Alle Beiträge zu blogosphäre

#MeetTheBloggerDE: Anne Häusler über Deutschlands größtes Blogger Meet-and-Greet

Red Hands woman creative (adapted) (Image by Kaboompics_Karolina [CC0 Public Domain], via Pexels)
Seit Anfang Mai diesen Jahres findet bereits zum zweiten Mal #MeetTheBloggerDE statt, eine von der Bloggerin Anne Häusler ins Leben gerufende Challenge, bei der sich 14 Tage lang deutschsprachige Blogger*innen auf Instagram porträtieren und miteinander vernetzen. Jeden Tag stellen sie einen anderen Aspekt ihres publizierenden Schaffens vor. Der unter jedem Beitrag verwendete [...]
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#MeetTheBloggerDE: Die deutsche Blogosphäre in ihrer Nussschale

Nächsten Montag, am 1. Mai, startet die Bloggerin Anne Häusler die zweite #MeetTheBloggerDE-Challenge, bei der sich Blogger*innen auf Instagram vorstellen und andere kennenlernen können. 14 verschiedene Tagesaufgaben geben den teilnehmenden Blogger*innen eine Orientierung, worüber sie schreiben könnten. Der unter jedem Beitrag verwendete Hashtag #MeetTheBloggerDE macht die verschiedenen Beiträge auffindbar und [...]
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Wie Blogfoster Werbung für Blogger leicht machen will

Blogvermarktung abseits von Google Adsense ist – gelinde gesagt – schwierig. Das gilt auch für Blogs mit hohen Zugriffszahlen. Die Situation hat sich in den letzten Jahren trotz immer mehr Menschen, die in Deutschland im Internet unterwegs sind, kontinuierlich verschlechtert. Simon Staib von Blogfoster glaubt, er kennt einen Ausweg. // von Lars Sobiraj

Blogfoster-Gründer Simon Staib (links) und Jan Homann (Image: Blogfoster)

Simon Staib (links im Bild) ist Mitbegründer von blogfoster und will den deutschen Markt für Online-Werbung umkrempeln. Unser Autor Lars Sobiraj hat ihn gefragt, was sein Angebot so signifikant vom Wettbewerb unterscheidet. Staib und seine Kollegen haben eine andere Strategie als ihre Konkurrenz gewählt und die ist tatsächlich neu: Niemand kennt die Webseiten besser, als die Betreiber selbst, deshalb haben bei Blogfoster die Blogger die Kontrolle über die ausgelieferten Anzeigen keine Algorithmen. Blogfosters könnte mittelfristig zu einem zweiten Google Adsense werden. Allerdings wird es die Google-Werbung nicht ersetzen, sondern lediglich sinnvoll ergänzen.

Lars Sobiraj (LS): Vielleicht magst Du zunächst Deinen beruflichen Hintergrund erklären. Was tust Du bei Blogfoster? Wie bist Du überhaupt zu diesem Projekt gekommen?

Simon Staib (SS): Mein Name ist Simon Staib, ich habe zusammen mit Jan Homann im Oktober 2013 Blogfoster.com gegründet. Bei Blogfoster habe ich vor allem drei Aufgaben: Zu verstehen welche Herausforderungen Blogger täglich in puncto „Geld verdienen mit dem Blog haben“, sicher zu stellen, dass Blogfoster dafür die beste Lösung baut und dass viele Blogger davon erfahren und Blogfoster nutzen.

Jan und ich sind seit 2012 in der Blogosphäre unterwegs, damals noch mit unserer ersten Firma stilanzeigen.net gestartet. stilanzeigen ist ein Anzeigen-Vermarkter für Blogs, das nur ein exklusives Werbeformat – die Stilanzeige – anbietet. Das war und ist für einige Blogs erfolgreich, wir merkten aber auch sehr schnell, dass jeder Blog individuelle Wünsche und Anforderungen an die Vermarktung hat.

Die Idee zu Blogfoster, einem Self-Service-Tool Lösung für Blogger war dann Ende 2013 geboren.

LS: 2007 gründete Spreeblick und Lobo die Blogvermarktung adical. Damit war es aber schon wieder nach kurzer Zeit vorbei. Wo sind die Unterschiede zu Blogfoster? Was hat Euch überhaupt dazu bewogen, Blogs vermarkten zu wollen?

SS: Adical hat vieles richtig gemacht und war vor allem sehr früh am Start – eventuell auch etwas zu früh. Das Thema „Blogs“ ist bei werbenden Unternehmen und auch Agenturen erst in den letzten zwei bis drei Jahren wirklich relevant geworden. Vor drei Jahren mussten wir Unternehmen noch erklären was ein Blog ist, das ist heutzutage nicht mehr nötig. Aktuell laufen wir hier wirklich offene Türen ein.

Bei Blogfoster legen wir sehr viel Wert darauf, dass der Blogger selbst über die Werbung bestimmen kann und jedes einzelne Banner, Sponsored-Posting und Produktlink selbst auswählt und mit seinen Inhalten abstimmt. Da agieren wir anders als alle anderen Anbieter, die Werbung in ihr Netzwerk pumpen bzw. Leser targeten. Wir haben schon bei stilanzeigen gemerkt, dass diese Form für viele Blogs besser funktioniert: Für den Werbepartner, für den Blogger selbst und vor allem für seine Leser.

LS: In den USA sieht die Lage für Blogger aufgrund der Anzahl der möglichen Leser deutlich positiver aus: Ab welcher Größe ist eine Vermarktung der Werbung eines Blogs überhaupt sinnvoll? Nico Lumma sprach vor Jahren schon, vor mehr als einer Million Zugriffe monatlich, damit es sich rechnet.

SS: Ob sinnvoll oder nicht, ist vor allem erstmal eine Frage fernab von Seitenaufrufen. Diese sollte jeder Blogger für sich beantworten. Natürlich kann man mit mehr Lesern auch mehr Einnahmen generieren, aber auch das gilt nicht uneingeschränkt. Wir messen immer wieder, dass gerade kleine und mittelgroße Blogs, die noch eine intimere Beziehung zu ihren Lesern haben, im Vergleich zu den Seitenaufrufen höhere Einnahmen erzielen als größere Blogs. Im Übrigen messen wir auch, dass diese im Verhältnis überwiegend eine deutlich bessere Werbeleistung bieten als die ganz Großen.

LS: Richtet sich Euer Angebot eher an thematisch breit aufgestellte Webseiten, oder vielmehr an Nischenblogs, wie z.B. Tarnkappe.info? Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmer erfüllen, um für die Kampagnen freigeschaltet zu werden?

SS: Thematisch spezifische Blogs haben den großen Vorteil, eine sehr homogene Leserschaft zu erreichen, die meist über die Blog-Inhalte klar definiert werden kann. Das sehen Werbepartner, vor allem mit zielgruppenspezifischen Kampagnen, sehr gerne, da Streuverluste vermieden werden können. Andere Werbepartner zielen auf die breite Masse. Blogfoster bietet Kampagnen für beide Arten von Blogs und erwartet auch keine Mindestanzahl an Seitenaufrufen pro Monat bei der Nutzung von Bannern. Bei Advertorials sollte natürlich eine gewisse Anzahl an Stammleserschaft vorhanden sein.

