Social Media treibt langsam den US-Wahlkampf an

Dass soziale Medien ein wichtiger Teil des Internet sind, steht außer Frage. Und dass man mit ihnen eine Vielzahl an Nutzern erreichen kann, wissen auch die US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten wie Donald Trump, Hillary Clinton oder Jeb Bush. Derzeit fechten sie bereits ihre Machtkämpfe auf sozialen Plattformen aus, wie beispielsweise Facebook oder Twitter. Der Social-Media-Einsatz übersteigt jedoch deutlich das Ziel Likes und Views zu bekommen. Bei manchen Beiträgen steckt mehr als nur Werbung dahinter. Schon bei der Präsidentschaftswahl im Jahre 2012 halfen soziale Medien dem derzeitigen US-Präsidenten Obama dabei, die Quoten in die Höhe schießen zu lassen.

Experten behaupten, dass soziale Medien mit den traditionellen Anzeigen und Plakaten konkurrieren. Ebenso befürchten sie, dass diese einen schlechten Einfluss auf die Wähler, sowie auf die Kandidaten haben könnten. Denn das Ergebnis ist derzeit ein Social-Media-Wahnsinn. Kandidaten versuchen mit allen Mitteln ihre Botschaft, die sie ihren Wählern verkünden wollen, heraus zu posaunen. Um wirklich aus der Masse heraus zu stechen, haben so manche PR-Teams der Kandidaten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Manchmal treffen sie damit sogar ins Schwarze, manchmal auch nicht – und manchmal sind sie einfach nur peinlich.

1. Hillary Clinton vs. Jeb Bush

Twitter ist ein guter Beweis dafür, dass zwischen den beiden bekanntesten Wahlkämpfern schon eine Menge passiert. Erst kürzlich sendete Hillary Clinton einen Tweet, der ihre Pläne zeigt, wie sie gegen die hohen Studiengebühren in den USA und die Schulden, die damit verbunden sind, angehen will. Jeb Bush jedoch ergriff seine Chance, in dem er ein Werbeplakat postete, welches zeigt, dass sich die Schulden der Studenten verdoppelt haben, seit der aus dem Amt scheidende Barack Obama als US-Präsident regiert. Das Social-Media-Team von Hilary Clinton schlug umgehend zurück, indem sie die Grafik via Photoshop bearbeiteten und darunter einen Tweet setzten: „Fixed it for you – Wir haben das für Sie korrigiert“.

2. Ted Cruz imitiert Simpsons Charaktere auf YouTube

Der Kandidat Ted Cruz hat seine Liebe zu der TV-Serie „Die Simpsons“ unter Beweis gestellt. In seinem Video imitiert er sämtliche Simpsons-Charaktere und teilte es umgehend auf Twitter. So richtig zum Lachen bringt einem das Video nicht – er erntete aber immerhin schon fast 700.000 Views damit. Anscheinend eine gute Taktik, um sich in den sozialen Medien einen Namen zu machen. Ein kleiner Besuch in den Räumlichkeiten von „BuzzFeed“ und schon entsteht ein albernes Video, welches irgendwie keine richtige Aussagekraft hat.

3. Lindsey Graham und seine Zerstörungswut

Der republikanische Senator aus South Carolina liegt nicht gerade in Führung und trotzdem hat ein YouTube-Video von ihm hat bereits mehr als zwei Millionen Klicks ergattert. Nicht nur dass er sein Handy in diesem Spot zertrümmert, er schmeißt es gleich in den Mixer, vom Hochhaus, spielt damit Golf und verbrennt es. Aber was soll einem so ein Video, welches kaum einen Inhalt vorweisen kann? Es ist eine Reaktion auf seinen Mitbewerber Donald Trump. Grahams Mitstreiter Trump hat die Telefonnummer von Graham öffentlich verlesen, wodurch er lediglich von vielen ein Kopfschütteln erntete. Mit diesem YouTube-Video antwortet Graham auf dieses Verhalten:

4. Marco Rubio und seine Prahlerei

Marco Rubio, ein weiterer Präsidentschaftskandidat, unterscheidet sich im Vergleich zu den anderen Kandidaten mit seiner jugendlichen Ausstrahlung. In einem Tweet hat er mitgeteilt, dass er sich den Kinofilm „Straight Outta Compton“, der die Erfolgsgeschichte über die Hip-Hop Gruppe N.W.A erzählt, ansehen wird. Denn Rubio nennt sich selbst einen Hip-Hop-Fan. Was der Kandidat allerdings übersehen hat ist, dass die Songs dieser Band, alles andere als friedlich sind. Kritiker hinterfragen nun den Zusammenhang zwischen seinen Bestrebung US-Präsident zu werden und der Neigung zu dieser Musikrichtung.

5. Und was macht Donald Trump?

Trump macht irgendwie von allem etwas. Zahlen lügen nicht, denn Donald Trump regiert derzeit die sozialen Medien. Eine tägliche Dosis Absurdität und eine ordinärere Ausstrahlung, das alleine reicht schon, um genug Traffic auf seine Accounts zu ziehen. In einem Instagram-Posting teilte er ein Video mit dem Titel: „Enough is Enough-No more Bushes!“, was den Wählern vermitteln sollte, dass es keinen US-Präsidenten Namens Bush mehr geben soll. Den Post schmückte Trump mit wenig schmeichelhaften Clips der Bush-Famile, die er mit lächerlicher Zirkusmusik untermalte.

 

Enough is Enough- no more Bushes! #MakeAmericaGreatAgain

Ein von Donald J. Trump (@realdonaldtrump) gepostetes Video am


Image (adapted) „Flag“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


 

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Jennifer Eilitz

Jennifer Eilitz

kommt aus der Lüneburger Heide, hat Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW in Hamburg studiert und arbeitet jetzt bei den Netzpiloten als Social Media Managerin. Wenn sie nicht gerade für die Netzpiloten schreibt, dann schreibt sie an ihren Romanen, die im Bookshouse und Edel Elements Verlag erscheinen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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