Dass in Twitter viel über den aktuellen Wahlkampf gesprochen wird, ist uns ja nicht neu. Twitter hat inzwischen auch eine eigene Wahlkampf-Seite aufgebaut, die Tweets zu Kampagnen und Kandidaten sammelt. Einen Höhepunkt erreichte das politische Gezwitscher natürlich vergangenen Freitag, als Obama und McCain in einer ersten Fernsehdebatte aufeinandertrafen. Twitter und der TV-Sender current.tv nahmen das zum Anlass, das Gezwitscher auch auf den Bildschirm zu bringen. "Hack the Debate" legt die Tweets der Nutzer direkt über das Fernsehbild der Debatte und liefert so einen wunderbaren, sichtbaren "Backchannel" des Duells. Twitterer mussten ihrem Tweet nur #current hinzufügen und der Kommentar ging auf Sendung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Twitter hat jetzt auch eine Kurz-Analyse der Tweets während der Debatte veröffentlicht. In der Debatte nach der Debatte spielen erneut Videos eine zentrale Rolle: Das McCain-Lager hat einige Statements von Obama zu einem "John is right"-Video zusammengeschnitten. Genauso erfolgreich läuft bei YouTube aber auch ein Ausschnitt, in dem McCain "Horseshit" murmelt, während Obama redet (via Internet und Politik):
Der absolute Renner in den YouTube-Charts ist aber weiterhin das grandiose Palin-Interview. Der US-Wahlkampf wird dank Social Media tatsächlich immer interessanter. [MEHR]
Gast-Blogpilot Christoph Bieber hatte auf seiner aktuellen US-Reise die Gelegenheit mit Biz Stone von Twitter ein Gespräch zu führen. Im ersten Teil des Interviews ging es um die Rolle von Twitter als Kampagnentool und die Art, wie Twitter die (politische) Kommunikation und Kultur verändern kann. Im zweiten Teil spricht Christoph mit Biz über Signal and Noise im Twitterverse, die Kooperation mit Current.TV und die Rückschlüsse, die sich aus der Auswertung des weltweiten Gezwitschers über den aktuellen Themenpuls ziehen lassen.
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Nach den Nominierungsparteitagen geht der US-Wahlkampf in seine letzte Runde: Die Kandidatenfragen sind endgültig geklärt, Obama-Biden und McCain-Palin bringen sich in Position. Im Online-Wahkampf spielen neben den sozialen Netzwerken vor allem Videos die zentrale Rolle. Und auf diesem Spielfeld schienen Obama und sein Team lange unschlagbar. [MEHR]
Im Juli diesen Jahres mussten sich die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten den Fragen der YouTube-Nutzer stellen. Am 29. November sind nun die Republikaner an der Reihe.
Moderiert wird die Debatte von CNN Journalist Anderson Cooper, der einer internationalen Öffentlichkeit durch seine Berichterstattung über den Hurrikan Katrina bekannt wurde. Sogar Fragen aus Deutschland kamen in die engere Auswahl. Die Debatte wird live aus St. Petersburg, Florida, übertragen.
Die "CNN - YouTube Presidential Debate" wird am Donnerstag, den 29. November 2007, von 02:00 bis 04:00 Uhr auf CNN International gezeigt. Eine Wiederholung wird von 10:00 bis 12:00 Uhr gesendet. [MEHR]
Beim Online-Wahlkampf sind die amerikanischen Parteien meist kreativer als ihre Kollegen in Deutschland. Nicht zufällig sind Blogs im Präsidentschaftswahlkampf 2002 zum Massenphänomen geworden. Auch im laufenden Wahlkampf sind Republikaner und Demokraten sehr umtriebig im Netz, haben doch die Parteistrategen die Macht sozialer Netzwerke erkannt.
Ein großes Problem war dabei stets, wie man den Erfolg solcher Kampagnen messen kann. (Ob Rudy Giuliani sich mit seinen 9216 MySpace-Freunden zufrieden geben wird?) Eine Möglichkeit zum Auswerten von Onlinekampagnen hat gerade Compete.com vorgestellt. Der Statistikdienst schlägt vor, "Facetime" zu messen, also die Zeit, die die potenziellen Wähler im Netz mit dem Kandidaten verbringen.
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