Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 17. April

In unseren Lesetipps geht es heute um die smarte Nutzung von RSS-Feeds, natürlich Google vs. Springer und ansonsten gleich dreimal über Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK I Zeit Online: Wie Facebook mit Banken konkurrieren könnte: Heute sind die Lesetipps voll von Facebook, aber reden wir erst einmal über Geld. Facebook-Nutzer können sich nicht nur Fotos und Texte schicken – sondern künftig vielleicht sogar Geld überweisen. Patrick Beuth hat auf Zeit Online fünf gute Gründe dafür und fünf hohe Hürden davor gesammelt.
  • FACEBOOK II NYTimes.com: Can Facebook Innovate? A Conversation With Mark Zuckerberg: Für eine Recherche über die neueste Entwicklung von Facebook sprach Farhad Manhoo von der New York Times mit Mark Zuckerberg. Im Interview reden die beiden über virtuelle Realitäten, soziale Apps, die Zukunft von Facebook und die Frage, wie innovativ das soziale Netzwerk noch sein kann.
  • RSS Olereissmann.de: RSS. So wie Google News, nur viel besser: Spiegel Online-Journalist Ole Reißmann hat auf seinem Blog eine Anleitung veröffentlicht, wie er mithilfe von RSS die Enge der eigenen Filterblase durchbricht und sich ganz ohne Twitter und Facebook bestmöglich informieren möchte. Dieses Konstrukt von Anti-Social-Media ist nicht nur für Journalisten interessant, sondern für alle, die ihre Informationslage umfassend verbessern wollen.
  • FACEBOOK III Jakkse.com: Auf der f8 will Facebook zum App-Baukasten werden: Auf seinem Blog macht sich Netzpiloten-Autor Jakob Steinschaden Gedanken über die Zukunft von Facebook und was Mark Zuckerberg auf der Hauskonferenz f8 Ende April präsentieren könnte. Es scheint so, dass das soziale Netzwerk vor allem auf eine Vielzahl an Apps setzt anstatt alles auf der eigenen Plattform zu bündeln und auch im Bereich Werbung kann mit einigen Neuerungen gerechnet werden.
  • FACE… GOOGLE De:Bug Medien: Springer vs. Google: In der FAZ hat Axel Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner einen viel beachteten offenen Brief an Eric Schmidt über das gefährliche Google geschrieben. Es gibt sicher über vieles im Zusammenhang mit Google zu reden, aber das sollte dann bitte auf einem Niveau stattfinden, dass nichts mit politischer Brandstiftung oder Nebelkerzen zu tun hat. Der Journalist Sascha Kösch bringt Döpfners Motivation in seiner Antwort gut auf den Punkt: “So bleibt am Ende von der Google-Kritik nur ein: die sind größer als wir, da muss wer was machen.” Solange macht Döpfner natürlich weiterhin Werbegeschäfte mit Google.

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Tobias SchwarzShortRead: Neue Kamera-App für Android

Google hat der Kamera-App auf den Smartphones mit Android als mobiles Betriebssystem ein umfangreiches Update spendiert. // von Tobias Schwarz

Kamera-App

Ab sofort ist über Google Play ein Update für die Kamera-App in Android erhältlich. Laut der App-Beschreibung ist das Update für Smartphones mit Android 4.4. oder höher als Systemversion erhältlich. Bisher war die Kamera fester Bestandteil von Android und wurde, wie alle Systemapps, nur mit der neuesten Version aktualisiert. In Zukunft kann wohl mit regelmäßigen Updates gerechnet werden. Neben dem neuen Design besitzt die App mit den Features Fokuseffekt (um Objekte wie mit einer Spiegelreflexkamera hervorzuheben), der verbesserten Panoramafunktion (mit hoher Auflösung), Photosphere (für eindrucksvolle 360º-Aufnahmen) und einem Sucher mit Hundert prozenziger Abdeckung für eine maximale Sensorauflösung sind die wesentlichen Neuerungen. Die aktualisierte Benutzeroberfläche ist ausblendbar, so dass eine sehr große Auslöserschaltfläche entsteht. Die ersten Bewertungen von Nutzern, trotz kritischer Anmerkungen, fallen überwiegend positiv aus.


