Alle Beiträge zu Sprache

5 Lesetipps über Twitter für den 14. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute nur um Twitter, wie es das Fernsehen und unsere Sprache beeinflusst, neue Funktionen, virale Fakes und Cyberbullying. Ergänzungen erwünscht.

  • FERNSEHEN CNN: Can your tweets change your favorite TV show?: Die per Twitter den jeweiligen Tatort auseinander nehmende Community nutzt den Microblogging-Dienst wohl eher um Frust über oft schlechtes Fernsehen abzulassen. In unseren global vernetzten Welt kennen wir alle Beispiel, von richtigen guten Fernsehserien, die so viel besser sind, als was das deutsche Fernsehen hinbekommt. Diese Beispiele, oft aus den USA, nutzen Social-Media-Kanäle wie Twitter und Facebook aber auch anders als hierzulande. Auch da wird Frust kommuniziert, oft aber auch eine Community aufgebaut, die einer bestimmten Serie folgt.

  • FUNKTIONEN om.co: What Twitter Can Do To Get Better & Increase Engagement: Noch ist nicht raus, ob Jack Dorsey als Twitter-Chef mehr Schaden anrichten wird als er nützt, aber man muss ihm lassen, dass Stillstand nicht zu seinen Strategien gehört. Und vielleicht mag es an seiner Person liegen, dass sämtlichen Ideen und neuen Funktionen so kontrovers diskutiert werden. Der Kommentar von Om Malik ist dadür ein gutes Beispiel und eine lesenswerte Warnung, vielleicht auch einmal die Perspektive bei seiner Kritik mitzudenken.

  • SPRACHE The Huffington Post: Is Twitter Bad For Language? Statistical Analysis Says No: Die englische Sprache mag durch ihre globale Rolle, vor allem im Internet, vielleicht für digitale Kommunikation priviligiert sein, denn sie ist Arbeitssprache des Netzes, seiner ErfinderInnen und der Menschen, die es weiterentwickelt haben. OkCupid-Gründer und Ok-Trends-Blogger Christian Rudder hat die Auswirkungen von Twitter und seinem Zeichenlimit auf die englische Sprache untersucht und ist zu dem Fazit gekommen, dass solche technischen Restriktionen und die kulturelle Popularität von Twitter der englischen Sprache nicht geschadet haben.

  • FAKE BBC News: The Twitter murder that never happened: In Südafrika ging die Suche nach einem Mädchen und dann die Geschichte ihres Todes auf Twitter viral. Verschiedene Medien und auch ein Ministerium berichteten über die emotionale Geschichte oder den thematischen Hintergrund von Gewalt gegen Frauen und Kinder. Doch die Geschichte war ein Fake, auf den sehr viele Menschen reingefallen sind. Eine 18-jährige Südafrikanerin steckte hinter dem Twitter-Account, mit dem sie ihren Frust über das Leben in Südafrika ausdrücken wollte. Was bleibt ist die Grundaussage über die Situation von Frauen in der Gesellschaft, auf die sich scheinbar viele Menschen einigen konnten, und ein paar JournalistInnen, die hoffentlich etwas gelernt haben.

  • CYBERBULLYING WoodTV.com: Twitter polls become outlet for cyberbullies: Dass man auf Twitter auch kleine Umfragen machen kann, wurde in meiner Timeline bisher stets sinnvoll angewendet, meist aber mit einem Augenzwinckern. Ein nettes Feature, mit den man ein paar Scherze machen kann und vielleicht ab und zu sogar was interessantes. In Michigan haben verschiedene SchülerInnen diese Funktion für Cyberbullying genutzt, also mithilfe der Umfrage im Internet MitschülerInnen beleidigt. Daraus lernt man, dass man auch auf Twitter nicht anonym kommuniziert, dass man für seine Kommunikation haftbar ist und das Technologie neutral ist. Es kommt auf uns Menschen an, wie wir sie nutzen und was wir damit mitteilen wollen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Wie Witze helfen, die Bedeutung in Sprachen zu entschlüsseln

india laughing (adapted) (Image by anthony kelly [CC BY 2.0] via flickr)
Wieso funktionieren Witze? Die Sprachwissenschaft war sich lange uneins darüber, was in unseren Hirnen jenseits der reinen Verständnisebene passiert. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse. Was bekommt man, wenn man ein Känguru mit einem Elefanten kreuzt? Sie werden bis zur Pointe warten müssen, aber in Ihrem Kopf dürften bereits Bedeutungsfragmente herumfliegen. [...]
Weiterlesen »

Wie nutzen Gehörlose das Internet?

