Martin LindnerTest: Der neue Kindle 3


Als vor 3 Monaten das iPad herauskam, prophezeiten eifrige Apple-Evangelisten sogleich den Untergang der eBook-Reader. Mit denen würde sich nun wiederholen, was der iPod mit den MP3-Playern und das iPhone mit den Smartphones gemacht hatte: Eine Sackgasse der Evolution.

Auf dem iPad zeigt die iBook-App die bunten "Umschläge" der heruntergeladenen "Bücher" in einem "hölzernen Bücherregal". Kaum tippst du ein solches "Buch" an, schon "blätterst" du darin mit diesen magisch federnden Apple-Finger-Gesten. Grafiken und Bilder in voller Farbpracht, und wann immer du willst, springst du mit einem Klick gleich ins unendliche Netz. Wer braucht da noch ein Gerät extra zum Bücherlesen? Kleine, freudlose Schwarzweiß-Bildschirme voll mit nackten, abstrakten Buchstaben, durch die man sich mit der Pfeiltaste endlos vorwärtsklickt..?

Keine gute Nachricht für Amazon, das mit dem erfolgreichsten eBook-Reader Kindle in den USA ein Riesengeschäft macht: Bei den 350.000 Büchern, die es auch im Kindle Store gibt, machen die digitalen Verkäufe ein Drittel aus. Und mit 3 Millionen Stück ist der Kindle selbst ist das meistverkaufte Produkt des eigenen Angebots. Nun antwortet der Kindle 3 auf die neue Herausforderun, der seit Ende August auf dem Markt ist: deutlich kleiner, dünner, schneller und viel kontrastreicher als der alte Kindle. Und auch noch viel billiger: Als Import kostet das Grundmodell jetzt 148 Euro.

Wenn man 40 Euro drauflegt, bekommt man zum Wifi eine eingebaute G3-Mobilfunk-Verbindung dazu, mit der man Bücher überall herunterladen kann, ohne Aufpreis und Verbindungskosten. Das heißt, man sitzt im Café oder an der Bushaltestelle und kann sich jederzeit ein neues E-Buch aufs Gerät holen. Übrigens ist in allen Modellen auch ein Web-Browser eingebaut. Der ist zwar zu schwerfällig, um sich durch viele Links zu klicken, aber er reicht durchaus, um textlastige Webseiten abzurufen - also etwa SPON oder Sueddeutsche.de, das eine oder andere Blog oder auch Twitter und Facebook. In den dezenten Schwarzweißtönen des Kindle wirkt das dann gleich viel sachlicher und hochkultureller.

Viel wichtiger ist aber, dass beim Kindle 3 das Herunterladen und Lesen von Web-Texten im Pdf-Format kein Problem mehr ist. Das Problem ist ePub: Man muss eBooks, die dieses Standardformat haben, erst konvertieren. Das geht leicht mit der wunderbaren freien Software Calibre, aber bei anderswo gekauften deutschen E-Büchern scheitert das am DRM-Schutz. In der Praxis heißt das bisher: Nur Englisch lesen. Aber die deutschen Verlage werden demnächst auch im Kindle Store veröffentlichen// - einstweilen sind da nur ein paar versprengte Titel: Karl May, Karl Marx und ein paar erotische Selbstverlags-Romane.

Eine leise Kulturrevolution

Auch der neue Kindle ist nichts weiter als eine schwarzweiße Lesemaschine. Aber das ist kein Mangel, sondern ein Vorteil. Keine bunten Bildchen, keine eMails, keine Zerstreuung in alle Richtungen. Hier geht es nur um das Eine: Dunkle Zeichen auf hellem Grund. Der pure Stoff.

Was ist ein Buch? Als reine Lese-Technologie betrachtet: eine Seite, die man in der Hand hält. Ein heller Papier-Screen, auf einen Blick überschaubar, der ein Schriftbild aus typographisch gestalteten Textblöcken zeigt. Mit einer schnellen Hand-Geste ("Blättern") ruft man immer neue Textstücke auf. Genau das macht jetzt der Kindle 3: Er ist leicht, schmal und liegt gut in der Hand. Der Seitenwechsel dauert nur noch ein Augenzwinkern. Der brillante eInk-Schirm kommt ohne beleuchteten Hintergrund aus und ist (anders als das iPad) auch im Sonnenlicht lesbar (hier ein Kurzvideo). Eine Akkuladung reicht für einen Monat mit und zwei Monate ohne eingeschaltete Webverbindung. Für die Zeit der Lektüre ist man geschützt vor den Zerstreuungen des Web und bleibt doch angeschlossen an den mächtigen digitalen Golfstrom.

