Alle Beiträge zu werbung

Wie Personifizierung unsere Identität verändern kann

identitaet(image by TheDigitalWay[CC0 Public Domain] via Pixabay)
Wo auch immer wir online gehen, versucht jemand, unsere Weberfahrung zu personifizieren. Unsere Vorlieben werden vorweggenommen, unsere Absichten und Motivationen vorhergesagt. Der Toaster, den man sich vor drei Monaten kurz angeschaut hat, taucht immer wieder auf und geistert im Browser bei den Anzeigen in der Seitenleiste herum, die speziell auf [...]
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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TRUMP sueddeutsche: So reagiert Twitter auf Trumps Kommentar zum Waffenbesitz: Ausfallende Provokationen und falsche Fakten stehen in Donald Trumps Wahlkampf auf der Tagesordnung. Doch nun scheint er zu weit gegangen zu sein. Bei einer Rede am Montag in Detroit ging er auf das Second Amendment der US-Verfassung ein – das [...]
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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MUSIK STREAMING theverge: Kanye West is demanding that Apple buy Tidal from Jay Z: Kanye West ist einer der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten. Er hat auf sozialen Netzwerken eine riesige Gefolgschaft. Sein Twitter Account zählt rund 24,7 Millionen Follower. Diese Reichweite benutzte er nun, um Apple zu überzeugen und unter [...]
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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DARKNET sueddeutsche: Das verbirgt sich hinter dem Darknet: In den letzten Tagen ist ein bestimmtes Wort immer wieder zu hören, wenn es um den Amoklauf in München geht – „Darknet“. Eine Art digitaler Schwarzmarkt. Auf diese Internetseiten kommt man nicht ohne eine bestimmte technische Ausrüstung. Bestimmte Software-Systeme müssen installiert sein, [...]
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Eine Woche News per Snapchat: Ein journalistisches Experiment

Snapchat (adapted) (Image by AdamPrzezdziek [CC by 2.0] via flickr)
Snapchat will eine Nachrichtenquelle sein, und deshalb habe ich die letzte Woche ausschließlich auf Snapchat verbracht. Ich habe mein tägliches Frühstücksritual, bestehend aus der Lektüre der New York Times, der Washington Post und Politico Playbook aufgegeben und stattdessen versucht, auf Basis der leichten Snacks zu überleben, die der Discover-Dienst der [...]
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Skyy Vodka – Eine Generation weiter!

Flasche_Smartphone (Image by Skyy Vodka)
Um richtig zu flirten benötigt man heutzutage kein WiFi, sondern einfach nur eine Bar, einen charmanten Barkeeper und ein erfrischendes Glas Skyy Vodka. Via Social Media jemanden kennen zu lernen ist nicht mehr die Art, wie die meisten sie von früher kennen. In einer Bar aber, spielt sich das Leben noch [...]
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Die Welt versinkt in Inhalten und die Mediengiganten gleich mit

Redaktion (image by janeb13 [CC0 Public Domain] via Pixabay)new
Die Teilung zwischen redaktionell und kommerziell, Kirche und Staat in der Verlagstradition, ist nun ein Meilenstein der Industrie. Diese klassische Trennung wurde früher als Abmilderung in Befürwortung eines starken, unabhängigen Journalismus angewandt. Aber heute kann kein Verlagshaus die Realität der kommerziellen Inhalte ignorieren. Die unklare Linie zwischen Werbung und redaktionellen [...]
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Dialog Natives: Frontbericht aus dem hitzigen Adblocker-Krieg

ADBlock (adapted) (Image by TAKA@P.P.R.S [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Auf dem Event “Keine Werbung? Bestandsaufnahme Adblocker”, dass von Dialog Natives veranstaltet wurde, kam es zum beispielhaften Debattenaustausch zum Thema Adblocker – die Fronten sind verhärtet. Mit dem Fahrstuhl ganz nach oben in einen kleinen Raum im Betahaus. Während der Raum sich langsam füllte, werden schon fleißig Fotos geschossen, Unterhaltungen [...]
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Hollywoods Piraterie-Problem

