Alle Beiträge zu Native Advertising

5 Lesetipps für den 17. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um die Vorratsdatenspeicherung, Reuters Werbestrategie, Kommentare, Virtual Reality bei Reddit und die Störerhaftung. Ergänzungen erwünscht.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Reuters: SPD-Spitze macht bei Datenspeicherung Druck auf Basis: An sich ist das nur eine kurze Meldung einer Nachrichtenagentur, die auch nur das wiedergibt, was man schon weiß: die SPD-Führung will die Vorratsdatenspeicherung mit aller Gewalt durchsetzen. Relevant wird die Meldung aber durch ein Zitat der SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, die meint, dass die sich über die Landesverbände schon mehrheitlich dagegen ausgesprochene SPD-Basis doch noch umstimmen lässt, denn die Regierungsbeteiligung wird laut Fahimi höher geschätzt als eine Auslegung des Grundgesetz. Dieses Demokratieverständnis – Macht vor Gesetz – schockiert.

  • DISTRIBUTED & NATIVE ADVERTISING Digiday: Reuters‘ distributed approach to native advertising: Auf Netzpiloten.de verzichten wir auf klassische Werbung und finanzieren uns durch mehrfach gekennzeichnete und immer informativer werdende Advertorials. Dies ist eine Option zur Finanzierung von Journalismus, als Medium müssen wir danach suchen. Dass aber eine Nachrichtenagentur wie Reuters sein Reichweite garantierendes Netzwerk an Medien dazu nutzt, um Unternehmen die Möglichkeit von quasi Distributed Advertorials zu geben, ist neu und diskutabel.

  • KOMMENTARE FAZ: Europäischer Gerichtshof urteilt zu Nutzerkommentaren im Internet: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat mit seiner aktuellsten Rechtsprechung die Verantwortung von Foren-Betreibern für beleidigende Kommentare von Nutzern bekräftigt. Zwar geht es bei diesem Urteil um einen sehr konkreten Fall, dass aber die Betreiber von Portalen und Foren bei beleidigende und unflätige Einlassungen zu Schadensersatz verpflichtet sind, könnte die gesamte im Internet publizierende Branche betreffen.

  • VIRTUAL REALITY Digiday: You can now ‚walk around‘ Reddit using virtual reality: An sich wirkt Reddit wie ein sehr textlastiger und ja vor allem aus Links entstehender Aggregator. Doch mit der App SceneVR kann die Webseite auf der Ebene der virtuellen Realität neu darstellen und somit ein Wahrnehmung des Internets anbieten, die sehr spannend ist. Plattformen für Distributed Content könnten mit diesem Trend eine neue Entwicklung einschlagen und sicher mit diesem Service interessanter machen.

  • STÖRERHAFTUNG Golem: Regierung kippt Verschlüsselungspflicht aus Gesetzentwurf: Die Bundesregierung hat ihren Gesetzesentwurf zur Abschaffung der WLAN-Störerhaftung bei der Europäischen Union zur Notifizierung eingereicht. Aufgrund der heftigen Kritik wurde die Unterscheidung zwischen geschäftsmäßigen und privaten Anbietern gestrichen, ebenso die „anerkannten Verschlüsselungsverfahren“, jedoch nicht die Verpflichtung „angemessener Sicherungsmaßnahmen“, weshalb Kritiker in der aktuellen Fassung trotzdem keinen Fortschritt erkennen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 13. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising auf Imgur, iPhone-kompatible Android Wear, Verbraucher-Bewertungen, die  Generation Y und Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • IMGUR Digiday: Picture this: Native ads come to Imgur: Der Bilderdienst Imgur hat im letzten Jahr allein seine Reichweite auf 31 Millionen Menschen verdoppelt. Jetzt hat Imgur bekannt gegeben, ein neues Produkt für Native Advertising zu veröffentlichen. Es sind „Promoted Posts“ geplant, eine Art Weiterentwicklung von „Sponsored Posts“. Ähnlich wie bei Instagram und Pinterest wird dieser Post dann bei mehr Nutzern angezeigt, indem dieser in die Bilderstreams des Users integriert wird. Die Promoted Post unterscheiden sich allerdings deutlich von denen bei anderen Diensten: Sie werden nur in der App sichtbar sein und nicht auf der Homepage, da auf dieser nur sehr wenige User unterwegs sind.

