Alle Beiträge zu Tinder

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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FACEBOOK t3n: Fake-Accounts: Zuckerberg lässt Manipulation von Bundestagswahl prüfen: Facebook macht einen Schritt in Richtung für mehr Transparenz auf seiner Plattform. Gründer Mark Zuckerberg hat sich jetzt mit einer Videobotschaft bezüglich Fake-Accounts an die Nutzer der Plattform gewendet. In dem Video kündigte er jetzt Gegenmaßnahmen an, die vor allem mutmaßliche [...]
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Spieleentwickler gegen Fake News

Spiele (adapted) (image by Pexels [CC0] via pixabay)
„Was ich toll an dem Spiel finde, ist, dass ich sehr schlecht darin bin und dass andere Leute sehr schlecht darin sind.“ Möchtest du deine eigenen Fake News erstellen? Ja, dafür gibt es eine App. Möchtest du Spaß dabeihaben, wenn du lernst, wie du Fake News von deinem Medienkonsum entfernst? [...]
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Warum Tinder uns zu boshaften Menschen macht

online dating (adapted) (Image by Thomas8047 [CC BY 2.0] via Flickr)
60 Prozent des digitalen Medienkonsums in Amerika geschieht nur noch über Handys oder Tablets und nicht mehr über Desktop-PCs. So wie Menschen und Technik zunehmend mobiler werden, sind es auch die Bemühungen der Menschen, Liebe und Sex zu finden. Laut der Analyse-Seite AppAnnie ist die Dating-App Tinder eine der beliebtesten [...]
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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YOUTUBE Business2Community: YouTube Launches Its Own Social Network Called “YouTube Community”: Es war nur eine Frage der Zeit, bis YouTube sein eigenes soziales Netzwerk startet. Nun ist es endlich so weit. Unter strenger Geheimhaltung wurde die Plattform entwickelt und von einigen wenigen YouTubern getestet. Das neue soziale Netzwerk mit dem [...]
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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DROHNE t3n: 90 Minuten in der Luft: Facebooks Internet-Drohne „Aquila“ absolviert ersten erfolgreichen Testflug: Premiere! Auch wenn der Testflug drei Mal länger dauerte als geplant, gelang es dem Facebook Connectivity Lab erstmals eine Drohne in der finalen Größe in die Luft zu schicken. Dabei misst das Fluggerät eine Spannweite von [...]
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Können Dating-Apps Langzeitbeziehungen zerstören?

Holding Hands (Image: Unsplash [CC0 Public Domain], via Pixabay).jpg
Dating-Apps und Dating-Websites verändern Beziehungen. Mehr als zehn Prozent der amerikanischen Erwachsenen – und mehr als 40 Prozent der Personen, die über sich sagen, dass sie “Single und auf der Suche” sind – nutzen Dating-Websites und Apps. Was würde jemand aus dem 19. Jahrhundert über den Zusammenschluss von Technik und Romantik denken, den wir [...]
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Lovoo ist voller Machos und Stylerbubis

Love (of technology) (adapted) (Image by Matthew G [CC BY 2.0] via Flickr)
Wer zwischen 16 und 30 und auf Partnersuche ist, dem wird früher oder später Lovoo empfohlen. Wer es nicht kennt: Lovoo (sprich: La wuu) ist eine einfache Dating-App wie Tinder, Badoo (wer da wohl von wem geklaut hat?) und Co. Man lädt ein Foto hoch, macht ein paar Angaben über [...]
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Ohlala: Bezahlte Dates statt Sex-App?

Paar (image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Seit der Gründung von Peppr Anfang 2014 ist Pia Poppenreiter nicht mehr aus der Berliner Startup-Szene wegzudenken. Nun folgt mit Ohlala der zweite und hoffentlich letzte Anlauf. Peppr, die Webapp für die Bestellung von bezahltem Sex, hat auf internationaler Ebene für Aufmerksamkeit gesorgt. Doch bei viel aufgewirbeltem Staub ist es [...]
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Trends des Monats – August

Screenshot New York Times
Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es neue, innovative Medienprojekte, praktische Gadgets oder neue digitale Geschäftsmodelle. Wir stellen euch dieses Mal Summer of Science, Ze.tt, Twitter Cards und EDGE vor. Außerdem zeigen wir euch, wie Stars Dating-Apps als Marketinginstrument nutzen. Popstars bei Tinder – [...]
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Was kann die neue Plattform Brigade?

