Alle Beiträge zu suchmaschine

Barrierefreiheit im Internet #neuenähe

eye-image-by-geralt-via-pixabay-[CC0 Public Domain]
Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld eines gemeinsamen Events und Hackathons von Microsoft und der Aktion Mensch für mehr Inklusion und Teilhabe im Netz. Was bedeutet Barrierefreiheit im Internet und an wen ist diese gerichtet? Ist es immer notwendig, eine Website. sowohl auf der Verständlichkeitsebene. als auch der [...]
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Zurückgeblickt: Ich bin ja schon drin

playing with the Amiga 1000 (adapted) (Image by Blake Patterson [CC BY 2.0] via flickr)
Videos und Werbeclips aus der Blütezeit des World Wide Web bieten im Jahr 2015 vorzügliche Unterhaltung. Ist der Einsatz von Werbeblockern sinnvoll oder gar moralisch verwerflich? Müsste nicht Werbung besser, interessanter, wertvoller werden, damit die Diskussion überflüssig wird? Fragen, die zur Blütezeit des World Wide Web noch keine Rolle spielten. [...]
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Die Top-Level-Domains von Berlin und Hamburg sind ein Erfolg

Domain Registration (adapted) (Image by India7 Network [CC BY 2.0] via Flickr)
TLDs, ausgesprochen Top-Level-Domains, wie .de oder .com, sind für die Onlinewelt ein unverzichtbarer Bestandteil. Sie beziehen sich auf den hinteren Teil einer Internetadresse und identifizieren die Seiten im Netz bezüglich ihrer Herkunft. Durch die weltweite Verbreitung solcher Adressen, werden die Identitäten allmählich knapp. Seit einem Jahr gibt es jetzt eine [...]
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Wie eine Suchmaschine: Kuration braucht Kontext

Lupe (image by shotput [CC0] via pixabay)
Beim durchfluten meiner Bibliothek und meines digitalen Archivs stoße immer wieder auf sehr schöne Lektürefrüchte und bin immer wieder überrascht, was ich schon so alles gelesen habe. Interessant sind immer wieder die Lektüretechniken, die mir über den Weg laufen. So fragt der Künstler Bazon Brock seinen Freund und Philosophen Peter [...]
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Google lässt Tweets auch in der Echtzeit-Suche anzeigen

Google (image by HebiFot [CC0] via pixabay)
Seit Februar 2015 kooperieren Google und Twitter wieder miteinander. Die Suchmaschine versucht seitdem, auch Tweets in den eigenen Suchergebnissen anzuzeigen. Zuerst war dies nur in der mobilen Suche möglich, jetzt wird dies auf die Web-App im Browser ausgeweitet. Den Nutzern werden nun auch Tweets in den Suchergebnissen angezeigt. Zumindest die [...]
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5 Lesetipps für den 19. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Sicherheit von Social Media, Uber, Sperrfristen im Journalismus, das Chromebook und Google an sich. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA BuzzFeed News: No One Really Knows How Secure Government Social Media Is: Die Websites des Kanzleramts und des Bundestags sind erst vor kurzem Opfer eines Hacker-Angriffs geworden und der Twitter-Account der US-Streitkräfte wurde sogar von Terrroisten des IS übernommen. Die US-Regierung besitzt ungefähr 5.000 weitere Profile in sozialen Medien und nach den jüngsten Ereignissen stellt sich (vor allem an die Plattformen an sich) die Frage, wie sicher sind Regierungsaccounts? Evan McMorris-Santoro, Korrespondent für BuzzFeed News im Weißen Haus, geht in seinem Artikel genau dieser Frage nach und auch die deutsche Bundesregierung sollte sich vielleicht langsam einmal Gedanken darüber machen, wenn sie das nicht schon längst getan hat.

  • UBER Münchner Merkur: Uber-Chef Travis Kalanick will Europa erobern: Gestern sprach Travis Kalanick, Gründer und Geschäftsführer von Uber, auf der Digitalkonferenz DLD in München und überraschte neben der Ankündigung, demnächst Europa erobern zu wollen, vor allem mit einem wesentlich angenehmeren Auftreten. Philipp Vetter war für den Münchner Merkur vor Ort und berichtet auf der übrigens sehr schick designten Website der Zeitung über die vor allem in Europa viel diskutierte Alternative zum veralteten Taxi-Monopol. Kalanicks Agenda ist dabei klar: „Mit neuer Technologie machen die alten Regeln keinen Sinn mehr.

  • SPERRFRIST Deutschlandfunk: Das womöglich überlebte Privileg der Sperrfrist: Für den Deutschlandfunk hat sich Daniel Bouhs mit der sogenannten Sperrfrist auseindergesetzt, die er interessanterweise eher als besonderes Privileg versteht und nicht wie ich als unnötiger Kontrollwahn. Vielleicht fanden es Journalisten früher toll, bestimmte Informationen vorab zu bekommen und damit noch eien Weile im Verborgenen arbeiten zu können, ich empfinde diese Regelung heute eher als störend. Besonders da der inoffizielle Flurfunk, auch Twitter genannt, sowieso immer schon schneller ist. Deshalb halten wir uns nur an Sperrfristen, wenn sie für uns sinnvoll erscheinen, z.B. bei einer Präsentation einer Studie, aber sicher nicht bei Redemanuskripten oder PR-Mitteilungen von Firmen.