Piracy (image by ClkerFreeVectorImages [CC0] via pixabay)1-2
Im Dezember letzten Jahres konnte das FBI den Leak des Quentin-Tarantino-Films “The Hateful Eight” erfolgreich auf einen Führungsposten in Hollywood zurückführen. Nach Aussage des “Hollywood Reporter” weist das Wasserzeichen des geleakten Exemplars auf Andrew Kosove hin, den Geschäftsführer von Alcon Entertainment. [...]
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Quartz passt sich mit einer neuen App an seine Leser an

Quartz Screenshot (Image: Quartz)
Seit dem Launch im Jahr 2012 befand sich Quartz immer unter den am schnellsten wachsenden und am meisten beobachteten digitalen News-Seiten. Die zu Atlantic Media gehörende Seite war den Medientrends oft voraus, indem sie den Fokus auf Mobile-First und dem Teilen auf den sozialen Netzwerken, Email-Newslettern und hochqualitative Apps legte. [...]
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5 Lesetipps für den 29. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um kostenloses WLAN von Bitburger, zwei Versionen des neuen iPhone 7 Plus, den angesagten Livestreamingdienst YouNow, künstliche Intelligenz in Smartphones und Car2Go. Ergänzungen erwünscht. WLAN Handelsblatt: Bitburger verschenkt Wlan: Kostenloses Internet für 70.000 Kneipen geplant: Werbung ist zwar immer gut, um auf sich aufmerksam zu machen, [...]
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Mailchimp probiert hinter einer Paywall eine neue Werbestrategie aus

mailchimp-vinyl-toy (adapted) (Image by Tomos [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Mailchimp möchte sein Produkt platzieren – dies geschieht jedoch hinter einer Paywall. Es stellt sich die Frage: Wem nützt das? Ein Forbes-Artikel, der neulich veröffentlicht wurde, beschreibt ein kommendes Hörstück auf dem Abonnement-Service für Premium-Inhalte von Midroll namens Howl, das Produktplatzierungen von Mailchimp, dem Zugpferd für Podcast-Werbegelder, einschließen wird. Gemäß [...]
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Zurückgeblickt: Ich bin ja schon drin

playing with the Amiga 1000 (adapted) (Image by Blake Patterson [CC BY 2.0] via flickr)
Videos und Werbeclips aus der Blütezeit des World Wide Web bieten im Jahr 2015 vorzügliche Unterhaltung. Ist der Einsatz von Werbeblockern sinnvoll oder gar moralisch verwerflich? Müsste nicht Werbung besser, interessanter, wertvoller werden, damit die Diskussion überflüssig wird? Fragen, die zur Blütezeit des World Wide Web noch keine Rolle spielten. [...]
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5 Lesetipps für den 17. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um die Whatsapp Blockade, Hasskommentare im Netz, den Suchbegriff des Jahres, Facebook und die Klarnamenregel und um automatische Werbung. Ergänzungen erwünscht. WHATSAPP heise online: WhatsApp: Brasilianische Justiz ordnet Blockade an: Durch ein Strafverfahren, bei dem Whatsapp nicht kooperieren wollte, wird der Nachrichtendienst in Brasilien vorerst nicht [...]
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Warum 600 Fake-Plakate während der COP21 in Paris hingen

Brandalism Street (Image by Thomas Dekeyser)
Die COP21 in Paris hat viel Kritik einstecken müssen. Die Organisation Brandalism entwickelte sogar Fake-Plakate der Teilnehmer. Noch 72 Stunden bis zum offiziellen Start der COP21. Sechzig Freiwillige, bewaffnet mit Steckschlüsseln und 600 Postern, schleichen mit siebbedruckten JC-Decaux-Westen durch die Straßen von Paris. Ihre Mission: Werbeplakate mit Kunst zu ersetzen und [...]
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5 Lesetipps für den 11. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Musikdienst Aurous, Drohnen mit Wärmeblick, ungültige Führerschein-Regeln, Twitter und die Tagesschau auf Instagram. Ergänzungen erwünscht. AUROUS heise online: Musikdienst Aurous macht nach Klage der Musikindustrie dicht: Gerade erst im Oktober gestartet und schon wieder vom Markt. Die Musik-App Aurous musste aufgrund einer Klage [...]
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Trends des Monats Dezember

