Gunnar SohnVernetzte Ökonomie, Wirtschaft und Staat

Google und Co. werden auch die deutsche Netzwirtschaft aufmischen. Aber anstatt sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen, rufen die deutschen Unternehmen nach Vater Staat. // von Gunnar Sohn

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Telekom-Chef Tim Höttges weint sich wieder mal in einem Zeitungsinterview die Augen aus, weil der böse Internetkonzern Google so mächtig ist: “Kein anderes Unternehmen in der Welt sammelt so viele Daten. Und kein anderes Unternehmen der Welt verwertet sie so gewinnbringend”, moniert der Netzbetreiber-Boss gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”. Das sorge für “erhebliche Wettbewerbsverzerrungen”. Höttges rügt insbesondere den Umgang mit Daten durch Google.

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Tobias SchwarzBundesregierung fürchtet keine Monopole von Google & Co.

Die Bundesregierung sieht in der zeitweiligen Marktmacht von Internetunternehmen keine Gefahr – die bisherigen Instrumente gegen Monopole reichen aus. // von Tobias Schwarz

Bundesminister Sigmar Gabriel und Google Executive Chairman Eric Schmidt (Bild: BMWi, Kermann)

Den Sommer über versuchten sich vor allem die von der SPD geführten Bundesministerien in populistischen Forderungen nach der Zerschlagung von Google, Facebook & Co. zu übertreffen. Mit dem Ergebnis, dass sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mehrmals mit Google-CEO Eric Schmidt traf. Seitdem – auch aus dem Haus von Bundesjustizminister Heiko Maas – ist es ruhig um das Thema geworden. Scheinbar hat die Bundesregierung den Weg zurück in die Realität gefunden.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 29. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um Günther Oettinger, Gmail und Inbox, ein zensiertes Magazin von Verizon, Tsu und Ello, sowie das neue Video von OK Go. Ergänzungen erwünscht.

  • GÜNTHER OETTINGER Zeit Online: Günther Oettinger hat das Thema doppelt verfehlt: Im Handelsblatt hat EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ein viel beachtetes Interview gegeben, dass zwar im Vergleich zu seinem Hearing im Europaparlament keine wirklichen Neuigkeiten besaß, aber wieder einmal durch eine unglaubliche Naivität bei den digitalen Herausforderungen “glänzte”. Auf Zeit Online hat sich Leonard Dobusch mit den Aussagen des Interviews auseinandergesetzt, der nicht sehr überzeugt ist, dass Oettinger auch nur einen Bruchteil seiner Vorhaben schaffen wird.

  • GOOGLE Computerworld: Why Google wants to replace Gmail: Seit gestern nutze ich die von Google selber entwickelte Gmail-Alternative “Inbox”, die viele tolle Features von anderen Maildiensten kopiert hat. Mein erster Eindruck ist positiv, aber vielleicht müssen wir sowieso uns daran gewöhnen, denn es kann sein, so Mike Elgan auf Computerworld.com, dass Google mit Inbox seinen eigenen Mailing-Dienst langsam beerdigt. Es liegt wohl im Interesse des Unternehmens einen von Nutzern kontrollierten Dienst ebenfalls in die Kontrolle seiner Algorithmen zu begeben.

  • VERIZON The Daily Dot: Verizon is launching a tech news site that bans stories on U.S. spying: Verizon startet eine neues Geschäftsmodell und Patrick Howell O’Neill fragt noch im ersten Satz, was an diesem Vorhaben überhaupt schief gehen kann und das nicht ohne Grund. Der US-amerikanische Telekommunikationsanbieter startet eine Tech- und Lifestyle-Seite namens “Sugerstring” hoch und macht, auch wenn es sich um eine Form von Corporate Publishing handelt, den größten Fehler überhaupt: Zensur von bestimmten Themen. Den Redakteuren ist es verboten, über Themen wie die von Edward Snowden geleakte Überwachung zu berichten oder die Debatte um Netzneutralität.

  • SOCIAL MEDIA Medium: Wenn Tsu und Ello sich um Nutzer streiten: In einem Blogpost auf Medium untersucht Klaus Eck die neuen sozialen Netzwerken Ello und Tsu hinsichtlich das Thema Anzeigen. Der größte Unterschied ist, während Ello persönlich und menschlich sein will, zählt auf Tsu allein das Geld. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die beiden sozialen Netzwerke entwickeln, Klaus Ecks Beobachtungen sind dabei ein lesenswertes Kommentar dieser Entwicklung.

