Für wen eignet sich das neue iPad der 7. Generation?

Das klassische iPad ist seit 2019 bereits in der 7. Generation verfügbar. In dieser wird es von Apple selbst als eine Art Allrounder angepriesen. „Wie ein Computer. Und wie kein Computer“ wirbt Apple es an. Seitdem das erste Model 2010 erschien, hat sich einiges an dem Gerät getan. Wir wollen nun einen genaueren Blick darauf werfen, was es kann und für wen es geeignet ist.

In unserer umfassenden iPad Kaufberatung könnt ihr euch übrigens einen Überblick darüber schaffen, welches iPad am besten zu euch passt. 

Wie ein Computer. Und wie kein Computer

Fangen wir doch mal mit dem Motto „Wie ein Computer. Und wie kein Computer“ an. Was soll das genau bedeuten? Es geht hierbei darum, dass das iPad der 7. Generation, was die Leistung und Fähigkeiten angeht, einem Computer nahe kommt, aber auch die Einfachheit und Vielseitigkeit besitzt, die einem Computer fehlen.

Was das iPad einem Computer ein ganzes Stück weit näherkommen lässt, ist das normalgroße Smart Keyboard, das ihr euch ergänzend zu eurem iPad anschaffen könnt. Vor allem, wenn ihr das iPad 2019 für Office-Arbeiten oder die Uni als Laptopersatz nutzen wollt, ist das natürlich sinnvoll. Allerdings wird das ansonsten relativ preiswerte Gerät dadurch auch teurer, immerhin kostet diese Tastatur von Apple ca. 175 Euro. Falls es euch allerdings nicht wichtig ist, ob ihr die Original Apple Tastatur habt, könnt ihr euch auch nach einer günstigeren Variante umschauen.

Was das iPad der 7. Generation von seinen Vorgängern unterscheidet sind die Größe, iPadOS und das neue Gehäuse mit Anschlussmöglichkeit für eine Tastatur. Mit seinen 10,2 Zoll ist es noch einmal 0,5 Zoll größer als sein Vorgänger. An das iPad Pro kommt es damit zwar trotzdem nicht ran, das muss es allerdings auch überhaupt nicht, immerhin kostet das iPad Pro auch mehr als doppelt so viel.

Was kostet das iPad der 7. Generation?

Ein kurzer Überblick über die technischen Fakten 

  • 32 oder 128 GB Speicherkapazität
  • 10,2 Zoll Retina Display
  • Unterstützt den Apple Pencil (1. Generation) und das Smart Keyboard
  • iPad eigenes iPadOS Betriebssystem
  • A10 Fusion Chip
  • 10 Stunden Batterielaufzeit
  • 3GB RAM 
  • 250,6 x 174,1 x 6,1 Millimeter
  • 483 g
  • Gehäuse aus 100% recyceltem Aluminium
  • FaceTime HD Kamera und 8 Megapixel Rückkamera

Das iPad für Studenten

Für Studenten reicht das iPad der 7. Generation im Normalfall vollkommen aus. Um sich in Vorlesungen Notizen zu machen und auch effizient damit lernen zu können empfehlen sich der Apple Pencil und das Smart Keyboard. Je nachdem, ob ihr lieber handschriftlich Notizen macht oder lieber tippt, reicht natürlich auch das eine oder das andere.

Mit dem Apple Pencil könnt ihr euch beispielsweise direkt in euren Skripten oder Vorlesungsfolien Notizen machen und müsst diese nicht mehr im Voraus ausdrucken. Auch zum Nacharbeiten eignet sich das iPad hervorragend. Anstatt die unübersichtlichen und teilweise zusammenhangslosen Mitschriften aus der Vorlesung noch einmal völlig neu aufzuarbeiten, könnt ihr mit dem iPad und entsprechenden Apps, wie beispielsweise GoodNotes oder Notability eure vorhandenen Notizen ganz einfach neu strukturieren, Grafiken screenshoten und einfügen, Textbausteine an die richtige Stelle ziehen und alles farbig markieren. Somit beschäftigt ihr euch nicht nur erneut umfassend mit dem Thema, sondern spart gleichzeitig wertvolle Zeit.

Wie ihr euer iPad für die Uni benutzen könnt seht ihr in diesem Video:

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Das iPad für Kreative

Wer viel mit dem iPad zeichnen möchte und Apps wie Procreate und Affinity Photo auch auf professionellerer Ebene nutzen will, ist mit einem teureren Model als diesem vermutlich etwas besser beraten. Natürlich könnt ihr auch auf dem iPad der 7.Generation zeichnen, Fotos bearbeiten oder Videos schneiden, doch das iPad Pro oder das iPad Air bieten mit ihrem A12Z bzw. A12 Bionic Chip deutlich mehr Leistung, welche für solche Anwendungen von Vorteil ist.

