Alle Beiträge zu LeFloid

Wie alles begann: die ersten Videos der YouTube-Stars – Teil 1

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Was das, frei nach Hesse zitiert, für die heutigen YouTube-Stars bedeuten kann, können wir auch nicht sagen. Neben der ganzen Arbeit muss es noch etwas anderes geben, das ihren heutigen Erfolg ausmacht. Unsere derzeitige Praktikantin Larissa Werner, vom Alter her Teil der sogenannten YouTube-Generation, hat sich die ersten Videos der YouTube-Stars angesehen und für uns kommentiert.

Gronkh: Let’s Play: Allods Online #000 [German] [HD] – Erste Testaufnahme (Views: 576.329)

Ein Video mit “Bla Bla Bla” anzufangen kommt auf mich super rüber, war auf jeden Fall unerwartet. Namen sind ja sowieso Schall und Rauch. Auch wenn ich nicht viel in der Gaming-Branche unterwegs bin, gefällt mir das Video. Gronkh bringt das Thema von Anfang an super rüber, mit unterschiedlichen Stimmlagen und toller Ironie.

Über die Qualität der Tonaufnahme will ich gar nicht meckern, die ist nämlich gar nicht mal so schlecht. Und obwohl ich das Spiel nicht sehr interessant finde, unterhält mich Gronkh mit seiner Art, das alles zu kommentieren. Was mir bei diesem Video sehr gut gefällt, ist diese Lets-Play-Perspektive, bei der man den Sprecher gar nicht sieht.

LeFloid: In den Köpfen von Berlin (Views: 269.871)

Es ist bei einem ersten Video irgendwie natürlich, dass die Qualität noch nicht atemberaubend sein kann, aber LeFloid punktet schon im ersten Video mit dem guten Schnitt des Videos und der Musik, die meiner Meinung nach die Stimmen leider etwas übertönt. Alles in allem gefällt mir sein erstes Video aber schon sehr gut.

Auch die Idee für das Video ist gut: einfach mal ein paar Leute befragen, wo sie gerne wären, was sie glücklich macht, oder was sie tun würden, wenn sie nur noch 24 Stunden leben würden. Die Art von LeFloid finde ich echt unterhaltsam, denn er hat einen schön trockenen Humor, der zwischendurch mal hervorkommt – ein echt gutes und für die Zeit qualitativ hochwertiges Video.

ApeCrime: Penner Movie (Views: 13.743)

Zwei Jungs, davon einer mit Maske, entdecken einen Obdachlosen auf der Straße. Soweit so gut. Was mir gefällt ist, dass das Video aus der Ich-Perspektive gedreht ist, das vermittelt immer ein ganz anderes Gefühl. Die Qualität haut mich jetzt nicht vom Hocker, was man ApeCrime aber auch für das erste Video nicht verübeln kann – immerhin ist das Video aus dem Jahr 2006! Ich habe zwar (inzwischen) schon bessere Videos gesehen, aber es hat auf jeden Fall Unterhaltungspotenzial. Auch schön finde ich, dass am Ende des Videos noch Outtakes kommen, denn sowas ist immer schön anzusehen.

DieAussenseiter: Ein sehr böser Traum (Views: 5.333.294)

Die hochgepitchte Stimme des Hauptdarstellers ist nach einer kurzen Zeit etwas anstrengend, macht das Video aber auch irgendwie lustiger. Man sieht, dass sich Dima und Sascha viel Mühe für das Video gegeben haben. Der Wechsel von der “realen” Welt in die Traumwelt ist den Aussenseitern meiner Meinung nach gut gelungen. Zwar ist das Video etwas… besonders, aber an einigen Stellen ist mir trotzdem auch ein Lachen rausgerutscht. Über die Ton- und Video-Qualität kann man sich auch (noch) nicht beschweren.

Dner: [TuT] Mehr FPS in Minecraft durch Mod Optifine (Views: 167.200)

Am Anfang dachte ich echt, Dner schläft gleich ein – mit der Zeit wurde das aber zum Glück besser. Für diejenigen, die Minecraft spielen, ist das bestimmt ein super Video. Ich konnte nur nicht so viel damit anfangen. Er erklärt alles wirklich gut und zeigt auch, was man mit dem Modpacks für Minecraft alles so einstellen kann. Dank der relativ guten Tonqualität versteht man auch ganz gut, was er sagt. Dass er mal so einen Erfolg auf YouTube haben wird, hätte ich persönlich nach dem Video nicht gedacht.

