse des Unternehmens einen von Nutzern kontrollierten Dienst ebenfalls in die Kontrolle seiner Algorithmen zu begeben.

  • VERIZON The Daily Dot: Verizon is launching a tech news site that bans stories on U.S. spying: Verizon startet eine neues Geschäftsmodell und Patrick Howell O’Neill fragt noch im ersten Satz, was an diesem Vorhaben überhaupt schief gehen kann und das nicht ohne Grund. Der US-amerikanische Telekommunikationsanbieter startet eine Tech- und Lifestyle-Seite namens “Sugerstring” hoch und macht, auch wenn es sich um eine Form von Corporate Publishing handelt, den größten Fehler überhaupt: Zensur von bestimmten Themen. Den Redakteuren ist es verboten, über Themen wie die von Edward Snowden geleakte Überwachung zu berichten oder die Debatte um Netzneutralität.

  • SOCIAL MEDIA Medium: Wenn Tsu und Ello sich um Nutzer streiten: In einem Blogpost auf Medium untersucht Klaus Eck die neuen sozialen Netzwerken Ello und Tsu hinsichtlich das Thema Anzeigen. Der größte Unterschied ist, während Ello persönlich und menschlich sein will, zählt auf Tsu allein das Geld. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die beiden sozialen Netzwerke entwickeln, Klaus Ecks Beobachtungen sind dabei ein lesenswertes Kommentar dieser Entwicklung.

  • REDEFREIHEIT Vox: The latest OK Go video is amazing. Would it have been legal in the United States?: Ein sehr kurzer Text von Timothy B. Lee auf Vox.com, dafür mit dem neuesten Video von OK Go, über das neueste Video der Band, denn das wieder einmal mit einer beeindruckenden Choreografie versehene Musikvideo wurde nur mit Drohnen gedreht und zwar in Japan. Dies hat etwas mit der Gesetzgebung bezüglich Drohnen in den USA zu tun. Und damit erinnert das sehenswerte Video daran, dass es bei der gesetzlichen Regulierung von Drohnen auch um eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung geht, die gut begründet sein muss.

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Schwimmbad-Analogie: Wie das Leben ohne Netzneutralität wäre

Mobilfunker und Netzbetreiber wollen die Gleichbehandlung aller Daten im Internet beseitigen. Wie sich das anfühlt, durfte ich kürzlich im Wiener Stadthallenbad erfahren. // von Jakob Steinschaden Ein Besuch im Wiener Stadthallenbad hat mir kürzlich gezeigt, wie ein Internet ohne Netzneutralität aussehen würde. Während sich Firmen Premium-Bahnen für ihre Mitarbeiter kaufen [...]
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5 Lesetipps für den 23. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Interaktion auf YouTube, den IT-Gipfel, Crowdfunding, Sprache im Digitalen und die Pressefreiheit im Bundestag. Ergänzungen erwünscht.

  • YOUTUBE Broadmark: Wo die Interaktionshölle YouTube Deutschland hinführt: Auf Broadmark.de schreibt der Blogger Jan Karres über die Folgen der Fokussierung von YouTube auf Interaktion. Diese ist für die YouTuber wichtig, denn sie wirkt sich auf das Ranking von YouTube als Suchmaschine aus und hat so Auswirkungen auf die Reichweite. Doch die Kommentare können immer mehr zum Problem für die YouTube werden, denn auf Quantität statt Qualität zu setzen, erfordert ein umfassendes Community Management. Karres erklärt in dem Beitrag, wie er das händelt.

  • IT-GIPFEL Heise Online: Ein Gipfel von Gestern: Auf Heise.de findet sich die wohl zur Zeit realistischste Einschätzung des IT-Gipfels der Bundesregierung: „Doch der IT-Gipfel ist kein Ort für Diskussionen oder gar Entscheidungen, sondern eine Verkündungsveranstaltung. Wie ein viel zu lang geratenes Pressestatement, bei dem die wichtigsten Akteure keine Fragen und Infragestellungen zulassen, wird dort die Weisheit verkündet – oder zumindest das, was die hohen Damen und Herren dafür halten.“ Was die Bundesregierung und Wirtschaft bei ihrem „IT-Gipfel“ am Dienstag in Hamburg geboten haben, war alles andere als eine Spitzenvorstellung, meint Falk Steiner.

  • CROWDFUNDING Zeit Online: Die Crowd, die nicht misstraut: Manches scheint zu schön, um wahr zu sein. Diese Weisheit setzt sich in letzter Zeit verstärkt auf Crowdfunding-Plattformen durch, denn unter dem Begriff Scampaign gibt es immer mehr Geld einsammelnde Projekte, die nicht im Ansatz halten, was sie versprechen. Auf Sueddeutsche.de erklärt Eike Kühl die logische Konsequenz von erfolgreichen Crowdfunding-Kampagnen, die es geschafft haben, viel Geld einzusammeln: Betrugsversuche und Hochstapler. Kein neues Phänomen des Internets, denn Investitionsgelder ergaunernde, vermeintliche Erfinder gab es auch schon immer. Jetzt eben auch im Internet.

  • SPRACHE Vocer: “Facebook und all der Scheißdreck”: In einem Gastbeitrag auf Vocer wirft „Next Level Publishing“-Gründer Jan Klage einen Blick auf die Digitalisierung unserer Sprache. Im zweiten Teil der Vocer-Artikelserie geht es darum, was “Facebook und all der Scheißdreck” (Günter Grass) mit unserem Wortschatz anstellen. Soviel sei schon hier verraten, sie wächst um neue Begriffe aus neuen Bereichen, ein natürlicher Prozess, den „Verarmungspessimisten“ gerne übersehen.

  • PRESSEFREIHEIT Telemedicus: Zur rechtlichen Zulässigkeit satirischer Berichterstattung aus dem Bundestag: Noch ist das Problem mit der Akkreditierung von durch die Verwaltung des Bundestags nicht genehmer Presse nicht gelöst (Was sich diesen Herbst aber noch ändern wird. Stay tuned!), weshalb es nach Bloggern wie mich im Frühjahr nun die ZDF-Sendung „Heute Show“ getroffen hat. Jonas Kahl kommentiert auf Telemedicus erneut das Vorgehen der Bundestagsverwaltung und zeigt auf, wie gefährlich eindimensional für ein Organ unserer Demokratie, im dem dem Volk gewidmeten Haus ein Grundrecht wie die Pressefreiheit ausgelegt wird.

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5 Lesetipps für den 29. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, den Aufstieg von Podcasts, europäische Netzpolitik, Blogging und Fappening in deutschsprachigen Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON Amazon Strategies: Amazon’s Fulfillment Center (FC) Network: Wer Amazon und seine globalen Ambitionen verstehen will, sollte einen Blick auf die Daten werfen und sie gegebenenfalls noch visuell darstellen. Nichts anderes hat der Geschäftsführer von ChannelAdvisor, Scot Wingo, getan. Mit einer beeindruckenden Hingabe zu Logistik hat Wingo die Standorte von Amazon-Lagern aufgelistet, Unterschiede und Trends erklärt, sowie alle in eine Karte eingetragen. So bekommt man einen sehr guten Eindruck über Amazons globalem Auftreten.

  • PODCAST Fast Company: The (Surprisingly Profitable) Rise Of Podcast Networks: Während hierzulande das vorläufige Ergebnis der Podcast-Diskussion war, dass es Nischenprodukte sind, scheint in den USA die wirtschaftliche bedeutende Zeit für Podcasts gerade zu beginnen. Auf Fastcompany.com gibt Rebecca Greenfield einen interessanten Überblick über den Status Quo, die neuen Akteure und wohin die Richtung gehen könnte.

  • NETZPOLITIK UdL-Digital: Die europäische Netzpolitik: Die Berufung von Günther Oettinger zum neuen Kommissar der Europäischen Kommission für das Ressort Digitale Wirtschaft und Gesellschaft hat für viel Hohn und Spott gesorgt, der bei dieser besonderen Personalie durchaus seine Berechtigung hat. Auf dem Blog UdL Digital erklärt die Journalistin Aylin Ünal, warum dies trotzdem nicht das Ende europäischer Netzpolitik bedeutet und wie die netzpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union gleich auf mehrere Schultern verteilt wurden.

  • BLOGGING Anil Dash: 15 Lessons from 15 Years of Blogging: Auf Netzpilote.de wird seit mehr als 16 Jahren gebloggt und vieles was wir und unsere Autoren dabei gelernt haben, decken sich mit den Erfahrung von Anil Dash, der aus seinen 15 Jahren Blogging-Erfahrung genau 15 Lektionen übers Blogging abgeleitet hat, die wir nur bestätigen können. Besonders „The scroll is your friend.“ und „It’s still early.“ sind zwei wesentliche Erfahrungen für Blogger und Bloggerinnen. Die Liste ist für jede Person, die bereits ein Blog hat, mit dem Bloggen angefangen hat oder sich noch nie darüber Gedanken gemacht hat.

