Gunnar SohnWarum die Industrie 4.0-Rhetorik nervt

Das Industrie 4.0-Geblubbere suggeriert die heile Welt der guten, alten Exportnation mit Schmieröl und rauchenden Schloten. Wenn es um die vernetzte Ökonomie geht, wimmelt es von Allgemeinplätzen, Phrasen und Floskeln. // von Gunnar Sohn

Digital Rhetoric, Top 50 Words (Image by tengrrl [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Nicht nur Unternehmer sind zunehmend genervt von den liebwertesten “digital-transformatischen” Gichtlingen, die inflationär ihre Netzweisheiten hinausposaunen: “Wir werden mittlerweile fast täglich mit Begriffen wie Industrie 4.0, Big Data, Digitalisierung und Internet der Dinge konfrontiert – ich möchte fast schon sagen: belästigt”, moniert Frank Richter, Vorstandschef der Swiss Global Investment Group bei der Fachtagung “Digitale Ethik” im Kölner Startplatz. Selbsternannte Experten würden sogar schon die exakten Potentiale und die daraus resultierenden Einsparungen kennen, die durch Digitalisierung und Vernetzung entlang der so genannten Wertschöpfungskette erzielt werden. 

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Anja C. WagnerWieviel Wirtschaft darf’s denn sein in der digitalen Bildung?

Drei bemerkenswerte Beispiele digitaler Transformation, die den Spagat zwischen Individuum und Gesellschaft wagen – und damit zentrale Fragen aufwerfen. // von Anja C. Wagner

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Drei Beispiele, die zum Nachdenken anregen, ob und inwiefern wir bei der digitalen Transformation einen Eingriff der Wirtschaft in unser Bildungssystem zulassen wollen. Zum ersten ist das der neue Campus der Cornell Tech University, welcher ein Ökosystem für technologiebegeisterte Studenten bil