  • CHROMEBOOK Digital Trends: What is a Chromebook, anyway?: Eine gute Frage, die Joe Donovan in seinem Artikel für Digital Trends aufwirft: Was ist überhaupt ein Chromebook? Seit fast zwei Jahren gehört das von Google auf die wichtisten Internet-Funktionen reduzierte Notebook zu den Topsellern im Hardware-Bereich und auch ich habe mir vor anderthalb ein Chromebook gekauft, dass heute noch genauso gut wie am ersten Tag funktioniert. Spare ich mir Fotos bei Artikeln, würde das Gerät so gar ausreichen, um eine Seite wie Netzpiloten.de zu machen. Die Lektüre ist vielleicht ein guter Start, um sich (mal wieder) mit Googles stillem Erfolg genauer zu beschäftigen und den unzähligen Apps für Chrome.

  • GOOGLE The Guardian: Google searches for a way to avoid Microsoft’s fate: Vielleicht ist es den Gedanken gar nicht wert, aber die Anteil von Google auf dem Suchmaschinenmarkt in den USA sind in einem Jahr um fast 5 Prozent gesunken. Ist das der Anfang vom Ende oder nur eine winzige Reaktion auf Yahoos andauernden Reformkurs? Auch John Naughton kann die Entwicklung nicht genau einordnen, fest steht aber, dass die Suchmaschine immer noch Googles Haupteinnahmequelle ist und der Firma erst die Freiheit gibt, sich in alle denkbaren Richtungen zu entwickeln. Nicht die einzige Parallele zu MIcrosoft, wie Naughton in seinem Guardian-Artikel, den ich im Newsletter des Social Media Watchblog gefunden habe, lesenswert ausführt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Wider der Realität: das Leistungsschutzrecht in Europa

DSC_2579 (adapted) (Image by Digitale Gesellschaft [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
In Deutschland verloren, in Spanien blamiert, in Frankreich kassiert – gegen Google machen die Presseverlage keine gute Figur. Auch nach über einem Jahr hat das Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) den Medienhäusern kein Geld eingebracht. Letztendlich gaben die deutschen Presseverlage nach und waren damit wohl erfolgreicher als die europäischen Nachbarn in [...]
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Tersee: Die Suchmaschine made in Germany

tersee, startup, mikael voss, lars petersen
Tersee nennt sich die Echtzeit-News-Suchmaschine aus Deutschland. Mit dieser möchte das gleichnamige Startup niemand geringerem als Google Konkurrenz machen. // von Lukas Menzel Der Suchmaschinenmarkt ist in der Hand von Google. Fast 95 Prozent beträgt der Marktanteil des „Quasimonopolisten“ in Deutschland. Doch auch, wenn es somit fast unmöglich scheint gegen [...]
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Droht durch Google eine Monopolisierung der digitalen Welt?

Google Logo in Building43 (adapted) (Image by Robert Scoble [CC BY 2.0] vie Flickr)
Google und andere Internetgiganten wie Facebook oder Amazon halten in ihren Bereichen eine marktherrschende Stellung inne. Zu welchen Wettbewerbsproblemen dies führen kann, erklärte Prof. Dr. Justus Haucap vom DICE beim Workshop „Wettbewerb und Regulierung im Internet“. Die durch die Digitalisierung hervorgerufene Konvergenz der Medien sowie die Erkenntnisse aus der Theorie [...]
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Was bieten Bing und Google zu den Midterms-Wahlen?

Internet (adapted) (Image by Photo-Mix [CC0 Public Domain] via Pixabay)
In den USA wird Anfang November bei den Midterm Elections gewählt. Dabei konkurrieren nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Suchmaschinen um die Gunst der Wähler. Die Vereinigten Staaten gelten als Musterland der politischen Online-Kommunikation. Im Mittelpunkt stehen die Kampagnen, mit denen um Stimmen geworben wird. Da nun keine Präsidentschaftswahlen anstehen, [...]
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5 Lesetipps für den 27. August

In unseren Lesetipps geht es heute um das neue Design von Quartz, das Kill Switch-Gesetz, die NSA kopiert Google, Messanging und wissenschaftliche Politik. Ergänzungen erwünscht.

  • QUARTZ Katharina Brunners Blog: Das neue Design ist nicht das tolle an Quartz: Auf ihrem Blog schreibt unsere Autorin Katharina Brunner über das neue Webdesign von Quartz, eine meiner Lieblingsseiten in diesem Internet. Dabei setzt sich Katharina mit dem Mobile First-Design auseinander und die Darstellungen von Texten unter der Annahme, dass die Startseite tot ist.

  • KILL SWITCH ReadWrite: How California’s Smartphone Kill Switch Law Could Affect Everyone: In Kalifornien wird mit einem seltsamen Gesetz auf den verbreiteten Diebstahl von Smartphones reagiert. Ab dem 1. Juli 2015 dürfen in dem US-Bundesstaat nur noch Smartphones verkauft werden, deren Betriebssystem bei Diebstahl per Fernsteuerung gelöscht werden kann und somit unbrauchbar werden. Doch das Gesetz hat vielleicht negative Folgen für die Nutzter, wie Adriana Lee auf ReadWrite erklärt.