  • FAPPENING Wirres.net: Haltungsschäden und Merkbefreiung: Auf seinem Blog wirres.net schreibt Felix Schwenzel über seine Beobachtung, wie zuletzt auch deutschsprachige Blogger Fotos von Fappening-Opfern veröffentlichten, getarnt als Unfappening-Kunstaktion, und dieses Vorgehen auf Nachfrage hin auch noch verteidigten. Schwenzel fasst die Debatte der letzten Tage zusammen und gibt einen Denkanstoß, wenn er überlegt, ob das auf die Professionalisierung der hiesigen Blogosphäre zurückzuführen ist.

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5 Lesetipps für den 22. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzpolitik in der SPD, Kritik an der Digitalisierung, YouTube, den Medienwandel im Journalismus und einen ländlichen Coworking Space. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Netzpolitik.org: Sigmar Gabriel und das Feindbild Silicon Valley: Auf einem netzpolitischen Parteikonvent hat Sigmar Gabriel seiner Partei verkündet: „das Digitale ist politisch“. Wie man zu Gabriels Rede steht, in der der Wirtschaftsminister gewohnt populistisch u.a. von „Silicon-Valley-Kapitalismus“ spricht, muss sich jeder selber klar machen (die Rede ist als Video eingebunden). Kritische Töne kommen von dem Journalisten Lorenz Matzat auf Netzpolitik.org, in der viele Kritikpunkte aufgelistet sind. Andere Netzpolitiker sind offensichtlich weiter als der Parteivorsitzende, dessen Bild der Digitalisierung düster ist.

  • DIGITALISIERUNG NZZ.ch: Klientelpolitik und romantische Verklärung: Politiker und Feuilletonisten schüren Ängste vor Internetgiganten wie Google und Amazon. Während die einen Klientelpolitik betreiben, treiben die anderen romantische Verklärung. In diesen dunklen Tagen des populistischen Bashings von Google, Amazon & Co, an denen es auch soviel Substanzielles kritisch zu betrachten gebe, sind die Worte von Justus Haucap wahrscheinlich das Vernünftigste, was man in deutscher Sprache zu lesen bekommt.

  • YOUTUBE Digiday: Why YouTube is investing in its creators (again): Auf Digiday berichtet Eric Blattberg über einen interessanten Strategiewechsel von YouTube: ab jetzt investiert Googles Videoplattform in talentierte YouTuber, damit diese noch bessere Videos produzieren können. Es scheint sogar möglich zu sein, dass erfolgreiche Produzenten aus Hollywood den YouTubern beratend zur Seite gestellt werden könnten. Mit dieser neuen Ebene von Professionalisierung könnte YouTube noch ein bisschen mehr zum Fernsehersatz werden.

  • JOURNALISMUS 5 Fragen: Gina Schad über den Medienwandel im Journalismus: Inspiriert von der Sammlung 5questionsfor100designers.com will Dirk von Gehlen mit „5 Fragen an 100 Journalisten“ die Veränderung im Journalismus festhalten und herausfinden, wohin sich Journalismus entwickelt. Am Samstag wurde unsere Autorin Gina Schad gefragt, die sonst selber gerne interviewt, weshalb mir dieser Lesetipp natürlich besonders am Herzen liegt.

  • COWORKING SPACE startwerk.ch: Coworking-Spaces entstehen nun auch auf dem Lande: Ein kurzer Blick in die Schweiz zeigt einen interessanten Trend in der Alpenrepublik auf, den ich hierzulande noch nicht wahrgenommen habe (wenn doch, schickt mir bitte Infos dazu): Coworking Spaces verlassen die großen Städte und ziehen aufs Land. Am 1. Januar eröffnet in Solothurn der Coworking Space Loreto in der ehemaligen gleichnamigen Schraubenfabrik. Bald kann wohl auch außerhalb der Metropolregion Schweiz hervorragend zusammen gearbeitet werden. Als in Berlin ansässiger Coworking-Fan wünsche ich mir das für manch schönes Dorf im uns umgebenden Brandenburgischen.

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BTADA soll Digitale Agenda federführend bearbeiten

Union und SPD haben beschlossen, dass der Bundestagsausschuss „Digitale Agenda“ zukünftig die Digitale Agenda der Bundesregierung federführend bearbeitet. // von Tobias Schwarz

Ausschuss Digitale Agenda (Bild: Tobias Koch [CC BY 3.0], via Wikimedia)Das Handelsblatt meldet in seiner Donnerstagsausgabe, dass sich die Große Koalition darauf verständigt hat, den Bundestagsausschuss „Digitale Agenda“ aufzuwerten. Bisher durften die Parlamentarier nur mitreden, aber nicht entscheiden, was von Opposition, Netzaktivisten und Medien stets kritisiert wurde.

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Das Problem der Netzpolitik ist die Netzpolitik

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um Netzpolitik. // von Nico Lumma

Netzpolitik (Bild: redcctshirt [CC BY 2.0], via Flickr)

Netzpolitik ist ein Thema, das einfach nicht bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen will. Allein schon der sperrige Begriff steht im Weg, wenn es darum geht, das Thema anderen Leuten näher zu bringen. Die netzpolitische Avantgarde schafft es nicht ansatzweise, die Relevanz des Themas zu transportieren und Leute dafür zu begeistern.

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5 Lesetipps für den 28. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Kommunikation von Ai Weiwei, Debatten über Netzkonzerne, unabhängigeren Datenschutz, Journalismus und Selbstzensur in sozialen Netzwerken. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Spiegel Online: Sascha Lobo über die Dämonisierung der Netzkonzerne: Die SPON-Kolumne von Sascha Lobo als Lesetipp zu verlinken ist irgendwie zu sehr stating the obvious, da das sowieso eine Form von Pflichtlektüre ist, aber der Mann schreibt mir heute mal wirklich Wort für Wort von der Seele: „Die Dämonisierung der Netzkonzerne erschwert die notwendige differenzierte Kritik und damit auch die wirksame politische Regulierung.“ So ist es. Wer sich netzpolitisch engagiert, bei Themen wie das Leistungsschutzrecht für Presseverlage oder populistische Monopolkritik (Ja, ich meine Sie, Sigmar Gabriel!), ist nicht automatisch auf der Seite von Google, Amazon, Facebook & Co., denn in anderen Punkten, sagen wir mal dem Datenschutz, sind diese Unternehmen wirklich zu kritisieren. Und dem Internet würden konstruktivere Debatten als politische Schwarzweißmalerei wirklich gut tun.

  • DATENSCHUTZ Zeit Online: Datenschutzbeauftragte wird unabhängig vom Innenressort: Es ist ein Beispiel für die in der Politik oft typische Ironie: die seit einem Jahr kaum in Erscheinung tretende Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff (CDU) wird künftig wohl auch die unabhängigste Vertreterin ihres Amtes werden. Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass das Amt ab 1. Januar 2016 eigenständig und weisungsfrei agieren wird. Diese Unabhängigkeit vom Bundesinnenministerium hat ihr Vorgänger Peter Schaar lange gefordert, er hätte sie auch zu nutzen gewusst. Bei Voßhoff wirkt das wie ein schlechter Witz.

  • SOCIAL MEDIA ReadWrite: Why We Self-Censor On Social Media: Wir hatten zwar erst gestern einen Artikel von Selena Larson in unseren Lesetipps, aber die Frau hat gerade einen kreativen Lauf oder so, zumindest ist sie wieder einmal sehr informativ: Social Media spielt in unserer Kommunikation eine größere Rolle, aber wer etwas ins Internet schreibt, sollte gut überlegen, was er da tut. Oft wird in diesem Moment die Schere im Kopf aktiv und wir zensieren uns selber. Kontroverse Aussagen führen oft zu heftigen Gegenreaktionen, über unbehagliche Themen wird seltener diskutiert und wenn, dann meist nur mit Leuten, die die gleiche Meinung haben. Das sind gefährliche Muster in unserer Kommunikation, die wir gerade bei den Vorteilen von sozialen Netzwerken überwinden sollten.

  • JOURNALISMUS Gigaom: Journalism is doing just fine, thanks — it’s mass-media business models that are ailing: Auf Gigaom geht Mathew Ingram lesenswert der Frage nach, ob Massenmedien denn den Journalismus zerstört haben, also noch vor dem Internet, aber beides ist nach kurzer Überlegung wirklicher Unsinn. Gerade das Internet ermöglicht Journalismus in den unterschiedlichsten Formen und das oft mit nur wenigen Ressourcen. Aber was wirklich kaputt ging sind Geschäftsmodelle und dadurch traditionelle Arbeitsplätze. Trotzdem geht es, Leser und Leserinnen von Netzpiloten.de können das seit 16 Jahren beobachten, der Journalismus nicht kaputt. Se einen Gedanken muss man heutzutage klar und deutlich formulieren.