Das ist eine Kulturrevolution. Aber wahrscheinlich merkt das fürs Erste kaum jemand, weil alle denken: Halt noch so ein eBook-Reader, ein bisschen besser und billiger vielleicht, aber nichts Besonderes. Doch genau jetzt, im September 2010, hat sich der doppelte Quantensprung erst ereignet: Erst mit dem Kindle 3 verschwindet wirklich das technische Drumherum beim Lesen im Hintergrund. Erst jetzt bleiben Buchtexte zugleich digital und flüssig. Und umgekehrt: Erst jetzt ist es wirklich möglich, Texte aus dem Web in den neuen Aggregatzustand verwandeln: typographisch perfektes Licht-Schriftbild, Print ohne Druck.

Damit gibt es zum ersten Mal eine elektronische Lese-Erfahrung, die wirklich gleichwertig an die Stelle des Lesens in gedruckten Büchern tritt. Wie sehr mir das gefehlt hat, habe ich erst gemerkt, als ich diesen Kindle zum ersten Mal benutzt habe. Seit Jahren lese und schreibe ich jeden Tag im Web, aber wie alle kann ich längere, dichte, komplexe Texte (vulgo "Bücher") auf dem Laptop eigentlich nicht richtig aufnehmen. Der beleuchtete Bildschirm kommt an Papier nicht heran, das Schriftbild wirkt immer irgendwie provisorisch, ich kann den Text nicht in die Hand nehmen. Ich kann nicht flüssig lesen und ich behalte wenig davon im Kopf. Auf der anderen Seite lese ich trotzdem deutlich weniger Papier-Bücher als früher.

Web-Lesen ähnelt dem, was man früher Querlesen nannte. Deshalb ist im Web das natürliche Format der Blogpost: ein Text-Konzentrat, eingepackt in vorgegebenen Metatext (Überschrift, Kategorie, Tags, Blogname, Autorname, Datum, Such-Keywords) und in lebendigen sozialen Kontext (Kommentare und Backlinks). Zugleich verweist dieses Text-Paket immer schon vielfach über sich hinaus, explizit (über gesetzte Links) und implizit (jedes Wort ein potenzieller Suchbegriff). Anders als manche Kulturkritiker behauptet, wird man dadurch keineswegs dümmer: Querlesen/ war bereits im Buchzeitalter eine extrem wichtige Kulturtechnik. Und die neuen Aussage-Formen der Blogs und ihre lose Verkettung und Verknüpfung erzeugen eine ganz eigene, neuartige Komplexität. Das Web ist flach, aber es ist nicht seicht.

Trotzdem hat der Internet-Kulturkritiker Nick Carr ein bisschen recht mit seiner Klage, dass auf Laptop-Bildschirmen "die Tiefe" fehlt: Ein Buch entwickelt nämlich Satz für Satz einen verdichteten Sprachraum, eine eigene Welt, in der die Elemente sich gegenseitig stützen. Solche "Tiefe" hat per se noch gar nichts mit Qualität zu tun: Das gilt für Funkes Buchkitsch-Fantasy-Romane genauso wie für den schlampig schwadronierenden Sarrazin. Trotzdem brauchen wir auch "tiefe" Texte, und es stimmt, dass wir im letzten Jahrzehnt immer unkonzentrierter in gedruckten Büchern und Aufsätzen gelesen haben. Das gilt übrigens auch für die Leute, die (anders als ich) nicht dauernd im Web sind.

Webtexte sind lose Gewebe, Bücher sind verdichteter Stoff. Beides ist wichtig für die notwendige Bastelarbeit, die uns dauernd auferlegt ist, Individuen wie ganzen Kulturen. Immer wieder neu müssen wir uns aus Zeichen unsere brösligen Weltbilder zusammensetzen. Nun finden aber die lebendigen Gedanken und Diskurse zunehmend im Web statt, und die Buchwelt versinkt immer mehr in die rückwärts gewandte Innere Emigration. Eine großes schwarzes Loch hat sich aufgetan zwischen Google und Gutenberg. Jetzt schließt es sich wieder durch Geräte wie den Kindle 3. (Weitere eBook Reader der neuen Generation werden zweifellos folgen.)