LS: Wie muss ich mir eine Teilnahme eigentlich vorstellen? Bekomme ich eure fertigen Plug-ins für WordPress an die Hand? Oder muss ich den Code händisch erstellen?

SS: Blogfoster funktioniert in etwa wie ein Online-Shop, nur für Werbung. Ich erstelle mir einen Account und kann dann frei auswählen, welche Banner ich schalte und für welche Sponsored-Content Kampagnen ich mich bewerbe. Bei den Bannern bieten wir an, einmal über Codes Werbeflächen in dem Blog zu definieren und danach können beliebig die passenden Banner per Drag and Drop aktiviert werden – das geht in Sekundenschnelle.

Wer keine Banner schalten möchte findet bei Blogfoster eine Übersicht an aktuellen Sponsored-Posting-Kampagnen, über die man sich informieren und danach für eine Teilnahme bewerben kann. Wichtig für uns ist, dass der Blogger in seinem Blogprofil mitteilt, für welche Kampagnen er sich interessiert und über welche Themen gebloggt wird – dann können wir besser Kampagnenvorschläge liefern.

LS: Wieso gibt es so wenige konkrete Anhaltspunkte im Internet, was man als Webseitenbetreiber für Online-Werbung verlangen kann? Offenbar ist dabei wirklich alles Verhandlungssache. Kannst Du uns ein paar konkrete Zahlen oder Informationsportale im Internet nennen, damit man als Blogger einen Anhaltspunkt hat, was man überhaupt verlangen kann?

SS: Eine pauschale Aussage ist kaum zu treffen. Das liegt vor allem auch an der Vielfalt in der Blogosphäre und der Werbelandschaft. Preise richten sich nicht nur nach dem Format, sondern auch an das Umfeld (über was schreibt der Blogger), über dessen Zielgruppe (wird der Blog eher von Frauen oder Männern gelesen), über dessen Traffic-Qualität (Stammleser oder Suchmaschinen-Traffic) etc. Es ist in der Tat Verhandlungssache, die unser Sales-Team bei Blogfoster für die Blogger in unserem Netzwerk übernimmt. Die Preise werden dann transparent in dem Blogfoster-Account dargestellt, so dass schon vor der Schaltung der Banner oder bei der Teilnahme von Sponsored Postings klar ist, wie und was vergütet wird.

LS: Die größte Hürde bei allen kleinen Anbietern ist der Wert, ab dem überhaupt Werbeeinnahmen ausgezahlt werden. Wieso zahlt ihr schon ab dem ersten Euro Umsatz aus?

SS: Dank unserer auf den Longtail ausgerichteten Technologie, können wir es uns leisten, auch „kleine“ Umsätze monatlich an Blogger in unserem Netzwerk auszahlen zu können. Wir halten das für fair und sind froh, uns damit von anderen Plattformen differenzieren zu können.

LS: Euer größter Konkurrent dürfte Google AdSense sein. Wodurch hebt ihr Euch von der Google-Werbung ab, die zwar wenig bringt aber nach der Einrichtung keine Arbeit mehr macht?

SS: Zu Google Adsense unterscheiden wir uns vor allem in einem Punkt: Kontrolle über die ausgespielten Werbemittel. Blogger entscheiden bei Blogfoster selbst, welche Banner-Werbung auf ihren Blogs rotiert. Bei Adsense ist das zwar auch möglich, aber nur auf Kategorie und nicht auf Kunden-/Kampagnen-Ebene.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Blogger den „Aufwand“, Banner per Drag and Drop zu aktivieren, gerne in Kauf nehmen. Außerdem stellen wir immer wieder fest, dass die Auswahl die der Blogger trifft, in den allermeisten Fällen deutlich treffsicherer in puncto Themen und Relevanz für den Leser ist, als jeder Algorithmus. Das schlägt sich dann auch in den Klickraten und weiter in den Einnahmen deutlich für den Blogger nieder.

LS: Was würdest Du Gegnern von Affiliate-Programmen entgegnen? Diese sind bei vielen kleinen Blogs unbeliebt, weil unklar ist, ob überhaupt etwas dabei rumkommen wird.

SS: Unsere Erfahrung, gerade mit kleinen Blogs, zeigt, dass diese mit clever gesetzten Affiliate-Links und Bannern oftmals höhere Einnahmen erzielen als mit TKP- oder CPC-Bannern auf ihren Seiten. Natürlich liegt das Risiko bei diesem Werbeprodukt voll auf der Seite des Publishers (Blogbetreibers). Aber: Mit Affiliate-Links und Produktdaten lassen sich für Blogleser meist ansprechende Produktwelten schaffen, die dann besser konvertieren (Umsätze bringen), als herkömmliche Affiliate-Banner. Dafür möchten wir mittelfristig auch Werkzeuge bereitstellen, um auch ohne technisches Fachwissen, beispielsweise eine Produkt-Collage erstellen zu können.

LS: Ich habe gesehen, ihr vermittelt auch Advertorials. Werden diese zumeist einmalig geschaltet? Wäre eine Wiederholung der gleichen Marke bzw. des gleichen Produkts/Dienstleistung nicht sinnvoller aber natürlich zugleich für den Werbetreibenden deutlich teurer?

SS: Es ist gar nicht so unüblich, dass Werbetreibende mehrere Advertorials auf den gleichen Blogs buchen. Beispielsweise berichten Blogger erst über den Auswahl- und Bestellprozess auf einem Online-Shop in einem Artikel und berichten dann in einem zweiten Post über das erhaltene Produkt. Wir fordern teilnehmende Blogs auf, so souverän wie möglich mit solchen Produkttests und Postings umzugehen und diese auch als solche zu kennzeichnen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dabei die wertvollsten Artikel – und vor allem Reaktionen von Lesern – entstehen.

LS: Ist Blogfoster als Ersatz oder primär als Ergänzung der eigenen Vermarktung gedacht?

SS: Unsere Vision von Blogfoster ist, dass es das einzig nötige Tool für Blogger ist, um den Blog selbstbestimmt und effizient zu vermarkten. Das Anmelden bei fünf anderen Plattformen, um den richtigen Mix an Monetarisierungsmöglichkeiten zu bekommen, werden wir abschaffen. Aktuell bieten wir Affiliate-, CPC und TKP-Banner sowie Sponsored-Content-Kampagnen an.

Die ersten Beta-Tester nutzen schon unsere Affiliate-Linking-Tools, die wir Ende des Jahres veröffentlichen wollen. Trotzdem ist Blogfoster nicht exklusiv. Man kann gerne andere Monetarisierungsmöglichkeiten parallel laufen lassen und auch gerne direkt mit Werbepartner kooperieren. Diese Freiheit für Blogger halten wir für selbstverständlich und wollen das auch nicht einschränken. Langfristig möchten wir auch die Möglichkeit geben, Banner von selbst akquirierten Werbepartnern und Kooperation über Blogfoster in seinem Blog zu schalten. In diesem Fall geben wir dem Blogger die Möglichkeit, professionelle Reportings an seine Werbepartner liefern zu können.