Gedanke (adapted) (Image by stux [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Zwischen Social Network oder Polit-Tinder: Alexander Löser hat sich die neue Plattform Brigade mal genauer angesehen. Kann sie den Bürgern ein Raum für politische Statements bieten? In Deutschland scheint der Graben zwischen Politikern und Bürgern immer größer zu werden. Das liegt nicht zuletzt an den Bürgern, die ihre Meinung immer [...]
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Netzpiloten-Special: 5 Lesetipps für den 31. Dezember

In den Lesetipps zeigen wir heute unsere meistgelesensten Artikel des Jahres, in denen es um die Boerse.bz, WhatsApp, SIMSme, Tinder und Journalismus ging.

  • BOERSE.BZ Lars Sobiraj: Boerse.bz-Piraten schießen sich selbst ab: Eine der größten Herausforderungen in der digitalisierten Medienbranche ist es, sein Publikum wirklich zu kennen. Unser meistgelesenster Artikel des Jahres 2014 behandelt eigentlich ein Thema, dem ich es nicht zugetraut habe, bei uns auf so breites Interesse zu stoßen. An dem deutschsprachigen Filesharing-Forum Boerse.bz zeigt sich aber nahezu perfekt, dass es zwar vielleicht den Nutzern beim Thema unautorisiertes Filesharing um den Zugang zu Inhalten geht, den Betreibern solcher Portale aber ums Geld verdienen. Ein sehr unromantischer Widerspruch, den Lars Sobiraj akribisch herausarbeitet. Die Geschichte ist spannend, informativ dargestellt und scheinbar deshalb der diesjährige Liebling unserer Leser. Es geht in erster Linie um Qualität, eine mich für nächstes Jahr motivierende Lektion.

  • WHATSAPP Jakob Steinschaden: 18 Tipps, die die Messaging-App erträglich machen: Warum Facebook ungefähr 19 Milliarden US-Dollar für den stets viel kritisierten und alles andere als seriös mit Nutzerbeschwerden umgehenden Messenger-Dienst WhatsApp zahlte, wird bei den vielen Nutzern klar. Inzwischen nutzen pro Tag über 500 Millionen Menschen den Dienst, um sich kurze Texte und Fotos hin und her zu schicken. Die BBC, der SFR und auch wir verschicken inzwischen Nachrichten via WhatsApp, denn an dem Messenger kommt zur Zeit niemand vorbei. Kein Wunder, dass Jakob Steinschadens Artikel mit 18 Tipps für den Messenger, unser zweitbeliebteste Artikel im Jahr 2014 wurde.

  • SIMSME Tobias Gillen: Deutsche Post scheitert an überflüssiger „E-WhatsApp“: Deutschland, wo das Internet in diesem Jahr sich erst langsam aufmachte, dass Merkelsche Neuland zu entdecken, gehört sicher nicht zu den Vorreitern der Digitalisierung. Es verwundert deshalb eigentlich auch nicht, dass der eben besprochene Messenger WhatsApp nicht von hier kommt. Nationale Konkurrenz sollte der Messenger SIMSme machen, eine Entwicklung der Deutschen Post. Doch die App floppte und das wohl aus guten Gründen, wie der viel diskutierte Testebericht von Tobias Gillen zeigte. Ähnlich wie schon die De-Mail, zeigte die Post nur, dass große Unternehmen kein Hort an Innovation sind, Datenschutz zwar in der Presse viel diskutiert wird, aber kein Feature ist, dass die Nutzer wirklich haben wollen, wenn es immer noch schneller, besser und schicker geht.

