Interview: MTV im Internet

Yousef Hammoudah von MTV Networks erzählte den Netzpiloten auf der Social Media Week etwas über die Strategie von MTV im Internet – auch angesichts von YouTube und Co…

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Transkription/Yousef Hammoudah:

Wie steht MTV zum Internet?

MTV ist ein Netzwerk (MTV Networks) mit verschiedenen Sendern wie Comedy Central Nickelodeon, MTV und VIVA für Deutschland. Für uns ist das Internet eine ganz wichtige Erweiterung unseres Angebots. Während das lineare Angebot immer noch von 80 Prozent der Leute geschaut wird, sind 20 Prozent der Leute an unseren Inhalten interessiert und finden diese auch auf unseren Websites, auf unseren mobilen Websites, auf mobilen Anwendungen und in naher Zukunft auch auf Hybrid-TV-Anwendungen, also Connected-TV-Devices. So gesehen ist es für uns eine Chance ein zusätzliches Publikum zu erreichen, zusätzliche Wertschöpfung zu erzeugen und damit auch unsere Reichweite zu steigern.

Was haltet ihr von anderen Musikquellen?

Mittlerweile gibt es ja sehr viele Quellen von Musikvideos, ob es jetzt Tape-Tv, Youtube oder andere Anbieter sind, die da draussen zu Hauf‘ existieren. Es ist nur so, dass wir in Zeiten, wo die GEMA, die Musikindustrie und Youtube solche Probleme haben, dass Sie schlicht und ergreifend die Videos komplett runtergenommen haben, spielt das uns natürlich in die Karten, weil die Leute sich dann diese auch bei uns wieder anschauen, die sie natürlich bei uns auch nach wie vor bekommen.

Ändert Social Media euer Geschäftsmodell?

MTV hat eine Zielgruppe, wie die meisten unserer Senden, die fast ausschließlich zu 100 Prozent im Internet aktiv ist und sich dort selbstverständlich bewegt. Eine Zielgruppe, die sich zum Großteil im Social Network organisiert und sich dort Beiträge empfiehlt, die dort über unsere Inhalte spricht während das im Fernsehen läuft, also linear, oder Sachen die sie online von uns finden. Somit ist es für uns natürlich eine tolle Gelegenheit unsere Inhalte in einer völlig neuen Art und Weise zu promoten. So sehen wir das natürlich in erster Linie. Wir verdienen natürlich auch Geld über Online-Werbung. Es gibt immer mehr Möglichkeiten Werbepartner auf eine interessante Weise auf Social-Media-Plattform zu integrieren oder das gleich diese Kultur, die dabei entsteht, zwischen Publikum und der Marke, zu fördern. Es entstehen auch eine ganze Reihe von neuen Geschäftsmodellen. Dazu gehören sogenannte Subscription-Base-Modelle, wo über ein monatliches Abo-Modell den Leuten die Möglichkeit gegeben wird bestimmte Inhalte in guter Qualität zu sehen. Es gibt mobile Applikationen, die wir über iPhones oder Android-Geräte anbieten und so den Leuten die Möglichkeit geben rund um unsere Inhalte herum Spiele zu spielen oder bestimmte Inhalte exklusiv zu sehen. Es gibt die Möglichkeit auch ganze Programme zusammen mit Markenartikeln zu entwickeln. Es gibt wirklich unheimlich viel. Und wir sehen das als Chance, zum einen unsere Inhalte noch näher ans Publikum zu bringen und zum anderen auch unsere Wertschöpfungskette zu diversifizieren.

Stefan Mey

hat Publizistik und Soziologie studiert und lebt als freier Journalist in Berlin.


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