  • AI WEIWEI NZZ.ch: Ein Versuch, sich dem Phänomen Ai Weiwei zu nähern: Auf der Website der Neuen Zürcher Zeitung hat Minh An Szabó de Bucs einen lesenswertes Porträt über den chinesischen Künstler Ai Weiwei geschrieben, der zwar ein politischer Verfolgter in China ist, aber alles andere als ein Opfer zu seien scheint. Deinn Ai kennt, wie kaum ein anderer Künstler oder politischer Aktivist, die Macht von Bildern und des Internets, die er beide wirkungsvoll für seine Sache einsetzt. Letzteres ist ein Spielfeld, dass nicht nur die chinesische Regierung fürchtet, Bilder die viralste Art der Kommunikation. Von Ai kann man eine Menge über moderne Kommunikation lernen, was ihn auch außerhalb der Kunstszene zu einer interessanten Figur machen.

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14. Berliner Hinterhofgespräch: Digitale Agenda

Im 14. Berliner Hinterhofgespräch besprechen wir heute mit unseren Gästen die Digitale Agenda der Bundesregierung. // von Tobias Schwarz

Tango

Am Donnerstag präsentierten die drei Bundesminister Sigmar Gabriel, Thomas de Maizière und Alexander Dobrindt die erst am Morgen vom Kabinett abgesegnete Digitale Agenda. Mit dem netzpolitischen Regierungsprogramm will die Große Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode die Weichen für die digitale Zukunft Deutschlands legen. Zusammen mit unseren Gästen wollen wir die Digitale Agenda besprechen.

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Digitale Agenda: Deutschland verliert die IT-Expertise

CeBit Delegation 01 022 (adapted) (Image by Sterling Communications [CC BY 2.0], via flickr)
Schon vor vier Jahren wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschland mit einem schnellen Internet von mindestens 50 Megabit pro Sekunde erfreuen und sprach auf IT-Gipfeln bereits von Visionen einer Gigabit-Gesellschaft. Über durchschnittlich 7 Megabit sind wir bislang nicht hinaus gekommen. Mit der „neuen“ Digitalen Agenda, auf die man sich heute im [...]
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5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Wearables, die Liebe zum Blogging, eine chinesische Bitcoin-Mine und das Urheberrecht vs. Fußball-Fankultur. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Edition F: Drei Minister, wenig Konkretes: Ich sitze noch an meinem Rant über die gestern vorgestellte Digitale Agenda, da ich mich gestern so sehr in Rage schrieb, dass ich dann doch eher an meinen Blutdruck als eine fristgerechte Abgabe (bei mir selber) dachte. Aber von allen Artikeln über gestern trifft es das Kommentar von Teresa Bücker auf EditionF.com ab besten. Viel sachlicher und ruhiger als ich das wohl nachher mache, arbeitet sie den Kern jeglicher Kritik heraus: „Stellenweise liest sich das Papier zur Digitalen Agenda wie ein Schulaufsatz, der das Thema digitale Zukunft knapp verpasst hat, und stattdessen eine banale Bestandsaufnahme der jüngeren Vergangenheit ist.“ Alles schon mal dagewesen.

  • WEARABLES PandoDaily: Young people are even less interested in “wearables” than the rest of us: Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Wann habe ich das letzte Mal ein Kind oder Jugendlichen mit einer Armbanduhr gesehen? Hmm, ich selber trage eine von meinen schicken Uhren auch seit gut vier Jahren nicht mehr. Und was bedeutet das für Wearables? Das 67 Prozent von 1.000 befragten Studierenden in den USA noch nie davon gehört haben und auch nur jeder Dritte mehr als 150 US-Dollar dafür bezahlen würde. David Holmes stellt auf PandoDialy eine für den Wearables-Markt sehr deprimierende Studie vor, die irgendwie auch ganz genau meine Ansichten widerspiegelt, also wahrscheinlich vollkommen korrekt ist.

  • BLOGGING Das Kraftfuttermischwerk: Übers Bloggen: Im Gegensatz zu Ronny Kraak bin ich mir noch unsicher, was ich eigentlich hier genau im Internet machen. Nennen wir es journalistisches Bloggen. Ich sehe mich als Blogger und das ist ein wunderbares Gefühl, wie Kraak in seiner Antwort auf einen FAZ-Artikel schön zusammenfasst: „Mir ist egal, was Journalismus macht, ich will keinen machen. Ich will bloggen, ich will das bei mir sammeln, was mich täglich so anmacht; Punkt. Nicht mehr, nicht weniger.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

  • BITCOIN The Coinsman: Inside a Chinese Bitcoin Mine: Der Blogger Jacob Bitsmith hat wohl eine der sichersten Minen in China besucht, die man heutzutage finden kann: eine Bitcoin-Mine (der Witz ist aus dem D64-Newsletter kopiert). Auf seiner werbefreien Website „The Coinsman“ bekommt man einen interessanten Einblick in die doch sehr zusammengeschustert wirkende Mine. Der Trip war übrigens auf Eigeninitiative von Bitsmith, weshalb am Ende des Artikel ruhig gespendet werden darf. So ein bis jetzt meiner Meinung nach einmaliger Artikel hat es verdient.

  • URHEBERRECHT Zeit Online: Kein Fußball in Vine-Kultur: Beenden wir den Lesetipps mit einem meiner absoluten Lieblingsfragen: Was hat das Urheberrecht heute kaputt gemacht? Antwort: wieder einmal ein Stück Netzkultur und zwar die am Rande von Fußballplätzen. In England will der Verband in dieser Saison stärker gegen Videosequenzen des Spiels auf YouTube, Vine oder als GIFs vorgehen. Es geht dabei natürlich um Geld und zwar um sehr viel Geld. Die englische Liga bekommt 3,7 Milliarden Euro für die TV-Übertragungen, lästige Konkurrenz zu den Sendern durch die Fans stört da nur. So sehr die Fußballvereine Social Media als Kanal für sich entdecken, es bleibt eine vom Marketing bestimmte Einbahnstraße. Die Fan-Kultur ist und bleibt ein Störfaktor im Fußball.

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Damals war’s… als ich in der Zukunft war

High Speed Internet (adapted) (Image by ReindeR Rustema [CC BY SA 2.0], via flickr)
Als ich Ende 2011 von München nach Berlin zog, ließ ich nur mein schönes Zimmer im Schlachthofviertel links der Isar zurück, sondern auch meinen 100 Mbit/s-Internetanschluss, den ich damals seit rund einem Jahr von einem lokalen Telekommunikationsanbieter bezog. Diese Geschwindigkeit kannte ich bis dahin nur von meinem Arbeitsplatz bei CHIP [...]
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Wie Deutschland die Digitale Bildung verschläft

Digitale Bildung (Bild: Brad Flickinger [CC BY 2.0], via Flickr)
Vor allem der Bildungsbereich muss in Deutschland für die Digitalisierung fit gemacht werden, doch die Politik droht die Entwicklung zu verschlafen. // von Henning Tillmann Die Digitalisierung schreitet voran: Unser Medienkonsum und Kommunikationsverhalten hat es schon vollständig erfasst. Ein Bereich ruht aber in den wohligen, miefigen und vor allem analogen [...]
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5 Lesetipps für den 21. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die zu kritisierende Netzpolitik der Großen Koalition, die Zukunft von BitTorrent, Airbnb, die Neuausrichtung von Fox und DRM-freie E-Books. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Handelsblatt: „Neuer Internet-Ausschuss ohne echte Relevanz“: Für die derzeitige Bundesregierung war das Internet Neuland, was im Jahr 2013 schon seltsam wirkte, aber noch erklärt werden konnte. Doch auch nach einem Jahr sieht es so, dass dieser Zustand nicht verbessert, sondern nur verschlimmert wird. Die Oppositionspartei Bündnis 90/Die Grünen kritisiert die von Anfang an zerstückelte Netzpolitik der Großen Koalition und das nur jede Menge Leute darüber ohne Kompetenzen reden statt handeln dürfen.
  • BITTORRENT Zeit Online: BitTorrent plant die Produktion einer TV-Serie: Im Kampf gegen die soziale Norm des unautorisierten Filesharings hat sie Urheberrechtslobby nicht nur die Boten (Napster, The Pirate Bay, etc.), sondern stets auch die Technologie (BitTorrent) dahinter attackiert. Um sich von diesem ungerechtfertigten Image zu befreien, möchte die ebenfalls BitTorrent genannte Firma neue Wege gehen und setzt auf eine selber produzierte Serie, für die die Nutzer freiwillig bezahlen können und die via BitTorrent verteilt wird.
  • AIRBNB Skift: The Airbnb Guests That Just Wouldn’t Leave: Im kalifornischen Palm Springs zeigt sich in einem an sich sehr klassischen Fall eines Mietnomarden, dass zum einen Airbnb mit der Situation überfordert ist und das zum anderen die Gesetze hier für diese neue Form des Wohnens auch nicht gerade hilfreich sind. Beide Seiten müssen sich wandeln und anpassen, denn am Ende leiden die (Wohnraum teilenden) Nutzer am meisten darunter.
  • FERNSEHEN Vox: Fox is destroying the wall between networks and studios: Nach einem wirtschaftlich katastrophalen Jahren wird wird der US-Fernsehsender Fox umstrukturiert und könnte damit einen elementaren Schritt in die Zukunft des Fernsehens machen. Der Sender Fox und das Serien und Filme produzierende Studio Fox werden vereint und rücken damit die Idee von eigenem Content stärker in den Fokus des Senders. In Zeiten von sinkenden TV-Quoten und dem grundsätzlichen Verlust der Bedeutung von Quoten ist das vielleicht der Grundstein für das Fernsehen in einer digitalen Gesellschaft, in der Nutzungsrechte wichtiger werden als Reichweite.
  • E-BOOKS Boing Boing: DRM-free indie ebooks outsell DRM-locked ones 2:1: Das Thema Buchpeisbindung und Digital Rights Management (DRM) sind zwei stets diskutierte Punkte an E-Books. Das der Verzicht auf Letzteres wirtschaftlich attraktiver sein kann, zeigt die Analyse einer Studie durch den Bestseller-Autor Cory Doctorow, der seine Bücher sogar noch ein Stück freier unter einer Creative Commons veröffentlicht. Die sogenannten Independent-Autoren verdienen ohne Kopierschutz das Doppelte gegenüber Kollegen, die auf DRM setzen.