Im zweiten Teil schauen wir uns die ersten Videos von BibisBeautyPalace, DagiBee, Daaruum, Paolas Welt und Misses Vlog an. Stay tuned.


Image (adapted) “YouTube logo”  by Rego Korosi (CC BY-SA 2.0)


 

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 7. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um das untote Leistungsschutzrecht, LeFloid interviewt Merkel, ein Gesetz gegen Trolle, Journalismus und Rape Culture. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Julia Redas Blog: In letzter Minute soll das Leistungsschutzrecht in den Urheberrechtsbericht gemogelt werden: An mein halbes Jahr als Praktikant in Brüssel erinnere ich mich eigentlich sehr gerne zurück, auch wenn solche Abende wie die der VG Media in der Bayerischen Landesvertretung in Brüssel zur “Bedeutung von Leistungsschutzrechten für die europäische Medienvielfalt“ eher gefühlte zwei nicht enden wollende Stunden zwischen mir und dem kostenlosen Feierabendbier waren. Für die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler war es aber wohl eine ganz informative Veranstaltung, denn seitdem, obwohl der Vorstoß eines europäischen Leistungsschutzrechts für Presseverlage bereits im Rechtsausschuss gescheitert ist, setzt sich Niebler vehement dafür ein, wie ihre Parlamentskollegin Julia Reda bloggt. Mit einem Änderungsantrag möchte Niebler den Bericht von Julia Reda für eine Urheberrechtsreform unterminieren. So traurig das ist, daran kann man ganz transparent das allabendliche Einmaleins des Brüssler Lobbyismus erkennen. Und wie sich vom Thema nichts wissende Abgeordnete ausnutzen lassen.

  • BUNDESKANZLERIN Netzfeuilleton.de: LeFloid interviewt Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die “Social-Media-statt-Journalismus“-Strategie des Bundespresseamts erfährt einen neuen Höhepunkt, denn wie Jannis Kucharz mit Verweis auf ein YouTube-Video des Vloggers Florian Mundt berichtet, darf dieser am Freitag der Bundeskanzlerin Angela Merkel Fragen zum Thema “Gutes Leben“ stellen, die er gerade in seiner Community unter dem Hashtag #NetzfragtMerkel sammelt. Wenn der sich LeFloid nennende Mundt nicht ganz blöd anstellt bzw. zu kritisch wird, dann sind die Sommerinterviews der Fernsehsender wohl bald Geschichte, denn mit ihrem eigenen Video-Podcast beweist die Kanzlerin ja schon, dass nicht hinterfragtes Senden von Botschaften ihr und dem Regierungssprecher liegen.

  • TROLLE The National Business Review: Harmful Digital Communications Bill passes: Chris Keall berichtet auf der neuseeländischen Website “National Business Review“ über das sehr absturs wirkende Gesetz namens “Harmful Digital Communications“, mit der in Neuseeland gegen “schädliche digitale Kommunikation“ vorgegangen werden soll. Trotz Kritik von Bürgerrechtsorganisationen nahm das Parlament den Gesetzesentwurf mit 116 zu 5 Stimmen an. Ob Debatten im Netz jetzt wesentlich konstruktiver ablaufen und Trolle erfolgreich verboten werden, bleibt wohl mehr als unwahrscheinlich. Sicher ist nur, dass ein beinahe willkürlich zu interpretierendes Zensur-Werkzeug geschaffen wurde, das Raum für Missbrauch bietet.

  • GOOGLE NEWS LAB medienMITTWEIDA: Journalismus, Qualitätsjournalismus, News Lab!: “Letztendlich macht das ‚News Lab‘ (…) die bestehenden Abhängigkeiten an einem Fleck sichtbar“, zitiert Laura Krämer in ihrem Artikel für Medien-Mittweida.de den Leiter der Mitteldeutschen Journalistenschule, Marcus Jänecke. In einem Blogpost wies ich Ende April auf die Initiative von Google hin, das damit im Umgang mit den Medien auf Kooperation statt Konfrontation setzt. Mit Erfolg, zumindest für das Unternehmen aus Kalifornien, aber nicht unbedingt zum Vorteil für die großen Presseverlage, die sich ihren Platz am Tisch gesichert haben und nun mit dem fremden Geld, das sie nicht übers Leistungsschutzrecht für Presseverlage erpressen konnten, in aufzusaugende Innovation Dritter investieren wollen.