  • SMARTWATCH SmartCompany: Google working on Android Gear compatibility with iPhones – but will Apple allow it?: Google arbeitet an einer Funktion, um seine Android Wear  mit iPhones kompatibel zu machen. Dazu soll das iPhone eine bestimmte App benötigen, um volle Unterstützung für Benachrichtigungen und die Google Now Features zu erhalten. Allerdings ist es noch sehr unklar, ob Apple erlauben wird, dass die App in seinem Appstore erscheint. Damit würden viele Smartwatches, wie das Motorola Moto 360, die Asus Zenwatch und das LG Watch Urbane, in direkter Konkurrenz zu der AppleWatch treten.

  • VERBRAUCHER-BEWERTUNGEN heise online: USA: Möglicher Maulkorb für Verbraucher-Bewertungen: In den USA versuchen Anbieter sich immer wieder durch Vertragsklauseln vor negativen Bewertungen im Netz zu schützen. Selten werden diese allerdings vor Gericht eingeklagt und noch seltener wird diesen Recht gegeben. So passierte es aber in einem aktuellen Fall in New York, in dem zwei Paare ein Appartment in Paris gebucht hatten und dieses anschließend negativ bewerteten. Laut einer Vertragsklausel ist das allerdings nicht erlaubt, da sie für Beschwerden keine Blogs und Websiten nutzen dürfen. Der Richter lies das Verfahren überaschenderweise zu. Sollte das Gericht die Klausel als legal anerkennen, könnte das weitreichende Folgen haben.

  • GENERATION Y t3n: Konzern oder Startup: Wofür entscheidet sich die Generation Y?: Die Generation Y wird sich entscheiden müssen: Lieber in ein Startup? Oder ein klassischen Großkonzern? Eine Umfrage hat untersucht, worauf es beim Berufseinstieg der GenY wirklich ankommt: 40 Prozent der 778 befragten Medienstudenten deutscher Hochschulen können sich vorstellen, in einem Startupp zu arbeiten. Diese wünschen sich ein innovatives Arbeitsumfeld und Möglichkeiten der Einbeziehung bei Entscheidungen. Knapp über die Hälfte entscheidet sich hingegen für traditionelle Großkonzerne. Für diese Befragten spielt meist Prestige, die Statussymbole und das Gehalt eine übergeordnete Rolle.

  • SPOTIFY t3n: 400 Millionen US-Dollar: Spotify wappnet sich gegen Beats Music, Tidal und Co.: Spotify rüstet sich gegen die neue Konkurrenz, vorallem Apples Beats Music und Tidal. Der Streamingdienst sicherte sich daher in einer neuen Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar. Damit soll das Unternehmen jetzt 8,4 Milliarden US-Dollar wert sein. Ein Börsengang soll auch geplant sein. Spotify hat 60 Millionen Nutzer, von denen 15 Millionen einen monatlichen Beitrag zahlen, um werbefrei Musik streamen zu können. Das neue Kapital sei wohl dringend notwendig gewesen, da fast 70 Prozent der Einnahmen direkt an Rechteinhaber der Songs gehen.

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5 Lesetipps für den 6. März

In unseren Lesetipps geht es heute um neue Werbemöglichkeiten auf Instagram, das Plus des Rundfunkbeitrag, Native Advertising, Netflix‘ Einstellung zur Netzneutralität und die App „Reach Me“. Ergänzungen erwünscht.

  • INSTAGRAM B2C: Instagram Releases New Visual Storytelling Ad Format: Instagram hat jetzt eine neue Art der Werbefläche auf ihrer Plattform vorgestellt: In Zukunft wird es, ähnlich wie bei Facebook, „Carousel Ads“ geben. Das ist eine Fotostrecke in einem gesponsorten Post, bei der der User die Möglichkeit hat, zur Seite wechzuscrollen, um sich weitere Bilder anzugucken. Auf der letzen Seite kommt ein „Learn more“ Link, auf dem sich der User weiter über das beworbene Produkt informieren kann. Für private User ist das momentan noch nicht möglich. Instagram vergleicht diese Art der Werbung mit mehrseitigen Print-Kampagnen.