  • REDEFREIHEIT Vox: The latest OK Go video is amazing. Would it have been legal in the United States?: Ein sehr kurzer Text von Timothy B. Lee auf Vox.com, dafür mit dem neuesten Video von OK Go, über das neueste Video der Band, denn das wieder einmal mit einer beeindruckenden Choreografie versehene Musikvideo wurde nur mit Drohnen gedreht und zwar in Japan. Dies hat etwas mit der Gesetzgebung bezüglich Drohnen in den USA zu tun. Und damit erinnert das sehenswerte Video daran, dass es bei der gesetzlichen Regulierung von Drohnen auch um eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung geht, die gut begründet sein muss.

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Ekki KernGoogle setzt seine Smart-Home-Einkaufstour fort

Die Google-Tochter Nest hat den US-amerikanischen Smart-Home-Anbieter Revolv übernommen. Die Entwickler beider Unternehmen sollen fortan gemeinsam an neuen Produkten fürs vernetzte Zuhause arbeiten. // von Ekki Kern

Revolv wurde von Nest gekauft

Der Markt des vernetzten Zuhauses ist gestern um eine Marke ärmer geworden: “Wir möchten mit Ihnen eine spannende Neuigkeit teilen. Revolv ist nun ein ‘Nest‘-Unternehmen“, heißt es auf der Website des Herstellers. Die in den USA bekannte Heim-Automatisierungslösung Revolv ist nun also von Nest übernommen worden. Diese Firma wiederum war ihrerseits vor einigen Monaten von Google gekauft worden, für den stolzen Preis von 3,2 Milliarden Dollar.

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Lukas MenzelDroht durch Google eine Monopolisierung der digitalen Welt?

Google und andere Internetgiganten wie Facebook oder Amazon halten in ihren Bereichen eine marktherrschende Stellung inne. Zu welchen Wettbewerbsproblemen dies führen kann, erklärte Prof. Dr. Justus Haucap vom DICE beim Workshop “Wettbewerb und Regulierung im Internet”. // von Lukas Menzel

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Die durch die Digitalisierung hervorgerufene Konvergenz der Medien sowie die Erkenntnisse aus der Theorie der zweiseitigen Märkte haben zu neuen Herausforderungen sowohl für Medienunternehmen als auch den Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden geführt. Zu diesen Herausforderungen gehören auch unweigerlich die Fragen nach einer adäquaten Wettbewerbspolitik und einer angemessenen Regulierung, welchen sich am 17. Oktober 2014 beim Workshop “Wettbewerb und Regulierung im Internet” in Hamburg angenommen wurden. So stellte sich Prof. Dr. Justus Haucap vom Düsseldorf Institute for Competition Economics der Frage, ob durch Google, Amazon und Co. eine Monopolisierung der Welt drohe.

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Jakob SteinschadenGoogle baut seit 2009 an der Post-Werbe-Ära

Google diversifiziert seine Geschäftsfelder und Erlösquellen zunehmend. Spätestens 2009 hat man erkannt, dass die Internetwerbung nicht für immer die Cashcow bleiben wird. // von Jakob Steinschaden

Google (Bild: Hebi65 [CC0], via pixabay)

Google ist der Werberiese im Internet, richtig? Ja, auch 2013 verdiente der Internetkonzern aus Mountain View etwa 91 Prozent seines Umsatzes mit Online-Anzeigen. Doch spätestens 2009 wurde der Firma bewusst, dass es mit der Internetwerbung nicht ewig so weiter gehen kann – und richtete die Google X Labs ein, um in völlig neue Geschäftsfelder einsteigen zu können. Deswegen staunen die Menschen heute über selbstfahrende Autos, Datenbrillen und noch futuristischere Ideen wie Weltraumaufzüge und Teleportation.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Gawker, die von Medien gehypte Angst vor Monopolen, Evernote und Kritik an Evgeny Morozov. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Die Welt: “Die Agenda ist zu wenig visionär”: In der Politik ist Gesche Joost eine angenehme Ausnahme. Selten erlebt man bei Interviews und Gesprächen mit Politikern so klare Antworten und ehrliche Kritik am Schaffen des politischen Betriebs, wie von ihr. So auch im Interview der deutschen Internet-Botschafterin mit Welt-Wirtschaftsredakteur Thomas Heuzeroth, in dem sie die noch großen Lücken in der digitalen Strategie der Bundesregierung kritisch benennt.