Altwork Screeshot by Youtube
Gemeinsam mit der Standortinitiative der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft, nextMedia.Hamburg, stellen wir euch ausgewählte Trends des Monats vor. Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es neue, innovative Medienprojekte, praktische Gadgets oder neue digitale Geschäftsmodelle. Wir stellen euch dieses Mal AD Replacer gegen nervige Werbung, beliebte [...]
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5 Lesetipps für den 24. November

In unseren Lesetipps geht es heute ums Urheberrecht, Flipagram, wie Snapchat funktioniert, Science Fiction bei Microsoft und die Antiwerbung der Telekom. Ergänzungen erwünscht.

  • URHEBERRECHT Tom Hillenbrands Blog: Armer Autor, Du hast echt keine Freunde: In seinem Blog kommentiert der Schriftsteller Tom Hillenbrand das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshof zur Urheberpauschale und erklärt die Thematik und Entwicklung an sich. Es geht darum, ob die Verlage etwas von der eingesammelten Urheberpauschale wie bisher abbekommen oder nicht, vor allem da das EuGH diese Praxis als rechtswidrig ansieht. Fazit der ganzen Geschichte ist eigentlich die Erkenntnis, die man bei jeder Debatte um das Urheberrecht bekommt: Es geht nie um Rechte, sondern stets um Geld.

  • FLIPAGRAM Forbes: Flipagram Could Be Bigger Than Instagram: Mit Flipagram können aus Bildern, Videos und Musik kurze Mashups erstellt und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Die App hatte nach einem Jahr bereits 30 Millionen Nutzer, eine Benchmark für die Facebook drei Jahre gebraucht hat, Snapchat immerhin zwei Jahre. Kathleen Chaykowski geht für Forbes der Frage nach, ob es sich bei Flipagram um das nächste Instagram handelt und gibt einen interessanten Einblick in die Entwicklung durch den Gründer Farhad Mohit.

  • SNAPCHAT Medienspinnerei: Was ist Snapchat? Wie geht das? Wozu brauche ich das?: Snapchat ist ein Messenger, mit dem man zeitlich nur begrenzt angezeigte Bilder und Videos veröffentlichen kann. Soweit so gut, was Snapchat ist, kann man leicht erklären, aber wie es funktioniert und wie man es nutzen kann, fällt mir persönlich schon schwerer zu erklären, denn bisher hat es für mich nur in der direkten Kommunikation mit meiner Freundin Sinn ergeben. Etwas mehr Klarheit bringt dieser Artikel von Falk Sieghard Gruner, der gleich auch ein paar Beispiele für gelungene Kommunikation mithilfe von Snapchat anzeigt.

  • MICROSOFT The Next Web: 9 sci-fi authors went to Microsoft’s research labs and wrote a book: Microsoft hat neun Science-Fiction-Autoren – Elizabeth Beat, David Brin, Nancy Kress, Greg Bear, Ann Leckie, Seanan McGuire, Jack McDevitt und Robert J. Sawyer – in sein Forschungslabor eingeladen und ihnen die vermeintliche Zukunft gezeigt. Herausgekommen ist ein Buch mit Science-Fiction-Literatur über eine mögliche Version der Zukunft, in dem es vor allem um das Verhältnis zwischen Mensch und Technologie geht. Amanda Connolly zeigt sich in ihrem Artikel auf The Next Web beeindruckt.