LS: Ein Großteil der im Netz verfügbaren Artikel aus dem Bereich Marketing klingen überschwänglich positiv und sind gespickt von Buzzwords, die außerhalb der Werbewirtschaft niemand versteht. Wieso werden die Leser so selten im normalen Deutsch angesprochen? Befinden sich die Vermarkter etwa in einer Blase, innerhalb der ständig in dieser Form kommuniziert wird?

SS: Es stimmt, die Branche hat schon sehr starke Fach-Terminologie. Das merken wir immer auch bei Blogfoster, wenn wir Bloggern erklären, was ein CPC oder ein TKP ist. Wir hatten bei uns intern die Entscheidung, ob wir dafür Übersetzungen finden oder darauf hinarbeiten, dass Blogger die Fachbegriffe verstehen und damit ein professionellerer Umgang mit Vermarktung möglich wird. Das stärkt die Blogosphäre an sich, da Blogger und Vermarkter dann auf einer Ebene kommunizieren können.

LS: Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren geändert? Welche Entwicklungen hälst Du für wahrscheinlich? Gehen die Preise aufgrund des Konkurrenzdrucks der Vermarkter weiter runter?

SS: Es ist Realität, dass sich die Preise für klassische Werbemittel, vor allem für Banner, nach unten entwickeln. Die sinkenden Preise liegen nicht unbedingt am Konkurrenzdruck der Vermarkter, sondern eher daran, dass die Budgets auf andere Werbeformate, bspw. Content- oder Programmatic-Formate verschoben werden. Gerade Ersteres ist für Blogger meist die bessere Alternative, vor allem hinsichtlich der Frage, welchen Mehrwert der Leser daraus ziehen kann. Blogs werden weiterhin die Plattform sein, auf der Werbekunden das wertvollste Autoren-Leser Verhältnis im Internet vorfinden.

Die Frage nach dem „besten“ Weg sich als Blogger zu monetisieren ist noch lange nicht beantwortet und muss vor allem jeder Blogger selbst für sich herausfinden. Blogfoster wird aber auf jeden Fall die Blogosphäre dabei begleiten.


Teaser & Image by Blogfoster


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 2. März

In unseren Lesetipps geht es heute um die Industrie 4.0, was Netzneutralität ist, das Freihandelsabkommen TTIP und den Krieg in der Ukraine. Ergänzungen erwünscht.

  • INDUSTRIE 4.0 Ich sag mal: Offener Brief an die Bundeskanzlerin: Mein Beitrag von letzter Woche über die die Industrie 4.0 wieder einmal verschlafende Politik hat zwei Arten von Reaktionen hervorgerufen: Zustimmng und Ablehnung. Größter Unterschied in der Reaktion war vor allem das Verständnis von Industrie 4.0 und welche Rolle die Politik dabei spielt. Netzpiloten-Autor Gunnar Sohn hat zu dem Thema Industrie 4.0 einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst, indem er die Bundesregierung ermahnt, beim Thema Industrie 4.0 nicht schon wieder die digitalen Herausforderungen zu verpassen. Seine lesenswerte Kritik geht in eine ähnliche Richtung.

  • NETZNEUTRALITÄT I The Oatmeal: Dear Senator Ted Cruz, I’m going to explain to you how Net Neutrality ACTUALLY works: In einem neuen Beitrag auf seinem Comic-Blog „The Oatmeal“ erklärt Matthew Inman das Prinzip der Netzneutralität und setzt sich mit der Debatte in den USA auf seine ganz eigene Art und Weise auseinander. Nach John Olivers Netzneutralität-Beitrag ist das jetzt mein zweitliebstes Erklärstück, welches ich meiner Frau Mutter zeigen kann, ohne sie zu langweilen.

  • NETZNEUTRALITÄT II CNET: Nokia CEO Rajeev Suri knocks Net neutrality: In der Debatte um eine gesetzlich vorgeschriebene Netzneutralität – die sowohl in den USA als auch Europa geführt wird – hat sich der CEO von Nokia, Rajeev Suri, auf die Seite der Kritiker eines solchen Vorhabens gestellt. Seiner Meinung nach müssen priorisierte Dienste möglich sein, um neuen Technologien wie selbstfahrenen Autos ausreichend Konnektivität zu garantieren. Langfristig, so Suri, werden Konsumenten also nicht von Netzneutralität profitieren.

  • FREIHANDEL The Conversation: Beyond TTIP’s false choices and tall tales of free trade: Anfang 2013 berichtete ich auf Carta.info über ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA, das damals noch mitdem Akronym TAFTA abgelkürzt wurde – heute TTIP. Seitdem wurde die Debatte auf beiden Seiten mit einer großen Emotionalität geführt. Viashaal Kishore hat den meiner Meinung nach seit langem sachlichsten Text über TTIP veröffentlicht und bricht es auf die von der Gesellschaft zu beantwortenden Frage herunter, was sie von ihrer Wirtschaftspolitik erwartet.

  • UKRAINE taz: Ukrainischer Blogger Igor Bigdan: „Uns eint das Misstrauen der Macht“: Wer schon einmal Urlaub in der Ukraine gemacht hat weiß, wie nah dieses Land ist und der wirkt der dort vorherrschende Krieg hierzulande so weit weg. Er ist es aber nicht und trotzdem wissen wir wenig darüber, was im Osten der Ukraine genau vor sich geht. Im Interview mit der taz redet Igor Bigdan, eine Größe in der ukrainischen Bloggerszene, über die Gründe dafür: Politik und Propaganda.

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Mesbah Mohammady übers Bloggen im Iran

Mesbah Mohammadi spricht in Chemnitz übers Bloggen im Iran
Der iranische Blogger Mesbah Mohammady sprach am Mittwoch in Chemnitz über die Unterdrückung der Medien im Iran und seine Flucht nach Deutschland. // von Ben Franke Auf einer von örtlichen Bloggern organisierten Abendveranstaltung sprach am Mittwoch der iranische Blogger Mesbah Mohammady in Chemnitz über die Anfänge der iranischen Blogosphäre, politische [...]
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5 Lesetipps für den 26. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Lobbyismus im Bundestag, Hamburg bloggt, eine nicht engagierte Gesellschaft, TTIP und Zoë Keating kritisiert YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • BUNDESTAG Süddeutsche.de: So schützt der Bundestag Lobbyisten: Vor fast einem Jahr wurde mir der Zugang zu einer Ausschusssitzung des Bundestags verwehrt, da sich angeblich zu viele Blogger vor Ort befinden. Das eigentliche Problem hinter dieser Lüge der Bundestagsverwaltung war das ausufernde Ausmaß an Hausausweisen für Lobbyisten. Thorsten Denkler zeigt auf Süddeutsche.de auf, dass mehr als die Hälfte der 2.000 Hausausweise über die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen verteilt werden, davon 90 Prozent durch CDU/CSU und SPD. Wer das aber ist, der da u.a. Öffentlichkeit schaffenden Bloggern die Chance auf Berichterstattung nimmt, wollte die Bundestagsverwaltung oder die Fraktionen nicht sagen.

  • HAMBURG OSK Blog: Hamburg, deine Blogger: Für das OSK Blog hat sich Carsten Christian – nach Köln und Stuttgart – mit der Hamburger Blogosphäre beschäftigt und einen thematischen Schwerpunkt auf Mode und Lifestyle ausgemacht. Vier der in der Elbmetropole beheimateten Blogs werden genauer vorgestellt und weitere Blogs aus/über/für Hamburg ordentlich aufgelistet – von A wie avatter.de, über N wie Netzpiloten.de bis Z wie zeitgeist247.de.