Masificación de Internet (adapted) (Image by Ministerio TIC Colombia [CC BY 2.0] via Flickr)
Für gehörlose Menschen stellt der Alltag und damit auch die Nutzung vom Internet oft weit größere Probleme da, als lediglich das Verstehen von Podcasts, Videos oder Filmen. Viele Gehörlose haben ein grundlegend anderes Verständnis von der Welt. Es ist schwer, ohne Sprachkonzept visuelle Symbole und Schrift zu erfassen – je nach [...]
Weiterlesen »

Emoticons und Symbole verderben nicht unsere Sprache

Texting Emoji (adapted) (Image by Intel Free Press [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Emoticons sind nicht Ausdruck eines Verlusts von Sprache, sondern ihrer Revolution. Bei vielen Stammtischdiskussionen über Sprache und Internet hört man oft, wie jemand sagt, dass “Textsprache die klassische Sprache zerstört”, wie die Technik den Schreibfaulen in die Hände gespielt hat, sowohl in der Rechtschreibung als auch in den Formulierungen. Große [...]
Weiterlesen »

Ein Experiment: The New York Times auf Spanisch

Se Habla Espanol (Bild by Jairo Zelaya [CC0 Public Domain], via Pixabay)
Auf der Suche nach internationalem Wachstum setzt die Zeitung „The New York Times“ verstärkt auf Übersetzungen, vor allem ins Spanische. Egal, in welcher Sprache man es liest, A.O. Scott hatte eindeutig ein paar Probleme mit Fifty Shades of Grey („Mr. Dornan wirkt so ausdruckslos wie ein Modell, das bedeutet, wie [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 5. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um das Streaming von Musik, die Sprache der Zukunft, Journalismus im Jahr 2015, die digitale Arbeitswelt und Geschichte. Ergänzungen erwünscht.

  • STREAMING Süddeutsche Zeitung: Spotify & Co. wird zum Massengeschäft: Über die Feiertage lockte der Streaming-Dienst Spotify hierzulande neue Kunden mit drei Monaten Mitgliedschaft für nur 99 Cent. Wie erfolgreich das Angebot war, weiß ich nicht, aber es ist eine bekannte Entwicklung des letzten Jahres, dass die Zahl der Musik-Downloads rückläufig ist, während die Zahl der Streaming-Abrufe wächst. Den meisten Nutzern geht es heute immer weniger um den Besitz einer Privatkopie, sondern viel mehr um den Zugang zu Musik – möglichst preiswert und von all ihren Geräten. Doch weil man damit weniger Geld verdient, wehren sich die ersten Musiker dagegen, wie z.B. Taylor Swift. Mal sehen, was das Jahr 2015 noch bringt.

  • SPRACHE The Wall Street Journal: What the World Will Speak in 2115: Das „The Saturday Essay“ des Sprachwissenschaftlers John H. Dr. McWhorter im Wall Street Journal hat mich an diesem Wochenende am meisten begeistert. Es ist ein spannender Text über die Entwicklung von Sprachen im Zeitalter der Globalisierung und die Thesen von McWhorter widersprechen wohl so jeder Aussage der hierzulande sehr konservativ geprägten Debatten zu diesem Thema. Zwar werden Sprachen verloren gehen und die restlichen Sprachen sich simplifizieren, aber das ist eine ganz normale Entwicklung und muss nichts schlechtes sein. Bisher wurde das biblische Sprachgewirr Bables als Fluch gesehen, der es zum einen nicht wirklich ist und dessen Zeit aber wohl langsam vorbei ist.

