Alle Beiträge zu Monopole

Kartellrecht gegen Datenmonopole machtlos

Tower, television tower, blue sky and tall (adapted) (Image by Markus Spiske [CC0 Public Domain] via Unsplash)
In den vergangenen zwanzig Jahren sei es einer neuen Generation von Superstar-Firmen mit digitalen Plattformen gelungen, Quasi-Monopole zu errichten, bemerkt brandeins-Autor Thomas Ramge. Dieser „The-Winner-Takes-It-All-Trend“ werde sich in den kommenden Jahren weiter verstärken durch Daten lernende KI-Systeme und datenreiche Märkte. „Das Kartellrecht, gemacht gegen Stahlbarone, zeigt sich dagegen schon jetzt [...]
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5 Lesetipps für den 1. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Google+, einen Selbstversuch als Uber-Fahrer, Selfies, Internet-Monopole und den Wandel des Vice Magazin. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE+ Medium: Thoughts on Google: Meine Medium-Community herzte das ganze Wochenende über folgenden Text der ehemaligen Google-Mitarbeiters Chris Messina, der sich in seinem Blogeintrag mit dem sozialen Netzwerk Google+ auseinandersetzt. Auch wenn ich sein Urteil, dass Google+ vollkommen überflüssig ist, so nicht teilen unbedingt kann, ist seine Begründung lesenswert, wie auch der Socialmediawatchblog meint: „womöglich der wichtigste Text, der diese Woche über Social Media, digitale Monopole (Stichwort: Facebook), Privacy und informationelle Selbstbestimmung geschrieben wurde“.

  • UBER Jetzt.de: Selbstversuch als Uber-Fahrer in München: Für Jetzt.de hat Jan Stremmel den Selbsttest gemacht und ist eine Nacht als Uber-Fahrer durch München gefahren. Dabei fallen zwei Sachen auf: Zum einen scheint er dabei wirklich viel Spaß gehabt zu haben und viele interessante Leute kennengelernt zu haben, was sich mit meinen Eindruck von den meisten Uber-Fahrern in Berlin deckt. Und zum anderen, dass sich das Geschäft auch in München, wo der festgelegte Kilometerpreis mehr als doppelt so hoch ist wie in Berlin, einfach nicht lohnt. Am Ende zahlt Stremmel für seinen als angenehme Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr wahrgenommenen Dienst noch drauf.

  • SELFIE Quartz: How the selfie is boosting demand for plastic surgery: Auf Quartz setzt sich Hanna Kozlowska mit einer Studie des American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgery auseinander, demnach ein Drittel der befragten Patienten ihre Schönheitsoperationen zur Verbesserung ihres eigenes Bildes in den sozialen Medien vornahmen lassen. Einerseits lassen Selfies uns sich mehr mit unserem Selbstbild beschäftigen, was sich auch positiv aufs Selbstvertrauen auswirken kann, andererseits ist dieser Trend zur Optimierung, um es diplomatisch auszudrücken, ein wirklich beunruhigendes Zeichen für Narzismus.

  • MONOPOLE The Economist: Everybody wants to rule the world: Der FC Bayern München muss… äh… Google muss zerschlagen werden, denn erfolgreiche Unternehmen auf dem Weg zu Monopolen stellen eine Bedrohung dar. Die Diskussionen der letzten Woche um Googles Marktmacht nahmen immer lächerlichere Züge an und mündeten in einem Antrag des mit der deutschen Zeitungsbranche eng verbundenen Europaabgeordneten, dass derartige Unternehmen, also erfolgreich und nicht aus Europa, zerschlagen werden müssen. Wer sich einmal ernsthafte Gedanken über Internet-Monopole machen will, dem sei dieses Briefing des Economist empfohlen, dass sich auf sehr hohem Niveau mit der Thematik auseinandersetzt.

