Mobiles Online-Radio: Raditaz – die Alternative zu Pandora?

raditazRaditaz ist ein Online-Radio-Sender, der genau wie Pandora seinen Nutzern anhand ihrer Playlisten und des Musikgeschmacks neue Künstler, Bands und Songs vorstellt. Während Pandora zuletzt mit einer Userzahl von in etwa 125 Millionen Menschen und einem Marktanteil von ca. 68% in der Branche von sich reden machen konnte, ist Raditaz derzeit noch eher ein Newbie unter den sogenannten Musik-On-demand-Diensten und erst seit einem Monat zu erreichen.

Die Macher rundum Raditaz bezeichnen ihren Dienst allerdings als eine „radikale Evolution“ gegenüber dem Konkurrenten Pandora. Wie sie darauf kommen? Das soll zu einem nicht kleinen Teil an der größeren Menge lizensierter Titel im eigenen Repertoire liegen und der damit verbundenen stärker entwickelbaren Musik-Erfahrung. Raditaz fährt mit satten 14 Millionen Titeln auf. Das sind über 13 Millionen Songs mehr als bei Pandora. Außerdem vereinnahmt der Dienst einen weiteren Pluspunkt für sich. Nämlich die Möglichkeit unbegrenzt Songs zu überspringen. Pandora schränkt das Überspringen nämlich ein. Aus gutem Grund. Denn eine Einnahmequelle des Platzhirschen liegt darin, das Schalten von Werbung zwischen und während des Abspielens der Songs.

Doch wer hat nun wirklich die Nase vorne? Dave Copland von ReadWriteWeb nahm die beiden Konkurrenten bereits vor vier Wochen zum Start des Dienstes einmal unter die Lupe und schrieb seine Eindrücke auf. Sein Resume war da eher zweigeteilt. Im direkten Vergleich gab es viele Abstriche, die für ein tolles intuitives Radioerlebnis unerlässlich sein sollten und die bei Raditaz eher untergingen.

So hat Pandora seiner Meinung nach bei der Ladezeit, den Schnittstellen, den zusätzlichen Informationen zu Künstlern und Bands (Lyrics, Biografien etc.) sowie den interessenbasierten Vorschlägen deutlich die Nase vorn gehabt. Während Raditaz durch weniger Werbung, der oben erwähnten Möglichkeit Songs unbegrenzt zu überspringen und einem ausgezeichneten Geolocation-Service glänzen konnte.

Vollends nutzbar ist der Dienst in Deutschland per Website zwar noch nicht. Aber wer sich dem Neuling trotzdem einmal widmen möchte, der kann das glücklicher Weise schon einmal per App auf seinem iPhone oder Android-Gerät tun und den ganzen Dienst mobil testen. Für Interessenten gibt es hier die Links zur Raditaz-App für iOS und für Android.

Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


Artikel per E-Mail verschicken
Schlagwörter: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.