Alle Beiträge zu brand

Kontext Mensch: datengetriebenes Marketing braucht neue Perspektiven

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Marketiers in nahezu allen deutschen Unternehmen müssen oder wollen neuerdings „datengetrieben“ unterwegs sein und „alle stürzen sich auf die Marketingtechnologie“, wie Pascal Lauscher, Inhaber und Lead Brand Strategy Consultant von Lauscherconsulting so treffend formuliert. Der Münchner Unternehmer berät namhafte Kunden wie Siemens oder Microsoft und wird beim Big Data Marketing [...]
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Video: Doug Rushkoff on the Self-Reflexive Internet

Douglas Rushkoff hatte leider in Deutschland keine hohen Wellen geschlagen mit seinem aktuellen Buch „Program or be Programmed“. Aber mit dieser Keynote könnte er dem einen oder der anderen verständlicher werden. Es gibt etwas zu lernen. Be prepared for something way beyond bingo-bullshitting. Aus den Staaten etwas über Social Marketing und die Realität:

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Helmut Schmidt zu PR und Markenbildung

Gestern sah ich einen CDU-Menschen, der im Fernsehen etwas über den Markenkern der CDU faselte. Zuerst war ich amüsiert über die Naivität. Dann merkte ich, dass er es ernst meinte. Nach kurzem Nachdenken fiel mir ein, dass die CDU wahrscheinlich 600.000 EUR an eine Agentur überwiesen hat, um etwas über Branding und Markenbildung zu erfahren. Das erinnert mich daran, dass ich mich neulich im Selbstversuch bei einem Online-Dating-Portal angemeldet hatte. Auch dort traf ich auf Frauen, die sich offenbar einen Markenkern erarbeitet hatten: Die Mehrheit der Erfahrungen. Wenn man zwanzig mal erlebt hat, dass Motorradfahrer viel netter sind als sie zunächst aussehen, Christen gerne CDU wählen oder Konservative Ausländer als Problem ansehen, dann bilden sich kleine oder große Markenkristalle im Verhalten…

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Marken: Firma, Social Media und die Mitarbeiter

Seien wir doch ehrlich. In den frühen Tagen von Social Media gab es auf beiden Seiten der Medaille arge Anpassungsprobleme, die nicht selten durch persönliche Schwächen begründet waren, die es auch schon vor dem Web gab. Mitarbeiter plauderten Geheimnisse über ihren Chef aus oder demütigten ihn öffentlich und Firmen haben das Web benutzt um eine Art Freundlichkeit und Menschlichkeit zu simulieren, die nie existierte. Damit sind ihnen dann Informationen zugespielt worden, die nicht selten zu Entlassungen führten. Die Markenführung, noch immer der heilige Gral der BWL-Kreuzritter aus Mannheim und von anderswo, ist zu einem Instrument des Kontrollzwangs verkommen. Das Web 2.0 hat diese Tendenz eher forciert als abgeschwächt. Bei mashable hat man sich so seine Gedanken gemacht, wie man sowohl marken- als auch menschenfreundlich im Web agieren kann…

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Wie man eine Marke nicht aufbaut (Video)

Ein herrliches Video, das zeigt, wie junge Existenzgründer mit durchgehechelten Präsentationen in das extrem schwierige Umfeld des strategischen Managements nicht eingeführt werden. Als Beispiel für strategisches brand management dient der dynamischen, jungen Beraterin Google. Schöner wäre es gewesen, dasselbe mit social business zu erleben oder mit Sportschuhen oder gar einem twitter client. Aber offenbar möchte man dort Leute auf das Web 1.8 vorbereiten. Vielleicht hat man auch nicht das brand bubble Buch gelesen. Vielleicht kennt man auch nicht die neue Welt des knowledge flow…

Vor zehn Jahren wäre die Präsentation toll gewesen. Jetzt kann man sich nur wundern, warum immer alle hinter Gonzo Marketing zurückfallen. Selbst Seth Godin würde wahrscheinlich einen Lachanfall bei der Präsentation bekommen.

