Marek KowalkiewiczBusiness-Wetten für die digitale Wirtschaft

Jedes Jahr kommt einem vor wie eine beschleunigte Version des vorangegangenen Jahres. Jedes Jahr denken wir, dass wir den Höhepunkt erreicht haben – und dann kommt wieder das nächste Jahr, das das vorige verblassen lässt. Wie geht es 2016 also weiter? // von Marek Kowalkiewicz

Busy traffic (Image by dingcarrie(CC BY 2.0) via Flickr)small

Wird 2016 genau so sein? Alle Zeichen stehen auf ja. Wir sind vielleicht besorgt, dass eine potentielle, neue Blase zerplatzt oder dass sich der Aktienmarkt verlangsamt, aber dies hält neue Ideen, Businessmodelle oder Möglichkeiten nicht auf. Hier sind meine neun Prognosen, was sich im Bereich Business, Technik oder Soziale Netzwerke in 2016 verändern wird. [Mehr]


Andrew WhiteWie das Grundeinkommen die Probleme der digitalen Wirtschaft lösen kann

Ein großer Seufzer geht durch die Postmoderne: Da sind wir technisch schon so weit gekommen und lassen unser Leben noch immer von Maschinen diktieren. Das muss doch besser gehen! Mit dem Grundeinkommen wäre es endlich möglich. // von Andrew White

Money (Teaser: Pictures of Money [CC BY 2.0], via Flickr)

In einer Zeit der globalen, wirtschaftlichen Unsicherheit hat ein einfühlsamer Kommentator herausgestellt, welche grundlegende Gefahr die Technologie für unsere Arbeitswelt bedeutet:

“Wir wurden mit einer Krankheit angesteckt, von der einige Leser noch nicht einmal den Namen kennen dürften, aber von der sie in den nächsten Jahren noch so einiges hören werden – nämlich der der technologischen Arbeitslosigkeit. Das bedeutet, die Arbeitslosigkeit aufgrund unserer Entdeckung, Arbeit in einem schnelleren Tempo einsparen zu können, als wir neue Möglichkeiten der Arbeit finden können.”

Diese Worte von John Maynard Keynes aus dem Jahr 1930 erinnern uns daran, dass die gegenwärtige Angst davor, dass Roboter unsere Arbeit übernehmen können, nicht so weit entfernt ist von den Ängsten der vorherigen Generationen.

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Anja C. WagnerDer digitale Countdown – was er mit der Zukunft zu tun hat

Wir sind bequem. Uns geht es gut. Warum sollten wir etwas verändern? Das ist der Sound in unseren analogen Stuben. Aber es ginge auch anders. Ganz leicht. // von Anja C. Wagner

My Comfort Zone by Anja C. Wagner small

Letzthin habe ich einen schönen Satz gelesen, der den Nagel auf den Kopf trifft: Heute ginge es für Unternehmen und Institutionen nicht mehr darum, eine digitale Strategie zu entwickeln, sondern es ginge darum, eine Strategie für das digitale Zeitalter zu entwickeln. Voila! Gut auf den Punkt. [Mehr]


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 28. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Überwachung, Reaktionen auf Facebook, die Gender Gap der Tech-Branche, Foursquare und Soundcloud versus Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Foreign Policy: The Espionage Economy: Beim Thema Überwachung zeigt sich, dass der neoliberale Markt versagt. Die Wirtschaft ist nicht dazu in der Lage, die politisch gewollte und aktiv betriebene Überwachung zu verhindern und ihre NutzerInnen, des Staates BürgerInnen, zu schützen. Sie möchte es auch nicht, zu lukrativ scheint das Geschäft mit der Überwachung zu sein, wie James Bamford auf Foreign Policy erklärt. Auch wenn die Politik in erster Linie das Problem beim Thema Überwachung ist, kann die Lösung auch nur ein politischer Wandel sein, denn nur die Politik kann die Überwachung beenden. Wir als Gesellschaft müssen deshalb eine Politik fordern und unetrstützen, die sich klar gegen Überwachung ausspricht.