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BTADA: Onlinebeteiligung mittels vBulletin

Ausschuss (Bild: Mehr Demokratie [CC BY-SA 2.0], via Flickr
Monate hat es gedauert, jetzt setzt der Ausschuss für Digitale Agenda auch auf die Beteiligung der Bürger – mithilfe der Software vBulletin. // von Tobias Schwarz In seiner 11. Sitzung hat der Ausschuss für Digitale Agenda ein Pilotprojekt zur Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Auf der Website des Ausschusses wird mithilfe [...]
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5 Lesetipps für den 1. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook, wie das Urheberrecht schaden kann, den VOCER Innovation Day, Verbraucher- und Datenschutz sowie Foursquare. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Zeit Online: Die Macht der Timeline: Forscher haben versucht, die Gefühle von Facebook-Nutzern zu manipulieren. Für die Wissenschaft natürlich. Dies führte am Wochenende zu viel Aufregung in den sozialen Netzwerken. Auf Zeit Online fragt sich Johannes Wendt, ob Facebook das überhaupt darf und präsentiert die wichtigsten Fragen und Antworten.
  • COPYRIGHT WARS Techdirt: How The Copyright Wars Have Harmed Privacy And A Free Press: Ausgehend von einem Artikel von Parker Higgins auf Wired.com erklärt Mike Masnick, wie die sogenannten Copyright Wars, der Versuch mit allen Mitteln ein veraltetes Urheberrecht durchzusetzen, unsere Privatsphäre und die freie Presse geschadet haben.
  • JOURNALISMUS Lousy Pennies: Journalist 2.0 – Definitions-Versuche beim VOCER Innovation Day: Am Wochenende waren wir als Medienpartner beim VOCER Innovation Day. Für Lousy Pennies war die Journalistin Lisa Paetow da, die zwar leider keinen der von uns dokumentierten Workshops besucht hat, aber die Debatten auf dem Podium verfolgte und in einem lesenswerten Artikel zusammenfasste.
  • NETZPOLITIK Heise Online: Grüne wollen Datensouveränität technisch und rechtlich sichern: Der Opposition im Bundestag wird zur Zeit oft Untätigkeit vorgeworfen, im Bereich Netzpolitik kann das von den Grünen aber nicht behauptet werden. Auf Heise.de stellt Stefan Krempl ein neues Papier der Bundestagsfraktion der Grünen zum Verbraucher- und Datenschutz vor, in dem „klare gesetzliche Regelungen statt uneinlösbaren Selbstschutz“ gefordert werden.
  • FOURSQUARE allesfoursquare.de: Foursquare berechnet 1% der Datenbanknutzern den Zugang: Foursquare wird nach seinen Kartendaten nun auch seine Datenbank monetarisieren. Unternehmen, welche über die API auf die Datenbank zugreifen und diese intensiv nutzen, werden ab sofort zu Kasse gebeten. Achim Hepp erklärt auf allesfoursquare.de die Pläne des neuen Chief Operating Officer Jeff Glueck.

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5 Lesetipps für den 5. Juni

In den Lesetipps geht es um Überwachung, BuzzFeed auf YouTube, Netzpolitik im TTIP, WhatsApp’s Situation und Twitter sucht musikalische Zerstreuung. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Berliner Gazette: Post-Snowden: Seitdem mit Hilfe von Edward Snowden Enthüllungen über ein ungeheuerliches Ausmaß von Überwachung veröffentlicht werden, offenbart sich die wohl größte Krise der Demokratie in der Geschichte. Wir müssen eine globale Sicherheitsindustrie zur Kenntnis nehmen – voller Verstrickungen von staatlichen und privat-wirtschaftlichen Interessen, jenseits demokratischer Legitimation und Kontrolle. Doch über ihr Agieren aus der digitalen Deckung heraus und ihren Einfluss auf Individuen und Gesellschaften – darüber haben wir nur Anhaltspunkte. Was tun? Das Dossier POST-SNOWDEN der Berliner Gazette geht dieser Frage nach, im Glauben, dass mehr Aufklärung über diesen Schattenkomplex notwendig ist. Und in der Überzeugung, dass die Stärkung demokratischer Ideen und Praktiken die richtige Antwort auf unsere Krise sind.
  • BUZZFEED Blogrebellen: BuzzFeeds next big thing: Seit nicht einmal drei Jahren ist BuzzFeed auf YouTube aktiv und hat in der Zeit allein mit dem Hauptaccount mit etwa 800 Videos über eine Milliarde Klicks und über zwei Millionen Abonnenten generiert. Bei den Blogrebellen stellt Martin Giesler die BuzzFeed Videos vor, die wieder einmal zeigen, dass BuzzFeed schneller in die Zukunft des Online-Journalismus voranschreitet als andere.
  • TTIP Hyperland: Das Freihandelsabkommen und die Netzpolitik: Das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP steht vor der Tür – und es wird heiß diskutiert. Doch echte Fakten sind ein wenig rar, es herrschen Gerüchte und Hörensagen vor. Kritiker machen jedoch gegen das Abkommen mobil. Sie befürchten, dass erreichte Schutzstandards auf das jeweils niedrigste Niveau angepasst werden. Auch netzpolitische Themen stehen auf der Agenda, die Christiane Schulzki-Haddouti im Hyperland-Blog des ZDF vorstellt.
  • WHATSAPP CNET: WhatsApp focuses on costs as it prepares to join Facebook: Der Nachrichtendienst Whatsapp wächst scheinbar ohne Ende weiter und stößt dabei immer wieder an seine Grenzen. Doch Facebook scheint nicht zur Hilfe zu eilen, sondern fordert immer mehr Wachstum und neue Funktionen, die den ehemaligen schlanken Messenger fast überfordern. Dieser will deine Kostenbilanz verbessern. Am Mittwoch sprach der Mitgründer Brian Acton über die aktuelle Situation bei WhatsApp.
  • TWITTER Golem.de: Twitter wollte Spotify für 4 Milliarden US-Dollar kaufen: Twitter hat sich neben dem Berliner Startup Soundcloud auch für die Übernahme von Spotify für 4 Milliarden US-Dollar und von Pandora im Wert von 5 Milliarden US-Dollar interessiert. Damit will der Kurznachrichtendienst die Verweildauer der Nutzer erhöhen, wie Achim Sawall auf Golem.de erklärt. Allerdings kam keiner der Deals zustande, weshalb der Microblogging-Dienst wohl weiter nach seinen Nutzern Abwechslung bietenden Diensten suchen wird.