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 16. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität als Lösung, Passwort-Manager, Exportkontrolle für Überwachungssoftware, Pinterest fordert Google heraus und Mathias Döpfner schreibt einen offenen Brief an Eric Schmidt. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Techdirt: Yes, Net Neutrality Is A Solution To An Existing Problem: Telekommunikationsunternehmen auf der ganzen Welt stellen Netzneutralität immer als die Lösung in der Suche eines Problems dar. Marvin Amm widerspricht dieser Ansicht auf Techdirt und erklärt, warum Netzneutralität eine wirkliche Lösung ist und vor allem auf welche Probleme.
  • PASSWÖRTER CNET: Why you need a password manager: Der in OpenSSL gefundene Bug namens Heartbleed führte bei vielen Nutzern zu einem Überdenken ihres Nutzerverhaltens, wenn es um Passwörter geht. Eine Lösung sind Passwortmanager. Lance Whitney stellt auf CNET vor, wie diese funktionieren und warum sie wichtig sind.
  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Aktivisten fordern schärfere Exportkontrollen für Software: Überwachungssoftware aus Deutschland und Europa ist in vielen undemokratischen Staaten im Einsatz. Doch genaue Kriterien für Exportverbote festzulegen ist schwierig. Auf Zeit Online schreibt Friedhelm Greis über den wachsenden Protest von Aktivisten, die mehr Exportkontrollen auch für Software fordern.
  • PINTEREST ReadWrite: Why Pinterest Is The Google Competitor You Weren’t Expecting: Auf Pinterest gibt es jetzt mehr als eine Million Place Pins. Keine direkte Konkurrenz für Google Maps, aber Lauren Orsini erklärt auf ReadWrite, warum Pinterest durch seine von Nutzern kuratierte Bildersuchmaschine zu einer Bedrohung für Google wird.
  • OFFENER BRIEF netzwertig.com: Die Ängste von Springer-Chef Mathias Döpfner: In einem offenen Brief in der FAZ schildert Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner seine Befürchtungen im Bezug auf die Macht und Abhängigkeit von Google. Martin Weigert findet, dass Döpfner einige wichtige Dinge anspricht, aber auch in Erinnerung ruft, warum neben der Sorge über Google auch die über den Verlagslobbyismus angebracht ist.

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Tobias GillenMobile Payment: Warum alle Square jagen

Es scheint so, dass Apple und Google am Mobile Payment-Dienst Square interessiert sind und das aus gutem Grund. // von Tobias Gillen

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Mobile Payment, ein Buzzword aus dem E-Commerce, wird sich in den nächsten Jahren stark entwickeln. Laut einem Bericht sind Apple und Google an einem Spezialisten auf diesem Gebiet, Square, interessiert. Square pokert allerdings hoch – und sucht nicht aktiv nach einem Käufer. Für Apple und Google steht auf dem Gebiet viel auf dem Spiel, schließlich geht es auch um etliche Nutzerdaten, die Google etwa für die Werbung verwenden könnte.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 8. April

In unseren Lesetipps geht es heute um das Erfolgsgeheimnis von Instagram, Windows XP in Berlin, den Heartbleed-Bug von OpenSSL, YouTube vs. TV und Google Streetview. Ergänzungen erwünscht.