  • FACEBOOK Bloomberg Business: Inside Facebook’s Decision to Blow Up the Like Button: Facebook ist das soziale Netzwerk mit dem Daumen nach oben. Dieses Icon ist in der Einfahrt zum Hauptquartier zu sehen, es ist ein das soziale Netzwerk grafisch darstellendes Logo und sagt sehr viel über Facebook aus. Etwas nicht zu mögen ging nicht, eine andere Reaktion als positiver Zuspruch war zumindest nicht mit einem Klick möglich. Sarah Frier gibt einen (dem Unternehmen sehr schmeichelnden Einblick) in die Pläne von Chris Cox, bei Facebook für Produkte verantwortlich. Seit Wochen testet Facebook bereits Reaktionen statt den Daumen, womit NutzerInnen mehr Ausdrucksmöglichkeiten erhalten. Die Frage ist, ob Facebook damit nicht an ein vielleicht zu wesentliches Element geht und es radikal ändert.

  • GENDER GAP The Huffington Post: Closing the Tech Industry Gender Gap: Die Gender Gap ist ein gesellschaftliches Problem, das an sich überall in der westlichen Berufswelt vorgefunden werden kann. Nur 26 Prozent der Mitarbeiter in der US-Techbranche sind Frauen, obwohl Frauen an den Universitäten die Hälfte aller Abschlüsse machen. Die wenigsten Frauen studieren aber Technologie-Themen und dies zeigt sich dann in der Berufswelt. Susan Wojcicki, Geschäftsführerin von YouTube, hat sich dazu in einer Keynote auf einer Konferenz geäußert und erklärt, wie man die Gender Gap schließen könnte. Die Rede ist als Gastbeitrag auf der US-HuffPost erschienen und ein lesenswerter Debattenbeitrag.

  • FOURSQUARE Pencil: Interview with Dennis Crowley: Zurzeit ist natürlich Twitter „unser“ Sorgenkind schlechthin, auch weil ich mir Social Media ohne meinen Lieblingsdienst kaum vorstellen kann. Danach kommt schon Foursquare, auch ein Dienst am Scheideweg, auch wenn es schon seit sieben Jahren diesen Status hat. Im Interview mit dem Startup Pencil, dass so seine auf GIFs setzendes Storytelling-App vorstellen kann, gibt der Foursquare-Gründer Dennis Crowley einen kurzen Einblick in das Unternehmen, das er nicht mehr als Geschäftsführer bertreut.

  • SOUNDCLOUD TechCrunch: Why SoundCloud Will Be Worth More Than Spotify: Bis zur Fertigstellung unserer Blogger Lounge in diesem Frühjahr sitzt unsere Berliner Netzpiloten-Redaktion im Coworking Space des Sankt Oberholz. Hier wurden u.a. HelloFresh und auch SoundCloud gegründet. Laut dem Sankt Oberholz ist Spotify die erste Wahl der eigenen Members im WiFi-Netzwerk, doch das könnte sich ändern. Alex Moazed zeigt auf TechCrunch.com die Entwicklung auf, wieso (und warum) SoundCloud demnächst Spotify überholen wird und wohl unser aller Musikstreaming-Dienst wird.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Interview mit Julian Assange, Freelancer in den USA, online Geld verdienen, David Bowie und Masturbation. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Pando: Wikileaks meets Surveillance Valley: An interview with Julian Assange: Mit Angst lassen sich stets gute Geschäfte machen. Die Bestsellerlisten beweisen dies regelmäßig. Auch Julian Assange ist auf diesen Zug aufgesprungen und warnt in seinen Büchern vor den Unternehmen des Silicon Valleys. Auch wenn dies meiner Meinung nach oft in unsachliche Kritik ausartet, das Thema an sich ist wichtig. Man sollte über den Einfluss und die Macht der Unternehmen nachdenken, mit denen wir tagtäglich vernetzt sind. Joseph Flatley hat mit Assage telefoniert und seine Theorie des Surveillance Valley besprochen.