  • GAWKER Digiday: This is the most important person at Gawker you’ve never heard of: Auf Digiday stellt Lucia Moses die wohl wertvollste Mitarbeiterin des Blogs Gawker vor: Erin Pettigrew. Sie steht wohl für die Zukunft von mit Journalismus im Internet wirklich Geld verdienen, aber das wird jetzt außerhalb von Axel Springer keine angenehme Lektüre. Pettigrew nutzt Gawkers Reichweite für den Einstieg in E-Commerce, allerdings mit einer Konsequenz wie sie hierzulande und auch bei den meisten Journalismus-Flaggschiffen in den USA, überrascht. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Zukunft des Journalismus nicht von den Leuten gemacht wird,die ihn (jetzt noch) betreiben.

  • MONOPOLE Wirtschaftswoche: “Wir müssen die Internetgiganten nicht fürchten”: Die Wirtschaftswoche lässt Gerrit Heinemann (Link findet sich im Artikel) und Justus Haucap über Monopole im Internet diskutieren, eines der Lieblingsthemen der den Ton angebenden Sozialdemokraten in der Bundesregierung. Doch für Haucap ist die Angst vor Google und Amazon ein Medien-Hype, denn gerade die Konkurrenz zwischen diesen beiden Unternehmen zeige, dass die Marktstellung keineswegs so zementiert ist, wie es scheint. Und bekanntlich wird in irgendeinen Garagen gerade an den Ideen gearbeitet, die wiederum beide Firmen in die Bedeutungslosigkeit schicken.

  • EVERNOTE Quartz: Evernote – The new anti-censorship tool in China: Es ist ungefähr anderthalb Jahre her, dass ich auf einer Veranstaltung jemanden traf, der in Evernote-Notizen über den Abend bloggte und sie dann via Twitter teilte (ich glaube, dass es Christopher Bulle war, bin mir aber nicht sicher). Eine interessante Idee, über die ich seitdem viel nachgedacht habe, denn was braucht es eigentlich heutzutage noch, um über etwas zu schreiben und zu veröffentlichen? Evernote reicht dafür aus, auch um die chinesische Zensur zu umgehen, wie sich jetzt in Hongkong zeigt. Da die Regierung bestimmte Begriffe in den sozialen Netzwerken blockiert, schreiben Journalisten, Demonstranten, etc. ganze Artikel in Evernote-Notizen, die sie dann teilen. Lily Kuo und Ning Hui schreiben auf Quartz über mein persönlichen Hack des Jahres.

  • JOURNALISMUS PandoDaily: Evgeny Morozov did not “plagiarize” in the New Yorker, but what he did was almost as bad: Auf PandoDialy denkt David Holmes darüber nach, welche Standards es im Journalismus brauchen könnte, nachdem der Liebling des deutschsprachigen Anti-Technik-Feuilletons, Evgeny Morozov, im Magazin “The New Yorker” die Ideen anderer ohne Nennung als seine eigenen ausgegeben hat bzw. alles weg ließ, damit dieser Eindruck entstehen kann. Zurecht regen sich mehrere Wissenschaftler über Morozov auf, aber nachdem auch hierzulande Journalisten gerne auf Links zu ihren Quellen verzichten, sollten wir in Zeiten des digitalen Journalismus über etwas wesentliches des Internets nachdenken: Links. Das Internet baut auf sie, Journalismus sollte es auch tun.

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Dr. Erik MeyerWas bieten Bing und Google zu den Midterms-Wahlen?

In den USA wird Anfang November bei den Midterm Elections gewählt. Dabei konkurrieren nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Suchmaschinen um die Gunst der Wähler. // von Dr. Erik Meyer

wahlabstimmung

Die Vereinigten Staaten gelten als Musterland der politischen Online-Kommunikation. Im Mittelpunkt stehen die Kampagnen, mit denen um Stimmen geworben wird. Da nun keine Präsidentschaftswahlen anstehen, dürfte es aber noch schwieriger werden, die Wähler an die Urne zu bekommen. Dieser Aufgabe widmen sich unabhängig von politischen Präferenzen auch die Suchmaschinen: Mit personalisierten Angeboten wollen sie das Wählen so nutzerfreundlich wie möglich machen. Doch könnte sich gerade die Echzeitberichterstattung über Prognosen zu einzelnen Kandidaten negativ auf die Wahlbeteiligung auswirken.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 9. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um DDoS-Trolle, Netzneutralität vs. Breitband, Verbraucherschutz, Gesichtserkennung im Teatreneu und Axel Springer ist beleidigt. Ergänzungen erwünscht.

