Alle Beiträge zu Debattenkultur

Sechs Software-Lösungen für bessere Debattenkultur im Netz

Kommentar (Image by pixelcreatures(CC0 Public Domain)via Pixabay
Viele Verlagsangebote schließen ihre Kommentiermöglichkeiten und klassische Foren gleichen seit Jahren Geisterstädten. Die Debattenkultur im Netz scheint auf einem Tiefpunkt angelangt zu sein. Dabei gibt es durchaus technische Lösungen, die diesen Trends entgegen wirken möchten. Manche der angesprochenen Projekte sind durchaus bekannt, andere sind sicher für viele neu. Seit Jahren gibt es [...]
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5 Lesetipps für den 5. März

In unseren Lesetipps geht es heute um die deutsche Netzkultur, den Medienwandel, CSC Deutschland, Commons und Obamas Interview mit BuzzFeed. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZKULTUR Spiegel Online: Deutschland, eine Belehrungsrepublik: Was treibt die Deutschen eigentlich an, wenn sie im Internet unterwegs sind? Spiegel-Online-Blogger Sascha Lobo hat den Grund gefunden: die Belehrung. Der oder die Deutsche hätte unglaublich gerne Recht und lasse auch andere gerne an seiner geistigen Überlegenheit teilhaben. Dieses Bedürfnis erstrecke sich auf alle gesellschaftlichen Gruppen und das gesamte politische Spektrum. In den Debatten, die sich zwischen den Meinungsfronten abspielen, pralle Hysterie auf Gegenhysterie – damit sei niemanden geholfen. Ein bissiger Kommentar zur Diskussionskultur im deutschsprachigen Internet.

  • MEDIENWANDEL taz.de: „Alle Ziele erreicht“: Vor allem Kritikern des umstrittenen Axel-Springer-Verlags dürfte die jüngst veröffentlichte Konzern-Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahrs nicht gefallen. Der Umsatz, den das Unternehmen erwirtschaftet ist nicht nur über acht Prozent gestiegen, der Axel-Springer-Verlag beweist auch, dass er einer der Vorreiter bei der Digitalisierung traditioneller Medien ist – 70 Prozent seines Gewinns erwirtschaftet der Konzern mit digitalen Angeboten. Die Angestellten des Axel-Springer-Verlag scheinen von der positiven Entwicklung jedoch nicht zu profitieren.

  • CSC DEUTSCHLAND Süddeutsche.de: Umstrittener NSA-Dienstleister verliert Ausschreibung: CSC Deutschland hat bei den jüngsten Ausschreibungen IT-Dienstleistungen im Millionenwert verloren, da die Firma mehrere Bundesländer nicht länger beraten darf. Das Unternehmen hat in den letzten 20 Jahren öffentliche Aufträge im Wert von 300 Millionen Euro ausgeführt – seine Aufgaben lagen in besonders sensiblen Bereichen wie Waffenregister und Überwachung. Der Clou: Der CSC-Mutterkonzern ist der größte Dienstleister des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA.

  • BUZZFEED The Drum: Wooing a nation: Can British politicians ever embrace ‚BuzzFeedification‘ like Obama?: Nachdem der US-Präsident Barack Obama dem Medienportal BuzzFeed ein umfangreiches und sehr erfolgreiches Interview gegeben und damit bewiesen hat, dass er willig ist neue Wege zu gehen und dazu neue Medien mit ins Boot zu holen, wollen es ihm andere Politiker gleichtun. Vor allem in Großbritannien werfen viele Mitglieder des politischen Establishments einen Blick über den Großen Teich und wollen das Erfolgsrezept des Mannes ergründen, der Social Media unnachahmlich für sich nutzen kann.

  • COMMONS Berliner Gazette: Aufs Gemeinsame besinnen: Im EU-Parlament startet eine neue Arbeitsgruppe zu Commons: Innerhalb des EU-Parlaments formiert sich eine Arbeitsgruppe zu Commons. Commons sind Gemeingüter, die von jedem frei genutzt werden können und vor allem im Internet und Urheberrecht, aber auch in sozialen und ökonomischen Bereichen eine Rolle spielen. Arbeitsgruppen haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Gesetzgebung, können aber zur Aggregation von Meinungen und Ressourcen dienen. Es stellt sich aber die Frage, wie effizient die Arbeitsgruppe aufgrund der Heterogenität seiner Mitglieder sein wird.

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5 Lesetipps für den 9. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Debattenkultur im Internet, das Finanzsystem aus Sicht der Internetwirtschaft, das FairPhone im Test, die ethische Seite von Wearable Computing und ein Interview mit Michael Seemann. Ergänzungen erwünscht.

  • DEBATTENKULTUR Karlshochschule Blog: The Day after Shitstorm – Die zweite Stufe der Zivilisierung: Auf dem Blog der Karlshochschule setzt sich Patrick Breitenbach lesenswert mit dem Fall „Justine Sacco“ auseinander und erklärt, wie die Reaktionen im Netz darauf, ein Beispiel für die gefühlt ansteigende soziale Kontrolle im Internet ist, sowie warum das gut und warum das negativ für unsere Debattenkultur im Netz sein kann.
  • DIGITALWÄHRUNG Carta: Wir brauchen ein vom Finanzsystem unabhängiges Paymentprotokoll: Auf Carta setzt sich Marcel Weiss mit den Aussagen des Unternehmer und Risikokapitalgeber Chris Dixon über das Finanzsystem aus Sicht der Internetwirtschaft auseinander und kommt zu dem Schluss, dass es zwar ein neues vom Finanzsystem unabhängiges Paymentprotokoll braucht, die zur Zeit viel diskutierte Digitalwährung Bitcoin es aber nicht sein wird.
  • FAIRPHONE Zeit Online: Beim Fairphone zählt die Haltung, nicht die Leistung: Als erstes Smartphone wird das Fairphone unter möglichst fairen Bedingungen produziert. Für Zeit Online hat sich Tobias Költzsch das faire Smartphone genauer angesehen, für das Käufer extra zahlen, denn beim Fairphone geht es nicht um die Leistung, sondern die Haltung zählt, die damit ausgedrückt wird. Er kommt zum Fazit, dass es sich um ein anständiges Gerät mit kleinen Macken handelt.
  • WEARABLES CNET Blogs: Wearables with augmented reality are mind-blowing – and an ethical nightmare: Neben den ganzen neuen Gadgets und Trends wurde auf der CES 2014 beim Thema Wearable Computers auch etwas Zeit für eine tiefere Betrachtung der Entwicklung genommen und die ethischen Konsequenzen für die Gesellschaft diskutiert. Obwohl der Fokus auf Google Glass gelegt wird, ist eine Debatte entstanden, die auch hierzulande noch kommen wird.
  • DAS NEUE SPIEL wasmitbuechern.de: Michael Seemann wurde von der „Crowd“ beauftragt, ein Buch zu schreiben: Mit seinem per Crowdfunding finanziertem Buch „Das neue Spiel“ hat Blogger Michael Seemann in den letzten Wochen viel Aufsehen erregt. Im Interview mit Leander Wattig gibt er einen Einblick in sein Buchprojekt, an dem u.a. die Wahl der Lizenz am interessantesten ist, die es ihm erlaubt, das Buch in digitaler Form so frei wie möglich zu veröffentlichen und die Rechte für die analoge Form zu behalten.

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