  • FREELANCER Bloomberg Business: Why an Ex-Google Coder Makes Twice as Much Freelancing: Nicht jeder kann Programmieren und wenn, dann auch nicht gleich so gut, dass er/sie 1.000 US-Dollar pro Stunde verdient. Geschichten wie die von James Knight und Martin Langhoff, die als Freelancer mehr verdienen als bei Firmen wie Google festangestellt zu sein, sind doch selten. Aber der Trend zum Freelancing, oft auch zeit- und ortsunabhängig, nimmt zu. In den USA sind es bereits mehr als 53 Millionen Menschen, die so ihr Geld verdienen und das mit den unterschiedlichsten Jobs. Die meisten von ihnen sind digital und ermöglichen eine neue Arbeitswelt.

  • SOCIAL MEDIA The Hustle: Meet the People Making a Full-Time Living From Instagram, Kickstarter, and Teespring: Von Menschen, die auf YouTube und Instagram aktiv sind und dadurch (nicht gerade wenig) Geld verdienen, haben wir schon öfters gelesen. Es fasziniert, dass man durch die nicht als Arbeit wahrgenommenen Aktivitäten mit nicht als wertvoll betrachteten Interaktionen in den sozialen Netzwerken des Internets wirklich Geld verdienen kann. Eine sehr altbackene Sichtweise auf Wertschöpfung, geprägt von industriellen Vorstellungen von Produktion. Tam Pham stellt auf The Hustle verschiedene Plattformen vor – u.a. Teespring, Udemy, Airbnb und Kickstarter – und auf ihn aktiven Akteure vor, die so Geld verdienen.

  • DAVID BOWIE Political Economy Research Centre: The Political Economy of David Bowie: Das Schöne an Geschichte ist, dass sie sich rückblickend gut erklären lässt. Alles wirkt, als ob es nie hätte anderst kommen können. Will Davies hat sich das Leben von David Bowie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angeschaut und mit der Wirtschaftsgeschichte verglichen. Und siehe da, es gibt interessante Übereinstimmungen, so als ob die politische und wirtschaftliche Situation direkten Einfluss auf die Entwicklung und das Leben des Künstlers Bowie hatte. Zumindest interessant zu lesen und der Frage nachzugehen, ob Kunst wirklich einmal der direkte Ausdruck unserer Gesellschaft war oder ob wir das nur im Nachgang so deuten.

  • MASTURBATION Everyday Feminism: 7 Myths About Women and Masturbation It’s Time to Unlearn Right Now: Eigentlich sind Frauen keine besonderen Menschen. Zumindest nicht mehr als Männer. Sie atmen die gleiche Luft, schauen sich ebenso Pornos an, müssen Nahrung zu sich nehmen, rauchen, masturbieren, hören Musik. Unsere männlich geprägte Gesellschaft, und so auch die Medien, machen vor allem aus dem Thema Masturbation ein größeres Themas als es ist, wie Suzannah Weiss in ihrem Artikel für Everday Feminism erklärt und über sieben Mythen um Masturbation und Frauen aufklärt. Schönes Fazit: Frauen sollten einfach das machen, was sie wollen. Und wer nicht, frage ich mich.

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Jennifer Eilitz5 Lesetipps für den 18. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Airbus und die Idee der fliegenden Autos, Facebook, das kostenlose iTunes Radio, Netflix und die Industrie 4.0. Ergänzungen erwünscht.

  • AIRBUS trendingtopics.at: Airbus und Uber lassen Nutzer Hubschrauber per App bestellen: Elektroautos vermehren sich immer mehr und irgendwann werden sie zu unserem Alltag gehören. Deswegen denkt Airbus schon einen Schritt weiter: Fliegende Autos. Für eine kostengünstige Entwicklung sei die Technologie immerhin schon weit genug fortgeschritten und auch das Know-How sei vorhanden. Neben diesen interessanten Ideen hat Airbus auch bekannt gegeben, künftig Airbus Group Ventures zu starten, um in Startups aus dem Flug- und Raumfahrtbereich zu investieren.

  • FACEBOOK t3n: Facebook-Test: So soll der neue In-App-Browser aussehen: Um Nutzer noch stärker an sich zu binden, hat Facebook eine neue Idee. Denn das soziale Netzwerk testet derzeit einen neuen In-App-Browser. Hier wird dann eine eigene URL in die Browserzeile eingegeben. Die gewünschte Seite wird anschließend besucht, ohne dass man die Facebook-App verlassen muss. Auch eine Lesezeichen-Funktion ist möglich. Die App befindet sich schon seit Dezember 2015 in der Testphase, was bedeutet, dass die neue Funktion schon bald für alle nutzbar sein kann.

