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Scott Berkun über seine Zeit bei Automattic

Im Jahr 2010 hatte Automattic, die Firma hinter WordPress.com, 50 Mitarbeiter, die fast ausschließlich online zusammenarbeiten, ein Büro nur zu Demonstrationszwecken bei Fototerminen und keine Hierarchien. Gründer Matt Mullenweg und der damalige CEO Toni Schneider stellten fest, dass das nicht mehr optimal war und entschieden sich, eine Hierarchieebene einzuführen.

Als Folge wurden des von Mullenweg und Schneider geplanten Umbaus, wurden Teams mit jeweils einem Teamleiter gebildet. Der Kopf von „Team Social“ war Scott Berkun, 58. Automattic-Angestellter und ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter. Er ist kein Programmierer, sondern Autor zu Management-Themen und seine Aufgabe war herauszufinden, wie die Teams organisiert werden sollten: „Durch den Eintritt in das Unternehmen würde ich zu einem Instrument meiner eigenen Ratschläge werden. Wenn der Wechsel von der flachen Hierarchie hin zu Teams scheiterte, wäre ich in doppelter Hinsicht verantwortlich.“ Berkun schrieb darüber ein Buch. In „Mein Jahr ohne Hosen“ berichtet er fast tagebuchartig aus dem Arbeitsalltag seines Teams mit Mitarbeitern in den USA, Europa und Australien, das in in Berkuns Zeit bei Automattic unter anderem „Jetpack“, eines der erfolgreichsten WordPress-Plugins, entwickelte. Im Netzpiloten-Interview erzählt Scott Berkun von seiner Zeit bei Automattic und Möglichkeiten für andere Unternehmen.

Katharina Brunner: Als Sie bei Automattic angefangen haben, sagte ein Kollege zu ihnen: „Willkommen im Chaos“. Wie schafft es ein Unternehmen ohne festgelegte Management-Prozesse, minimaler Hierarchie und Mitarbeitern auf der ganzen Welt mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet zu werden?

Scott Berkun: Das ist eine Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Ich musste dort selbst arbeiten und ein ganzes Buch darüber schreiben, um es zu erklären.

In Ihrem Buch berufen Sie sich immer wieder auf die Kultur als das entscheidende Element für einen Arbeitsplatz. Was macht die Kultur bei Automattic so außergewöhnlich?

Anders als bei den meisten anderen Arbeitsplätzen herrscht großes Vertrauen zwischen den Mitarbeitern. Sie wurden angestellt, weil sie echtes Interesse am Publishing und eine positive Einstellung dazu haben, Menschen zu helfen. Es ist selten, dass ein Unternehmen erfolgreich eine solche Kultur schafft – obwohl es viele versuchen.

Matt Mullenweg hat Sie als Experten für Projektmanagement angeheuert. Wie hat sich die Organisation von Automattic durch Ihr Anraten verändert?

Ich habe gezeigt, dass es jedes Team in egal welcher Organisation bestimmte Dinge braucht, um gute Arbeit abzuliefern. Die meisten Firmen scheitern daran. Drei dieser Dinge sind: Vertrauen gewinnen, klare Ziele setzen und Risiken eingehen. Die Organisation an sich habe ich nicht verändert, das ist sehr schwierig für eine einzelne Person.

Sind Manager in Open-Source-Organisationen und Firmen wie Automattic nicht mehr notwendig?

Sie sind notwendig, aber aus anderen Gründen. Open-Source-Organisationen haben Freiwillige – Leute, die bereit sind, ihre eigene Zeit zu investieren. Wie viele Menschen würden ihre Jobs bei machen, wenn sie nicht bezahlt werden würden? Nicht viele. Das ist eine gewaltige Stärke, die das Führungspersonal und die Manager bewahren müssen. Anstatt Kommandos zu brüllen, müssen sie daran arbeiten, das Projekt und die tägliche Arbeit zu schützen, damit es den Freiwilligen weiterhin Spaß macht und es interessant genug bleibt, damit sich Leute daran beteiligen wollen.