Jenseits von Google und Gutenberg

Wie lebt und liest es sich im neuen Kindle Kosmos? Noch weiß ich das selbst nicht genau. Wir stehen da ja erst ganz am Anfang. Aber drei einschneidende Veränderungen zeichnen sich ab:

(1) Zwischen Print und Bildschirmtext entsteht eine neue schriftkulturelle Form: Bisher gab es zu den Papier-Büchern keine wirkliche Alternative. Künftig können wir nun viel deutlicher als bisher trennen zwischen den Büchern als aktuellem Lese- und Gedankenstoff, in flüssiger digitaler Form, und den seltenen Büchern, die uns so wichtig sind, dass wir sie als papierenes Gedankending zu Hause haben wollen. Als Monument, als greifbaren Baustein, der für ein Stück von uns selbst steht. Die Kindle-Seite zeigt den Text als ästhetisches Schriftbild, aber zugleich ist der Inhalt viel besser zu verarbeiten: Textstellen lassen sich exzerpieren, sammeln und ausdrucken. (Auch wenn eine einzelne Textstelle auf jeweils vier Zeilen begrenzt ist.) Dazu kann man überall Anmerkungen einfügen. Für Notizen reicht die Qualität der eingebaute Tastatur. So entsteht während einer konzentrierten Kindle-Lektüre ein eigener Sekundärtext. Dieser Mashup-Text wird besonders wichtig, weil ja zugleich das physische Buch als greifbares Objekt und Erinnerungshilfe wegfällt. Das ist überhaupt der wichtigste Nachteil des E-Buchs: Man verliert sich leichter im Text, weil es keine Seitenzahlen mehr gibt (stattdessen haben die Paragraphen fünfstellige Kennummern) und keine fühlbare Dicke der gelesenen und verbleibenden Seiten (dafür wird unten angezeigt, wieviel Prozent des Textes man gelesen hat, aber das bleibt sehr abstrakt).

(2) Die Webplattform des Kindle ermöglicht eine neue Form von sozialem Lesen: Leute, die dasselbe Buch lesen, können Exzerpte und Anmerkungen direkt via Twitter und Facebook teilen. Dann entsteht um ein Buch mit der Zeit so etwas wie eine Buch-Community. Die kritische Masse von twitternden Kindleanern ist noch nicht erreicht, damit hier die Netzwerk-Effekte einsetzen, aber die Möglichkeiten sind enorm. Man stelle sich nur vor, was passiert, wenn sich die Sarrazin-Leser (oder die Steven-Johnson-Leser) online austauschen und zusammenrotten können ...

(3) Webtexte bekommen eine neue, nachhaltige Form: Für interessante längere Webtexte hatte ich bisher nur hilflose Methoden, die nicht wirklich funktionierten: Per Copy & Paste in Open Office und dann in ein Pdf umwandeln. (Aber das Pdf wird ganz selten ausgedruckt und am Bildschirm faktisch nie mehr gelesen). Oder zum späteren Lesen bookmarken - sei es mit "toread" in delicious oder mit dem genialen Gratis-Webservice Instapaper. (Aber leider habe ich dann die vorgemerkten Texte am Laptop dann meistens eben doch nie gelesen.) Das ist jetzt vorbei: Pdfs kann ich per Mail an mein Kindle-Webkonto schicken, was bedeutet, dass sie nach der nächsten Webverbindung auf meinem Kindle erscheinen. Blogs, die ich regelmäßig lese, kann ich mit dem kostenlosen Kindlefeeder-Service abonnieren. Und am großartigsten: Die Texte, die ich jetzt mit einem Klick mit dem Instapaper-Browser-Plugin sammle, werden von der Instapaper Kindle-Applikation automatisch mit dem Kindle synchronisiert. Das ist gratis, aber so großartig, dass ich dafür freiwillig Geld überwiesen habe.