  • GESELLSCHAFT Süddeutsche.de: Lehren aus Pegida – Rückzug ins Private stoppen: Unser Online-Magazin Netzpiloten.de gibt es auch aufgrund einer gefühlten Verantwortung als Medium für die Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung, aber wir allein oder auch eine Institution wie ein Bundestagsausschuss, reichen dafür nicht aus. Es braucht Menschen, die sich einbringen und engagieren. Anhand der islamophoben Rechtenbewegung PEGIDA zeigt Hannah Beitzer lesenswert auf, dass der Rückzug ins Private, die Schaffung einer Parallgesellschaft ohne ziviles Engagement, zu einem politischen Integrationsdefizit führt. Politische Diskurse, auch bei der Digitalisierung aber vor allem beim gesellschaftlichen Miteinander, dürfen nicht von Politik und Medien allein geführt werden.

  • FREIHANDEL Telepolis: „Vorläufige Anwendung“ mit völkerrechtlichen Verpflichtungen: Die Europäische Kommission, aber genauso die Bundesregierung, wollen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA – kurz TTIP genannt – mit beinahe allen Mitteln durchbekommen. Auf Heise.de berichtet Peter Mühlbauer über die Idee der EU-Kommissarin Cecilia Malmström, die Parlamente der Mitgliedsländer bei TTIP und CETA (Freihandelsabkommen der EU mit Kanada) zu umgehen, in dem Teile der umstrittenen Freihandelsabkommen zu völkerrechtlichen Tatsachen gemacht werden. Ein Scheitern wie beim ACTA-Abkommen soll so verhindert werden.

  • YOUTUBE Zoë Keatings Blog: What should I do about Youtube?: Auf ihrem Tumblr schreibt die ihre Musik ohne Label selbst vertreibende Musikerin Zoë Keating über ihr Dilemma als unabhängige Musikerin. Die im letzten Jahr viel diskutierten Verträge zwischen YouTube und den damals erst aggressiv unfair agierenden Labels, die sich dann doch einigten, gelten eben nicht für einzelne Musiker. Die müssen jetzt in die neuen Nutzungsbedingungen einwilligen, damit die Musik beim Streaming-Service Youtube Music Key zu finden ist oder Google schließt die Channels der Musiker. Keating ist ratlos, was sie jetzt machen soll: Den All-or-nothing-Deal (wie es Gizmodo ausdrückt) annehmen oder weitermachen, aber auf das Geld verzichten (laut dem Guardian werden die Channels nicht gelöscht, sondern nur von den Einnahmen ausgeschlossen).

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Warum Medium.com mehr ist als nur Netzfeuilleton

Nicht nur Netzfeuilleton: Medium.com
Die Blog-Plattform “Medium” existiert bereits seit 2012, doch in den letzten Monaten hat sich ihre Nutzung durch relevante Akteure intensiviert. // von Erik Meyer Angetrieben von Verbesserungen der Editionsmöglichkeiten publizieren nicht nur interessante Autoren individuell bei Medium, sondern es haben sich einige journalistische Formate etabliert. Darüber hinaus kommunizieren inzwischen auch [...]
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Kommentar: Ein Jahr Huffington Post in Deutschland

Huffington Post Deutschland (Bild: t3n)
Die Huffington Post Deutschland feiert am Freitag Geburtstag – Zeit für eine bis jetzt versäumte Kritik zum Jubiläum. // von Tobias Schwarz Diesen Herbst erlebt die deutsche Medienlandschaft eine Neuerung nach der anderen. BuzzFeed ist hierzulande gestartet, Krautreporter folgt bald und die deutsche Wired erlebt gerade einen Erneuerungsprozess. Mit einem [...]
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5 Lesetipps für den 29. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, den Aufstieg von Podcasts, europäische Netzpolitik, Blogging und Fappening in deutschsprachigen Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON Amazon Strategies: Amazon’s Fulfillment Center (FC) Network: Wer Amazon und seine globalen Ambitionen verstehen will, sollte einen Blick auf die Daten werfen und sie gegebenenfalls noch visuell darstellen. Nichts anderes hat der Geschäftsführer von ChannelAdvisor, Scot Wingo, getan. Mit einer beeindruckenden Hingabe zu Logistik hat Wingo die Standorte von Amazon-Lagern aufgelistet, Unterschiede und Trends erklärt, sowie alle in eine Karte eingetragen. So bekommt man einen sehr guten Eindruck über Amazons globalem Auftreten.

  • PODCAST Fast Company: The (Surprisingly Profitable) Rise Of Podcast Networks: Während hierzulande das vorläufige Ergebnis der Podcast-Diskussion war, dass es Nischenprodukte sind, scheint in den USA die wirtschaftliche bedeutende Zeit für Podcasts gerade zu beginnen. Auf Fastcompany.com gibt Rebecca Greenfield einen interessanten Überblick über den Status Quo, die neuen Akteure und wohin die Richtung gehen könnte.

  • NETZPOLITIK UdL-Digital: Die europäische Netzpolitik: Die Berufung von Günther Oettinger zum neuen Kommissar der Europäischen Kommission für das Ressort Digitale Wirtschaft und Gesellschaft hat für viel Hohn und Spott gesorgt, der bei dieser besonderen Personalie durchaus seine Berechtigung hat. Auf dem Blog UdL Digital erklärt die Journalistin Aylin Ünal, warum dies trotzdem nicht das Ende europäischer Netzpolitik bedeutet und wie die netzpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union gleich auf mehrere Schultern verteilt wurden.

  • BLOGGING Anil Dash: 15 Lessons from 15 Years of Blogging: Auf Netzpilote.de wird seit mehr als 16 Jahren gebloggt und vieles was wir und unsere Autoren dabei gelernt haben, decken sich mit den Erfahrung von Anil Dash, der aus seinen 15 Jahren Blogging-Erfahrung genau 15 Lektionen übers Blogging abgeleitet hat, die wir nur bestätigen können. Besonders „The scroll is your friend.“ und „It’s still early.“ sind zwei wesentliche Erfahrungen für Blogger und Bloggerinnen. Die Liste ist für jede Person, die bereits ein Blog hat, mit dem Bloggen angefangen hat oder sich noch nie darüber Gedanken gemacht hat.

  • FAPPENING Wirres.net: Haltungsschäden und Merkbefreiung: Auf seinem Blog wirres.net schreibt Felix Schwenzel über seine Beobachtung, wie zuletzt auch deutschsprachige Blogger Fotos von Fappening-Opfern veröffentlichten, getarnt als Unfappening-Kunstaktion, und dieses Vorgehen auf Nachfrage hin auch noch verteidigten. Schwenzel fasst die Debatte der letzten Tage zusammen und gibt einen Denkanstoß, wenn er überlegt, ob das auf die Professionalisierung der hiesigen Blogosphäre zurückzuführen ist.

