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5 Lesetipps für den 12. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Wandel von der MP3 zum Streaming von Musik, Selfies und Feminismus, Christian Bollert über detektor.fm, BuzzFeed und wie Landesregierung sich auf Facebook bewegen. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIK Netzwertig.com: Vom MP3-Sammler zum Streamer: Auf Netzwertig.com lässt Martin Weigert seine persönliche Wandlung vom MP3-Sammler zum Streaming-Nutzer rekapitulieren und zeigt damit den Einfluss von Technologien auf unser Nutzungsverhalten. Bis auf eine stete Liebelei zu Vinyl erging es mir genauso und sicher auch noch vielen anderen Musikliebhabern, was Weigerts Fazit, „dass das beste Mittel gegen Piraterie tatsächlich die Bereitstellung von leistungsfähigen legalen Alternativen darstellt„, noch einmal kräftig unterstreicht.

  • SELFIES Time.com: The Feminist Photo Revolution: Auf Time.com schreibt die Journalistin Jessica Bennett über die Rolle von Selfies für die Selbstdarstellung von Frauen und wie diese von Natur aus narzisstischen Bilder es Frauen ermöglichen, selbst das Bild von sich in den Medien zu prägen. Ich bin mir über die Auswirkung auf den Feminismus unsicher, da ich mich in dem Thema auch nicht auskenne, aber es ist ein interessanter Gedanke, dass Social Media (laut einer Studie) heute einen größeren Einfluss auf unsere Schönheitsideale hat und Frauen durch Selfies selber den Maßstab setzen.

  • DETEKTOR.FM torial Blog: “Machen statt Quatschen”: Auch wenn man selbst sich nicht für das Medium Radio interessiert, muss einem das Leipziger Internetradio detektor.fm imponieren. Im Interview mit Ben Schwan erzählt Christian Bollert, Chef von detektor.fm, wie eine Gruppe freier Radiojournalisten ein unabhängiges Internet-Radio für Deutschland hochgezogen hat. Ich kenne die Geschichte schon, bin aber immer wieder neu davon fasziniert.

  • BUZZFEED Siliconrepublic.com: BuzzFeed to spend US$50m investment on major expansion: Während traditionelle Medien über den Anzeigen- und Bedeutungsverlust durch den Medienwandel klagen, hat BuzzFeed ein Erfolgsmodell entdeckt, dass zumindest teilweise etwas mit Journalismus zu tun hat. Das hat Investoren überzeugt und der von Jonah Peretti gegründeten Plattform über 50 Millionen US-Dollar gegeben, damit das Unternehmen sich zu einem der führenden Online-Medien der Welt entwickeln kann. Wann hatte zuletzt jemand so viel Vertrauen in eine Zeitung?

  • FACEBOOK Hamburger Wahlbeobachter: Landesministerien bei Facebook: Der „Hamburger Wahlbeobachter“ Martin Fuchs hat sich angesehen, wie sich die deutschen Landesregierungen im sozialen Netzwerk Facebook bewegen. Mit über 26 Millionen deutschen Nutzern ist Facebook für Regierungsorganisationen durchaus interessant, um die Bürger zu erreichen, aber noch gibt es viel Optimierungsbedarf.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Christian Bollert: „Für mich ist Radio ohne Inhalte nicht denkbar“

Es wird oft derzeit darüber diskutiert wie Radio oder Fernsehen der Zukunft aussieht. Welche Chancen sich ergeben, welch ein Wandel vollzogen wird und wer davon womöglich profitiert. Die Zukunft hängt, und da sind sich alle sicher, ganz eng mit dem Netz zusammen. Christian Bollert ist Geschäftsführer des Onlineradio-Senders detektor.fm und hat mir dahingehend einmal ein paar Fragen beantwortet.


Ich habe heute Christian Bollert, Geschäftsführer des Internetradio-Senders detektor.fm im Interview. Lieber Christian, danke erst einmal für dein Interesse an diesem Interview.

Hallo Andreas, sehr gerne.

Ich erinnere mich, dass der Ex-Geschäftsführer der MOIRA Rundfunk GmbH Steffen Müller auf den Medientagen 2007 einmal beanstandete, dass zu wenig getan wird um Radio wieder hip und trendy zu machen. Er spielte auf das „Dudelfunk-Image“ an, welches vielen Sendern ja auch heute noch nachgesagt wird. Glaubst du die Aussage trifft heute noch zu? Oder hat sich das Medium Radio seit dem verändert?

christian bollertLeider nein, Radio gilt bei vielen Menschen immer noch als uncool und langweilig. Viele verbinden mit Radio nervige Morningshows mit übermäßig gut gelaunten Moderatoren und immer wieder die gleiche Musik aus den 70er, 80er, 90ern und „das Beste von heute“.

Das Netz bietet nun erstmals die Möglichkeit das Radio wieder attraktiv zu machen. Dafür gibt es zwei Ebenen. Zum einen ist mit dem Netz die lokale und regionale Verbreitung kein Paradigma mehr. Deutschlandweite Formate wie hoerbuchfm.de, byte.fm oder 90elf.de zeigen, dass es für bestimmte Zielgruppen interessant sein kann, ein deutschlandweites Radio zu machen. Für das deutsche Radio ist das fast schon eine revolutionäre Erkenntnis.

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