changegov.jpg Bereits zwei Tage nach der Wahl Barack Obamas zum 44. US-Präsidenten ging die Website Change.gov online. Ziel ist es, einen offenen Übergang zum Beginn der Amtszeit am 20. Januar 2009 zu bieten. Das Transition Team, das diesen Übergang organisiert, verspricht: „The transition process will offer you opportunities to participate in redefining our government.“ Auf Deutsch: Der Übergangsprozess soll allen Bürgern die Gelegenheit geben, an der Neugestaltung der Regierung mitzuwirken. Die Blogpiloten werfen einen Blick auf Obamas Online-Strategie. [MEHR]
Dass in Twitter viel über den aktuellen Wahlkampf gesprochen wird, ist uns ja nicht neu. Twitter hat inzwischen auch eine eigene Wahlkampf-Seite aufgebaut, die Tweets zu Kampagnen und Kandidaten sammelt. Einen Höhepunkt erreichte das politische Gezwitscher natürlich vergangenen Freitag, als Obama und McCain in einer ersten Fernsehdebatte aufeinandertrafen. Twitter und der TV-Sender current.tv nahmen das zum Anlass, das Gezwitscher auch auf den Bildschirm zu bringen. "Hack the Debate" legt die Tweets der Nutzer direkt über das Fernsehbild der Debatte und liefert so einen wunderbaren, sichtbaren "Backchannel" des Duells. Twitterer mussten ihrem Tweet nur #current hinzufügen und der Kommentar ging auf Sendung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Twitter hat jetzt auch eine Kurz-Analyse der Tweets während der Debatte veröffentlicht. In der Debatte nach der Debatte spielen erneut Videos eine zentrale Rolle: Das McCain-Lager hat einige Statements von Obama zu einem "John is right"-Video zusammengeschnitten. Genauso erfolgreich läuft bei YouTube aber auch ein Ausschnitt, in dem McCain "Horseshit" murmelt, während Obama redet (via Internet und Politik): Der absolute Renner in den YouTube-Charts ist aber weiterhin das grandiose Palin-Interview. Der US-Wahlkampf wird dank Social Media tatsächlich immer interessanter. [MEHR]
Und weiter geht es beim aktuellen Themenspecial der Blogpiloten. Wir beschäftigen uns mit der Wahl zum nächsten "Most-powerful-Präsidenten-in-the-World" und geben euch hier schon einen ersten Überblick über die Websites der beiden Kontrahenten und werfen hier einen genaueren Blick auf die Clip-Fights bei YouTube und Co. Heute gibt es ein besonderes Schmankerl, denn die genialen Macher der Commoncraft-Show haben ein ebenso geniales Erklär-Video gemacht, in dem erläutert wird, wie die Wahl in das US-Präsidentenamt eigentlich funktionert. Das Video gibt's nach dem Klick. [MEHR]
Nach den Nominierungsparteitagen geht der US-Wahlkampf in seine letzte Runde: Die Kandidatenfragen sind endgültig geklärt, Obama-Biden und McCain-Palin bringen sich in Position. Im Online-Wahkampf spielen neben den sozialen Netzwerken vor allem Videos die zentrale Rolle. Und auf diesem Spielfeld schienen Obama und sein Team lange unschlagbar. [MEHR]
Ein spannendes Mashup zum Super Tuesday ist dieses Mashup, das Twitter, Twittervision und Google Maps zusammenmischt. So können wir live verfolgen, was das Twitterverse zu den US-Wahlen zu sagen hat. Als kleiner Bonus werden auch gleich noch die Ergebnisse mit angezeigt. Super Tuesday: Twitter + Google Maps [MEHR]
Etsy (Logo)Etsy.com ist ein Hort für alle Liebhaber des Selbstgemachten. Wer immer die Idee hatte, etwas zusammenzubasteln oder zu designen, kann es bei etsy wieder loswerden – denn etsy ist eine Verkaufsplattform für handgemachte Produkte aus der ganzen Welt. Das Schöne daran: Man merkt den Produkten die wurschtelige Liebe, die viele ihrer Verkäufer hineingesteckt haben, richtig an – egal ob sie Donuts aus Plüsch verkaufen, Portemonnaies, die sie aus Klebeband gefertigt haben oder Ohrringe aus lettischen Holzstückchen. Wie funktioniert etsy? Das Prinzip von etsy: Jeder, der etwas verkaufen möchte, kann sich recht unbürokratisch anmelden, seinen Shop einrichten und seine Produkte feilbieten. Das