  • RUNDFUNKBEITRAG heise online: Rundfunkbeitrag bringt 1,5 Milliarden Euro mehr: Weitere Senkung?: Dank dem Datenabgleich und automatischen Anmeldungen, bringt der Rundfunkbeitrag 1,5 Milliarden Euro mehr in die Kassen bis 2016 als geplant. Ursprünglich hieß es, dass es nur ein Plus von 1,2 Milliarden Euro geben werde. Da die öffentlich-rechtlichen Sender, wie ARD und ZDF, das Geld nicht behalten dürfen, ist jetzt die Frage nach dem wohin damit? Einerseits werden die Beiträge auf 17,50 Euro im Monat gesenkt, bisher betrugen sie 17,98 Euro. Auch soll damit weniger Werbung im öffentlich-rechtlichen Radio ermöglicht werden. Trotzdem sei die Werbefinanzierung eine Entlastung für den Beitragszahler und bleibe damit Bestandteil der Rundfunkfinanzierung.

  • NATIVE ADVERTISING HORIZONT: Mobile Werbung: Der Run auf Native Advertising: Native Advertising hat enorm an Bedeutung gewonnen. Die Ausgaben für mobile Werbung können noch lange nicht mit denen der klassischen Werbung mithalten. Doch das Wachstum von 67 Prozent im letzten Jahr macht deutlich, dass das Potential da ist, dass sich das ändern wird. 2015 sollen sich die Budgets für Native Advertising weltweit mehr als verdoppeln. Auch der Automated-Guaranteed-Einkauf von mobiler Werbung soll zulegen. Damit erhalten die Kunden der Werbefläche die Garantie über eine bestimmte Reichweite der jeweiligen Kampagne.

  • NETZNEUTRALITÄT CNET: Netflix says it still supports Net neutrality, despite CFO’s comments: Netflix betont weiterhin seine pro Netzneuneutralität-Haltung. Obwohl der CFO des Unternehmens vor kurzem gesagt hat, dass Unternehmen wie Netflix scheinbar mit Regulationen im Internet arbeiten müssen. Allerdings wird jetzt korrigiert, dass das komplett außerhalb jeden Kontext zitiert werde. Die Tatsache, dass Netflix gerade in Australien einen Vertrag mit einem Netzanbieter geschlossen hat, wird damit erklärt, dass der australische Markt durch gewöhnliche Datenvolumenseinschränkungen ein anderer sei, als der in den USA.

  • REACH ME Mashable: Libon lets you receive calls even when you’ve got no signal: Mit der neuen App „Reach Me“ von Libon ist es jetzt möglich immer und überall Anrufe zu empfangen, selbst wenn man gar keinen Empfang hat. Die App benötigt dazu lediglich WiFi. Möchte man nicht immer erreichbar sein, kann man die Anrufe auch ganz einfach in die Mailbox umleiten. Nach Worten des Libon-CEO kann man die App mit T-Mobiles WiFi Calling Service vergleichen. In über 100 Ländern wird die App erst für Android, bald dann auch für iPhone erhältlich sein.

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5 Lesetipps für den 2. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Erkenntnisse über Native-Advertising, neue Regeln bei Facebook, Freiheit im Internet, Twitters „While you were away“-Funktion und die Zukunft des Internets. Ergänzungen erwünscht.

  • NATIVE ADVERTISING Digiday: 5 things we learned about native ads in 2014: Für Digiday.com stellt Brian Braiker die fünf wichtigsten Tatsachen vor, die man 2014 über Native-Advertising gelernt hat. So hat zum Beispiel die New York Times angefangen, auch in ihrer Print-Version auf Native-Advertising zu setzen. Einer Studie der Universität San Francisco zufolge fällt ein großer Teil der Nutzer auf Native-Advertising herein und weiß; nicht einmal, was das Wort „sponsored“ in dem Zusammenhang bedeutet oder übersieht es sogar. Obwohl Native-Advertising nicht bei allen gut ankommt, werden immer mehr Journalisten mit dem Erstellen dieser Art von Werbung betreut.