  • INSTAGRAM OSK-Blog: Dem Erfolgsgeheimnis von Instagram auf der Spur: Die Netzpiloten sind seit ein paar Wochen auch auf Instagram vertreten, doch wem die für 1 Milliarde US-Dollar von Facebook gekaufte Foto-Plattform kein Begriff ist, sollte den Blogeintrag von Oliver Nermerich lesen, in dem er das Mobile First-Unternehmen vorstellt.
  • WINDOWS XP Berliner Zeitung: Berliner Behörden verschlafen Windows-XP-Umstellung: Seit heute gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für das Betriebssystem Windows XP von Microsoft. Seit Monaten ist das bekannt, doch die Berliner Behörden haben es bisher versäumt, sich auf das Ende von Windows XP einzustellen. Grund dafür ist, dass viele Behörden nur auf Windows XP laufende Programme nutzen und die Umstellung länger dauert als gedacht (bzw. erst letzten Sommer angefangen wurde, mal zu schauen, was für Programme die eigene Verwaltung nutzt). Eine weitere Peinlichkeit für den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, aber kein Weltuntergang. Das IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin hat Ende März mit Microsoft ein “temporäres Notfallpaket” verhandelt, das den Support bis 2015 sicherstellt.
  • OPENSSL TechCrunch: Massive Security Bug In OpenSSL Could Affect A Huge Chunk Of The Internet: In OpenSSL wurde eine Sicherheitslücke entdeckt, mit der es den Entdecker gelungen ist, den privaten Schlüssel eines TLS-Servers zu extrahieren. Das bedeutet, dass durch einen gezielten Angriff die Speicher von Computern ausgelesen werden können, denn durch den Heartbleed getauften Bug kann die Sicherheit von TLS-Verbindungen vollständig untergraben werden.
  • YOUTUBE Time.com: YouTube Is Going to Use TV to Destroy TV: Google steht kurz vor dem Start einer riesigen Werbekampagne im Fernsehen, nach der vielleicht vom Fernsehen kaum noch was übrig sein könnte, denn das Ziel ist es, die Zuschauer vom Fernseher wegzulocken und sie auf YouTube zu bringen. Parallel dazu wurden die Werbemöglichkeiten auf der Video-Plattform verbessert, wie Victor Luckerson auf Time.com schreibt.
  • GOOGLE STREETVIEW Zeit Online: Google Street View zeigt ein längst vergangenes Deutschland: “So nützlich ist wie ein Stadtplan vom alten Ost-Berlin” – Auf Zeit Online schreibt Tilman Baumgärtel über die seit 2011 nicht aktualisierten Aufnahmen von Google Streetview, die ein inzwischen veraltetes Bild der 20 aufgenommenen Städte in Deutschland wiedergeben. Doch so schnell werden die Aufnahmen nicht aktualisiert, denn Google hat das Projekt hierzulande eingestellt. In keinem anderen Land war die Kritik an dem Projekt so groß wie hier, weshalb Deutschland bis jetzt auch das einzige Land ist, indem Google die Bilder nicht mehr aktualisiert.

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Tobias SchwarzWas bedeutet der neue “Aufrufe”-Counter auf Google+?

Seit kurzem zeigt Google+ an, wie oft das Profil eines Nutzers aufgerufen wurde – Google-Mitarbeiter Yonatan Zunger beantwortet Fragen rund um das neue Feature. // von Tobias Schwarz

Google+ (Bild: Widjaya Ivan [CC BY 2.0], via Flickr)

Mit dem neuen Feature hat Google+ erst einmal Verwirrung gestiftet. Unklar ist, wie sich die Summe der wiedergegebenen Anzahl zusammensetzt. Auf Google+ gibt Google-Mitarbeiter Yonatan Zunger Antwort und erklärt in einem Frage-Antwort-Post (den wir hier frei übersetzt wiedergeben), dass die Anzahl die Summe von Profil-Aufrufen, Aufrufen aller Postings und auch Aufrufen aller Fotos ist.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 1. April

In unseren Lesetipps geht es heute um den Schutz der Privatsphäre, Probleme bei Twitter, Gmail Shelfie und Ethik bei “Die Zeit”. Ergänzungen erwünscht.