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5 Lesetipps für den 29. August

In unseren Lesetipps geht es um vernetzte Roboter, Datenschutz, Startups in Deutschland, Misogynie in Computerspielen und Googles Desinteresse an Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • ROBOTER Medium: Robots With Their Heads in the Clouds: In einem Blogpost auf Medium schreibt der Berkely-Professor Ken Goldberg über unsere Wahrnehmung und Vorstellungen von Robotern und erklärt, dass die wahre Stärke von Robotern sich dann zeigen wird, wenn sich diese miteinander vernetzen, effizient Rechenleitung teilen und miteinander Daten austauschen. Und nebenbei bemerkt, dass Ergebnis wäre zwar nicht ganz so beeindruckend, aber dies können übrigens auch alles jetzt schon Menschen miteinander machen, wenn da nicht Angst und Kontrollverlust so bestimmende Faktoren wären.

  • DATENSCHUTZ Handelsblatt: Bundesdatenschutzbeauftragte wird oberste Bundesbehörde: In den gestrigen Lesetipps haben wir uns schon darüber gewundert, dass Andrea Voßhoff nicht nur die inaktivste Besetzung des Amtes aller Zeiten ist, dafür aber bald auch die unabhängigste Datenschützerin, die es je gab, denn das Amt sollte aus dem Bundesinnenministerium heraus geholt werden. Ergebnis ist wohl, dass Voßhoff nicht mehr Kompetenzen bekommt, sondern nur mehr Gehalt, denn das Amt wird zu einer obersten Bundesbehörde aufgewertet. Mein Blick in die Zukunft verrät mir schon, außer Spesen (wird) nichts gewesen (sein).

  • STARTUPS Deutsche-Startups.de: Über Neid, Missgunst und ganz viel Schadenfreude: Auf Deutsche-Startups.de schreibt Alexander Hüsing über die harte Realtität von Startups in Deutschland. Obwohl der Ruf nach einer Innovationen fördernden Fehlerkultur schon so oft von Podien gerufen wurde, dass es langweilte, haben es Gründer hierzulande noch schwer respektiert zu werden, wenn sie nicht erfolgreich sind oder etwas machen, dass die Menschen noch aus der Zeit vor dem Internet kannten. Neid, Missgunst, Schadenfreude, Unverständnis und Unwissen über Startups sind an der Tagesordnung, wie Hüsing schreibt und wünscht sich mehr Aufklärungsarbeit im Rest der Gesellschaft.

  • MISOGYNIE Ars Technica: The death of the “gamers” and the women who “killed” them: Gewalt in Videospielen ist hierzulande stets ein großes Aufregerthema gewesen, aber meiner Meinung nach ist die Darstellung von Frauen und vor allem Gewalt gegen Frauen in Computerspielen schlimmer. Casey Johnston schildert dazu einen Fall in den USA, der die schlimmste Seite der Gaming-Kultur darstellt. Im Artikel wird auch ein Video der Vloggerin Anita Sarkeesian vorgestellt, deren Videopodcasts über Misogynie in Computerspielen mit zu den besten Medien gehören, die sich mit dem Thema beschäftigen und mir jedesmal eine Gänsehaut verpassen, wenn ich sie, wie schlimm es wirklich um die Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft steht.

  • BLOGOSPHÄRE Schneeschmelze: Google schaltet seine Blogsuche ab: Es scheint so, als ob Google seine Blogsuche abgestellt hat und das in Zeiten, in denen die Blogosphäre weltweit an Bedeutung gewinnt. Das dahinter System steckt, erklärt Jürgen Fenn auf seinem Blog Schneeschmelze: „Google entwickelt eine Technik als Clouddienst zur Marktreife, besetzt den Markt, weil die Technik gut ist, verdrängt die Wettbewerber, die daneben kaum noch einen Ort finden, zieht sich dann plötzlich aus dem Geschehen zurück und hinterläßt eine Lücke, so daß das Jammern groß ist.“ Dieser weitere Vorgang unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit von nichtkommerziellen Plattformen, denn Privatunternehmen wie Google können machen, was sie wollen und nicht, was für uns alle praktisch und gut ist.

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Was mit Medien: 15 Jahre Netzpiloten

Netzpiloten
Wolfgang Macht und Tobias Schwarz waren Gast in der Sendung „Was mit Medien“, um einen Blick hinter die Kulissen von Netzpiloten.de zu werfen. // von Redaktion Im vergangenen Jahr feierten die Netzpiloten ihr 15. Jubiläum, zu dem uns viele bekannte Persönlichkeiten des deutschsprachigen Internets gratulierten. Gestern Abend waren Gründer Wolfgang [...]
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5 Lesetipps für den 18. Juni

In den Lesetipps geht es um den Begriff Startup, Smartglasses in Deutschland, Ikeahackers, russische Propaganda und Facebooks Snapchat-Konkurrent Slingshot. Ergänzungen erwünscht.

  • STARTUP CMD-A: Was ist eigentlich ein Startup? Eine Definition.: Was genau ist eigentlich ein Startup? Sowohl in der Praxis als auch in der Theorie scheint man sich da noch nicht ganz einig. Das legen die unterschiedlichen Interpretationen und Definitionen jedenfalls nahe. Adrian Korte setzt sich auf seinem Blog mit dem Begriff Startup auseinander und bittet um ergänzende Kommentare.
  • SMARTGLASS Golem: Jeder Achte will auf jeden Fall Smartglasses verwenden: Brillen mit Computerdisplay sind in Deutschland bislang kaum erhältlich und doch steigt das Interesse an Smartglasses. Fast jeder Dritte kann sich vorstellen, sie zu nutzen, obwohl die Brillen noch sehr teuer sind, wie Michael Linden auf Golem schreibt.
  • IKEAHACKERS Zeit Online: „Ich bin enttäuscht, dass Ikea die Arbeit von Fans kaum ernst nimmt“: Seit acht Jahren zeigen Bastler auf Ikeahackers.net, wie sie Ikea-Produkte umbauen. Nun geht Ikea gegen die Fanseite vor. Unter ihrem Pseudonym Jules Yap redet die Bloggerin mit Patrick Beuth von Zeit Online über den Streit, den sie für vollkommen übertrieben hielt.
  • PROPAGANDA NZZ.ch: Putins Internetpiraten: Lange war es nur eine Vermutung, jetzt ist es gewiss. Hunderte von bezahlten Bloggern versuchen im Auftrag des Kremls die öffentliche Meinung im Westen zu manipulieren. Das zeigen abgefangene E-Mails einer Agentur in St. Petersburg. Christian Weisflog stellt Putins Internetpiraten auf der Neue Zürcher Zeitung vor.
  • SLINGSHOT Netzwertig.com: Facebooks Snapchat-Konkurrent Slingshot hat geringe Chancen, und das ist nicht schlimm: Facebooks App-Labor Creative Labs lebt das Motto „Try, fail, try again, fail better“ regelrecht vor. Nach Home und Paper bringen die Entwickler jetzt mit Slingshot einen Snapchat-Klon heraus, der zur Abwechslung mal mit weniger Erwartung an den Start geht. Martin Weigert schreibt auf Netzwertig.com über die neue App, die ja vielleicht wirklich einen Trend unter Facebook-Nutzern ermöglicht. Und wenn nicht sind die Entwickler auch schlauer.