Auch das Display ist bei den teureren Geräten besser. Das Display des neuen iPads ist im Gegensatz zu den hochpreisigeren Geräten nicht laminiert. Viele Nutzer werden das vermutlich nicht bemerken, doch wer professionell mit dem Tablet arbeitet merkt eventuell, dass man mit dem Apple Pencil nicht direkt auf dem Display zeichnet. Wer also professionell mit dem iPad arbeiten und genaue Zeichnungen anfertigen möchte, ist mit einem iPad Pro oder dem iPad Air vermutlich etwas besser beraten.

Wenn ihr viel mit größeren Dateien, wie Foto-oder Videoprojekten arbeitet, könnte auch der Speicherplatz des neuen iPads zum Problem werden. Die 128 GB sind für Otto-Normalverbraucher vollkommen ausreichend, doch für den kreativen Gebrauch mit vielen bzw. großen Dateien sind die 256 GB des iPad Air oder bis zu 1 TB des iPad Pro eine bessere Wahl.

Wer am iPad kreativ werden möchte, kommt kaum um den Kauf eines Apple Pencils herum. Dieses iPad ist mit der ersten Generation des Stiftes kompatibel, mit der zweiten jedoch nicht. Das sollte meiner Meinung nach allerdings kein Ausschlusskriterium sein, da die Stifte sich in ihrer Leistung kaum unterscheiden und mit beiden sehr gut gearbeitet werden kann.

Für kreative Profis ist also ein teureres Gerät vermutlich empfehlenswerter, doch als Einsteigemodell könnt ihr auch mit diesem iPad viel kreativ arbeiten. Wie ein Künstler das iPad der 7. Generation bewertet seht ihr hier:

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Das iPad für Freizeit-Nutzer

Auch für Freizeitnutzer ist das neue iPad eine gute Wahl. Wer sein iPad ausschließlich zum streamen von Filmen und Serien oder zum Surfen im Netz nutzt, sollte meiner Meinung nach kein anderes als dieses erwerben. Ein höherpreisiges Gerät wäre für diese Ansprüche absolute Geldverschwendung. Wenn ihr allerdings vorhabt viele Spiele darauf zu spielen und euch die Grafik dabei wichtig ist, ist der Apple A 10 Fusion Prozessor, der im iPad 2019 verbaut ist, vermutlich etwas zu schwach. Im Test von TabletBlog wurde das ausprobiert. Bei Fortnite könnt ihr mit dem neuen iPad die Grafikeinstellungen beispielsweise nicht auf episch setzen, was beim iPad Air, iPad Pro und auch dem Samsung Galaxy Tab 6 möglich ist. Ist es euch allerdings nicht besonders wichtig die besten Grafikeinstellungen zu nutzen, könnt ihr auch mit diesem Gerät so ziemlich alle Spiele spielen.

Selbst wenn ihr Fotos bearbeiten oder Videos schneiden wollt, könnt ihr das mit dem iPad der siebten Generation problemlos tun. Mit dem iPad Pro funktionieren diese Dinge zwar noch etwas reibungsloser, aber für den hobbymäßigen Gebrauch ist dieses Gerät mehr als ausreichend.

Das iPad für Office-Nutzer

Für Leute, die vorhaben das iPad zum Arbeiten zu benutzen, ist vermutlich die verbesserte Multi-Tasking-Funktion hilfreich. Somit ist es einfacher mehrere Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm anzuzeigen und zu nutzen und auch das hin-und her switchen zwischen Anwendungen geht super schnell. Nicht nur zwei verschiedene Apps, sondern auch zwei unterschiedliche Instanzen einer App könnt ihr hier auf einmal öffnen.

Das vergrößerte Display im Vergleich zum Vorgängermodell ist für Office-Arbeiten sehr nützlich. Wer allerdings nach einem iPad mit einem größtmöglichen Display sucht, ist mit dem iPad Pro mit wahlweise 11 oder 12,9 Zoll besser beraten.

Vor allem wer das Tablet auch zum normalen Arbeiten benutzen möchte, sollte sich auf alle Fälle das Smart Keyboard oder eine andere Tastatur anschaffen, da damit wie mit einem Laptop gearbeitet werden kann. Der Apple Pencil kann je nachdem, welche Aufgaben ihr ausführt auch hilfreich sein.

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Titelbild von Marek Levak via Unsplash

Anna Klaffschenkel

Anna Klaffschenkel ist Teil der Netzpiloten-Redaktion und interessiert sich für alles rund um die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Politik.


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