Alle Beiträge zu Homosexualität

Die Stereotype der KI: „Gaydar“ und die liberale Gesellschaft

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Gemäß dem alten Sprichwort „Wissen ist Macht“ streben Unternehmen immer stärker danach, intime Detailinformationen ihrer Kunden zu sammeln, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Mitstreitern zu erhalten. Der Anstieg von künstlicher Intelligenz oder auch der KI – also Algorithmen, die von Maschinen dazu verwendet werden, riesige Datenmengen auszuwerten – stellt eine besonders [...]
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Lesetipps für den 11. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Printmedien in der Gay-Community, Soziale Netzwerke in der Ukraine, neue Facebook-Kritik, Analoge Mitgliederbefragung und einen Hackerwettbewerb. Ergänzungen erwünscht.

  • PRINT taz: Magazine für Homosexuelle: „Schwule leben anders, lieben anders“: Den Printmarkt geht es nach wie vor schlecht und die Krise macht auch vor schwulen Printmedien nicht halt. Das neueste Opfer ist das Traditionsmagazin Du&Ich, welches nach 45 Jahren nun endgültig eingestellt wurde. Galten die Magazine im Prä-Internetzeitalter als mehr oder weniger einzige Informationsquelle für die Schwul-Lesbische-Gemeinde, fristen sie heute allenfalls ein Dasein als Gratisheftchen oder sind bereits in der Versenkung verschwunden. Wie kam es dazu? Ein Erklärungsversuch.

  • SOZIALE NETZWERKE DW: Geliked, geteilt: Medien in der Ukraine: Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. spielen schon während der Maidan-Proteste in Kiew eine große Rolle. Auch jetzt noch, einige Monate später, sind Fotos und Amateuraufnahmen jeglicher Art eine enorm wichtige Quelle. Experten waren allerdings vor Fälschungen und Manipulation.

  • FACEBOOK Golem: Facebook: Nutzer kritisieren Messenger-App: Facebook zieht einmal mehr den Zorn seiner Nutzer auf sich. Bereits im April 2014 ließ Facebook verlautbaren, die Chat-Funktion in den Android- und iOS-Apps zu deaktivieren. Wer Lust auf einen Chat hat ist daher gezwungen, die eigenständige Messenger-App zu installieren. Die Folge: Unmut der Kunden und schlechte Bewertung en Masse. Wie kann Facebook dem erneuten PR-Debakel entgegen wirken?

  • POLITIK SPIEGEL: Piratenpartei setzt bei Mitgliederbefragung auf Postboten: Nichts ist der Piratenpartei wichtiger als konsequent gelebte Basisdemokratie. Um alle Parteimitglieder in Entscheidungen einbeziehen zu können, wurde seinerzeit die Netzplattform LiquidFeedback ins Leben gerufen. Doch anstatt schnell Entscheidungen herbeizuführen, wurde mehr Streit produziert und die Partei lähmte sich selbst. Daher setzen die Piraten bei ihrer anstehenden Mitgliederbefragung auf ein analoges und nahezu NSA-sicheres Mittel: dem Briefträger.

  • NETZWERKE ZEIT ONLINE: DEF CON: Spielplatz für Hacker: Las Vegas am vergangenen Wochenende. Etwas abseits des hektischen Strips, im Hotel Rio, gaben sich die weltbesten Hacker die Klinke in die Hand. Der Grund: die legendäre DEF CON lud die talentiertesten unter ihnen bereits zum 22. mal ein, um sich sich in anspruchsvollen Hacker-Wettbewerben zu messen. Mehr als 15.000 Netzwerk-Renegaten folgten dem Aufruf. Ziel war es, bis zum Sonntag die meisten feindlichen Netzwerke zu hacken. Dem Gewinner winken schwarze DEF-CON-Badges, welche ihn neben Ruhm und Anerkennung der Community, lebenslang kostenlosen Eintritt gewähren.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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CULTURE&VIDEO TIPPS vom 1. August

Bei CULTURE&VIDEO geht es heute um darum, dass Aufklärung unterhalten kann – und schön aussehen. Und Protest manchmal schockieren muss. Und um zeitlose Musik.

MUND ZUGENÄHT: open your mouth

Ihr Protest ist drastisch und die öffentliche Aufmerksamkeit sicher: Die Berliner Drag-Queen Barbie Breakout hat sich den Mund zugenäht um gegen die schlimmen Zustände in Russland zu protestieren. Seit einiger Zeit schon sind Schwule, Lesben und andere, die nicht in das klassische Familienbild passen, zunehmender Repression ausgesetzt. Vorläufiger Höhepunkt: ein Gesetz gegen „Homosexuelle Propaganda“. Jeder Hinweis auf Homosexualität in der Öffentlichkeit kann zu empfindlichen Strafen führen. Auf den ersten Blick kommt einem Barbie Breakouts Form des Protestes vielleicht übertrieben vor. Doch die Statements der sich eigentlich als unpolitisch bezeichnenden Aktivistin machen deutlich, was sie antrieb. Sie habe sich hilflos gefühlt angesichts des Leids der russischen Freundinnen und Freunde und der Tatenlosigkeit westlicher Regierungen. Die Wut darüber steht ihr ins Gesicht geschrieben, das kann jeder sehen, der es bis zum Ende des Videos aushält. Respekt.

GUT VERPACKT: Überwachungsstaat – Was ist das?

Ein komplexes Thema in einfachen Worten erklärt, zu schnell live gezeichneten Comicbildchen. Ein schönes Konzept, das aufklärt und gleichzeitig unterhält, wie gemacht für einen viralen Hit in der (böses Wort) Netzgemeinde. So freuen sich auch diejenigen über kluge Pointen, für die die gestellten Fragen nur rhetorisch sind. Sehen sollten es aber vor allen ihre Eltern, Onkel und Nachbarn, die  immer noch glauben, nichts zu verbergen zu haben.

COMIC-ERKLÄRVIDEO IM ORIGINAL: Crisis of Capitalism

Abgeschaut hat sich der Zeichner des Aufklärungsvideos zum Überwachungsstaat die Methode von dem britischen Think Tank RSA (Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures and Commerce). Vor einigen Jahren schon suchten die Macher einen Weg, das bei ihren Vorträgen vermittelte Wissen anschaulich unter’s (Internet-) Volk zu bringen. Ihre schnellen Animationen sind kleine Meisterwerke des Edutainments, der populärste und gleichzeitig tollste Clip „Crisis of Capitalism“, ein Vortrag des renommierten Sozialwissenschaftlers David Harvey hat inzwischen 2,2 Mio. Klicks. Zur Hochzeit des Banken-Crashs demaskierte er Erklärungsmodelle für die globale Krise.

IKONE: Kate Bush Documentary 1980

Kate Bush war immer was besonderes. Für Nachgeborene kaum erklärbar, wie das mit einer elfenhaften Stimme ausgestattete Wesen mit der experimentell wirkenden Musik in kürzester Zeit zum Superstar avancieren und den Sound von Generationen nachfolgender Musikerinnen prägen konnte. Ihre Songs sind sperrig aber einprägsam. Diese Aufnahme ist etwas besonderes, eine Musikdoku des SWF aus dem Jahre 1980 mit schön-schrägen Konzertaufnahmen und tollen Interviewpassagen, die eine verletzliche junge Frau zeigen. So offen hat sie sich später selten geäußert.

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