Alle Beiträge zu meinung

Emojis als Bestandteil digitaler Kommunikation

Emoji (adapted) (Image by downloadsource.fr [CC BY 2.0] via Flickr)
Emojis werden so oft genutzt wie noch nie. Kaum jemand schreibt Nachrichten auf WhatsApp oder anderen sozialen Netzwerken, ohne dabei die farbigen Bilder zu benutzen. Sie haben sowohl glückliche als auch traurige Gesichtsausdrücke und bereichern unsere digitale Kommunikation mit Emotionen. Der erste Emoticon „:-)“ wurde im September 1982 von dem [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 31. Oktober

In unseren Lesetipps geht gleich zweimal um Überwachung, Meinung im Journalismus und wie Facebook diesen verändert, sowie Macht durch Digitalisierung. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG NDR: Sascha Lobo und die Überwachung im Netz: Am Mittwochabend hat Sascha Lobo in Hannover über das Netz und die digitale Kluft gesprochen. Zentrale Punkte der Rede waren die Überwachung im Internet und der Umgang mit Daten, auch im Anschluss ging es in der vom stellvetretenden c’t-Chefredakteur Jürgen Kuri moderierten Diskussion um die Überwachung. Der NDR hat die Rede und Debatte aufgezeichnet und veröffentlicht. Die über zwei Stunden lange Aufzeichnung lohnt sich anzuschauen, wenn sicher auch nicht heute Morgen, aber vielleicht am Wochenende, wenn nichts im Fernsehen, z.B. im NDR, läuft.

  • FACEBOOK Social Media Watchblog: Eine neue Ära von Journalismus auf Facebook?: „Facebook ist wie ein riesiger Hund. Du weißt nie genau, ob er einfach nur spielen oder Dich fressen will – am Ende leckt er Dich womöglich tot.“ So beschreibt David Carr in der New York Times in einem viel beachteten Artikel die Beziehung von Journalismus und Facebook und wird von Martin Giesler in einem lesenswerten Beitrag auf dem SocialMediaWatch-Blog zitiert, wo Giesler die Meldung kommentiert, dass Facebook bald selbst journalistische Inhalte anbieten könnte.

  • DIGITALISIERUNG The Huffington Post: Wem nützen digitale Technologien und Geschäftsmodelle?: In einem leider wenig beachteten Blogpost auf der deutschen Huffington Post (13 Shares, really?) hat Ayad Al-Ani vom „Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft“ geschrieben, dass es an der Zeit ist, bei der Bewertung der Digitalisierung, nicht nur auf technologische Aspekte zu achten, sondern auch die politischen und ökonomischen Dimensionen genauer zu untersuchen. Seiner Meinung nach haben sich nämlich nicht immer die effizientesten Technologien und Organisationsformen durchgesetzt, „sondern jene, die den politischen Machtverhältnissen am besten entsprachen (Might makes right!)“.

  • JOURNALISMUS The Conversation: Journalists need a point of view if they want to stay relevant: Zum US-Start des akademischen Journalismus-Blogs „The Conversation“ hat sich Jay Rosen Gedanken über die Haltung von Journalisten gemacht und ist zu dem Fazit gekommen, dass es in unserer komplexen Welt heutzutage nicht mehr ausreicht, nur die Gewinner und Verlierer einer Geschichte zu benennen, Strategien und Taktiken von beiden Seiten offenzulegen und dann sein Kürzel unter einen Artikel zu setzen. Journalisten müssen lernen einen Standpunkt einzunehmen und ihn zu begründen. Meiner Meinung nicht nur in den USA, auch hierzulande würde das unserer Gesellschaft gut tun.

  • MAUT Heise Online: Mehr Überwachung statt Mehreinnahmen?: Auf Heise.de hat Technology Review-Redakteur Gregor Hensel den aktuellen Maut-Vorschlag von Verkehrsminister Alexander Dobrindt kommentiert und sich neben dem Aspekt, dass die Verwaltungskosten des Projekts wohl gerade einmal durch die Einnahme gedeckt sind, es also finanziell gar nichts bringt, auf den Punkt der Datenerhebung konzentriert: „Surveillance by Design“, denn die (wieder einmal) massenhafte Erhebung von Daten zur Erhebung der Maut-Daten kann nach den Snowden-Leaks nicht mehr als sicher angesehen werden, egal wie sehr die Politik das beteuert.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Wie Medien von der Nato beeinflusst werden