  • ITUNES ZDNet: Apple Music: Kostenloses iTunes Radio wird Ende Januar eingestellt: Apple-Kunden haben eine besondere E-Mail in ihrem Postfach vorgefunden. Demnach werden die werbefinanzierten Radiosender von iTunes Radio Ende Januar eingestellt. Wer kein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen hat, dem steht nur noch Beats 1 kostenlos zur Verfügung. Trotz der vielen verschiedenen Songs, wird dieser Radiosender nicht alle Geschmäcker treffen können, da der Mix zum größten Teil aus der neuesten Musik besteht, was nicht immer jedem gefällt.

  • NETFLIX DIE WELT: Online-Videodienst: Netflix will deutsche TV-Serie ins Programm nehmen: Eine deutsche TV-Serie bei Netflix? Das plant der Online-Videodienst noch in diesem Jahr. Die richtige Sendung ist allerdings noch nicht gefunden. Fest steht jedoch, dass das Genre bislang egal sei. Ob Krimi- oder Komödie, der Sender sei da sehr offen. Durch die globale Reichweite, sollen überall auf der Welt mehr Filme und Serien produziert und ausgestrahlt werden. Doch ein wichtiger Markt fehlt noch: China. Wann aber Netflix dort verfügbar sein wird, wisse der Online-Videodienst noch nicht.

  • INDUSTRIE 4.0 DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN: Industrie 4.0 kostet fünf Millionen Arbeitsplätze: Dass die Digitalisierung vieles verändert, steht außer Frage. Aber auch die Arbeitswelt ist von ihr stark betroffen. Der zunehmende Einsatz von Robotern und die fortschreitende Digitalisierung werden unter anderem dafür verantwortlich sein, dass die Industrieländer in den nächsten fünf Jahren rund fünf Millionen Jobs verlieren werden. Am stärksten betroffen sind dann vor allem die Stellen in der Verwaltung und in den Büros. Das geht aus einer Studie hervor. Allerdings stehen dem Verlust gegenüber zwei Millionen neue Stellen, die im Bereich Computer und Technik neu geschaffen werden sollen. Besonders Deutschland ist, laut der Studie, am stärksten vom digitalen Wandel betroffen.

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Gunnar SohnAuf der Suche nach dem digitalen Herkules

Ein klangvoller Titel allein hat bisher selten auch eine sinnvolle Rechtfertigung mit sich gebracht. Gerade der Chief Digital Officer wird dies zu spüren bekommen und verschwinden. // von Gunnar Sohn

Herkules-Statue in der Orangerie des Schloss Schwerin (Image: Hermann Luyken [CC0 Public Domain], via Wikimedia Commons)

Nach dem Fokus auf IT und Kosten, kommt die Diskussion rund um die digitale Transformation bei Know-How und Expertise an. Es entwickelt sich zunehmend die Erkenntnis, dass digitales Wissen und Leadership innerhalb eines Unternehmens erforderlich ist. Der derzeit populäre Ansatz ist die Bestellung eines Chief Digital Officers (CDO). Reicht das aus? Oder ist das Scheitern des digitalen Herkules vorprogrammiert?

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Rainer KiebatDie Frau mit den vielen Namen: Zu Besuch bei Niamh Bushnell

Eine irische Zeitung hat sie jüngst als Zarin bezeichnet. Für viele ist sie aber schlicht und einfach “The Commish”. Ein Besuch im Büro der Dubliner Startup-Beauftragten Niamh Bushnell. // von Rainer Kiebat

Niamh Bushnell

The Commissioner will see you now” – oder so ähnlich hätte meine Erwartung des Empfangs im Bürogebäude der Dubliner Commission for Startups sein können. Von einer Zarin war in einer Zeitung die Rede, von einer wichtigen Schnittstelle zwischen Tech und Regierung, deren “Eingaben zum bevorstehenden Haushalt den Finanzminister beeinflussen müssen” in einem anderen Blatt. So locker, “down to earth” und voller Energie wie mir Niamh Bushnell dann aber persönlich die Tür aufmachte, so gab sich die Dubliner Startup-Beauftragte dann auch im Interview. Wie “The Commish” ist die ganze Dubliner Startup-Szene “offen für alles”. [Mehr]