  • THE GODS OF THE INTERNET CNET: Interview with a DDoS troll: Sich selber “The Gods of the Internet” zu nennen deutet auf viele Probleme hin, aber scheinbar gibt einem die Fähigkeit DDoS-Attacken durchzuführen auch ein unglaubliches Gefühl von Macht. Michelle Starr hat sich mit Mitglieder der Gruppe DerpTrolling getroffen, die ihr einen Einblick in die DDoS-Trollszene gaben, für die derartige Angriffe eine zeitgemäße Form von Protest sind.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Telekom-Unternehmen fordern “Qualitätsklassen” fürs Netz: Auf Golem.de berichtet Thorsten Schröder, dass die Deutsche Telekom und Vodafone sich offen für die Einführung von “Qualitätsklassen” im Internet aussprechen. Gegner nennen den Vorstoß zu Recht einen Angriff auf die Netzneutralität. Doch ähnliches plant scheinbar auch die CDU, wie Stefan Krempl auf Heise.de berichtet. Jens Koeppen (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für die digitale Agenda, will Providern zusätzliche “Servicedienste” erlauben, wenn sie ländliche Regionen an die Datenautobahn anschließen. Die SPD hält (noch) dagegen.

  • VERBRAUCHERSCHUTZ iRights.info: Meine Daten, meine Rechte und wie man sie durchsetzt: Fast jeder Dienst im Netz erfordert eine Anmeldung mit einem Benutzerkonto, selbst die App zum Pizzabestellen. Zugleich sind unsere Daten begehrte Ware im digitalen Markt. Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband fasst auf iRights.info zusammen, welche Rechte man hat, an wen man sich wendet und welche Mühen und Überraschungen man dabei erleben kann.

  • GESICHTSERKENNUNG Digital Trends: Comedy club charges by the laugh using facial recognition tech: Das Comedy-Theater Teatreneu in Barcelona hat scheinbar einen neuen Weg gefunden, Geld zu verdienen und das auch noch erfolgsabhängig, was wahrscheinlich der Standup Comedy neue Impulse bringen wird. Oder auch eine sicherlich interessante Debatte über Datenschutz, denn das Teatreneu verwendet eine Gesichtserkennungssoftware, um die Lacher der einzelnen Zuschauer im Publikum zu erfassen. Einmal Lachen kostet 30 Cent, die auf den Ticketpreis aufgeschlagen werden. Bei 24 Euro gibt es eine Bremse, damit besonders vergnügte Gäste nicht arm werden.

  • AXEL SPRINGER Macnotes.de: Springer-Presse schießt jetzt gegen Apple und Google: Thank you for pointing out the obvious, Macnotes. Alexander Trust hat noch einmal schön aufgezeigt, wie sich die Berichterstattung über Apple und Google in Medien des Axel Springers Verlag von deren Beziehungen zu diesen Firmen verhalten. Und die kühlten zuletzt ab, was Computer BILD und BILD-”Zeitung” zu teils sehr obskuren Meldungen über die beiden Konzerne veranlasste. Zum Beispiel darüber, dass das neue iPhone 6 zur Haarausfall führt, also dem Ausfallen bzw. Ausreißen eines einzigen Haares. Mit ähnlichen Berichten der Computer BILD hat sich Philipp Biel erst letzte Woche auseinandergesetzt.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 22 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: “Durchgedreht mit…“.


Jakob SteinschadenAndroid: Wie frei ist Googles mobiles Betriebssystem wirklich?

Die Smartphone-Software Android ist prinzipiell Open Source – doch tatsächlich wird der Griff von Google immer fester. // von Jakob Steinschaden

Android und Google (Bild: Jyri Engestrom [CC BY 2.0], via Flickr)

Im weltweiten Rennen um Anteile mobilen Betriebssystemen hat Google mit Android längst die Nase vorne. Doch unangreifbar ist seine Position nicht. Die Android-Distribution CyanogenMod fasst derzeit vor allem in den boomenden Märkten China und Indien Fuß, was bei Google Übernahmegelüste ausgelöst hat. Hinter den Kulissen versucht der Internetkonzern aus Mountain View derweil, seine Services noch stärker an Android zu knüpfen, was wiederum die europäischen Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen hat.

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Tobias SchwarzLesetipps für den 6. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Journalismus bei LinkedIn, Vice und der Huffington Post, sowie den Kampf Fernsehen vs. YouTube und das Silicon Valley. Ergänzungen erwünscht.