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12. Berliner Hinterhofgespräch mit Gesche Joost

ne_tf-2187 (adapted) (Image by NEXTConf [CC BY 2.0] via Flickr)
Beim 12. Berliner Hinterhofgespräch von Politik-Digital.de und Netzpiloten wird Gesche Joost über die Netzpolitik der Bundesregierung reden.  Vor einem Jahr wurde die Berliner Designforscherin Gesche Joost vom damaligen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück als netzpolitische Expertin in sein Kompetenzteam berufen. Seit März diesem Jahr ist sie auf Einladung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel [...]
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5 Lesetipps für den 20. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die geplanten Akquisen von Twitch und Soundcloud, die Deutschen und Google, Framing in der Netzpolitik, sowie die Folgen des Rechts auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH NextDraft: Life’s a Twitch: Die interessanteste Akquiseabsicht gestern (zu der Zweitinteressantesten kommen wir im nächsten Lesetipp) war die Meldung, dass YouTube (also Google) Twitch kaufen will. Kaum jemand wird wissen, was Twitch ist, aber bevor die Netzökonomen zu Rate gezogen werden, ist die simple Erklärung von Dave Pell vorzuziehen: „It’s the only recent deal my kids care about.“
  • SOUNDCLOUD Re/code: Twitter Is Considering a Deal to Buy SoundCloud: Halb Berlin war heute Früh auf den Beinen, denn die nächtliche Meldung, dass Twitter darüber nachdenkt Soundcloud zu kaufen, versetzt viele in helle Aufregung. Doch selbst wenn es zum großen Exit von der Spree ins Silicon Valley kommt, ist die eigentliche Frage, welche Auswirkungen der Deal auf Soundclouds Verhandlungen und Entwicklung gegenüber der Musikindustrie hat und das könnte am Ende weniger gefeiert werden.
  • ZE GERMANS Techdirt: German Official Says It May Be Time To Break Up Google… Just Because: Auch in den USA wurden die Drohungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Europapolitiker Martin Schulz vernommen, das US-amerikanische Unternehmen Google zerschlagen zu wollen. Anders als in der deutschen Presse kommt der Blogger Mike Masnick zu dem Fazit, dass die Deutschen keine Ahnung haben, was ihnen genau an Google nicht passt. Sollte Google aber als Reaktion deutsche IP-Adressen blocken, würden vielleicht einige wieder wissen, worum es gehen könnte und wer welche Macht wirklich hat.
  • NETZPOLITIK i heart digital life: Netzpolitik, Mad-Men-Style? Framing und Strategie angesichts der Totalüberwachung: Kathrin Ganz setzt sich kritisch mit der rp14-Rede von Sascha Lobo auseinander und kommt zu dem Fazit, dass die Suche nach der richtigen Sprache wichtig ist, da Sprache aufzeigt, wo die Analyse der Lage zu kurz greift. Dies ersetzt aber nicht die Beschäftigung mit Organisation und Strategie, „und um über Organisation und Strategie zu diskutieren, brauchen wir eine ordentliche Analyse“.
  • RECHT AUF VERGESSEN SmartCompany: Why the EU’s privacy ruling is the latest legal blow for Google: Auf SmartCompany schreibt die Anwältin Vanessa Emilio über das Google-Urteil des Europäischen Gerichtshof und befürchtet, dass die Auswirkungen weltweit zu spüren sind. Das Urteil bewertet sie als jüngste Zuspitzung des Konflikts zwischen dem Recht auf Vergessen und dem Recht auf Wissen, der noch mehr Zensurgebaren hervorrufen könnte.

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5 Lesetipps für den 16. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Amazon und Social Reading, Verschlüsselung in der Kommunikation, Netzneutralität und Netzpolitik bei der Europawahl. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL READING Netzwertig.com: Warum Amazon erste Adresse für gemeinsames Lesen sein sollte, es aber nicht ist: Bislang hat Amazon es versäumt, E-Book-Lesern ein komfortables, benutzerfreundliches Netzwerk zum gemeinsamen Lesen anzubieten. Mit der Integration von Goodreads geht es zwar voran, trotzdem gibt es Grund zur Skepsis, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com schreibt. Denn die Stärken des Unternehmens liegen nicht im Software- und Interface-Bereich.
  • VERSCHLÜSSELUNG Heise Online: Verschlüsselter Datenverkehr nimmt zu: Laut einer Studie steigt seit Beginn der Enthüllungen des Whistleblowsers Edward Snowden der Anteil an SSL-verschlüsselten Verbindungen im Internet. Die Zunahmen in den USA und Europa unterscheiden sich aber.
  • NETZNEUTRALITÄT I Zeit Online: US-Behörde FCC bereitet Zwei-Klassen-Internet vor: Trotz Proteste von Netzaktivisten forciert die US-Telekommunikationsaufsicht FCC ihre Pläne für kostenpflichtige Überholspuren im Internet. Mit drei zu zwei Stimmen billigte das Entscheidungsgremium der Behörde den Vorschlag von FCC-Chef Tom Wheeler, wonach Internetanbieter künftig bestimmten Datendiensten gegen Aufpreis eine bevorzugte Weiterleitung anbieten können. [Machen Sie sich doch bitte mal die Mühe, und suchen mit einer Suchmaschine Ihrer Wahl, für wen Tom Wheeler zuletzt gearbeitet hat.]
  • NETZNEUTRALITÄT II CNET: ?Comcast vs. Netflix – Is this really about Net neutrality?: Auf CNET gibt Marguerite Reardon einen umfassenden Überblick zum Thema Netzneutralität und den Deal zwischen Comcast und Netflix.
  • NETZPOLITIK Hyperland: Netzpolitik bei der Europawahl: Die netzpolitische Agenda der Parteien wird stark vom Thema Datenschutz dominiert, wie Christiane Schulzki-Haddouti im Hyperland-Blog des ZDF schreibt. Nach dem NSA-Skandal rücken auch die Geheimdienste stärker in den Fokus der Parteipolitik. Ein kurzer Überblick über zentrale Positionen der deutschen Parteien im Europawahlkampf zu Datenschutz, Geheimdienste, Urheberrecht und Breitbandausbau.

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Digitale Aufklärung: 5 Fragen an Tim Cole

Tim Cole (Bild: Microsoft Berlin)
Gestern Abend las Tim Cole in den Räumen von Microsoft Berlin aus dem zusammen mit Ossi Urchs geschriebenen Buch „Digitale Aufklärung“ vor. // von Tobias Schwarz Ende November hat Julia Solinksi das von Ossi Urchs und Tim Cole geschriebene Buch „Digitale Aufklärung“ auf Netzpiloten.de rezensiert. Die beiden von ihrem Verlag [...]
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Ein Besuch auf dem DACH-Urheberrechtsforum

kreative arbeit und urheberrecht (adapted) (Image by Paul Keller [CC BY 2.0] via Flickr)
Letzte Woche diskutierten verschiedene Urheberrechtsorganisationen zusammen mit der Kreativwirtschaft übers Urheberrecht – leider wie anno dazumal. Am vergangenen Dienstag und Mittwoch trafen sich Teile der Kreativwirtschaft in der Kalkscheune in Berlin. Dabei wurde in einem geschlossenen Teil mit Judikative und Exekutive über die Möglichkeiten von Ermittlungen im Bereich von Urheberrechtsverletzungen [...]
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5 Lesetipps für den 24. April

In unseren Lesetipps geht es heute um den neuen Deutschland-Chef von Twitter, die Bedeutung von Farben, PR in der Wikipedia, Netzpolitik mit Sinn und Facebook im mobilen Internet. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER taz.de: Thomas de Buhr wird neuer Twitter-Chef in Deutschland: Thomas de Buhr ist neuer Deutschland-Chef von Twitter und damit Nachfolger von Rowan Barnett, der aber dem Unternehmen erhalten bleiben soll. Die Biographien der beiden verdeutlicht Twitters Vorhaben: es geht ums Geld verdienen. Ein ehemaliger Journalist wird durch einen Spezialisten für Werbung ersetzt. Auf taz.de stellt Falk Steiner den Wirtschaftswissenschaftler vor, der zuletzt Googles Video-Plattform YouTube im deutschsprachigen Raum profitabel gemacht hat.
  • DESIGN Fast Company: Why Is Facebook Blue? The Science Behind Colors In Marketing: Neben dem Namen eines Dienstes ist das Design wohl eine der schwersten Entscheidungen, die ein Gründer treffen muss. In einem Gastbeitrag auf Fast Company schreibt Buffer-Mitgründer Leo Widrich über die Bedeutung von Farben im Design einer Website oder Marke. Warum Facebook blau ist bleibt trotzdem ein Rätsel, aber nach der Lektüre blickt man als Nutzer ganz anders auf das Design von Diensten.
  • WIKIPEDIA Torial Blog: Wie man mit PR in Wikipedia umgehen kann: Um die Glaubwürdigkeit eines Wikipedia-Artikel einzuschätzen, sollte man sich auch fragen, wie er geschrieben ist und ob er objektiv verfasst ist. Im Torial Blog stellt Marvin Oppong einen Leitfaden zum seriösen Arbeiten mit der Online-Enzyklopädie vor.
  • NETZPOLITIK Globaler Wandel – Global Change: „Wie das Internet die Welt retten kann“: Auf seinem Blog kommentiert Ole Wintermann den TEDx-Vortrag des schwedischen Künstlers und Vordenkers Alexander Bard, der seit Jahren schon die philosophische Debatte um das Internet auf internationaler Ebene prägt und voran bringt. Bard fragt sich, warum ist dieses Internet eigentlich für die Menschheit so relevant und entwickelt eine Idee davon, wie Politik, Wirtschaft und Internet zukünftig systemisch miteinander in Verbindung stehen und warum wir angesichts der Netzdynamik über vollkommen neue Formen der Politik und der Wirtschaft reden müssen.
  • FACEBOOK Re/code: More Than 200 Million People Use Facebook Messenger: Gestern gab Mark Zuckerberg bekannt, dass mehr als 200 Millionen Nutzer von Facebook, den Messenger von unterwegs nutzen. Ein weiterer Beweis für Facebooks Erfolgsstory im mobilen Internet, wenn auch eine mit Beigeschmack, denn vor wenigen Wochen wurde der Messenger in der mobilen App von Facebook ja eingestellt und die Leute dazu gezwungen, wenn sie denn weiter von unterwegs texten wollten, sich den Messenger zu installieren. Mike Isaac erklärt auf Re/code den selbstgemachten Erfolg des Messengers genauer.