Sie berufen sich oft auf Eric Raymonds Essay „Die Kathedrale und der Basar„, um die Unterschiede zwischen einer traditionellen, zentralen Firma und einer dezentralen Organisation wie WordPress zu veranschaulichen. Gibt es eine optimale Position zwischen diesen Extremen?

Jede Organisation ist anders, niemand ist nur das eine oder das andere. Die optimale Balance unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Aber ich vermute, wenn die Firmen ihre talentiertesten Angestellten fragen, dann würden die sagen: Am besten ist eine Verschiebung Richtung Dezentralisierung.

Was sind drei Schlüsselfaktoren, falls eine Firma darüber nachdenkt, komplett virtuell zu arbeiten?

  • Sie sind bereits eine virtuelle Firma: ein großer Teil der Arbeit läuft bereits über E-Mail, Webbrowser und mobile Geräte.

  • Wenn sie gute Leute einstellen, dann sollten sie die Tools, mit denen sie arbeiten, selbst wählen.

  • Beurteile Angestellte nach ihrer Leistung und ihren Resultaten und nicht nach oberflächlichen Bewertungen, etwa wie viele Stunden sie gearbeitet haben.

Sie haben erwähnt, dass die Usability von WordPress nicht so gut ist wie sie sein könnte. Gibt es in dem Punkt Verbesserungen, seitdem sie die Firma verlassen haben?

WordPress wird bereits besser. Sie arbeiten im Moment an Version 4.0 und es sieht so aus, als wäre das die bisher beste Version.

Letzte Frage: Haben sie wirklich ohne Hosen gearbeitet?

Haben Sie wirklich Hosen getragen, als Sie diese Interview-Fragen gestellt haben?

Vielen Dank.

Mein Jahr ohne Hosen“ erschien im August 2014 im Wiley-VCH Verlag.


 


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Wie das Berufspendeln bekämpft werden kann

17 Millionen Menschen kommen in Deutschland am Tag auf die Strecke zur Sonne und zurück. Vom täglichen Irrsinn des Berufsverkehrs. Früher haben sich die Menschen – mangels Verkehrsmittel – ihre Arbeit dort gesucht, wo sie lebten: „Im Jahr 1900 verließ gerade einmal jeder zehnte Erwerbstätige auf dem Weg zur Arbeit seinen Wohnort. Vor 60 Jahren war es noch jeder vierte. Heute verlassen 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ihre Gemeindegrenze, um zu arbeiten – in Deutschland sind das über 17 Millionen Menschen“, schreibt „Zeit“-Redakteur Claas Tatje. 67 Prozent der Berufspendler fahren mit dem Auto zur Arbeit, versauern im Stau, belasten die Umwelt und ärgern sich über den Verlust an Lebensqualität. Der durchschnittliche Besetzungsgrad im Berufsverkehr liegt nach Analysen des Umweltbundesamtes bei rund 1,2 Personen pro PKW und ist damit der niedrigste aller Fahrtzwecke. 8,5 Millionen sind täglich länger als eine Stunde unterwegs. Rund sechs Millionen fahren mehr als 25 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz.

Allein Letztere bringen es – alle zusammengerechnet – am Tag auf die Strecke zur Sonne und zurück. Und obwohl viele von ihnen leiden, sucht kaum ein Unternehmen nach Antworten auf die Frage, wie es seinen Pendlern das Leben erleichtern könnte, damit sie gesund bleiben und vor allem entspannt“, so Tatje. Dabei läge es doch im Interesse der Wirtschaft, Lösungen für die Folgen des täglichen Pendelwahnsinns zu finden. Arbeitgeber stellen Kindergartenplätze, bieten Genderseminare an, bemühen sich um den Betriebssport und legen Programme für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf. Doch kaum einer macht sich in den Führungsetagen ernsthafte Gedanken, wie man die Belastungen im Berufsverkehr reduzieren könnte.

