Der Kontrollwahn des Apple-Gründers könnte seinem Konzern das Genick brechen: Die Konkurrenz bietet mehr Freiheit – und damit auch bessere Produkte.

Während ihrer kompletten beruflichen Laufbahn stritten Bill Gates und Steve Jobs über zwei konkurrierende Philosophien für die digitale Welt: ob Hardware und Software eng integriert oder offen sein sollten. In seinem letzten Gespräch mit Steve Jobs machte der Microsoft-Gründer dann ein Eingeständnis: „Ich dachte immer, dass das offene horizontale Modell die Oberhand gewinnen würde, aber du hast bewiesen, dass auch das integrierte vertikale Modell großartig sein kann.“ [Mehr]
Jeden Monat gibt es in der „Was macht eigentlich…?“-Reihe ein neues Goldstück der Videospielgeschichte. Was mit dem ersten bekannten Computerspiel „OXO“, heute vielleicht besser bekannt als „Vier gewinnt“, begann, wurde zu hochauflösenden und realistischen Spielewelten.
Es herrscht Krieg. Doch dieses Mal nicht in der Würmerwelt „Worms“, sondern die Schweine zeigen, dass sie auch ganz anders können - „Frontschweine“...
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Das mit Abstand
beste Sachbuch des jungen Jahres kommt, wie sollte es anders sein, mal wieder aus den Staaten. In diesem Fall von dem Mann, von dem fast alle abschreiben, die wir als Webexperten kennen (Chris Anderson, Umair Haque, Kevin Kelly und viele mehr). Zusammen mit John Seeley Brown und Lang Davison hat John Hagel III
The Power of Pull verfasst. Bisher ist sogar die Rezeption in den USA nur auf einer sehr oberflächlichen Ebene erfolgt, weil sowohl seine Analysen als auch seine Handlungsvorschläge die Curricula der Betriebswirtschaftslehre vor allen im postgraduierten Umfeld quasi zerstäuben. Ein Einführung in die Gedankenwelt des zurzeit besten Diagnostikers gibt es in diesem Video des Monats Juni:
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Wer als Berater 4000 € und mehr am Tag erlösen will, der muss schon mit Lametta um sich schießen. Das tut man heutzutage nicht mehr mit einem MBA, einem Doktortitel und sechs Auslandssemestern in drei Ländern. Solche Leute arbeiten zu Hunderten in unzähligen Praktikumsstellen in Berlin und Hamburg. Sogar einige Firmen in München können sich noch Praktikanten leisten. Zumindest die Forschungsabteilungen der großen Automobilfirmen und die Pharmaunternehmen, die mittlerweile immer mehr günstige Werkdoktoranden und junge High Potentials mit Werkverträge auf Distanz halten, bis die endlich im Ausland verschwunden sind.
Da verwundert es nicht, wenn die strategischen Berater dieser Welt mit derselben vita sich mit abenteuerlichen Ideen hervortun
müssen. Das "Web 2020" passt ins Beuteschema. Wer auf
breitband (MP3 - Interview beginnt ab 6. Minute) im deutschlandradio am letzten Samstag dem Vorsitzenden der Enquète-Kommission für das Internet lauschen durfte, der versteht, warum wir Berater brauchen. Denn Politiker und Entscheider können heutzutage vor lauter Entscheidungen nur noch überblicken, welche Personen sie als geeignet betrachten, sie zu beraten. Warum Expertise? Es gibt doch externes Denken. Denn offenbar kommt Expertise von extern. Die Berater sind im schlechtesten McLuhanschen Sinne zum Exoskelett der Entscheidungsebene mutiert. Inhaltlich ist da offenbar ein großes Vakuum im Bereich strategisches Management. Offenbar auch ein Grund, warum aus Deutschland beispielsweise seit SAP und Software AG nix global Besonderes mehr in Sachen Web und IT kam. Abgesehen von all den Grundlagenforschungen, die für dreifuffzich ins Ausland verhökert werden von lächerlich unterbelichteten Spin-offs der Unis, die regelmäßig bei den Lizenzverhandlungen mit asiatischen und amerikanischen Firmen übervorteilt werden. Zum Thema: Nun also hat so ein 4000€-Tagessatz-Berater tacheles gesprochen zum web2020 - auch noch im Manager Magazin.
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