  • TINDER Jakob Steinschaden: Die Flirt-App, die deinen Daten schöne Augen macht: Die Flirt-App Tinder gehört zu den bekanntesten Anwendungen beim Thema Flirten, über die im Jahr 2014 gesprochen wurde. Meist findet sich in meiner Twitter-Timeline eine sarkastische Bemerkung zur Tinder-App, zu der es aber auch so viel mehr zu erzählen gibt, wie der sehr beliebte Artikel von Jakob Steinschaden zeigt. Tinder ist nämlich ein Musterbeispiel dafür, wie eine sehr leicht zu bedienende App, dem Nutzer scheinbar ein so zufriedenstellendes Nutzunsgerlebnis bringt, dass das Thema Datenschutz auch hier vernachlässigt wird. In den Daten liegt aber der eigentliche Wert für die Eigentümer von Tinder, wie u.a. die New Yorker Internet-Firma IAC/InterActiveCorp,die überhaupt nur auf datensaugende Unternehmen setzen. Es geht nicht um Liebe, es geht um Daten. Das wird sich auch im nächsten Jahr nicht ändern.
  • JOURNALISMUS Martin Hoffmann: Die neuen Nachrichtenkonkurrenten im Netz: Den fünften Platz belegt der Artikel „Journalismus: Die neuen Nachrichtenkonkurrenten im Netz“ von Martin Hoffmann, der damals noch für den MDR arbeitetet und heute Leiter der Social Media-Abteilung bei Welt.de ist. Die lesenswerte Auflistung über die zu erwartenden Trends im Journalismus, entstand aus einem Vortrag bei der „Zukunftswerkstatt Radio-Nachrichten“ im MDR-Landesfunkhaus Magdeburg, der zeigte dass die Zukunft des Journalismus nicht aus Deutschland kommen wird, denn es fehlt hierzulande an wirklichen Innovationen. Das Zeit Online mit Memes experimentiert oder auf Stern.de schon einmal ein GIF zu sehen war, ist nämlich nicht wirklich ein sogenannter Game Changer. Hoffen wir, dass das Jahr 2015 uns vielleicht doch noch überrascht.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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„Vom Suchen und Tindern der Liebe“ Miriam Pielhaus neuste Kolumne