Gunnar SohnAffen statt Experten – Über konstruierte Erfolgsprinzipien

Vor allem Journalisten, Manager, Politiker und vermeintliche Experten sollten sich mit dem ersten Nichtökonom, der 2002 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet wurde, Daniel Kahneman, auseinandersetzen. // von Gunnar Sohn

Daniel Kahneman (Image: Eirik Solheim [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Es war ein umstrittenes Jahr für die internationale Ökonomen-Debatte. „Griechenland schrammte um Haaresbreite am Bankrott vorbei und die Wirtschaftsforscher rund um die Welt diskutierten heftig über die richtige Lösung“, so die FAZ. In diesem Streit positionierte sich der sich der New Yorker Volkswirtschaftler Paul Krugman als heftiger Gegner der Sparauflagen für Griechenland und der deutschen Politik. Damit wurde er auch bei uns zu einem der bekanntesten Volkswirtschaftler: wie schon im Vorjahr fiel der Name Krugman am häufigsten, wenn Politiker und Ministerialbeamte gefragt wurden, auf wen sie hören. In den Medien holte er zusätzlich auf.

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Jennifer Eilitz5 Lesetipps für den 11. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Musikdienst Aurous, Drohnen mit Wärmeblick, ungültige Führerschein-Regeln, Twitter und die Tagesschau auf Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • AUROUS heise online: Musikdienst Aurous macht nach Klage der Musikindustrie dicht: Gerade erst im Oktober gestartet und schon wieder vom Markt. Die Musik-App Aurous musste aufgrund einer Klage durch die US-Musikindustrie ihren Dienst wieder einstellen. Grund für die Klage waren zweifelhafte Quellen der Dateien aus dem Netz. Der Programmierer Andrew Sampson war der Meinung rechtens zu handeln, weil er die Dateien selbst nicht vorhalte. Sampson sagt auf seinem Blog: “Ich beschwöre den Kongress, das geltende Recht der Realität von Filesharing anzupassen.”

  • DROHNEN Golem.de: DJI Zenmuse XT: Drohnenkamera mit Wärmeblick: Eine lebensrettende Drohne? DJI bringt eine Drohne mit Thermalkamera auf den Markt: Die Zenmuse XT. Durch die Wärmeunterschiede, die sie aufnehmen kann, ist sie sogar in der Lage bei Brandbekämpfungen oder bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen. DJI möchte nicht nur Spielzeugdrohnen verkaufen sondern sieht auch die Vorteile, Drohnen in der Wissenschaft und in der Technik einzusetzen. Die Wärmebildkamera eignet sich aber auch bei der Inspektion von Bauwerken und Stromleitungen, sowie bei der Analyse von landwirtschaftlich genutzten Flächen.

  • FÜHRERSCHEINE DIE WELT: Klage vor dem EuGH: EU erklärt deutsche Führerschein-Regeln für ungültig: Die EU-Kommission bemängelt die falsche Umsetzung bei der Ausstellung von Führerscheinen in Deutschland, Österreich, Polen und Finnland. Dabei sei die Gültigkeitsdauer nicht wie vorgeschrieben behandelt worden und zudem gibt es falsche Angaben bei den Führerscheinklassen. Vor dem EuGH müssen die Länder sich jetzt behaupten und bei einer Zustimmung, mit einer Geldbuße rechnen.

  • TWITTER horizont: Twitter-Werbung: Promoted Tweets sollen auch Nutzer ohne eigenen Account erreichen: Wie erreicht man Nutzer, die auf einer sozialen Plattform keinen eigenen Account haben? Twitter hat eine Idee: Promoted Tweets. Zusätzlich sollen mit ihnen 500 Millionen Menschen erreicht werden. Wenn jemand auf einen Tweet klickt, der in der Google-Suche angezeigt wird, kann man auf dem Profil des jeweiligen Twitterers in Zukunft die Werbung dazu vorfinden. Derzeit wird der neue Dienst erst mit ausgewählten Werbekunden in den USA, Japan, Großbritannien und Australien getestet.