Die Voraussetzungen für eine ganz neue Buch-Epoche sind damit gegeben. Die neuen Kulturtechniken dafür müssen sich allerdings erst herauskristallisieren. Use your Kindle, mind will follow. Ich bin gespannt, was da in den nächsten zwei, drei Jahren passiert.


Über den Autor
befasst sich als selbständiger Forscher und Berater mit Wissensarbeit, Informationsflüssen und Lernprozessen in der Google-Galaxis. Er erforscht und entwirft konkrete Lösungen für digitale WissensarbeiterInnen (Enterprise 2.0, e-Learning) und publiziert dazu in englischer und deutscher Sprache.
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30 Kommentare zu “Test: Der neue Kindle 3”
11:55 | Sep 17' 2010| Michael schreibt:

Sehr interessant zu lesen, dass es Amazon nun doch gelungen zu sein scheint. Obwohl ich technischen Neuerungen keineswegs abgeneigt bin, haben es jedoch iPad, Kindle und Co. dennoch nicht geschafft, mich bislang zu überzeugen. Nach wie vor halte ich mir zur Not das Buch bei Regen über den Kopf, nach wie vor blättere ich lieber als dass ich klicke. Und solange ich die bereits gelesenen Prozente eines Buches präsentiert bekomme, kann ich einfach nicht glauben, dass ein solches Lesegerät sich weniger ernst nimmt als die Inhalte, die es präsentiert.

 
13:47 | Sep 17' 2010| martin lindner schreibt:

korrektur: es sind jetzt schon eher 650.000 bücher im Kindle Store, tendenz steigend.

und wer an gedanken über “Das Buch” interessiert ist, was das ist und was seine zukunft sein könnte: hier ist noch ein blogpost von mir dazu, zu dem ich v.a. auch die kommentare empfehle.

http://microinformation.wordpress.com/2010/03/26/ein-paar-bruchstcke-zur-zukunft-von-das-buch/

 
16:57 | Sep 17' 2010| Michael schreibt:

Die ‘Lesequalitäten’ hören sich wirklich gut an. Mich stört aber nach wie vor der ganze DRM-Quatsch (http://www.defectivebydesign.org/amazon-kindle-swindle) Auch wenn sich dies nicht unmittelbar auf alle Nutzungsmöglichkeit auswirken wird, träume ich noch von einem DRM-freien Reader mit Kindle-Qualität

 
17:09 | Sep 17' 2010| martin lindner schreibt:

im prinzip ja. aber erstens gehen ja jetzt PDFs und TXT usw. problemlos direkt auf dem kindle. das einzige problem sind anderswo mit DRM gekaufte epub-dateien (also derzeit: deutsche ebooks). freie epub-dateien sind leicht umwandelbar.

für den echten gebrauch ist das im moment also keine praktische, sondern eine prinzipienfrage. nur deshalb sich diesen selbstversuch mit der künftigen form von “buch”-texten und lesen zu versagen, kommt mir sinnlos vor. irgendwann wirds freie reader geben, kein zweifel. für die nächsten 2,3 jahre ist das hier perfekt.

was nicht geht: “bücher verleihen”, die texte selbst kopieren und sichern (theoretisch ist also die textsammlung weg, wenn das gerät geht mal kaputt und amazon als plattform pleite bzw. obsolet ist).

der unterschied zu ähnlich gelagerten musik-DRM-fällen: das lesen auf dem (neuen) kindle ist selbst eine ganz neuartige erfahrung, während musik sich auf den verschiedenen mp3-playern ja tatsächlich gleich anhört. da gings “nur” um usability, um slicke user experience rund um den hör-akt selbst. der kindle liefert aber eben einen genuin neuen lese-akt, den ich woanders derzeit so nicht bekomme.