  • DEUTSCHE TELEKOM Horizont: Warum die Antiwerbung in Wahrheit ein Geniestreich ist: Marco Saal kommentiert die aktuellen Werbespots der Telekom, die sich mit dem Thema „Digital Detox“ auseinandersetzen und, für einen Telekommunikationsanbieter sicher ungewöhnlich, es beinahe propagieren, im Familienkreis auch einmal die vielen Geräte wegzupacken, die uns sonst so wichtig geworden sind. Doch von Antiwerbung kann keine Rede sein, wie Saal erklärt, sondern von einem aus Markensicht gelungenen Geniestreich, auch wenn der Vertrieb der Telekom vielleicht ganz leichte Bauchschmerzen bekommt.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Cloud-Geschäft wird für Google wichtiger als Werbung

cloud-computing (1) (adapted) (Image by George Thomas Folgen [CC BY 2.0] via flickr)
Während sich immer mehr Bezahl-Dienste ins Google-Portfolio mischen, setzt man im Hintergrund vor allem aufs B2B-Geschäft. Urs Hölzle, als Senior Vice President bei Google für die technische Infrastruktur zuständig, hat im Rahmen der Konferenz “Structure” einen spannenden Einblick in die geschäftliche Zukunft von Google, demnach wie vor führenden Werbekonzern im [...]
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5 Lesetipps für den 16. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Snapchat, Lkw mit Elektromotoren, eine Sicherheitslücke beim Samsung Galaxy S6, Sponsored Cards bei YouTube und den VW-Skandal. Ergänzungen erwünscht. SNAPCHAT t3n: Selfie-Filter für 99 Cent: So will Snapchat Geld verdienen: Viele Snapchat-User sind empört, denn für die sogenannten “Lenses”, die man bei Snapchat für [...]
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Wie Blogfoster Werbung für Blogger leicht machen will

Blogvermarktung abseits von Google Adsense ist – gelinde gesagt – schwierig. Das gilt auch für Blogs mit hohen Zugriffszahlen. Die Situation hat sich in den letzten Jahren trotz immer mehr Menschen, die in Deutschland im Internet unterwegs sind, kontinuierlich verschlechtert. Simon Staib von Blogfoster glaubt, er kennt einen Ausweg. // von Lars Sobiraj

Blogfoster-Gründer Simon Staib (links) und Jan Homann (Image: Blogfoster)

Simon Staib (links im Bild) ist Mitbegründer von blogfoster und will den deutschen Markt für Online-Werbung umkrempeln. Unser Autor Lars Sobiraj hat ihn gefragt, was sein Angebot so signifikant vom Wettbewerb unterscheidet. Staib und seine Kollegen haben eine andere Strategie als ihre Konkurrenz gewählt und die ist tatsächlich neu: Niemand kennt die Webseiten besser, als die Betreiber selbst, deshalb haben bei Blogfoster die Blogger die Kontrolle über die ausgelieferten Anzeigen keine Algorithmen. Blogfosters könnte mittelfristig zu einem zweiten Google Adsense werden. Allerdings wird es die Google-Werbung nicht ersetzen, sondern lediglich sinnvoll ergänzen.

Lars Sobiraj (LS): Vielleicht magst Du zunächst Deinen beruflichen Hintergrund erklären. Was tust Du bei Blogfoster? Wie bist Du überhaupt zu diesem Projekt gekommen?

Simon Staib (SS): Mein Name ist Simon Staib, ich habe zusammen mit Jan Homann im Oktober 2013 Blogfoster.com gegründet. Bei Blogfoster habe ich vor allem drei Aufgaben: Zu verstehen welche Herausforderungen Blogger täglich in puncto „Geld verdienen mit dem Blog haben“, sicher zu stellen, dass Blogfoster dafür die beste Lösung baut und dass viele Blogger davon erfahren und Blogfoster nutzen.

Jan und ich sind seit 2012 in der Blogosphäre unterwegs, damals noch mit unserer ersten Firma stilanzeigen.net gestartet. stilanzeigen ist ein Anzeigen-Vermarkter für Blogs, das nur ein exklusives Werbeformat – die Stilanzeige – anbietet. Das war und ist für einige Blogs erfolgreich, wir merkten aber auch sehr schnell, dass jeder Blog individuelle Wünsche und Anforderungen an die Vermarktung hat.

Die Idee zu Blogfoster, einem Self-Service-Tool Lösung für Blogger war dann Ende 2013 geboren.