Cloudcuckoohome – Geschichten aus der digitalen Wolke! Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt. Nine hat das Unmögliche geschafft. Würde es „Wetten, dass…“ noch etwas länger als für drei Ausgaben geben, ich hätte gewettet, dass das niemand jemals hinbekommt. Und: ich hätte mit schlingernden Pauken und jammernden Trompeten verloren. Denn Nine hat es tatsächlich geschafft. Nine ist eine wundervolle Frau aus meinem nahen Umfeld und „Medienmensch“-Kollegin sozusagen. Sie alle kennen Nine vermutlich aus Ihrem Fernseher oder aus Zeitschriften. Nine heißt natürlich in Wirklichkeit nicht Nine. Aber das ist nebensächlich. Das Unmögliche, das ihr gelungen ist: Nine hat mich zu einem Online-Dating-Portal gebracht. Und da bin ich nun. Schon seit 6 Wochen. Und so fing alles an. Nine hat eine Cousine, die kurz davor ist, ein endlos langes Studium zu seinem hoffentlich glanzvollen Ende zu bringen. Diese Cousine schreibt für ihren Bachelor in Soziologie über ein sicherlich hochtrabendes Thema, für das sie Kennenlern-Netzwerke, Dating-Portale und entsprechende Apps testet. Testen muss. Zufälligerweise ist die Cousine auch gerade alleinstehend – aber auch das ist bitte nur eine Randnotiz der Geschichte, die Sie hoffentlich schmunzeln lässt. Nun. So landete die Cousine bei einem dieser Dienste Tinder. Und so war auch meine (im Berufsleben „berühmte“) Freundin Nine, kurze Zeit später mit eigenem Profil dort vertreten. Zunächst kichernd, halb beschämt, halb belustigt. Ein Stück weit „aus purer Neugier, haha“. Weil die App fix geladen ist, so simpel funktioniert und „alles kann – nichts muss“ vermittelt. Aber – der Vollständig- und Ehrlichkeit halber sei angemerkt: Nine trug auch ein kleines Brötchen Hoffnung im Rucksack. Denn Nine ist seit einigen Jahren Single. Nicht ungern, nein nein. Dennoch nicht mit dem Ziel, es für immer zu bleiben. So. Und jetzt halten Sie sich fest: Seit Nine die App am Start hat (2 Monate), hat sie fast schon ein Dutzend Dates gehabt. Echte Dates. Kaffee trinken, Spazieren gehen, Dinner for two, Kino. Und immerhin einmal hat sie sogar geknutscht. Und das sogar „äusserst vielversprechend“. Ich war baff, als sie mir das erzählte. Wie sie es online angestellt habe, dass nicht jeder sofort kapierte, dass sie die Madame aus der Glotze sei, und sie allein aufgrund dieser Tatsache mal „in echt“ treffen wolle, mag ich wissen. Anderer Vorname und nur schemenhafte oder etwas weich gezeichnetere Profilbilder, sagt sie. Sich selbst ein wenig verschlüsseln. Das ginge schon. Außerdem seien ihr sogar einige männliche TV-Kollegen über das Display geschliddert. Also, dieses Dating-Ding, das sei offenkundig Massen- und äääh Medienmenschen-kompatibel. Ich weiß, was sie meint. Und nicke beeindruckt. Sie berichtet. Wer sich anmeldet, erstellt ein Profil. Mit Fotos, Alter und bei Bedarf irgendeinem schlauen Satz oder Absatz zu sich selbst. „Allein das.“ sagt sie, während sie mir die Funktionsweise zeigt, „Wer Carpe Diem oder PartyPartyParty als Lebensmotto angibt oder irgendein Schrott-Zitat aus einem Blümchen-Roman rauskopiert, wird direkt weggeklickt.“ Das Auswahlprinzip ist einfach und erinnert an MTVs „Hot or not“. Wen man nicht sympathisch, spannend oder wenigstens irre attraktiv findet, der wird per „X“ zur Seite gewischt. Jemand, der einen auf irgendeine Art interessiert, den kann man mit einem Klick aufs „Herz“ versehen. Das kriegt dieser Jemand aber nicht mit. Genauso wenig bekommt er die manchmal garstige Ablehnung zu spüren, die mit einem „Nope“-Stempel versehen auf dem eigenen Display erscheint, sobald ein Anti-Kandidat eben für „Anti“ befunden wurde. Erst, wenn ein „Herz“-Mann beim eigenen Profil auf „Herz“ drückt, erscheint das magische „It‘s a match“. Und ab da darf es losgehen. Die App hat eine eigene Kommunikationsplattform, wo gechattet wird. „Und das ist enorm aufschlussreich. Enooorm! Wenn du nur ein bisschen genauer hinliest“, erklärt Nine. Wie einer mit Worten umgehe. Welche Fragen er stelle. Mit welchem Tempo er sich der wildfremden Person nähere. Welche Interessen er habe. Was er von sich preisgebe. Und auf welche Art. Wie fix er ein echtes Treffen und vor allem wo und auf welche Art einfordere und so weiter und so fort. Etliche „matches“ habe sie relativ schnell auslaufen lassen, harte/hartnäckige Fälle könnten blockiert werden, oder aber sie sei freundlich aus der Konversation ausgestiegen. So zum Beispiel bei einem, dem es nur um das Eine ging. Der das Social Network eher als Social Bedwork verstand. Das habe jener aber relativ bald mit immerhin größtmöglichem Stil und in aller Höflichkeit tatsächlich offensiv abgefragt. Nachdem sie die Absicht nicht teilte, wünschten sich beide viel Erfolg bei der weiteren Suche und „einen schönen Sommer in Berlin.