  • ÜBERWACHUNG Golem.de: NSA hat eigene Suchmaschine gebaut: Auf Golem berichtet Thorsten Schröder, dass die NSA offensichtlich seit Jahren eine Google-ähnliche Suchmaschine nutzt, um schnell und effizient auf die durch die Überwachung gesammelten Daten zugreifen zu können. Interessanter ist, dass die Informationen neu veröffentlichten Snowden-Dokumenten stammt, was seit Monaten nicht mehr vorgekommen ist.

  • MESSANGING ReadWrite: Why We Need Messaging Apps: Im Zeitalter von sozialen Netzwerken ist das Teilen von Inhalten auf Facebook, Twitter & Co. schon Standard geworden, doch paradoxerweise teilen wir auf diese Weise viele Inhalte mit am Ende wenigen Leuten. Effizienter ist das direkte Teilen, ermöglicht durch Messenger-Apps. Auf ReadWrite schreibt Selena Larson, warum Messaging wichtig ist und nicht so schnell weggehen.

  • VERHALTENSÖKONOMIE F.A.Z.: Kanzlerin sucht Verhaltensforscher: Das Bild des wissenschaftlichen Regierens passt eigentlich ganz gut zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. So verwundert es eigentlich nicht, dass das Bundeskanzleramt drei Referenten mit tiefen Kenntnissen über Psychologie, Anthropologie und Verhaltensökonomik für den Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben sucht. Ziel ist es, neue Methoden für „wirksames Regieren“ zu erproben. Dafür sollten Erkenntnisse der Verhaltensökonomie stärker genutzt werden. Denn Forscher hätten herausgefunden, „dass viele Menschen so handeln, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht“. Ein wahrscheinlich altbekanntes Problem der Politik.

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Die nächste Stufe der Suche im Internet

DFKI Google Tech-Talk mit Ben Gomes, Thomas Range und Hans Uszkoreit (Bild: a+o GmbH)
Beim gemeinsamen Tech-Talk des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Google stand die Zukunft der Suche im Mittelpunkt. // von Tobias Schwarz Am Donnerstagnachmittag gaben die beiden Redner des Tech-Talk, Googles Vizepräsident Ben Gomes, der seit über 15 Jahren für die Suchmaschine zuständig, sowie Hans Uszkoreit vom Deutschen Forschungszentrum für [...]
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Mehr Schein als Sein? Google versucht, legales Streaming zu pushen

Google versucht mit kleinen Anzeigen über Suchanfragen nach unautorisierten Streams, legales Streaming zu pushen. // von Tobias Gillen

Google Breaking Bad Torrent

Suchmaschinen stehen immer irgendwie dazwischen – oder konkreter: Google steht zwischen Rechteinhabern und Nutzern, die gerne geschütztes Material schauen möchten. Nun versucht man mit Werbung zu legalen Streams gegen unautorisierte Streams vorzugehen – mit fraglichem Optimismus.

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Das „Recht auf Vergessen“ gefährdet die Pressefreiheit

zensur (adapted) (Image by httpmoty66.ipernity.com [CC BY 2.0] via Flickr)
Das vermeintliche „Recht auf Vergessen“ entwickelt sich immer mehr zur Grundlage von willkürlicher Zensur – die Pressefreiheit ist in Gefahr. Im Mai 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass es ein „Recht auf Vergessen“ geben würde und „unter bestimmten Umständen“ Google Verweise auf Artikel aus den Suchergebnissen der eigenen Suchmaschine entfernen [...]
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5 Lesetipps für den 17. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die Faszination und Beliebtheit von Instagram, die Bedeutung von Algorithmen, Yahoos Suchmaschine und Filesharing. Ergänzungen erwünscht.