LS: 2007 gründete Spreeblick und Lobo die Blogvermarktung adical. Damit war es aber schon wieder nach kurzer Zeit vorbei. Wo sind die Unterschiede zu Blogfoster? Was hat Euch überhaupt dazu bewogen, Blogs vermarkten zu wollen?

SS: Adical hat vieles richtig gemacht und war vor allem sehr früh am Start – eventuell auch etwas zu früh. Das Thema „Blogs“ ist bei werbenden Unternehmen und auch Agenturen erst in den letzten zwei bis drei Jahren wirklich relevant geworden. Vor drei Jahren mussten wir Unternehmen noch erklären was ein Blog ist, das ist heutzutage nicht mehr nötig. Aktuell laufen wir hier wirklich offene Türen ein.

Bei Blogfoster legen wir sehr viel Wert darauf, dass der Blogger selbst über die Werbung bestimmen kann und jedes einzelne Banner, Sponsored-Posting und Produktlink selbst auswählt und mit seinen Inhalten abstimmt. Da agieren wir anders als alle anderen Anbieter, die Werbung in ihr Netzwerk pumpen bzw. Leser targeten. Wir haben schon bei stilanzeigen gemerkt, dass diese Form für viele Blogs besser funktioniert: Für den Werbepartner, für den Blogger selbst und vor allem für seine Leser.

LS: In den USA sieht die Lage für Blogger aufgrund der Anzahl der möglichen Leser deutlich positiver aus: Ab welcher Größe ist eine Vermarktung der Werbung eines Blogs überhaupt sinnvoll? Nico Lumma sprach vor Jahren schon, vor mehr als einer Million Zugriffe monatlich, damit es sich rechnet.

SS: Ob sinnvoll oder nicht, ist vor allem erstmal eine Frage fernab von Seitenaufrufen. Diese sollte jeder Blogger für sich beantworten. Natürlich kann man mit mehr Lesern auch mehr Einnahmen generieren, aber auch das gilt nicht uneingeschränkt. Wir messen immer wieder, dass gerade kleine und mittelgroße Blogs, die noch eine intimere Beziehung zu ihren Lesern haben, im Vergleich zu den Seitenaufrufen höhere Einnahmen erzielen als größere Blogs. Im Übrigen messen wir auch, dass diese im Verhältnis überwiegend eine deutlich bessere Werbeleistung bieten als die ganz Großen.

LS: Richtet sich Euer Angebot eher an thematisch breit aufgestellte Webseiten, oder vielmehr an Nischenblogs, wie z.B. Tarnkappe.info? Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmer erfüllen, um für die Kampagnen freigeschaltet zu werden?

SS: Thematisch spezifische Blogs haben den großen Vorteil, eine sehr homogene Leserschaft zu erreichen, die meist über die Blog-Inhalte klar definiert werden kann. Das sehen Werbepartner, vor allem mit zielgruppenspezifischen Kampagnen, sehr gerne, da Streuverluste vermieden werden können. Andere Werbepartner zielen auf die breite Masse. Blogfoster bietet Kampagnen für beide Arten von Blogs und erwartet auch keine Mindestanzahl an Seitenaufrufen pro Monat bei der Nutzung von Bannern. Bei Advertorials sollte natürlich eine gewisse Anzahl an Stammleserschaft vorhanden sein.

LS: Wie muss ich mir eine Teilnahme eigentlich vorstellen? Bekomme ich eure fertigen Plug-ins für WordPress an die Hand? Oder muss ich den Code händisch erstellen?

SS: Blogfoster funktioniert in etwa wie ein Online-Shop, nur für Werbung. Ich erstelle mir einen Account und kann dann frei auswählen, welche Banner ich schalte und für welche Sponsored-Content Kampagnen ich mich bewerbe. Bei den Bannern bieten wir an, einmal über Codes Werbeflächen in dem Blog zu definieren und danach können beliebig die passenden Banner per Drag and Drop aktiviert werden – das geht in Sekundenschnelle.

Wer keine Banner schalten möchte findet bei Blogfoster eine Übersicht an aktuellen Sponsored-Posting-Kampagnen, über die man sich informieren und danach für eine Teilnahme bewerben kann. Wichtig für uns ist, dass der Blogger in seinem Blogprofil mitteilt, für welche Kampagnen er sich interessiert und über welche Themen gebloggt wird – dann können wir besser Kampagnenvorschläge liefern.