“ „Das kann ich gar nicht glauben,“ entfährt es mir. Ich muss ein reichlich dämliches Gesicht gemacht haben seinerzeit. „Dann probiere es halt aus. Du merkst recht schnell, ob das zumindest theoretisch passen könnte. Bis zum Date musst du keine Telefonnummern austauschen. Und selbst dann – eigentlich auch nicht. Verabreden geht auch so diskret über diese App, wie alles davor.“ Soweit war ich damals noch nicht. Ich ließ Nine daten. Und mir von den Erlebnissen erzählen. Nun, was sie kund tat, machte, dass die Augenbrauen in die Höhe stiegen. Bis auf eine Ausnahme waren es ausschließlich kluge, geistreiche, höchst angenehme Typen, die Nine kennengelernt hatte. Schöne Nachmittage verbrachte sie oder Abende. Kein Funkensprühen zwar. Aber auch keine vergeudete Zeit. Ein paar „Huch“-Momente gab es wohl, als die Herren der Schöpfung realisiert hatten, wen genau sie da zum grünen Tee einladen. Aber ansonsten: keine nennenswerten Aussetzer. Keine! Wow. Im Gegenteil. Schönes-neue-Leute-Kennenlernen. Jenseits von „Noch‘n Sektchen?“-Promiparties. Nur mit „ich hatte höhere Erwartungen, vermutlich.“ Was das Scheitern erklärte.Höhere Erwartungen? Tja. Die Erwartungen. Das ist – laut der Cousine, die sich wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzt – das „kleine, aber entscheidende“ Problem an der Sache. Eine Psychologin, die sie befragt hat, beschreibt das so: wer online kennenlernt, sich über die schriftliche Kommunikation annähert, sehr exklusiv – im Chat-Tète-à-Tète – der baut sich ein Bild auf. Ob er will oder nicht. Und das wird immer bunter und blumenreicher, manchmal auch idealisierter, je länger oder intensiver der Austasuch, das Kennelernen andauert. Das Erkunden des Anderen hat nur das Wort. Kein bewegtes Bild, keinen Klang der Stimme, kein Geruch, keine Stimmung, keinen menschlichen Eindruck. All das wird erst hinzugefügt, wenn sich die beiden Hauptdarsteller der Romantic Comedy im wahren Leben treffen. Und anders als bei der gelernten Analog-Variante (zum Beispiel: Partynight – Boy/Girl meets Girl/Boy in der Bar – beide sehen sich – entscheiden sich dafür, dass genau sie sich die Nacht gemeinsam um die Ohren schlagen wollen – Drama oder Happy End) hat der Erstkontakt im Leben – eine „Vorgeschichte“. Er ist eben nicht jungfräulich. Und daher ist die Fallhöhe groß. Und gewissermaßen das häufige Scheitern vorprogrammiert. Aber – selbst wenn? Ist das verwerflich? Macht es das Daten wertloser? Und erst recht, wenn es das ehrliche Stück Brot im Gepäck dabei gibt – die Hoffnung auf die große Liebe… Ich meine: Wer lernt schon 11 ansatzweise aufregende Menschen in 6 Wochen kennen. Und trifft diese auch noch zum meist höchst entspannten, individuellen Stelldichein. Sie erinnern sich? „Alles kann – nichts muss“ – das war das Angebot. Und dieses Versprechen wurde gehalten, augenscheinlich. Meine Ausbeute zu früheren Single-Zeiten war deutlich ärmer. Insofern: warum eigentlich nicht?! Zack. Nine hatte es geschafft. Ich habe mich angemeldet. 4 Wochen bin ich nun dabei. Sortiere X-se von Herzen. Plaudere mit „It‘s a maaatch“-Kerlen manchmal tagelang nur über gähnend langweiliges Zeug (und sehne das Einschlafen des Chats herbei) oder tausche mich über wirklich faszinierendes aus. Getroffen habe ich noch keinen. Schüchternheit? Rest-Respekt vor der ungewohnten Flirtform? Oder noch keiner, der zu hohe Erwartungen erfüllen oder enttäuschen könnte? Man wird sehen. Denn: ich wurde bereits äusserst kreativ (viele, viele Bonuspunkte vorab) um ein Treffen gebeten. Ich gebe zu: das macht mir ein wenig Flirren ums Herz. Und dabei ist es (fast) egal, wie das Date, das ich ziemlich sicher annehmen werde, wird. Allein dafür, finde ich, hat es sich schon gelohnt. Nine hat sich übrigens vorgestern aus dem Portal abgemeldet. Das jüngste Meet&Greet, dem sehr schnell 3 weitere folgten, scheint vorerst der letzte neue Mann in ihrem Leben zu sein. Vorerst? Oder aber für immer. Ich halte das mittlerweile für mehr als möglich. Unmöglich? Ich würde nicht darauf wetten. (Schlussbemerkung: Bitte, dass Sie das nicht falsch verstehen – ich bekomme kein Geld von diesem kostenlosen Dienst, dessen Namen ich im Text bewusst nur ein einziges Mal erwähnt habe. Das musste nur sein, um die Funktionsweise zu verstehen. Und es gibt bestimmt tausend ähnliche – und mindestens genauso gute. Insofern: daten Sie. Daten Sie, wo und wen Sie wollen. Es war nur ein Beispiel, das mich staunen ließ. Und daran mochte ich Sie gerne teilhaben lassen. Dankesehr.)