  • VICE taz: Das Magazin „Vice“ expandiert: Auf taz.de stellt Fatma Aydemir das wohl zur Zeit rentabelste Magazin vor, dass es gibt: Vice. Ich habe das Magazin seit 2008 nicht mehr aufmerksam gelesen. Davor hat es mich begeistert, schockiert und unterhalten. Im gleichen Jahr fing der damals 23-jährige Tom Littlewood an, dass Magazin zu leiten und grundlegend zu wandeln. In den USA wurden bereits weitere Kanäle wie Vice News aufgemacht, bald gibt es sie auch hierzulande. Vice könnte bald jede Art von Journalismus abbilden, denn für Littlewood macht das Magazin den besonderen Zugang zu Inhalten aus, nicht unbedingt das Thema an sich. Es wird wohl mal Zeit, einen Blick in das Magazin zu werfen.

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5 Lesetipps für den 20. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Gawker, die von Medien gehypte Angst vor Monopolen, Evernote und Kritik an Evgeny Morozov. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Die Welt: „Die Agenda ist zu wenig visionär“: In der Politik ist Gesche Joost eine angenehme Ausnahme. Selten erlebt man bei Interviews und Gesprächen mit Politikern so klare Antworten und ehrliche Kritik am Schaffen des politischen Betriebs, wie von ihr. So auch im Interview der deutschen Internet-Botschafterin mit Welt-Wirtschaftsredakteur Thomas Heuzeroth, in dem sie die noch großen Lücken in der digitalen Strategie der Bundesregierung kritisch benennt.

  • GAWKER Digiday: This is the most important person at Gawker you’ve never heard of: Auf Digiday stellt Lucia Moses die wohl wertvollste Mitarbeiterin des Blogs Gawker vor: Erin Pettigrew. Sie steht wohl für die Zukunft von mit Journalismus im Internet wirklich Geld verdienen, aber das wird jetzt außerhalb von Axel Springer keine angenehme Lektüre. Pettigrew nutzt Gawkers Reichweite für den Einstieg in E-Commerce, allerdings mit einer Konsequenz wie sie hierzulande und auch bei den meisten Journalismus-Flaggschiffen in den USA, überrascht. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Zukunft des Journalismus nicht von den Leuten gemacht wird,die ihn (jetzt noch) betreiben.

  • MONOPOLE Wirtschaftswoche: „Wir müssen die Internetgiganten nicht fürchten“: Die Wirtschaftswoche lässt Gerrit Heinemann (Link findet sich im Artikel) und Justus Haucap über Monopole im Internet diskutieren, eines der Lieblingsthemen der den Ton angebenden Sozialdemokraten in der Bundesregierung. Doch für Haucap ist die Angst vor Google und Amazon ein Medien-Hype, denn gerade die Konkurrenz zwischen diesen beiden Unternehmen zeige, dass die Marktstellung keineswegs so zementiert ist, wie es scheint. Und bekanntlich wird in irgendeinen Garagen gerade an den Ideen gearbeitet, die wiederum beide Firmen in die Bedeutungslosigkeit schicken.

  • EVERNOTE Quartz: Evernote – The new anti-censorship tool in China: Es ist ungefähr anderthalb Jahre her, dass ich auf einer Veranstaltung jemanden traf, der in Evernote-Notizen über den Abend bloggte und sie dann via Twitter teilte (ich glaube, dass es Christopher Bulle war, bin mir aber nicht sicher). Eine interessante Idee, über die ich seitdem viel nachgedacht habe, denn was braucht es eigentlich heutzutage noch, um über etwas zu schreiben und zu veröffentlichen? Evernote reicht dafür aus, auch um die chinesische Zensur zu umgehen, wie sich jetzt in Hongkong zeigt. Da die Regierung bestimmte Begriffe in den sozialen Netzwerken blockiert, schreiben Journalisten, Demonstranten, etc. ganze Artikel in Evernote-Notizen, die sie dann teilen. Lily Kuo und Ning Hui schreiben auf Quartz über mein persönlichen Hack des Jahres.

