With a little help from Google Helpouts

Mit Helpouts hat Google eine neue Video-Chat-Plattform gestartet, über die interessierte Nutzer Hilfe von Experten aus vielen Bereichen erhalten können. // von Daniel Kuhn

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Es war selten so leicht etwas Neues zu lernen, wie in der heutigen Zeit. Neben vielen Bildungsplattformen gibt es für jedes erdenkliche Thema Tutorials in Text- oder Videoform. Manchmal lassen diese Angebote allerdings doch Fragen offen – manche Themen sind schneller am konkreten Beispiel erklärt. Dafür gibt es nun Google Helpouts, eine neue Video-Chat-Plattform, in der Experten hilfesuchenden Nutzern ihre Dienste anbieten können.


  • Über Google Helpouts kann man sich von Experten Rat aus deren Fachgebiet holen.
  • Per Video-Chat werden Anleitungen gegeben und Fragen beantwortet.
  • Helpouts ist einer der wenigen Google-Dienste, für deren Nutzung der Konzern Geld verlangt.

Die Idee ist simpel – auf der Helpouts-Seite, kann sich der Nutzer aus verschiedenen Kategorien auswählen hinter denen sich jeweils von Experten angebotene Themen verbergen. Zum vereinbarten Termin werden beide Parteien per Video-Chat miteinander verbunden, so dass der Experte dem Nutzer persönlich das gewünschte Thema erklären kann. Der Dienst erinnert nicht nur vom Namen und der Optik stark an Googles Chat-Angebot Hangouts, neben der Live-Hangouts-Technologie werden auch noch die Dienste Google+ und Google Wallet verwendet. Das Google+-Konto dient dabei zur Identifizierung beider Teilnehmer und mit Google Wallet wird die Bezahlung abgewickelt.

Die Helpouts-Sessions sind bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Medizinische Beratung) kostenpflichtig, wobei der Preis vom Anbieter festgelegt werden kann – dabei kann der Preis pro Stunde oder pro Sitzung erhoben werden. Sollte der Teilnehmer nicht zufrieden sein, erhält er sein Geld zurück, bei erfolgreichem Helpout streicht Google 20 Prozent vom Betrag ein.

Der Grundgedanke hinter Helpouts ist, dass es sich am einfachsten in einem lockeren Plausch mit Experten lernt und Fragen über dieses Angebot direkt und beantwortet werden können. So sollen alle Nutzer alles lernen können, zum Beispiel wie man einen Computer repariert, ein Instrument oder eine neue Sportart lernt, oder neue Koch- und Backrezepte erlernt. Die Auswahl der Themen wird dabei allerdings von Google bewusst gering gehalten und kontrolliert. Es besteht zum Beispiel kein Interesse von Google Erwachsenen Inhalte anzubieten, zum einen ist das Angebot an erotischen Chat-Plattformen ohnehin schon zu groß und zum anderen werden diese in den seltensten Fällen genutzt um einen Wissensdurst zu stillen.

Google versucht mit Helpouts allerdings auch nicht mit großen akademischen Bildungsangeboten wie CILC zu konkurrieren, die Videokonferenzprojekte wie Skype in the Classroom als virtuellen Klassenraumersatz anbieten, vielmehr soll es um die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten für den Alltag gehen, vergleichbar mit Sprachlern-Plattformen wie Glovico oder Verblink.

Die Idee hinter Google Helpouts ist durchaus spannend, ob die Plattform dabei allerdings erfolgreicher oder hilfreicher ist, als klassische Text- oder Video-Tutorials ist derzeit noch sehr schwer zu beantworten, da das Angebot zunächst nur in den USA genutzt werden kann.

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Daniel Kuhn

Daniel Kuhn

ist Wahl-Berliner mit Leib und Seele und arbeitet von dort aus seit 2010 als Tech-Redakteur. Anfangs noch vollkommen Googles Android OS verfallen, geht der Quereinsteiger und notorische Autodidakt immer stärker den Fragen nach, was wir mit den schicken Mobile-Geräten warum anstellen und wie sicher unsere Daten eigentlich sind. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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