  • LINKEDIN Digiday: How Dan Roth became the most powerful editor in business publishing: Auf Digiday erklärt John McDermott anhand von Dan Roth die Entwicklung von LinkedIn, dem sozialen Netzwerks für Berufstätige, hin zu einer der wichtigsten Plattform für Content. Was Facebook gerne schaffen würde, sich aber nur durch einen die Medien in einer für sie ungesunde Abhängigkeit zwingenden Algorithmus zu helfen weiß, hat LinkedIn durch sein Netzwerk und gezielt für sie und von ihnen erstellte Inhalte geschafft. LinkedIn ist nur ein Teil der Zukunft des Journalismus und hat eher etwas von einem Blogging-Netzwerk als einer Tageszeitung, dafür sieht man an LinkedIn besonders gut die sich auflösenden Trennlinien zwischen für Öffentlichkeit sorgenden Akteuren. Für einige Menschen könnte LinkedIn wichtiger und lesenswerter als die Süddeutsche Zeitung sein.

  • FERNSEHEN Broadmark: Tod dem Fernsehen – es lebe die Glotze!: In seiner Kolumne auf Broadmark.de befasst sich Thomas Langhammer mit der These, dass das Internet das herkömmliche Fernsehen überflüssig macht. Und um das Fazit vorwegzunehmen: dazu wird es so schnell nicht kommen, was Langhammer gut erklärt und auch an Zahlen belegt. Denn während wir bei YouTube-Stars mit meiner Meinung nach wirklich nichtssagenden Inhalten über Klickraten in Millionenhöhe reden, macht die bisherige Fernsehindustrie Geschäfte im Milliardenbereich. Da kann zwar auch YouTube-Betreiber Google mitreden, aber eben sonst niemand auf der Videoplattform.

  • SILICON VALLEY Silicon Valley Business Journal: Google buys Redwood City office park Pacific Shores from Blackstone Group’s Equity Office Properties: Als gebürtiger Magdeburger habe ich in den Neunziger Jahren nur die Folgen einer von der Industrie verlassenen Region gesehen, die jahrzehntelang von Unternehmen geprägt wurden und denen sich nahezu die gesamte Stadt unterordnete. Eigene Bahnhöfe, Eisenbahnlinien, Kultureinrichtungen, etc. gehörten einst zum Stadtbild, wie später die mir bekannten Ruinen all dessen. Im Silicon Valley kann man zur Zeit den Anfang einer solchen Entwicklung beobachten, wo Google sich in alle Himmelsrichtungen ausbreitet, riesige Gebiete und Bürokomplexe aufkauft, sowie eigene Verkehrsmittel wie z.B. Fähren plant. Ein Ende des Tech-Booms scheint zwar unwahrscheinlich, aber auch die Automobilindustrie verließ irgendwann Detroit und in Magdeburg kann man vom einst die Stadt prägenden “Schwermaschinenbau-Kombinat Ernst Thälmann (SKET)” nur noch Reste finden und viele Ruinen.

  • VICE Gawker: Vice Requires Writers to Get Approval to Write About Brands: Das Medienunternehmen Vice mit seinem kostenlosen Printmagazin, diversen Websites und Kanälen in den sozialen Netzwerken, gehört wohl zu den in den letzten 10 Jahren am meist beachtetesten Medien der Welt. Vice verstand es Geld zu verdienen, was bekanntlich aus den Werbebudgets der Wirtschaft kommt. Im besten Fall hat dieses Verhältnis keine Auswirkung auf die Redaktionen und den dort betriebenen Journalismus, im wirtschaftlich geprägten Fall allerdings schon, wie neue Mails eines Freelancers zeigen, der regelmäßig für die Vice schrieb. Das Verhältnis zu den Marken steht scheinbar noch vor dem journalistischen Anspruch der Autoren. Und so führt man heute ein Geld verdienendes Medienunternehmen, wenn man es nicht schafft, dass Journalismus das eigentliche Geschäftsmodell ist.