Opening ceremony for Ex STEADFAST JAZZ (adapted) (Image by SFJZ13 [CC BY 2.0] via Flickr
Medien versagen als Kontrollinstanz von staatlichem Handeln. Das beste Beispiel dafür ist die NATO. Besonders Journalisten, die über internationale Krisen berichten und in der Distanz zum Ort des Geschehens ein Schwarz-Weiß-Bild der Lage aus dritter Hand konstruieren, sollten auf das Erfahrungswissen von Altkanzler Helmut Schmidt zurückgreifen, wenn ihr Ego das [...]
Weiterlesen »

Headline-Journalismus

Der Journalismus im Netz ist meist Informationsweitergabe, nicht Deutung. Angaben der Agenturen werden eins zu eins übernommen, nicht immer mit der Angabe der Quelle. Ein Grundsatzurteil aus den USA sagt, dass die schmucklose und präzise Sprache der Presseagenturen schwer zu schützen ist. Der Satz „Präsident Medwedew ist in Deutschland gelandet“ kann in dieser Lesart von jedem sein; Quellen gibt es nicht mehr. Agentursätze wabern durchs Netz. Das Kopieren-und-Einfügen verstellt den Blick dafür, dass diese Information, die da kopiert wurde, erst einmal gewonnen werden musste. Informationsgewinnung kostet Geld. Weiterlesen »

Weiterlesen »

Öffentlich-Rechtliches Netz

Die öffentlich-rechtlichen Sender verlagern ihr Programm ins Netz. Die Verlage streiten sich mit diesen Sendern und ihren Konkurrenten um die Marktanteile des neuen digitalen Marktes. Online werden Gewinne mit der Vermarktung erzielt, die aber die Verluste der Einnahmen der Printprodukte nicht ausgleichen. Die Folge: Aus der Krise der Rentabilität klassischer, konventioneller Medien wird die Krise des Qualitätsjournalismus. Renommierte Verlagshäuser wie Gruner + Jahr oder die WAZ-Gruppe entlassen große Teile ihres journalistischen Personals. Diese Maßnahmen ziehen die Qualität von Print- und Onlinetiteln gleichermaßen nach unten: Denn die besten Texte der Onlineportale stammen aus der Feder der Printjournalisten. Weiterlesen »

Weiterlesen »

Und wie war´s? – Kunba misst Kundenzufriedenheit

kunba_logo.jpgHot or not? – Wer jetzt an Supermodels und Flirtportale denkt, liegt völlig daneben. Bei Kunba geht es ausschließlich um harte Fakten. Denn Kunba steht für Kundenbarometer und dieses zeigt, ob eine Firma oder ein Produkt ganz oben oder unten auf der Skala steht. Darüber entscheiden hier ganz demokratisch die User und schaffen mit ihren Bewertungen eine nützliche Orientierung für andere Verbraucher.


Wie funktioniert Kunba?

Bei Kunba dreht sich alles um das Thema Kundenzufriedenheit. Egal ob Dienstleistung oder Produkt, von A wie Autovermietung bis Z wie Zoohandlung – hier kann alles bewertet werden. Wie war der Service? Wo gab es Ärger oder was war besonders gut? Neben einer Bewertung können die Nutzer auch über eine Kommentarfunktion genau beschreiben, was ihnen negativ oder positiv aufgefallen ist. Mit der Masse an Bewertungen und Kommentaren entsteht eine gute Orientierungsmöglichkeit für andere, wenn der Kauf eines neuen Notebooks ansteht oder ein DSL-Vertrag abgeschlossen werden soll. Kunba wertet die Kundenmeinungen in Echtzeit aus. So erhält man stets eine Top und Flop Liste, die zeigt, was aktuell besonders gut bewertet wurde oder welche Anbieter und Produkte bei den Kunba-Nutzern durchgefallen sind.

Diverse Kategorien und eine Suchfunktion ermöglichen das schnelle Auffinden des gesuchten Produktes. Ein weiteres Feature: Per Klick gelangt man auch von jedem Angebot direkt zum entsprechenden Online-Shop.

screenshot_kunba.jpg

Für wen ist Kunba gedacht?

Kunba ist für alle da – jedenfalls zumindest für diejenigen, die auf der Suche nach anderen Kundenmeinungen sind und beim Einkaufen nicht nur auf das persönliche Gefühl vertrauen wollen. Hier gibt es keine seitenlangen Kundenrezensionen, sondern eine Zusammenfassung auf kurze und knackige Art. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern vor allem der Service. Wer Wert auf Qualität und eine gute Kundenbetreuung legt und sich einen ersten Überblick über die Anbieter am Markt und ihren Service schaffen möchte, ist bei Kunba richtig.

