Alle Beiträge zu Grundeinkommen

Grundeinkommen per Crowdfunding: eine Utopie wird wahr

Screenshot (Image: Mein Grundeinkommen.de).
Was wäre, wenn wir nicht für unser Geld arbeiten müssten? Wenn wir alle einen monatlichen Festbetrag bekämen – einfach so? Würden alle Menschen dadurch glücklicher und gleichzeitig viel produktiver werden? Oder würden wir alle zu Couchpotatoes werden und unsere Gesellschaft komplett zerstören? Über diese Idee, das bedingungslose Grundeinkommen, diskutieren Philosophen, [...]
Weiterlesen »

Essen ohne zu arbeiten: Bedingungsloses Grundeinkommen

Geld bekommen, ohne zu arbeiten – ein bedingungsloses Grundeinkommen hört sich ungewöhnlich an. Aber die Gesellschaft braucht neue Lösungen der Umverteilung. Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass jeder Bürger monatlich Geld bekommt, in ausreichender Höhe, ohne dafür zu arbeiten, ohne nachweisen zu müssen, dass er oder sie bedürftig ist. Was zuerst klingt wie eine idealistische Träumerei, ist für immer mehr Leute die Lösung für die ungerechte Verteilung von Arbeit und Reichtum in unserer automatisierten Gesellschaft. Unterstützung kommt dabei auch aus der Commons-Ecke im Netz, denn dort wird deutlich, dass nicht immer Geld die Motivation ist, um etwas zu tun.

Weshalb bedingungsloses Grundeinkommen?

Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) sehen darin ein Instrument der Befreiung: Niemand müsste mehr in Jobs arbeiten, die er hasst, sondern könnte tatsächlich unabhängig überlegen, was er machen will. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein Mittel an der Gesellschaft teilzuhaben, auch wenn man nicht in Lohn und Brot steht.

Und das wird auch immer notwendiger: Denn Arbeit hat längst nicht jeder – und glaubt man Experten wird sie in Zukunft immer knapper. Constanze Kurz und Frank Rieger (beide sind SprecherInnen des Chaos Computer Club) beschreiben in ihrem Buch „Arbeitsfrei„, dass Maschinen immer mehr Menschen ersetzen werden. Wie sollen wir also in Zukunft unseren Lebensunterhalt verdienen, wenn es keine Arbeit mehr gibt? Mit dem BGE soll diese gesellschaftliche Produktivität umverteilt werden.

Deshalb überrascht es dann doch nicht, dass auch waschechte Kapitalisten das BGE unterstützen. Der bekannteste ist in Deutschland wahrscheinlich der DM-Drogerie-Gründer Götz Werner. Er setzt sich schon länger für das BGE ein und meint, dass das manische Schauen auf die Arbeit uns alle krank macht.

BGE und Internet

Im Netz entstehen viele gesellschaftlich nützliche Werke ganz ohne Geld: Open-Source-Software, Wikipedia-Artikel, Archive mit gemeinfreien Werken. Alle würden nicht funktionieren, wenn nicht Freiwillige dran arbeiten würden. Dadurch entstehen gemeinsame Güter, gemeinsames Wissen, auf das wiederum aufgebaut werden kann, wenn Neues entstehen soll.

Im Netz bieten viele Firmen selbst kein Produkt an, sondern bauen die Infrastruktur, die es den Nutzern erlaubt, ihre Inhalte zu veröffentlichen. Ilja Braun hat in seinem Buch „Grundeinkommen statt Urheberrecht“ einmal drüber nachgedacht, wie kreative Arbeit im Netz finanziert werden kann – das BGE wäre eine Lösung.

 

Aber auch außerhalb des Netzes arbeiten Menschen ohne Entlohnung – obwohl ihre Arbeit für das Funktionieren unserer Gesellschaft sehr notwendig ist. Das sind klassischerweise reproduktive Tätigkeiten wie Hausarbeit, Kindererziehung, Pflege von Alten und Kranken. Alles Arbeiten, die in der Regel von Frauen ohne Geld verrichtet werden. Das BGE würde ihnen erlauben, unabhängiger zu sein.

Eine Frage der Prioritäten

Eine Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist die Frage nach der Finanzierung. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens geistert schon seit den 1980ern durch die politische Szene, und so gibt es zahlreiche Modelle, die zeigen, dass ein BGE durchaus finanzierbar wäre – wenn es denn politisch gewollt ist. Beim „Netzwerk Grundeinkommen“ gibt es eine tabellarische Übersicht zu Modellen und Finanzierungen.


 


Weiterlesen »

Grundeinkommen: Kommentierte Linksammlung

Zwar wird nicht im Web entschieden, ob das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) dereinst eingeführt werden wird oder nicht. Das muss auf der politischen Bühne geschehen, in den Parlamenten – unterstützt durch Kongresse, Podien, durch Anhörungen und nicht zuletzt durch den Druck der Strasse. Trotzdem ist das Internet ein riesiger Marktplatz der Ideen und des Austausches zum BGE. Und was das weltweite Web-All alles an Möglichkeiten zu bieten hat, wird auch zugunsten des BGE genutzt. – Eine kleine Linksammlung… Weiterlesen »

Weiterlesen »