  • INSTAGRAM W&V: „Instagram funktioniert als Werbeplattform sehr sehr gut“: Anfang des Jahres berichtete Instagram von 200 Millionen Nutzern. Nur wenige davon kommen aus Deutschland. Das Berliner Startup Brandnew IO will das ändern und vermittelt für gemeinsame Kampagnen Kontakte zu sogenannten „Influencern“ auf Instagram. Mit rund 207.000 Followern gehört Sylvia Matzkowiak zu den wenigen großen Instagramern aus Deutschland und arbeitet überdies als Advertiser Relations Manager bei Brandnew IO. W&V Online hat mit ihr über Instagram als Marketing-Tool gesprochen.
  • ALGORITHMUS Medium: The real 10 algorithms that dominate our world: Interessanter Artikel von Marcos Otero, der erst sehr lesenswert erklärt, was ein Algorithmus ist und stellt dann ein paar wichtige Algorithmen ohne Anspruch auf Vollständigkeit vor und erklärt, warum sie für uns wichtig sind.
  • YAHOO Quartz: Why search still matters so much to Yahoo—and why that’s a problem: In den letzten Monaten hat Marissa Mayer als CEO von Yahoo diverse Unternehmen dazu gekauft und sich auf die Geschäftsfelder Mobile, Social und Video konzentriert. Doch trotz jahrelangem Verlust von Marktanteilen gehört die Suchmaschine immer noch zu einem der wichtigsten Produkte von Yahoo. Dan Frommer erklärt bei Quartz, wieso das ein Problem ist.
  • KOMMUNIKATION Wired.com: The TSA’s Instagram Feed Is Terrifying and Totally Awesome: Was die US-amerikanische Flugsicherheitsbehörde TSA so bei Sicherheitskontrollen beschlagnahmt – Waffen, Handgranaten, Drogen und anderen Fundstücken – postet die Behörde auf Instagram. Mehr als 118.000 Follower finden das super. Wired hat sich mit dem zuständigen Mitarbeiter, den Blogger Bob, getroffen. Sehr lesenswert.
  • FILESHARING Golem: US-Anwaltskammer empfiehlt gemäßigtes Vorgehen gegen Filesharing: Die US-Anwaltskammer hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, zurückhaltend gegen Filesharing vorzugehen. Die Begründung: Für Firmen könnten Klagen zu einem Image-Problem führen, denn Filesharing, ob nun zum Austausch von autorisierten oder unautorisierten Dateien, ist ein wichtiger Bestandteil unserer digitalisierten Gesellschaft und eine akzeptierte, soziale Norm.

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Springer und Qwant – Einstieg in den Suchmarkt

Der Axel Springer Verlag ist bei der französischen Suchmaschine Qwant eingestiegen – ein Schritt zum Suchmarkt. Nein, Freunde werden Google und der Axel Springer Verlag sicher nicht mehr. Leistungsschutzrecht, Snippets und Kampagnenjournalismus – zu viel ist passiert. Der jüngste Streich von Döpfner und Co.: Der Einstieg in Google-Konkurrent Qwant.

„Der Verkäufer“ kauft ein

Wir haben Angst vor Google. Ich muss das einmal so klar und ehrlich sagen, denn es traut sich kaum einer meiner Kollegen, dies öffentlich zu tun. Und als Größter unter den Kleinen müssen wir vielleicht auch in dieser Debatte als Erste Klartext reden.“ Das hat Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE vor wenigen Tagen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in einem offenen Brief an Google-Chef Eric Schmidt geschrieben. In dem Brief ging es um die Marktmacht von Google und die – so die Zeitung in der Einleitung – „totale Abhängigkeit“ der Verlage von dem Suchmaschinenkonzern, der ihnen tagtäglich Besucher in Scharen auf ihre Websits leitet.

Aber auch von dem Konzern, den die Verlage, allen voran die Axel Springer SE und ihr Mathias Döpfner, mit dem Leistungsschutzrecht versuchen, von der Verwendung kurzer Snippets im News-Bereich abzuhalten. Spätestens, seitdem sich der Verlag dafür stark gemacht hat, ist das Verhältnis zwischen den beiden Parteien stark angeschlagen. „Wie Sie wissen, bin ich ein großer Bewunderer des unternehmerischen Erfolgs von Google„, schreibt Döpfner, dem der unternehmerische Erfolg seines Konzerns vor das Erbe von Axel Springer geht. „Es ist ein chirurgischer Schnitt ins Portfolio. Eine Operation, wie ihn Unternehmensberater und Aktionäre lieben„, schrieben wir vergangenes Jahr im „SPIEGEL“ über den Deal mit der Funke-Mediengruppe, bei dem Döpfner – „Der Verkäufer“ – den Großteil des Springer-Zeitungsmarktes an die Essener Gruppe (unter anderem „WAZ“) vermachte.

Springer kauft 20 Prozent von Qwant

Unter anderem „Hörzu“, „Hamburger Abendblatt“, „Berliner Morgenpost“ und 900 Mitarbeiter verkaufte Döpfner für eine knappe Milliarde Euro an Funke. Was auch sonst tun mit Zeitungen, die sich meist nur noch durch Quersubventionierung finanzieren lassen? Und seither: Da vergeht kaum eine Woche, an dem man nicht von irgendwelchen Übernahmen, Zukäufen oder Anteilserwerben von Springer liest. Erst gestern wieder konnte man beim Branchendienst „turi2.de“ lesen: „Springer plant laut „Kontakter“, den Telekom-Digitalvermarkter Interactive Media zu übernehmen. Auch das Web-Portal T-Online.de und AutoScout24 stehen demnach auf dem Einkaufszettel.“ Und auch sonst nimmt Döpfners Einstieg in den technologischen Fortschritt des Konzerns langsam aber sicher Züge von Marissa Mayers Shoppingtouren bei Yahoo an.

Die neuste Errungenschaft des Konzerns: 20 Prozent an Qwant. Qwant ist im März in Deutschland gestartet, kommt ursprünglich aus Frankreich und will die etwas andere Suchmaschine werden. Eine Alternative zu Google soll es mal werden, nur mit mehr Datenschutz und ohne „Cookies und Tracking„. Funktioniert leider nicht ganz so, wie man versucht, es werbewirksam zu vermarkten, aber grundsätzlich erinnert der Ansatz an ein anders angeordnetes DuckDuckGo.