LS: Wieso gibt es so wenige konkrete Anhaltspunkte im Internet, was man als Webseitenbetreiber für Online-Werbung verlangen kann? Offenbar ist dabei wirklich alles Verhandlungssache. Kannst Du uns ein paar konkrete Zahlen oder Informationsportale im Internet nennen, damit man als Blogger einen Anhaltspunkt hat, was man überhaupt verlangen kann?

SS: Eine pauschale Aussage ist kaum zu treffen. Das liegt vor allem auch an der Vielfalt in der Blogosphäre und der Werbelandschaft. Preise richten sich nicht nur nach dem Format, sondern auch an das Umfeld (über was schreibt der Blogger), über dessen Zielgruppe (wird der Blog eher von Frauen oder Männern gelesen), über dessen Traffic-Qualität (Stammleser oder Suchmaschinen-Traffic) etc. Es ist in der Tat Verhandlungssache, die unser Sales-Team bei Blogfoster für die Blogger in unserem Netzwerk übernimmt. Die Preise werden dann transparent in dem Blogfoster-Account dargestellt, so dass schon vor der Schaltung der Banner oder bei der Teilnahme von Sponsored Postings klar ist, wie und was vergütet wird.

LS: Die größte Hürde bei allen kleinen Anbietern ist der Wert, ab dem überhaupt Werbeeinnahmen ausgezahlt werden. Wieso zahlt ihr schon ab dem ersten Euro Umsatz aus?

SS: Dank unserer auf den Longtail ausgerichteten Technologie, können wir es uns leisten, auch „kleine“ Umsätze monatlich an Blogger in unserem Netzwerk auszahlen zu können. Wir halten das für fair und sind froh, uns damit von anderen Plattformen differenzieren zu können.

LS: Euer größter Konkurrent dürfte Google AdSense sein. Wodurch hebt ihr Euch von der Google-Werbung ab, die zwar wenig bringt aber nach der Einrichtung keine Arbeit mehr macht?

SS: Zu Google Adsense unterscheiden wir uns vor allem in einem Punkt: Kontrolle über die ausgespielten Werbemittel. Blogger entscheiden bei Blogfoster selbst, welche Banner-Werbung auf ihren Blogs rotiert. Bei Adsense ist das zwar auch möglich, aber nur auf Kategorie und nicht auf Kunden-/Kampagnen-Ebene.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Blogger den „Aufwand“, Banner per Drag and Drop zu aktivieren, gerne in Kauf nehmen. Außerdem stellen wir immer wieder fest, dass die Auswahl die der Blogger trifft, in den allermeisten Fällen deutlich treffsicherer in puncto Themen und Relevanz für den Leser ist, als jeder Algorithmus. Das schlägt sich dann auch in den Klickraten und weiter in den Einnahmen deutlich für den Blogger nieder.

LS: Was würdest Du Gegnern von Affiliate-Programmen entgegnen? Diese sind bei vielen kleinen Blogs unbeliebt, weil unklar ist, ob überhaupt etwas dabei rumkommen wird.

SS: Unsere Erfahrung, gerade mit kleinen Blogs, zeigt, dass diese mit clever gesetzten Affiliate-Links und Bannern oftmals höhere Einnahmen erzielen als mit TKP- oder CPC-Bannern auf ihren Seiten. Natürlich liegt das Risiko bei diesem Werbeprodukt voll auf der Seite des Publishers (Blogbetreibers). Aber: Mit Affiliate-Links und Produktdaten lassen sich für Blogleser meist ansprechende Produktwelten schaffen, die dann besser konvertieren (Umsätze bringen), als herkömmliche Affiliate-Banner. Dafür möchten wir mittelfristig auch Werkzeuge bereitstellen, um auch ohne technisches Fachwissen, beispielsweise eine Produkt-Collage erstellen zu können.

