Stuffle konzentriert sich mit Homeboy auf den Immobilienmarkt

Homeboy heißt das App-Nebenprojekt der jungen Firma Stuffle und bietet einige Neuerungen in Sachen Immobiliensuche. Als Experiment gestartet bekommt das Team erstaunlich gutes Feedback. // von Anna Maria Landgraf

homeboy650

Wohnungssuche nervt. Das kann so ziemlich jeder bestätigen. Mit der Android-App Homeboy möchte Stuffle dem Nutzer die Suche erleichtern. Schon mit ihrer Flohmarkt-App konnte Stuffle beweisen, dass mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets bereits etablierte Märkte wie Kleinanzeigen verbessern können. Die neue App Homeboy bietet nun den Nutzern die Möglichkeit, freie Immobilien an Lieblingsorten zu entdecken – und das mit nur einem Blick aufs Handy.


Warum ist das wichtig? Stuffle zeigt mit ihren Apps, dass die unterschiedlichsten Branchen vom mobilen Internet profitieren können. Das Potential für neue Geschäftsmodelle ist damit vorhanden, es muss nur clever genutzt werden.

  • Ein einfaches Foto eines Lieblingsortes reicht aus, um mit der Homeboy-App passende Wohnungsangebote in dieser Gegend zu finden.
  • Stuffle schöpft dafür aus dem riesigen Pool an Angeboten von Immobilienscout24. So werden fast alle Orte abgedeckt.
  • Homeboy wurde als reines Experiment gestartet, was in Zukunft daraus wird, ist noch unklar. Ausbaufähig ist die Idee allemal.

In nur 48 Stunden zur neuen App

Das im Hamburger Karolinenviertel gelegene Büro von Stuffle ist ein Traum. Verwinkelte Räume, viele Treppen, weiße Sitzsäcke. Die Atmosphäre erinnert vielmehr an entspanntes WG-Leben als an stressigen Arbeitsalltag. Das ist vielleicht auch mit der Grund, warum Stuffle so scheinbar mühelosen Erfolg hat: die App Homeboy überraschte nicht nur das Team selbst, sondern auch die Betreiber des Hackathons – weshalb Stuffle wohl auch den Wettbewerb gewann.

Der Hackathon wurde vom Inkubator der Scout24-Gruppe „You is Now“ ausgerufen, wo es im ersten Teil um die Frage ging, wie bestehende Geschäftsmodelle auf das mobile Internet übertragen werden können. Genau das richtige Thema für Stuffle. „Wir sind der Einladung gefolgt, um beim Hackathon zeigen zu können, dass man auch im Bereich der Immobilienanzeigen noch spannende Sachen entwickeln kann“, sagt Adrian Korte, zuständig für PR- und Öffentlichkeitsarbeit bei Stuffle. Das Ergebnis nach 48 Stunden Arbeit: eine App, die durchaus Zukunftspotential hat.

Mühelose Wohnungssuche mit Homeboy

Stadtbezirke können sehr groß sein und von Teil zu Teil auch sehr unterschiedlich. Eine bloße Wohnungssuche nach ganzen Bezirken war für das Team von Stuffle zu allgemein gehalten. Es geht laut Korte noch konkreter: „Mit Homeboy sucht man im Umkreis des Lieblingscafés, der Stammkneipe oder an einem wunderschönen Platz, den man beim letzten Sonntagsspaziergang entdeckt hat. Der Nutzer sucht dort, wo er sich wohlfühlt.“ Das ist wohl der größte Unterschied zu konventionellen Anbietern.

Auch das mühelose Nebenbei-Suchen: der User muss sich nicht mehr gestresst vor den Computer setzen und gezielt Wohnungsangebote zu einem bestimmten Stadtteil suchen, sondern kann sich mit der App beim Café Trinken mit der besten Freundin einfach den Ort merken – und schon kommen Angebote, gefiltert nach angegebenen Kriterien wie Mietpreis, Größe und Zimmeranzahl. „Die Idee hinter Homeboy ist ganz einfach. Immer dort, wo es mir besonders gut gefällt, schlage ich virtuell mein Zelt auf: Ich speichere den Standort mit einem Foto“, erklärt Korte.

Nach kurzer Zeit schon gutes Feedback

Als Experiment gestartet, kommt die neue App bei den Usern erstaunlich gut an. Bisher wurde sie zirka 100 Mal im Google Play Store herunter geladen – vorwiegend von Freunden und Bekannten, wie Korte meint. Das Feedback falle aber dafür, dass das Projekt innerhalb von nur 48 Stunden realisiert wurde, erstaunlich gut aus. „Dafür, dass wir bis jetzt nur einen Prototypen gebaut haben, sind die Rückmeldungen sehr positiv, was uns motiviert, das Projekt in der Freizeit vielleicht noch ein wenig weiter zu treiben. Das macht uns natürlich auch ein bisschen stolz„, erklärt Korte.

Insgesamt elf Mitarbeiter hat die Firma, mit zusätzlichen fünf freien Mitarbeitern. Einige von ihnen sitzen konzentriert um einen Tisch im schick eingerichteten Obergeschoss des Hauses. „Die arbeiten gerade zwei Stunden extra nur an Homeboy“, meint Korte. Da geht durchaus noch was.


Teaser & Image by Stuffle


Anna-Maria Landgraf

studiert Philosophie und Politikwissenschaft im Master und hat während ihres Journalistik-Bachelors Erfahrungen im Print-, Online- und TV-Bereich gesammelt. Seit Juni 2014 schreibt sie für die Netzpiloten vor allem über Medien und Gesellschaft.


Artikel per E-Mail verschicken
Schlagwörter: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.