  • PRIVATSPHÄRE Zeit Online: Den Kameras das Fotografieren verbieten: Auf Zeit Online präsentiert Patrick Beuth verschiedene Projekte, in denen Forscher und Tüftler sich mit den heute scheinbar alles aufzeichnenden Kameras beschäftigen und technische Gegenmittel entwickeln, um Menschen vor ungewollten Fotos zu schützen.
  • TWITTER I Horizont: Viele falsche Twitter-Follower: Eine Analyse des österreichischen Twitter-Analyse-Dienstes Fruji 50 österreicher Top-Accounts von Marken, Medien, Journalisten, Politikern und Sportlern relativiert teilweise stark die bisherigen Annahmen über Reichweiten – bis zu 68 Prozent inaktive oder Fake-Follower. Netzpiloten-Autor Jakob Steinschaden kommentiert die Ergebnisse auf Horizont.at.
  • TWITTER II ReadWrite: Why Twitter’s Facebook Obsession Is Unhealthy: Ab und zu kopiert Twitter gerne mal ein von Facebook bereits bekanntes Feature. Sehr innovativ ist das nicht, aber der Drang des Microblogging-Dienstes, ein soziales Netzwerk für jedermann zu sein, könnte dem Unternehmen auf Dauer nicht gut bekommen, wie Selena Larson auf ReadWrite schreibt.
  • GMAIL SHELFIE Official Gmail Blog: Introducing Gmail Shelfie: Aprilscherz oder nicht? Googles Software Engineer Greg Bullock postet am 31.03., dass Google am 01.04. das neue Feature “Gmail Shelfie” einführt. Nutzer des Mailservices können als Hintergrund ein Selfie hochladen und den Dienst damit noch mehr personalisieren. Wer’s glaubt. ;-)
  • DIE ZEIT Stefan Niggemeier: Der Ethik-Kodex der “Zeit”: Stefan Niggemeier kommentiert auf seinem Blog den Ethik-Kodex der “Zeit”, der nicht nur jünger ist als der von den Kapuzenpulliträgern bei “Zeit Online”, sondern auch weniger umfangreich ist. Interessant ist, dass der Printbereich im Gegensatz zum Digitalbereich kein Reglement für Werbung von kommerziellen Produkten des eigenen Verlags hat.

 

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Jakob SteinschadenFacebook vs. Google: Der Kampf um unsere Sicht auf die Welt

Daten-Brillen wie Glass und Oculus könnten in Zukunft für Google und Facebook berechnen, welche Werbung wir sehen und wie wir darauf reagieren. // von Jakob Steinschaden

Augmented Realitty (Bild: sndrv [CC BY 2.0], via Flickr)

Welche Mega-Technologie kommt nach dem Smartphone? Die Hightech-Branche glaubt, eine Antwort darauf gefunden zu haben: Wearables, also am Körper tragbare Computer, ausgerüstet mit allerlei Sensoren zum Datensammeln und stets mit dem Internet verbunden. Während die Welt noch die Auswirkungen des Smartphones verdaut – siehe auch Phubbing -, kämpfen vor allem Google und Facebook bereits um den vermeintlichen Milliardenmarkt der Zukunft, der da heißt: Augmented-Reality-Werbung.

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Daniel KuhnAndroid Wear: Smartwatch-Durchbruch dank Google-Starthilfe?

Google hat mit Android Wear eine Version des Mobile-OS speziell für Wearable Devices vorgestellt und könnte den Geräten somit endlich zum Durchbruch verhelfen. // von Daniel Kuhn

Android-Wear-Teaser

Smartwatches und Wearable Devices gelten schon seit einiger Zeit als das nächste große Ding in der Technikwelt – bis heute konnte allerdings keines dieser Geräte auf dem Markt signifikante Erfolge feiern. Nachdem bisher jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochte, hat Google mit Android Wear nun ein Betriebssystem speziell für Wearable Devices vorgestellt. So wie einst bei Smartphones könnte Googles Betriebssystem der noch jungen Gerätekategorie helfen, in der breiten Masse anzukommen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 24. März

In unseren Lesetipps geht es heute um den Chromecast von Google, Werbung auf Instagram, Journalismus von Kapuzenpulliträgern, den historischen Ärger mit dem Urheberrecht und das Verhältnis von Demokratie und Technologie. Ergänzungen erwünscht.