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Money, Cash, Blog$ – Geld verdienen in der Blogosphäre

BLOG IDEAS (adapted) (Image by Owen W Brown [CC BY 2.0] via Flickr)
Die Spezies der Journalisten hat eine neue Gattung hervorgebracht. Den Blogger. Wird sich die Blogosphäre im Informationsdschungel behaupten können? Sie sitzen in abgedunkelten Kellerräumen, durchforsten die entlegensten Ecken des Internets und chatten mit mysteriösen Gesinnungsgenossen. Immer auf der Suche nach der ganz großen Nachricht. Doch was ist dran am Klischee [...]
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Russland attackiert Blogosphäre. Kein Glasnost online mehr?

Russland will totale Kontrolle über das Internet: Nach der Übernahme von führenden Online-Medien nimmt der Kreml die Blogosphäre ins Visier. Im neo-sowjetischen Mediensystem stellen private Blogs einen essentiellen Teil in der Informationsvermittlung zu den Themen dar, die häufig von den vom Staat kontrollierten konventionellen Medien verschwiegen werden. Angesichts der eingeschränkten Pressefreiheit und Zensur im russischen Fernsehen übernehmen Blogger die Funktion des Watchdogs zur Kontrolle des Staates und agieren nicht selten als investigative Journalisten zur Offenlegung von Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen, Nepotismus unter den Beamten und Korruptionsaffären. Das Regime wehrt sich gegen Glasnost im Internet mit immer strengerer Gesetzgebung.

Wir kehren in die UdSSR zurück

Die Initiatoren des neuen Gesetzes betonen die Notwendigkeit zur Regulierung der „grauen Zone des Internets“ nach dem Motto, Eigentümer und Autoren aller wesentlichen Online-Ressourcen sollen registriert und für staatliche Behörden zugänglich sein. Nach der Anmeldung tragen Blogger nach den neuen strengen Mediengesetzen die volle Verantwortung für die Inhalte. Alle Foren, soziale Netzwerke, Weblogs und Webseiten, die den Nutzern Services zum Austausch von Informationen anbieten, sind verpflichtet den Datenaustausch für sechs Monate auf den russischen Servern abzuspeichern und sie nach Anfrage den Sicherheitsorganen zur Verfügung zu stellen. Die Interaktionen mit den Ermittlungsbehörden dürfen nicht bekanntgegeben werden.

Der Kreml will mit der neuen Regelung offenbar mehr Kontrolle über LiveJournal, bei dem der Großteil russischer Blogger ihre Blogs führen. Auch Facebook, Twitter und der russische Facebook-Klon Vkontakte können mit zunehmenden Druck rechnen. Unklar bleibt allerdings die Prozedur der Rechtsanwendung und der Mechanismus, nach dem die Popularität von Blogs sowie ihre Leserschaft bestimmt werden sollen. Roskomnadsor, die russische Aufsichtsbehörde für die Aufsicht im Bereich der Kommunikation, Informationstechnologie und Massenkommunikation, verfügt über keine eigenen Instrumente zur Erstellung von Ratings und ist momentan auf externe Dienste angewiesen. Ein Vertreter der Aufsichtsbehörde teilte in einem Interview mit, bestimmte Ratings-Dienste werden zum Zeitpunkt des Inkrafttretes des Gesetzes am 1. August 2014 erarbeitet. Nebenbei könnte die Popularität von Bloggern nach Anzahl von Freunden und Followern ausgerechnet werden. Viele Blog-Hostingsdienste führen eigene Statistiken und helfen dabei den Nutzern ihre Blogs zu promoten und zu monetisieren. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter veröffentlichen aber nicht Angaben über die Zahl der Leser zu den Einträgen. Es ist auch schwer vorzustellen, dass Mark Zuckerberg solche Informationen sowie persönliche Daten von Facebook-Nutzern, den russischen Sicherheitsorganen übergeben würde.

Um Blogger von gefährlichen Angriffen seitens russischer Behörden zu schützen, informierte der russische Internet-Riese Yandex über die Einstellung eigener Ratings-Dienste mit folgender Begründung: „Der Service hat schlecht funktioniert und könnte für Blogger, die demnächst den Massenmedien gleichgesetzt werden, negative Auswirkungen haben„. Auch LiveJournal musste seine Ratings der neuen rechtlichen Grundlage anpassen. Nun wird die Zahl an Followern und Freunden maximal mit „2.500+“ markiert. Die tatsächlichen Statistiken können nur Eigentümer von Blogs und Moderatoren der Internet-Plattform sehen.

Die liberale Öffentlichkeit in Russland hat mit Besorgnis auf die neue Gesetzesinitiative der Duma-Abgeordneten Irina Jarowaja und Alexej Mitrofanow reagiert. Die kritische Netzöffentlichekeit fürchtet zunehmende Kontrolle seitens des Staates und diskutiert über Schutzmechanismen. Berühmtheiten, wie die Fernsehmoderatorin und Bloggerin Xenia Sobtschak, zeigt sich kämpferisch gegenüber dem steigenden Druck des Regimes: „Ich werde meine Konten auf Twitter und Instagram weiter führen, solange es noch möglich ist. Alle Gesetze gehen in die gleiche Richtung: wir kehren in die UdSSR zurück. […] Der ganze öffentliche Raum für die Äußerung eigener Gedanken und Meinungen wird ausgerottet. Ich werde kämpfen bis zum Ende. Das ist mein Land!„. Der Menschenrechtsrat beim russischen Präsidenten hat die neuen Regelungen für die Blogosphäre scharf kritisiert und das Oberhaus sowie den Föderationsrat um die Zurückweisung des Gesetzentwurfes gebeten.

Kritische Internet-Medien werden wegen „extremistischer Materialien“ gesperrt

Das „Blogger-Gesetz“ folgt dem aktuellen politischen Kurs des Kremls zur Einschränkung der öffentlichen Sphäre und Unterbindung freier Meinungsäußerung. Eine ganze Reihe von drakonischen Gesetzen ist die Antwort Putins auf die Massendemonstrationen vom Dezember 2011 in Moskau. Neben der Einschränkung der Versammlungs- und Redefreiheit, Eindämmung des internationalen Austausches auf der zivilgesellschaftlichen Ebene nach dem „Gesetz über ausländische Agenten“ und Verfolgung von Regime-Kritikern steigt nun der Druck auf die unabhängige Presse und Online-Medien.

Seit Herbst 2012 dürfen Internetseiten nach dem Kinderschutzgesetz wegen Verbreitung von Informationen über Drogenmissbrauch, Selbstmord, Kinderpornographie ohne Gerichtsbeschluss gesperrt werden. Auch ohne Gerichtsbeschluss werden Online-Medien seit 1. Februar 2014 wegen „extremistischer“ Inhalte gesperrt. In der Wirklichkeit können kritische Online-Zeitungen und Blogs der Opposition auch ohne rechtliche Grundlage auf dem Territorium Russlands blockiert werden. Top-Blogger Ilja Warlamow ist aber gegenüber den Möglichkeiten russischer Behörden zur Kontrolle der Blogosphäre skeptisch: „Russland hat weder technischer noch finanzieller Ressourcen zur Einführung solcher Systeme wie in China. Es bleibt lediglich ein einziges ‚Know-how‘, nämlich das Kabel abschneiden. […] Es gibt keine hundertprozentig erfolgreichen Fälle, bei denen es den Regimen gelungen wäre, Kontrolle über das Internet zu bekommen. Das jüngste Beispiel aus der Türkei, als Twitter abgeschaltet wurde, hat dazu geführt, dass Menschen auf den Wänden Anweisungen zum Umgang mit der Sperre aufzeichneten„. Nichtsdestotrotz wurden allein in den letzen Wochen das Blog von dem Spitzenpolitiker aus der Oppositionsbewegung, Alexej Nawalnyj, sowie Informationsportale wie kasparov.ru, ej.ru und Menschenrecht-Seite grani.ru gesperrt.