  • FACEBOOK Business 2 Community: Facebook Is Changing The Rules – Again: Facebook plant einmal wieder seine eigenen Regeln zu verändern. Dieses Mal dürften besonders kleinere Unternehmen betroffen sein, denn auf Wunsch der Nutzer des sozialen Netzwerkes sollen ab sofort weniger Anzeigen in den Neuigkeitenleisten angezeigt werden. Unternehmen werden zwei Möglichkeiten angeboten, wie sie trotzdem auch in Zukunft eine große Reichweite erlangen können. Erstens: Wenn man ein wenig Geld in den Post investiert, wird dieser mehr Nutzern angezeigt. Und zweitens: Man sollte den Inhalt verändern, den man anbietet, indem man zum Beispiel statt Anzeigen und Werbung auf interessanten und unterhaltsamen Inhalt setzt.

  • INTERNET New York Times: Web Freedom Is Seen to Be Growing as a Global Issue in 2015: Freiheit im Internet wird auch in 2015 von noch größerer Bedeutung werden. Besonders Russland spielt in diesem Kampf eine wichtige Rolle, denn immer wieder versucht die Regierung des Staates unliebsame Webseiten zu sperren. Dass dies in der heutigen Zeit jedoch nur schwer möglich ist, musste man erst im Dezember feststellen, als eine Facebook-Seite ein Anti-Regierungs-Treffen veröffentlichte. Nachdem diese Seite gesperrt wurde, verbreitete sich die Kundgebung auf zahlreichen weiteren Seiten und gelangte erst recht in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Das Thema wird also auch in diesem Jahr aktuell bleiben.

  • TWITTER Süddeutsche.de: Twitter: „While you were away“-Funktion für Top-Tweets: Twitter plant, eine neue Funktion einzuführen, die es Nutzern ermöglicht, sich verpasste Top-Tweets anzeigen zu lassen. Damit sollen besonders den nur gelegentlichen Nutzern des Kurznachrichtendienstes die wichtigsten Nachrichten des Tages angezeigt werden. Damit tritt Twitter in dem Aspekt in Konkurrenz zu ähnlichen Diensten wie „Digg Deeper“ und „Prismatic“, die bereits über die gleiche Funktion verfügen. Viele der Nutzer sehen das hingegen skeptisch, denn auf diese Weise würde Twitter nur die ohnehin Erfolgreichen belohnen.

  • ZUKUNFT t3n: Das Internet im 21. Jahrhundert: Was bringt die Zukunft? [Kommentar]: Bei t3n stellt sich der Blogger Cory Doctorow die Frage, wie wohl die Zukunft des Internets aussehen könnte. Seine größte Hoffnung klingt demnach im ersten Augenblick wenig spektakulär. Er wünscht sich, dass Computer und das Internet es den Menschen erleichtern, in Gruppen zusammenzuarbeiten. Aber dann führt er aus, welchen großen Nutzen die neuen Technologien auf diese Weise für die Menschen haben und befürchtet zugleich, dass totalitäre Regimes die Macht der Informationstechnologie missbrauchen könnten.

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5 Lesetipps für den 3. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um das Scheitern bei Google, Cybersecurity in den USA und Nordkorea, Datenschutz und Andrew Sullivan über Native Advertising. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Brand Eins: Google kann alles. Will alles. Wird alles. Wirklich?: In der November-Ausgabe der Brand Eins haben Steffan Heuer und Thomas Ramge einen sehr lesenswerten Text über das Scheitern bei Google geschrieben. Darin führen sie die vielen Fehlschläge des Unternehmens auf und setzen sie in den Kontext der Gesamtentwicklung des hierzulande als Monopolisten beschimpften Internetunternehmens, dass mehr ist als nur eine Suchmaschine. Fazit ist, besonders im Kontrast zur zu kritisierenden ARD-Dokumentation, dass Google wohl doch nicht die Weltherrschaft an sich reißen wird bzw. dazu überhaupt in der Lage wäre.