  • CHROMECAST Hyperland: Chromecast – Was von Google TV übrig blieb: Seit einigen Tagen gibt es Googles Chromecast-Stick für den direkten Anschluss an den Fernseher endlich auch in Deutschland. Eine Sensation ist das nicht: Andreas Winterer hat das Gerät ausprobiert und fragt sich im Hyperland-Blog des ZDF, was Google seit der Vorstellung von “Google TV” im Mai 2010 eigentlich getrieben hat.
  • INSTAGRAM Ars Technica: The beautiful invasion: sponsorship and Instagram: Die Foto-Plattform Instagram war eigentlich schon immer ein guter Ort für Werbung – vor allem für sich selber. Im Laufe der Jahre haben professionelle Fotografen es verstanden, ihre Profile fürs Selbstmarketing zu nutzen. Seit Ende Dezember bietet Facebook auch Firmen an, durch visuelle Beiträge zu werben. Auf Ars Technica schreibt Casey Johnston über das Vor- und Nachteile von Werbung auf Instagram.
  • HOODIEJOURNALISMUS christophkappes.de: Hoodiejournalismus, beobachtet: Am Wochenende gab es für die deutschsprachige Twitter-Gemeinde mal wieder ein richtiges Aufregerthema: Hoodie-Journalismus. Auslöser ist eine interne Debatte in der Süddeutschen Zeitung über die Berufung von Sueddeutsche.de-Chef Stefan Plöchinger in die Chefredaktion der Zeitung, die auch einige Medienredaktionen hervorrief, u.a. ein Kommentar von Harald Staun im Print-Feuilleton der F.A.S., dass sich zweideutig (daher die Aufregung) mit den journalistischen Fähigkeiten von Plöchinger beschäftigte. Christoph Kappes fasst die Debatte in seinem Blog zusammen und kommentiert ebenfalls die Vorgänge.
  • URHEBERRECHT Zeit Online: “Das Neue entsteht nie da, wo man es erwartet”: Die Debatte um eine notwendige Modernisierung des Urheberrechts zeichneten sich in den vergangenen Jahren stets durch Emotionen aus, die teilweise sogar zur Unsachlichkeit führten als ob der Untergang des Abendlandes vom Schutz des “geistigen Eigentums” abhinge. In einem lesenswerten Interview auf Zeit Online beschreibt die Historikerin Monika Dommann die Ursprünge der Debatte und zieht historische Vergleiche zu anderen Technologien und ihren Einfluss auf unsere Vorstellung von kultureller Schöpfung.
  • DEMOKRATIE Goethe-Institut: Technologie und die Zukunft der Demokratie: Ende Februar hielt EU-Präsident Martin Schulz eine Brandrede über die Gefährdung der Menschenrechte durch Internetkonzerne, am Samstag veröffentlichte Marie Katharina Wagner auf FAZ.de einen Artikel über Google als Gefahr für die Demokratie. Beide Beiträge behandeln, am Beispiel des “bösen” Google, das Verhältnis von Technologie und Demokratie, leider aber schlecht und arm an Argumenten, deshalb sei als Lesetipp dazu ein älterer Beitrag vom Februar 2013 empfohlen, in dem Sascha Meinrath und Tim Maurer für das Goethe-Institut über Technologie und die Zukunft der Demokratie schrieben.