„Technologieverständnis“ und „Ausbau digitaler Geschäftsmodelle“

Die 20 Prozent übernimmt nun die Axel Springer Digital Ventures, eine Tochter vom Hauptkonzern. In PR-Sprech vermarktet man den Einkauf wie folgt: „Auf dem Suchmarkt gibt es zahlreiche Innovationen. Um daran teilzuhaben und zu lernen, beteiligen wir uns an einem jungen Unternehmen, das hier Vielfalt und neue Impulse einbringt.“ Das schreibt Springer-Mann Ulrich Schmitz in einer Pressemitteilung. Bei Qwant liest sich das so: „Axel Springer Digital Ventures ist der ideale Partner für uns: Er verfügt über Technologieverständnis, hat Erfahrung im Ausbau digitaler Geschäftsmodelle und eine klare Vision. Wir sind begeistert von der Zusammenarbeit und freuen uns auf einen gemeinsamen Wissensaustausch.“

Klingt kitschig? Vielleicht. Aber für den Axel Springer Verlag eine ideale Möglichkeit, die kleine große Auseinandersetzung mit Google voranzutreiben. Oder anders: Um einen Google-Konkurrenten mit starkem Wachstumspotenzial voranzutreiben – und daran fein mitzuverdienen sowie ihn nach den eigenen Vorstellungen zu formen. Fraglich ist, was passiert, wenn ein Verlag eine Suchmaschine kontrolliert. Bei einem Anteil von 20 Prozent sicher nicht möglich, aber was ist der nächste Schritt von Döpfner und seinen Mannen?

Zumindest muss man Qwant in einem Punkt recht geben: Springer hat, in Person von Döpfner, ein rafiniertes Technologieverständnis aufgebaut. Erfahrung im Ausbau von digitalen Geschäftsmodellen sowieso. Das zeigen auch die Zahlen von „Bild+“, dem Paid-Content-Modell der Zeitung: 200.000 zahlende Abonnenten hat man schon überzeugt, bei der „Welt“ kommt man immerhin auf knapp über 52.000 Abonnenten. Die Zusammenarbeit mit und die Zukunft von Qwant lassen aber noch einige Fragen offen – Antworten gibt es hoffentlich bald.


 

 


 

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5 Lesetipps für den 2. Juni

In den Lesetipps geht es um Profis auf Airbnb, die aktuellen Generationen, Netzkultur im TV, die Digitalisierung unseres Denkens und Suchmaschinenzensur. Ergänzungen erwünscht.

  • AIRBNB Skift: The Professionalization of Airbnb Hosts: In den Rechtsstreitigkeiten von Airbnb in New York, Berlin und Amsterdam vertritt das Unternehmen meist die Position, dass die bestehenden Gesetze ein disruptives Peer-To-Peer-Geschäftsmodell nicht berücksichtigen, aber das eigentliche Problem sind nicht Menschen, die ab und zu ihre Zimmer oder Wohnung vermieten, sondern die Professionalisierung einiger Airbnb-Mitglieder, die ganze Hotels über die Plattform organisieren.
  • GENERATION X, Y, Z ARTE Future: Generation X, Y, Z und danach?: Digitale Revolution, Umweltprobleme, eine Ökonomie, die umgedacht werden muss: Die heutige Jugend tritt ihr Erwachsenenalter in einer Welt voller Herausforderung an. Aber auch voller Hoffnungen. Was zeichnet die Generationen X, Y und Z aus? Aus welchen Ressourcen können sie schöpfen, um die Welt von morgen zu gestalten? Die Arte-Sendung Square setzt sich mit den mit dem Internet aufgewachsenen Generationen auseinander.
  • NETZKULTUR iRights.info: Geheimwissen um Katzenbilder erreicht die Massenkultur: Auf iRights.info schreibt der Journalist Dirk von Gehlen, dass das Fernsehen und die Werbeindustrie die anarchische Netzkultur der Meme entdeckt haben. Oft bleibt davon nicht viel mehr übrig als das Schielen auf virale Reichweite. Andere aber greifen die Remix- und Memkultur gekonnt auf – und das Fernsehen wird wieder frech.
  • DIGITALISIERUNG The Catjects Project: Wie verändert die Digitalisierung unser Denken und unseren Umgang mit der Welt?: Der an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen lehrende Soziologe Dirk Baecker setzt sich in einem Debattenbeitrag mit der Frage auseinander, wie die Digitalisierung unser Denken und unseren Umgang mit der Welt verändert. Eine seiner Thesen dazu ist, dass wir Skandale brauchen, um die Oberfläche des Wandels zu durchdringen und den Verlust unserer Kontrolle über unsere Daten wieder gewahr zu werden.
  • RECHT AUF VERGESSEN Alvars Blog: Das Recht auf private Suchmaschinenzensur am Beispiel von Bettina Wulff: Auf seinem Blog setzt sich der Netzaktivist Alvar Freude mit dem EuGH-Urteil über das vermeintliche Recht auf Vergessen auseinander und zeigt am Beispiel von Bettina und Christian Wulff auf, was die Leute wohl nicht mehr von Google angezeigt haben möchten. Das wirkt wie ein Recht auf private Suchmaschinenzensur, die noch viele offene Fragen nach sich zieht.

