Alle Beiträge zu Publikation

Chelsea Manning: Niemand hat mich zu Leaks angestiftet

Chelsea E. Manning auf Instagram (adapted) (image by xychelsea87 [CC BY-SA!] via instagram)
Chelsea Manning, Whistleblowerin und WikiLeaks-Informantin, hat erstmals nach ihrer Entlassung aus dem US-Militärgefängnis am 17. Mai ein ausführliches Interview gegeben. Darin betonte sie, dass das WikiLeaks-Team sie keineswegs aufgefordert habe, geheime Dokumente weiterzugeben. Dies habe sie vielmehr aus eigenem Antrieb getan. Anders lautende Gerüchte, die immer wieder aufgebracht und auch [...]
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WikiLeaks: Transparenz um jeden Preis?

Occupy Wall Street WikiLeaks Truck (Image by pameladrew212 [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons)
Wieder einmal steht WikiLeaks wegen der fahrlässigen Veröffentlichung persönlicher Daten in der Kritik. Es wird Zeit, dass sich die Mitarbeiter der Plattform dieser Kritik stellen. Sie ist nämlich keineswegs ein bösartiger Sabotage-Versuch politischer Gegner, sondern größtenteils berechtigt. WikiLeaks muss erkennen, dass Transparenz im Informations-Zeitalter ein wichtiger, aber kein absoluter Wert [...]
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Gunnar Sohn: Kolumne als eBook

High Altitude Kindle 4 (adapted) (Image by Dan Vogel [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Es ist höchste Zeit: Liebwerteste Gichtlinge kommt als eBook. „Gute Leute, erlauchte Zecher und ihr, liebwerteste Gichtlinge, saht ihr jemals Diogenes, den zynischen Philosophen?“ – so begann der Renaissance-Denker François Rabelais seine Rede und mit dieser schelmischen Sichtweise auf das Leben startete ich am 21. Januar 2011 meine wöchentliche Kolumne für [...]
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Publiziere oder stirb!

In den Wissenschaften wird das Problem schon lange diskutiert: Wer nicht publiziert, hat keine Chance etwas vom schrumpfenden Kuchen der akademischen Existenzsicherung in Universitäten und Forschungseinrichtungen abzubekommen. Also werden die Fachzeitungen mit Artikeln geradezu bombardiert. Peer Review, das fachlich versierte Drübersehen von Kollegen zur Qualitätssicherung, ist weder in der Lage, die Mengen angemessen zu beurteilen noch gibt es überhaupt objektivierbare Gründe, eine Veröffentlichung gutzuheißen oder zu verneinen – abgesehen von offensichtlich falschen Annahmen oder Ergebnissen bzw. lächerlichen Forschungsmethodiken.

Aber da liegt der Hase schon im Pfeffer: Was heute lächerlich sein mag, kann morgen zum traditionellen Kanon eines Fachbereichs gehören. Und wo liegen die Perlen in der inflationären Forschungsproduktion? Analog dazu verhält es sich mit Texten im Netz. Immer mehr beruflich oder privat ambitionierte Schreiber verfassen immer mehr Buchstabensalat. Aber wer soll das alles essen und vor allem – warum? Ist Google ein gelungenes Werkzeug Peer Review zu simulieren?

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Das Ende der Publikation

Es rauscht mächtig im Bloggerwald. Und auch der Strom der professionellen Bedenkenträger bekommt langsam einen Spin in Richtung Kakophonie. Die Diskussion, welche Auswirkungen der endlose Datenfluss im Netz hat, scheint das Ideologische selten zu verlassen. Das Bildungsbürgertum sieht den Humanismus in Gefahr – zumindest dessen Deutungshoheit. Mit Blaulicht und Rettungswagen fahren die semantischen Sanitäter durchs Netz und bringen Ordnung ins Getümmel. Aber was war nochmal das Problem?

Sigmatik ist der Teil der Zeichenlehre, der aus Zeichen Daten bildet. Daten sind potenzielle Informationen. Sie haben also eine Anlage in sich, eine Auskunft zu geben. Was eine Auskunft ist, entscheidet die aktuelle Situation und der Fragende selbst. Massenmedien haben diese Aufgabe für den Leser übernommen und aus vorgefertigten Agenturbausteinen und einem durchschnittlichen Anteil von 25-30% selbst recherchierten Geschichten Informationspakete zu Produkten gebündelt. Aus diesen Bündeln wurde in dem Moment eine Publikation, als tausendfach Kopien auf einen möglichst großen Raum verteilt wurden. Auch wenn keine einzige Zeitung gekauft wurde, galt das Gesamtpaket als publiziert.

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