  • JOURNALISMUS Neue Digitale Medienwelt: Die sechs guten Vorsätze für Medien 2015: Ich habe gestern auf meinem Blog über vier Lektion des Medienwandel im Jahr 2014 geschrieben, den ich bei den Netzpiloten beobachtet habe. Diese Lektionen sind auch Arbeitsaufträge für uns, die ich gerne um diese sechs guten Vorsätze für Medien ergänzen möchte, die Stefan Westphal in seinem Blog über die neue digitale Medienwelt veröffentlicht hat. Denn das neue Jahr bietet viele Chancen, die Medienbranche und den Journalismus positiv weiterzuentwickeln, woran wir Netzpiloten uns gerne beteiligen.

  • ARBEITSWELT Golem: „Ganze Berufsfelder sind von der Digitalisierung bedroht“: Die Gewerkschaft Verdi will dasThema der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter zu einem Schwerpunkt dieses Jahres machen, wie der Vorsitzende Frank Bsirske im Interview mit der dpa ankündigte. Mit einer Automatisierungsdividende, die in nicht bedrohte Branchen investiert werden müssen, um durch Automatisierung verloren gegangene Arbeitsplätze zu ersetzen, hat Bsirske schon eine diskussionswürdige Idee präsentiert. Ich bin gespannt, ob es nur um Reaktionen auf negativ gesehene Folgen gehen wird, wie z.B. ein Recht auf binäre Nichterreichbarkeit, oder ob die globale Vernetzung, Crowdsourcing, Coworking, etc. auch als zu gestaltende Chance gesehen werden. Dafür bräuchte es auch einen starken Wortführer, den die ihren zukünftigen Platz suchenden Gewerkschaften bisher nicht abgaben.

  • GESCHICHTE Blog von Achim Landwehr: Lepanto oder der fortgesetzte Missbrauch der Vergangenheit: In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung durfte gestern der AfD-Politiker Konrad Adam einen sehr geschichtsvergessenen Text über die Schlacht von Lepanto auf Seite 2 der Zeitung veröffentlichen. Zuerst ärgerte ich mich über die politisch eindimendionale Nacherzählung der Geschehnisse, denn Adam reduzierte die Schlacht auf einen Glaubenskampf zwischen Christentum und Islam. Doch nicht nur mir, der ein Semester lang venezianische Geschichte in Venedig studierte, missfiel das, sondern auch dem Düsseldorfer Historiker Achim Landwehr, der auf seinem Blog eine lesenswerte Antwort gab und mir dabei auch wieder einmal zeigte, was das Schöne am Blogging ist.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 23. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Interaktion auf YouTube, den IT-Gipfel, Crowdfunding, Sprache im Digitalen und die Pressefreiheit im Bundestag. Ergänzungen erwünscht.

  • YOUTUBE Broadmark: Wo die Interaktionshölle YouTube Deutschland hinführt: Auf Broadmark.de schreibt der Blogger Jan Karres über die Folgen der Fokussierung von YouTube auf Interaktion. Diese ist für die YouTuber wichtig, denn sie wirkt sich auf das Ranking von YouTube als Suchmaschine aus und hat so Auswirkungen auf die Reichweite. Doch die Kommentare können immer mehr zum Problem für die YouTube werden, denn auf Quantität statt Qualität zu setzen, erfordert ein umfassendes Community Management. Karres erklärt in dem Beitrag, wie er das händelt.

  • IT-GIPFEL Heise Online: Ein Gipfel von Gestern: Auf Heise.de findet sich die wohl zur Zeit realistischste Einschätzung des IT-Gipfels der Bundesregierung: „Doch der IT-Gipfel ist kein Ort für Diskussionen oder gar Entscheidungen, sondern eine Verkündungsveranstaltung. Wie ein viel zu lang geratenes Pressestatement, bei dem die wichtigsten Akteure keine Fragen und Infragestellungen zulassen, wird dort die Weisheit verkündet – oder zumindest das, was die hohen Damen und Herren dafür halten.“ Was die Bundesregierung und Wirtschaft bei ihrem „IT-Gipfel“ am Dienstag in Hamburg geboten haben, war alles andere als eine Spitzenvorstellung, meint Falk Steiner.