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5 Lesetipps für den 7. Mai und 5 Lesetipps für den zweiten rp14-Tag

In unseren Lesetipps geht es um Google in der Schule, den Erfolg von Musik auf Vinyl, DuckDuckGo vs. Google, die neue Silk Road, die Zukunft des sozialen E-Commerce und die re:publica 2014. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE CNET: Google unveils Classroom, a tool designed to help teachers: Google hat einen interessanten Use Case vorgestellt, wie die Produkte des Suchmaschinenriesens intelligent in der Schule eingesetzt werden können. Mal abgesehen von der Eigenwerbung des Unternehmens für seine Produkte zeigt dieser Fall Möglichkeiten des vernetzten Lernens und der Organisation des Bildungswesen durch digitale Mittel. Und wie viel in diesem Bereich noch nicht getan wurde.
  • MUSIK Ars Technica: Largest vinyl record pressing plant in the US is expanding: Seit Jahren schon steigen die Verkaufszahlen für Vinyl-Schallplatten, wenn auch nur im niedrigen einstelligen Bereich. Doch trotz iTunes, Spotify und AmazonMP3 scheint sich das Geschäft mit den durch digitale Bearbeitung wirklich sehr guten Tonträgern wieder zu lohnen. Die in den USA größte Schallplattenpresse baut aus, denn sie erwarten, dass der Trend noch weiter geht. Interessanterweise hat der Erfolg der Schallplatte etwas mit dem Erfolg digitaler Musik zu tun.
  • SUCHMASCHINE TIME: DuckDuckGo Is About to Become a Far More Powerful Google Alternative: Die vor allem durch ihre sehr nutzerfreundlichen Privatsphäre-Einstellungen bekannte Suchmaschine DuckDuckGo plant die nächste Version der Suchmaschine, mit mehr Funktionen und einem neuen Design. Die meisten dieser Neuerungen verringern den Abstand zum von Google gesetzten Standard erheblich, so dass hier vielleicht die meist nur Datenschutz-Aktivisten bekannte Alternative langsam in den Mainstream vorrücken könnte.
  • SILK ROAD Techdirt: Silk Road 2.0 Now Larger Than Silk Road Ever Was: Wie beim Kampf gegen Napster, als nach der Zerschlagung der Musiktauschbörse lauter neue Dienste entstanden, die den vermeintlichen Pionier ersetzten, ist auch der von den US-Bundesbehörden zerschlagene Online-Marktplatz Silk Road, berühmt für die einen Teil davon ausmachenden Schwarzmarkt-Geschäfte und das hier mit Bitcoins bezahlt werden konnte, inzwischen durch neue Anbieter ersetzt wurden, die noch größer und erfolgreicher sind, als ihr Vorgänger.
  • E-COMMERCE CNET: Why Amazon wants you to use Twitter hashtags to shop: Gestern haben wir in den Lesetipps über die Kooperation von Amazon und Twitter berichtet, die ermöglicht, dass in Tweets gesendete Links zu Produkten auf Amazon direkt in den eigenen Warenkorb wandern können, ohne Twitter zu verlassen. Donna Tam hat sich für CNET dieses neue Feature genauer angesehen und erklärt dir Vorteile für beide Unternehmen und wie wir in Zukunft online einkaufen könnten.

  • RP14 I Zeit Online: Unterwandern gegen Überwachen: Ein paar Online-Petitionen unterzeichnen ist zu wenig: Auf der re:publica rufen Aktivisten zu Unterwanderung der Politik und zur technischen Aufrüstung der Massen auf, wie Eike Kühl auf Zeit Online schreibt. Zusammen mit Sascha Lobos Aufforderung, das System von innen heraus zu verändern, scheint nach den Jahren des Hypes um die Piratenpartei wieder mehr Realitätssinn in die sich politisierende Netzgemeinde zu kommen.
  • RP14 II Heise Online: Asyl for Snowden!: Bei allem Wachstum und der damit einhergehenden Kommerzialisierung der re:publica ist das Wesen der Blogger-Konferenz immer noch erkennbar. Zwei der wichtigsten Themen war die Forderung nach Asyl für Edward Snowden und Solidarität mit in Asien inhaftierten Bloggern, wie Stefan Krempl auf Heise.de schreibt.
  • RP14 III Tagesschau.de: Politik ohne Politiker: Auf Tagesschau.de wundert sich WDR-Reporter Christian Feld, dass es in Zeiten des Europawahlkampfs und politischer Skandale wie der Überwachung so wenig Politiker auf der re:publica gibt. Dabei übersieht er aber, dass die sich hier treffende Zivilgesellschaft politischer wird, ein klarer Fortschritt zu den letzten Jahren.
  • RP14 IV BR.de: #Auftanken, bitte!: Eine Zapfsäule mit USB-Schnittstelle lädt auf der re:publica zum Auftanken ein. Wikimedia kämpft damit für die Verbreitung von öffentlichen Daten. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärt Mathias Schindler die auf Twitter trendende #Datentankstelle.
  • RP14 V Zeit Online: Hauptsache Hasselhoff: Don’t believe the hype: David Hasselhoff soll auf der re:publica über digitale Freiheit sprechen. Er redet vor allem über sich selbst und die Mauer. Und am Ende singt er doch. Steffi Dobmeier zeigt in ihrem Artikel, dass wirklich niemand etwas verpasst hat, der nicht auf der re:publica war oder da war, aber nicht zum Vortrag von David Hasselhoff ging. Inhaltlich kam da nämlich überhaupt nichts bei raus.

