Durchs Jahr mit den Netzpiloten – Klappe, die erste

Wie haben wir bei den Netzpiloten das Jahr 2010 erlebt und – noch wichtiger – begleitet? Während Deutschland vollkommen unvorhergesehen unter einer weißen Schneedecke liegt, suchen wir euch Schmückstücke aus zwölf Monaten Netzpiloten heraus – den Anfang machen Januar und Februar.

Die neuen Themen im Januar und Februar: Langsame Medien, neue Medien, und alte Medien in neuem Gewand

Das Jahr startete langsam – und zwar aus Prinzip. Benedikt Köhler, Sabria David und Jörg Blumtritt machten pünktlich zum Jahresstart mit ihrem Slow-Media-Manifest von sich reden, und sprachen Meike Laaf die Hintergründe ins Mikrofon.

Pflichtthemen zu Jahresbeginn natürlich ebenso: das iPad und das schon im November 2009 gestartete Chatroulette. Außerdem – obwohl self plugging stinkt: die GEZ ging mit neuer Social-Media-Strategie an den Start. Das Forum überzeugte wenig, der Chat war technisch hakelig, überraschte jedoch in Punkto Offenheit. Heute wirkt das Forum etwas verwaist, Chats gibt’s alle paar Monate, und die Blogs der GEZ-Mitarbeiter haben sich auf einen Beitrag pro Monat eingeschossen. Hoffen wir, dass der Atem noch etwas langt.

Im Januar an den Start gegangen ist DeutschlandRadio Wissen – unter anderem mit einem Gespräch mit John Searle, einem der Väter der Sprechakttheorie, über Objektivisten und Relativisten. Jörg Wittkewitz war nicht überzeugt.

Neues Feuer für einige Klassiker: Relevanz-Diskussion, Kulturflatrate

Schon ein Klassiker, jedoch neu aufgelebt im Februar: die Relevanz-Diskussionen in der deutschen Wikipedia. Regine Heidorn fügte der Debatte einige spannende Perspektiven aus der Wissenschaft hinzu. Ein weiterer Klassiker bekam durch die zehn Thesen der Musikindustrie neuen Nährstoff: die Kulturflatrate – Maike Laaff hat sie kritisch hinterfragt. Noch einmal self plugging – meine kleine Übersicht von Open-Source-Filmen. Jörg Wittkewitz wälzte derweil lesenswerte Gedanken zu Social Media, Google oder Social Networking. Neue Einsichten gab’s außerdem im Gespräch mit Soundcloud-Gründer Alexander Ljung.

Und noch ein Bonbon: Start der Klassikerserie

Es gibt ja so Leute, die sollte man kennen, weil sie einen großen intellektuellen oder praktischen Einfluss in der Medien- und Netztheorie hatten. Einige der noch immer viel zu wenig beachteten Klassiker waren Teil unserer neuen Serie: Marshall McLuhan und Vannevar Bush. Schöner Einstieg in das Werk der Vordenker.

Bildnachweis: sioda

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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