  • CROWDFUNDING Zeit Online: Die Crowd, die nicht misstraut: Manches scheint zu schön, um wahr zu sein. Diese Weisheit setzt sich in letzter Zeit verstärkt auf Crowdfunding-Plattformen durch, denn unter dem Begriff Scampaign gibt es immer mehr Geld einsammelnde Projekte, die nicht im Ansatz halten, was sie versprechen. Auf Sueddeutsche.de erklärt Eike Kühl die logische Konsequenz von erfolgreichen Crowdfunding-Kampagnen, die es geschafft haben, viel Geld einzusammeln: Betrugsversuche und Hochstapler. Kein neues Phänomen des Internets, denn Investitionsgelder ergaunernde, vermeintliche Erfinder gab es auch schon immer. Jetzt eben auch im Internet.

  • SPRACHE Vocer: “Facebook und all der Scheißdreck”: In einem Gastbeitrag auf Vocer wirft „Next Level Publishing“-Gründer Jan Klage einen Blick auf die Digitalisierung unserer Sprache. Im zweiten Teil der Vocer-Artikelserie geht es darum, was “Facebook und all der Scheißdreck” (Günter Grass) mit unserem Wortschatz anstellen. Soviel sei schon hier verraten, sie wächst um neue Begriffe aus neuen Bereichen, ein natürlicher Prozess, den „Verarmungspessimisten“ gerne übersehen.

  • PRESSEFREIHEIT Telemedicus: Zur rechtlichen Zulässigkeit satirischer Berichterstattung aus dem Bundestag: Noch ist das Problem mit der Akkreditierung von durch die Verwaltung des Bundestags nicht genehmer Presse nicht gelöst (Was sich diesen Herbst aber noch ändern wird. Stay tuned!), weshalb es nach Bloggern wie mich im Frühjahr nun die ZDF-Sendung „Heute Show“ getroffen hat. Jonas Kahl kommentiert auf Telemedicus erneut das Vorgehen der Bundestagsverwaltung und zeigt auf, wie gefährlich eindimensional für ein Organ unserer Demokratie, im dem dem Volk gewidmeten Haus ein Grundrecht wie die Pressefreiheit ausgelegt wird.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Digitalisierung der Sprache: Thesaurus-Tage und Nasensmileys

Word Nerd (adapted) (Image by Ryan Hyde [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Um das Potential der Digitalisierung voll auszuschöpfen, müssen wir lernen, Sprachblasen zu überwinden und Wortbarrieren abzubauen. Lässt das Internet unsere Sprache verkümmern oder erweitert der permanente Stilwechsel unsere Wortgewandtheit? Skeptiker beschreien die linguistische Verflachung, Optimisten die Entstehung einer Weltsprache. Doch trotz globaler Verständigung dank Emojis tendieren wir dazu, Sprachbarrieren zwischen [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 27. März

In unseren Lesetipps geht es heute um das Verbindunsgarrangement zwischen Netflix und Comcast, Algorithmen, Sprachen im Digitalen, die Geschichte hinter Oculus und Sexismus im Internet. Ergänzungen erwünscht.