  • CYBERSECURITY I The Washington Post: Obama’s pick to lead the Pentagon is big on cybersecurity: Eine vielsagende Personalentscheidung hat der US-Präsident Barack Obama getroffen: Ashton Carter soll das Pentagon leiten. Der Doktor für Theoretische Physik gilt als ausgesprochener Experte für Cybersecurity und hat in den letzten Jahren die bereits bestehenden Programme des US-Militärs mitorganisiert. Seine Ernennung ist ein Zeichen für die stärkere Fokussierung auf den potentiellen Kriegsschauplatz im Netz. Auf der Website der Washington Post stellt Andrea Peterson den neuen Pentagon-Chef näher vor.

  • CYBERSECURITY II Re/code: Here’s What We Know About North Korea’s Cyberwar Army: Und noch ein Lesetipp zum Thema Cybersecurity: Auf recode.net hat Arik Hesseldahl alle bekannten Informationen über nordkoreanische Cyberwar-Armee zusammengetragen. Besonders interessant ist, dass Nordkorea durch seine nahezu nicht existente Internet-Infrastruktur sehr gut vor gegnerischen Cyberwar-Angriffen geschützt ist und seine Angriffe von einem Hotel im chinesischen Shenyang ausführt. Auch der Einsatz von Online-Games wird von Cyberscurity-Experten als „clevere Taktik“ bezeichnet.

  • DATENSCHUTZ Stuttgarter Zeitung: Datenschutz als Wettbewerbsnachteil: Ich freue mich ja über jede Veranstaltung außerhalb Berlins, aber das alljährliche Spitzentreffen von Managern und Politikern in Isny habe ich leider verpasst. Dabei haben scheinbar vor Ort EU-Digitalkommissar Günther Oettinger (CDU) und Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) in ihnen wohlgesinnter Runde vor Ort beachtliche Aussagen getroffen. Auf Stuttgarter-Zeitung.de scheibt Joachim Dorfs, dass die beiden Vertreter der Bundesregierung und EU-Kommission vor zu hohen Datenschutzstandards in Deutschland warnen. Deutschland müsse beim Thema Daten an Chancen denken, nicht nur an Risiken.

  • NATIVE ADVERTISING Digiday: Andrew Sullivan on native ads: Brian Braiker hat seinen ehemaligen Digiday-Kollegen Andrew Sullivan interviewt und sich mit dem bekannten Blogger über den Zustand der Medienbranche unterhalten und warum Native Advertising schlimm ist. Seiner Meinung nach ist der Journalismus den Verlockungen bezahlter Inhalte erlegen. Sullivan hat vor ungefähr einem Jahr abonnierbaren Blog gestartet und damit im ersten Jahr mehr als 875.000 US-Dollar eingesammelt.

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Video: John Oliver über Native Advertising

John Oliver über Native Advertising
In seiner Sendung „Last Week Tonight with John Oliver“ kommentiert der britische Komiker das Konzept Native Advertising und seinen Einfluss auf den Journalismus. // von Tobias Schwarz Es ist bezeichnend, dass der beste Kritiker unserer sich im digitalen Wandel befindenden Gesellschaft ein Komiker ist. Spätestens mit seinem Beitrag über Netzneutralität [...]
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Native Advertising: Yahoos Stream Ads auch in Deutschland

Ab sofort bietet Yahoo das Native Advertising-Format Stream Ads auch in Deutschland an. Neuer Zündstoff in der Diskussion um Paid Content? Neben Display- und Search-Advertising bietet Yahoo mit den Stream Ads seinen Werbekunden nun auch in Deutschland ein Natives Advertising-Werbeformat an. Die neuen Stream Ads werden dabei automatisch für Smartphone, Tablet und Desktop optimiert ausgeliefert. Werbekunden solle so laut Yahoo ihre Zielgruppen einfach und effizient über verschiedene Endgeräte hinweg erreichen. Doch den Lesern dürfte nicht immer klar sein, was Werbung und was Content ist.