  • INSTAGRAM tagesschau.de: tagesschau auf instagram: Von Null auf Zehntausend: Die Tagesschau nutzt jetzt auch Instagram. Und es läuft sogar ziemlich gut. Mehr als 10.000 User haben die Tagesschau in den ersten sechs Wochen bereits abonniert. Ziel ist es, auch die Leute zu erreichen, die sich am Abend nicht die Nachrichten ansehen. Aber nicht nur auf Instagram ist jetzt ein Profil der Tagesschau zu finden, sondern seit längerem auch auf Twitter und auf Facebook.

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Gunnar SohnÜber Digitalkompetenzen und gutes Hundefutter

“Innovation & Transformation”, “Digital Information Management” und “Digital Process Management” werden von Unternehmen als wichtigste Handlungsfelder der digitalen Transformation erachtet. // von Gunnar Sohn

computer-laptop-technologie(Image by Unsplash(CC0) via Pixabay)small

Doch kaum ein Drittel attestiert sich selbst hohe Kenntnisse zu diesen und anderen Digitalisierungsthemen. Fast ebenso gering ist die Quote der Unternehmen, die digitale Fähigkeiten so etabliert haben, dass sie fest in Arbeitsabläufen integriert sind. Das sind Ergebnisse einer Studie, die die Managementberatung Detecon gemeinsam mit dem SOA Innovation Lab durchgeführt hat und die auf der Next Economy Open in Bonn intensiv diskutiert wurde. [Mehr]


Karl LindenSaubere Toiletten sind eine dringend benötigte Innovation

Wie ist es möglich, dass 2,4 Milliarden Menschen im Jahr 2015 keinen Zugang zu fortgeschrittenen Sanitäranlagen haben? // von Karl Linden

Restrooms (Image by Sam Howzit (CC BY 2.0) via Flickr) small

Während im Westen viele die Zeit im Bad als “Zeit für sich” nutzen, verrichtet 40 Prozent der Weltbevölkerung “sein Geschäft” unter freiem Himmel, in einer unhygienischen Latrine oder einer Plastiktüte, die sie dann als “fliegende Toiletten” entsorgen. Die Auswirkungen der weltweiten Sanitärsituation sollten nicht unterschätzt werden. [Mehr]


Jennifer Eilitz5 Lesetipps für den 30. November

In unseren Lesetipps geht es heute um das neue iPhone7, die Lieferdrohne von Amazon, Trending Topics bei Facebook, Siemens und Spencer – dem Flughafen-Roboter. Ergänzungen erwünscht.

  • IPHONE7 turn-on.de: iPhone 7 soll ohne Kopfhörer-Anschluss kommen: Gerüchten zufolge will Apple beim neuen iPhone 7 auf einen Kopfhöreranschluss verzichten. Der Lightning-Anschluss des Smartphones, könnte dann als Standard-Port für Kopfhörer dienen. Der Grund, warum Apple auf den klassischen Kopfhöreranschluss verzichten möchte ist: Das neue iPhone 7 soll noch dünner werden. Jetzt lautet die Frage, ob iPhone Nutzer gerne auf die Benutzung von herkömmlichen Kopfhörern verzichten möchten. Apple plant angeblich seine EarPods mit Lightning-Anschluss mit dem iPhone 7 mitzuliefern. Außerdem müssten auch andere Hersteller ihre Kopfhörer ebenfalls überarbeiten.

  • AMAZON DIE WELT: Amazon: Online-Händler stellt “Prime Air” und Lieferdrohne vor: Amazon enthüllte eine neue Version der Amazon-Drohne, die einem Flugzeug ähnelt und bis zu 24 Kilometer zurücklegen kann. Unter dem Namen Amazon Prime Air bietet der Online-Händler die Lieferung in ungefähr 30 Minuten an. Auch andere Unternehmen denken über eine Drohnen-Lieferung nach wie beispielsweise die Deutsche Post. Allerdings ist die US-Flugaufsichtsbehörde noch etwas vorsichtig mit dem Einsatz von Drohnen, was Amazon jedoch stark kritisiert. 