 
17:20 | Sep 17' 2010| Robert Jacobi schreibt:

Habe auch seit Mittwoch den Kindle 3G und bin absolut begeistert. Ich glaube zwar, dass wir “Nerds” uns von den Geräten lösen und mehr an die Nutzungssituation denken müssen, wenn wir an die Relevanz der neuen Geräte für den Massenmarkt denken. Aber der Kindle begeistert auch unbedarftere Nutzer schneller als das iPad. Für mich ist klar: Wenn ich dienstlich unterwegs sein werde, dann künftig mit Smartphone – Macbook – Kindle. Das iPad bleibt daheim, als purer Luxus zum Surfen auf der Couch. Meine allerersten Eindrücke hier: http://sociallymobile.wordpress.com/2010/09/14/mein-verfruhtes-christ-kindle/

 
10:34 | Sep 18' 2010| Malte Herwig schreibt:

“Webtexte sind lose Gewebe, Bücher sind verdichteter Stoff” – Handke als eBook, das wäre mal was

 
08:01 | Sep 20' 2010| Linkwertig: Kindle, You is Now, VZ-Netzwerke, Cuil » netzwertig.com schreibt:

[...] » Test: Der neue Kindle 3 [...]

 
08:22 | Sep 20' 2010| Christian schreibt:

Wo bekommt man diese schöne Kindle-Tasche her? Mein Kindle fliegt immer in meinem Rucksack rum :-/

 
10:31 | Sep 20' 2010| jinx schreibt:

Bei der Bookfabrik (http://www.feedfabrik.com/bookfabrik/connect) kann man sein Blog nun auch in ein wirklich sauberes, schönes Druckbild wandeln lassen – damit macht das Lesen auf dem Kindle gleich doppelt Spaß.

 
13:14 | Sep 20' 2010| Jörn schreibt:

So…das war es! In den nächsten 10 Minuten werde ich mir den Kindle bestellen…und das aufgrund dieses philosophisch anmutenden Erfahrungsberichtes. Danke!

 
17:21 | Sep 20' 2010| rob schreibt:

Ein sehr schöner Bericht. Vielen Dank.
Überlege mir auch den Kindle zuzulegen.

Hätte da aber mal eine Frage zur Gebühr von 1 Dollar pro MB wenn man eigene Texte auf den Kindle überträgt:
Gilt das nur für die Übertragung über 3G, oder generell für jegliche Übertragung per WLAN oder USB ??

 
19:26 | Sep 20' 2010| Parkrocker schreibt:

Hey rob,

die Gebühren fallen an, wenn Du eigene Inhalte an Deine @kindle.com-Adresse sendest und diese dann per 3G oder Wlan auf Dein Kindle übertragen werden.
Man kann Inhalte aber auch kostenlos per USB übertragen oder zu konvertierende Inhalte an @free.kindle.com senden und diese dann wiederrum per USB auf das Gerät ziehen.
Das ganze wird hier nochmal von Amazon.com erläutert: https://www.amazon.com/gp/help/customer/display.html?nodeId=200375630

 
19:49 | Sep 20' 2010| rob schreibt:

Thx für die schnelle Antwort Parkrocker.

Dann wird das hübsche Ding wohl sofort geordert :)

 
20:04 | Sep 20' 2010| Parkrocker schreibt:

Wenn Du es schnell willst:
http://tumblr.com/xapj3ngei
:)

 
21:36 | Sep 20' 2010| rob schreibt:

Nochmal thx!

 
00:04 | Sep 21' 2010| Review des Kindle 3 schreibt:

[...] Martin Lindner hat bei den Netzpiloten ausführlich den Kindle 3 vorgestellt. [...]

 
11:17 | Sep 21' 2010| rob schreibt:

Eine Frage zum Zugang zu Wikipedia:

Erfolgt der Zugang über das Internet, oder hat der Kindle eine “Built-In”-Wikipedia ??

Schwanke nämlich zwischen der 3G-Version und der ohne 3G.
Würd jetzt nämlich schon gerne wissen ob ich mit der “beschnittenen” Version ohne 3G auch von unterwegs aus auf die Wikipedia zugreifen kann oder dafür eine Internetverbindung haben müsste..

 
19:18 | Sep 21' 2010| Sorry, sind ein paar mehr Links geworden. | Testspiel.de schreibt:

[...] Test: Der neue Kindle 3 | Netzpiloten.de – das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 [...]