In dem zunehmend autorisierenden politischen System stützt sich Putin auf die Loyalität und Kontrolle der führenden Rundfunk- und Internet-Medien. Populäre kritische Online-Zeitungen werden von kremlnahen Oligarchen oder staatlichen Medienholdings aufgekauft und die Redaktionen beeinflusst. So wurden Chefredakteure von den einst meist gelesenen Online-Zeitungen gazeta.ru und lenta.ru mit loyalen Chefredakteuren ausgetauscht. Auch die Unabhängigkeit des in Russland populärsten sozialen Netzwerkes VKontakte ist in Gefahr, nachdem sein Gründer Pawel Durov von den kremltreuen Aktionären aus dem Direktorenrat gejagt wurde. In seinem Blog schrieb er über den Druck der Sicherheitsorganen: Offiziere des russischen Inlandsgeheimdienst FSB sollen von ihm verlangt haben, ihnen den Zugang zu den persönliche Angaben von den Moderatoren der Euromaidan-Gruppen zur Verfügung zu stellen sowie die Fan-Gruppe von Alexej Nawalnyj in VKontakte zu sperren. Mittlerweile hat Durov Russland verlassen und will nicht zurückkehren. Am 24. April 2014 schrieb er auf Facebook, dass er in Europa sei und ein neues Projekt zur Entwicklung eines mobilen sozialen Netzwerkes starten will.


 


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The Huffington Post startet am 10. Oktober

Im Mai 2005 startete das Online-Portal The Huffington Post und der Zweifel am Konzept erlebt gerade mit dem Start einer deutschen Ausgabe eine Renaissance in Deutschland. // von Lars Sobiraj Das US-Muttermagazin vereinigt auf der Website Hinweise zu den verschiedensten Nachrichtenquellen mit Blogeinträgen und den Artikeln der eigenen Redaktion. Die [...]
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5 Lesetipps für den 29. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die Online-Strategie von RTL, die dunkle Seite von Nutzerdaten, Konsequenzen aus dem Leistungsschutzrecht, Drohnen-Journalismus und warum Journalisten bloggen sollten. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL TV DWDL.de: Warum ist RTL interactive eigentlich so unbeliebt?: Viele Produzenten sehen die RTL-Tochter als Social-Media-Verhinderer. Erstmals nehmen Matthias Büchs, Bereichsleiter Online/Mobile/Teletext, und Michael Heise, Leiter Games & Product Innovation, dazu Stellung. Ein Gespräch über Social Media beim TV-Marktführer.
  • DATEN Netzwertig.com: Manipulation der Konsumenten – Die dunkle Seite der Daten: Menschen handeln nicht immer in ihrem eigenen besten Interesse. Unternehmen versuchen seit langem, diese Schwäche für eigene Zwecke zu nutzen. Im Datenzeitalter erhalten sie ihre große Chance, wie Martin Weigert erklärt.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Rivva Blog: Rivva und das Leistungsschutzrecht: Diese Woche tritt das umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverleger in Kraft. Rivva.de zieht deshalb aufgrund der bestehenden Rechtsunsicherheit Konsequenzen, verzichtet auf Snippets und zeigt nur noch Quellen an, die eine Opt-in gegeben haben. Die Netzpiloten haben diese Rivva erteilt. In diesem Eintrag möchte ich beantworten, welche Konsequenzen Rivva aus dem Gesetz zieht.
  • JOURNALISMUS Mashable.com: Journalismus und Drohnen: In rund 25 Jahren soll es nach konservativen Schätzungen mehr als 30.000 zivil genutzte Drohnen in den USA geben. Dies wird viel verändern, auch den Journalismus. Scott Pham hat deshalb mit Kolegen das Missuri Drone Journalism Program gestartet.
  • BLOGOSPHÄRE Online-Journalismus-Blog: Fünf Gründe für Journalisten jetzt zu bloggen: „Jeder einzelne Print-Journalist benötigt spätestens seit heute seine eigene Exit Strategy“ schrieb Karsten Lohmeyer im Blog Lousy Pennies vor wenigen Tagen, nachdem sich der Axel-Springer-Verlag durch den angekündigten Verkauf von Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Hörzu und anderen Printtiteln journalistisch entkernen will und damit voll auf Digitalisierung setzt. Stephan Dörner erklärt fünf Gründe, warum Journalisten jetzt beginnen sollten zu bloggen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Klickhungrig – im Inneren der Blogwelt

Seit gut einem Jahr verbringe ich viel Zeit im Blog-All – oft genug mehr, als mir lieb ist. Es drängt mich deshalb, hier ein paar Bemerkungen zu meinen Erfahrungen und Beobachtungen als Astronaut im Universum der Bloggerinnen und Blogger zu äussern. Und ich bin gespannt, von MitastronautInnen zu erfahren, ob nur ich diese Welt so erlebe oder ob auch andere solche und ähnliche Beobachtungen machen. Ergänzungen sind willkommen.

Wenn ich von Blog-All und Universum schreibe, so soll damit zunächst die überwältigende Vielfalt der Blogosphäre zum Ausdruck kommen. Kaum ein Thema, das nicht aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet und – meist pointiert – kommentiert wird: Aquarien, Hartz IV, Neuerscheinungen von Büchern, Finanzkrise, Katzenpflege, Indien und, und, und … Weiterlesen »

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Blogosphere 2010

Technorati ist mit der 6. Ausgabe seiner Blogosphere-Studie draußen. Die Untersuchung in 24 Ländern zeigt, dass dieses Jahr der Einfluss von Blogs auf Massenmedien gewachsen ist. Die Übergangszeit vom Freizeitmedium zur ernst genommenen Informationsquelle ist in vielen Fällen in Richtung Recherchequelle umgeschlagen. Wie wir alle wissen, gibt es immer weniger Altvordere, die dem Web per se Seriösität absprechen. Vielleicht werden sie auch nur leiser und grummeln im Stillen. In jedem Fall helfen die Sozialen Netzwerke enorm dabei, unbekannte Blogs oder Nischenautoren ins Rampenlicht der digitalen Bühne zu zerren. 25% der Blogger schreiben per Smartphone und 40% dieser Blogger berichteten technorati, dass dies ihr Bloggen verändert hat.

Dieses Jahr hat die Blogosphere 2010 sich besonders auf Frauen und Bloggen fokussiert, was vor allem an dem Umstand lag, dass dieses Thema immer schneller an Bedeutung zunimmt. Ob dabei die Tatsache, das 65% der befragten Blogger selbständig sind, eine große Rolle spielt? Denn immer mehr Frauen erobern die Welt als Gründerinnen oder Freiberufler.

