Alle Beiträge zu Witze

Wie Kinder Humor entwickeln

Child (adapted) (image by Bellezza87 [CC0] via pixabay)
Wer einmal versucht hat, sein Kleinkind mit Sarkasmus oder einem Wortwitz zu unterhalten, hat vermutlich nur einen entgeisterten Blick geerntet. Babys sind sogar noch schwieriger zu beeindrucken – sie ignorieren gekonnt unsere Clownsnummern und fangen stattdessen bei völlig zufälligen Ereignissen an, herzhaft zu lachen. Natürlich haben auch Kinder schon ein [...]
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Wie Witze helfen, die Bedeutung in Sprachen zu entschlüsseln

india laughing (adapted) (Image by anthony kelly [CC BY 2.0] via flickr)
Wieso funktionieren Witze? Die Sprachwissenschaft war sich lange uneins darüber, was in unseren Hirnen jenseits der reinen Verständnisebene passiert. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse. Was bekommt man, wenn man ein Känguru mit einem Elefanten kreuzt? Sie werden bis zur Pointe warten müssen, aber in Ihrem Kopf dürften bereits Bedeutungsfragmente herumfliegen. [...]
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Mediathekenumschau vom 02. September

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut.

SCHICKSALSSTUNDE: Der Kanzlersturz

3Sat +++ Sendung vom 22. August: In Zeiten, in denen Stefan Raab das TV-Duell gewinnt und nicht mal ein drohender Krieg oder die Ausspähung der Welt durch Verbündete Pfeffer in den Wahlkampf bringen kann, wirken die Machtkämpfe der alten Bundesrepublik nahezu erfrischend. In der Dokumentation Der Kanzlersturz erzählen Zeitzeugen, wie vor 31 Jahren ein Polterer aus der Provinz mit Tricks und Chuzpe (und der Hilfe der untreuen FDP) an die Macht kam. Der selbe Kanzler, der später mit seiner Aussitzpolitik die letzten Jahre der Bonner Republik sedierte. Von ihm hat Angela Merkel viel gelernt.

PORTRÄTS: Drei Deutsche – Ein Beruf

RTL +++ SPIEGEL TV +++ Sendung vom 1. September: Mit Helmut Kohl beginnt auch die Spiegel-TV-Ausgabe vom Duell-Wochenende. Das Magazin versucht sich seit jeher an der Mischung aus Boulevardthemen und ernsthaftem Journalismus, was manchmal mehr und manchmal weniger gelingt. Über die Jahre ist allerdings ein beachtliches Archiv zusammen gekommen. Spiegel-TV ist immer dann sehenswert, wenn es daraus schöpfen kann. Drei Lebensläufe im Zeitraffer.

SEHENSWERT GESCHEITERT: Ein Apartment in Berlin

3Sat +++ Sendung vom 31. August: Viele junge Israelis zieht es nach Berlin, wo nur noch wenig zu sehen ist von dem einstigen Zentrum jüdischen Lebens in Mitteleuropa. In ihrer Dokumentation konfrontiert die Filmemacherin Alice Agneskirchner drei junge Erwachsene mit dem Alltagsleben einer jüdischen Familie, die vor der Deportation in Prenzlauer Berg wohnte. Anhand von Listen, auf denen die damaligen Bewohner ihre Einrichtungsgegenstände vermerken mussten, sollen die Protagonisten die Wohnung der Familie rekonstruieren. Die Versuchsanordnung scheitert. Nach wenigen Tagen fühlen sich die Yael, Yoav und Eyal von dem verkopften Konzept verschaukelt, eine Art metaphysische Parallele lässt sich mit den Mitteln der eher aus dem Privatfernsehen bekannten Dokusoaps nicht erzwingen. Doch im Scheitern des Konzeptes erreicht der Film etwas ganz anderes: „Es ist ein Film über das Leben in Berlin geworden. Das dreier junger Israelis. Und das der Familie Adler.“ So schreibt es die Tagesspiegel-Autorin Verena Mayer in einem langen, sehr anschaulichen Artikel, der unbedingt vor oder nach dem Film gelesen werden sollte. Man lernt trotzdem viel: Zum Beispiel, wie es ist, mit einer Naziuniform durch Berlin zu laufen. Oder was junge Menschen in Israel überhaupt noch zu tun haben wollen mit dem Schicksal ihrer Großeltern. Und über die Anmaßung einer deutschen Filmemacherin, die ein erzwungenes Konzept über ihre Protagonisten stellt und damit – man muss es sagen – ihrerseits ein deutsches Klischee erfüllt. Sie wird eines Besseren belehrt und beweist Größe, indem sie am Ende die Menschen und damit die Geschichte für sich sprechen lässt.

URKOMSICH: Alte Schachteln

arte +++ laufende Reihe: Manchmal braucht es nur ein einfaches Rezept, um aus Fernsehen und Internet das Beste rauszuholen. Im Hauptprogramm als lockere Pausenfüller eingestreut, sind diese kleinen Clips in der Mediathek eine schöne Abwechslung im grauen Büroalltag. Warum sich nicht mal zwischendurch von alten Damen einen schmutzigen Witz erzählen lassen? Die Französinnen sitzen dabei so sympathisch und ein bisschen aufgeregt auf ihrer Couch, dass es richtig heimelig wird und man eigentlich nach der Pointe schockiert einen großen Schluck Pastis nehmen möchte. Oder schnell in die Kantine zu den Kollegen rennen.

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