 
01:53 | Sep 22' 2010| Hannes schreibt:

Zwei Dinge: Ich habe den Kindle 3 mit WiFi und musste bisher noch nichts bezahlen, wenn ich Texte an meine @kindle.com-Adresse geschickt habe. Das scheint nur die 3G-Geräte zu betreffen…

Zweitens stört mich dann doch einigermaßen, dass die eBooks im Vergleich zu den gedruckten Exemplaren oft schlampig gesetzt sind; das verdirbt mir den Lesefluss…

 
10:58 | Sep 25' 2010| ben_ schreibt:

Zwei bis fünf Anmerkungen:

1. Danke für den schönen Text.

2. Ich hab den Text hier mit hilfe von Readability http://lab.arc90.com/experiments/readability/ gelesen. Sonst hätte ich ich wohl nicht zuende gelesen. Lesbare Gestaltung im Web geht halt auch, man muss dafür nur kompromisslos genug sein.

3. Der These ein Buch sei “eine Seite, die man in der Hand hält.” muss ich doch sehr wiedersprechen. Selbst wenn man es so verkürzt sind es in der Regel doch zwei Seiten. Aber auch das ist viel zu verkürzt. Ein Buch ist eben auch noch haptisch und bietet damit ein paar Eigenheiten, die der E-Reader nicht hat (die oft gelobte Ästhetik der Haptik lass ich mal weg).

4. Ohne, dass ich den Kindle 3 jetzt schon ausprobiert hätte und ich ein genaus Bild von seinen Funktionen hätte: Exzerpte IM Kindle zu speichern scheint mir etwas kurzsichtig. Was passiert, wenn ich eines Tage zu einem anderen Reader wechseln möchte?
Nein, wenn ich mir schon die Mühe eines Exzerpts mache, dann möchte ich davon auch in 5, 10 oder 15 Jahren noch etwas haben und meine Arbeit nicht an propreitäre Formate ketten.

5. Und warum zur Hölle hat das Ding keine Seitenzahlen mehr? Ich meine … wie soll man dann wissenschaftlich zitieren? Mit der Paragraphennummer? Das erscheint mir wenig sinnvoll, weil diejenigen, die den selben Text als Buch haben eben nicht herausfinden können, wo die bezeichnete Textstelle ist und andersherum eben auch. Das scheint mir gerade in Hinblick auf “eine neue schriftkulturelle Form” ein ziemlicher Schuß ins Knie, weil man sich eine der wichtigsten Berufsgruppen, die quasie vom Lesen leben, verliert.

 
19:13 | Sep 26' 2010| martin lindner schreibt:

@ben_

das mit den exzerpten geht: die kann man exportieren. problem natürlich: man muss eben sehr kleinteilig “higlights” deklarieren, weil eben nur ca. 4 zeilen voll wwiedergegeben werden. und für notizen: die tastatur ist nicht wirklich der wahnsinn (es geht schon, aber zum richtigen schreiben …).

ja, zitieren nach seitenzahlen: das ist wohl ein strukturelles problem. wie macht man das in gutenberg texten? eigentlich würde es ja reichen, eine eindeutige “suche” zu definieren. seitenzahlen sind ja an “feste” ausgaben gebunden, und das war schon früher schwierig, weil es ja oft mehrere nebeneinander gibt.

ein buch (als lesegerät) ist eine seite: zugegeben, stark abstrahiert. aber m.e. eine sinnvolle art, es zu betrachten: schau die alle leute an. die in der öffentlichkeit lesen, und denke die das Harry-Potter-haft so, dass alles buchinhalte auf diesen seiten sichtbar sein könnten.

lesen im web: ja, geht wohl schon (bis maximal texte die so lang sind wie meine webtexte, die eh schon immer hart an der grenze sind). aber längeres lese ich jedenfalls wirklich nicht mehr.

@rob

eine feste wikipedia-ausgabe ist wohl nicht an bord. man könnte sich wohl eine draufspielen, aber das ist natürlich umwegig und mühsam.

@rob, @parkrocker — über WLAN kostet das wohl nichts, eigene texte an die free.kindle.com-mailbox zu schicken. (nur über 3G.)

 
10:26 | Sep 27' 2010| Jörg Wittkewitz schreibt:

@ben_

Was ist denn so schlimm an dem Artikel, wenn man ihn hier auf der Website liest?