Die Macht der Berufspendler

Täten sich alle Pendler in Deutschland zusammen, dann würden sie mehr Stimmen auf sich vereinen, als CDU und SPD zusammen bei der Europawahl erreichen werden, sie hätten mehr politischen Einfluss als der ADAC und eine größere Kaufkraft als alle Rentner. Pendler sind eine sehr unterschätzte Macht am Arbeitsmarkt. Und eine sehr unzufriedene. Der durchschnittliche Berufstätige verabscheut nämlich nichts so sehr wie den Weg ins Büro“, führt der „Zeit“-Wirtschaftsredakteur weiter aus, der zu diesem Thema ein Buch geschrieben hat, das Ende Mai erschienen ist: „Fahrtenbuch des Wahnsinns – Unterwegs in der Pendlerrepublik.

Viele Organisationen könnten Abhilfe schaffen:

Für nahezu alle Berufszweige und jede Unternehmensgröße stehen Technologien zur Verfügung, um Arbeit intelligenter zu organisieren. Video und Mobilität sind dabei entscheidende Treiber. Durch die Videotechnologie bekommt die Kommunikation eine ganz neue, persönlichere Qualität. In kürzester Zeit hat sie sich im privaten Bereich durchgesetzt und greift nun auch immer stärker auf die Geschäftswelt über. Dank mobiler Lösungen können via Internet dezentrale Arbeitsplätze organisiert werden. Arbeitszeiten lassen sich leichter von der Rush Hour entkoppeln, die Präsenz in Unternehmen ist seltener notwendig. Beide Aspekte können sich positiv für Berufspendler auswirken“, so die Empfehlung von Jürgen Signer, Deutschlandchef von Aastra, Spezialist für Kommunikationstechnologien.

Der Boss steht nicht im Stau

Marketing-Professoren prognostizierten schon in den 1980er-Jahren ein Ende der Dienstreisen als die ersten noch recht umständlichen und teuren Systeme für Videokonferenzen in den Vorstandsetagen eingeführt wurden.

Heute könnten komplette Abteilungen und selbst Universitätsvorlesungen über Cloud-Technologien organisiert werden. Dennoch dominiert weiterhin das Dogma der Präsenz in Organisationen von Wirtschaft und Staat. Tätje erwähnt in seinem Pendler-Opus die Arbeitspsychologin Antje Ducki, die die betriebliche Mikropolitik untersucht hat: „Je mehr ich mich im Unternehmen zeige, desto eher spiele ich dabei mit. Hier ein kleines Lächeln, dort ein Plausch auf dem Flur und jeden Mittag eine Verabredung zum Essen.“

Karriere wird mit Sichtbarkeit am Arbeitsplatz gleichgesetzt. Diese Illusion hegen und pflegen zumindest viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Fast alle Chefs sehen keinen Vorteil darin, wenn sich Pendler – wann immer möglich – selbst die Arbeitszeit einteilen. Amerikanische Wissenschaftler veröffentlichten im Blog der „Harvard Business Review“ eine Untersuchung darüber, welche Mitarbeiter bei ihren Chefs am beliebtesten sind. Das Ergebnis: Wer früh um 7 Uhr anfängt, schneidet in der Gunst der Vorgesetzten besser ab als einer, der den exakt identischen Job um 11 Uhr antritt. „Der Boss steht ja nicht im Stau. Und wenn, dann in der klimatisierten Limousine“, so Tätje.

Zentralisierung nimmt zu, Ballungszentren überlastet

Begleitet wird das Credo „Nur wer im Büro sitzt, arbeitet auch“ vom Trend zur Zentralisierung. Der „Zeit“-Redakteur nennt einige Beispiele: Etwa Verlage wie Gruner & Jahr, die Zeitschriftenredaktionen zur Verlagszentrale nach Hamburg umsiedeln. Selbst Kirchen zentralisieren wie etwa das Diakonische Werk, das mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst zum Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung fusionierte und nur noch in Berlin stationiert ist. Obwohl fast jeder technologisch so ausgestattet ist, um mit seinem Laptop dezentral zu arbeiten, gibt es immer weniger Beschäftigte, die überwiegend oder manchmal von zu Hause arbeiten, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung nachgewiesen hat: Seit 2008 ist die Zahl dieser Erwerbstätigen um 800.000 zurückgegangen, obwohl die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 1,5 Millionen angestiegen ist.