  • VERBINDUNGSARRANGEMENT HIIG: Ein sozialwissenschaftlicher Blick auf den Verbindungs-Deal zwischen Netflix und Comcast: Auf dem Blog des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft setzt sich Uta Meier-Hahn mit dem Verbindungsarrangement von Netflix und Comcast auseinander und geht der Theorie nach, dass der Aufruhr über diese Entscheidung in der Verunsicherung darüber liegt, dass wir nicht für uns als konsumierende Gesellschaft geklärt haben, ob es legitim ist, dass sich Netzakteure von Internetzugangsanbietern über Netzbetreiber bis zu Distributions-Netzwerken miteinander verbinden können.
  • ALGORITHMEN Pacific Standard: From the NSA to OKCupid, 5 Algorithms That Rule Your World: Auf der Website des Pacific Standard stellt Kyle Chayka fünf Algorithmen vor, die seiner Meinung nach die Welt kontrollieren. Es ist vielleicht in diesen Tagen nicht verwunderlich, dass Algorithmen der NSA zur Überwachung des Internets und Algorithmen zur Verschlüsselung noch vor dem Algorithmus der Suchmaschine Google oder Algorithmen für den Hochfrequenzhandel kommen, aber wieso der Algorithmus der Partnervermittlungswebsite OKCupid in den Top 5 ist, muss erklärt werden, was Chayka auch macht.
  • SPRACHEN The Guardian: Europe’s smaller languages fight to survive: Die Globalisierung und Digitalisierung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellt eine zunehmende Bedrohung für kleinere Sprachen dar, denn neben der englischen Sprache ist das Internet vor allem voll russischer, spanischer und chinesischer Inhalte. Doch im Digitalen liegt vielleicht auch die Rettung dieser Sprachen, wie Rihards Kalni?š vom baltischen Startup Talde erklärt.
  • OCULUS Time.com: The Inside Story of How Facebook Got Oculus VR: Facebook kauft Oculus für zwei Milliarden US-Dollar, ein Unternehmen, dass eine Brille für 3D-Gaming entwickelt hat. Spannend ist, was Facebook damit vor hat, aber bis das klar erkennbar ist, ist die Geschichte hinter dem Firmengründer Palmer Luckey genauso lesenswert. Auf Time.com stellt Lev Grossman die Geschichte des 21-jährigen vor, der bisher nur ein in seinen Fähigkeiten sehr limitiertes Gerät gebaut hat, dass aber Potenzial für mehr besitzt. Mark Zuckerberg hat das erkannt.
  • SEXISMUS PandoDaily: Belgium just banned sexism from the internet: In Belgien verbietet ein neues Gesetz Sexismus im Internet. Was zwar wie eine schwierige Aufgabe klingt, aber durchaus als positiv bewertet werden kann, hat aber natürlich eine dunkle Schattenseite, wie immer bei nationalen Regularien für das globale Internet. Das Gesetz gilt nämlich quasi weltweit, denn nicht die Gesetzgebung des Ursprungsland eines vermeintlich sexistischen Inhalts ist damit entscheidend, sondern das belgische Gesetz. Glaubt jemand in Belgien, einen Fall von Sexismus gefunden zu haben, kann er oder sie die Person, Nachrichtenseite oder das Unternehmen verklagen – in Belgien. Egal ob es es sich um einen kolumbianischen Blog, ein deutsches Unternehmen oder einer chinesischen Fotografin handelt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 1. November

In unseren Lesetipps geht es heute um das Nutzerverhalten in sozialen Netzwerken, die fragwürdigen Dementis der NSA, Yahoos Ziele in Deutschland, was das Silicon Valley eigentlich tun sollte und Gedanken über die Sprache. Ergänzungen erwünscht.

  • SOZIALE NETZWERKE W&V: Bitkom-Studie: Facebook schlägt sie alle: Die Mehrheit der Nutzer von sozialen Netzwerken schützt aktiv ihre Privatsphäre. Das belegt eine Studie des Branchenverbands Bitkom, für die über 1.000 Internet-Nutzer befragt wurden. Demnach geben in allen untersuchten Altersgruppen mehr als die Hälfte der Befragten an, sich mit den Privatsphäre-Einstellungen des genutzten Social Networks auseinandergesetzt und diese gegebenenfalls geändert zu haben.
  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Die Dementis der NSA, die keine sind: Die NSA weist Vorwürfe zurück, die so niemand erhoben hat, sie definieren zentrale Begriffe anders, als es die Allgemeinheit tut, oder verengen selbst die Fragestellung. Mit Spitzfindigkeiten versuchen sich die Verantwortlichen aus der Affäre zu ziehen. Auf Zeit Online schreibt Patrick Beuth über die PR-Rhetorik und nennt fünf Beispiele für die Dementis, die keine sind.
  • YAHOO Hyperland: Yahoo versucht auch in Deutschland den Neustart: Wenn von globalen Netz-Firmen die Rede ist, fallen in Deutschland stets vier Namen: Google, Amazon, Facebook, Apple – Yahoo gehört meist nicht dazu. Im Mutterland des kommerziellen Webs aber gibt es eine überraschende Entwicklung: Zum dritten Mal in Folge landete Yahoo bei den absoluten Nutzerzahlen vor dem omnipräsenten Google – nun soll Deutschland folgen, wie der ehemalige Netzpilot Stefan Mey im Hyperland-Blog erklärt.
  • SILICON VALLEY PandoDaily: Liberty needs a lobbyist, and that lobbyist has to be Silicon Valley: Es ist unklar, inwiefern die großen IT-Unternehmen des Silicon Valley an der Überwachung des Internets beteiligt sind, ob freiwillig, gezwungen oder was sie überhaupt wussten. Hamish McKenzie fragt, ob sich die Unternehmen wirklich daran beteiligen sollten. Denn es geht nicht um Überwachung, sondern Freiheit. Anstatt überwachte Sicherheit, braucht es Freiheit und gerade das Silicon Valley könnte dazu beitragen.
  • SPRACHE Paroli: Für alle Zeit verklungene, erste Worte: Für viele Experten war die Entstehung der Sprache ein langwieriger Prozess, der niemals endet. Andere wiederum schreiben sie einer höheren Macht zu; denn nur der Schöpfer selbst könne die Menschheit zu mündigen Lebewesen machen. Ein Diskurs für die Ewigkeit und lesenswerter Beitrag von Jan Michael Marchart auf Paroli.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Netzpolitik oder Digitalisierungspolitik: Worum geht es hier eigentlich?