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5 Lesetipps für den 23. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Yahoo, den Bashtag #MyNYPD, Objektivität im Journalismus, den mobilen Goldrausch und den Unterschied zwischen Druckauflage und digitaler Reichweite. Ergänzungen erwünscht.

  • YAHOO ReadWrite: How Yahoo Could Get Back In The Search Game: Im letzten Jahr haben wir viele, sehr viele Zukäufe von Marissa Mayer für Yahoo sehen können und mit der Zeit kristallisierte sich ganz klar die Strategie heraus, an der mobilen Zukunft des Unternehmens zu basteln. In letzter Zeit zeigt sich aber, dass Yahoo auch wieder als Suchmaschine Land gegenüber Google und Microsoft gewinnen möchte. Mit Apple scheint Mayer einen willigen Partner gefunden zu haben.
  • BASHTAG Sueddeutsche.de: #MyNYPD: Mit dem Hashtag #MyNYPD wollte die New Yorker Polizei eine Kampagne starten, in dem Bürger Fotos von ihren Freunden und Helfern in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Doch der Hashtag wurde zum Bashtag, denn unter #MyNYPD werden vor allem Dokumente von Übergriffen der Polizei gesammelt.
  • JOURNALISMUS Message: Objektivität im Journalismus – Ende einer Illusion: „Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten“ – dieses Credo der Tagesthemen-Legende Hanns Joachim Friedrichs galt lange als ehernes Gesetz des deutschen Journalismus. Wie stehen Journalisten heute zum Thema Objektivität? Eugen Epp hat gefragt und die Debatte damit wohl endgültig aus ihren Kinderschuhen heraus geholt.
  • MOBILE CNET: Facebook, Google, Twitter in new scrum over mobile app ad gold rush: Es ist ja nicht nur das Nutzerverhalten, dass Dienste und Netzwerke ins Mobile treibt. Natürlich geht es auch um Geld und zwar um sehr viel Geld, wie Jennifer van Grove auf CNET erklärt. Facebook entdeckte einst diese digitale Goldmine, inzwischen spielen aber auch Google, Twitter & Co. kräftig mit.
  • SOCIAL MEDIA Texten fürs Web: Die Erfolgsgeheimnisse deutschsprachiger Zeitungen im Social Web: Welch enormes Reichweitenpotential sich den Zeitungen gerade auf Social Media-Plattformen eröffnet, dokumentiert eine frisch veröffentlichte Studie von Fink&Partner Social Media Observation Group und Socialbakers, die Journalismus-Professor Stefan Heijnk auf dem Blog „Texten fürs Web“ vorstellt. Fazit: Eine hohe Druckauflage bedeutet nicht zwangsläufig eine hohe Reichweite im Social Web.

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Qwant – Eine Alternative zu Google?

Die französische Suchmaschine Qwant startet in Deutschland und verspricht Sicherheit und Anonymität im Digitalen. // von Tobias Schwarz Die französische Suchmaschine Qwant stellte sich am Dienstag in Berlin vor und lud dazu auch die Netzpiloten ein. Die erste Suchmaschine aus Europa, wie es aus Marketinggründen gerne verkürzt erzählt wird (und [...]
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Facebooks Zukunft: Not macht erfinderisch

Facebook bestimmt derzeit mal wieder die Titelzeilen der Onlinemedien. Der Kauf von Instagram, der zur Milliardeninvestition wurde und ein verpatzter Börsengang stellen geneigte Glaskugel-Leser vor großen Rätseln. Wie stehen die Zeichen denn nun? Wird der miserable Börsengang der Anfang vom Ende sein? Und wird Facebook weitere große Investitionen wagen? Oder werden Aktionäre der Ausgabenflut ein jähes Ende setzen? Not macht erfinderisch und so lesen wir derzeit von drei großen Zukunftsvisionen.

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Die Revolution der freien Informationen

Das Internet umfasst derzeit mehr als eine Billion Seiten. Sich hier zurecht zu finden, geht nur über Suchmaschinen. Sie sind unser Zugang zum Web und all seinen Informationen. Laut Alexa, dem Analyseanbieter für Fragen rund um Webseitenaufrufe, sind die Hälfte der meistbesuchten Seiten im Netz Suchmaschinen. Allen voran Google, Yahoo und der chinesische Suchmaschinen-Riese Baidu.com. Diese Seiten leisten einen großen Anteil in Bezug auf Wissensvermittlung und auch der Meinungsbildung. Werden Wissenslücken doch zunehmend über Suchmaschinenanfragen geschlossen. Umso mehr stellen sich in dem Zusammenhang auch die Fragen: Wie viel Macht darf eine solche Suchmaschine im Netz eigentlich haben und ist es schlau, dass diese Macht zentral in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen gebündelt wird? Gerade auch im Bezug darauf, dass diese Unternehmen auch staatlicher Kontrolle unterliegen, sollten vorherrschende Strukturen überdacht und Alternativen geschaffen werden. Für die Antwort dieser Fragen gibt es Licht am Ende des Tunnels. Erstmalig…