  • JOURNALISMUS PandoDaily: Evgeny Morozov did not “plagiarize” in the New Yorker, but what he did was almost as bad: Auf PandoDialy denkt David Holmes darüber nach, welche Standards es im Journalismus brauchen könnte, nachdem der Liebling des deutschsprachigen Anti-Technik-Feuilletons, Evgeny Morozov, im Magazin „The New Yorker“ die Ideen anderer ohne Nennung als seine eigenen ausgegeben hat bzw. alles weg ließ, damit dieser Eindruck entstehen kann. Zurecht regen sich mehrere Wissenschaftler über Morozov auf, aber nachdem auch hierzulande Journalisten gerne auf Links zu ihren Quellen verzichten, sollten wir in Zeiten des digitalen Journalismus über etwas wesentliches des Internets nachdenken: Links. Das Internet baut auf sie, Journalismus sollte es auch tun.

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5 Lesetipps für den 28. April

In unseren Lesetipps geht es um die Visualisierungen von Vorratsdatenspeicherung, Monopolkritik an Google, die mobile Zukunft von Facebook, unsere Arbeitswelt und die Ökonomie des Fernsehens. Ergänzungen erwünscht.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Zeit Online: Politiker visualisieren ihr Leben mit Metadaten: Die Vorratsdatenspeicherung wird von manchen Akteuren ind er Debatte stets verharmlost. Das Abhören aber nicht mehr nötig ist, wenn Metadaten gespeichert werden, um einen Menschen zu durchleuchten, zeigen die Daten-Experimente von einem Schweizer und zwei dänischen Politikern, die Patrick Beuth auf Zeit Online vorstellt.
  • GOOGLE Frankfurter Allgemeine: „Eine Zerschlagung von Google würde wenig bringen“: Google ist mal wieder das neue Lieblingsthema in der Frankfurter Allgemeine. Unter dem Titel „Googles Netzimperium“ können sich zur Zeit die Leute genüsslich an dem als Suchmaschine groß gewordenen Unternehmen abarbeiten. Zur Abwechslung gibt es einmal ruhigere Worte der Einordnung und zwar von Justus Haucap, Mitglied der Monopol-Kommission. Er hält Google eher für ein „Monopölchen“ und glaubt, dass eine Zerschlagung vor allem den Nutzern schaden würde.
  • FACEBOOK TechCrunch: Facebook In The Age Of Mobile-Only: Auf TechCrunch schreibt Josh Constine über den beeindruckenden Erfolg von Facebook im mobilen Bereich. Nur noch jedes fünfte Mitglied ruft das soziale Netzwerk in der Desktop-Ansicht auf und die Zahl nimmt kontinuierlich ab.Das bedeutet, dass eine Funktion, die es nicht auch mobil gibt, immer mehr an Relevanz verliert. Um aber ein „mobile-only“-Unternehmen zu werden, muss Facebook noch viel lernen.
  • ARBEITSWELT Spiegel Online: Großraumbüro oder Homeoffice?: Auf Spiegel Online schreibt der Buchautor Volker Kitz über das Thema Großraumbüro und die Alternative des Home Office. Traditionell verbindet man Großraumbüros mit Telefonalarm und nervige Macken der Kollegen. Aber ist die Flucht ins Homeoffice also eine gute Idee? Nur bedingt – wie ein Experiment mit Kakerlaken zeigt, dass Kitz vorstellt.
  • FERNSEHEN NYTimes.com: Netflix vs. Amazon, and the New Economics of Television: Im neuen Magazin der New York Times, The Upshot, erklärt Neil Irwin die neue Ökonomie des modernen Fernsehens. Ein Unternehmen braucht entweder die Kontrolle über die Inhalte oder den Distributionsweg. Amazon und Netflix besitzen zur Zeit weder noch und sind doch die schärfsten Konkurrenten traditioneller Medienunternehmen. Irwin erklärt, warum ist das so und wie lange das so funktionieren kann.

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Für die Tonne: Kommunen und Wirtschaft streiten über duales System

IMG_20081220_0824_1 (adapted) (Image by Uli Herrmann [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Monopolbildung, Intransparenz, Streit: Bei der Abfallentsorgung geraten Kommunen und Wirtschaft regelmäßig aneinander. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich einiges in der Recyclingwirtschaft vorgenommen. Mit der sechsten Novelle der Verpackungsverordnung werden überfällige EU-Anpassungen vorgenommen. Danach folgt direkt die siebte Novelle, um fantasievolle Rechenmodelle bei der Organisation von Gelben Tonnen und Säcken in [...]
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