LS: Ich habe gesehen, ihr vermittelt auch Advertorials. Werden diese zumeist einmalig geschaltet? Wäre eine Wiederholung der gleichen Marke bzw. des gleichen Produkts/Dienstleistung nicht sinnvoller aber natürlich zugleich für den Werbetreibenden deutlich teurer?

SS: Es ist gar nicht so unüblich, dass Werbetreibende mehrere Advertorials auf den gleichen Blogs buchen. Beispielsweise berichten Blogger erst über den Auswahl- und Bestellprozess auf einem Online-Shop in einem Artikel und berichten dann in einem zweiten Post über das erhaltene Produkt. Wir fordern teilnehmende Blogs auf, so souverän wie möglich mit solchen Produkttests und Postings umzugehen und diese auch als solche zu kennzeichnen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dabei die wertvollsten Artikel – und vor allem Reaktionen von Lesern – entstehen.

LS: Ist Blogfoster als Ersatz oder primär als Ergänzung der eigenen Vermarktung gedacht?

SS: Unsere Vision von Blogfoster ist, dass es das einzig nötige Tool für Blogger ist, um den Blog selbstbestimmt und effizient zu vermarkten. Das Anmelden bei fünf anderen Plattformen, um den richtigen Mix an Monetarisierungsmöglichkeiten zu bekommen, werden wir abschaffen. Aktuell bieten wir Affiliate-, CPC und TKP-Banner sowie Sponsored-Content-Kampagnen an.

Die ersten Beta-Tester nutzen schon unsere Affiliate-Linking-Tools, die wir Ende des Jahres veröffentlichen wollen. Trotzdem ist Blogfoster nicht exklusiv. Man kann gerne andere Monetarisierungsmöglichkeiten parallel laufen lassen und auch gerne direkt mit Werbepartner kooperieren. Diese Freiheit für Blogger halten wir für selbstverständlich und wollen das auch nicht einschränken. Langfristig möchten wir auch die Möglichkeit geben, Banner von selbst akquirierten Werbepartnern und Kooperation über Blogfoster in seinem Blog zu schalten. In diesem Fall geben wir dem Blogger die Möglichkeit, professionelle Reportings an seine Werbepartner liefern zu können.

LS: Ein Großteil der im Netz verfügbaren Artikel aus dem Bereich Marketing klingen überschwänglich positiv und sind gespickt von Buzzwords, die außerhalb der Werbewirtschaft niemand versteht. Wieso werden die Leser so selten im normalen Deutsch angesprochen? Befinden sich die Vermarkter etwa in einer Blase, innerhalb der ständig in dieser Form kommuniziert wird?

SS: Es stimmt, die Branche hat schon sehr starke Fach-Terminologie. Das merken wir immer auch bei Blogfoster, wenn wir Bloggern erklären, was ein CPC oder ein TKP ist. Wir hatten bei uns intern die Entscheidung, ob wir dafür Übersetzungen finden oder darauf hinarbeiten, dass Blogger die Fachbegriffe verstehen und damit ein professionellerer Umgang mit Vermarktung möglich wird. Das stärkt die Blogosphäre an sich, da Blogger und Vermarkter dann auf einer Ebene kommunizieren können.

LS: Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren geändert? Welche Entwicklungen hälst Du für wahrscheinlich? Gehen die Preise aufgrund des Konkurrenzdrucks der Vermarkter weiter runter?

SS: Es ist Realität, dass sich die Preise für klassische Werbemittel, vor allem für Banner, nach unten entwickeln. Die sinkenden Preise liegen nicht unbedingt am Konkurrenzdruck der Vermarkter, sondern eher daran, dass die Budgets auf andere Werbeformate, bspw. Content- oder Programmatic-Formate verschoben werden. Gerade Ersteres ist für Blogger meist die bessere Alternative, vor allem hinsichtlich der Frage, welchen Mehrwert der Leser daraus ziehen kann. Blogs werden weiterhin die Plattform sein, auf der Werbekunden das wertvollste Autoren-Leser Verhältnis im Internet vorfinden.