Die Studie fand außerdem heraus, dass die meisten Blogger 2-5 Mal in der Woche ihr Blog aktualiseren, dabei sind die Corporate Blogs verständlicherweise eher regelmäßig und die privaten eher sporadisch-spontan. Die Studie hat auch das Vertrauen der Leser in verschiedene Social Media Quellen bewertet und berichtet, dass 49,7% der Leser auf Facebook Glaubwürdiges zu Produkten finden, gefolgt von Blogs mit 47,1 %. Mehr dazu hier.

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Oops! Social Media Fail Compilation 2010

Der Jahresrückblick mit Sandra Maischberger steht schon in den Fernsehzeitungen. Spekulatius und Lebkuchen hängen uns schon seit Ende August aus den Ohren raus. Aber ein kleines Dorf unbeugsamer Social Media Experten wartet noch auf sein Lametta: Was war der schlimmste Fauxpas in Sachen Social Media in diesem Jahr? Wer hatte bei twitter die engste Verbindung zum hastag #fail?

Die Deutsche Bahn und die Süddeutsche Zeitung haben es getan, WeTab Geschäftsführer Helmut Hoffer, und Konstantin Neven Dumont auch. Die Rede ist von gekauften Blogbeiträgen und gefakten Kommentaren im Web. Seit Social Media immer mehr zur Unternehmenssache wird, häufen sich auch die Meldungen über Fakes und anonyme Beschimpfungen im Web 2.0. Jüngstes Beispiel: Der Fall „Konstantingate“. Der Medienjournalist Stefan Niggemeier beschuldigte den Verlagserben Konstantin Neven Dumont, unter einem Pseudonym in seinem Blog unflätige und kritische Kommentare hinterlassen zu haben.

Konstantingate ist sicher ein Anwärter auf den Skandal des Jahres. Oder war es diese tolle Sache von vodafone? Eine Social Media Pressekonferenz voller Sprechblasen ohne eigentlichen nachrichtlichen Wert? Das Armageddon jeder PR-Agentur plus TV-Spot on heavy rotation? Kann sich keiner mehr erinnern? Tja. [war übrigens 2009, danke Robin]

Doch jetzt seid erst einmal ihr dran, die Leser von netzpiloten.de. Was war für euch persönlich der größte Fehlschlag in der Blogosphäre bzw. im Social Media Land? Welcher Skandal hat euch besonders beschäftigt oder aufgeregt? Hier habt ihr die Möglichkeit euren persönlichen Blog-Skandal 2010 einzustellen: Schreibt uns einfach in das Kommentarfeld unter diesem Beitrag, warum genau dieser Case euch am meisten beschäftigt hat und aus welchem Grund er aus eurer Sicht der Supergau 2010 war. Die zehn schlimmsten Cases werden anschließend von unserem Redaktions-Team vorgestellt und über ein Online-Voting zur Abstimmung durch die Leser freigegeben. Wir sind gespannt, welcher der SocialMedia-Skandal 2010 wird!

Wir suchen dann die meistgenannten und/oder am häufigsten im Web diskutierten Skandale heraus. Dann gibt es eine Umfrage zum Anklicken: Derjenige Skandal, der die meisten Stimmen erhält, wird mit dem „Oops! Award 2010“ bedacht.

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Bloggen wir Social Media zu Tode?

Über’s Wochenende habe ich mit nachdenklicher Beigeisterung drei Beiträge gelesen: Zum einen bei Johnny auf Spreeblick: „Das Internet hat mein Leben zerstört!„, bei Klaus Eck im PR-Blogger „Social Media Overload“ und den Text von Alex Rühle auf Süddeutsche.de mit dem Titel „Verblöden wir?„.

Die drei Texte habe ich mit meinen Stundenten im Blockseminar „Zukunft der Medien“ an der TU Chemnitz behandelt und die Teilnehmer dazu einen Blogbeitrag schreiben lassen. Ein Studierender hat dazu folgens Youtube-Video gefunden und in seinen Beitrag eingebaut. Fand ich ganz passend zum Thema der Texte:

Heute morgen habe ich bei Rivva dann noch den Link auf eine Story bei ReadWriteWeb entdeckt, die sich mit der „Misere“ des Bloggens und Social Media widmet. Autor Richard MacManus stellt fest, dass sich die Blogosphäre in den letzten Monaten gewandelt hat. Statt zu bloggen, wird getwittert. Statt von Blog zu Blog gelinkt, wird auf Friendfeed und Co. aggregiert und vernetzt. Statt Bloggen als lebendige Diskurskultur mit Gemeinschaftsgefühlt zu betreiben, switchen Blogger zum reinen Publizieren, die Konkurrenz im Kopf und im Nacken.

Die Gründe in den Augen von MacManus:


„What it boils down to is that new media is becoming more like old media – e.g. pro blogs run adverts and pay their writers. At the same time of course, old media is implementing social software such as blogs, widgets and more. […] But there are disconnects between the new and old media worlds – and social media is the cause.“

 

Was soll man nun davon halten? Stimmt die Beobachtung, dass klassische massenmediale Anbieter in den LongTail drängen, sich dort zu etablieren beginnen und sich gleichzeitig die A-List-Gemeinde des Social Web in Richtung „Masse“ bewegt und somit der Looooooooooooong Tail abgeschnitten und erstickt wird? Was meint Ihr?

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Corporate Blogging für Einsteiger #1: Warum bloggen?

Viele Firmen tun sich schwer im Umgang mit Blogs. Warum sich Corporate Blogging lohnt und wie die ersten Schritte in der Blogosphäre leichter fallen, erklärt Blogpilot Mario Donick. Ein Ratgeber für Firmenblogger. Teil 1: Warum bloggen?

Corporate Blogging, also Weblogs aus Unternehmenssicht, ist für die meisten Entscheidungsträger in Unternehmen und größeren Organisationen noch immer ein unbekanntes Territorium. Sofern dort Blogs überhaupt bekannt sind, scheint Angst vor der Offenheit und Reichweite des Mediums Grund für die Scheu zu sein. Was, wenn die Leser des Blogs negative Kommentare schreiben, die dann auch noch von Google gefunden werden? So etwas darf nicht sein!

Auf der anderen Seite, bei unabhängigen Bloggern, gibt es manchmal andere Vorbehalte. Ein Blog, das von einem Unternehmen anstatt einer Privatperson geführt wird, kann doch nur niederen Profitzwecken dienen und sollte deshalb nicht ernstgenommen werden.

Zwei Sichtweisen also – und beide überspitzt dargestellt. Es gibt durchaus gute Firmenblogs, weltweit und auch in Deutschland – und die haben auch ihre Leser. Der erste Teil unseres Leitfadens für Einsteiger erklärt, was dahinter steckt.

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Auf der Suche nach den DAX-Blogs

Ein Überblick über die Blogs der 30 DAX-Unternehmen sollte es werden. Das müsste doch zu schaffen sein. Also schnell die Firmen raussuchen und auf deren Websites auf die Suche gehen. Doch nach den ersten sieben Unternehmen war von einem Blog noch nichts zu sehen und die ersten Zweifel wurden laut: Gibt es überhaupt Corporate Blogs bei den deutschen Top-Unternehmen, oder ist dieser Trend vorbeigezogen?

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