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Psychologie und Makroökonomie: Markt frisst Seele

Wer strategische Fehler macht und Innovationsschübe verpennt, stürzt ab. Ebensolche Fehler werden auch jetzt wieder gemacht, wenn es um die Frage nach Spar- oder Ausgabenpolitik geht.

Makroökonomen sind schlechte Menschenkenner. Sie scheitern in schöner Regelmäßigkeit als Konjunkturforscher und als Konjunkturpolitiker. Ich bin in meinen „Ich-sag-mal-Gegenprognosen“ zu den staatlich alimentierten Frühjahrs- und Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute in den vergangenen Jahren regelmäßig auf die empirischen Mängel der Glaskugel-Ökonomen eingegangen.

Die liebwertesten Gichtlinge der Globalsteuerung, die in der Euro-Krise wieder Patentrezepte in die Welt setzen, sollten sich an die anmaßenden Verlautbarungen aus den 1970ern erinnern. Da wurde der Konjunkturzyklus dank des Einsatzes von geldpolitischen Instrumenten für tot erklärt. Als Ergebnis dieser Planungshybris ernteten wir Stagflation – also Stagnation, Rekordarbeitslosigkeit und Inflation. Die Klempner der Makroökonomie scheitern regelmäßig an den Unwägbarkeiten von Einzelentscheidungen, die häufig irrational aus dem Bauch getroffen werden. Sie können noch nicht einmal eindeutig den Verlauf der Konjunktur für ein Jahr vorhersagen. Warum soll das dann beim Einsatz von makroökonomischen Instrumenten in der Konjunkturpolitik besser laufen?

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