Aus Netz- wird Digitalisierungspolitik und aus Vorratsdatenspeicherung Mindestspeicherfrist: Versucht die CDU das Feld der Netzpolitik nach eigenen Vorstellungen neu zu definieren, um Deutungshoheit zu erlangen? // von Nicolas Morgenroth

Netzpolitik ist das Thema, mit dem die Piraten sich als Partei zu profilieren schienen. Netzpolitik ist der Begriff, der für Wirbel in der etablierten Welt der politischen Fachressorts sorgte und auch den Rahmen für eine neue Bürgerrechtsbewegung bot. Im Wahlkampf wurde es jedoch auffällig ruhig um ihn. Die Lücke, welche die Nicht-Beachtung netzpolitischer Themen von Seiten der Regierung hinterließ, konnten oder wollten die Oppositionsparteien offenbar nicht füllen. Zur Vorbereitung auf die Koalitionsverhandlungen erstellte jedoch ein Arbeitskreis der CDU ein Positionspapier zur „Digitalisierungspolitik“. Der Begriff „Netzpolitik“ findet darin keine Erwähnung. Zudem werden in den nun laufenden Koalitionsverhandlungen netzpolitische Themen im Kulturausschuss, Unterarbeitsgruppe „Digitale Agenda“, behandelt. Weiterlesen »

Weiterlesen »

Dem Algorithmus ein natürlicher Feind sein?

Algorithmus

Es kam, wie es kommen musste. Der Algorithmus. Eine Handlungsvorschrift, die sequentiell, also nacheinander abgearbeitet wird, um ein Problem zu lösen bzw. eine Aufgabe zu erfüllen, wird zum Spielball der Dichter und Denker. Als Miriam Meckel darüber geschrieben hat – und nichts anderes fand als die fade recommendation engine aus dem eCommerce – war es mir der Mühe zu gering, darauf zu antworten. Als aber nun die geschätzte Kathrin Passig in der SZ sich bemüßigt sah, auf die am Boden argumentierende Meckel auch noch einzuschlagen, da wurde der Beschützerinstinkt in mir geweckt… Weiterlesen »

Weiterlesen »

Nebenbei Englisch lernen per Blog

Sprachen lernen muss nicht schwierig sein: Der Englisch Blog vermittelt in kleinen, täglichen Häppchen Vokabeln, Sprachtipps und auch Hinweise zur korrekten Aussprache. Vor allem die sogenannten False Friends, ähnlich klingende Wörter mit grundverschiedener Bedeutung, sind Autor und Sprachtrainer Markus Brendel ein Dorn im Auge. Beispiel? Die Worte appalling und appealing sollte man besser nicht verwechseln.

derenglischblog

Ein sehr feiner Blog, der in Kooperation mit dem British Council entsteht. Wer sich auch für die kulturellen Hintergründe aktueller Schlagworte aus dem amerikanischen Bereich interessiert, dem sei das großartige USA Erklärt von Scot W. Stevenson ans Herzen gelegt.

Weiterlesen »