Yahoo startet Stream Ads in Deutschland

Mit den bereits vergangenen Herbst in den USA gestartetem Native Advertising-Format Stream Ads geht Yahoo den von Marissa Mayer eingeschlagenen Weg in die mobile Zukunft des Unternehmens auch im Werbebereich konsequent weiter. Die Stream Ads werden „nativ direkt und nahtlos in das Content-Umfeld“ auf der Yahoo Startseite eingebaut, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung heute bekannt gab. Desweiteren ist geplant, dass die Werbung auch „in Yahoo Mail und den entsprechenden Apps integriert“ wird. Weitere redaktionelle Umfelder sollen folgen.

Mit dem Relaunch der Yahoo-Startseite im letzten Jahr haben wir die optimalen Voraussetzungen für die Einbettung nativer Werbeformate geschaffen. Die Yahoo Stream Ads sind eine zeitgemäße, content-basierte Werbeform, die ganz klar auch der zunehmenden mobilen Internetnutzung Rechnung trägt und unser Vermarktungsportfolio perfekt ergänzt„, kommentiert Steffen Hopf, Managing Director und Country Commercial Director Yahoo Deutschland. Doch was Hopf als „content-basierte Werbeform“ betarchtet, unterscheidet sich im Contentstream kaum noch von redaktionellen Inhalten.

Für Angela Courtin, Präsidentin der Kommunikationsagentur Aegis Media, ist diese Webeform deshalb auch weniger „native“ als vielmehr kontextuell, wie sie gegenüber Digiday klarstellt: „Ich zögere diese Werbeformen als nativ zu bezeichnen; ich denke sie sind kontextuell„, also im Zusammenhang stehend zu den anderen Inhalten auf einer Seite.

Was ist Werbung und was noch Journalismus?

Und das macht den Erfolg von Stream Ads aus. Leser einer Seite klicken häufiger auf die Werbung, wenn sie zwischen den Artikeln im gleichen Design wie die journalistischen Werke dargestellt werden, als auf Bannerwerbung an den Rändern einer Seite. In dieser Erfolgsstrategie liegt aber auch die größte Gefahr für Yahoo. Manche Leser könnten sich getäuscht sehen, wenn ihnen Werbung für Journalismus vorgemacht wird und sollte es Yahoo nicht gelingen, populäre Marken mit kreativer Werbung für dieses Werbeformat zu gewinnen, könnten die Nutzer den Yahoo-Diensten den Rücken kehren. Wir konsumieren zwar immer lieber Werbung, aber dazu muss sie auch unterhaltsam sein.

Für Henrique de Castro, der bis Anfang des Jahres für das Werbegeschäft bei Yahoo zuständig war, muss deshalb auch bei der Industrie ein Umdenken einsetzen. „Die Industrie erkennt jetzt, dass Content und Kontext wichtig sind„. Er bezeichnete das als „Partnerschaft von Display und Native Display„.

Aktuelle Yahoo-Werbewirkungsstudien zeigen, dass Stream Ads bis zu siebenfach höhere Click-Through-Raten als herkömmliche Display-Kampagnen erreichen. Wie zufrieden die Nutzer damit sind und ob sie tatsächlich Werbung sehen wollten, geben die Studien aber nicht bekannt. In Deutschland, in der jegliche Form von Paid Content und Native Advertising oft sehr kritisch gesehen wird, bleibt abzuwarten, ob Yahoo hierzulande auch Erfolg mit diesem Werbeformat haben wird.


 


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5 Lesetipps für den 17. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Interview mit Jaron Lanier, Native Advertising im Journalismus, die Weiterentwicklung von Wi-Fi, die paradoxe Wirkung von Forgotify und Privatsphäre als Produkt. Ergänzungen erwünscht.