Die Ballungszentren werden voller und teurer, ländliche Regionen hingegen verlieren Unternehmen und Arbeitskräfte. Bislang hat man diese Entwicklung nur in Ostdeutschland vermutet, mittlerweile gibt es diese Entwicklung auch in Westdeutschland. Es ist also ein generelles Problem, dass manche Regionen regelrecht ausbluten, da die Überalterung zusätzlich damit verbunden ist, dass die jungen und mobilen Leute diese Regionen verlassen.

Wenn Arbeitsministerin Andrea Nahles den Abschied vom Anwesenheitswahn in Unternehmen fordert, sollte Infrastruktur-Minister Alexander Dobrindt schleunigst mit Taten folgen. Wir sollten es für eine Industrienation technisch uneingeschränkt können und müssen die Arbeit dort hinbringen, wo die Menschen leben. Gerade für dezentrales Arbeiten als Cloudbelegschaft in räumlich verteilten Teams brauchen wir eine Breitbandigkeit, die diesen Namen auch verdient. Strukturschwache Regionen muss man mit einer besseren digitalen Infrastruktur aufwerten“, fordert Thomas Dehler vom Berliner Dienstleister Value5.

Ein Teufelskreis: „Jene Regionen, in denen Firmen abwandern oder Nachwuchskräfte das Dorf oder den ländlichen Raum verlassen, büßen entsprechend Steuer- und Gebühreneinnahmen ein. Es fehlen Finanzmittel, um Infrastruktur zu finanzieren. Eine Kommune kann diese Beträge dann nicht mehr selber stellen“, erläutert Dehler.

Kompetenz für Distanz-Management entwickeln

Wer Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter habe, kann sich auch mehr mit den Möglichkeiten dezentraler Arbeit beschäftigen. Es gebe inzwischen viele Instrumente, Teams virtuell zu führen und stärker am Ergebnis zu messen als an der Präsenz im Unternehmen.

Wer mehr Autonomie über Zeit und Ort in der Arbeitswelt zulässt, erhöht extrem die Zufriedenheitswerte bei Mitarbeitern. Wer weniger Zeit im Berufsverkehr verbringt, ist ausgeglichener und kann sich mehr um seine sozialen Kontakte kümmern“, betont Dehler.

Räumlich verteiltes Arbeiten sei technologisch lösbar. Kompetenzen im Distanz-Management könne man lernen: „Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass die Anwesenheit im Büro nicht gleichgesetzt werden kann mit guter Arbeit. Wenn diese Erkenntnis in der Wirtschaft wächst, ist ein erster Schritt getan, um die Belastungen für Berufspendler zu reduzieren“, so die Erfahrung von Dehler.

Nachweisbare Medienkompetenz sollte nach Ansicht von Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO deshalb zu einem zentralen Auswahlkriterium für Führungs- und Koordinationsaufgaben avancieren und auch bewertbare Größe in Führungssystemen werden.

Wenn wir uns vom Status der Pendlerrepublik verabschieden wollen, reichen Placebo-Maßnahmen wie Shuttle-Services, Fahrgemeinschaften oder der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel nicht aus. Insofern sind die Mobilitätskonzepte der liebwertesten Gichtlinge von Umweltbundesamt und Verkehrsministerium etwas kurzatmig, da sie nur den Umstieg auf Bahn, Bus oder Fahrrad empfehlen.