  • MEDIENWANDEL Huffington Post: Warum die eigentliche Revolution erst noch bevorsteht: Sebastian Matthes, Chefredakteur der deutschen Ausgabe der Huffington Post, sieht den eigentlichen Medienwandel im mobilen Konsum von Journalismus. Die Leserschaft findet Artikel nicht mehr bei den Medien, sondern durch Freunde in sozialen Netzwerken. Was ich für gefährlich halte, ist für Matthes die Zukunft, wenn sich was in den Redaktionen ändert, “denn in sozialen Medien sind mitunter andere Texte gefragt. Niemand verteilt trockene Nachrichten an seine Freunde weiter.” Und das ist das Problem an dieser Entwicklung, denn dadurch kommt es erst zu solchen Artikeln wie denen der HuffPo: “Bonzen-Bayern: Der Freistaat will den Rest Deutschlands im Stich lassen”, “Costa Concordia: Unglaublich, was die Geliebte des Kapitäns enthüllt”, “So erfuhr eine Mutter, dass ihr Sohn im Heiligen Krieg starb” und “Warum schwule Priester perfekt für die katholische Kirche sind”. Ich glaube aber, dass Leser durchaus Qualität akzeptieren und auch teilen, wenn sie sie angeboten bekommen.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 25 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: “Durchgedreht mit…“.


Merle Miller5 Lesetipps für den 2. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Videospiele im Schulunterricht, Transparenz in den Medien, das Tor-Projekt, Googles Pflicht-Apps und Bendgate. Ergänzungen erwünscht.

  • VIDEOSPIELE Golem: Videospiele gehören in den Schulunterricht: Wissenschaftler sind sich einig, dass Videospiele mehr sind als ein Training für die Hand-Augen-Koordination. In Spielen werden nämlich Geschichten erzählt und Welten entworfen, die Szenarien dabei sind inzwischen realistischer und gesellschaftskritischer geworden. Sie sprechen Emotionen an und die Spieler sind gefordert, diese Welten zu hinterfragen. Deshalb sollten Videospiele in der Schule diskutiert statt ausgeschlossen zu werden, denn das Verständnis für digitale Spiele und der Umgang mit diesen sei im Lehrplan genauso wichtig wie Filme und Bücher. Schließlich haben auch Filme haben einmal einer Zeit angehört, in denen sie nicht auf sehr viel Verständnis gestoßen sind.

  • JOURNALISMUS der Freitag: Der gläserne Journalist: Anlässlich der Diskussion um eine Klage von zwei Zeit-Journalisten, deren Namen in einer Folge der ZDF-Sendung “Die Anstalt” mit verschiedenen Lobbygruppen in Zusammenhang gebracht worden sind, wurde das Add-on Cahoots entwickelt, mit dem User Verbindungen von Journalisten zu Lobbygruppen einsehen können. Beim Surfen auf Nachrichtenseiten sieht der User manche Autorennamen rot hinterlegt, fährt er dann mit der Maus darüber, werden die Lobbygruppen angezeigt und jeweils eine Quelle dazu. Mit Cahoots werden also eigentlich nur schon öffentlich zugängliche Informationen gesammelt, aber diese sind nun einfacher abzurufen. Deshalb stellen sich für Journalisten die zwei Fragen: Wie viel Transparenz brauchen wir und wie viel Transparenz wollen wir?

  • TOR Zeit Online: Tor könnte bald in jedem Firefox-Browser stecken: Etwa zweieinhalb Millionen Menschen weltweit nutzen die Open-Source-Software Tor, um sich anonym im Internet zu bewegen. Ginge es aber nach Andrew Lewman, dem Executive Director des Tor-Projekts, könnten es in Zukunft schon 500 Millionen sein. Grund dafür ist eine Meldung in der Mailingliste für Tor-Entwickler, in der die Rede davon ist, ein bestimmtes Unternehmen wolle Tor als “privaten Browsing-Modus” in seinen Browser integrieren. Der Browser, um den es geht, habe “einen weltweiten Marktanteil von zehn bis 20 Prozent, bei grob geschätzt 2,8 Milliarden Internetnutzern”. Und diese Beschreibung trifft am besten auf den Firefox-Browser von Mozilla. Allerdings wollen weder Lewman noch Mozilla bestätigen, dass sie miteinander verhandeln.

  • GOOGLE heise online: Android-Geräte müssen mit 20 Google-Apps ausgeliefert werden: Google hat die Bedingungen, unter denen Hardware-Hersteller ihre Android-Geräte mit dem Google-System ausliefern dürfen, verschärft. Statt wie der gewohnt neun Pflicht-Apps müssen in Zukunft stolze 20 Google-Apps vorinstalliert und vom Homescreen aus oder in einem Unterordner zugängig sein. Die Begründung dafür liegt nicht nur darin, dass Google seine eigenen Dienste so stärker verbreiten und die Werbeeinnahmen steigern kann, sondern auch, dass Google selbst etwaige Sicherheitslücken in beispielsweise Chrome schnell beheben könnte.

