All-You-Can-Read: 39 iPad-Magazine zum Pauschalpreis

All-You-Can-Read 39 iPad-Magazine zum Pauschalpreis

Ein digitaler Zeitungsstand, eine Pauschale zahlen und alles lesen können was dieser zu bieten hat. Das ist doch ein annehmbares Angebot, oder? Möglich wird das derzeit erneut für das iPad im Rahmen des amerikanischen Magazin-Joint-Ventures Next Issue Media. Drei Monate nach dem Android-Release ist nun auch die iOS-Version im amerikanischen App-Store verfügbar, mit der man Hochglanz-Zeitschriften wie das People-Magazin, die Vogue oder das Wired-Magazin für eine monatliche Grundgebühr lesen kann.

Kulturflatrate auf Amerikanisch

Insgesamt haben sich hier fünf große Mediaverlage zusammengeschlossen und unter dem Namen Next Issue Media ein Angebot geschaffen, dass es Lesewütigen erleichtert den Informationsdurst zu stillen. Die Rede ist von den Medienhäusern Conde Nast, Hearst, Meredith, News Corp. und der Time Incorporated.

Die App, die den Zugang zu den englischsprachigen Zeitschriften zulässt ist kostenfrei erhältlich. Das Abonnement hingegen staffelt sich allerdings in eine 10-$-Flatrate und eine 15-$-Flatrate. Für 10$ erhält man dann das oben genannte Angebot über 39 Zeitschriften verfügen zu können und das 15-$-Angebot beinhaltet zudem eine kleine Liste an Wochenzeitungen wie z.B. die Sports Illustrated oder das People-Magazin. Wer dem ganzen erst einmal auf den Zahn fühlen möchte, der bekommt fairerweise sogar ein 30-Tage-Testabo an die Hand geliefert.

Wer das Next Issue Media-Angebot wahrnimmt erhält einen Zugang zu folgenden Magazinen:

*=wöchentliche Premium-Magazine

Condé Nast

  • Allure
  • Bon Appétit
  • Brides
  • Condé Nast Traveler
  • Glamour
  • Golf Digest
  • GQ
  • The New Yorker*
  • Self
  • Vanity Fair
  • Vogue
  • Wired

Hearst

  • Car and Driver
  • Elle
  • Esquire
  • Popular Mechanics

Meredith

  • Better Homes and Gardens
  • Fitness
  • Parents

Time

  • All You
  • Coastal Living
  • Cooking Light
  • Entertainment Weekly
  • Essence
  • Fortune
  • Golf
  • Health
  • InStyle
  • Money
  • People*
  • People en Español
  • People StyleWatch
  • Real Simple
  • Southern Living
  • Sports Illustrated*
  • Sports Illustrated Kids
  • Sunset
  • This Old House
  • Time*

Zukunftsfähiges Modell?

Dass Dienste dieser Art einen gewissen Reiz mit sich bringen, ist nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn wir im Netz vielerlei Online-Magazine und Webauftritte von Qualitätsmedien zum Nulltarif konsumieren dürfen (von den Netzgebühren mal abgesehen), so ist die Qualität der Artikel in den Bezahlauflagen doch meist eine andere. Dass der Leser sich gute Beiträge auch gerne etwas kosten lassen würde, wissen wir nicht zuletzt spätestens seit der Urheberrechts-Debatte, die in Deutschland geführt wird.

Schon lange suchen Verlage nach erfolgreichen Modellen zur Monetarisierung ihrer Online-Angebote. Was im stationären Web allerdings noch nicht für alle Parteien zufriedenstellend umgesetzt werden konnte, wird im mobilen Web mehr und mehr zum Standard. Denn Bezahlmagazine sind hier salonfähig geworden und so haben schon im letzten Jahr Zeitschriften wie das Rolling-Stone-Magazine ihren Weg in die mobile Medienlandschaft gewagt.

Was haltet Ihr von dieser Form des Vertriebs digitaler Medien? Eine gute Alternative um auch digitale Zeitungen und Zeitschriften lesen zu können? Oder haben Angebote dieser Art für euch keinen Mehrwert?

Weiterführende Links:

  • Next Issue Media, The Netflix For Magazines, Comes To The iPad (TechCrunch)
  • Next Issue brings 39 all-you-can-read magazines to iPad (Paid Content)
  • Andreas Weck

    schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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    4 comments

    1. Also prinzipiel finde ich solch ein Angebot sehr interessan. Es kommt natürlich auf die Magazine an, die dort gebündelt werden. Eine „Cooking Light“ (deutsches Pendant wahrscheinlich „essen & trinken“) würde mich jetzt nicht reizen :)

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