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NetMundial: Historischer Moment für die Internet Governance?

Diese Woche findet wird auf der internationalen Konferenz NetMundial in Brasilien diskutiert, wie die Internet Governance der Zukunft aussehen soll. // von Tobias Schwarz Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat nach Sao Paolo eingeladen, um über die Verwaltung des Internets zu reden. Nach der von Edward Snowden enttarnten globalen Überwachung [...]
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Der „Chilling Effect“: Massenüberwachung zeigt soziale Folgen

Selbstzensur, Konformität und Stress: In Überwachungssituationen wie mit der Vorratsdatenspeicherung (VDS) verändern Menschen ihr Verhalten, wie Studien zeigen. Seit etwas mehr als einem Jahr sorgt die Vorratsdatenspeicherung (VDS) für die verdachtslose Überwachung von privater digitaler Kommunikation in Österreich, seit fast einem Jahr wissen wir dank Edward Snowden von der umfassenden NSA- und GCHQ-Überwachung auf der ganzen Welt. Morgen wird der Europäische Gerichtshof außerdem seine Entscheidung kundtun, wie es mit der umstrittenen VDS in Europa weitergehen soll und darf. Befürworter argumentieren, dass man so Terroristen und andere Bösewichte fangen kann (“Wir brauchen den Heuhaufen, um die Nadel zu finden”), die Gegner sehen die Grundsätze westlicher Demokratien (Privatsphäre, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, etc.) erschüttert.

Wer hat nichts zu verbergen?

Zwischen diesen beiden Polen gibt es eine oft indifferente Menge, in der die Meinung vorherrscht: “Ich habe ohnehin nichts zu verbergen. Sollen sie doch meine faden E-Mails und Facebook-Postings speichern.” Grobe Veränderungen im Verhalten der Menschen sind in der Post-Snowden-Ära kaum wahrzunehmen. Zwar klagt die IT-Industrie, allen voran Facebook-Chef Mark Zuckerberg, über das erschütterte Vertrauen der Konsumenten und Firmenkunden in Cloud-Dienste vor allem aus den USA; da wird die eine oder andere App vom Smartphone gelöscht; dort boomen Privacy-Start-ups wie Secret, DuckDuckGo oder Snapchat; doch eine echte Zäsur hat noch nicht stattgefunden.

Die Veränderungen, die Menschen in einer Atmoshpähre der Überwachung durchmachen, ist aber dennoch vorhanden, aber eher schleichender Natur. In der Wissenschaft spricht man vom so genannten “Chilling Effect”, also folgendem Prozess: Im vorauseilenden Gehorsam beschränken sich Menschen selbst, um etwaige spätere Konflikte zu vermeiden. Folgende Forschungsergebnisse zeigen, wie sich Überwachung im täglichen Leben auswirkt:

  1. Suchanfragen beschränken: Einer Studie der norwegischen Datenschutzbehörde NDPA zufolge sagen 46 Prozent der Befragten, seit den Snowden-Aufdeckungen wesentlich beunruhigter in Bezug auf die eigene Privatsphäre im Netz zu sein. Etwa 16 Prozent beschränken sich selbst, wenn es um spezifische Suchanfragen geht, von denen sie glauben, dass sie ihnen Ärger einbringen könnten.
  2. Spuren verwischen: Einer Untersuchung des renommierten Pew Research Centers hat gezeigt, dass bereits 86 Prozent der US-amerikanischen Internetnutzer Schritte gesetzt haben wollen, ihre Spuren im Internet zu verwischen. Zwei Drittel löschen Browser-Verlauf und Cookies, 41 haben Online-Postings geändert oder gelöscht, 14 Prozent haben einen Anonymisierungs-Dienst wie TOR ausprobiert.
  3. Heikle Telefonate vermeiden: Der US-Organisation für digitale Bürgerrechte EFF zufolge haben 22 sehr unterschiedliche Interessensverbände (u.a. aus den Bereichen Religion, Menschenrechte, Umweltschutz, Waffenbesitz) gemeldet, dass sie seit dem Bekanntwerden der NSA-Überwachung weniger Anrufe bei ihren Hotlines verzeichnen. Viele Menschen würden heikle Themen nicht mehr am Telefon besprechen wollen.
  4. Themen zensurieren: Eine Umfrage unter 520 US-Schriftstellern durch den linken Literaturverband PEN hat ergeben, dass jeder Sechste vermeidet, über bestimmte Themen zu schreiben oder zu sprechen. 28 Prozent haben ihre Social-Media-Aktivitäten eingeschränkt oder ganz eingestellt, 24 Prozent vermeiden bestimmte Themen am Telefon oder in E-Mails.
  5. Informanten sind vorsichtiger: Eine Gruppe US-Medienwissenschaftler rund um Emily Bell von der Columbia University und Ethan Zuckerman vom MIT Media Lab hat festgehalten, dass sich Personen, die als Quelle für wichtige Informationen dienen könnten, weniger als früher gewillt sind, sich bei Journalisten zu melden – was wiederum eine Bedrohung für die Pressefreiheit darstelle.

Es gibt außerdem eine Reihe von Studien aus der Zeit vor den Snowden-Enthüllungen, die die Effekte von Überwachungsmaßnahmen untersucht haben:

  1. Minderheiten fühlen sich beobachtet: Eine Studie an der Universität Maryland aus dem Jahr 2007 zeigte, dass 71,1 Prozent der in den USA lebenden Muslime glaubten, dass die US-Regierung ihre Internet-Aktivitäten nach den Anschlägen vom 11. September speziell unter die Lupe nehmen würde. Immerhin 8,4 Prozent änderten ihre Internet-Aktivitäten.
  2. Stressfaktor am Arbeitsplatz: Eine Untersuchung aus dem Jahr 1992 an der University of Wisconsin-Madison zeigte, dass Personen, die am Arbeitsplatz elektronisch kontrolliert werden, ihre Arbeitsbedingungen als stressiger empfinden und öfter von Ängsten, Depressionen, Wut, Gesundheitsbeschwerden oder Müdigkeit berichten. Eine zweite Laborstudie zu dem Thema aus dem Jahr 1996 zeigt, dass Personen ohne elektronische Kontrolle ihrer Leistungen am Arbeitsplatz das Gefühl haben, mehr Selbstkontrolle zu haben.
  3. Erhöhte Konformität: Ein berühmtes Experiment des Sozialpsychologen Solomon Asch im Jahr 1951 zeigte, dass Gruppenzwang eine Person so beeinflussen kann, dass sie eine offensichtlich falsche Aussage als richtig bewertet.

 


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Europäische Small Data Initiative gestartet

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um Small Data. // von Nico Lumma

Nico Lumma

Es tut sich etwas in Europa. Im Rahmen der großangelegten europäischen digitalen Agenda Offensive wurde nun von der zuständigen Kommissarin Eileen Soerk (Dänemark) die Small Data Initiative vorgestellt. Das Ziel soll sein, nicht wie bislang weiterhin den Bau neuer Rechenzentren und Breitband-Anschlüsse zu forcieren, sondern den Fokus wieder auf kleinere Datensätze zu legen.

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Internet Governance: Mitmachen, Mitwirken und Mitgestalten!

re:publica 2013 Tag 2 (adapted) (Image by re:publica [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Mitte Juni wird in Berlin beim Internet Governance Forum Deutschland und dem EuroDIG auf gleich zwei Konferenzen in Berlin die Entwicklung des Internets diskutiert. Das Internet spielt eine immer wichtigere Rolle in unserem alltäglichen Leben, weshalb wir die Gestaltung und Nutzung des digitalen Raums als Gesellschaft ernster nehmen müssen und [...]
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Wie informiere ich mich über Netzpolitik?

Netzpolitik (adapted) (Image by redcctshirt [CC0 1.0] via Flickr)
Netzpolitik ist die politischen Gestaltung des gesellschaftlichen Raums Internet – doch wo informiert man sich, um sich eine Meinung zu bilden? Auf einem Shirt habe ich einmal gelesen, dass Netzpolitik die moderne Form von Gesellschaftspolitik ist. Doch wenn dem so ist, dann steht es schlecht um unsere Gesellschaft gestaltene Politik [...]
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Ohne Netzneutralität verlieren wir Freiheit, Innovation und Wohlstand

Netzneutralität (adapted) (Image by redcctshirt (CC0 Public Domain) via Flickr)
Es scheint die Woche zu sein, in der die Netzneutralität zu Grabe getragen wird – diesseits und jenseits des Atlantiks fällt eines der wichtigsten Prinzipien des Internets. In Deutschland sind die Diskussion um die Netzneutralität und die unter dem Schlagwort Drosselkom kritisierten Pläne der Deutschen Telekom fast schon vergessen. Ein [...]
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Brauchen wir ein Recht auf Vergessen im Internet?