  • FACEBOOK VentureBeat: This Chrome extension replaces Facebook’s trending topics with any RSS feed: Die Trending Topics bei Facebook können für die Nutzer sehr aufregend sein, wenn man sich für Informationen über Stars und auch Sport interessiert. Allerdings kann man sich jetzt auch mit dem sogenannten Fluffblocker wichtige Nachrichten über das Weltgeschehen anzeigen lassen. Der Fluffblocker ist eine Erweiterung von Google Chrome. Sobald man diese Erweiterung hinzugefügt hat und sich anschließend bei Facebook anmeldet, sieht man, dass die Trending Topics mit denen von der New York Times oder auch anderen Quellen ausgetauscht wurden.

  • SIEMENS t3n: Venture Capital von Siemens: Technologiekonzern soll Startup-Schmiede planen: Siemens will eine eigene Startup-Schmiede unter dem Namen Innovations AG gründen. Diese Firma soll Risikokapital an Startups und an seine eigenen Mitarbeiter vergeben. Sobald diese eine Geschäftsidee entwickelt haben, erhalten sie im Erfolgsfall die Kapitalbeteiligung am Unternehmen und einen Mindestgehalt. Wenn sich das Startup am Markt durchsetzt, so können die Gründer das Startup an die Innovations AG verkaufen. Es heißt jedoch auch, dass im Falle eines Misserfolgs, die Gründer den Konzern wohl verlassen müssen.

  • ROBOTER heise online: Roboterführer Spencer im Flughafentest: Wird Roboter Spencer der neue Helfer an Flughäfen? Ein Roboter, der Menschen autonom zu ihrem Ziel am Flughafen bringen soll, wenn diese den Weg nicht finden können, wird ab heute im Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet. Allerdings wird Spencer vorerst an Testpersonen ausprobiert, bevor man ihn auf echte Fluggäste loslässt. Über ein Touchscreen an der Torso-Front von Spencer, kann der Gast dann mit ihm kommunizieren und auch Fluginformationen erhalten. Man kann gespannt sein, inwieweit Roboterguides in Zukunft auf Flughäfen zu finden sein werden.

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Gunnar SohnBlogger als Therapiegruppe für Vitalisierung der digitalen Denkweise

Die so genannte Generation Y unterscheidet sich von den Babyboomern vor allem in einem Punkt: Sie will einen Arbeitsplatz, an dem sie eigene Ideen verwirklichen kann. // von Gunnar Sohn

LenaSchillerClausen, Foto von Gunnar Sohn

Im Unterschied zu den älteren Generationen ist ihr das nicht nur wichtiger, sie ist mit der Verwirklichung dieses Wunsches in der Arbeitsrealität auch unzufriedener. Unternehmen sind also gut beraten, wie sie auf gerade diese Erwartung ihrer jungen Mitarbeiter besonders eingehen”, schreiben die Wissenschaftler Reinhard Schlinkert und Bernd Raffelhüschen im diesjährigen Glücksatlas der Deutschen Post, der in einer Bloggerkonferenz in Berlin vorgestellt und diskutiert wurde. In ihrem Vortrag geht Lena Schiller Clausen, Unternehmerin und Co-Autorin des Buches “New Business Order” noch ein paar Schritte weiter. [Mehr]


Hendrik GeislerZurückgeblättert: Internetwirtschaft 1999 – heute

Am 24. August 1999 titelte Spiegel Online “E-Commerce: Schlusslicht Deutschland” und berichtete von einer Studie, die Deutschland ein schlechtes Zeugnis zur Digitalisierung des Handels ausstellte. Und heute? // von Hendrik Geisler

Online shopping(Image by Robbert Noordzij(CC BY 2.0)via Flickr)small

16 Jahre nach Veröffentlichung der wenig schmeichelhaften Studie, habe ich ein Interview mit Harald Summa geführt. Der 62-Jährige hat 1995 eco, den Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., gegründet und steht diesem bis heute als Geschäftsführer vor. Zudem leitet Harald Summa den Frankfurter Internetknoten DE-CIX und ist Geschäftsführer der DE-CIX Management GmbH. Im Interview spricht der Internetpionier und Online-Experte unter anderem über seine Einkaufsgewohnheiten, die Rolle deutscher Unternehmen in der Internetwirtschaft und seine Erwartungen an die Netzneutralität. [Mehr]


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