  • RAPE CULTURE taz.de: Hotpantsverbot an Schulen: Gestern rutschte auf Twitter der Hashtag #hotpantsverbot in meine Timeline. Was seltsam wirkt, ist alles andere als nachvollziehbar. An einigen Schulen in Deutschland kamen Schulleiter auf die Idee, freizügig gekleideten Mädchen vorzuschreiben, was sie tragen dürften, denn sonst “schauen die Jungs eher auf die Beine der Mädchen denn an die Tafel“. Margarete Stokowski findet dafür in der taz deutliche Worte: Rape Culture und Victom Blaming. An einer brandenburgischen Schule in Michendorf kommt auch noch Rassismus dazu, denn laut dem Direktor könnte die Freizügigkeit der Schülerinnen von Asylbewerbern “falsch verstanden werden“. Man möge mir das abgewandelte Liebermann-Zitat an dieser Stelle verzeihen, aber manchmal kann ich gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

„2015 entscheidet, wie es mit YouTube weitergeht“

Der Druck auf YouTube wird immer größer. Nicht nur, dass andere Portale wie Facebook und Twitter ihre „Produktpalette“ mit Videofunktionen erweitert haben, auch im Bereich Livestreaming hängt YouTube weiterhin hinterher. Die Themenauswahl bei der re:publica ist jedes Jahr zum Verzweifeln groß. Alles klingt spannend, vieles ist es auch tatsächlich, und sehr viel von dem, was man wirklich gerne sehen würde, läuft parallel. Unsere Autorin hat den zweiten Tag der re:publica genutzt, um eine Bildungslücke im Social Media-Bereich zu schließen und sich viele Sessions mit YouTubern angesehen. Ein Tagesbericht.

In diesen Tagen feiert das Netz zehn Jahre YouTube. Seit Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim die Seite am 15. Februar 2005 gestartet und sie nur eineinhalb Jahre später an Google verkauft haben, ist das Portal von einer reinen Videoplattform zum sozialen Netzwerk und zur zweitgrößten Suchmaschine nach Google selbst geworden. Längst finden sich dort neben jeder Menge „cat content“, Musikvideos und stolpernden Kleinkindern auch hoch professionell produzierte Nachrichten, „HowTo“-Formate, Lifestyle-Videos und „Let’s Plays“, die ihren Urhebern zu großer Bekanntheit verhelfen und einigen sogar ein Einkommen sichern.

Auf der re:publica und dem Partnerkongress Media Convention widmeten sich am zweiten Tag viele Sessions dem Phänomen YouTube und dem auch in Deutschland immer größer werdenden Einfluss der so genannten YouTuber. Für viele Menschen über 20 sind YouTube-Stars weit entfernt vom eigenen Konsum- und Nutzungsverhalten der Plattform. Man könnte fast von einer Parallelwelt sprechen, die sich in den vergangenen Jahren dort aufgebaut hat und die es einigen Künstlern ermöglicht hat, ihre Marke aufzubauen und von den Videos zu leben. Inzwischen ist aber der Punkt erreicht, an dem sich die YouTuber ausdifferenzieren, nicht nur in Format und Machart, sondern auch in der Attraktivität für Kooperations- und Werbepartner oder für Produktplatzierungen.

LeFloid, einer der am längsten aktiven deutschen YouTuber (sein Channel ist 2007 gestartet) mit über 2,5 Mio. Abonnenten (Stand 6.05.2015) und Gewinner des Publikumspreises beim Grimme Online Award 2014, sieht in der re:publica-Session „Making Money on YouTube“ zwei Ansätze für die Arbeit von YouTubern: diejenigen, die Inhalte schaffen und Ideen umsetzen wollen, und auf der anderen Seite jene, die mithilfe ihrer Videos eine Marke aufbauen und berühmt werden wollen. „Es ist ein Unterschied, ob man Inhalte hat, die so gut sind, dass man damit Geld verdient, oder nur produziert, um Geld zu verdienen.“, sagte Florian Mundt auf dem Podium, der sich hinter dem Künstlernamen verbirgt. LeFloid war bis Ende 2014 Partner des Multi-Channel-Networks Mediakraft, verließ das Netzwerk aber nach eigener Aussage wegen mangelnder Unterstützung. Inzwischen hat er gemeinsam mit anderen bekannten YouTubern den Verein 301+ gegründet. Das nicht-kommerzielle Netzwerk dient vor allem der gegenseitigen Unterstützung und der Entwicklung von Projekten und Konzepten. In der Rubrik „LeNews“ kommentiert er zweimal wöchentlich die aktuellen Nachrichten. Die Videos sind bunt, schrill, laut, aber immer ehrlich und direkt und erreichen durchschnittlich über eine Million Klicks.