Wir leben in einer vernetzten Welt. Leben in digitaler Wachsamkeit und hinterlassen trotzdem ohne es zu realisieren Spuren im Netz. Durch die Prism-Affäre der NSA sind wir sensibilisiert. Sollten wir über ein Recht auf Vergessen nachdenken? // von Gina Schad Nach den Enthüllungen von Edward Snowden und dem Bekanntwerden der [...]
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5 Lesetipps für den 20. Februar

In unseren Lesetipps geht es um Netzpolitik im Bundestag, Facebook kauft WhatsApp, Sicherheit in der Industrie, LinkedIn lässt jetzt alle Mitglieder bloggen und die Überwachung im privaten Raum. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK tagesschau.de: Internetausschuss im Bundestag – Mehr als nur ein Debattierclub: Nach langem Hin und Her konstituiert sich gestern der Ausschuss „Digitale Agenda“. Wieviel Macht er haben wird, steht allerdings in den Sternen. Der Ausschuss könnte sich den politischen Einfluss aber nach und nach erarbeiten, meint Sandra Stalinski auf tagesschau.de.
  • WHATSAPP TIME.com: Facebook Buying WhatsApp for $19 Billion Is a Deal of Epic Proportions: Facebook zahlt legendäre eine Milliarde US-Dollar für Instagram und bot rund 3 Milliarden US-Dollar für Snapchat, doch das alles wirkt wenig im Vergleich mit den 19 Milliarden US-Dollar, die Facebook jetzt für WhatsApp bezahlt hat. Ein stolzer Preis, doch Facebook setzt einfach nur konsequent auf den mobilen Nutzerbereich.
  • SICHERHEIT Hyperland: Industrie 4.0 als Herausforderung für die IT-Sicherheit: Beim Stichwort “Vernetzung” denkt man normalerweise an den klassischen Computer im Büro oder zu Hause. Doch auch Industrieanlagen werden immer stärker miteinander vernetzt – und das ist problematisch. Christiane Schulzki-Haddouti erklärt im ZDF-Blog Hyperland wieso.
  • LINKEDIN TechCrunch: LinkedIn Opens Its Publishing Platform To All Members: Bisher konnten in dem sozialen Netzwerk LinkedIn nur ausgesuchte Mitglieder, die sogenannten Influencer, bloggen. Nun hat sich die Plattform für Professionelle seinen 277 Millionen Mitgliedern komplett geöffnet und ermöglicht alle, Beiträge zu veröffentlichen. Hier könnte ein interessantes Medium von Spezialisten für Spezialisten entstehen.
  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Casino in Las Vegas wird mit HD-Kameras überwacht: Seit Jahren diskutieren wir über die Überwachung des Öffentlichen – durch Kameras oder im Internet, doch gerade im privaten Raum ist die Überwachung genauso schnell voran geschritten. Christof Kerkmann erklärt auf Zeit Online, wie im Casino Aria in Las Vegas jeder Winkel per Kamera überwacht wird, damit niemand die Bank überlistet. Bald sollen Computer erkennen, welche Strategie ein Spieler verfolgt.

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Pressekonferenzen zum Ausschuss für digitale Agenda

CDU-Netzpolitiker (Bild: CDU-CSU-Bundestagsfraktion)
Anlässlich der heutigen Einsetzung des Ausschusses für digitale Agenda fanden gestern zwei Pressegespräche der CDU/CSU- und SPD-Fraktion statt. Der neue Ausschuss soll als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Ministerien fungieren. // von Florian Schmitt In der vergangenen Woche empfahl Politik-Digital.de die Lektüre eines Beitrags von Kathrin Passig, in dem es um [...]
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5 Lesetipps für den 12. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um Paywalls vor deutschen Medien, Microsoft plant das Internet der Dinge, die Entwicklung von Bitcoin, Netzpolitik in Deutschland und das neue Design von Twitter. Ergänzungen erwünscht.

  • PAYWALL taz: Mit Online Geld verdienen? Mit harten “Paywalls” gewiss nicht!: In einem Interview mit der FAZ hat Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner einer Bezahlschranke für Spiegel Online eine Absage erteilt. taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch sieht von dieser Entscheidung ein wichtiges Signal ausgehen, dass die Medienbranche nicht ignorieren wird. Die Folge könnte sein, dass es in Deutschland wohl kaum harte Paywalls geben wird.
  • MICROSOFT ZDNet.de: Microsoft baut Abteilung fürs Internet der Dinge aus: Baut Microsoft ein Team fürs Internet der Dinge innerhalb der Windows-Division auf? Laut Recherchen ZDNet wurden einige Mitarbeiter befördert und die ganze Abteilung „Windows Embedded“ in “Internet of Things” umbenannt. Die war erst im Herbst bei einer konzernweiten Umstrukturierung weg von der Windows-Server-Group in die neue Windows-Division unter Executive Vice President Terry Myerson verschoben worden.
  • BITCOIN ReadWrite: What Bitcoin Needs To Grow Up: Kaum ein Tag ohne eine Meldung zum Thema Bitcoin. Doch zwischen all der Hysterie und dem Hype um das Thema lässt sich die wachsende Bedeutung der digitalen Währung kaum noch leugnen. Nur was Bitcoin ist und wo die Entwicklung gerade steht, ist schwer zu sagen. Lauren Orsini vergleicht die Währung auf ReadWrite mit einem Teenager, der gerade erst seine Persönlichkeit entwickelt und schon Entscheidungen für die Zukunft treffen muss.
  • NETZPOLITIK Tagesspiegel: Wie die große Koalition das Neuland aufteilen will: Der Berliner Tagesspiegel will sich mehr mit der Bundespolitik befassen und hat deshalb gestern das Projekt „Agenda“ gestartet. In einem der ersten Beiträge befasst sich Christian Tretbar mit den netzpolitischen Vorhaben der Großen Koalition und fasst die Aussagen im Koalitionsvertrag und die Debatte um den Internetausschuss lesenswert zusammen.
  • TWITTER CNET News: Twitter said to be working on major Facebook-like site redesign: Wie wir gestern Abend noch berichteten, testet Twitter gerade ein neues Design. Zuerst sah nur der Mashable-Redakteur Matt Petronzio das neue Design, jetzt berichten schon mehrere Tech-Websites, dass auch sie das neue Design sehen. Daniel Terdiman fasst auf CNET NEws die erste Reaktionen zusammen, die wohl eher negativ ausfallen. Das neue Design erinnert zu sehr an Facebook und Google+.

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ShortRead: Netzpolitik-Ausschuss AIDA ohne Einfluss

Sitzungssaal im Bundestag (adapted) (Image by crstnksslr [CC BY 2.0] via Flickr)
Bereits nächsten Monat soll der Netzpolitik-Ausschuss „Internet und Digitale Agenda“ beginnen, doch ohne Kompetenzen. Laut einer Meldung auf Tagesschau.de beginnt der Ausschuss „Internet und Digitale Agenda“ bereits im nächsten Monat seine Arbeit im Bundestag, allerdings nicht „federführend“. Das bedeutet, dass zwar netzpolitische Themen in den Ausschuss besprochen werden können, Ergebnisse [...]
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Bundesinnenminister Thomas de Maizière diskutiert die zukünftige Netzpolitik

Thomas de Maizière (Bild Christliches Medienmagazin pro [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons).jpg
Heute diskutiert Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über Deutschlands zukünftige Netzpolitik. // von Tobias Schwarz Im Dialog mit Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen möchte De Maizière über die Chancen und Risiken der digitalen Gesellschaft diskutieren und Themen identifizieren, die wichtig für die fortschreitende [...]
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Revisited: De Maizières 14 Thesen zur Netzpolitik

Für Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist Netzpolitik kein Neuland – ein Rückblick auf seine 14 Thesen aus dem Jahr 2010. // von Tobias Schwarz

Thomas De Mazière

Heute um 11:30 Uhr trifft sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um über Deutschlands digitale Zukunft zu reden. Im Dialog mit Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sollen daher Chancen und Risiken erörtert und Themen identifiziert werden, die wichtig für die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft sind und daher gesellschaftspolitischer Bestandteil der Digitalen Agenda der Bundesregierung werden sollten. Die digitale Bürgergesellschaft ist laut einer Meldung des Bundesinnenministeriums für De Maizière ein wichtiges Anliegen, wie auch für die anderen beiden Bundesminister mit Netzpolitik-Kompetenzen – Sigmar Gabriel und Alexander Dobrindt. Doch im Gegensatz zu den beiden anderen Ministern ist Netzpolitik für De Maizière kein Neuland. Im Juni 2010, in seiner ersten Amtszeit als Bundesinnenminister, stellte er „14 Thesen zu den Grundlagen einer gemeinsamen Netzpolitik der Zukunft“ vor, die man sich ruhig mal wieder unkommentiert anschauen sollte.