 
15:38 | Sep 30' 2010| ben_ schreibt:

@Martin: Danke für die Infos!
Was das Zitieren betrifft: Ja na klar. Deswegen gibt man in der Regel ja auch die Ausgabe mit an. Das könnte man beim Kindle latürnich auch so handhaben. Einfach als Ergäzung, Lesegerät und abstrake Absatznummer. Naja. Aber ich sag mal … wenn das die größte Herausforderung für den Kindle ist … ;)

@Jörg: Also “schlimm” ist das nichts dran. Die Gestaltung macht es – meiner bescheidenen Meinung nach – einem nur nicht gerade leicht den Text wirklich bis zu Ende zu lesen. Ich persönlich bin ja ein Freund von 100e2r und daher ist mir der Fließtext zu klein. In meinen Readability-Einstellung ist er auch deutlich größer.

Außerdem geht ide sehr abwechslungsreiche und ablenkungsstarke Seitenleiste ja fast bis zum Ende des Artikels. Da “falle” ich beim lesen/scrollen bestimmt zwei drei mal rein und also aus dem Text raus.
Als ich auf den Artikel gekommen bin hab ich sogar erst gedacht, das Video in der rechten Spalte (desen Titel ich überigens nicht ganz lesen kann, weil er abgeschnitten wird) sei der eigentliche Inhalt, weil auf meinem 13″ Macbook die erste Zeile des eigentlichen Textes erst im zweiten Screen ist. Das konkuriert – imho – ziemlich stark mit dem eigentlich Text.

Naja … was soll ich sagen … ich verstehe ja, dass ihr die Leser im Angebot halten wollt und mit der Seite Geld verdienen müsst. Anders als im Print muss “der ganze Kram” dann halt mit auf die Seite und kann nicht einfach auf andere Seiten ausgelagert werden. Aber ich sag mal so … und wo wir ja ohnehin gerade bei dem Thema sind … als Ebook sähe der Text halt anders aus. ;]

 
16:00 | Sep 30' 2010| martin lindner schreibt:

lange blogposts lesen: neuerdings mache ich selbst das ja eben tatsächlich so, dass ich den post mit dem Instapaper-boolmarklet markiere und die texte von Instapaper auf den kindle lade. auf dem blog selbst lese ich solange bis ich merke: oh, interessant, dauert aber jetzt zu lange, will ich in ruhe lesen. (ausweg: die blogs könnten theoretisch text-werbung in den feed schmuggeln, die dann mit auf dem kindle landet. das würde ich mir sogar in engen grenzen gefallen lassen, wenn es dezent ist, als gegenleistung.)

 
12:55 | Okt 01' 2010| Florian Hartling. Netzleben » Kindle – far from being perfect, but probably the best recent device for humanities schreibt:

[...] Der aktuelle Kindle wird also zu recht sehr gelobt, und von allen Kritiken finde ich die von Martin Lindner am besten, die mich letztendlich auch zum direkten „blinden“ Kaufs animiert hat. Kindle zeigt [...]

 
02:36 | Okt 02' 2010| uniquolol schreibt:

Cooler Artikel – Danke

 
20:55 | Okt 07' 2010| rob schreibt:

danke für die Antwort Martin.

 
14:00 | Okt 15' 2010| Hebert Heyduck schreibt:

Das ist einer der seltenen Testberichte mit literarischer Qualität. Danke!

 
12:45 | Dez 31' 2010| Durchs Jahr mit den Netzpiloten: Gespräche en masse | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 schreibt:

[...] Frage zusammen, was Musik in Zukunft kosten soll. Schmökerfreunde freuten sich derweil über den Test des Kindle 3. Mario Grobholz gab fünf handfeste Tipps zum Aufbau einer guten [...]

 
09:46 | Jan 05' 2012| Kindle Touch im Test: Touch-A touch me | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 schreibt:

[...] Ende September stellte Amazon neue Kindles vor, und der Kindle 4 wurde in der Zwischenzeit mehrfach rezensiert. Während sich deutsche Nutzer derzeit noch mit dem einfachen Kindle begnügen müssen, steht US-Kunden auch die touch-gesteuerte Variante und der farbige Kindle Fire zur Auswahl – letzterer verfolgt jedoch ein anderes Konzept. Denn anders als Amazons Multimedia-Maschine Kindle Fire legen Kindle 4 und Kindle 4 Touch den Schwerpunkt aufs Lesen und setzen konsequent auf das dafür hervorragend geeignete eInk-Display – Details dazu gibt es in Martin Lindners Test des Kindle 3. [...]

 
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