Destination Check: Wie war’s @ TEDxBerlin 2012 „Crossing Boarders“?

Veranstaltung verpasst, verworfen oder vorgemerkt fürs nächste Mal? Die Netzpiloten fragen Gäste, Mitwirkende und Macher wie es diesmal für sie gelaufen ist.

Destination Check: Wie war’s @ TEDxBerlin 2012 “Crossing Boarders”?

Heute im Netzpiloten Destination Check: TEDxBerlin 2012, stattgefunden am 23.11.2012 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Das Motto der Konferenz „Crossing Borders“ ließ mal wieder tief blicken. Vorort wurde man begrüßt von Start-Up Charisma, neuesten Technikfeatures sowie kreativen Köpfen, Vordenkern und Meinungsführern. Wir fragen den Veranstalter Stephan Balzer, den Sponsoren Oliver Blecken und die beiden Gäste Sabrina Gülck und Stefan Krüger nach deren Fazit.


Stephan Balzer, Geschäftsführender Gesellschafter red onion GmbH


Destination Check: Wie war’s @ TEDxBerlin 2012 “Crossing Boarders”? Stephen BalzerWie ist dein Gesamteindruck?

Es war ein großer Erfolg! Über fünfzehn vielfältige, internationale Redner begeisterten die Zuschauer mit ihren beeindruckenden und sehr persönlichen Talks. Das (E)ntertainment in TED wurde von drei außergewöhnlichen, facettenreichen Künstlern geliefert. Auch die Teilnehmer waren sehr international und kontaktfreudig – ein wichtiger Aspekt unserer Konferenzen.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden vollkommen erfüllt. Die Qualität der Redner war außerordentlich hoch und jeder einzelne Beitrag hat uns gezeigt, wie auf unterschiedliche Art und Weise Grenzen überschritten werden können.

Was war dein persönliches Highlight der Veranstaltung?

Die Teilnehmer, die Stimmung, die Atmosphäre im Saal und die fesselnden Talks – es hat einfach alles wunderbar gepasst und ist so reibungslos verlaufen, dass ich mich gar nicht auf ein bestimmtes Highlight festlegen möchte.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Wir haben nationale und internationale Teilnehmer aus unterschiedlichen Altersgruppen, die auf der Suche nach Inspiration sind. Ganz nach dem Motto „ideas worth spreading“, ist Vernetzung ein Schlüsselaspekt unserer TEDxBerlin Events.


Oliver Blecken, COO MediaCom Germany


Destination Check: Wie war’s @ TEDxBerlin 2012 “Crossing Boarders”? - Oliver BleckenWie ist dein Gesamteindruck?

Die TEDxBerlin hat es sehr gut geschafft, den visionären Gedanken der weltweiten Vordenker-Konferenz TED nach Deutschland zu holen. Mich hat besonders beeindruckt, welche vielschichtigen Perspektiven unter dem Motto „Crossing Borders“ eingenommen wurden: das ging ja von „politischer Kommunikation“ über „den inneren Schweinehund überwinden“ bis hin zur letzten großen Grenze…. dem Tod. Die Location „Haus der Kulturen der Welt“ hat ihr übriges zu einem sehr inspirierenden Tag beigetragen.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Größtenteils ja, die meisten haben die TED-typischen 18 min dramaturgisch sehr gut genutzt. Und mit Diana Nyad, einer über 60-jährigen Rekordschwimmerin, hatte die TEDxBerlin auch wieder den magischen „Standing ovation“ Moment.

Was war dein persönliches Highlight der Veranstaltung?

Diana Nyad hat sicherlich die emotional packendste Rede gehalten. Michael Poliza hat mich besonders beeindruckt, wie er nach dreimaligem Neustart (Ex-Kinderschauspieler, Ex-Internet-Millionär, und dann anerkannter Naturfotograf) immer noch diesen tief innewohnenden Optimismus hat und das auch das Publikum deutlich erleben ließ.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Typischer TED-Cocktail. Man nehme ein paar Technologie-Geeks, Entertainment-Fans und Design-Puristen. Shakers & Makers eben.


Sabrina Gülck – Boost


Destination Check: Wie war’s @ TEDxBerlin 2012 Wie ist dein Gesamteindruck?

Insgesamt hat mir die Veranstaltung sehr gut gefallen. Die Anmeldung und Organisation verlief reibungslos und der Veranstaltungsort war meines Erachtens gut gewählt. Mir hat außerdem vor allen Dingen die Diversität der Redner sehr gefallen. Das ist insgesamt einer der Aspekte, die ich an TED sehr schätze, nämlich dass bei diesem Veranstaltungsformat so viele verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit völlig unterschiedlichen Geschichten zusammenkommen.