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ShortRead: Jimmy Schulz über den netzpolitischen Verein „Load“

Am Wochenende gründete der ehemalige Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz den netzpolitischen Verein „Load“. Im Interview mit politik&kommunikation erklärt er warum. Jimmy Schulz saß in der vergangenen Legislaturperiode für die FDP im Deutschen Bundestag und ist einer der bekanntesten Netzpolitiker Deutschlands. Auch ohne Mandat bleibt Schulz dem Thema treu und gründete am Wochenende den netzpolitischen Verein „Load„, ein liberales Gegenstück zu dem sozialdemokratischen Verein „D64“ oder dem konservativen „CNetz„. Im Gegensatz zu diesen beiden Vereinen ist Schulz aber die größere Unabhängigkeit von seiner Partei wichtig: „Wir sind liberal denkende Menschen und politisch interessiert. Wir sind aber nicht abhängig von der FDP„, erklärte er im Interview mit Michael Sömmer. Ihn und die ersten 22 Mitstreiter störte, „dass es keine Plattform für Menschen gibt, die netzpolitisch interessiert sind und liberal denken„. In den nächsten Wochen soll ein Fahrplan erarbeitet werden, wie es mit dem Verein weitergeht. Das Thema Überwachung ist natürlich aktuell, aber Schulz weiß, dass der netzpolitische Schuh auch an anderen Stellen drückt, wie zum Beispiel bei einer Reform des Urheberrechts, „also die Frage, wie wir damit umgehen, dass alles, was digital verfügbar ist, auch kopiert werden kann„. Im Vordergrund der Arbeit des Vereins steht aber für Schulz, den Menschen die Chancen dieser Veränderungen in unserer Gesellschaft durch das Internet aufzuzeigen und nicht nur über die Gefahren und Risiken der Digitalisierung zu reden.


 


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ShortRead: Der Internetausschuss nimmt langsam Gestalt an

Öffentliche Anhörung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zu ESM und Fiskalvertrag (adapted) (IMage by Mehr Demoratie e.V. [CC BY SA 2.0], via flickr)
Der Internetausschuss des Bundestag nimmt langsam konkrete Formen an. Noch verhandeln CDU und SPD mit der CSU um die Details, aber die Personalfrage nach dem Vorsitz scheint schon beantwortet zu sein. Der Internetausschuss lässt noch etwas auf sich warten, denn die politisch gewollten Verteilung der digitalen Themen auf verschiedene Bundesministerien [...]
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5 Lesetipps für den 31. Dezember

In den letzten Lesetipps für dieses Jahr geht es um zwei Interviews über Netzpolitik, soziale Netzwerke, Kritik an Julian Assange und wie die C3S die GEMA-Vermutung kippen könnte. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK FAZ: „Digitalen Themen müssen in der praktischen Politik mehr Gewicht bekommen“: Weil die digitale Überwachung heute eine internationale Dimension hat, muss sie auch global bekämpft werden, fordert der ehemalige Datenschutzbeauftragte Peter Schaar im FAZ.NET-Interview.
  • SOZIALE NETZWERKE PandoDaily: More adults use social networks than ever before: Eine neue Studie des Pew Instituts hat festgestellt, dass 73 Prozent der Erwachsenen in den USA inzwischen in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet sind. Dabei haben alle sozialen Netzwerke einen Anstieg verzeichnen können, aber noch vor Facebook, Twitter, Instagram & Co. hat vor allem Pinterest von den neuen Onlinern profitiert.
  • JULIAN ASSANGE Süddeutsche.de: Assange-Kritiker stören Video-Übertragung auf 30C3-Konferenz: Die Rede von Julian Assange auf der Konferenz des Chaos Computer Clubs wurde offensichtlich manipuliert, denn der Wikileaks-Gründer spaltet die Hacker-Bewegung. Schon im Vorfeld des 30C3 gab es Proteste gegen Assange, doch die Veranstalter hielten an ihm fest, denn sein mit Jacob Applebaum präsentierter Vortrag passte laut Clubsprecherin Constanze Kurz thematisch gut.
  • CULTURAL COMMONS COLLECTING SOCIETY Golem.de: Die GEMA-Vermutung wird verschwinden: Die neue Verwertungsgesellschaft Cultural Commons Collecting Society (C3S) wird durch ihre reine Existenz wohl dafür sorgen, dass Künstler keine GEMA-Befreiung mehr nachweisen müssen. Bis es soweit ist, kann aber noch einige Zeit vergehen, wie Andreas Sebayang auf Golem.de erklärt.
  • ULLA FIEBIG taz.de: Ulla Fiebig über Netzpolitik beim Fernsehen: Die Journalistin Ulla Fiebig wird neue Leiterin für „Strategische Unternehmensentwicklung“ des SWR und verlässt das Hauptstadtstudio der ARD, wo sie quasi das Internet bekannt machte und vor allem Netzpolitik. Im Interview mit der taz erzählt sie, wie schwierig das manchmal war.

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30C3: 8 Dinge, die man auf einer Hacker-Konferenz tun kann

Netzpiloten vor Ort: Das 30. Jahrestreffen des Chaos Computer Club in Hamburg wird von der NSA-Überwachung und der Entwicklung von Strategien gegen eben diese geprägt. // von Jakob Steinschaden 400 Teilnehmer waren es im bedeutungsschwangeren Gründungsjahr 1984, 8000 sind es 29 Jahre später: Zum 30. Chaos Communication Congress, kurz 30C3, [...]
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5 Lesetipps für den 23. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Disruption durch technische Innovationen, die Netzpolitik des 21. Jahrhundert, Sharing Economy, Flattr statt Haushaltsabgabe und die Frage, ob wir ein löschbares Internet wollen oder nicht. Ergänzungen erwünscht.

  • DISRUPTION Netzwertig.com: Feindbild Internetwirtschaft: Auf Netzwertig.com schreibt Martin Weigert über die zum Feindbild mutierte Internetwirtschaft, die anstatt auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sich nur noch in der Disruption ganzer Branchen versucht. Doch gegen die technischen Innovationen regt sich langsam Widerstand, der die Webfirmen im nächsten Jahr zum Umdenken zwingen sollten.
  • NETZPOLITIK Medienpolitik.net: „Das Web ist das womöglich bedeutendste Artefakt in der Geschichte der Menschheit.“: Auf Medienpolitik.net schreibt die Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, über das erste Konzept der UNESCO eines universellen Internets. Darin wird festgeschrieben, „das Netz solle auf den Allgemeinen Menschenrechten gründen und im umfassenden Sinne frei sein“. Es liest sich wie das Dokument einer Wissensgesellschaft des 21. Jahrhundert.
  • SHARING ECONOMY New York Times: How to Monetize Your Closet: Bei seinen Recherchen über die New Yorker Sharing Economy ist Thomas L. Friedman, Kolumnist der New York Times, nicht nur auf ein alternatives Modell des Besitzes gestoßen, sondern auch auf einen neuen Typ von Jungunternehmern, die wiederum sehr traditionell vorgehen und sich nach den veränderten Bedürfnissen der Kunden richten, deren Zugang wichtiger ist als Besitz.
  • HAUSHALTSABGABE Carta: Alternative zum Rundfunkbeitrag – Flattr statt Haushaltsabgabe: Heiko Hilker ist Mitglied im MDR-Rundfunkrat und einer der beiden Geschäftsführer des Dresdner Instituts für Medien, Bildung und Beratung (DIMBB). In einem lesenswerten Beitrag auf Carta schreibt Hilker über den Micropaydienst Flattr als Ersatz für die Haushaltsabgabe, denn damit könnte jeder die Angebote belohnen, die es ihm wert sind, statt von einer Superbehörde zur Zahlung für dürftige Inhalte gezwungen zu werden.
  • INTERNET Wall Street Journal: Do We Want an Erasable Internet?: Für den Redakteur des Wall Street Journals, Farhad Manjoo, ist Snapchat die wichtigste Technologie im Jahr 2013 gewesen. Und das nicht aufgrund von spekulativen Zahlen rund um das Startup. Von Bedeutung ist vielmehr die Frage vor die uns Snapchat stellt, ob wir in einem löschbaren Internet wohnen wollen oder in einem Internet indem alles gespeichert wird, wie es Facebook und Google geschaffen haben.

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10. Berliner Hinterhofgespräch: Netzpolitik im Jahr 2013

Business Calendar & Schedule (adapted) (Image by photosteve101 [CC BY 2.0], via flickr)
Im 10. Berliner Hinterhofgespräch reden wir mit Richard Gutjahr, Hannah Beitzer und Christian Tretbar über Netzpolitik im Jahr 2013. Es ist schon wieder Dezember, und ein turbulentes (netz-) politisches Jahr neigt sich langsam seinem Ende entgegen. Bevor wir alle in die verdiente Weihnachtslethargie verfallen, wollen wir zusammen mit Politik-Digital.de noch [...]
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