  • BENDGATE ZDNet: Bendgate: Apple entzieht Computer Bild Testgeräte: Weil “Computer Bild” in einem Redaktionsvideo gezeigt hat, wie sich das iPhone 6 plus verbiegen lässt, hat Apple dem Magazin sämtliche Testgeräte entzogen und zudem Event-Einladungen für dessen Redakteure zurückgezogen. Apple selbst wies den Vorwurf, seine neuen Geräte ließen sich aufgrund von Fehlern verbiegen, jedoch zurück und erklärt, dass sowohl das iPhone 6 als auch das iPhone 6 plus so angefertigt seien, dass sie stabil wären. Es hatten bislang auch nur neun Kunden verbogene iPhones gemeldet. Das tut aber dem Trend keinen Abbruch, Videos und Bilder über verbogene iPhones unter dem Hashtag “Bendgate” im Internet zu verbreiten.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 1. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Günther Oettinger und Google, Instagram im Journalismus, Sorgenfalten im Silicon Valley, Uber, sowie den Medienwandel. Ergänzungen erwünscht.

  • EU-KOMMISSION CNET: With new commissioner, Google faces tough times in Europe: Günther Oettinger hat bei der Anhörung vor dem Europäischen Parlament als möglicher EU-Kommissar für die Digitalisierung der Europäischen Unionen keinen guten Auftritt hingelegt. Seine Antworten zeigten, dass er von der Materie noch nicht sehr viel versteht, was man zum Glück nicht über seine Mitarbeiter sagen kann. Für CNET-Reporter Stephen Shankland wird Oettinger aber vor allem für Google ein schwerer Verhandlungspartner in Brüssel und das nicht nur wegen dem fehlenden Verständnis für die Materie.

  • INSTAGRAM Medienpraxis: Wie Journalisten Instagram nutzen können: Seit März nutzen wir Instagram für die Verbreitung unserer Artikel, Konferenzberichterstattung von unterwegs, aber auch Interviews und Videos. Instagram wird für Medien immer relevanter, wie uns Felicitas Hackmann in zwei lesenswerten Gastbeiträgen im Mai (hier und hier) erklärte. Auf seinem Blog Medienpraxis schreibt der freie Journalist Heiko Kunzmann über internationale Beispiel, wie Instagram im mobilen Journalismus eingesetzt wird. Eine prima Ergänzung zu den Artikel von Felicitas Hackmann.

  • SILICON VALLEY t3n: Kommt die IT-Blase?: Kritischere Töne aus dem Silicon Valley hört man nur sehr selten, doch der ehemaligen Netzpiloten-Leiter und jetziger t3n-Korrespondent Andreas Weck hat sie gefunden: drei Risikokapital-Manager warnen davor, dass es aufgrund der hohen Burn-Rates viele Startups nicht aus eigener Kraft schaffen zu überleben. Zwei Wege führen aus dieser möglich entstehenden Krise: Startups, die besser auf ihre Finanzen achten oder Investitionen in vertrauenswürdigere Startups. Beides gibt es übrigens in Hamburg und Berlin.

  • UBER Vox: Economists explain why they love Uber so much: Auf Vox.com erklärt Dylan Matthews, von einer Umfrage unter Wirtschaftswissenschaftlern ausgehend, warum diese Dienste wie Uber oder Lyft mögen. Neben den persönlichen Nutzungserfahrungen, die aufgrund der schlechten Taxi-Branche in der USA noch einmal viel positiver ausfallen als hierzulande, liegt es vor allem am Wettbewerb, den die neuen Anbieter schaffen. Und Wettbewerb, so die Wirtschaftswissenschaftler, schafft Wohlstand. Hätten wir das auch einmal geklärt.