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Tobias SchwarzGoogle plant ein YouTube für Kinder

Laut einem Bericht von The Information arbeitet Google an einem YouTube für Kinder – die neue Video-Plattform soll frei von “unangebrachten Inhalten” sein. // von Tobias Schwarz

Children Notebook (Bild: Lucélia Ribeiro [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Momentan diskutiert die deutsche Bundespolitik über deinen neuen Versuch der Novellierung des Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (kurz: JMStV), nach dem das Gesetzgebungsverfahren im Jahr 2010 gescheitert ist. Im JMStV werden die Jugendmedienschutzbestimmungen geregelt, in Zeiten von Spotify, YouTube & Co. auch auf digitalen Plattformen. Google könnte diesem deutschen Gesetz jetzt vorgreifen, denn laut The Information-Redakteur Amir Efrati plant YouTube eine eigene Plattform für Kinder unter 10 Jahren.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 19. März

In unseren Lesetipps geht es heute um die Wikipedia, das Ende der Netzneutralität, Amazon Imprints in Deutschland, Google Glass und ein TED-Interview mit Edward Snowden über Überwachung. Ergänzungen erwünscht.

  • WIKIPEDIA Netzpolitik.org: Wie die Kluft zwischen Wikipedia und Wikimedia zum Autorenschwund beiträgt: Auf Netzpolitik.org setzt sich Leonhard Dobusch mit dem Autorenschwund in der Wikipedia auseinander und beschreibt das Problem so wie verschiedene Lösungsansätze. Dabei geht es vor allem um die Strukturen der Wikipedia – zwischen Community und Stiftung –, die sich vielleicht einer Professionalisierung unterziehen müssen.
  • NETZNEUTRALITÄT Zeit Online: EU-Ausschuss akzeptiert Zwei-Klassen-Internet: Der Industrieausschuss des EU-Parlaments hat beschlossen, dass künftig sowohl Provider als auch Inhalteanbieter mit den Nutzern “Spezialdienste” vereinbaren dürfen. Kritiker befürchten das Ende der Netzneutralität, doch noch können auf der Plenarsitzung des Parlaments Anfang April Korrekturen vorgenommen werden. Sonst droht ein Zwei-Klassen-Internet und die Grundlage für die Totalüberwachung.
  • AMAZON IMPRINTS e-book-news.de: Amazon-Imprints bald auch in deutschen Buchhandlungen erhältlich?: Erst die Kurzstrecke, nun der Marathon: Amazon Publishing erweitert die Verlags-Aktivitäten in Deutschland – nach dem Start der deutschsprachigen Kindle-Singles Ende 2013 folgt nun im Frühjahr 2014 ein Belletristik-Programm für längere Texte made in Germany.
  • GOOGLE GLASS CNET News: Hotel offers free drink if you wear Glass: In San Francisco könnte ein Hotel zum Paradies für Besitzer von Google Glass werden, denn es gibt an der Bar ein Freigetränk, wenn man seine Datenbrille trägt. Dahinter könnte aber mehr als nur ein Marketing-Gag stecken, denn Vorreiter einer kommenden Welle von Wearables finden hier einen ersten Ort, an dem sie keine Glassholes sind, sondern akzeptiert werden. Ähnlich wie vor vier Jahren, als das ständige Einchecken mit Foursquare weniger normal war als heute und es auch noch Freigetränke für Mayors gab.
  • ÜBERWACHUNG TED.com: Interview mit Edward Snowden über die Rettung des Internets: Auf der TED2014 hatte Edward Snowden einen Gastauftritt via Videokonferenz und sprach mit Chris Anderson über Datenschutz nach seinen Veröffentlichungen. Für ihn darf dieses Recht auf Privatsphäre kein einem von Partisanen betriebener Krieg gegen die Überwachung sein, sondern muss Grundlage eines massiven Umdenkens seitens unserer Gesellschaft sein, wie wir in einer digitalisierten Welt leben wollen.