Wir müssen die Arbeit zu den Mitarbeitern bringen und dürfen Arbeit nicht mit Anwesenheit verwechseln. Um den Stress des Pendelns für Mitarbeiter zu reduzieren, sollten die Ursachen und nicht die Symptome bekämpft werden. Jeder nicht gefahrene Kilometer entlastet den Verkehr, senkt die Emission von klimarelevanten Treibhausgasen um 141 Gramm pro Personenkilometer und macht Menschen stressfreier.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf The European.

 

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Kundenkontakt im Netz

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Vor einigen Jahren machte sich Jeff Jarvis mit seinem Lob an Google unbeliebt. Recht hatte er trotzdem. Medienprofessor Jeff Jarvis blickt im Interview mit dem renommierten „Internet-Magazin“ auf die Empfehlungen zurück, die er 2009 in seinem Bestseller „What would Google do?“ zu Papier gebracht hat. Seine Vorschläge, was Unternehmen vom [...]
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Management in Zeiten der Adhocratie

Zwei Welten prallen im Netz aufeinander: Bürokratie und hierarchisches Management gegen verspieltes Experimentieren. Unternehmen, für die ein Twitteraccount schon die Zeitenwende bedeutet, werden daran verzweifeln. Schicksalhaft ist diese Gemengelage allerdings nicht, wie der Zukunftsforscher Alvin Toffler bereits in den 1970er Jahren prognostizierte. Denn die klassischen Organisationsformen als Ursache der betrieblichen Ärgernisse lösen sich auf. Schon vor vierzig Jahren beobachtete der Gesellschaftsfuturologe eine Tendenz, die das System der Bürokratie immer mehr herausfordert und schließlich ganz ersetzen wird: Toffler sprach von der „Adhocratie“. Bürokratien eignen sich bestens für Aufgaben, bei denen viele Mitarbeiter ohne Spezialausbildung Routinearbeiten ausführen.

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Marken: Firma, Social Media und die Mitarbeiter

Seien wir doch ehrlich. In den frühen Tagen von Social Media gab es auf beiden Seiten der Medaille arge Anpassungsprobleme, die nicht selten durch persönliche Schwächen begründet waren, die es auch schon vor dem Web gab. Mitarbeiter plauderten Geheimnisse über ihren Chef aus oder demütigten ihn öffentlich und Firmen haben das Web benutzt um eine Art Freundlichkeit und Menschlichkeit zu simulieren, die nie existierte. Damit sind ihnen dann Informationen zugespielt worden, die nicht selten zu Entlassungen führten. Die Markenführung, noch immer der heilige Gral der BWL-Kreuzritter aus Mannheim und von anderswo, ist zu einem Instrument des Kontrollzwangs verkommen. Das Web 2.0 hat diese Tendenz eher forciert als abgeschwächt. Bei mashable hat man sich so seine Gedanken gemacht, wie man sowohl marken- als auch menschenfreundlich im Web agieren kann…

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Management-Berater: Das große Gefasel

Kaum hat jemand erfolgreich das Thema Banken und Finanzkrise aus der Öffentlichkeit entfernt, springen auch schon die ersten virtuosen Faselmeister in die offen stehende Bresche. Es dauert für den Steuerzahler mindestens 20 Jahre, um die Schäden der Bankenkrise abzuzahlen. Schon heute verdienen die meisten Banken wieder fast soviel wie vor der Krise. Und sie haben jetzt ein bombensicheres Risikomanagement. Den Staat. Und nun treten die großen Namen auf den Plan und beginnen das große Einpeitschen wie seinerzeit als das libertäre Mantra des staatlichen Rückzugs auf allen Kanälen erklang. Der Erste, der sich aus den Büschen traut, ist der allseits beliebte Fredmund Malik, Gründer und Leiter des Malik Management-Beratungsunternehmens in St. Gallen. Auf die Frage im Interview auf buchreport.de, ob die aktuellen Bedingungen den Rahmen für Managemententscheidungen ändern, antwortet er mit einem dreifachen „Komplexität“. Weiterlesen »