  • INTERVIEW Zeit Online: Jaron Lanier im Interview: Bisher verdienen nur große Firmen wie Google am Internet. Damit muss Schluss sein, fordert jetzt Jaron Lanier in seinem neuen Buch „Wem gehört die Zukunft?“. Kilian Trotier und Maximilian Probst haben sich mit dem polarisierenden Kritiker der Digitalisierung über die Macht im Netz unterhalten.
  • NATIVE ADVERTISING PandoDaily: Can old media afford to turn their noses up at native advertising?: Mit Werbung lässt sich im Internet Geld verdienen, ein Fakt, den sich ausgerechnet Medienunternehmen bisher verschließen. Sogar die New York Times kann nur den „Erfolg“ melden, dass die Einnahmen durch Werbung nicht schneller sinken als im vergangenen Jahr. Native Advertising lehnen die Journalismus betreibenden Firmen ab. Doch wie lange noch, fragt sich James Robinson auf PandoDialy, können sie sich das leisten?
  • WIFI CNET News: Google, Microsoft, others form group to expand Wi-Fi: Die Frage des Zugangs zum Internet hat eine enorme gesellschaftliche Relevanz, aber auch eine wirtschaftliche Komponente, weshalb sich laut dem Wall Street Journal die Unternehmen Comcast, Time Warner Cable, Charter Communications, Google und Microsoft zusammen getan haben, um WiFi den mobilen Technologien der Zukunft anzupassen, die auf immer mehr (zu monetarisierenden) Datenverkehr setzen.
  • FORGOTIFY Hyperland: Forgotify hat ein Herz für “Loser”: Die Erfinder des Musikstreamingportals Forgotify haben es sich zum Ziel gesetzt, uns die unerhörten Songs von Spotify aufs Ohr zu drücken. Das sind immerhin vier Millionen. Laura Stresing stellt im ZDF-Blog Hyperland die sympathische Idee mit ihrem paradoxem Ergebnis vor.
  • PRIVATSPHÄRE Technology Review: Die Privatsphäre als Produkt: Privatsphäre ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft. Doch kann es auch ein wirtschaftlicher Anreiz sein? Tom Simonite stellt auf Heise.de u.a. mit dem Blackphone, dem Browser Aviator und der Suchmaschine DuckDuckGo Produkte vor, die Nutzern helfen wollen, sich vor Dritten im Internet (die NSA ausgenommen) zu schützen.

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Hinter den Kulissen des New York Times Redesign

Im Interview mit Opennews.org reden drei Mitarbeiter der New York Times über das Redeisgn der Website und die Strategien dahinter. // von Janina Gera Die New York Times gibt erste Einblicke in ihr neues Online-Design: neue Artikelseiten, sowie Optimierungen und reizvolle Bedienelemente sind auf der gesamten Website zu finden. Opennews.org [...]
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5 Lesetipps für den 5. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising, Twitter und Telekom kooperieren, das Internet der Dinge, andere Ansichten über Tracking und wie die NSA-Überwachung bekannt wurde. Ergänzungen erwünscht.

  • NATIVE ADVERTISING Martingeisler.de: Wie funktioniert Native Advertising?: Native Advertising gehört zu den Buzzwörtern 2013. Kein Werber, kein Verlagsmanager, kein Journalist, der sich dieses Jahr nicht mit Native Advertising beschäftigt hätte. Nun gibt es zwar bis dato keine gängige Definition, was Native Advertising eigentlich genau ausmacht, aber es gibt zahlreiche prominente Journalismus-Anbieter im Netz, die mit Native Advertising Geld machen. Martin Giesler stellt einige Beispiele auf seinem Blog vor.
  • TWITTER Wirtschaftswoche: Die Telekom kooperiert mit Twitter: In Zukunft wird Twitter in Deutschland mit der deutschen Telekom zusammenarbeiten. Der Kurznachrichtendienst bekommt mehr Aufmerksam, indem die Telekom auf den eigenen Android-Smartphones eine Art Newsticker aus Twitter-Inhalten installiert, ohne dass der Nutzer sich bei Twitter registrieren haben muss und die Telekom bekommt dafür innovative Ideen geliefert, wie der eigene Kundendienst mit Hilfe von Twitter verbessert werden kann.
  • INTERNET DER DINGE The KB Magazine: Wie das Internet der Dinge unser Leben effizienter macht: Martin Spindler engagiert sich in diversen Initiativen und berät Firmen zum Thema Internet of Things. Besonders der Bereich Smart Cities hat es ihm angetan: Wie werden wir in Zukunft leben? Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn alle Geräte vernetzt sind und über Smartphones steuerbar? Wie das Internet der Dinge zu sozialer Exklusion führen kann, erklärt der Experte im Interview.
  • TRACKING TIME.com: Why You May Want to Be Tracked Online: Im Techland-Blog des Time Magazin sucht Micah Singleton nach Gründen, warum es vielleicht nützlich ist, getrackt zu werden. Neben den vermeintlich guten Gründen, Passwörter und persönliche Angaben nicht immer eingeben zu müssen, differenziert sie zwischen dem Tracking von First-Party Apps und Third-Party Apps. Manche Gedanken zum Datenschutz fühlen sich sehr „amerikanisch“ an, aber deshalb ist die andere Sichtweise nicht weniger interessant.
  • ÜBERWACHUNG Rolling Stone: The Men Who Leaked the NSA’s Secrets: Vor rund einem Jahr wurde der britische Journalist Glenn Greenwald nach seinem PGP- Schlüssel gefragt. Er hatte keinen und reagierte nicht, doch der anonyme Absender ließ nicht locker und schickte ihm Anleitung, wie Mails verschlüsselt werden können. Greenwald gab nach und lernte so Edward Snowden kennen. Im Rolling Stone Magazin schreibt Janet Reitman über die Geschichte des Jahres.

