Der Trend geht zur Bewegung: Vier neue Wearables

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Fitbit Charge 2: Motiviert und entspannt

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Auf der IFA hat Fitbit, einer der Pioniere im Bereich Fitness-Tracking, das Nachfolgemodell zum sehr beliebten Charge HR vorgestellt. Der Charge 2 bietet weiterhin Schrittzähler, Pulsmesser und Schlafanalyse, hat aber auch einige neue Funktionen, die dabei helfen sollen, die Trainingsmotivation zu erhöhen.

Bewegungserinnerungen lassen das Band vibrieren, wenn man wieder einmal zu lange regungslosslos herumgesessen ist. Außerdem errechnet die zugehörige Smartphone-App mit Hilfe schon absolvierter Trainings-Sessions das eigene Fitnessniveau, welches dann mit dem anderer Nutzer in der gleichen Altersgruppe verglichen werden kann.

Wer denkt, schon genug Sport getrieben zu haben, kann den Charge 2 auch zur Entspannung nutzen. Per App wird der Nutzer durch zwei- oder fünfminütige Atemübungen geleitet. Das Armband misst dabei die Herzfrequenz, um zu überprüfen, ob die Entspannungübung erfolgreich ist. Das Gehäuse ist spritzwassergeschützt und das OLED Display vier mal grösser als beim Vorgänger, was die gleichzeitige Anzeige von mehr Daten erlaubt. Der Charge 2 wird noch diesen Monat zum Preis von 160 Euro im Handel erhältlich sein.

Withings Steel HR: Für die Liebhaber klassischer Armbanduhren

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Die zu Nokia gehörende französische Firma Withings schafft es, in ihrem Modell Steel HR die meisten Funktionen eines modernenFitnesstrackers im edlen Stahlgehäuse einer analogen Uhr unterzubringen. Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Schwimmen sowie die Schlafphase werden getrackt und können per zugehöriger App analysiert werden. Wie der Name schon andeutet, ist im neuesten Modell von Whitings nun auch ein Pulsmesser mit an Bord.

Zusätzlich kann die Steel HR auf einem digitalen Minidisplay, das ins analoge Zifferblatt integriert ist, Notizen vom Smartphone oder die Herzfrequenz anzeigen. Anzeigen und Funktionen werden über einen Multifunktionsknopf am Gehäuse gesteuert. Die Whitings Steel HR ist bis 50 Meter Tiefe wasserdicht und wird demnächst ab 189,95 Euro erhältlich sein.

TomTom Touch: Körperfettmessung inklusive

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Der niederländische Hersteller TomTom, den meisten Konsumenten wohl als Anbieter von Navigationsgeräten bekannt, hat auf der IFA mit dem TomTom Touch sein erstes Fitnessarmband vorgestellt und der Neuling hat gleich einen Knaller zu bieten. Das Touch ist das erste Gerät dieser Art, mit dem man den Körperfett- und Muskelanteil am Körper messen kann. Im Konsumentenbereich musste man dafür bisher zur Körperanalysewaage greifen. Wenn das Touch deren eher enttäuschende Präzision verbessern könnte, wäre ihm eine Spitzenplatzierung im Popularitätsranking der Fitness-Community sicher.

Natürlich bietet das Touch auch all die herkömmlichen Funktionen, die man von einem Fitnesstracker erwartet. Schrittzähler, Schlafanalyse, Pulsmesser und Kalorienzähler sind alle mit an Bord. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen und laut Hersteller hält das Amrband fünf Tage mit einer Akkuladung durch. Das TomTom ist nur spritzwassergeschützt, also nicht zum Schwimmen oder für andere Wassersportarten geeignet. Aktivitäten wie Radfahren, Laufen oder das Training im Fitnessstudio lassen sich aber alle tracken und mittels App analysieren. Das TomTom kann ab sofort für 149 Euro vorbestellt werden.

Samsung Gear S3: Smartwatch mit Fitnessfunktionen

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Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Fitnesstrackern ist Samsungs ebenfalls zur IFA vorgestellte Gear S3 eine ausgewachsene Smartwatch, auf der man Anrufe annehmen, bargeldlos bezahlen und eine Vielzahl an Apps installieren kann. Dank wasserdichtem Gehäuse und kratzfestem OLED-Display, GPS-Sensor sowie Alti – und Barometer ist die S3 aber auch der ideale Begleiter für den Fitnessfreund.

Neben all den üblichen Fitnesstracker-Funktionen können dank GPS beim Laufen oder Radfahren auch ohne Telefon die exakten Routen und Bewegungsdaten aufgezeichnet werden. Beim Wandern oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten hilft es beim Navigieren und im Notfall kann sogar ein SOS-Signal mit genauen Standortdaten an vorher bestimme Kontakte gesendet werden. Zudem können mit Hilfe der barometrischen Druckmessung Wetterveränderungen, z.B. im Gebirge, rechtzeitig erkannt werden. Natürlich können auch Workouts im Fitnessstudio getrackt werden und sogar ganze Trainingsprogramme auf der Uhr abgerufen und überwacht werden.

Kontrolliert wird die Gear S3 über den 1,3 Zoll grossen Touch Screen mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln oder die Lünette. Die Uhr wird in zwei Designversionen erhältlich sein. Das “Frontier”-Modell bietet martialische Outdoor-Optik, während die “Classic”-Version eher den Liebhaber klassischer Chronographen erfreuen wird. Im Inneren der Gehäuse gibt es aber keine Unterschiede. Wer soviel Funktion will, muss leider etwas tiefer in die Tasche greifen. Beide Gear S3 Modelle können zur Zeit für 449 Euro vorbestellt werden.

Fazit

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Androidpiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Header-Image (adapted) „London Marathon“ by Malcolm Murdoch (CC BY-SA 2.0)

Images by Lars Rehm, Jonas Haller, Fitbit, TomTom


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Lars Rehm

Lars Rehm

ist freiberuflicher Journalist und schreibt für US-, britische und deutsche Medien über Fotografie, Kameras und Technologie im Allgemeinen. Seit 2007 hat er für Dpreview.com unzählige Digitalkameras, Objektive und Zubehör getestet aber nimmt heutzutage einen großen Teil seiner Bilder auch mit dem Smartphone auf. Er ist fasziniert von der hohen Innovationsrate im Mobilsektor und den kreativen Möglichkeiten, die durch Konnektivität und mobile Rechenpower geboten werden. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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