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Wenn Netze werken

Der Aufenthalt und die Nutzung sozialer Netzwerke im Web werden immer wichtiger – sowohl auf individueller wie auch auf organisatorischer Ebene. Das passiert nicht zur Zufriedenheit aller. Widerstände und negative Reaktionen auf diese Netzwerke und ihre umfangreichen Potenziale sind keine Seltenheit. Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, hat vor ein paar Tagen das Ende der digitalen Privatsphäre ausgerufen und das Echo war geteilt. Das ist kaum verwunderlich. Nach einer bizarren Änderung der Nutzungsbedingungen im letzten Jahr hatte gerade Facebook eine sehr fein granulierbare Rechteverwaltung für hochgeladene Inhalte eingeführt. Das macht das ökonomische Nutzen der riesigen „Kundenzahlen“ nicht eben einfacher. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Scam- und Hoax-Gruppen, die nichts anderes tun, als bei den sozialen Netzwerken ihre Werbebotschaften unter das Volk zu bringen.
Eigentlich kommt die Idee hinter diesen Netzwerken aus dem klassischen Verhalten, das wir schon seit Jahrzehnten im Geschäftsverkehr kennen: Endlose Kontaktlisten mit unzähligen Visitenkarten zu erstellen, um die eigenen Interessen mithilfe eben dieser vielen Personen durchzusetzen. Die Visitenkartenschnüffler haben schon früher durch intensive Sammelaktivitäten und aufgeregtes Schleimen von sich reden gemacht.
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Wir sind, was andere bloggen!

„Wer hat denn DIESES Foto gemacht?“ Ein verdrossener Klick und das Fotoalbum blättert weiter. „Das glaube ich nicht. Es wurde wirklich überall fotografiert…“ Ärgern über unvorteilhafte Fotos, das gehört dazu zum Leben der Promis und Hollywood-VIPs, die tagtäglich Hunderte veröffentlichter Fanfotos entdecken. Nur zum Leben der Promis? Schon lange nicht mehr. Das Paparazzi-Prinzip betrifft schon längst auch ganz normale, durchschnittliche Menschen wie dich und mich. Willkommen im Netz! Weiterlesen »

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Twitter-Management mit HootSuite

picture-4Intensiv- und Profitwitterer entwickeln mit der Zeit eine Twitterstrategie, bei der es darum geht mit verschiedenen Accounts zu bestimmten Uhrzeiten bestimmte Tweets abzusetzen und gleichzeitig die Übersicht über Follower, Replys, Direct Messages etc. zu behalten. Mit dem Webfrontend von Twitter selbst stößt man hier schnell an Grenzen. Diverse Clients und Webservices von Drittanbietern sind bereits auf dem Markt, die das Twitter-Management erleichtern und unterstützen. Einer dieser Dienste ist HootSuite. Weiterlesen »

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Wie man seine Online-Reputation in Rekordzeit ruiniert

Obwohl Echtzeitmedium, treten die wahren Qualitäten des Netzes erst auf lange, manchmal auf sehr lange Sicht zutage: denn dank der Versatilität digitaler Daten und permanenter Fortschritte in punkto Totalerfassung benimmt sich das Netz meist wie der sprichwörtliche Elefant: es weigert sich, zu vergessen.

elefant

Das klingt vielleicht beunruhigend, sollte sich aber sogar äußerst verstörend anhören, bedenkt man die Erkenntnisse der neueren Gehirnforschung: das Vergessen sei, meinen die Apologeten dieser These in typisch-euphorischer Übertreibung, mindestens genauso wichtig, wenn nicht gar viel wichtiger als sämtliche Merkfunktionen zusammen. Nur dank der Gnade des Vergessens kann unser unruhiger Affengeist, wie die Buddhisten sagen, nämlich überhaupt die Flut der zahllosen Informationen vom Typ überlebensrelevant bis Klatschspalte langfristig in die passende Ablage einsortieren; später sorgt dann ein Cronjob für regelmäßiges Leeren des Papierkorbs. Weiterlesen »

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