Tracks & Fields: Für Musiker & Remixer

Myspace ist Standard für die Präsentation einer Band im Netz. Aber wie und wo kann man gemeinsam mit bekannten und unbekannten Musikern Songs machen, remixen, überarbeiten? Bei www.tracksandfields.com können Musiker oder Bands einzelne tracks online stellen und remixen (lassen). Zum Start dürfen Remixer im Rahmen eines Contests sogar an Hand an Wolfmother legen!




Dort treffen sich auch Bandmitglieder um ihre verteilt eingespielten Spuren zusammenzuführen. Es gibt sogar einen Online-Sequencer und ein MIDI-Tool für die rein digitalen Musikspuren. Das ganze passiert zum Einen auf der Basis von Samples und Tracks sowie einer Songstruktur oder eben anhand von Menschen, ähnlich einem sozialen Netzwerk, die in Nutzer und Gruppen strukturiert sind. Diese können Sessions starten und loslegen. Diese Musik-Kollaborationsplattform wird heute in Cannes auf der Musikmesse MIDEM vorgestellt.


In der Presseinformation heißt es:

Tracks & Fields ist die erste webbasierte Kooperations-, Netzwerk- und Businessplattform, die sich vor allem an professionell arbeitende Musiker und Produzenten richtet. In der virtuellen Produktionswelt von Tracks & Fields können Musiker Sounds in einer öffentlichen Musikdatenbank ablegen, große Audio-Dateien über die Plattform austauschen und ganze Tracks mit Hilfe eines integrierten Sequenzers gemeinsam online von überall auf der Welt mit Musiker-Kollegen bearbeiten. Das Berliner Unternehmen löst mit diesem Ansatz ein Grundproblem der zeitgemäßen Musikproduktion, in der sich Arbeitsprozesse meist noch stärker als in anderen Branchen zeitversetzt und über den gesamten Erdball verteilen.



Mit dem digitalmusician.net ist seit einiger Zeit ein ähnliches Projekt online, das noch nicht den ganz großen Erfolg verbuchen kann. Wünschen wir dem neuen Anbieter mehr Erfolg und vor allem mehr Nutzer. Denn talentierte Musiker gibt es ohne Frage genug. Ob und wie das Web dazu beitragen kann, auch die Instrumentalisten und Live-Musiker näher zusammenzubringen, bleibt eine spannende Frage. Denn bezahlbares, latenzfreies (verzögerung durch umwandeln von analog in digital) Zusammenspielen wird es im Web in absehbarer Zeit kaum geben können. Allein, wer im stillen Kämmerlein sitzt, kämpft bei Equipment unter der 1000€ Grenze nicht selten mit Latenzen. Insofern ist die Idee, das Ganze direkt mit einem Online-Sequencer bzw. einem Online Midi-Tool umzusetzen ganz neckisch. Man nimmt einfach die eingespielten Parts und arrangiert und produziert online. Ob dann auch die großen VST-Flagschiffe oder Pro-Tools-Plugins mit an Bord sind oder sein werden, bleibt abzuwarten.




Zum Schluß das Bonbon für alle Remixer:

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Zum offiziellen Start der Plattform bietet das Major-Label Universal Music mit Wolfmother, Florence & The Machine und Moke drei seiner angesagtesten Indie-Acts für die Remix-Contests auf www.tracksandfields.com auf: Von der australischen Stoner-Rock-Band Wolfmother steuert Universal den Song „California Queen“ und die Donner-Groove-Hymne „New Moon Rising“ zur kreativen Veredelung bei. Neben viel Ruhm und Ehre winken den Gewinnern des Wolfmother-Remix-Contests die Einstellung des Sieger-Beitrags auf der offiziellen Myspace-Seite der Band, eine digitale Veröffentlichung der Produktion durch Universal Music sowie eine Gibson SG Special HC E-Gitarre. Die Südlondoner Indie-Pop-Band Florence & The Machine ist mit ihrem Hit „You got the Love“ im Remix-Contest vertreten; ebenso die auch aus England stammende Indie-Rockband Moke mit dem Song „Switch“. Auch für die Gewinner dieser Wettbewerbe sponsert Universal Music weitere Preise. Das Berliner Indie-Elektronik-Label !K7 schickt mit Bomb the Base einen Pionier der Sampling-Musik in einen weiteren Tracks & Fields Remix-Contest zum offiziellen Launch des Portals. Alle weiteren Informationen zu den Remix-Contests und die Teilnahmebedingungen finden sich auf www.tracksandfields.com.



Bildnachweis: tracksandfields

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Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)


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