Haben Redner und Inhalte deine Erwartungen erfüllt?

Insgesamt hat das Programm meine Erwartungen erfüllt. Ich habe die Qualität der einzelnen Reden im Vergleich zueinander jedoch als stark schwankend wahrgenommen. Wohingegen einige geradezu fesselnd waren, waren andere für mich gefühlt eher langwierig. Sicherlich ist diese letztendlich aber nicht nur stark subjektiv, sondern auch der Preis für die große Vielfalt der Redner.

Gefiel dir das Rahmenprogramm?

Da ich davon ausgegangen bin, dass der Tag ausschließlich aus einzelnen Reden bestehen würde, hat das Rahmenprogram meine Erwartungen erfüllt. Angesichts dessen, dass sich die Veranstaltung jedoch über einen ganzen Tag erstreckte, hätte ich zusätzlich zu den Performance-Einlagen noch weitere auflockernde Programmpunkte sehr begrüßt.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

So wie ich Einzelne, aus dem Publikum aus Pausengesprächen und Smalltalk kennengelernt habe, würde ich die Besucher dieses Events als vergleichsweise jung, hochmotiviert und visionär einschätzen. Und klassisch für Berlin, dürfen die Hipster und Kreativen natürlich auch nicht fehlen.

Gehst du nächstes Mal wieder hin bzw. wem empfiehlst du die nächste Veranstaltung?

Ich würde die Veranstaltung das nächste Mal wieder besuchen und auch meinen Freunden empfehlen. Denen die TED noch nicht kennen, würde ich jedoch raten sich einige Talks vorab online anzuschauen, damit sie eine Vorstellung von dem losen Veranstaltungsformat gewinnen können und somit wissen was sie erwarten können.


Stefan Krueger – CEO/Geschaeftsfuehrer wheels4fun


Stefan KrügerWie ist dein Gesamteindruck?

Jede TEDx auf der ich bislang war (TedxMonterey, 2x TedxBerlin), war sehr inspirierend und geistig anregend, so auch diese. Das Team um Stephan Balzer hat vom Catering, über die Sprecher bis zum künstlerischen Rahmenprogramm wieder alles richtig gemacht!

Haben Redner und Inhalte deine Erwartungen erfüllt?

Ich hatte keine besonderen Erwartungen aber die wurden mehr als erfüllt! Wer ted.com kennt und bereits einige talks gesehen, weiss dass er nach so einem Event eh immer mit einem WOW-Gefühl nach Hause geht. Das liegt an den Rednern aber auch den ganzen Teilnehmern mit denen man so ins Gespräch kommt.

Gefiel dir das Rahmenprogramm?

Absolut! Zan Lyons, Fetsum und das Fauré Quartett haben die komplette Bandbreite abgedeckt und fantastisches Entertainment abgeliefert und das sind wohl gemerkt alles Künstler die ich vorher nicht kannte.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Ich glaube auf einer TEDx ist es egal wer du bist, was du machst und welchen (wirtschaftlichen) Status du vielleicht im Leben bereits erreicht hast. Du bist einer von hunderten anderen aufgeschlossenen Menschen, denen es wichtig ist eigene Denkweisen in Frage zu stellen, mit anderen über faszinierende Ideen und Dinge zu diskutieren und Menschen auf der Bühne zuzuhören die interessante Stories zu erzählen haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass du auf so einer Veranstaltung eigentlich immer sehr vielen neuen und interessanten Kontakten jeglicher Art raus gehst.

Gehst du nächstes Mal wieder hin bzw. wem empfiehlst du die nächste Veranstaltung?

Definitiv! Ich würde am liebsten schon nächste Woche wieder auf eine TEDx gehen, die Veranstaltungen sind immer sehr erfrischend und inspirierend. Ich empfehle jedem der weiter als über seinen eigenen Tellerrand hinausschauen kann an einer TEDx teilzunehmen und sich von dem positiven Vibe, den Teilnehmern und Rednern mitreissen zu lassen und sei es im Kleinen oder im Grossen daran mitzuwirken, die Welt Stück für Stück zu einem besseren Ort zu machen.
Relativ gutes Hörverständnis der englischen Sprache ist allerdings ein Muss, da die Talks in der Regel in Englisch sind.

Myrjam Ansorge

ist PR Managerin bei cocodibu, wo sie hauptsächlich Kunden aus dem Online-Bereich, u.a. die Netzpiloten, berät. Privat ist die Wahl-Münchnerin ein großer Fan von stundenlangem Internetsurfen und Skifahren. Außerdem schreibt sie für das Pop-Feuilleton philibuster.de.


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