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5 Lesetipps für den 3. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising auf Tumblr, digitalen Altruism, die Pläne der Großen Koalition für die digitale Bildung, die Telekom setzt anstatt Drosselung auf Volumentarife und Facebook zieht Nachrichten den viralen Beiträgen im Newsfeed vor. Ergänzungen erwünscht.

  • NATIVE ADVERTISING CNET News: Tumblr launches another mobile ad product: Rund ein halbes Jahr nach dem Yahoo! das Blogging-Netzwerk Tumblr für eine Milliarde US-Dollar gekauft hat, sind jetzt Pläne für Werbung im Stream der Nutzer bekannt geworden. 2012 hat Tumblr 13 Mio. US-Dollar mit Werbung verdient, durch die gesponserten Beiträge soll dies erhöht werden. Ab Januar soll die Werbung vor allem in den mobilen Anwendungen angezeigt werden.
  • DIGITALER ALTRUISM TIME.com: Altruism in the Digital Age: Kharunya Paramaguru schreibt im Techland-Blog des Time Magazin über den Stand des Altruism im Digitalen, denn neben der Selfie-Kultur entstehen auch viele Plattformen, die zum Helfen, Teilen und Schenken verleiten. Selbstlosigkeit und Philanthropie sind noch neue Konzepte im Internet, deren Entwicklung abgewartet werden sollte.
  • DIGITALE BILDUNG Hyperland: Große Koalition will die digitale Schule voranbringen: Auf Zeit Online schreibt Christiane Schulzki-Haddouti über die digitale Bildung im Koalitionsvertrag. Zwar wurde in letzter Minute das Vorhaben gestrichen, alle Schüler mit mobilen Endgeräten auszustatten, dafür sollen aber Lehrmaterialien und Schulbücher möglichst unter freie Lizenz gestellt werden, damit die Materialien problemfrei auch online verwendet werden können.
  • DROSSELKOM Süddeutsche.de: Telekom hebt Drosselung auf und will auf Volumentarife setzen: Die Telekom beugt sich dem Urteil des Kölner Landgerichts und streicht die seit Mai geltende Drossel-Klausel aus den Verträgen. Dafür will das Unternehmen in Zukunft Volumentarife einführen und den BEgriff „Flatrate“ nur noch dann verwenden, wenn es sich auch wirklich um eine Flatrate handelt.
  • FACEBOOK TIME.com: Facebook to Post More News on NewsFeed, Bury Memes: Facebook hat mal wieder am eigenen Algorithmus rumgebastelt: Nachrichten sollen im Newsfeed höher dargestellt werden als virale Post wie Memes oder Fotos. Das soziale Netzwerk setzt dabei auf „hochwertigen Content“ von Nachrichtenquellen und prominenten Nutzern. Ziel ist es, interessanter für die Nutzer zu werden.

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