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Brand Tags – Wir formen Marken

Brand Tags LogoBrand Tags basiert auf der Idee, dass Marken allein in den Köpfen der Menschen entstehen und nicht etwa in den Workshops zwischen Werbeagentur und Marketingabteilung. Spätestens seit dem Aufkommen von Blogs & Co. und den damit verbundenen unkontrollierbaren Konversationen über Marken und Produkte, steht fest: Die Wahrnehmung von Marken lässt sich schlecht allein durch Kommunikationsmaßnahmen steuern oder kontrollieren.

Marken entstehen im alltäglichen Umgang mit ihnen, ihre Images werden in Gesprächen geformt sowie über Empfehlungen und Meinungen der Menschen, die mit den Marken in Kontakt kommen. Brand Tags treibt dieses Prinzip auf die Spitze, indem es die Markenassoziationen von Menschen auf spielerische Art und Weise sammelt und strukturiert. Es ist eine simple, aber geniale Idee von Noah Brier, die dem Nutzer Einblick in das gewährt, was Menschen über einige bekannte Marken sagen und denken.

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Wie funktioniert Brand Tags?

Brand Tags funktioniert denkbar simpel: Der Dienst zeigt dem Nutzer ein ausgewähltes Markenlogo und fordert ihn auf, ein Wort oder eine kurze Phrase einzugeben, welche dem Nutzer spontan zu der vorgegebenen Marke einfällt. Brand Tags generiert dann eine Tag-Wolke aus all diesen Nennungen. Die Tag-Wolke ist alphabetisch geordnet, Assoziationen mit den häufigsten Nennungen erscheinen entsprechend groß.

Man kann das Spiel auch umgekehrt treiben: Brand Tags gibt in diesem Fall dem Nutzer die assoziierten Tags vor und der Nutzer muss erraten, um welche Marke es sich handelt. Die verschiedenen Marken sind zwar vorgegeben, neue Marken können jedoch per Mail beantragt werden und werden dann durch Brand Tags hinzugefügt. Neben Marken lassen sich zudem auch Promis taggen. Der entsprechende Dienst Celeb Tags funktioniert genau wie Brand Tags, verfügt bisher jedoch nur über eine kleine Auswahl an Promis.

Für wen ist Brand Tags gedacht?

Für jeden, der gerne einmal seine Meinung über geliebte und ungeliebte Marken loswerden möchte. Der Dienst ist sehr leicht zu bedienen und es macht Spaß, mit Brand Tags ein wenig herumzuspielen. Relevant könnte Brand Tags zudem für all jene werden, die in der Werbe- und Marketing-Branche arbeiten: Sie könnten in Zukunft ein praktisches Tool an die Hand bekommen, um die Meinungen der Menschen über ihre Marke zu erfahren. Für einige von ihnen vermutlich eine unbequeme Wahrheit.

Blogpiloten Urteil

Die Idee von Brandtags ist besser als die Umsetzung. Schön wäre es, wenn jeder selbst im Sinne von Social Collaboration neue Marken hinzufügen könnte, ohne dass es der redaktionellen Bearbeitung durch Brand Tags bedarf. Auch das Design lässt zu wünschen übrig, da die Seite viel zu schmal angelegt ist. So passt oftmals nur ein Tag in eine Zeile der Wolke und man muss sehr weit runter scrollen, um alle Tags zu sehen. Außerdem wird die Plattform meines Erachtens bislang von den falschen Leuten genutzt: Bei fast jeder zweiten Marke findet man Attribute wie „amazing“, „awesome“, „asshole“ als auch „boring“, „crap“ oder „expensive“.

Für mich ist dies eher ein Zeichen für die noch sehr homogene Nutzergruppe von Brand Tags, als dass es ein Spiegelbild differenzierter Markenwahrnehmung wäre. Wer also glaubt, in die Köpfe der Konsumenten schauen zu können, wird derzeit noch enttäuscht: Zu wenig differenzierend, zu stark polarisierend und einheitlich erscheinen die geposteten Attribute bisher. Aber Wikipedia hat schließlich auch einmal klein angefangen, und Brand Tags ist gerade mal ein paar Wochen alt. Für jeden Marketingleiter ist es aber allemal ein Schock: Begriffe aus den letzten Werbeslogans habe ich in der BMW-Cloud zumindest nicht gefunden (s. Bild)!

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