Blogpiloten-Urteil:

Oh nein, nicht noch ein Angebot für den Preisvergleich! Nee, nee, bei Kunba spielen die Preise eine untergeordnete Rolle und der Service steht im Vordergrund. Der Produkt- und Angebotsvergleich wird einmal von einer anderen Seite beleuchtet und bietet eine gute Hilfe, um sich beispielsweise durch den Angebotsdschungel bei Strom- oder Handyanbietern zu kämpfen. Auch Kunba ist allerdings -wie so viele Angebote- noch in der Startphase (hier mal nicht Beta-, sondern immerhin schon Gamma-Phase genannt) und benötigt noch eine größere Anzahl an Bewertungen, um die Meinungen repräsentativer werden zu lassen. Beim Design und den Funktionen hätte etwas mehr Kreativität nicht geschadet, um sich besser von anderen Angeboten abzuheben. Insgesamt aber für Konsumenten eine gute Hilfe bei der Kaufentscheidung, in der noch Potenzial steckt.

Weiterlesen »

Facebook und die „geklauten“ Werbe-Ikonen

Update: Nerdcore zeigt hier, wie man in drei Schritten seinen Facebook-Account löschen kann – eine gewisse Hartnäckigkeit ist allerdings nötig! Update Ende

Das Thema des Tages nimmt weiter Fahrt auf. Weitere reichweitenstarke Blogs und deren Betreiber haben beim Ego-Googlen entdecken müssen, dass mit ihr guter Name von Facebook bei Google via Adsense als Werbung für die deutsche Ausgabe von Facebook genutzt wird (nein, das ist nicht StudiVZ, die ja wegen Fragen des Datenschutzes auch schon das ein oder andere mal in der Kritik standen).

Weiterlesen »

Weiterlesen »

„Bekannt aus Funk und Facebook-Werbung“

So manch ein A-, B- oder C-Promi, der heute nur noch Baumärkte oder Möbelhäuser einweiht, ist – wie es in den Werbeblättchen dann immer so schön heißt – „bekannt aus Funk und Fernsehen“. So manch einem A-, B- oder C-List-Blogger und Facebook-User könnte es bald genauso ergehen. Der Spruch wäre dann Web 2.0-tauglich allerdings: „Bekannt aus Blog, Facebook und Google-Werbung“.

Der Aufreger zum Wochenstart ist die „Werbe-Aktion“ von Facebook Deutschland. Die Macher werben auf Google ganz unverhohlen mit Nutzerprofilen deutscher Blogger und Web 2.0-Sternchen. Nach „andere arbeiten lassen“ jetzt also „andere werben lassen“?

So geht das nicht! Ich würde mich in meinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlen. Der Protest formiert sich bereits (stilecht auf Facebook.com selbst). Mein Fazit: Nach Facebook-Beacon hat man schon wieder etwas gar nicht kapiert.

Weiter lesen hier, hier, hier, hier, hier und hier. Noch viel mehr zum Thema gibt es via Rivva.

Weiterlesen »

Meinungsfreiheit für Blogger einschränken

Für einigen Wirbel sorgte Dr. Stephan Holthoff-Pförtner auf dem Medienforum NRW mit einer unbedachten Äußerung über Weblogs:

Diese Blogger und die schnellen Fotos, das ist wie Wikipedia, da tut sich so viel, das ist keine Alternative zu ernsthaftem Journalismus. [..] Blogger verdienen nach meiner Ansicht nicht den Schutz des Artikel 5.

Artikel 5 des Grundgesetz:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner ist einer von drei Bevollmächtigten der Funke Famililen Gesellschaft (FFG), der die Hälfte der Essener WAZ-Mediengruppe gehört. Im oben erwähnten Zusammenhang hat er vermutlich die Freiheit der Presse gemeint, die Aussage bleibt allerdings ein grober verbaler Fehltritt. Die Reaktionen aus der Blogwelt blieben natürlich nicht aus, vor allem auch, da die WAZ das derzeit wohl ehrgeizigste Online-Zeitungsprojekt „WestEins“ realisiert. Das auch Blogger mitgestalten sollen.
[tags]gesetz,meinung,waz[/tags]

Weiterlesen »