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The Evolution of Search

Wie hat sich die Google-Suche eigentlich entwickelt? Hier ein kleines Video, das diesen Weg in gut sechs Minuten nachzeichnet:
Our goal is to get you to the answer you’re looking for faster and faster, creating a nearly seamless connection between your questions and the information you seek. For those of you looking to deepen your understanding of how search has evolved, this video highlights some important trends like universal results, quick answers and the future of search. Weiterlesen »

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In Google we trust

Eine neue Studie bestätigt Zweifel an der Relevanz des Web für die mentale Ausbildung. Die Junge Generation, oft als digital native missverstanden, ist gar nicht so klug und kritisch im Umgang mit ihren Alltagsgegenständen. Die Studie an der Northwestern University zeigt vor allem, dass den jungen Leuten das Ranking bei Google am wichtigsten ist, wenn es um das Einschätzen von Relevanz von Texten geht. Da es sich vornehmlich um Studenten handelt, dürfte das böse Ängste schüren. Denn die leicht verderbliche Ware Information im Web wird in 90% der Fälle von Google angeliefert. Nur 10 Prozent der Befragten kamen auf die Idee, dass auch der Autor einen wichtigen Hinweis auf Relevanz liefern könnte. Dessen Ausbildung war dann schon wieder zu exotisch als potentieller Nachweis für so eine Einschätzung. Aber wir müssen uns keine Sorgen machen, denn nicht jeder ist total abhängig von Google. Einige haben die Texte nicht gegoogled sondern bei Yahoo nach dem Ranking geschaut. Das ist natürlich etwas total Anderes und das humanistische Abendland scheint gerettet.

„Am Schönsten“ ist die Erkenntnis am Rande, dass Lehrer erfolreich waren in Sachen Medienkompetenz. Sie hatten jahrelang ihren Schülern eingebläut, dass Wikipedia eigentlich nicht kontrollierbar sei und man nie wisse, wer nun die Artikel schreibe. So gaben fast alle Studenten an, dass sie Wikipedia nicht für eine Quelle relevanter Texte halten. Zum Glück benutzen sie jetzt Google und Yahoo, denn da ist ja alles viel besser kontrollierbar für die Gesesllschaft. Im Gegensatz zu einer früheren Studie im Jahr 2007 wo noch über 45 Prozent der Befragten Wikipedia als Informationsquelle nutzten, tun das nun kaum mehr als ein Drittel.

Ach ja. Lehrer. Im Zweifel sagt die Berufsbezeichnung mehr über jemanden aus als seitenlange Ausführungen.

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Microsofts neues Live-Bing

So, nun ist sie da, die neue Suchmaschine von Microsoft. Mit einem Big Bing hat sie losgelegt und schon nach wenigen Stunden ihrer Onlinzeit eine hämische Deutung des Akronyms Bing hinnehmen müssen: „But It’s Not Google“ .

bing

Ansonsten, so Stan Schroeder von Mashable in diesem Beitrag, ist Bing lediglich eine aufgehübschte Variante von Live.com, dem erfolglosen Vorgängermodell. Denn Bing, so Schroeder, spuckte in seinem Test – als beide Seiten noch parallel online waren – exakt die gleichen Suchergebnisse aus. Vordergründig ist bis auf die Optik also nichs revolutionäres an Bing. Und, dass wir in Zukunft alle Bingen statt Googlen wage ich auch mal zu bezweifeln. Mal ganz unabhängig von Bing darf man aber auch mal fragen: Wie müsste denn die ideale Suchmaschine aussehen?

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Update bei Google News mit Scans von Original-Zeitungsartikeln

Der Internetgigant Google hat heute in seinem Blog bestätigt, dass es ein interessantes Update des Google-News-Services gibt. Demnach werden nun nicht nur die Newsbeiträge selbst, sondern sogar Scans der Zeitungsseiten angeboten. Nutzer können sich so einen Überblick über den Kontext schaffen, in dem ein Beitrag veröffentlicht wurde.

Screenshot aus dem Google News Angebot

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Suche noch stark eingeschränkt, da der größte Teil von Zeitungen noch nicht verfügbar ist. Dennoch kann mit der Zusammenarbeit von Google und dem Quebec Chronicle Telegraph bereits ein spektakulärer Erfolg vermeldet werden: das Blatt ist mit seiner Gründung von 1764 die älteste Zeitung in Nordamerika. Es bleibt noch abzuwarten, wie schnell Google seine Archive mit Zeitungsartikeln auffüllen kann, doch dürfte das Angebot schnell Verbreitung finden und zu einem wichtigen Bestandteil der Suche nach Nachrichten werden. Wie immer dürfte das Angebot jedoch in näherer Zukunft auf amerikanische Zeitungen beschränkt bleiben.[via Readwriteweb]

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