offensichtlich ziemlich breite Produktangebot haben die etsy-Macher auf eine sehr clevere Art und Weise geordnet und miteinander vernetzt, so dass der potentielle Käufer stets weitere Produkte, Verkäufer und Shops angeboten bekommt. Man kann außerdem gezielt nach Geschenken für Mama, Papa, Teenager, spezielle Frauen oder Arbeitskollegen suchen, kann nach Produkten in seiner Lieblingsfarbe fahnden – oder sich auf einem Globus anzeigen lassen, wo auf der Welt die Verkäufer der Produkte sitzen. Sich in diesem Produktkosmos ein wenig treiben zu lassen, macht Spaß – auch Menschen, die sonst lieber in echte Geschäfte einkaufen gehen. Für wen ist etsy gedacht? Einfach in der Bedienung ist etsy nicht nur etwas für Online-Kauffreaks, sondern für alle, die keine Lust haben, nur das anzuziehen und sich in die Wohnung zu stellen, was Großdesignerketten ihnen vor die Nase setzen. Etsy (Screenshot) Bildquelle: Screenshot von Etsy.com Blogpiloten-Urteil: Die Seite ist klar strukturiert und lotst den User in hübschen Virtuellbummeln durch die Angebote. Von jedem Produkt gibt es eine Menge Fotos und detaillierte Beschreibungen auf Englisch. Selbst wenn man nicht auf Anhieb das gewünschte findet, treibt einen das etsy-Leitsystem geschmeidig durch das Produktwirrwarr bis zu den Dingen und Verkäufern, die genau den eigenen Geschmack treffen. Darum ist etsy auch geeignet für Leute, die sonst nie im Netz einkaufen und denen die digitalen Wühltische von Ebay auf die Nerven gehen. Kleiner Dämpfer für deutsche Kaufwillige: Etsy ist eine Seite aus den USA. Zwar gibt es dort auch jede Menge Verkäufer aus anderen Teilen der Welt – die Verkäufer sitzen aber in den Staaten. Und so entstehen für den Versand häufig größere Mehrkosten. Aber im Ernst: für das eine oder andere selbstgedengelte Unikat lohnt es sich trotzdem! [MEHR]
Im Juli diesen Jahres mussten sich die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten den Fragen der YouTube-Nutzer stellen. Am 29. November sind nun die Republikaner an der Reihe. Moderiert wird die Debatte von CNN Journalist Anderson Cooper, der einer internationalen Öffentlichkeit durch seine Berichterstattung über den Hurrikan Katrina bekannt wurde. Sogar Fragen aus Deutschland kamen in die engere Auswahl. Die Debatte wird live aus St. Petersburg, Florida, übertragen. Die "CNN - YouTube Presidential Debate" wird am Donnerstag, den 29. November 2007, von 02:00 bis 04:00 Uhr auf CNN International gezeigt. Eine Wiederholung wird von 10:00 bis 12:00 Uhr gesendet. [MEHR]
Beim Online-Wahlkampf sind die amerikanischen Parteien meist kreativer als ihre Kollegen in Deutschland. Nicht zufällig sind Blogs im Präsidentschaftswahlkampf 2002 zum Massenphänomen geworden. Auch im laufenden Wahlkampf sind Republikaner und Demokraten sehr umtriebig im Netz, haben doch die Parteistrategen die Macht sozialer Netzwerke erkannt. Ein großes Problem war dabei stets, wie man den Erfolg solcher Kampagnen messen kann. (Ob Rudy Giuliani sich mit seinen 9216 MySpace-Freunden zufrieden geben wird?) Eine Möglichkeit zum Auswerten von Onlinekampagnen hat gerade Compete.com vorgestellt. Der Statistikdienst schlägt vor, "Facetime" zu messen, also die Zeit, die die potenziellen Wähler im Netz mit dem Kandidaten verbringen. [MEHR]
In Deutschland denken diverse Blogger regelmäßig an einen "Blogger Verein e.V." nach, um ein vereintes Organ gegenüber Presse und Firmen zu haben. Auch rechtliche Deckung durch den Verein gegenüber seinen Mitgliedern steht dabei immer wieder in der Diskussion. Den finalen Schritt hin zum Verein hat die Blogosphäre bisher allerdings nicht geschafft, während es für die Podcaster im Land heute bereits zwei Vereinigungen gibt. Auch in den USA ist die "Verbündung" von Bloggern immer wieder einmal ein Thema. Andere wollen eine eigene Gewerkschaft gründen. Das zumindest berichtet das "Wall Street Journal" (im Abo). So wollen allem voran einige linke Blogger einen gemeinsamen Tarif bei Krankenkassen, Tarife für Schreibaufträge sowie einfachere Zugangsvoraussetzungen zu Veranstaltungen bewirken ... Es wird spannend zu sehen sein, ob sich Blogger - von Natur aus Einzelkämpfer und meinungsfreudig - zu einer solch "monokulturellen" Vereinigung zusammenfinden können. In Deutschland scheiterte eine solche "Vereinsmeierei" bisher. [tags]usa,verein,gewerkschaft[/tags] [MEHR]