Damit ist das Hauptproblem von YouTube-Künstlern umrissen. Videos und ihre Urheber verbreiten sich am schnellsten, wenn sie authentisch wirken und einen (annähernd nützlichen) Inhalt bieten. Glaubwürdig wirkende YouTuber, die viele Klicks generieren und ihre Zuschauer häufig zum Klicken auf Produktlinks – zum Beispiel von Amazon – animieren können, sind für die Werbebranche sehr attraktiv. Passen Produkt und Künstler gut zusammen, greifen die alt bekannten Mechanismen der Werbeindustrie – nur oft sehr viel subtiler und für die User auf den ersten Blick kaum erkennbar in die Videos eingebettet. Bisweilen geht der Trend aber sogar in die Richtung, ein Konzept, also einen Künstler, um das Produkt herum aufzubauen, womit die Grenzen zwischen Produkt und Format endgültig verschwunden sind.

YouTube steht vor großen Umbrüchen

Einige Künstler, die mit „klassischen“ YouTube-Formaten bekannt wurden, schwenken inzwischen auf das ganz große Kino um. Noch in diesem Jahr werden drei Spielfilme von YouTubern in Deutschland in die Kinos kommen, und auch auf der Plattform setzen immer mehr Künstler ihre Ideen in fiktionalen Beiträgen um.

Währenddessen nimmt der Druck auf YouTube zu. Nachdem Facebook, Twitter und Instagram ihr Angebot um Videofunktionen erweitert haben, muss YouTube nachziehen und vor allem seine mobilen Angebote attraktiver für die Macher machen. Bislang liegen die anderen Netzwerke dank ihrer einfachen und schnellen Bedienung hier vorn. Auch direkte Konkurrenten wie Vevo, Vimeo und MyVideo legen bei Nutzerzahlen und Reichweite spürbar zu und sichern sich die Erstexklusivität der Videos von immer neuen Künstlern mit attraktiven Verträgen. Nicht zu vergessen sind die jüngsten Livestreaming-Dienste Meerkat und Periscope , die ihr Nutzungspotential und ihre Zielgruppe erst noch finden müssen, aber deren Angebot eines unmittelbaren Live-Videoerlebnisses nicht nur vielen Künstlern neue Möglichkeiten bietet.

Beim Livestreaming-Dienst twitch.tv, der von Amazon gekauft wurde und insbesondere für Gameplay genutzt wird, hat YouTube im vergangenen Jahr bereits seine Chance verpasst, in diesem Bereich aufzuholen. Eine weitere Herausforderung ist die zunehmende Diversifizierung in der Nutzung sozialer Netzwerke durch die Künstler. Ein kurzes Foto-Update funktioniert besser auf Snapchat, eine schnelle Nachricht auf Twitter, eine Ankündigung auf Facebook, ein Blick hinter die Kulissen bei Instagram. In all diesen Netzwerken haben bekannte YouTuber hunderttausende Follower, Freunde, Likes. Damit sind sie immer weniger abhängig vom eigenwilligen YouTube-Algorithmus, der inzwischen sogar Videos vor den eigenen Abonnenten versteckt, und haben mehr Kontrolle über ihre Beiträge als bei YouTube. Hinzu kommt eine zunehmende Erschließung analoger Vertriebskanäle durch erfolgreiche YouTuber, die mit Büchern, Musik, Filmen und Merchandising ihre Abonnenten auch außerhalb von YouTube zunehmend an sich binden.

Wer immer noch nicht überzeugt ist von dem Einfluss der YouTube-Stars, dem sei gesagt, dass die britischen YouTuber Alfie Deyes und Zoe Sugg demnächst in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett in London vertreten sein werden – womit sie wohl erwiesenermaßen im Mainstream angekommen sind.

Der Medienwissenschaftlter, Blogger und Webvideo-Experte Bertram Gugel sagte in der Session „Flüchtige Macht? YouTube im Kreuzfeuer. Facebook & Co. greifen an“, dass sich in diesem Jahr entscheiden wird, wohin der Weg von YouTube führt und ob die Plattform uns irgendwann einmal mehr gebracht haben wird als Katzenvideos und Justin Bieber.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Politik-Digital.de und steht unter CC BY-SA 3.0.


