Wie haben Sie die digitale Revolution erlebt, Jürgen Deters?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Professor für BWL, insbes. Personalwirtschaft an der Leuphana Universität Lüneburg,  Prof. Dr. Jürgen Deters.

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Mich begeistert immer wieder, wie die digitalen Möglichkeiten Menschen inspirieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ohne diese kreativen, unternehmerisch denkenden Menschen hätte es die digitale Revolution und Unternehmen wie Amazon, Ebay, Facebook, Google oder auch die Netzpiloten nie gegeben.

Für mich gibt es aber nicht das eine, denkwürdige Ereignis, das ich mit der digitalen Revolution verbinde. Zur Generation der Babyboomer gehörend, erinnere ich mich sehr gut daran, wie ich mit Freunden Schallplatten, Bücher oder auch Zeitschriften und Comics getauscht habe, und zwar physisch und im direkten persönlichen Kontakt. Als Student ohne eigenes Telefon wartete ich ab 22:00 Uhr an der Telefonzelle, um zum „Mondscheintarif“ preisgünstig mit meiner Freundin telefonieren zu können. Der Brockhaus stand bei uns im Wohnzimmer, um Wissen und Informationen nachschlagen zu können. Später trug ich einen fast 500 Seiten dicken Zeitplaner mit Adressbuch bei mir, um meine Termine, Aufgaben etc. immer im Blick zu haben.

Heute nutze ich mein Smartphone. Ich habe alles dabei und kann (fast) alles online erledigen. Ich verstehe zwar immer noch nicht, wie das alles technisch funktioniert, und mir sind auch die Tücken und Nachteile bekannt, aber insgesamt überwiegt die Begeisterung für die digitale Revolution dermaßen, dass ich immer wieder staunend davorstehe und immer noch denke: Super! Wahnsinn! Revolutionär!

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