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Jakob SteinschadenPimp your Android: 11 Apps, die am iPhone unvorstellbar wären

Google sein mobiles Betriebssystem Android lässt sich viel freier nutzen als sein Konkurrent von Apple, wenn man weiß wie und mit welchen Apps. // von Jakob Steinschaden

Android (Bild: JD Hancock [CC BY 2.0], via Flickr)

Auch wenn man die Marktanteilszahlen von Android (weltweit angeblich bereits bei plus 80 Prozent) lieber mit Vorsicht genießen sollte (“ausgeliefert” heißt nicht “gekauft”, “gekauft” heißt nicht “genutzt”, “Second Hand”-Geräte, usw.), eines ist schon klar: Es gibt viele Millionen Leute im deutschsprachigen Raum, die Googles mobiles Betriebssystem auf ihrem Smartphone laufen haben. Im Unterschied zu Apples iOS gilt Android als viel offenere Software, die dem Nutzer viel mehr Dinge erlaubt. Also warum sollte man diese Offenheit nicht auch nutzen?

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Google und die Agenturen, sichere soziale Netzwerke, der Newsfeed von Facebook, eine falsche Identität auf Twitter und wie ein Startup auf die Gier eine Großindustrie reagiert. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE W&V: Google und die Agenturen: Im vergangenen Jahr veranstaltete Google den Kreativwettbewerb Youtube Film Hack in London, jetzt wird diese Veranstaltung in anderen europäischen Städten wiederholt. W&V-Online-Redakteurin Franziska Mozart hat mit Lars Lehne über Digitalität und Kreativität gesprochen. Er ist als Country Director Agencies für die Beziehung von Google mit der Agenturbranche verantwortlich.
  • SOZIALE NETZWERKE Hyperland: Wo sind die sicheren soziale Netzwerke?: Natürlich könnte man Google, Facebook und anderen Diensten einfach den Rücken kehren. Doch inzwischen ist ja das gesamte Internet ein datensaugender Mahlstrom, dem man nicht entkommt. Glücklicherweise wächst die Zahl interessanter Projekte, die sichere Netze errichten wollen. Andreas Winterer stellt vier Projekte im Hyperland-Blog des ZDF vor.
  • FACEBOOK CNET News: Facebook goes back to basics for new-new News Feed: Seit rund 12 Monaten bastelt Facebook am eigenen Newsfeed rum. Die gestern vorgestellten Änderungen sind wohl erst einmal die letzten Umbauarbeiten. Doch was hat sich eigentlich wirklich geändert? Jennifer Van Grove hat sich auf CNET News mit den vielen kleinen Neuerungen des Newsfeed beschäftigt.
  • IDENTITÄT 11 Freunde: Wie ein Schüler via Twitter Sportjournalisten auf der ganzen Welt narrte: Samuel Gardiner narrte als falscher Journalist die weltweite Twittergemeinde. Er diskutierte mit Premier-League-Spielern über krude Transfergerüchte und wurde bei Al Jazeera zitiert. Dabei wollte der 17-jährige Schüler einfach nur ein bisschen Aufmerksamkeit, wie er im Interview auf 11freunde.de erklärt.
  • TUFT & NEEDLE t3n: Wie ein Startup auf die Gier einer Großindustrie reagiert: Ein Jahr nach Gründung erreicht der Online-Händler Tuft & Needle für Matratzen eine Million US-Dollar Umsatz und viele Top-Bewertungen bei Amazon. Daniel Hüfner stellt auf t3n zum Jubiläum das Startup vor, dass mit nur 6.000 US-Dollar anfing, eine Großindustrie auf den Kopf zu stellen.

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Tobias SchwarzQwant – Eine Alternative zu Google?

Die französische Suchmaschine Qwant startet in Deutschland und verspricht Sicherheit und Anonymität im Digitalen. // von Tobias Schwarz

Qwant Teaser

Die französische Suchmaschine Qwant stellte sich am Dienstag in Berlin vor und lud dazu auch die Netzpiloten ein. Die erste Suchmaschine aus Europa, wie es aus Marketinggründen gerne verkürzt erzählt wird (und vom Moderator ungeprüft übernommen wurde), ist Qwant zwar nicht, aber einer der ersten ernsthaften Versuche, eine europäische Alternative zu Google und Bing zu sein, die auch das Web indexiert.

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