Image (adapted) „YouTube logo“ by Rego Korosi (CC BY-SA 2.0)


 

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 16. März

In unseren Lesetipps geht es heute um den Islam in den Medien, den YouTube-Star LeFloid, Merkel auf der CeBit, Kreativität in der Musik und Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • ISLAM taz: Muslime in deutschen Medien: Der Journalist Eren Güvercin schreibt auf taz.de über das Bild von Muslimen in hiesigen Talkshows, Zeitungen und Magazinen, dass oft genug einen negativen Eindruck vermittelt. Ein lesenswerter Beitrag mit persönlicher Note, der zeigt, wie deutsche Medien mit der zweitgrößten Religion in Deutschland berichten und wie damit die Gesellschaft beeinflusst wird.

  • YOUTUBE Broadmark: LeFloid im Portrait: Der Berliner Student Florian Mundt ist besser bekannt als LeFloid, einer der größten und erfolgreichsten Vlogger auf YouTube. Man sieht ihn (inzwischen) oft im Fernsehen, auch auf Podien. Pauline Claass erklärt in einem Portärt auf Broadmark, wie sich LeFloid entwickelt hat, welche Bedeutung er für die hiesige YouTube-Szene hat und was seinen Erfolg ausmacht.

  • CEBIT Golem: Merkel für Kooperationen mit chinesischer IT-Industrie: Auf der gerade eröffneten CeBit traf Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Chinas Vizepremierminister Ma Kai und Alibaba-Gründer Jack Ma. Die Betonung auf die digitale Wirtschaft und das Partnerland China hätte kaum besser durch Gäste ausgedrückt werden können. Merkel wirbte deshalb gerade für mehr Kooperation mit China, allerdings bei klaren Spielregeln, wie sie hofft. Warten wir es ab, wie fair das Land aus dem Alibaba kommt mit dem Land sein wird, dass so etwas wie die De-Mail entwickelt hat und das auch noch gut findet.

  • KREATIVITÄT F.A.Z.: Warum das Urteil gegen „Blurred Lines“ falsch ist: Im Feuilleton der F.A.Z. erklärt Thomas Lindemann angenehm nüchtern für diesen Ort, warum das Urteil gegen „Blurred Lines“ falsch ist. Es gefährdet die Popmusik als Kunst, für die zum einen wissenschaftlich bestätigt ist, dass je erfolgreicher das Genre wurde, umso einfacher und ähnlicher wurden auch die Songs, zum anderen genau darauf die Kreativität heutzutage aufbaut. Auf Carta.info nahm ich das Gerichtsurteil als Anlass, um zu erklären, warum es ein Recht auf Remix geben muss.

  • FACEBOOK The Next Web: Facebook Updates its Community Standards for Clarity: Was man auf Facebook darf und was nicht, ist oft unklar. Das jeweilige nationale Gesetz der Nutzer gilt nämlich nur bedingt. Facebook hat eigene Vorstellungen, was er laubt sein soll. Rechtes Gedankengut findet leider oft genug Schutz eines zweifelhaften Begriffs von Meinungsfreiheit, während Meldungen von Nachrichtenmagazinen aufgrund harmloser Nacktheit gelöscht werden. Nun versucht Facebook aber in die Erkläroffensive zu gehen und die neuen Regeln vorzustellen.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

YouTube: Die „Tagesthemen“ für Jugendliche

republica 2014, Tag 2 - LeFloid aka Florian Mundt (adapted) (Image by republica [CC BY 2.0] via Flickr)
Die Jugend schaut Nachrichten nicht mehr im Fernsehen, sondern auf YouTube. Dort präsentieren Nachrichtenmacher wie LeFloid und Was geht Ab!? den Jugendlichen die neuesten Informationen so, wie diese sie haben wollen. Nicht Caren Miosga, Claus Kleber oder Thomas Roth, sondern LeFloid, Fräulein Chaos oder theClavinover heißen die Nachrichtenmacher für viele [...]
Weiterlesen »

Der Webvideopreis 2014

Screenshot Webvideopreis
Im immer spannenderen Kampf mit dem Fernsehen hat am Samstag das Internet zurückgeschlagen: Loko und Klaas präsentierten den Webvideopreis 2014. // von Hannes Richter Wie misst man Relevanz im Netz? Mit Masse vs. Qualität, wie so oft schwarzmalerisch kolportiert, kann man diese Frage nicht so einfach beantworten. Und doch lässt [...]
Weiterlesen »