  • MEDIENWANDEL Newsroom.de: Zeitungsforscher Günther Rager fordert: Schluss mit der Bescheidenheit: In einem Gastbeitrag auf Newsroom.de geht der Dortmunder Zeitungsforscher Günther Rager der Frage nach, wie die Zukunft der Printmedien aussieht. Dabei betont er aber, meiner Meinung nach vollkommen korrekt, dass es in erster Linie nicht um den Inhalt geht, also Journalismus, sondern wie dieser verpackt wird – digital und/oder gedruckt auf Papier? Und auch in einem weiteren Punkt stimme ich mit Rager vollkommen überein: Medien müssen starke Marken werden.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 22. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzpolitik in der SPD, Kritik an der Digitalisierung, YouTube, den Medienwandel im Journalismus und einen ländlichen Coworking Space. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Netzpolitik.org: Sigmar Gabriel und das Feindbild Silicon Valley: Auf einem netzpolitischen Parteikonvent hat Sigmar Gabriel seiner Partei verkündet: “das Digitale ist politisch”. Wie man zu Gabriels Rede steht, in der der Wirtschaftsminister gewohnt populistisch u.a. von “Silicon-Valley-Kapitalismus” spricht, muss sich jeder selber klar machen (die Rede ist als Video eingebunden). Kritische Töne kommen von dem Journalisten Lorenz Matzat auf Netzpolitik.org, in der viele Kritikpunkte aufgelistet sind. Andere Netzpolitiker sind offensichtlich weiter als der Parteivorsitzende, dessen Bild der Digitalisierung düster ist.

  • DIGITALISIERUNG NZZ.ch: Klientelpolitik und romantische Verklärung: Politiker und Feuilletonisten schüren Ängste vor Internetgiganten wie Google und Amazon. Während die einen Klientelpolitik betreiben, treiben die anderen romantische Verklärung. In diesen dunklen Tagen des populistischen Bashings von Google, Amazon & Co, an denen es auch soviel Substanzielles kritisch zu betrachten gebe, sind die Worte von Justus Haucap wahrscheinlich das Vernünftigste, was man in deutscher Sprache zu lesen bekommt.

  • YOUTUBE Digiday: Why YouTube is investing in its creators (again): Auf Digiday berichtet Eric Blattberg über einen interessanten Strategiewechsel von YouTube: ab jetzt investiert Googles Videoplattform in talentierte YouTuber, damit diese noch bessere Videos produzieren können. Es scheint sogar möglich zu sein, dass erfolgreiche Produzenten aus Hollywood den YouTubern beratend zur Seite gestellt werden könnten. Mit dieser neuen Ebene von Professionalisierung könnte YouTube noch ein bisschen mehr zum Fernsehersatz werden.

  • JOURNALISMUS 5 Fragen: Gina Schad über den Medienwandel im Journalismus: Inspiriert von der Sammlung 5questionsfor100designers.com will Dirk von Gehlen mit “5 Fragen an 100 Journalisten” die Veränderung im Journalismus festhalten und herausfinden, wohin sich Journalismus entwickelt. Am Samstag wurde unsere Autorin Gina Schad gefragt, die sonst selber gerne interviewt, weshalb mir dieser Lesetipp natürlich besonders am Herzen liegt.

  • COWORKING SPACE startwerk.ch: Coworking-Spaces entstehen nun auch auf dem Lande: Ein kurzer Blick in die Schweiz zeigt einen interessanten Trend in der Alpenrepublik auf, den ich hierzulande noch nicht wahrgenommen habe (wenn doch, schickt mir bitte Infos dazu): Coworking Spaces verlassen die großen Städte und ziehen aufs Land. Am 1. Januar eröffnet in Solothurn der Coworking Space Loreto in der ehemaligen gleichnamigen Schraubenfabrik. Bald kann wohl auch außerhalb der Metropolregion Schweiz hervorragend zusammen gearbeitet werden. Als in Berlin ansässiger Coworking-Fan wünsche ich mir das für manch schönes Dorf im uns umgebenden Brandenburgischen.

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Daniel KuhnMit Google 2.0 will Larry Page Flughäfen und sogar ganze Städte bauen

Suchmaschine, Android und selbstfahrende Autos? Das alles reicht Google-Gründer Larry Page nicht. Er will, dass Google 2.0 auch Flughäfen und ganze Städte baut. // von Daniel Kuhn

Google Logo in Building43 (Bild: Robert Scoble [CC BY 2.0], via Flickr)

Google ist längst aus den Anfangstagen als Suchmaschinenanbieter entwachsen. Natürlich gehört die Suche immer noch zum Kerngeschäft, ist aber nur noch ein Teilbereich dessen. In Versionsnummern ausgedrückt befindet sich Google immer noch in Version 1.x. Doch Mitbegründer Larry Page denkt bereits weit voraus und hat längst Pläne für Google 2.0. Der Konzern soll sich im neu gegründeten Forschungslabor Google Y noch stärker um humanitäre Probleme und mögliche Lösungen konzentrieren.

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