Die Frage nach dem „besten“ Weg sich als Blogger zu monetisieren ist noch lange nicht beantwortet und muss vor allem jeder Blogger selbst für sich herausfinden. Blogfoster wird aber auf jeden Fall die Blogosphäre dabei begleiten.


Teaser & Image by Blogfoster


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5 Lesetipps für den 13. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook und Hasskommentare, einen Shitstorm auf Twitter, Apple Pay, Google Maps und YouTube Music – die neue Streaming-App. Ergänzungen erwünscht. FACEBOOK SPIEGEL ONLINE: Facebook sperrt mehr Hasskommentare und Gewaltverherrlichungen: In seinem Bericht über Regierungsanfragen hatte Facebook bekannt gegeben, dass das Unternehmen in diesem Jahr mehr [...]
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Bruce St. Clair bewirbt entspanntes Fahren für Audi

Audi (Images by Bruce St. Claire )(Screenshots)
Wer entspannt mit dem Auto auf zwei Rädern durch die Landschaft fährt, ist entweder großer Fan des aus dem Fernsehen bekannten Stuntman Colt Seavers, dargestellt von Lee Major, oder nutzt bereits Audis Garantieangebot “Audi Gebrauchtwagen :plus”, das der für seine Auto-Videos bekannte Regisseur Bruce St. Clair in einem neuen Werbespot [...]
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Audi bewirbt entspanntes Fahren

Nach Jahren dreht der italienische Regisseur Bruce St. Clair wieder einmal einen Werbespot für Audi und definiert entspanntes Fahren ganz im Stile eines Colt Seavers. Wer entspannt mit dem Auto auf zwei Rädern durch die Landschaft fährt, ist entweder großer Fan des aus dem Fernsehen bekannten Stuntman Colt Seavers, dargestellt [...]
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Das Tauziehen zwischen Werbung und Adblock

E-Mail Marketing (adapted) (Image by Tumisu [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Beim Surfen im Web wird durch Ad-Blocker lästige Werbung verbannt. Das bedingt jedoch  vermehrt Spannungen im Gefüge der Werbeindustrie. Nach Apples Entscheidung, Ad-Block-Erweiterungen für ihren Safari Browser zuzulassen, hat der Kampf zwischen Werbebranche, Mobilfunkbetreibern, Verlagen und Privatsphäre- Befürwortern ein neues Hoch erreicht. Damit werden Ängste geschürt, dass die Multi-Milliarden schwere mobile [...]
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Internet-Industrie reagiert auf Adblocker-Hype

[2005] Crossroads of the World (adapted) (Image by Diego Torres Silvestre [CC BY 2.0] via Flickr
Die Werbeindustrie will angenehmere Ads entwickeln und so der Popularität von Werbeblocker entgegenwirken. Publisher wie Bild.de gehen härter gegen Adblocker vor. “Wir haben es vermasselt”. Es sind bemerkenswerte Worte, die Scott Cunningham, Senior Vice President of Technology and Ad Operations beim Interactive Advertising Bureau (IAB) kürzlich gewählt hat. Das IAB [...]
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AdBlocker sind Teil des “Kriegs” von Apple gegen Google

Half an hour of web ads (adapted) (Image by Daniel Oines [CC BY 2.0] via Flickr)
Es kommt einem versteckten Angriff auf Googles Einnahmequelle Nummer Eins gleich, den Apple in das neue Betriebssystem iOS 9 für iPhone und iPad eingebaut hat: die Möglichkeit, Werbeblocker zu installieren. Den Sommer über bauten App-Entwickler an “Peace”, “Crystal”, “Purify” oder “Blockr”, und vergangene Woche haben sie den Erfolg geerntet. In [...]
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All About The Money: Mehr Werbung auf Instagram

Smartphone (image by YashilG [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Instagram entwickelt sich für mich immer mehr zu einer Hass-Liebe. Einerseits macht es mir sehr viel Spaß, Bilder auf der Plattform zu veröffentlichen, dann gibt es auf Instagram auch etwas wie den Essay-Journalismus von Jeff Sharlet oder spaßige Hashtag-Trends wie #fromwhereistand. Die andere Seite von Instagram ist der Spam, der [...]
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