"Halbe Weltbloginfrastruktur lahm gelegt", titelt Cem Basmann zum gestrigen (Ortszeit) Elektro-Blackout in San Francisco. Denn neben rund 50.000 Betroffenen Privathaushalten waren auch einige Rechenzentren betroffen, die u.a. so bekannte Seiten wie Craigslist, Netflix, Yelp, die Blogsuchmaschine Technorati sowie sämtliche Angebote der Blog-Schmiede SixApart - TypePad, Vox und LiveJournal - beheimaten. Kurz: Für wenige Stunden war die Blogwelt in den USA wahrscheinlich nur halb so groß wie sonst. [tags]usa,blackout[/tags] [MEHR]
Die Unzufriedenheit der US-amerikanischen Bevölkerung über den Irak-Einsatz der eigenen Truppen steigt täglich. Und so bleibt es nicht aus, dass sich zunehmend mehr Blogger, Journalisten und Online-Aktivisten dem Thema annehmen und im Web dagegen demonstrieren. Dagegen nun will die US-Regierung vorgehen: Zukünftig will man gegen Autoren im Netz, welche inakkurate, falsche oder unvollständige Informationen posten, wie gegen feindliche Propagandisten vorgehen. In einer ersten Stufe infiltrieren Mitarbeiter des CENTCOM solche Foren und Weblogs, um sicherzustellen dass Leute "die Möglichkeit haben, positive Geschichten zu lesen", so Maj. Richard J. McNorton, Chief of CENTCOM im März. Durch ein neues Gesetzespaket besteht für den Staat darüber hinaus jetzt die Möglichkeit, US-Bürger, welche Informationen verbreiten, die den Interessen der US-Regierung schaden können, durch die Heimatschutz-Behörde verfolgen zu lassen. Ausführliche Informationen dazu gibt es bei Infokrieg.tv. [tags]usa,zensur,gesetz[/tags] [MEHR]
Blogger in den USA sollen zukünftig den gleichen Quellenschutz in Anspruch nehmen können wie Journalisten. Das zumindest sieht eine Neufassung des "Free Flow of Information Act" vor. In der neuen Fassung des "Gesetzes zur freien Verbreitung von Information" findet sich eine geänderte Definition von "Journalismus": Bisher mussten Journalisten einer Nachrichtenagentur angehören, um sich auf den "Information Act" berufen zu können. Die neue Regelung sieht vor, dass jeder als Journalist gilt, der "lokale, nationale oder internationale Nachrichten sammelt, aufschreibt, fotografiert oder auf sonstige Weise veröffentlicht". Dazu gehören also auch Blogger, die sich nun auf das Gesetz berufen können, um ihre Quellen zu schützen. In den letzten Jahren hatte es bereits einige Fälle gegeben, in denen Blogger sich auf dieses Gesetz beriefen und Gefängnis- und andere Strafen in Kauf nehmen mussten. [tags]zensur,journalismus,recht,usa[/tags] [MEHR]
[Blogspot USA] Heute auf der Titelseite der New York Times: "A Call for Manners in the World of Nasty Blogs". Web 2.0 Posterboy Tim O’Reilly, Jimmy Wales (Wikipedia) und einige prominente Blogger haben eine Aktion angestoßen, um Verhaltensmaßregeln (Blogger´s Code of Conduct) für die Blogosphäre zu entwickeln. Motiviert durch ehrverletzende Übergriffe in einzelnen US-Blogs, soll das Set an Verhaltensregeln nicht Zensur zum Ziel haben, sondern eine gemeinschaftliche Selbstverpflichtung. Derzeit werden Argumente und Kritiken im Blogging Wikia gesammelt. Wenig Begeisterung zeigt Michael Arrington von TechCrunch für die Aktion. Der Code of Conduct und jeder sich dahinter aufreihende Blooger "scares me a lot more than the hate comments and death threats I've received in the past." In Deutschland fragte Spreeblick bereits Sommer 2005: "Zeit für eine Blog-Etiquette?" - Ist es jetzt soweit? [MEHR]