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5 Lesetipps für den 28. Februar

In unseren Lesetipps geht es um die Internet-Macht China, das Wachstum von Tinder, einen WLAN-Virus, ein Gerichtsurteil gegen Google mit Wirkung und die Absage der Implosion von Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • CHINA DerStandard.at : Präsident Xi will China zur Internet-Macht ausbauen: Der chinesische Präsident Xi Jinping macht die weitere Entwicklung des Internets in seinem Land zur Chefsache. Er werde die Leitung eines Regierungsgremiums zur Koordinierung der Internet-Sicherheit übernehmen, sagte Xi nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.
  • TINDER Marketing Land: Seit Dezember haben sich die „Macthes“ auf Tinder verdoppelt: Die Dating-App Tinder zählt derzeit 750 Millionen “Swipes” im Monat und rund 10 Millionen tatsächliche “Matches” zwischen den angemeldeten Nutzern. Das sind nach Tinder-CEO Sean Rad doppelt so viele im Vergleich zu Dezember 2013.
  • VIRUS CNET: Uh-oh, this computer virus can spread via Wi-Fi: Forscher an der englischen Universität von Liverpool haben einen Computervirus namens Chameleon entwickelt, der Eigenschaften eines Erkältungsvirus hat. Genauso beeindruckend wie besorgniserregend ist, dass sich der Virus über WLAN-Verbindungen verbreiten kann. In gesicherte Netzwerke konnte aber auch er noch nicht eindringen.
  • GERICHTSURTEIL PandoDaily: Can this copyright ruling against Google help revenge porn victims?: Ein Gericht in Los Angeles hat Google dazu verurteilt, den Anti-muslimischem Film „The Innocence of Muslims“ von seiner Video-Plattform YouTube zu löschen. Geklagt hatte die Schauspielerin Cindy Lee Garcia, die in dem Film mitspielt, der aber in Post-Produktion so geändert wurde, dass er sich vor allem gegen Muslime richtet. Damit wollte Garcia nichts zu tun haben. David Holmes glaubt, dass das Urteil auch Auswirkungen auf sogenannte „Rache-Pornos“ haben kann.
  • FACEBOOK Medienrauschen: Die Vorhersage der Implosion Facebooks als neuer heißer Scheiß?: Im Medienrauschen-Blog fragt sich Thomas Gigold, was an den Vorhersagen des Endes von Facebook dran ist und kommt zu dem Schluss, dass Facebook das Google unter den sozialen Netzwerken ist, also auch einen Misserfolg vertragen kann, denn das Unternehmen erfindet sich auf so vielen Ebenen immer wieder neu.

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5 Lesetipps für den 16. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Debattenkultur von Trollen, die Dating-App Tinder, die Debatte um Datenschutz in der Wikipedia, die Macht von Google und interessante Nutzerzahlen von Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK DailyFinance: Facebook’s Teen Users Down 25% During the Past 3 Years: Es ist langsam ein Fakt, dass Facebook unter Jugendlichen immer unpopulärer wird. In den letzten 3 Jahren ist der Anteil bei Teenagern um 25 Prozent gesunken, bei Studenten sogar um bis zu 60 Prozent. Doch die Aktie steigt, denn Facebook verdient mit Werbung auf dem sozialen Netzwerk sehr viel Geld und auch wenn die jungen Menschen sich abmelden, hat Facebook gesamt betrachtet über 22 Prozent Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen.
  • WIKIPEDIA Hyperland: Streit über Datenschutz bei Wikipedia: Die Wikipedia-Community diskutiert über eine neue Datenschutzrichtlinie der Wikimedia Foundation. Christiane Schulzki-Haddouti erklärt auf Hyperland den Streit zwischen der deutschsprachigen und englischsprachigen Community, bei dem es vor allem darüber geht, wie mächtig Analyse-Tools sein dürfen, die die Daten angemeldeter Wikipedia-Autoren auswerten.
  • GOOGLE Techland Blog: Google Is Powerful — But Not as Powerful as an Angry Mob: Die Debatte um den Kauf von Nest durch Google geht weiter. Offensichtlich sind viele Menschen besorgt, dass in dem vernetzten Heim der Zukunft bald überall das Google-Logo auftauchen wird, ein klares Zeichen für viele Kritiker, dass ihnen dieses Heim nicht mehr gehört. Henry McCracken setzt sich mit der Kritik auseinander und fragt sich, ob auch ein so mächtiges Unternehmen wie Google sich durch eine kritische Masse ändern kann und wenn, ob das Google nicht erst wirklich mächtig macht.
  • TINDER PandoDaily: Will Tinder users put up with native advertising?: Tinder ist eine Dating-App, die für einen heraus findet, wer in deiner Nähe auf einem steht und verbindet die zwei Personen dann miteinander, wenn beide aneinander interessiert seid. Doch zuletzt kam die viel gelobte App immer mehr in Kritik, denn scheinbar ist es Teil der Monetarisierungsstrategie, manche Accounts von Marken für Werbezwecke mit menschlichen Nutzern in Kontakt zu bringen. Carmel Deamicis fragt sich auf Pando Dialy, ob dies innovative Werbung ist oder nur heimtückisch von dem Unternehmen.
  • TROLLE W&V: Troll-Psychologie: Wann der Ton im Social Web umschlägt: Werden wir im Social Web immer nörgliger? Warum das so ist, erklärt Leonard Reinecke. Er ist Psychologieprofessor an der Uni Mainz und forscht über Kommunikation im Social Web. W&V Online sprach mit ihm darüber, was User dazu bewegt, überhaupt einen Kommentar abzugeben und unter welchen Umständen der Ton abgleitet.

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